Begegnung und Blutdurst. Dannika und Basil

Begegnung und Blutdurst. Dannika und Basil

Beitragvon Kilian » 27. Apr 2016, 02:52

[16:07] ₪ Wie lange war es schon wieder her, dass sie einen Fuß in die Hafenstadt gesetzt hatte? Tage, Wochen, oder vielleicht doch nur Stunden? Irgendwie verlor man mehr und mehr das Gefühl für die Zeit, wenn man sie nicht zu beachten gedachte. Die Tage gingen, die Nächte kamen - allein das zählte. Denn des Tages konnte sie nicht hinaus, wurde sie noch immer von dieser furchtbar bleiernen Müdigkeit erfasst. Nicht länger als eine Stunde hielt sie es aus, ehe sie sich jener Müdigkeit hingeben musste und einschlief. Dann aber war sie gern zurück im Anwesen und in ihrem Zimmer verschwunden, auf dass sie dort Niemand fand. "He Mädchen.. Heee.." Die kratzige, dunkle Stimme einen Menschen war auf sie gerichtet, das aber wurde ihr erst bewusst als sie stehen bleiben musste, weil sich ihr jener männliche Mensch in den Weg gestellt hatte. "Findest' nicht, dass du hier nicht hin gehörst?" Eine berechtigte Frage, wenn man sich das Mädchen einmal genauer ansah, welches er da angesprochen hatte. Dünn, ja gar dürr war sie, trug ein teures, schneeweises Kleidchen am Leib. Man mochte meinen, sie liebte den Schnitt der Kinderkleidchen, denn auch das getragene war wenig fraulich. Kein Korsett, keine Perlen. Zarte Stickerein, die Taille etwas betont und Ärmel die gerade so über die Schultern reichten. Die Füße stecken, ausnahmsweise einmal, in ebenso weißen, bestickten Leinenschuhen und das dunkle Haar fiel in offenen Wellen bis zur Mitte des Rückens hin. Der Abend im Badehaus war ganz nett gewesen, doch dieser Gasse ging sie seither aus dem Weg. Man wollte nicht wieder dort hinein und sich auslachen lassen müssen, weil man sich dem Weißhaar nicht hatte nackt zeigen wollen. Außerdem hatte das Mädchen Hunger, und da erschien ihr diese Gasse eben recht passend. Dass er hier aber einige Mannen als Aufpasser gab, hatte sie nicht gewusst. Leicht neigte sich das blasse Haupt zur Seite, wirkte jene Bewegung fließend und katzengleich, doch auch gleichzeitig vollkommen abgehackt und unrund. Es schien, als könnte sie sich nicht entscheiden zwischen diesen Bewegungen, auch wenn sie es vollkommen unbewusst tat. "Geh mir aus dem Weg - Mensch." Ein leises Wispern von honigsüßem Gift in der Stimme der Rumänin. Sie wollte dem Meschlein hier nicht weh tun, nicht wo doch jeder zusehen konnte und irgendwer es dem Weißhaar vielleicht petzen würde. Der Kerl hatte überall Augen und Ohren. Und schon wieder wollte sie sich keine Moralpredigt anhören müssen. "Hör Mal Kindchen, du hast hier nichts zu suchen. Du solltest lieber gehen." Eine offene Drohung war es nicht, die er da von sich gab, viel mehr klang es wie ein gut gemeinter Rat. Und doch schienen seine Worte so eisern gesprochen, dass er sich ganz sicher war das Mädchen würde sich abwenden und seinem Wort folge leisten. Stattdessen aber blickte sie ihn nur an - und schwieg.
[16:29] Basilius der Händler Das Treffen war doch gut verlaufen, für den anfang zumindest. Alles Weitere musste sich dann in den kommenden Tagen und Wochen zeigen. Doch der Händler ist realistisch. Er konnte nicht hoffen hier von einem, auf den anderen Tag, Fuß zu fassen und einen sicheren Stand zu erlangen. So etwas braucht Zeit und Einfluss. Zeit hat er, Einfluss beschafft er sich. Es wäre ja nicht die erste Stadt in der er sein Gewerbe aufbaut und sich einen festen Platz im Untergrund sichert. Ärgerlich ist nur das es hier so etwas schon gibt, gut das kann man ändern. Das Gespräch heute hat zumindest gezeigt, man ist auch bereit mit ihm zu verhandeln und in seinem Auftrag zu arbeiten. Er hat ihnen aber auch wirklich ein Filetstück präsentiert, diese Begegnung am Stadttor. Die versprach wirklich einiges an Talern, wenn die Herde aufgetrieben werden konnte. Das allerdings war nun nicht mehr seine Aufgabe, die bestand nun darin sich hier noch ein gutes Gässchen zu gönnen, das ein oder andere vergnügen und dabei die Umgebung noch auszukundschaften. Vielleicht viel ihm ja weiterer Mangel auf, in den man investieren konnte. Die Hände locker in den Taschen, die Kleidung ordentlich doch nicht extravagant und in dunklem Farben gehalten, sollte er nicht groß auffallen. Auffallen ist auch nicht sein Ziel, nein in der Masse des guten Bürgertums untertauchen, das war schon immer eine der besten Methoden gewesen. Nicht so reich, das andere anfingen sich für einen zu interessieren und nicht so arm, das die Stadtwachen und Häuser misstrauisch wurden und einen im Auge behielten.
Stimmen trägt der Wind die Straße entlang und bis zu ihm hinüber, noch bevor er die beiden wirklich erkennen kann, oder sich ihrer bewusst geworden ist. Die Frau bietet einen wirklich seltsamen Anblick, das weiße Kleid, die helle Haut dazu das schwarze Haar. Unweigerlich fühlt er sich an eine Porzellanpuppe erinnert, der Kerl der ihr gegenübersteht, der bietet nun wirklich einen deutlichen Kontrast. Mag er auch sonst nicht grobschlächtig wirken, im Gegensatz zu dem Mädchen tut er das nun doch. Es braucht nur einen Moment, ein kleines zögern seinerseits, bevor er mit festem Schritt auf die beiden zu geht und ihr, so sie das zulässt, eine Hand auf die Schulter legt. „Meine liebe, ich sagte doch, warte nur noch 5 Minuten auf mich“ beginnt er, als wäre es das selbstverständlichste das sie beiden sich kennen. Warum? Ganz einfach, der Kerl vor diesem Mädchen ist eindeutig nichts anderes als irgendein Handlanger, sie sieht aus wie die Tochter eines gut betuchten Mannes. Wer war nun also das lohnendere Objekt? Und warum sollte er sich so eine Gelegenheit entgehen lassen. „Ich hoffe es gibt kein Problem? Und wenn doch, dann bin ich sicher, das es sich schnell aus der Welt schaffen lässt“. Ein breites grinsen, nicht höhnisch sondern einfach gut gelaunt, liegt auf seinem Gesicht, während er den Mann vor sich betrachtet und wartetet das dieser sich nun davon eilen würde.
[16:48] Dannika Nadăș war sich nicht sicher, warum dieser Mensch dort vor ihr stand und versuchte ihr weiß zu machen, dass sie hier an einem Ort war, an dem sie nicht zu sein hatte. immer wieder vergaß sie, dass es nicht wie Zuhause war. Dort hatte man sie nicht angesprochen und sie nur angesehen wenn sie schon fast an einem vorbei gewesen war. Getuschelt hatte man viel über das Kind des Grafen, doch nie hatte sich Jemand getraut Hand an das Juwel des Herren zu legen. Nicht bis in jene Nacht, welche ihr verderben hatte sein sollen. Und gerade jetzt wollte ihr ein Menschlein erklären wo sie zu sein hatte und wo nicht? Das Mädchen wollte die blasse Lippen öffnen, sich der Wiederworte bedienen, die sie bereits gelernt hatte, als sie mehr oder minder der Schreck durchfuhr. Deutlich zuckte das Mädchen unter der warmen Hand eines weiteren Menschen zusammen, hatte sie ihn unter all den Leuten einfach nicht nahe kommen hören. Wie auch? Es gingen ständig irgendwelche Personen an ihr und dem Mann vorbei, der sich ihr noch immer in den Weg stellte. Ruckartig und viel zu schnell, als dass es normal sein konnte, ruckte das Haupt der jungen Damen empor, sodass zwei fast farblose Paar Augen auf den Menschen blickten, dessen Hand noch immer auf ihrer Schulter lag. Würde man es nicht besser sagen können, so sah das Mädchen beinahe aus als sei sie blind. Nur ein Hauch von Farbe lag in ihren Iriden, machte sie menschlich. Noch konnte sie sehen, noch konnte sie unbedarft durch die Gasse streifen, in einigen Stunden würde dies nicht mehr gehen - zumindest nicht sehend. Die Worte des Menschen trafen warum und weich an ihr Gehör, klang es so selbstverständlich, dass ihr Blick sogleich hin zu dem Fremden glitt, der sich ihr in den Weg gestellt hatte. Sie hatte warten sollen? Warum half er ihr? Sie konnte das Problem auch ganz allein beseitigen, auch wenn das deutlich mehr Aufsehen erregen würde, als es ihr lieb sein würde. Der Andere aber schien ihm diese Lüge abzukaufen, denn dieser gedachte gar nicht eine Gegenfrage zu stellen. Stattdessen schüttelte er den Kopf, "Ihr solltet besser Acht geben auf eure Begleitung.. Hier ist es nicht sicher für sie." Und mit jenen Worten wendete er sich ab, nicht ohne das Mädchen eines weiteren, scharfen Blickes zu mustern. Sekunden später nur, kaum dass er entschwunden war, ruckte die Schulter der Draculina vor, sodass die Hand des Fremden von ihrer Haut und dem Stoff gleiten würde. "Fass mich nicht an!" Eine Drohung, und das dieses Mal ganz offenkundig ausgesprochen. Sie war nicht um Hilfe dankbar, schließlich hatte sie auch keine gefordert. "Ich hätte das auch allein geschafft." So viele Gerüchte, die an ihm klebten. Das machte es schwer für die junge Strigoi den eigenen Geruch des Mannes heraus zu filtern. Sie würde ihn sich einprägen und das nächste Mal nicht so gnädig damit sein, seine Hand nur abzuschütteln. Nein, das nächste Mal würde er Schmerz leiden, wenn er sie anfasste. Ohne in weiteres Wort zu sagen, setzte sich das Mädchen auch schon in Bewegung, was von dem zuvor verschwundenen Manne nicht unbeobachtet blieb. Doch er konnte die Fetzen des Gespräches nicht deutlich wahrnehmen, weshalb er sicherlich von einem Streit zwischen ihr und ihren Aufpasser ausging. Gut für ihn.
[17:22] Basilius der Händler || Das zucken des Mädchens wird zur Kenntnis genommen, doch nicht weiter beachtet, ein kleiner schreck ist nicht verwunderlich. Das man mit ihm gerechnet hat, davon ist er nicht ausgegangen. Bis vor wenigen Sekunden hat ja noch nicht einmal er geahnt, dass er hier gleich in das Gespräch treten würde. Weit weniger überrascht als das Mädchen, ist der Kerl mit dem sie gesprochen hat. Dieser nimmt es hin, vermutlich ist die Situation so auch gewöhnlicher, als eine hübsche Frau allein in dieser Gegend. Solange zumindest, wie sie nicht eindeutig dem Gewerbe nachgeht und danach sieht die Porzellanpuppe vor ihm nun wirklich nicht aus. Sein Blick liegt auf dem Mann, nicht auf ihr, damit bemerkt er auch die ungewöhnlich schnelle Reaktion nicht, genau wie der andere Kerl dies zu übersehen scheint. So ist es eben, die kleinen unschuldig scheinenden werden gern etwas außenvorgelassen, wenn anderes sich in den Mittelpunkt spielt. In dieser Welt kann das gerne mal ein Fehler sein, doch das erfährt man ja letztlich auch erst, wenn es zu spät ist. „Gewiss, macht euch keine weiteren Gedanken. “ Versichert er, ob der Worte des anderen und nickt ihm noch kurz zu, ehe er sich nun umwendet und den beiden den Rücken kehrt. Gut der Teil ist also geschafft und war auch nicht wirklich schwierig. Da die Porzellanpuppe aber auch nicht widersprochen hat, gab es keinen Grund für den Kerl ihm nicht zu glauben. Die Hand hätte sie nicht abschütteln brauchen, er hätte seine selbst von ihrer Schulter genommen, seine Menschlichen Reaktionen sind jedoch nicht annähernd zu schnell wie die ihren. Etwas verwundert ist er dadurch schon und so liegt sein Blick nur deutlich interessierter auf dem Mädchen. „Wenn dem so ist, dann hättest du dem Mann auch sagen können, dass du mich nicht kennst “. Entgegnet er ihr. Hätte sie dies deutlich gemacht, vermutlich hätte er nun ein Problem mit dem Mann, so war es entweder Herzensgüte ihn nicht ins Messer laufen zu lassen oder, was er wahrscheinlicher findet, angenommene Hilfe. Denn schließlich ist sie so doch ganz gut aus der Sache heraus gekommen.
Die Hände schiebt er sich wieder in die Taschen und nun da sie geht, geht auch er mit ihr. So schnell wird die kleine ihn nun leider nicht los, wie sähe das auch aus? Er versichert dem Mann eben noch, sie nicht allein rum laufen zu lassen und dreht sich dann um und geht? Dann wäre sie doch wieder in der gleichen Position wie schon zuvor und er hätte letztlich auch nichts von dem ganzen. „Da du das nicht getan hast, werde ich dich wohl ein Stück begleiten müssen.“ Den Schalk kann man seiner Stimme nur all zu deutlich anhören, während er das sagt. Das warum ist auch jetzt ganz einfach zu beantworten, ihn interessiert die Reaktion und er hat immerhin auch immer die Hoffnung etwas mehr über die Stadt und wichtiger allerlei zu erfahren. Da kann jedes Gespräch sich als Goldgrube oder Misthaufen entpuppen, bei schöner Gesellschaft ist aber auch der Misthaufen kein kompletter reinfall. Ja ja, dieser Gedanke ist nicht ganz geschäftlich. „Es sei den du willst, dass der Kerl sich noch einmal umdreht und dich ein weiteres mal aufhält“ . Bevor sie ihn ankeift, den sowas traut er grundsätzlich jeder Frau, ohne Begründung, zu, erwähnt er die weiteren Aussichten, die alternative tu ihm, noch einmal kurz.
[17:36] Dannika Nadăș hätte es auch nicht weiter beachtenswert gefunden, dass sie unter der Berührung eines ihr vollkommen Fremden zusammen gezuckt war. Normalerweise eben konnte sie sich viel besser auf ihre Umgebung konzentrieren. Doch momentan gab es da ein etwas, nein relativ großes Problem, was sie mehr oder minder fast schon ein wenig ungeduldig sein lassen konnte wenn sie denn nicht bekam was sie wollte. So hielt sie still und wartete ab, bis der komische große Mann sie endlich allein ließ, damit sie die fremde Hand von ihrer Schulter schütteln konnte. Nein, man war ganz sicher nicht auf Hilfe angewiesen, doch wieso hätte sie jetzt ein rießen Drama aus alle dem machen sollen, wenn es so doch viel einfacher ging? "Und dann wäre die Diskussion erneut entflammt?" Eine Antwort die gleichzeitig eine Frage zu sein schien. Einen Moment lang gestattete sie sich den fremden Herren an ihrer Seite anzublicken, der ganz entspannt die Hände in die Hosentaschen schob und sie anblickte. Leicht hob sie dabei ihr Haupt an, reckte fast schon trotzig das Kinn voran als habe er sie bei einem Spiel gestört, in welchem er nicht mitzuspielen hatte. Sowieso, er kannte doch gar nicht die Spielregel und genau deswegen wollte sie ihn dann auch stehen lassen. Der Blick wandte sich ab, hinein in die Mengen der Menschen welche durch diese Gasse schlenderten um einen geeigneten Partner zum Spielen zu finden. Sie hatte keine Lust und vor allem keine Zeit auf einen Plausch, denn sie war nicht nur hier weil sie sich mit irgendeinem Menschen anzulegen gedachte. Überraschend war es dabei aber, dass der fremde Herr sich anscheinend nicht abschütteln lassen wollte. Denn kaum, dass die junge Dame einige Schritte getan hatte, kam er auch schon nach. Jetzt, wo sie sich seiner Person bewusster war, konnte sie ihn viel besser heraus filtern aus all den Schritten, doch das machte ihn nicht sympathischer. "Du m u s s t mich nicht begleiten. Du willst es." wurde es mit einem fast schon bissig, kindlichen Unterton in der Stimme von sich gegeben. Ja, das Mädchen kannte Wiederworte und schien sie ziemlich gern zu nutzen. Aus gutem Hause? Ebenso gut erraten, doch einen Vater hatte sie hier nicht. Die Hafenstadt sollte froh sein um diesen Umstand. Dennoch ließ sie den Menschen einen Moment lang neben ihr entlang laufen, vermied sie es jedoch den Kopf anzuheben und ihn anzusehen. Stattdessen blickte sie stur gerade aus, die Finger im Stoff des knielangen Rockes vergraben habend. "Hält er mich auf, wird er nichts anderes mehr tun können." Und das meinte das zierliche Mädchen mit der Körpergröße einer gerade erwachsen gewordenen Dame ziemlich ernst. Der dicke Kerl da würde keinen einzigen Schritt mehr tun können, wenn er sich ihr noch einmal in den Weg stellen würde. Aber gut, er blieb ja wo er war, was wohl auch an der Begleitung des fremden Herren lag, der seinen wachsamen Blick anscheinend nicht von ihr zu nehmen gedachte. War sie zu auffällig gewesen? Sie trug Schuhe! Das war doch verdammt menschlich! Wieso war sie ihm so ein Flämmlein, dass die Neugierde zu entfachen gedachte? Herje - sie musste ihn loswerden, oder aber - "Wirst du mich weiter begleiten wollen? Ich will dort entlang.." Den Worten folgten Taten, denn sogleich hob das Mädchen die rechte Hand, sie vorher aus dem Stoff des Rockes lösend, um auf eine Gasse zu ihrer Linken zu deuten. Nur wenige Schritte entfernt, doch schon jetzt konnte man die Dunkelheit in jener fast erahnen. Würde er mitkommen, sie würde ihn nicht aufhalten. Angst hatte sie keine. Er etwa?
[18:41] Basilius der Händler || „Genau das wäre sie“ . Gibt der Händler ohne umschweifen zu und bestätigt so auch, das es einfach keinen Sinn gemacht hätte sein Handeln vorzeitig zu unterbinden. Das er sie aber darauf gestoßen hat, das sie es dennoch hätte machen können, das hatte ja einen ganz anderen Sinn. Schließlich hatte die Porzellanpuppe Hilfe abgewiesen und gleichzeitig doch angenommen, etwas das man ja durchaus einmal vor Augen führen kann. Da hilft auch alles Köpfchen recken nichts (übrigens eine äußerst niedliche Geste!), ob diese Geste jemals Wirkung gezeigt hat? Und wenn ja, welche Wirkung sollte das jetzt auf ihn haben? Das breite Grinsen war ja sicher nicht beabsichtigt, ist dem allerdings verschuldet. Während sie sich in Bewegung setzen, dauert es einen Moment bis sie wieder spricht und ihn damit leicht zum schnaufen bringt. „Wollen und Müssen, das beides hängt manchmal sehr dicht beieinander“ ist doch eine schöne, tiefsinnig nichtssagende Aussage oder? „Doch um es noch einmal klarer zu sagen. Ich will und muss, zumindest wenn es unauffällig bleiben soll“ . Sein Blick liegt bei dem Gespräch, naja dem Ansatz eines Gespräches, weiter auf ihr. Die Hände im Kleid werden als Zeichen von Unsicherheit wahrgenommen, die abwehrende, fast schon zickige Haltung ebenso und das junge Menschen dazu neigen sich selbst zu überschätzen, das ist ja wohl gemeinhin bekannt? Weshalb auch die Aussage, der andere würde das Nachsehen haben, eher belächelt wird, als wirklich ernst genommen. „Natürlich wird er das nicht“ sagt er dennoch, ganz so wie man Kinder in einer Aussage bestätigt, die vollkommen unsinnig ist, man ihr kleines Weltbild aber noch zerstören oder beschädigen möchte. Soll sie es eben glauben, wenn sie sich dann sicherer fühlt.
Sie war nicht einfach nur auffällig, sie war ein Leuchtfeuer! Weißes Kleid, weiße Schuhe, weiße Haut und schwarze Haare. Hat sie sich in dieser Gegend einmal umgesehen? Auch nur eine Person entdecken können, die in gänzlich reinen Farben hier erschienen ist, viele der Menschen hier konnten es sich nicht einmal leisten weiß zu tragen, weil der Stoff zu teuer war und Seife um ihn zu waschen fast genau so schwer zu bekommen ist. Hätte sie keine Schuhe an, dann wäre ihre Erscheinung nur unwesentlich ungewöhnlicher gewesen, die nächste Frage die sich jeder stellt, der sie zu Gesicht bekommt, ist die ob das Mädchen den nicht friert in ihrem Aufzug. Kaum ist der Gedanke da, sucht er bei ihr nach Anzeichen dafür, einer Gänsehaut, einem leichten Zittern oder ähnlichem. Sie bleibt stehen. Hebt die Hand in eine Richtung und spricht ihn erneut an, sein Blick folgt ihrem Fingerzeig und überrascht runzelt er die Stirn, sieht das Mädchen wieder an und zögert. Nicht etwa aus angst, also nicht wirklich. Vielmehr überlegt er was das zu bedeuten haben könnte. Ist es eine Abkürzung,. Führt das zu einem Versteck oder wartet in der Gasse eine gruppe und sie ist der Lockvogel. Sowas soll es ja häufiger bei Gruppen von Straßendieben geben. Nein, das kann nicht sein, für so einen Trick würde auch ein normales Kleid genügen, dazu muss das Mädchen nicht so herumlaufen. Wahrscheinlich will die Kleine gerad einfach testen, was sie tun muss um ihn los zu werden. „Gut dann geh vor, du wirst sicher wissen wo lang“ . Sollte sie die Gasse wirklich kennen, dann wird sie die richtigen Abzweigungen kennen, wenn nicht wird es lustig mit anzusehen, wie sie durch das Gewirr irrt. Geht sie also vor, geht er hinterher, etwas angespannter als noch vor wenigen Minuten, jedoch einfach deshalb, weil er sich nicht sicher ist, ob es nicht vielleicht doch der Trick einer Geschickten Bande ist. „Was treibst du hier in diesem Teil der Stadt?“ versucht er ihr nun so ein paar Informationen zu entlocken, die vielleicht etwas Aufschluss über das ganze geben können.
[18:55] Dannika Nadăș war sich nicht sicher, ob er nicht schon begonnen hatte an ihrem Weltbild zu rütteln. Er war ihr nahe gekommen, so nahe wie schon länger Niemand mehr gewesen war. Diese Nähe eines, eines Menschen, ja man konnte es nur so nennen, sie war befremdlich und ein Ärgernis. Wieso war ihm nicht bewusst, dass eine simple, unbedachte Bewegung ihn fürchterlich verletzten konnte? Sah er denn nicht, wie verkrampft die Finger im Stoff des Rockes hingen? Wenn sie nur einmal zu schnell die Hand hob, und sie ihn damit treffen würde - sie könnte ihm wirklich, wirklich weh tun. Aber, wie sollte er wissen welch Gefahr von dem Mädchen im weißen Kleid ausging? Die junge Dame wirkte so zerbrechlich, dass man meinen mochte eine einfache Windböe würde sie umwerfen können. Und doch hatte er ein wachsames Auge auf sie geworfen. Sie fror nicht, zitterte nicht und hatte auch keine Gänsehaus an Armen oder Beinen. Generell empfand sie es nicht als sonderlich kühl. Dass die Menschen um sie herum eigentlich noch in einen Mantel eingepackt waren, war ihr entgangen. Hier liefen die Damen weit freizügiger herum, weshalb sie tatsächlich geglaubt hatte nicht aufzufallen. Ein Fehler, dessen sie sich aber noch gar nicht so bewusst war. Ebenso wenig, wie er sich bewusst war, dass neben ihm eine kleine, mordende Bestie entlang lief und die Scheinheiligkeit eines Enges an den Tag, Pardon - Abend legte. "Findest du?" Sie hatte gar nicht erst angefangen ihn höflicher Floskeln zu überhäufen. Das war nicht ihre Art, sowieso hatte sie wenig mit anderen Menschen in Kontakt gestanden. Es gab da eine Hand voll Leute, ja aber Niemand war bisher höflich oder mit einem Adelstitel angesprochen worden. Sie reagierte, agierte genau so wie es ihr in den Sinn kam. Nachzudenken, das kam ihr dabei nicht gelegen. Zumindest sonst. Jetzt in diesem Moment überlegte sie tatsächlich, wie sie den Menschen loswurde, der ihr an der Seite klebte wie ein verirrtes Kätzchen. Sie musste ihn loswerden, es sei denn er wollte zusehen wie sie sich vergaß. Wobei... Sie konnte sich vergessen, und er würde es sehen und fühlen! Hachja, das war eine gute Idee. Er glaubte, sie wolle ihn auf die Probe stellen, in dem sie auf die dunkle Gasse deutete, dabei war sie sich dessen was sie tat wirklich bewusst. Er anscheinend nicht. Er sah in ihr ein niedliches Weibsbild, eine junge Dame die vielleicht von Zuhause ausgerissen war um dem goldenen Käfig einen Moment entfliehen zu können. Gewiss war sie ein wenig eigenartig, doch bisher schien er nicht weiter misstrauisch. Oder aber, er konnte es verdammt gut verbergen und Dannika lief ihm in die Falle. Wenn er ein Jäger war, hatte sie schlechte Karten, verdammt schlechte sogar. Das Blickfeld begann schon jetzt zu flimmern, und es würde nicht mehr lange brauchen, bis sie rein gar nichts mehr sehen können würde. Entweder sie entschied sich dafür den Menschen in eine Falle zu locken, und das Risiko einzugehen, oder aber sie riskierte in seine Falle zu tappen und der Blindheit zu erliegen - vielleicht noch viel schlimmeren Dingen. Ein tonloses Seufzen lag auf ihren Lippen, doch würde er es sicherlich als Enttäuschung werten, denn er schien tatsächlich geneigt mit ihr zu gehen. "Mhm." eine zustimmende Bemerkung. Natürlich hatte sie keine Ahnung wo sie da hin ging, wieso auch? Sie war zum ersten Mal an diesem Ort, sonst wäre sie nicht vn dem Handlanger dieses Etablissements aufgehalten worden, hatte er das schon vergessen? Dennoch tat sie so, als wisse sie genau wo sie hinging. Abbiegen und hinein in die dunkle Gasse. Nur wenig Licht schimmerte durch die verdunkelten Fenster, hier und da konnte man Gesprächsfetzen mitbekommen. Für Dannika waren sie alle laut und deutlich zu verstehen, für ihn auch? Unachtsam schien sie zu sein in der Dunkelheit, übersah sie einen der Pflastersteine, welcher empor ragte aus der Einheit des Bodens. Die Schuhspitze blieb daran hängen, verlor das zierliche Ding den Halt, ehe sie nach vorn fiel. Hart schlug sie auf den blassen, nackten Knien auf, stöhnte sie leise ob des selten gewordenen Schmerzes. Sie spürte die Haut reißen und der scharfkantigen Beschaffenheit des Bodens, blieb sie einen Moment am Boden hocken. Sie hatte ihm gerade antworten wollen, was sie hier trieb, doch sie verschluckte die Worte sogleich. Wenn er näher kam, hatte sie vielleicht eine Chance ihn zu Boden zu reißen. Vielleicht.
[19:21] Basilius der Händler || Einer tappt dem anderen gerade in die Falle, wer hier wem? Das lässt sich sehr einfach beantworten, denn der Händler hat keine Falle aufgestellt. Vielleicht hätte er es, wenn er diese Begegnung geahnt hätte. Eine solch hübsche Vampirin könnte einen guten Preis erzielen. Schon ohne die übernatürlichen Fähigkeiten, da wäre sie die ein oder andere Goldmünze wert, mit diesen, da währt dieses aussehen schließlich ewig! Wenn er dann noch wüsste das sie keine Familie in der Stadt hat… Nein eigentlich beschafft er sich die Ware nicht selbst, aber er hätte Leute darauf ansetzen können, wie er es auch bei der Herde getan hat. Später würde er dann einfach so tun, als wisse er nicht, woher die Stücke kommen. Doch wie schon erwähnt, hiermit hat er nicht gerechnet, für ihn ist das Mädchen schlechtesten falls ein netter Zeitvertreib, ganz ohne schlechte Hintergedanken und besten falls der Schlüssel zu einem reichen Vater, welcher natürlich dankbar wäre, weil er sich so darum bemüht hat, das Mädchen sicher heim zu geleiten! Zwischen diesen beiden dingen liegt viel Spielraum, das eigentliche geschehen gehört nicht dazu. Vermutlich wird er noch fluchen, dass seine Wache ihn an diesem Abend nicht begleitet hat. Der Dämon war durchaus machtvoll, mochte seinen Herren zwar nicht, doch war ihm zu gehorsam verpflichtet. Eine Situation wie die kommende, wäre dann also denkbar unmöglich. Doch nein, natürlich hat er ihm gerad heut, einen freien Abend gewährt. Was soll man über vergangene Entscheidungen klagen, wenn einen die Aktuellen doch immer weiter hineinreiten, so auch jetzt wo er einfach mit hinein geht in die Gasse, wachsam ja, doch die Umgebung betreffend, nicht das Mädchen. Dunkel wird es, die Menschlichen Augen sehen bald bloß noch Schemen, da ist es gut das die junge Dame vor ihm, das Kleid in weiß gewählt hat. So weiß er dennoch den Weg und geht ihr hinterher. Auch die Geräusche sind zu hören, doch nur selten kann er ganze Worte verstehen, was er aber hört, das ist das stöhnen und jauchzen in einem der Fenster, unter dem sie entlang gehen, das rötliche Licht macht noch einmal deutlich, was es hier mitunter für Geschäfte gibt.
Das zierliche Mädchen beginnt zu straucheln, er ist wieder zu langsam und versucht es doch, streckt die Hände nach ihr aus und will sie auffangen, davor bewahren mit dem Boden Bekanntschaft zu machen. Wieder fasst er sie an, kann sie aber vor dem Sturz nicht bewahren, den Arm will er umschließen und ihr so wenigstens zurück auf die Beine helfen. Ja ja, sie braucht keine Hilfe, sicher wird sie ihm das gleich wieder sagen. Soll sie sich doch darüber beschweren, wenn es ihr soviel ausmacht. „Hast du dich verletzt?“ Fragt er im gleichen Moment, wie die Hände ihren Arm umschließen und wird dann, wenn sie mit vampierischer Kraft zuschlägt, nicht viel dagegen unternehmen können. Er ist Sklavenhändler, Geschäftsmann, kein Krieger. Sicher kleine Schlägereien könnte er als Sieger verlassen, doch alles was übernatürlich oder ernst ist, das erledigt normalerweise ein anderer für ihn.
[19:41] Dannika Nadăș war tatsächlich unsanfter auf die Knie aufgeschlagen, als sie es eigentlich vorgehabt hatte. So ist das leise Aufkeuchen nicht einmal gespielt, als der Schmerz scharf durch ihre Knochen fuhr. Himmel, das war tatsächlich nicht sonderlich schön, jedoch würde sie so ihrem Ziel vielleicht erheblich näher kommen. Sie hockte da, und sah das Blut durch die kleinen Wunden ihrer Knie austreten. Wann hatte sie das letzte Mal ihr eigenes Blut gesehen? War es denn auch noch so rot wie das der Menschen? Zwar sah sie es, doch im Dunkel der Nacht und des schummrigen Lichtes wirkte es fast schwarz. Vielleicht ja war sie doch seelenlos, kaum dass sie in jener verhängnisvollen Nacht verstorben und wieder auferstanden war? Herje, das war ein Gedanke den sie unendlich weiter spinnen konnte, doch just in diesem Moment wurde sie sich erst wieder bewusst, dass der Fremde erneut seine Hand an sie gelegt hatte. Sicherlich hatte er sie nur halten wollen, doch er hatte gewiss nicht damit gerechnet, dass sie ihn dieses Mal nicht abschüttelte. Stattdessen hob sich das Haupt der jungen Dame an, schluckte sie den Ärger über die Nähe herunter. "Ich habe mir die Knie aufgeschlagen.." Ja, das hatte sie tatsächlich, und das war keine Lüge. Eine Lüge war es aber, dass sie vollkommen hilflos war. Denn die Finger hoben sich nicht etwa nur, weil sie die kühle Hand auf die Wärme der seinen legen wollte, nein. Die kalten Finger umfassten sein Handgelenk so grob, dass er sich ihrem Griff nicht entwinden würde können. Ruckartig zog sie an seinem Arm, sodass er hoffentlich neben ihr auf dem Boden zum Sitzen kommen würde. Es wären nur Sekundenbruchteile, in welchen sich das rumänische Weib aufraffen würde. Wenn er realisierten konnte, wie schnell er auf dem Boden gelandet war, würde sie bereits breitbeinig auf seinem Schoß hocken und ihn anblicken. Nahe, furchtbar nahe würde sie seinem Gesicht sein, würden die blassen Augen nach einem Punkt zum Fixieren suchen. "Wenn du schreist, breche ich dir den Hals.." Nur ein leises Wispern, ehe sie ihre Krallen in seinen Nacken schlug und ihn zu umarmte. Die Lippen glitten nahe an den Seinen vorbei, spürte die die Wärme auf ihrer Haut, wie ein zartes Pulsieren. Von seinen Lippen hinüber zu seinem Kinn, hinab zu seiner Kehle würde sie sich bewegen, den zierlichen, kalten Leib an seinen pressend. "Es tut nicht weh.." Nicht, wenn er sich nicht wehren würde. Wenn doch - war das nicht ihr Problem. Die Bestie im innersten schrie bereits, ließ sie taub und blind vor Gier werden. Der Hunger nahm Überhand in jenem Moment in welchem sie ihre Lippen öffnete und an seinen Hals legte. Sie musste die Ader des Lebens nicht suchen, fand sie jene sofort. Jedoch schlug sie die Zähne nicht einfach grob in sein Fleisch, nein sie ließ die Fänge hinein gleiten wie ein heißes Messer die Butter durch teilen würde. Sie hatte so furchtbar Hunger, und wenn er nicht schrie würde er sogar weiter leben dürfen! Fester presste sich das Mädchen an seinen Leib heran, konnte man glatt sagen, sie schmiegte sich an ihn, als der erste Tropfen seines Blutes auf ihre Zunge traf, sie dann auch schon an jener Wunde zu saugen begann.
[20:28] Basilius der Händler || So unschuldig, so unbedenklich, die Worte der jungen Frau, während sie auf dem Boden sitzt und auch er das Blut an ihren Knien sieht. Sie hat sich das Knie aufgeschlagen. „Lass mich einmal sehen“ beginnt er schon und lächelt sacht und beruhigend, als sie die Hand auf seine legt. Er meint das ja gerad wirklich mehr gut als schlecht, hatte nicht vor ihr etwas anzutun und ist überhaupt ein recht umgänglicher Mensch, wenn man ihm nicht gerad gehört. Umso überraschender ist was folgt, er schreit nicht, weder vor Schreck noch vor angst, gut die Augen weiten sich überrascht und ehe er sich verzieht, er versteht nicht mal wie schnell das ganze passieren konnte, liegt er auf dem Boden und die junge Frau sitzt auf ihm. Der Aufprall war unangenehm an der Grenze zu schmerzhaft, doch noch nicht darüber hinaus. Schreien? Tatsächlich ist ihm der Gedanke bisher noch nicht gekommen, bitte! Wie sähe das denn aus? Er schreit um Hilfe weil eine Hübsche junge Frau auf ihm sitzt? Natürlich war er in Gedanken nicht gleich soweit, doch kaum nachdem sie ihm die Worte zugeflüstert hat, da ist auch er dort angekommen. Kurz blinzelt er, sieht hoch in das Gesicht, wie hatte er sich so täuschen können? Denn natürlich ist ihm jetzt bewusst, das er es mit einem Übernatürlichen Wesen zutun hat. Die Erkenntnis welches, die lässt auch nicht all zu lang auf sich warten. Eben noch überrascht, wechselt der Ausdruck auf seinem Gesicht schnell zu etwas ganz anderem. „Normalerweise, bin ich es der das sagt“ das zu betonen kann er sich nicht nehmen lassen, normalerweise liegt er auch oben! Der feste griff der jungen (oder alten?) Frau verhindert dies. Mit Sicherheit wäre es eine kluge Entscheidung, die eindeutig stärkere Vampierin nicht zu reizen, doch da ihn diese ganze Situation auf obskure Art und Weise zu reizen beginnt wird er seine Hände sacht heben, er achtet schon darauf keine übereilten Bewegungen machen, doch wenn sie es nicht vorher verhindert, werden seine Hände auf ihren Hüften zum liegen kommen. Sind wir einmal ehrlich, er wird überfallen und dieser Umstand endet damit, das eine junge, Hübsche Frau auf seinem Schoß sitzt, an seinem Hals knabbert und sich an ihn schmiegt. Das ganze hätte ihn auch wirklich schlechter treffen können! Die weichen Lippen und mögen sie noch so kalt sein, auf dem haut des Mannes, lösen Reaktionen aus die nur zu menschlich sind. Ob sie davon etwas zu spüren bekommt, das liegt ganz daran, wie genau sie nun auf seinem Schoß sitzt, oder besser, wo genau. Vielleicht sollte er sich fürchten, gewiss sollte er das, doch soweit ist das ganze noch gar nicht zu ihm vorgedrungen. Dafür war die Porzellanpuppe vom ersten Moment an viel zu umsichtig.
Die Zähne schneiden durch Haust und Fleisch, ein wirklicher schmerz bleibt aus und doch genügt es, ihm ein kurzes zucken zu entlocken, nein er schreit nicht, er wehrt sich nicht. Tatsächlich hat er in seinem Leben gelernt, das vieles schneller vorbei geht, wenn man es einfach geschehen lässt. Narben auf Körper und Seele erzählen davon. Wie schnell er das hier beendet sehen will. Das weiß er selbst noch nicht, erst einmal heißt es grenzen Testen und so wird er die Hände langsam die Hüften hinunter und in Richtung der Rundungen ihres Hinterns, gleiten lassen. Irgendwas muss er von dem ganzen doch schließlich auch haben! Er hat ja kein Problem damit als Saftbar zu dienen, dann aber bitte doch mit Gegenleistung!
[20:45] Dannika Nadăș hätte ihn gewiss nicht als ihr Opfer auserkoren, wenn sie gewusst hätte wie wenig bizarr er das ganze finden würde. Doch davon ahnte das junge Liebchen in jenem Moment noch nichts, in welchem sie ihre Hand auf die seine legt. Fast mochte man meinen, sie gedachte mit den Fingern über seinen Handrücken zu streichen, einzig und allein weil sie ihm zu vertrauen versuchte. Die Intention dieser Tat war jedoch eine ganz Andere. So kam sie näher an sein Handgelenk heran, an welchem sie ihm relativ zügig einen ordentlichen Ruck verpassen konnte. So zog sie den Hüne an ihrer Seite vorbei auf den Boden der Tatsachen. Das blutige Knie war für einen Moment vergessen, solange zumindest bis sie sich auf seinem Schoß wiederfand und die aufgeplatzte Haut erneut Kontakt zum Boden fand. Ein unangenehmer Schmerz für ein Mädchen, dass erst wenig Leid in ihrem Leben hatte erfahren müssen. An die Kindheit erinnerte sie sich kaum, an die Kälte noch weniger. Der enzige wirkliche Schmerz der ihr geblieben war, war die Nacht der Vergiftung und die Stunden des Sterbens. D a s waren Schmerzen gewesen, die sie so schnell nicht wieder vergessen würde. Zumal diese Zeit gerade ein gutes Jahr her war! Vielleicht deswegen gedachte sie dem Menschen nicht weh zu tun. Wozu auch? Sie ergötzte sich nicht an seinem Leid, sondern an seinem Blut. Da brachte es ihr nichts wenn er unter Schmerzen zusammen zuckte und sich so sehr verkrampfte, dass sein Blut nur noch nach Angst schmeckte. Natürlich wurde ihm bewusst, dass er es nicht mit einem einfaches Menschenkind zu tun hatte, und doch wehrte er sich noch immer nicht. Nicht einmal als sie sich nahe genug an ihn heran geschmiegt hatte, sodass ihre Lippen nur Millimeter von den Seinen entfernt waren. Er war normalerweise der, der so etwas zu sagen gedachte? Wie meinte er das nun? Drohte er öfter damit, Jemandem den Hals zu brechen, oder aber versuchte er Jemandem einzubläuen dass es nicht weh tun würde? Aber was sollte nicht weh tun? Sie verstand nicht, weshalb sie einen Moment zögerte, ehe sie sich vor neigte um ihre Lippen auf seinen Hals zu legen. Warm und weich pulsierte seine Halsschlagader unter ihrem Lippenfleisch, zogen sich die Krallen ein wenig aus seiner Haut heraus, strich sie sanft mit den Fingerkuppen über die angekratzte Haut. Nein, es würde nicht weh tun. Sie war nicht darauf aus ihn zu verletzen, zumindest nicht so schwer, dass er es nicht überleben würde. Doch dachte er denn gar nicht daran, dass sie ihn vielleicht seines kompletten Lebenssaftes berauben konnte? Stattdessen spürte sie seine warmen Finger an ihrem Leib, an der Hüfte kaum dass sie zugebissen hatte. Noch konnte sie sich nicht darauf konzentrieren, denn in jenem Moment traf der erste Tropfen des süßen Blutes auf ihre Zunge. Leise keuchte das Mädchen auf, neigte sich das Haupt ein wenig zur Seite um besser an seine Kehle gelangen zu können. In diesem Moment schien es ganz gleich, dass er sie berührte, und doch konnte er fühlen wie sich der Leib unter seinen Berührungen begann zu verspannen. Nie zuvor hatte sie Jemand so berührt, hatte es nicht gewagt das kleine Adelskind überhaupt anzufassen. Und doch konnte sie sich in diesem Moment schlecht wehren. Viel zu lockend war das Süß seines Blutes, nahm sie Schluck um Schluck, spürte sie wie ihre Kraft, ihr Sehen langsam zurück gewonnen wurde. Leicht nur hatte er gezuckt, als sie sein Fleisch durchbohrt hatte, und fast schon erschien es ihr, als gefalle ihm diese Situation. Seltsam - so etwas hatte sie noch nicht erlebt. So wurde ihr auch nicht bewusst, wie nahe sie ihm war und wo sie da saß. Was sie da fühlte, konnte sie auch nicht sagen, denn sie hatte tatsächlich keine Ahnung davon. Noch einen Schluck tat sie, als sie die linke Hand von seinem Nacken löste und zu ihrem Rücken, ihrem Hintern glitt um seine Hand zu ergreifen. D a s ging tatsächlich zu weit, und so schob sie seine Finger energisch von jenem Fleckchen ihres Leibes. Hallo? Das war keine Einladung sie anzugrabschen. Er sollte still halten und sie trinken lassen. Zumindest so lange, bis sie sich endlich zurück zog von seinem Hals, mit der Zunge zart über die gebissenen Wunden leckte, damit sich jene schlossen. Langsam lehnte sie sich zurück, veränderte sich die Farbe ihrer Augen im Sekundenbruchteil. Sah er sie a, so waren die Augen noch hell, blinzelte sie einmal kurz, veränderte sich das Augenmerk zu dunklen Seelenschlündern. Seelenschlündert die ihn jetzt zum ersten Mal vollkommen sahen, in jedem Detail und auch mit der Narbe an seinem Auge. Die Linke nahm sie von seiner Hand, legte sie jene an seine Schulter um die Rechte von seinem Hals lösen zu können. Es schien, als machte sie sich keine Sorgen dass er nun zu schreien beginnen würde. Stattdessen hob sie die Finger so weit, dass sie sanft über die Narbe streichen konnte. "Was meintest du damit, normalerweise bist du es, der so etwas sagt?" Sie hatte diesen Satz nicht vergessen und sie würde eine Antwort haben wollen. Für sie war das Passierte etwas >
[20:45] ₪ ganz normales. Nun wollte sie Antworten.
[21:56] Basilius der Händler || Es findet es bizarr! Sehr sogar, nur kümmert ihn dieser Umstand nur halb so sehr, wie er es vielleicht tun sollte. Ein Dämon ist an sein Leben gebunden und dient ihm als Wache (wenn man den dann einmal nicht mit nimmt!), erst heute hat er ein paar Männer auf eine Herde Zentauren angesetzt, in seinem Besitz, befand sich schon so manches Wesen, ob magisch oder nicht. Man könnte sagen, bei derartigen dingen, da hat er irgendwie den kritischen Punkt nach hinten gerückt. Das gerade war zwar, auch für ihn, neu, doch, solang sie nicht wirklich grob wurde, würde man bei ihm keine feindlichen Handlungen provozieren. Ganz im Gegenteil, sie müsste nur deutlich machen das, na lassen wir das lieber. Mögen ihre Bewegungen auch noch so erotisch sein, dem Püppchen selbst scheint das nicht bewusst. Ist sie so vertieft ins Trinken? Wenn ja, ist das auch sicher der Grund, warum seine Hände noch auf ihren Hüften liegen, selbst als er die Hand auf ihre Schulter gelegt hat, konnte sie nicht schnell genug auf Abstand kommen. Vielleicht gefällt es ihr auch? Natürlich ist auch das einer der Gedanken des Mannes, ganz bestimmt gefällt es ihr und während sie ihn beißt, wandert seine Hand weiter hinter. Etwas das sie nun doch unterbindet und ihn, ähnlich wie sie, aufstöhnen lässt. Enttäuschung und noch etwas, ein Gefühl das er nicht beschreiben kann. Jeder kennt es, wenn die Haus am Hals angesaugt wird, wie fühlt sich das erst an, wenn nicht nur Haut sondern auch Blut gesaugt wird? So recht kann er sich nicht entscheiden, ob es ihm gefällt oder nicht, ein Paradebeispiel für eine Gratwanderung, so kann man es am ehesten bezeichnen. Dann eben weiter die Hüfte, eine Frechheit eigentlich, man könnte doch meinen, wenn sie schon sein Blut nimmt, könnte er seine Hände wenigstens dort platzieren wo es ihm gefällt. Im übrigen hat sein handeln keine negativen Folgen, abgesehen von einem kurzen energischen griff. Die grenzen waren also nur durch so etwas, erreicht aber nicht überspannt. Gut zu wissen. Das ganze geht schnell, sie trinkt, doch nicht soviel das es ihm schaden würde, die Schwäche spürt er dennoch. Blutverlust ist Blutverlusts und wenn sich dann ein Teil dieses Blutes, an den falschen Stellen sammelt, dann ist letztlich noch weniger davon im restlichen Körper. Alles in allem also eine unangenehm angenehme Situation, schon wieder einer dieser Widersprüche.
Letztlich scheint sie fertig, gesättigt? Die Veränderung in ihren Augen wird beobachtet, doch nachdem sie schon das Blut getrunken hat, ist das nun wirklich nicht das spektakulärste an der ganzen Situation gerade. Hat ihn alles andere nicht zum Schreien gebracht, wird es das nun auch nicht tun. Etwas das auch sie zu begreifen scheint, nun aufrecht auf seiner Hüfte sitzt und den Punkt mit seinem Blut so nicht verbessert. Die Narbe kann das Püppchen ruhig betrachten, wirklich unauffällig ist sie nicht, etwas das ihn mittlerweile ausmacht, in seinem Gesicht fehlen würde und einfach ein Teil von ihm ist, so lange wie sie dort schon zu sehen ist. „Was?“ Was hat sie gefragt? Hat sie.. gerad.. oh warte. Nein nein nein! Das gehört jetzt aber nicht zu seinen Aufgaben. Eine Vampierin aufklären? Also ja doch, immer gerne, aber doch bitte im Praxisunterricht und nicht in der Theorie! „Das.. ist schwierig zu erklären“ behauptet er und fügt mit einem frechen grinsen hinzu. „Zeigen, das könnte ich es dir“ . Und dabei vermutlich wirklich noch den Hals riskieren, wenn sie begreift was er denn vor hat. Wenn sie sich schon bei seinen Händen an ihrem Hintern ziert, nein dann war alles andere vermutlich erstrecht Sperrgebiet und wenn sie nicht einmal verstand was er damit meint. Naiv, wie kann ein so mörderisches Wesen derart Naiv sein? Es beweist auch, seine Einschätzung von dem Püppchen war gar nicht so falsch, eigentlich ist sie ein zerbrechliches ding, nur eben nicht auf die art, die er vielleicht zu anfang erwartet hätte. „Lässt du mich aufstehen?“ fragt er sie nun, sie sollte wirklich bald von ihm runter! Das ganze macht ihn sonst noch wahnsinnig. Wenn sie wenigstens aufhören würde sich zu bewegen! „Dann erklär ich dir vielleicht genauer, was ich gemeint hab“ nur erst einmal klar denken bitte!
[22:22] Dannika Nadăș genoss den Moment des warmen Blutes auf ihrer Zunge. Es war der schönste Moment an der ganzen Jagd. Zu wissen, dass sie erfolgreich war und dem familiären Fluch erneut entkommen war, war ein Hochgefühl wie sie es wohl nicht beschreiben konnte. Schon einige Male war sie am Rande der Blindheit gewesen, doch dieses Mal hatte sie nicht lange gezögert. Der Moment war ein guter gewesen, und der Mensch würde weiter leben. Zunächst aber musste sich das Mädchen sättigen, schmiegte sich sich dabei förmlich an seinen Leib. Es war nicht ihr Problem, wenn er sich nicht zusammen reißen konnte, doch seine Finger schob sie absolut zurück. Das ging zu weit, viel zu weit! Er hatte sie so nicht anzufassen. Niemand durfte das, auch nicht dieser Wolf der sie vollkommen durcheinander brachte. Unruhig ob seiner Berührungen, beeilte sie sich mit dem Trinken, sog sie seine Haut fester zwischen die Lippen. Dass sie es damit vielleicht nur noch schlimmer machte, konnte sie ja nicht wissen. Schließlich war sie kein Mann und hatte absolut keine Ahnung, dass ihn das ein wenig durcheinander machte. Sie wusste ja nicht einmal was da passieren konnte bei! Also ließ sie sich auch nicht beirren, ließ ab von seinem Hals und setzte sich gerade hin. Schweigend blickte sie ihn an, spürte sie die Wärme seines Blutes durch ihren Körper fließen. Langsam verschwand die Kälte, nahm die blasse Haut einen zarten, rosigen Ton an. Und doch blieb dieser unmenschliche Unterton. Still blickte sie ihn an, musterte sein Gesicht in allen Details die sie nun wahrnehmen konnte. "Warum ist es das?" Warum konnte er ihr nicht erklären war er meinte? Sie war verwirrt und er wollte ihr keine Antwort geben. Das war nicht sonderlich fair. Aber gut, er verwirrte sie mit seinen Worten nur noch mehr. Warum sollte er es ihr zeigen? Wollte er die Worte in den Dreck schreiben um es ihr zu erklären? Das verstand sie noch fiel weniger. Vielleicht deswegen neigte sie das Haupt ein wenig zur linken Seite, fiel ihr das dunkle Haar in weichen Strähnen über die Schulter, rahmte das blasse Gesicht ein. Er war seltsam, und trotzdem schien er kein wenig Angst vor ihr zu haben. Wieso nicht? Kannte er Wesen wie sie? Sanft strich sie über die Narbe in seinem Gesicht, zeichnete die Kontur nach, ehe er bat, dass er aufstehen durfte. Ein sachtes Nicken ließ sie aufzeigen, ehe sie sich langsam von ihm bewegte. Dabei war es beinahe so, als ob sie an unsichtbaren Fäden zurück gezogen wurde, ganz einer Marionette gleich. Das Mädchen erhob sich so auf die Füße, klopfte sie sich dann das weiße Kleidchen sauber. Die Wunde am Knie war schon verheilt, doch noch klebte ihr Blut daran. "Erklärst du es mir nun? Du musst es mir nicht zeigen." Tatsächlich verstand sie noch immer nicht, was er meinte und sie wollte gerne eine Erklärung dafür haben. Warum konnte er nicht einfach mit der Sprache heraus rücken? Das war nicht fair, und schon gar nicht in Ordnung. Schließlich machte sie ihm doch hier auch nichts vor oder? Er wusste nun was sie war, und sie würde ihm dafür nicht das Genick brechen. Das war doch wirklich nett, nicht? Verdammt noch eins. Aber nun gut, wenn er es nicht erklären wollte, musste er das nicht tun. Aber was würde er dann nun tun? Dannika war eigentlich fertig mit ihm. Sie war satt und zufrieden, zwar hatte sie keine Antwort bekommen, aber ihre Mahlzeit. Wohin sie nun gehen würde stand noch offen, aber sicherlich nicht weiter in diese Gasse hinein. Sie wollte hier wieder heraus, und das schnellstmöglich. Genau deswegen trat sie auch schon voran, das Ende der Gasse ansteuernd an welcher der recht große Kerl auftauchte, der schon zuvor den Weg der jungen Dame versperrt hatte. "Heee du... Hier wird sich nicht einfach ein Kunde geschnappt. Hier gibt es Regeln! Rück die Kohle raus für dein Spielchen mit dem Kerl!" Er schien tatsächlich zu glauben, dass ihn das Mädchen um die Groschen für seinen Boss zu bringen gedachte. Dumm, wirklich dumm, denn Dannika verstand nicht wirklich was er meinte. Genau deswegen blickte sie ihn an, schweigend. Ihn schien das zu stören, denn er wollte Antworten und Gold sehen, weswegen er die Hand hob und vorhatte ihr eine Ohrfeige zu verpassen. Sie würde schon reden so zierlich wie sie war, nicht?
[23:19] Basilius der Händler || Was wäre wenn? Ja was wäre, wenn der Händler etwas stärker wäre. Selbst über Kräfte verfügen würde, die über die Menschlichen hinausgingen? Er würde den Spieß umdrehen, würde das Wie auf den Rücken werfen und sich über sie stemmen, er würde an ähnlichen stellen saugen wie sie, ihr das Kleid nach oben schieben, er würde Bereiche ihres Körpers erkunden, an denen bisher noch niemand seine Finder hatte. Würde sie sich wehren, er würde sie schon überzeugen, denn wenn sie ihn als Mitternachtssnack gebrauchen kann, dann darf er das auch. Vielleicht würde sie sich anfänglich zieren, doch sobald die anfängliche Scheu überwunden wäre, dann würde das Püppchen unter seinen Fingern erbeben. Was für ein schönes was wäre wenn, und an kaum etwas anderes kann er denken, während sie noch auf ihm sitzt, während sie den Kopf schief legt und all diese kleinen Dinge macht, derer sie sich selbst, nicht bewusst ist. Oder vielleicht doch? Kann jemand seine Naivität so gut vorspielen wie dieses Weib? Wenn ja dann war sie noch teuflischer als er bis jetzt gedacht hat, und immerhin ist sie eine Vampieren, da ist das Teuflische doch irgendwie sehr greifbar! Bluttdurst gehört jedenfalls nicht zu den lichten Seiten des Lebens. Das kann ihm nun wirklich niemand erzählen. Sie rückt ab von ihm, gibt ihm Luft und lässt ihn atmen, nur langsam geht alles Blut wieder dorthin, wo es den hingehört und wie auch sie, stemmt er sich vom Boden ab und kommt langsam auf die Füße. Nur nicht zu schnell, der Schwindel sitzt ihm im Kopf, ja der Blutverlusst noch immer. Das wird sich gewiss auch eine kleine Weile so halten, wie lange wird man sehen. „Aufklären, kann dich jemand anderes“ gibt er ihr nun zu verstehen. Ein Vater, ein Bruder, ein Freund. Wer auch immer, von ihm würde sie diese Lektion nur Praktisch erhalten. Warum mit Worten verschwenden, was sich doch so gut anfühlt? Nein da soll sie sich jemand anderen suchen, besonders auf weitere Nachfragen kann er verzichten und auf ihre Reaktion, wenn sie dann letztlich begreift, was mit ihm die ganze zeit los war. Wer kann schon sagen ob das kleine Püppchen dann noch so gnädig mit dem Händler umgehen würde?
Mit einer Hand stützt er sich an die Mauer der Gasse, schaut dem weißen Kleid hinterher und stöhnt deutlich hörbar auf, als nun der Mann von zuvor wieder auf der Bildfläche erscheint. Der hat wirklich noch weniger Ahnung, von Selbsterhaltung, als der Händler sie hat. Der Mann spricht noch, da rückt Basil sich die Kleidung einmal zu recht und geht mit festen schritten durch die Gasse und auf die beiden zu. Er steht gerad hinter dem Püppchen, da sieht er ihn die Hand erheben. Reaktion? Na er ist nur Menschlich! Etwas geschlaucht und nicht ganz bei sich. Man darf nun also keine Glanzleistungen von ihm erwarten. Dennoch zieht er auch den eigenen Arm hoch, er wollte die Hand festhalten, greift aber daneben, doch immerhin ist sein arm nun im weg und das schlimmste was der andere Kerl mit seiner Hand anfangen kann, ist den Arm vom Händler zu treffen. „Verdammt!“ hey schmerzen spürt er und auch nen schlag auf den Arm kann zwiebeln, und das tut er. „Verschwinde, ich hab gesagt ich kümmer mich um sie“ er hat nie gesagt wie, soll der Mann doch denken was er will, ihm ist das ziemlich gleich. Während er mit der einen Hand über seinen Arm reibt, liegt die andere am Hals, es ist geheilt, ja doch ob man etwas sehen kann, das weiß er nicht, also lieber auf Nummer sicher gehen. Warum er jetzt überhaupt darauf achtet? Ach weiß der Geier, sein verhalten muss ja nun auch nicht immer logisch sein, letztlich ist er eben nur ein Mann und das Mädchen in weiß wirklich nicht von der Bettkante zu stoßen, das reicht doch schon, um so etwas sie einen Beschützerinstinkt zu wecken, ja auch wenn er ganz genau weiß, das das eigentlich nicht nötig ist, nicht körperlich gesehen. „Geld gibt es keines, oder hatten du oder dein Herr irgendwelche Arbeit von der ich wissen müsste? “ nein, ganz einfach und oh! Wenn er schon dabei ist. „Du kannst deinem Herren allerdings sagen, das es einen neuen Mann in der Stadt gibt, für Mädchen so lieblich und Zart wie dieses hier! “ gut die Idee kam jetzt spontan, aber man kann ja mal Ware anpreisen, selbst wenn sie eigentlich nicht dazu gehört. Doch wer macht schon ehrliche Werbung? „Diese Information sollte dir als Bezahlung genügen, sie ist Gold wert“ ja den eigenen Wert gleich einmal etwas hervorheben, wenn man selbst nicht davon überzeigt ist, wer dann? „Man soll einfach nach Basilius fragen!“ Ob das Püppchen gerad noch mit kommt? Vielleicht, vielleicht nicht, doch wie auch immer. Er weiß von ihrer dunklen Seite, selbst wenn sie nun bei ihm, eins und eins zusammen zählen kann, ist es ihm gleich.
[23:42] Dannika Nadăș wusste nichts von seinem werten Befinden. Es war ihr auch nicht wichtig wohin sein Blut wieder zurück ging. Doch von seinen Gedanken würde sie, so könnte sie denn, gewiss ein ganz rotes Haupt bekommen. Allein der Gedanke einen Mann auf sich zu wissen, so wie der Wolf vor einiger Zeit. Herje, das gerade aufgenommene Blut würde ihr in die Wangen schießen und sie einer zarten, schüchternen Röte verraten. So weit war sie in Gedanken noch nie gewesen, und warm wäre es ihr auf jeden Fall. Vielleicht war es deswegen ganz gut, dass der werte Herr nicht daran dachte ihr zu erklären wovon er ausging, dass sie es vielleicht doch kannte. Nun gut, er gab zu, dass Jemand anderes sie aufzuklären hatte und damit gab sich das Mädchen dann auch zufrieden. Wenn er nicht wollte, konnte sie ihn nicht zwingen. Still beobachtete sie ihn, wie er zurück auf die Beine kam, taumelnder Weise. Ob ihm tatsächlich schwindelig war, von dem Blutverlust? Sie war sich nicht sicher, denn eigentlich verschwand sie noch bevor ihr auserkorenes Opfer sie ansehen konnte. Man durfte schließlich nicht jedes Mal das eigene Gesicht zeigen, dann hatte man die Jäger schneller am Hals als sie schauen konnte. Nein das musste nicht sein, und genau deswegen gedachte das Mädchen den Herren dann auch schon stehen zu lassen. Sie wollte noch ein wenig spazieren gehen, und sich dann auf den Heimweg machen. Man wollte den Aufgang der Sonne nicht heraus fordern und würde die Zeit nicht verplempern, in dem sie dem Herren dabei zusah wie er sich langsam erholte. Nein viel lieber rannte sie den Kerl von vorhin in die Arme, der wenig begeistert über das vermeintliche Spielchen der beiden Herrschaften schien, die da in der Gase zu erblicken waren. Ihr Tun schien nicht unbeobachtet geblieben zu sein, doch wer schon hatte ahnen können was das Mädchen da getan hatte? Das zierliche Wesen straffte den Leib, hob das Haupt an um den Kerl anzublicken der irgendetwas von Gold faselte. Warum sollte sie ihn bezahlen? Sie verstand nicht, und nachfragen wollte sie auch nicht. Sicherlich hieß es dann wieder, das man es ihr nicht erklären konnte und darauf hatte sie nun wirklich keine Lust. Die Hand erhoben, musterte sie jene wie sie Sekunden später nur auf einen Arm prallte, der nicht ihr gehörte. Sie spürte die Nähe des Herren in ihrem Rücken, dessen Blut sie gerade in sich aufgenommen hatte. Nanu? Wollte er sie schützen? Ein Mensch? "Das sehe ich, wie du dich kümmerst! Hier wird nicht einfach in irgendeine Gasse gegangen!" Warum glaubte er, dass sie einen Menschen einfach auf offener Straße angriff? Sie wollte gerade das Wort aufnehmen, das Stimmchen erheben, da preschte der Herr hinter ihr dazwischen. "Nein, Arbeit nicht." gab er zu verstehen, blickte ihn mürrisch an. Er sah schon die Felle weg schwimmen. Dieser Mann dort schien sich nicht einschüchtern lassen zu wollen, ein Wink mit dem Zaunpfahl? Vielleicht drohte er auch gerade dem Falschen? Nun dann galt es doch besser sich zurück zu ziehen, bevor er noch ungemütlich wurde ob der Schlages auf seinen Arm. Seine Worte aber machten den Manne hellhörig. Er bot Mädchen an, so zart wie dieses hier? Die Miene des Hüne hellte sich auf, nickte er eifrig. J e t z t hatte er verstanden, Dannika aber verstand überhaupt nichts. Dennoch, der Kerl verschwand ohne ein weiteres Wort, sodass das Weibsbild ihr Haupt so weit drehte, dass sie ihn über die Schulter hinweg anschauen konnte. "Basilius?" fragte sie leiser Stimme. "Was meintest du damit?" Hatte er sie gerade als Ware angeboten? Lieber fragte sie nach, denn wenn dem nicht so war, hatte sie es sicherlich falsch verstanden. Und wenn doch, dann... gnade ihm Gott. "Wirst du mich wieder verfolgen?" Zumindest hatte er sie noch kurz zuvor nicht allein gelassen. Wollte er sie jetzt allein gehen lassen, oder ließ das seine Tarnung auffliegen? Tatsächlich schien sie abzuwarten, lief nicht gleich fort. Irgendwie war er seltsam ruhig. Warum er sie schütze war ihr unklar, doch dem konnte sie sicherlich auf den Grund gehen.
[00:24] Basilius der Händler || Die Hose wird beim gang durch die Gasse noch kurz zurecht gezupft, mit der Hand reibt er sich über den Hals und dann, geht er dem Weib nun eigentlich nur nach, weil da eben der Ausgang ist, das Licht, zur anderen Seite geht es nur tiefer in das Gewirr aus Gängen hinein. Der Rest, nun der ergibt sich dann eben mehr oder weniger zufällig, so ist es nach dem Hals eben schließlich der Arm den er sich reibt. Noch weiß er wirklich nicht, ob der Abend als Erfolg oder Misserfolg zu verbuchen ist. Deutlich positiv ist nun aber das Verhalten des anderen Kerls, ja gut erst hat er noch eine große Klappe, doch schnell merkt er selbst, das es nicht mehr als die Information für ihn geben wird und scheinbar ist er damit auch zufrieden. Gut so! Ein nicken begleitet das gehen des andere. Wenn das nun Früchte trug, kann er vielleicht in einigen Tagen, schon die ersten Geschäftsgespräche aufnehmen, d a n n wäre dieser Tag wirklich als Erfolg zu verbuchen. Das sie nun wieder nicht mitgekommen ist, oh süße Naivität, das zeigt sich doch recht schnell. W i e schafft dieses Mädchen es nur, als Vampier zu überleben? Da müssen doch Leute hinter stehen, allein ist die kleine doch in so einer Welt gar nicht lebensfähig. Naja er sieht das zumindest so, fehlt da doch Kenntnisse, bei Dingen, die für ihn ganz selbstverständlich zum Untergrund gehören. „Was meine ich womit?“ fragt er auf ihre Frage hin noch einmal nach und schmunzelt. Das Recht darauf, nicht von ihm angefasst zu werden, hat sie durch den Biss im Übrigen verloren. So ists ein freundschaftliches Schultern tätscheln während er noch weiter meint. „Zerbrech dir nicht dein Hübsches Köpfchen darüber. Ich hab nur ein paar Geschäfte angeregt und du bist wirklich eine erstklassige Werbung dafür“ . Werbung, nein nicht sein Eigentum, im großen und ganzen kommt seine Ware nie aus der Stadt, in der er gerad Handelt und außerdem will er bei seiner Ware die Oberhand haben, etwas um sie kontrollieren zu können. Es selbst war an einem Putsch beteiligt, hat den Sklavenhändler gestürzt, dessen Eigentum er war. Er weiß worauf er achten muss und geht keine unnötigen Risiken ein, nicht beim Geschäft. Die nächste Frage lässt ihn nun aber kurz stocken, wird er sie weiter verfolgen? Er hatte das nicht vor, doch nun, nachdem der Mann ein weiteres mal da war. „Ich werde dich aus dem Stadtteil hier begleiten“ ob sie nun will oder nicht. Ja ja ja, wenn sie wollte könnte sie ihn eh daran hindern, doch dann eben, solang sie das nicht tut! Vielleicht sieht ja nicht nur er einen Vorteil, sondern auch sie? „Der Kerl wird nun hoffentlich Ruhe geben“. Endlich, kann ja nicht so schwer sein, zu begreifen, wem man auf die Nerven gehen sollte und wem nicht? Ha! Weil er selbst das ja auch so gut beherrscht, doch das ist eben wieder etwas ganz anderes. Würd er das schließlich tun, wäre er schon längst irgendwo anders und lang nicht mehr am Rande dieser Gasse. Hätte nicht als Snack gedient und auch keinen potenziellen Handel angeregt. So kommt eben eines zum anderen. „Wie heißt du? “ will er von ihr nun plötzlich wissen, seinen Namen hat dass Püppchen bereits mitbekommen und auch gleich für die schaurige Eulen-nummer verwendet. Nur weil er so locker mit dem ganzen umgeht, heißt es nicht, er wäre sich der Situation und Gefahr nicht bewusst. Doch zitternd in der Ecke verschwinden, das hat noch nie geholfen, das weiß er sicher. In frühen Jahren seines Lebens, da hat er es oft versucht. Zeiten die vorbei sind und es auch bleiben. „Wenn ich dich nun schon aus dem Stadtteil geleite, dann wäre ein Name doch das minderste“ und wer weiß, vielleicht bringt der Name ihm ja irgendwann noch einmal etwas? Was das Mädchen ist weiß er nun schließlich, doch diese Info allein bringt einem noch nichts, gut bringt ihm noch nichts.
[00:42] Dannika Nadăș schwieg eisern, während Basilius die Situation mehr oder minder zu entschärfen gedachte. Nicht wirklich hatte sie daran geglaubt, dass er für sie den Beschützer mimen würde, wo sie ihm doch gerade deutlich gemacht hatte wie wenig Hilfe sie eigentlich brauchte. Aber nun gut. Er meinte es sicherlich nicht böse, und wollte auch nicht die Stärke ihrerseits untergraben, so ließ sie ihn machen. Auch wenn sie ein komisches Gefühl in der Magengegend verspürte, als er erneut so nahe hinter ihr stand und den Arm fast schon schützend vor sie hob. Warum tat er das? War er es denn nicht leid sie in seiner Nähe zu wissen? Schließlich hatte sie ihn getäuscht und angegriffen. Wer wollte da nicht das Weite suchen? Sie war nun einmal ein Monster, eine Bestie genau so wie ihr Vater und Schöpfer. Niemand, schon gar kein Mensch wollte freiwillig mit ihr zu tun haben. Selbst das Weißhaar schien sich manches Mal die Haare zu raufen, und der Wolf hatte erst vor kurzen so großen Abstand zu ihr gebraucht, dass es ihr im toten Herzen weh getan hatte. Ständig schob man sie von sich, oder ließ sie gar nicht erst näher kommen. Da war es schon verdammt seltsam, dass Basilius hier blieb und wieder Partei für sie ergriff. Ganz gleich, was er dem Kerl da erklärte, es schien zu funktionieren. Auf ihre Frage hin, wie er das meinte, erntete sie ein schlichtes, fast schon sanftes Tätscheln ihrer Schulter, weshalb sich der zierliche Leib augenblicklich verkrampfte. Ja, sie hatte wirklich Probleme damit, auch wenn für ihn die Grenze erloschen schien. Übertreiben sollte er es dennoch nicht. "Was für Geschäften gehst du denn nach?" Eine wirklich, wirklich berechtigte Frage, wenn sie denn schon Werbung dafür stand. Malte er etwa? Oh einen Künstler fände sie spannend. Sie sahen die Welt immer mit ganz anderen Augen, und konnten Dinge erkennen, die dem normalen Auge fern blieben. Sie liebten die Details und waren stets bemüht Neues zu finden. War er etwa ein Künstler? Dies mal schüttelte sie seine Hand nicht ab, schließlich nahm er jene kurz nach jener Geste schon von ihrer Schulter, eröffnete ihr nebenher, dass er sie aus diesem Stadtteil hinaus begleiten wollen würde. Warum nicht? Er schien nicht in Panik zu verfallen und auch wirkte er nicht, als wollte er sich an ihr rächen. Stattdessen wollte er sie einfach nur begleiten. "Gern." Eine Antwort, mit der er so sicherlich nicht rechnete, denn mit jener Antwort schlich sich ein zartes Lächeln auf die weichen Lippen, welches sie glatt menschlicher wirken ließ. Es verdrängte dieses Dunkel in ihrem Antlitz, machte sie sanfter, weicher - und ließ sie tatsächlich wirken wie ein Küken ihrer Art. Oh wenn er nur ahnen würde, dass er tatsächlich einem Küken gegenüber stand. Nun gut, er stand an ihrem Rücken, doch vielleicht setzte er sich ihr Wesen und ihre Art schon so weit zusammen, dass er selbst darauf kam, dass solch ein Wesen nicht gespielt sein konnte. Langsam setzte sich die kleine Rumänin in Bewegung, trat heraus aus der dunklen Gasse um sogleich von der Masse an Menschen und dem Lautstärkepegel erschlagen zu werden. Herzschlag über Herzschlag traf an ihr feines Gehör, jetzt wieder deutlich aufnahmefähiger, wo sie doch gesättigt war. Dazu die Stimmen und Geräusche die in dieser Gasse hier und da und anscheinend überall zu sein schienen. Es ließ sie kurz in ihrer Bewegung stocken, schüttelte sie missmutig das Haupt über diese Lautstärke. Diese Gasse würde sie nicht wieder aufsuchen, allein schon wegen des groben Klopses. "Was?.... Dannika.. Ich heiße Dannika." Sie schien tatsächlich Mühe zu haben sich jetzt konzentrieren zu können, wo sie doch eigentlich vor kurzem erst dem Biest einen Moment Freiraum gegönnt hatte. So brauchte sie einen Moment, ehe sie ihm ihren Name verraten konnte. Näher ließ sie ihn kommen, nicht etwa weil sie seine Nähe suchte, sondern weil sie versuchte sich auf seinen Herzschlag zu konzentrieren. Wenn sie einen Punkt hatte, konnte sie die anderen Dinge ausblenden. Er war das perfekte Opfer, schon wieder. "Bleib nahe bei mir.." Eine Bitte, die seltsam klingen mochte, wo sie ihn doch die ganze Zeit von sich gestoßen hatte. Doch er konnte sich nicht vorstellen welchen Radau sie gerade ertragen musste. So ging sie langsames Schrittes, mit Basilius durch die Gasse und entschwand irgendwann, irgendwo mit ihm aus jener. *
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Re: Begegnung und Blutdurst. Dannika und Basil

Beitragvon Kilian » 27. Apr 2016, 02:53

[20:52] Basilius der Händler || So einfach kann es gehen, unbehelligt von den selbsternannten Wachen des Vergnügungsviertels, laufen die beiden, gemeinsam, die Straße entlang. Nur kurz begegnen sie ihrem „ alten Freund“, doch mehr als einen kurzen Blickaustausch gibt es zwischen ihnen nicht mehr. Er lässt sie also endlich in Frieden und sollte es noch andere geben, zeigen auch die kein Interesse an den beiden. Das er nun nahe bei ihr bleiben soll, natürlich versteht der Kerl das wieder falsch! Ja sie ist ein Blut trinkendes, Untoteswesen. Doch schaut euch nur das weiße Kleid und ihr zerbrechliches äußeres an! Vermutlich fürchtet sie sich eben doch in dieser Straße und ein mehr oder minder breites Kreuz hat doch jedes Weib gern an seiner Seite?! Dass sie seinen Schutz so überhaupt nicht braucht, das vergisst man(n) dabei einfach. Im Übrigen leider er auch nicht an dem Stockholm-Syndrom oder ähnlichem, höchstens an zufielen Hormonen. Doch lassen wir das lieber, in dieser Richtung wird das ganze ein Loch ohne Boden. Etwas das sich niemand von uns antun möchte. Fakt ist, Mann und Vampier gehen die Straße entlang. Den Namen kennt er nun auch, Dannika. „ Ein schöner Name “ Bemerkt er, zum einen weil es wirklich schlechtere gibt und zum anderen weil Frauen solche Sachen eben gerne hören, selbst bei so unsinnigen Dingen wie dem Klang eines Namens. Bemerkt er da so etwas wie Unsicherheit an ihr? Zumindest abgelenkt ist das Porzellanpüppchen und nun schaut er sich einmal um, sind da noch andere als nur die „Wachleute“? Auffallen tut ihm zwar nichts, doch er wird wachsam bleiben. Mit der Antwort auf ihre erste Frage hat er etwas gewartet, eigentlich so lang, bis er es mit den richtigen Worten zu beschreiben weiß. „Ich bin Händler “ beginnt er und muss besonders deshalb aufpassen, weil er ja schließlich mit ihr geworben hat. „Verkaufe aber nur an eine sehr.. spezielle Kundschaft. Was meine Handelsbeziehungen angeht, bin ich. Man kann es wählerisch nennen “. Klingt doch gar nicht so schlecht oder? Er zumindest ist zufrieden mit dieser Antwort. Das Ende der Gasse ist beinahe erreicht und wie es oft mit diesen Zwielichten Gegenden ist, endet sie in der Nähe des Hafens. Das Meer kann man bereits rauschen hören, das klappern der Masten, das knatschen der Taue und eben all diese Geräusche, welche zu einem Hafen und dem Wasser gehören. Nur das Geschäftige Treiben bei Tag, ist einer düstre Stimmung bei Nacht gewichen. Nebel wird am morgen aufziehen, schon jetzt lässt die Luft so etwas erahnen, feuchter als sonst, schwer und durch den Wind direkt vom Meer zu ihnen rüber getragen. Selbst ihm wird langsam kalt, doch ihr scheint es wenig aus zu machen. Wieder ruht sein Blick für einem Moment auf ihr, sie hat nicht einmal gekleckert, also bei ihrem Mahl. Er sollte später dringend schauen, ob auch sein Hemd vor flecken verschont wurde. „ Da sind wir “ Sagt er ohne an zu halten und geht weiter, lässt den Abstand zu der Straße noch größer werden, etwas das kaum was bringt, denn Menschen gibt es auch hier. Jetzt strömen sie eben nicht aus den Bordellen und anderen Geschäften. Sondern nur aus dem Hafenpub und was es hier sonst noch gibt, Lagerhäuser in denen Glücksspiel betrieben wird, versteckte Alkohol Brennereien mit Zeug an dem man besser nicht mal riechen sollte. „ Du wirst sicher nicht hier dein Quartier haben? “ Je nach dem wie ihre Antwort ausfällt, könnte das Püppchen den Mann nun überraschen. Lautes pöbeln durchbricht die Stille der Nacht, im Pub gleich vor ihnen, da fliegt die Tür auf und ein Kerl wird gebeten den Laden zu verlassen. Ganz klassisch mit Fußtritt fliegt der betrunkene ihnen beinahe vor die Füße. Pöbelnde Worte werden ihm noch hinterher gerufen, während der betrunkene schon wieder aufzustehen versucht, etwas für das er Glück braucht, denn den Verstand hat er eindeutig im Krug dort in der Schenke vergessen, wenn er ihn den überhaupt schon dorthin mitgenommen hat.
[21:13] ₪ Er sollte anfügen, dass ihn das junge Adelskind nicht als einen solchen Wachmann degradiert, oder vielleicht auch befördert hatte. Er hatte sich ihr angeschlossen, und das schon im Moment des ersten, drohenden Streites. Wie ein Ritter in glänzender Rüstung hatte er sich hinter die zierliche Gestalt Dannika's gestellt, und den werten Herren "Hau drauf" verjagt. Doch das nicht nur einmal, sondern sogar zwei Mal! Vielleicht sollte sie sich ihm irgendwie erkenntlich zeigen? Nein wieso eigentlich? Wieso dachte sie so? Sie hatte ihn als ihr Abendmahl auserkoren, da war es doch Lohn genug, dass sie ihn am Leben gelassen hatte. Nicht? Ach welch Güte die junge Rumänin doch an diesem Abend wieder zeigte. Der weißhaarige Magier wäre stolz auf sie! Kein Mord, und das so nah an der Grenze des Wahnsinns. Davon musste sie ihm beim nächsten Treffen berichten. Leicht hob sich der Blick von der Masse der Menschen ab, wendete sie ihn zu ihrer Rechten um Basilius aus den Augenwinkel heraus anblicken zu können. "Dankeschn." Sie glaubte ihm jenes Kompliment, und empfand es tatsächlich nicht als eine Floskel. Mit solcherlei Dingen kannte sie sich sowieso nicht aus und belügen musste er sie auch nicht - sollte er auch gar nicht erst. Dass er jedoch wieder einmal dem Glaube erlag, dass sie sich fürchtete in jener Gasse, oh sie würde Schmunzeln, ja vielleicht sogar Lachen über jenen Gedanken wenn sie denn von ihm wüsste. Doch dem war nicht so, und so erklomm kein Lächeln das weiche Lippenfleisch, welches fast schon einen rose Farbenen Ton angenommen hatte. Aber auch nur fast. Dass Basilius Händler war, davon war sie ausgegangen, nachdem er von Ware gesprochen hatte. Wozu sonst hätte er sie als Werbung nutzen sollen? Als totes Fleisch? Brrr, bei diesem Gedanke schauderte die Dunkelhaarige tatsächlich kurz, was der werte Herr Händler sicherlich als ein Frösteln interpretieren wollen würde. Aber sollte er nur, er wusste es doch tief in seinem Innersten besser. "Weshalb bist du so wählerisch? Kannst du es dir leisten?" Zwar verstand Dannika nicht viel vom Handeln, schon gar nicht mit solcherlei Waren wie Basilius sie vertrieb, doch wenn er wählerisch war, musste das Geschäft doch ziemlich gut laufen, nicht? Also musste er sich unter den hiesigen Händlern schon einen Name gemacht haben, wenn er so selbstbewusst war. Vielleicht deswegen glaubte er auch, dass er sie beschützen musste, und konnte. Auf seine Worte hin wendete die Rumänin den Blick wieder ab von ihm, blickte sie auf den Anfang des Hafens und dem Ende der Vergnügungsgasse. "Mhm." Ein leises, zustimmendes Brummen ihrerseits, mehr konnte er in diesem Moment nicht erwarten. Hier war sie eigentlich nicht so gern, aber nun gut. Irgendwie mussten sie ja die Gasse verlassen, und das ging nun einmal nur über zwei Wege. Dieser war der aufgenommene, und so durfte sie sich nun auch nicht beschweren. Denn noch weniger mochte sie diesen Ort, wie die Vergnügungsgasse. Hier war sie bekannt. Zumindest beim Wirt Joe, dessen Pubtüre sich geräuschvoll öffnete und ein betrunkener Gast unsanft hinaus fiel aus jenem hölzernen Rahmen. Einen Schritt trat das Mädchen zur Seite, so spielerisch und leicht, dass man die schnelle Reaktionszeit getrost übersehen konnte. Der Herr taumelte an ihr vorbei, schimpfte etwas von Halsabschneidern und viel zu hohen Preisen, was Dannika aber nicht weiter interessierte. Stattdessen hob sie den Blick hin zu Basilius, der ihr noch immer nicht von der Seite gewichen war. "Als ich hier ankam, habe ich einzige Zeit im Pub geschlafen, mittlerweile habe ich aber ein Anwesen bezogen." Er musste nicht verstehen, warum sie in einem Zimmer hier in dieser Gegend genächtigt hatte, viel wichtige war es dabei, dass sie endlich ihr Vermögen und die Wertpapiere nach Eranya geschafft hatte, nur um eigentlich mit dem Herzen ganz wo anders zu sein. Oh dieser Wolf würde sie noch in den Wahnsinn treiben. "Willst du noch etwas trinken?" Hallo? Wer sprach da? War sie das gewesen? Wieso fragte sie ihn so etwas unsinniges? Das hatte sie sicherlich irgendwo aufgeschnappt. Sonst war sie doch nicht so sentimental eines Menschen gegenüber. Aber gut, die Frage war gestellt worden, und aus Höflichkeit würde sie jene nicht zurück nehmen. Stattdessen blickte sie ihn weiterhin an, fragend und abwartend. Vielleicht konnte sie so ja noch ein wenig mehr über ihren Ritter erfahren, den sie noch immer nicht so ganz verstand.
[21:56] Basilius der Händler || So wie sie über seine Gedanken lachen würde, täte er es auch bei ihren. Ritter, nein er hat wirklich nicht viel Ritterliches an sich. Er ist ein Menschenhändler, Sklaventreiber, Verräter, Mörder, Halsabschneider, Geschäftsmann. Da ändert auch die Tatsache nichts dran, der er hier gerad einen großmütigen Moment hat und das Gefühl, auf das Püppchen in weiß, acht geben zu müssen. So etwas macht noch keinen guten Menschen und vor allem keinen Ritter. Einen Wachmann dann? Nein stimmt, das er auch das nicht ist, sollte einmal betont werden. Denn wenn er sie auch begleitet, von derartigem war letztlich ja nie die Rede gewesen, nicht einmal der Klotz aus der Gasse hatte wirklich Anlass dazu gegeben, er wollte das Püppchen nur aus der Gasse wissen und die zweite Begegnung währe ohne die erste nicht geschehen.
„Ich muss es mir leisten“ geht er erklärend auf sein Handelsgeschäfft ein. „Was ich Handle wird nicht überall gern gesehen und hier in Eranya geht man wohl recht harsch mit meinesgleichen um“ so hat er sich zumindest sagen lassen und es selbst in den Gesetzen einmal nachgelesen. Das Püppchen ist so schwer einzuschätzen, zumindest wenn es darum geht, ob er genauer auf seine Arbeit eingehen kann. Die hat ihn überfallen, gegen seinen Willen, also zumindest ohne zu fragen, von seinem Blut getrunken. Gesetzestreu ist das nicht. „Lass es mich so sagen, wenn du einmal Bedienstete suchst. Ich kann sie dir vermitteln, für einen guten Preis“ . Verkaufen, aber sind wir mal nicht kleinkariert was die Worte angeht. Natürlich müssen es nicht nur bedienstete sein, er hat Zugang zu allem möglichen, natürlich nicht hier, sondern begründet durch seine weiteren Handelsposten in anderen Städten. Vielleicht versteht sie jetzt auch, wozu sie als Werbung gedient hat, wobei er natürlich nicht sie angeboten hat, sondern nur Mädchen die ähnlich hübsch anzuschauen sind.
Das Poltern und der betrunkene unterbrechen das Gespräch nur kurz. Taumelnd und von einem Ende der Straße zum anderen wankend, da geht die gestallt an ihnen vorbei und ist noch keine 5 Minuten außer Sicht, als Geräusche zu hören sind, die seinen übertriebenen Alkoholgenuss noch unterstreichen. Prost. Wenig elegant, dafür aber ebenso erfolgreich, wurde der Mann an ihm vorbei dirigiert. Neben dem Püppchen stehend, schaut er nur kurz hinterher, bevor der kopf einmal geschüttelt ist. Man sollte nie soviel trinken, dass man nicht mehr Herr über den eigenen Geist ist. Niemand hat in dieser Welt so gute Freunde, das es selbst im kleinen Kreis unbedenklich ist und einem dabei nichts geschehen kann, nicht in seiner Welt. Vielleicht ist der Untergrund da wieder etwas anders, als das einfache Leben als Packer und Seemann. „Achja?“ das Interesse in seiner Stimme ist deutlich zu hören. Das sie hier gelebt hat, gut das ist wirklich etwas das ihn wundert, interessanter ist jedoch das angesprochene Anwesen. Geld, er wusste es. „Du hast dir hier ein Anwesen gekauft, dort am Westlichen Rand der Stadt? “ er weiß nicht wo die wirklich guten Häuser stehen, spricht aber so, als wüsste er es genau. Wenn das falsch ist wird er eben grinsen, nicken und sagen, dass er es doch so meinte wie sie sagt und sich wohl versprochen hat. Kann schließlich jedem mal passieren. Das worauf seine Frage eigentlich abzielt ist, ob sie allein in diesem Anwesen lebt, Geschäftsmann eben. Das hatten wir ja vor kurzem und Informationen sind Gold wert, jedes reiche Haus gilt es zu kennen, denn wie sie sich auch nach außen zeigen, die meisten sind im inneren doch verdorbener als man glaubt und offen für jede Art von Handel. „Das klingt gut, ich bin sicher, drinnen lässt es sich auch angenehmer reden“. Wird darauf eingegangen, bevor er mit weiteren Fragen kommt und sie damit am Ende noch misstrauisch macht, was ja nun wirklich nicht seine Absicht war. Er kann nur den Profithaschenden Teil seiner selbst, nicht einfach zurück stecken. Beim reingehen wird die Tür fürs Püppchen aufgehalten und erst nach ihr die Schenke betreten, Kleinigkeiten nur, aber diese Höflichkeit beherrscht eben auch jemand wie er und sich an diese Konventionen zuhalten, dabei ist noch niemandem ein Zacken aus der Krone gebrochen.
[22:14] Dannika Nadăș freute sich über diese kleine Geste der Höflichkeit. Und das tatsächlich ziemlich offen. Ein zartes, fast schon weiches Lächeln schlich sich auf die feinen Lippen, als sie durch die geöffnete Tür trat. Hier drin war man zwar nicht sicher vor diesen betrunkenen Menschen, doch hier fühlte sie sich tatsächlich ein wenig sicherer, und gestattete sich tatsächlich die angespannte Haltung aufzugeben. Es war nicht so, dass sie sich draußen fürchtete. Niemals nicht! Jedoch konnte sie hier drin weit besser den Überblick über die Anwesenden wahren. Hier würde ihr Niemand hinterrücks in den Rücken fallen, schon gar nicht, weil Joe so eben den Blick auf das Mädchen gelenkt hatte. Ein warmes, fast schon väterliches Lächeln lag auf den Zügen des Herren, der das Mädchen anscheinend wirklich kannte. Sie hatte ja gesagt, einige Zeit hatte sie hier gewohnt. "Hallo Joe." Das Mädchen lächelte ihn an, schien unbekümmerter, mehr als in der letzten Stunde Basilius je hätte von ihr erleben dürfen. Der Wirt grüßte das Mädchen ebenfalls, jedoch nur mit einem Nicken, ehe er auf einen Tisch ganz am Ende des Raumes deutete. nahe des Kamins, und doch so weit weg, dass sie sich nicht vor dem Feuer fürchten musste. Ja, er kannte die seltsamen Angewohnheiten des Mädchens in Weiß. Ihrer Begleitung nickte er ebenfalls zu, jedoch entschwand das Lächeln fast schon augenblicklich aus seinem Antlitz. Es war beinahe, als wollte er den Herren einschüchtern, dem Kind ja kein Haar zu krümmen. Auch er wusste, welch Kreatur unter dem Mantel der Unschuld schlummerte, doch auch er konnte seinen Beschützerinstinkt einfach nicht abschalten. Dannika indes hatte sich bereits zu dem Tisch aufgemacht, wurmte es sie noch immer, dass sie Basilius danach gefragt hatte, ob er etwas trinken wolle. So etwas passierte ihr normalerweise nicht, und eigentlich wollte sie schon längst auf dem Heimweg sein. Doch so schnell kam sie jetzt nicht mehr aus der Sache heraus, weswegen sie den hölzernen Stuhl welcher am weitesten weg vom Kamin stand, zurück zog um sich auf diesen sinken zu lassen. Einen Moment noch wartete sie, bis Basilius saß, ehe sie das Wort an ihn richtete. "Du handelst mit Menschen, nicht?" Ihr Stimme war gedämpft, schließlich musste nicht gleich jeder wissen worum es bei dem Gespräch der Beiden ging. Auch wenn sie keinerlei Sorge hatte, so war es doch Basilius vielleicht nicht recht, wenn sie lauter sprach. "Warum machst du so ein Geheimnis darum?" Sie verstand nicht, dachte er sie würde schreiend weg laufen? Der Menschenhandel war etwas, was ihr mehr als nur vertraut war, auch wenn sie keine der jämmerlichen Seelen war, die verkauft wurde. Regelmäßig hatte ihr Schöpfer irgendwelche armen Wichte in der Burg gehalten, wenn die Zeit des Jagens draußen zu gefährlich geworden war. Wieso auch sollte sie das ängstigen? Oh der Händler wusste gar nicht, mit welch Grausamkeit das Mädchen ihm zur Seite aufgewachsen war. Di Finger malten nun schweigend die Maserung des Tisches nach, zeichnete sie mit dem rechten Zeigefinger jede Form, jeden Ring nach, welcher im Holz zu finden war. Irgendwie war es seltsam, hier zu sitzen und sich mit ihm zu unterhalten, doch irgendwie auch gefiel es ihr. Es war der erste Abend seit ihrer Ankunft, an welcher sie nicht allein war. Nicht, dass sie sich allein nicht wohl fühlte, doch irgendwie - war es an diesem Abend einfach angenehm, einmal nicht allein zu sein. Doch noch bevor Dannika auf die weiteren Fragen Basilius eingehen konnte, stand auch schon einer der Schankdamen neben ihrem Tisch, blickten auf das Mädchen und den Herren. "Guten Abend der Herr... die Dame.." Sie lächelte, wenn auch deutlich verkniffener und angespannter wie ihr Chef. Sie kannte das Mädchen ebenso wie er, doch sie misstraute ihr ganz offensichtlich. "Wie immer, für dich nichts? Und für Euch?" Dannika nickte nur, wartete ab und blickte den Händler zu ihrer Seite an, wartend was er wohl bestellen wollte. Kaum getan, und die Dame verschwunden, schüttelte sie auch schon den Kopf. "Ich musste einige Zeit warten, bis meine Papiere hier angekommen waren. Wir haben ein Anwesen im Familienbesitz am Rand des Wohnviertels. Im Wesen ja, aber weit am Ende." Er konnte sich sicherlich vorstellen und selbst erklären, weshalb die Familie des Mädchens so weit außerhalb ein Haus gekauft hatte. Es war nicht, dass sie Menschenscheu waren, aber man konnte eben am besten ruhen, wenn man sich ungestört fühlte. Doch ob sie allein hier war, oder nicht, erklärte das wohl nicht. Aber sie wusste ja auch nicht, dass er darauf hinaus wollte.
[22:45] Basilius der Händler || Das Lächeln kurz erwidernd, steht er schließlich im Schankraum und schaut sich hier einmal um. Tisch, Menschen, der Wirt. Das ganze sieht ziemlich normal und alltäglich aus. So vertraut wie sie mit dem ganzen umgeht, hätte der Händler fast erwartet, noch mehr wie sie hier zu sehen. Vielleicht eine Ecke in der sie sich regelmäßig trafen und darüber sprachen welches die schmackhafteste Beute der letzten Zeit war. Wo ihm dieser Gedanke schon kommt, auf einer Skala von 1-20, wie gut schmeckt sein Blut wohl? Nicht für Menschen, da gibt es von jedem normaldenkenden eine 1, Blut schmeckt nicht. Doch für Vampiere? Vielleicht ist das eine der Fragen, die er ihr am Abend noch stellen wird. Einfach weil sowas eben interessiert, es ist immer gut all seine vorzöge zu kennen. Zuerst aber die Begegnung mit dem Wirt, eben noch ganz nett und Väterlich zu dem Mädchen, ist der Blick der ihm zuteil wird doch etwas anders. Nichts was der Händler nicht gewohnt ist, er bleibt freundlich, nickt dem Wirt nur zu und gesellt sich dann zu ihr an den Tisch. Der Stuhl ist so gewählt, das sein Rücken die Wärme des Feuers spürt, doch sein Blick zu ihr und in den Schankraum schaut. Mag sie sich hier keine Sorgen um den Dolch im Rücken machen, er hat die Gruppe von betrunkenen (und den Wirt) lieber im Auge. Für einen Moment kann sie Überraschung auf seinem Gesicht erkennen, dann nickt er und antwortet so wie sie. „Ja, das bin ich“ . Es ist kein brüllen, doch flüstern tut er auch nicht. Es ist nichts für das er sich schämt, er will nur nie wieder in den Genuss von Ketten kommen. „Weil ich immer die Balance finden muss. Ich kann nicht jedem erzählen was ich vertreibe, doch wenn ich es niemandem sage, dann kann ich das Geschäft schließen. In Städten wie dieser ist meine Arbeit verboten“ . Er sieht es ja ein, sie scheint das ganze recht normal zu finden, also lässt er seine bedenken fallen und redet ganz offen. „Ich war mir bei dir nicht sicher, inwieweit du dich mit diesem Teil des Untergrundes auskennst“. Wieder hat er sie unterschätzt, vermutlich ist das etwas das ihr häufiger geschieht, nein ganz sicher ist das so. Seine Worte verstummen als die Bedienung sich dem Tisch nähert, er lehnt sich auf seinem Stuhl zurück und betrachtet das Weib mit einem charmanten Lächeln. „Met wenn ihr habt und sonst Ale“ bestellt er und kann sich ein grinsen, sowie den Kommentar. „Genau, nur ich. Sie hat bereits getrunken“ einfach nicht verkneifen. Dass die Bedingung vermutlich weiß was gemeint ist, das weiß doch der Händler nicht! Schnell dreht diese sich dann um und verschwindet wieder, lässt den Tisch hinter sich und er beugt sich wieder nach vorn. „Magst du nichts trinken, oder kannst du nichts trinken? “ Die Stirn ist bei der Frage leicht gerunzelt und er versucht sich vorzustellen wie das eine und das andere, wohl funktionieren würden. Sie mal kreise auf dem Tisch nach und er tippt eine leichte Melodie mit dem Zeigefinger aufs Holz, nicht aus Nervosität, sondern der Beschäftigung wegen und der Konzentration. „Im Westen“ wiederholt er nochmal und nickt. „Also doch, nun du kannst deinem Vater“ denn nach der Erwähnung des Familienanwesens geht er davon aus, sie wohnt dort auch mit der Familie „Und dessen Geschäftspartnern, ja mal nahe legen sich mit mir zu treffen“. Wenn so ein unschuldig aussehendes Mädchen Bescheid weiß, dann der Rest der Sippschaft ganz gewiss auch und hier ist auch gerad der Punkt erreicht, der ihn dazu getrieben hatte, ihr ganz zu Anfang auf die Schulter zu fassen, und sich als bekannter auszugeben.
[15:15] Dannika Nadăș wäre sich nicht sicher, wie sie diese Frage beantworten sollte. Blut schmeckte unterschiedlich, aber bisher war sie Gott sei Dank noch nicht ein einziges Mal an schlechtes Blut geraten. Sowieso glaubte sie, dass nur totes Blut wirklich schlecht für sie sein konnte. Blut eines so eben Verstorbenen ging ja vielleicht noch, aber wenn die Leiche schon über eine Stunde dahin gerafft war - igit, sie wollte es sich gar nicht vorstellen. Das schmeckte sicherlich abartig. kaltes, fades Blut! Brrr... Der Wirt wurde mit zartem Stimmchen gegrüßt, ehe sie sich zu einem Tisch aufmachte, den sie in der Zeit in welcher sie hier gewohnt hatte, öfter besetzte. Dies war aber mit der Zeit, in welcher sie nicht mehr hier wohnte abgeschwächt und beinahe in Vergessenheit geraten bis zu diesem Abend. Der Sitzplatz war schnell erreicht, und so sank das Mädchen, das Feuer anblicken könnend, auf den Stuhl nieder, ehe sich Basilius zu ihr gesellte. "Mhmhm." Ein Sklavenhändler also. Weshalb er da so ein Geheimnis drum zu machen schien, war ihr bis zu seinen Worten nicht erklärbar, doch anscheinend sahen die Gesetzte Eranya's das ganz, ganz anders. "Ich wusste nicht, dass es hier verboten ist." ließ sie verlauten, musterte Basilius offener, ja man konnte fast schon sagen neugierig. Er sah nicht nach einem Händler aus. In ihrer Heimat waren sie groß, größer noch wie er und breit. Basilius war nicht dürr, und weiß Gott hübsch anzusehen, doch das Mädchen hatte ein grobschlächtigeres Bild von den Händlern in ihrer Heimat. "Ja, dies ist ein prüder Ort." Und das aus den Munde eines Mädchens, dass sich nicht einmal vom Händler an den Hintern langen ließ, während sie ihm sei Blut nahm. Anscheinend aber meinte sie die Worte wirklich ernst, denn es lag kein verschmitztes Lächeln auf ihren Lippen, oder der Schalk in ihren Augen. Ihr Weltbild schien ziemlich verdreht, und ziemlich grausam zu sein. "Ich werde dich nicht verraten, dazu habe ich keinen Grund." Vielleicht nicht, was er gehofft hatte zu hören in diesem Moment, er schien schließlich nicht beunruhigt, dennoch wollte Dannika ihm deutlich machen, dass sie keinen Spaß daran hatte ihm das Leben schwer zu machen. Erneut öffneten sich die Lippen, doch schlossen sie sich noch ehe ein Ton über die Lippen hinweg kommen konnte. Die Schankmagd hatte sich auf den Weg zu ihnen gemacht, und fragte nach den Bestellwünschen. Blass wurde sie bei den Worten des Händlers und Dannika tat das, worüber sie überhaupt nicht nachdachte. Sie nach den rechten Fuß und trat zu. Und, wir sprachen hier nicht von einem Tritt eines Mädchens. Wir sprachen hier von dem Tritt einer jungen Neugeborenen, deren kraft sogar die ihres Schöpfers in den ersten Jahren in den Schatten stellte. So konnte es gut sein, dass sie ihm das Schienbein anbrach oder vielleicht nur prellte. "Basilius!" Die Stimme der jungen Draculina klang empört und die Magd hatte sich ohne ein weiteres Wort zu sagen auf den Rückweg gemacht, lieber den Met besorgen wollend. "Das ist nicht nett!" Ihr gegenüber! Der Mensch war ihr vollkommen egal, doch er konnte nicht einfach so reden, das war unangemessen. Dass sie ihm vielleicht mit dem Tritt weh getan haben konnte, kam ihr noch gar nicht in den Sinn. "Ich kann, eher des Genusses wegen. Aber die meisten Dinge schmecken nicht mehr." Wenn sie denn trank, dann Wein oder Whiskey... Vielleicht auch etwas stärkeres, doch das hielten die Menschen hier nicht aus. Deshalb ließ sie es meist ganz bleiben. Hier hatte sie sich oft eine heiße Milch bestellt, einfach nur um die Wärme des Getränkes an ihren Fingern zu spüren, doch auch das war sie leid geworden. Genau so, wie sie es leid war sich zu verstecken, damit sie auch ja nicht auffiel. Egal was sie tat, sie tat es sowieso. Also ließ sie diese Scharade einfach bleiben. "Mein Vater.." begann sie langsam, blickte sie weg von ihm, an ihm vorbei ins Feuer. "Er ist auf Reisen. Ich weiß nicht, wann er zurück kehren wird." Wie auch sonst sollte sie seine Abwesenheit beschreiben? Hey mein Vater ist weg, weil er mich nicht erträgt. Er hat mich auf die Probe gestellt, ob ich überleben würde und nun scheut er sich, sich mir zu stellen? Nein, das war nicht das was sie sich vorstellte. Da war es besser ihn irgendwo auf Reisen zu schicken, schließlich war das nicht einmal eine Lüge. Tatsächlich war das Mädchen vollkommen allein in Eranya. Keine Familie, nur Bekanntschaften hatte sie hier.
[21:41] Basilius der Händler schaut Aufmerksam, nicht unruhig, durch den Schankraum. Hier und dort bleibt der Blick bei einer Gruppe hängen, nur um letztlich immer wieder bei Dannika zum ruhen zu kommen. Noch immer will sie nicht in diese Umgebung passen, eigentlich will sie in keine Umgebung passen, außer vielleicht in den herrlichen Garten eines schönen Anwesens, irgendwann im Sommer. Ja das wäre tatsächlich ein Ort, in den sie sich einfügen würde. Auf dem Gras sitzend, über ihr ein Baldachin aufgespannt um die empfindliche Haust vor der Sonne zu schützen. Da sie aber eine Vampieren ist, wird gerad dieses Bild wohl nicht möglich sein. „Mit diesem Unsinnigen Gesetz machen sie sich unnötig viel Arbeit“ befindet er als sie sagt, sie wusste davon nichts. „Wer straffällig geworden ist kann als Sklave arbeiten, wer sich verschuldet wird verkauft. Ganz einfach. Doch wenn man sich hier eben doppelte Arbeit machen möchte, einmal um unsereins in Schach zu halten und die Bewirtung der Verbrecher. Sollen sie. Arbeit und Handel in dieser Richtung, wird es immer geben . Ihre Meinung zu dem ganzen kommt ihm nicht seltsam vor, schließlich ist es da wo er her kommt, ebenso normal wie dort wo sie her kommt. Es gehört eben zum normalen Stadtbild und er hat kein Bedürfnis etwas daran zu ändern, selbst wenn man davon, bei seiner Vergangenheit, vielleicht ausgehen würde.
Verrat, ein heikles Thema. Sie sagt zwar, das sie es nicht tun würde, doch allein die Tatsache das sie es anspricht verrät einen Gedanken in diese Richtung. So beugt er sich etwas weiter vor und meint mit ruhiger Stimme. „Dazu würde ich auch nicht raten“ ganz gleich ob sie nun ein Vampir ist und er nur ein Mensch. „Damit würde man sich mehr Feinde machen, als nur mich, ich habe hohe Namen auf der Liste meiner Kundschaft“ . Ein kleines Büchlein, in seiner Tasche verborgen ist so etwas wie seine Versicherung. Namen, Zahlen, Handelsabschlüsse. Alles befindet sich darin, verschlüsselt. Die großen Kunden wissen das und würden nicht wollen, dass diese Daten in die Hände der Wachen geraten. Gut, in dieser Stadt ist die Namensliste noch nicht sehr beeindruckend, doch das wird sich bald ändern.
Die Bedienung kommt, er lehnt sich zurück und kurz nach seinen Worten folgt der tritt. Einer mit dem er nicht gerechnet hat, einer der wirklich schmerzhaft ist! Der Anfang eines Aufschreis kommt ihm über die Lippen, doch schnell sind die geschlossen und der Großteil davon endet in einem undefinierbaren Geräusch und aufgeplusterten Wangen. „Verdammt! “ Flucht er und noch einige weitere Worte, diese gehören allerdings nicht niedergeschrieben. „Was sollte das!“ die Stimme klingt vorwurfsvoll. Das Bein schmerzt, nicht wenig und vorsichtig fasst er mit der Hand danach. Das würd ne Schwellung geben, angebrochen ja. Doch merkt er da so natürlich nicht. Wird es erst die Tage zu spüren bekommen, beim Laufen und belasten. E R ist nicht nett? Was ist sie dann? „Verdammt Weib, mach das nicht noch mal! “ Brummt er, grummelt er und, nein er macht sonst nichts. Etwas das an ihrem Geschlecht, nicht ihrer Art liegt. Eben deshalb ist seine Drohung auch sehr inhaltslos, er vermeidet es Frauen zu schlagen, er lehnt es nicht ab. Wäre als Sklavenhändler eine schlechte Angewohnheit, doch freie Frauen? Die sind eben Wesen und keine Ware. Großer unterschied. Wovon faselt sie dann? Ah ja genau das Essen, noch immer reibt er sich über das Bein während sie spricht. „Das ist schade “ man verzeihe ihm, etwas Wortkarg ist der gute geworden und muss sich gerade selbst bemitleiden. Immer diese Magischen Wesen, sie haben Vorteile den Menschen gegenüber, Fair ist das nicht! Die Magd kommt wieder, stellt den Met vor ihm ab und will gleich schon wieder gehen, doch er streckt die Hand aus und hält sie fest. Etwas das das Mädchen zusammen zucken lässt, der Argwohn vor der Vampirin scheint auch auf den Begleiter übertragen. „Warte, bring mir noch einen Schnaps.. einen Doppelten “ weil! Er hat Aua, so sagt er das zwar nicht, vielleicht wird das Vampirmädchen sich sowas aber denken können. Die Magd nickt schnell, und er hat schon längst wieder los gelassen. „Also keine Handelspartner und Geschäftsfreunde“ , das ist seine Schlussfolgerung aus ihren Worten. Schade aber auch! Also wirklich schade. „Und so lang bist du dort allein? “ Kann man ja fragen, auch wenns vielleicht ne unpassende Frage ist, doch das sie sich verteidigen kann, das hat er ja gemerkt. „Ist dein Vater.. wie du?“ allein das sie einen Vater hat ist doch ungewöhnlich, leben Vampire nicht schrecklich lang? Er hat auch davon gehört, das sie keine Kinder bekommen können. Doch vielleicht war das ja so ein Meister ding und ihr Vater ist der Schöpfer. Verwirrend diese ganze Mystik.
[22:01] Dannika Nadăș ließ ihn schauen. Sollte er sich ruhig umsehen, sich die Gesichter einprägen die er hier sah. Vielleicht konnten ihm jene noch einmal nützlich sein, vielleicht auch nicht. Das Schicksal entschied meist nach Lust und Laune und auch Basilius war davor sicherlich nicht gefeit. Aber gut, solange er seine Aufmerksamkeit wieder auf sie richtete, und sie nicht vollends vergaß, sollte er tun und lassen was er wollte. Genau so, wie er es eben auch mit seiner Arbeit handhabte. Wenn er sich von Gesetzten einzuschüchtern lassen gedachte, wäre er sowieso nicht der richtige Mann für diese Arbeit, so war es für das Mädchen weniger verwunderlich, dass er sich um solche Gesetzte nicht scherte. Wäre ja auch noch schöner. Wo sollten denn die ganzen Sklaven hin, wenn nicht zu ihm? "Da stimme ich dir zu." Gut, in ihrer Heimat - der Region, dem Gebiet ihres Vaters, da war es ganz anders gewesen. Sicherlich hatte es dort Sklavenhändler gegeben, doch nicht etwa mit den Menschen aus dem Dorf am Fuße der Burg. Diese Menschen hatten den Schutz des Grafen genossen, solange er ihn nicht verraten hatte. Wenn doch - wurde er schlicht und ergreifend gepfählt. Nicht umsonst hatte der Graf den beinahe "der Pfähler" erhalten. Ein Mann, mit dm man sich besser nicht anzulegen gedachte, genau so wenig wohl wie mit Basilius. Seine Worte waren leise gesprochen, die Art wie er sich ihr entgegen beugte, ließ keinen Deut für Spekulationen. Eine offene Drohung war es, die er dem Mädchen in weiß gegenüber aussprach, doch war sie nicht dumm. Sie verstand, warum er das sagte und würde nun nicht gleich ausflippen. Lediglich ein Lächeln legte sich auf die Lippen, neigte sich das Haupt ein wenig zur Seite um den Herren voller Unschuld in den dunklen Augen anblicken zu können. "Glaubst du, ich wäre dazu fähig?" Eine glatte Lüge! Doch das würde er zu durchschauen wissen, genau so wie er durchschauen würde, dass sie seine Worte sehr wohl sehr ernst nahm. Mit solcherlei Dingen war nicht zu spaßen, das wusste Dannika. Doch wenn Basilius ihr keinen Grund gab ihn zu verraten, würde sie es auch nicht tun. "Wie lange gedenkst du hier in Eranya zu bleiben?" Eine Frage, die das Mädchen tatsächlich interessierte, schließlich konnte sein Kontakt auch für sie ein einfacheres Leben bedeuten. Es war so schwer Personal zu finden, welches den Mund hielt. Und wenn es einmal nicht den Mund hielt, musste es verschwinden. Ganz einfach. Doch noch ehe sie ihm diese Frage stellen konnte, wurde die gerade angekommene Magd seltsam blass. Blass, wegen der ausgesprochenen Worte Basilius, weshalb Dannika aus Reflex zutrat. Leid tat ihr das überhaupt nicht. Er war selbst schuld! Da war es fast schon ein befriedigendes Geräusch, wie der erste Laut seines Aufschreis über die Lippen perlte, ehe er Herr jener wurde und sie verschloss. Ja, man konnte sogar meinen, ein dezentes, wirklich dezentes, garstiges Lächeln auf ihren Lippen zu erkennen, ehe die Empörung über seine Worte Überhand nahm. "So etwas kannst du nicht von dir geben! Weißt du eigentlich, was mir das Ärger einbringen kann?" Es gab Leute, J ä g e r, die auf solche Sätze achteten, und wenn das Mädchen ihnen jetzt noch nicht aufgefallen war, dann waren sie einfach nur Blind. Schließlich musste bei ihrem Aussehen nicht sofort von einer Strigoi ausgegangen werden. Sie konnte genau so gut ein Dämon oder weiß der Geier was sein, aber jetzt! Himmel, er machte ihr das Leben heute nicht leichter. Dennoch schien er sich ernsthaft weh getan zu haben, auch wenn Dannika der Meinung war, dass sie gar nicht so fest zu getreten hatte. "Tut es weh?" Ja, die Frage war ernst gemein, denn ein wenig reuevoll konnte auch eine kleine Draculina sein. So fest hatte sie gewiss nicht zu getreten, oder doch? "Und wenn doch?" Ja, was wenn sie es doch noch einmal wagte? Nun war sie es, die sich vorbeugte, die Ellbogen auf die Tischplatte stemmte, um die Finger einander zu verflechten, nur um das Kinn auf jenen aufzustützen. So kam sie dem Herren deutlich näher, der seine Bestellung bereits geäußert hatte und das Metglas nun vor sich fand. Einen Moment lang blickte sie ihn an, herausfordernd und frech zugleich. Ja was, was wenn sie das noch einmal tun würde hm? Seine weiteren Fragen und Worte ließ sie erst einmal unbeantwortet, viel mehr interessierte sie, was er tun würde, wenn sie noch einmal zutrat. Weinen?
[23:00] Basilius der Händler || Was für eine Vorstellung, wie sollte das den gehen? Welcher Mann vergisst schon eine hübsche, scheinbar, junge Frau die am gleichen Tisch mit ihm sitzt? Gut vielleicht einer bei dem die Pole falsch liegen. Doch jedem anderen Mann, wird das nicht so schnell gelingen. Selbst wenn er es versuchen würde, was Basil ja nicht einmal tut. Nein er will eben einfach nur sichergehen, will schauen was hier für Menschen verkehren und ja, auch schauen ob sich ein erneuter Besuch auch Beruflich lohnen könnte. Gerad am Hafen, naja das hatten wir ja schon. Hafen und Geschäfte, das passt eben immer. Ihre Zustimmung ist so ein Moment, in dem er sie nicht aus den Augen lässt, in dem sein Blick ganz auf ihr ruht und sich die Stirn dabei überlegend kräuselt. Ja seine Gedanken gehen ähnliche Windungen wie ihre. Auch sie könnte bald zu seinem Abnehmerkreis gehören, beklagen wird er sich nicht, ganz im Gegenteil. Nicken, mehr tut er zu diesem Thema nun jedoch nicht mehr, es gibt ja auch eigentlich nicht viel dazu zu sagen, außer das ganze endet in einer Diskussion über Gesetze, doch für eine Diskussion braucht es zwei Meinungen, eigentlich fällt also auch das raus.
Noch immer vorgebeugt, erwidert er ihre Geste mit einem schmalen lächeln. Nein, er traut es ihr tatsächlich nicht zu, nicht weil er ihr nichts Schlechtes zutraut, eigentlich mehr, weil er ihr keine so Gesetzestreue Handlung zutraut. Nicht mehr, nicht nach dem, wie dieses Gespräch bisher verlaufen ist. „Ich trau dir inzwischen vieles zu meine liebe“. Sagt er, während er sich wieder nach hinten lehnt und sich in der gleichen Bewegung, mit der Hand einmal durchs kurze Haar streicht. „Das? Nein.“ De Erklärung warum lässt er weg „Erwähnt werden musste es dennoch“ weil Vorsicht besser als Nachsicht ist und man sich mit so etwas immer den Satz: Ich hab es dir ja gesagt, sichert. Etwas Kindisch vielleicht, doch er hat ja auch nie behauptet immer vollkommen ernst zu sein. Ja er kann, es gibt Situationen wie gerade. Doch die meiste zeit gibt er sich umgänglich. „Das weiß ich noch nicht“ ein Hauch von Überraschung liegt in seiner Stimme, das sie sich darum schweren würde, das hatte er bis jetzt nicht gedacht. „So lang, bis der Posten hier auf sicheren Füßen steht und ich ihn stellvertretend abgeben kann“. Ein weiterer Handelsposten in seinem Netz, so etwas aufbauen, das überlässt er keinem anderen. „Da es hier bereits einen Markt gibt, könnte es dauern. “ Genau den will er schließlich ausstechen oder übernehmen. Beides wäre ihm recht.
Was für ein Sprung, ja die Magd kam, der tritt und seine kleine Schmerzkundgebung. Ganz unbemerkt ist das nicht geblieben, jetzt schauen vom Nachbartisch Leute zu ihnen und vermutlich belächeln sie den Kerl, welcher sich von dem kleinen Weib hat verletzen lassen. Er würd es an ihrer Stelle ja nicht anders machen. Ihre Erklärung führt vorerst nur zu einem weiteren Geräusch, einem schnaufen ob der Worte. „Du bist paranoid, nur wer eh wusste was du bist, wäre darauf gekommen“ ja das glaubt er. „Ich hab gesagt du hast getrunken, nicht“ und nun wird seine Stimme wieder leiser, so das auch sie es nicht hören könnte, wären da nicht die Vampir Fähigkeiten. „das du an meinem Hals hingst und Blut gesaugt hast“ . Ja d a n n hätte er ihre Reaktion sogar verstanden. Miststück, was für ein Biest, genau und nun tut sie auch noch so, als würde es sie kümmern. Schon recht, das kauft er ihr nicht ab! „Nein, tut es nicht!“ als würde er das nun zugeben, selbst wenn der Knochen abstehen würde, er würde sagen das es nicht eh tut. Schwäche zeigen? Nein! Vor einer Frau? Noch weniger, vor einem Handelspartner? Lieber beißt er sich selbst das Bein ab. Sein Standpunkt sollte klar sein. Weiter darauf eingehen? Nein! Er will einfach seinen Schnaps, die Magd soll sich beeilen. Bis dahin muss ein guter schluck vom Met genügen.
Dieses Weib! Noch ein brummen, deutlich tiefer als zuvor, während sie sich nun vor beugt. Ja, was genau macht er, wenn sie es noch einmal tut? Wirklich eine gute Frage, normalerweise reicht es, so etwas anzudrohen, er muss dann nicht weiter sprechen, er ist eben doch einen gewissen Respekt ihm gegenüber gewohnt. Man verscherzt es sich nicht mit Untergrundhändler, nicht mit Sklavenhändlern. Das könnte unter anderen Umständen schnell zu einer Verschiffung in andere Städte führen (Niemals in der gleichen Stadt! Viel zu auffällig). Blöd nur das er dieses Mädchen inzwischen eigentlich ganz gut leiden kann, warum auch immer, sie hat ihn gebissen. Dazu ist sie ne potenzielle Kundin und hey, die Rechnung gerad geht doch auf sie? „Dann“ und er tut es ihr gleich und lehnt sich wieder vor, näher zu ihr hin und legt den drohenden Unterton in seine Stimme. „Wirst du bei unserem nächsten Treffen weniger zu lachen haben. “ Ja nächstes weil, er hat halt seine Waffe, also seinen Wächter, gerad nicht dabei. Könnte man das drohen also bitte auf dann verschieben?
[23:01] ₪ Ja gut auch er ist nicht ganz blöd, es sich jetzt mit dem Mädchen verscherzen, das bringt am Ende auch nichts, deshalb lehnt er sich wieder zurück, schmunzelt wohl eben so frech wie sie und fügt noch an. „oder, und wahrscheinlicher. Heute eine lange Rechnung durch meine Schnapsbestellungen, bekommen“. Er müsste schließlich den doppelten schmerz betrinken, ganz logisch.
[23:20] Dannika Nadăș wusste ja nicht, was ihn so ablenken ließ. Vielleicht war es ja auch ganz einfach, weil er schlicht weg eine Partnerin hatte, oder vielleicht kein Interesse an Frauen? Hey, nur weil er ihr an die Wäsche hatte gehen wollen, ging das Mädchen noch längst nicht davon aus, dass sie so interessant war. Weshalb auch? Nun gut, sie hatte in der Gasse geahnt, was er mit ihr vorgehabt hatte, doch dazu hatte sie es ja schlicht weg nicht kommen lassen. Vielleicht fiel er ja auch über jedes weibliche Wesen her, und die kleine Rumänin musste sich auf sein Verhalten hin nichts einbilden? Ganz gleich wie hübsch sie doch sein mochte, Basilius schien aufmerksam die Umgebung zu studieren. Wachsam, der gute Mann, eine Eigenschaft die sie jetzt schon an ihm mochte. Und genau deswegen forderte man seine Aufmerksamkeit nicht heraus, wollte sie nicht um Biegen und Brechen auf sich wissen. Erst wenn er sich sicher war, dass hier nichts falsches im Raum geschah, konnte er sich ihr gern wieder zuwenden. Solange hatte Dannika Zeit in das Feuer zu seinem Rücken zu blicken. Etwas, was sie von Weitem wirklich gerne mochte, doch von Nahem war ihr dieses Teufelszeug wirklich suspekt. Lag vielleicht auch daran, dass Feuer fürchterlich weh tat und auch ganz schnell ihr Ende bedeuten konnte. Das wollte man nicht riskieren, niemals. Das Haupt wendete sich ein wenig um, wiegte sich von der einen zur anderen Seite hinüber, den Herren ihr gegenüber wieder ansehend. Er traute ihr einiges zu? Das war auch ganz gut so. Etwas, was das Mädchen fast ein bisschen verträumt lächeln ließ. Oh wenn er wüsste, aus welch grausamer Familie sie stammte, er würde ihr noch so einiges mehr zu trauen. Aber nein, sie war gut erzogen und außerdem hatte ihr Vater sie immer von all dem Übel fern halten wollen - und sie doch nicht daran gehindert hinzusehen wenn sie es denn wollte. "Ich weiß, es ist dein gutes Recht." Es wäre seltsam, hätte er jene Drohung nicht ausgesprochen. Dann wäre es ihm auch nicht wichtig, dass man ihn ernst nahm. "Mhm, du führst also deine Geschäfte durch andere Hände in anderen Städten? Ist das nicht sehr risikoreich?" Er hatte doch so nie die volle Kontrolle über seine Männer, und das Handelsgut. Wie konnte er sich da sicher sein, wer was verkaufte, für welchen Preis und ob er nicht etwas für sich behielt? Das schien ihr doch recht wage. Doch sie musste auch gestehen, dass sie mit dem Handel an sich wenig vertraut war. Sie kannte die Struktur nur wage, denn bisher war das Interesse nicht da gewesen mehr zu erfahren. Doch zunächst einmal musste man dem Herren eine Lektion erteilen, in Sachen Geschwätzigkeit. "S i e weiß es!" Dummkopf! Sie hoffte inständig, dass ihm das Bein fürchterlich weh tat, aber nicht schlimm verletzt war. Da konnte er schnaufen und brummen wie er wollte, der Tritt hatte gesessen - perfekt. "Ich rate dir auch ab, so etwas je laut zu erwähnen!" Eine offenkundige Drohung des Mädchens, so lieblich und süß ausgesprochen, dass man sie einfach nicht ernst nehmen wollte. Ein Spiel ihrerseits, ganz offensichtlich. Es tat nicht weh? Vielleicht sollte sie noch einmal nachtreten? Wieso überhaupt bestellte er sich dann einen Schnaps? Wenn es doch nicht weh tat, wieso dann der Laut des Schmerzes, und die kauernde Haltung? Herje, er war ein schlechter Lügner, doch ein wahrer Mann. Schwäche zugeben? Niemals. Imposant und witzig zugleich für das Mädchen, welches sich vorgebeugt hatte um ihm leise Worte zuzuflüstern. "Mhm, du und ich in einer dunklen Gasse?" Sie ging natürlich nicht davon aus, dass er unverschämt spielte und einen Helfer mitbrachte. Das wäre gegen die Regeln. Er konnte nicht einfach irgendeinen Bauern mitbringen und diesen die Drecksarbeit erledigen lassen.Die Magd kam zurück, kaum dass Basilius die Schnapsrechnung erwähnte, und noch ehe er hätte nach dem Glas greifen können, reckte sich Dannika. Die Finger wurden entknotet, griff die rechte nach dem Schnapsglas. "Bring uns ein weiteres Glas und eine Flasche gleich dazu." ja, den Befehlston hatte die kleine Adelsdame absolut drauf, ehe sie das Glas an die Lippen hob und den Kopf in den Nacken legte. Weit streckte sich der blasse Schwanenhals, wurde die helle Haut erst richtig klar erkennbar. Sie trank den Doppelten in einem Zug aus, ließ das Gläschen geräuschvoll auf dem Tisch aufkommen. Umhin kam sie nicht, sich zu schütteln. Auch wenn sie Alkohol trinken konnte, so war der Geschmack doch jedes Mal wieder gewöhnungsbedürftig. Gerade jetzt, wo das warme, frische Blut noch in ihren Adern pulsierte, war sie besonders empfänglich für Alkohol. Sonst würde es Stunden dauern, bis sie auch nur ansatzweise etwas spüren würde. "Ups, war das dein Glas?" Dunkle Augen funkelten ihn an, lächelte sie kurz ehe auch sie sich langsam zurücklehnte. "Um auf deine Frage zurück zu kommen.." begann sie dann auch schon: "Ich wohne allein, und ja mein Vater ist wie ich. Ich lebe nur dank ihm." Dass er nicht ihr richtiger, Bluts echter Vater war hatte sich >
[23:23] ₪ spätstens nach der Wandlung gefestigt. Ab diesem Zeitpunkt war er offiziell ihr Vater und ein Mistkerl. Aber das musste Basilius nicht wissen."Und du, hast du schon eine Bleibe hier?" Wenn er noch nicht lange hier war, war es schließlich auch möglich dass er in einer der Schenken oder einem Gästehaus schlief. Eine berechtigte Frage also. Die Schankmaid tauchte auf, stellte Flasche und Glas ab und schien heilfroh, dass die beiden Gäste nicht noch einmal etwas verlangten. Dannika reckte die Finger nach dem klaren Schnaps, umschloss die Flasche um Basil das Glas aufzufüllen. Er musste doch den Schmerz betäuben, nicht?
[00:10] Basilius der Händler ||Über diese Familie mussten sie sich unbedingt einmal unterhalten, vermutlich würde Basil wirklich sehr interessiert zuhören. Eine Familie mit der man es sich besser nicht verscherzt, auch das wüsste er dann. Zumindest nicht mit dem Vater, welcher wohl Einfluss und Kraft hat. Zwei Dinge die in Kombination, bei der anderen Seite, immer zur Vorsicht ermahnen. Vorsicht gutes Thema, eines das auch sie anspricht. Natürlich hat sie recht, ohne Frage, nur „Ich kann nicht an jedem Ort gleichzeitig sein. Ich bringe die Geschäfte ins laufen, ziehe die wichtigsten Kunden an Bord und bekomme Berichte. Ich reise spontan vorbei und sehe mir an wie alles läuft. “ Was er nie aussprechen würde, doch, wer ihn betrügt und das so geschickt macht, das er es nicht erfährt, der soll das halt tun. Wird er unvorsichtig riskiert er sein Leben, denn natürlich vertraut er niemandem blind, auch mit einigen Käufern steht er in regelmäßigem Kontakt. Alles in allem ist es so rentabler, als wenn er sich nur auf eine Stadt beschränkt. Nein ein Handelsnetz setzt eben auch Mitarbeiter voraus. „Je mehr Städte von mir… beliefert werden, umso größer ist auch mein Sortiment, umso zufriedener sind die Kunden. “ Noch eine kleine Randbemerkung, Erklärung zu dem ganzen, den natürlich sind die Käufer wichtig, ohne sie fällt jedes Geschäft und ein guter Händler ist sich dessen bewusst.
Die blöde Magd weiß Bescheid? Ja gut das hat er selbst auch bemerkt, genau deshalb hat er ja seinen Spruch gebracht. Aber wo ist das denn bitte seine schuld? „Wenn sie es eh wusste, dann konnte ich ihr ja nix verraten! “ also wirklich Mädchen, Kopf an. Sie hat dich bisher nicht verraten, dann macht sie es nicht wegen einem Kommentar, der vom Opfer kommt, das Gesund am Tisch sitzt! Frauen, alle gleich, selbst dieses Unschuldig tun, sogar die kleine Ena hat das schon drauf, von Teca will er da gar nicht erst anfangen und auch das Exemplar vor sich, das hat es lange Jahre geübt. „Auf die Dinge die nicht erwähnt gehören“. Kommentiert er das liebliche grinsen und schüttelt noch einmal den Kopf. Verdammtes Weib! Inzwischen sitzt er auch wieder gerade am Tisch, lässt die Hand von seinem Bein und streckt es nur kurz noch bevor er endgültig davon ab lässt. Wird schon! Eine dunkel Gasse, das Mädchen glaubt doch nicht, er würd sich da unter diesen Bedingungen, allein mit ihr treffen? Er ist sicher nicht lebensmüde, weder ausgebildeter Jäger noch Magisch begabt. Das muss er ihr aber nicht auf die Nase binden, Lügen versucht er allerdings auch meist zu vermeiden. Es ist gut, selbst in diesem Geschäft, einen Ruf von Ehrlichkeit zu haben. „Nur wenn du dann unten liegst“ Macht er also lieber wieder so eine Andeutung, als auszusprechen das er mit seiner Wache käme. Man muss eben darauf achten wann er antwortet und wann ausweicht, auch sollte man schauen ob seine Worte nicht einen doppelten Boden, eine andere Bedeutung haben, als Augenscheinlich zu erkennen.
Keine Freude gönnt man ihm hier, noch ehe die Finger beim Schnaps sind, hat das Mädchen ihn sich gegriffen und der Kerl kann nur ins leere greifen. S e i n Alkohol! Wie kann sie nur, ja auch das nachordern besänftigt ihn nicht augenblicklich, ein verärgerter Blick trifft sie dennoch. „Tatsächlich war das mein Glas! “ reagiert er. Der gute Alkohol, dabei kann er gerad wirklich den ein oder anderen kurzen gebrauchen. Egal es kommt gleich neues und solang das der Fall ist. Die Magd wird sich ja sicher beeilen. In der Zwischenzeit kann er dann den Anfängen der netten Familiengeschichte lauschen. Auch ein Vampir und nicht da. „Dann ist er sich wohl sicher, dass du auf dich achten kannst“. Würd er wohl auch unter den Umständen. „Ich wohne in einem Gasthaus, vorrübergehend. Eine angemessene Bleibe wird schon gesucht“ etwas das nur nicht von einem Tag auf den anderen geht, besonders da sie vorzöge haben sollte. Abgelegen, doch nicht so das es auffällt. Die Ware würde das Haus zwar nie betreten, nicht wenn alles gut läuft, doch zur not muss auch ein großer Keller vorhanden sein. Endlich, der gewünschte Alkohol landet wieder bei ihnen, ein zweites Glas hat die Magd mitgebracht und damit kann für beide eingegossen werden. Bevor sie nun wieder anfängt Spielchen zu spielen, obwohl er solchen nie abgeneigt ist, greift er nach seinem Glas und wenn ihres auch gefüllt ist, hebt er es an. Anstoßen gehört sich, ein worauf braucht man da doch nicht nochmal erwähnen? Auf die Dinge, die nicht ausgesprochen werden. Ganz einfach.
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Re: Begegnung und Blutdurst. Dannika und Basil

Beitragvon Dannika » 27. Apr 2016, 23:41

Verscherzen konnte man es sich schnell mit der Familie Nadăș. Sonderlich schwierig war das nicht. Hatte man die Tochter des Grafen nur ein einziges Mal falsch angesehen oder gar ihr seltsame Aufmachungen entgegen gebracht, konnte man sich des Zorns eines überfürsorglichen Ziehvaters sicher sein. Auch wenn er nie der leibliche Vater Dannikas gewesen war, so war er doch für sie der einzige Halt, die einzige Konstante in ihrem Leben gewesen. Bis eben in jene Nacht hinein, in welcher er einfach verschwunden war. Ganz überwunden hatte das Mädchen diese Situation nicht, doch sie gab sich Mühe, nicht allzu verletzt auszusehen, oder auch zu klingen wenn sie von ihm sprach. Er war gegangen, hatte sie auf die Lebens- oder Todesprobe gestellt, und sie hatte diese mit Bravour gemeistert. Auch wenn er nicht hier war, so konnte sie sich seines Stolzes sicher sein. Stolz darauf sein zu können die einzige Nachfolgerin seines Blutes zu sein. Dieses Privileg würde sie nicht teilen. Jede weitere Schöpfung würde sie finden und töten. Ein simples Prinzip, dessen sie sich immer treu bleiben würde. Niemand konnte die Lücke zwischen ihnen füllen, die er mit seinem Verschwinden gerissen hatte. Doch bisher hatte sie derlei Verbindung nicht verspürt, weshalb sie auch nicht von weiteren Schöpfungen ausging. Dennoch, vielleicht würde Basilius irgendwann einmal in den Genuss kommen ihren Vater und Schöpfer kennen zu lernen. Solange musste er sich gedulden, wie auch bei dem Schnaps, den die Magd bringen sollte. Der Pub war voll und die Dame hatte einiges zu tun, er musste also warten. „Gewiss, es mag dein Sortiment erweitern, doch der Misstraue wäre für mich ein großer Punkt. Ich hoffe, deine Mitarbeiter wissen deine Gunst zu schätzen.“ Wenn nicht, musste er sich jener eben entledigen. Da stimmte sie absolut mit ihm überein. Mitarbeiter oder Bedienstete zu beschäftigen, welchen man nicht trauen konnte, das kam überhaupt nicht in die Tüte. Entweder sie gehorchten bedingungslos, oder sie mussten fort geschafft werden. Eine andere Option gab es nicht. Genau so wenig wie bei der Tatsache, dass er gerade von Dingen sprach, die er besser nicht laut auszusprechen hatte. Wie konnte er die Magd nur so ängstigen? Gut, er konnte den Herzschlag ihrer sicher nicht hören, doch Dannika hatte das Hopsen in den Schlägen mehr als nur deutlich war genommen. So ein Dummkopf! Da tat es ihr wirklich nicht leid, dass er sich so weh getan hatte und genau deswegen wurde ihm auch der Schnaps sofort verweigert. Kaum, dass er auf dem Tisch stand, war er auch schon in den Fingern des Mädchens gelandet, kippte sie sich die klare Flüssigkeit hinein in die unschuldige Seele. Brr! Was ein Zeug. Das Gläschen wurde auf dem Tisch abgestellt, schüttelte sie sich ein wenig ob der Bitterkeit. „Ich weiß, schmecken tat er wirklich nicht. Das konnte ich dir nicht zumuten.“ Eine glatte Lüge, doch sie passte so gut ins Bild. Außerdem, was betrübte ihn? Sie würde die Rechnung für den Schnaps und alles Weitere sowieso übernehmen, schließlich hatte sie ihn eingeladen. Genau deswegen wurde auch ein weiteres Glas und gleich eine Flasche von dem Zeug geordert. Vielleicht hätte sie ja etwas Süßeres bestellen sollen, doch dafür war es nun tatsächlich zu spät. Nun gut. Konnte sie wirklich auf sich Acht geben? „Ich gebe mir aller grüßte Mühe.“ Und wenn nicht, räumte sie diejenigen einfach aus dem Wege, die ihr jenen versperrten. Ein ziemlich einfaches und grausames Prinzip. „Einem Gasthaus?“ Nun gut, wenn er noch nicht lang in Eranya war, wie sollte er auch schon ein Anwesen bezogen haben? Doch ein Gasthaus barg nicht immer nur positive Seiten, das hatte sie selbst sehr schnell gelernt. „In welchem Gasthaus bist du untergekommen? Der geköpfte Eber soll einen guten Ruf haben, und er wurde erst Grund saniert.“ Bei der Explosion des Eberkopfes war sie hautnah dabei gewesen. Die Brandnarben waren noch jetzt nicht vollkommen verheilt, doch auf dem Rücken, unter dem Kleide waren sie nicht zu sehen. Wer auch wollte gebräunte Haut, zu unschönen Narben verzogen, sehen? Einige Monate noch, und es wäre komplett verschwunden. Genau so, wie die kürzlich erlittenen Kratzer in ihrem Gesicht, die selbst ein geschultes Auge nicht mehr erkennen würde. „Ich weiß, dass in der Nähe meines Anwesens noch ein oder zwei Häuser frei stehen, schau dir doch diese einmal an. Sie liegen recht ruhig.“ Sicherlich etwas, was er zu bevorzugen wusste. Dannika zumindest würde es nicht anders haben wollen. „Dann könntest du mich ja auch einmal besuchen, wenn du magst.“ Lieber fügte man das noch an, nicht dass es einem Befehl glitt. Tatsächlich würde sie sich sehr darüber freuen, doch wie lange sie hier bleiben würde, war nicht sicher. Sie vermisste den Wolf, auch wenn sie noch immer nicht wusste woran sie bei ihm war. Das aufgefüllte Gläschen wurde angehoben, prostete sie Basil zu, ehe sie den Inhalt leerte. Ekeliges Zeug, aber es wärmte die Kehle und den Leib. Hoffentlich schlug er nicht an, betrinken wollte sie sich nämlich gewiss nicht. „Erzähl mir von dir..“ Sie war neugierig, wollte mehr über ihn erfahren. Doch wie viel er preisgeben wollte, lag ganz an ihm.
Dannika
 

Re: Begegnung und Blutdurst. Dannika und Basil

Beitragvon Kilian » 28. Apr 2016, 00:26

Da kann man ja wirklich sagen, der Händler hat da nochmal Glück gehabt. Nicht nur das die Berührungen an dem Weib bisher ohne Konsequenzen waren, auch der Vater war nicht hier, um eifersüchtig über sein Goldstück zu wachen. Was ihn vor einigen Jahren, in einer anderen Stadt das Leben gekostet hätte, das war jetzt nicht viel mehr, als eine kleine Spielerei. Gut nein, man hätte versucht ihm dafür das Leben zu nehmen. Man muss ja auch immer die weiteren Verstrickungen beachten, wer weiß also wie genau es gekommen wäre? Wie das nun genau mit ihrem Vater ist, das sieht der Händler der Vampirin noch nicht an, spürt nichts von der inneren Zerrissenheit wenn es um dieses Thema geht, er kann sich allerdings auch schwer in diese Lage versetzen, die Vorstellung, behütet worden zu sein und dann plötzlich auf sich alleingestellt, da zu stehen. Nach ihrem genauen alter hat der Mann noch nicht gefragt, er geht nicht von jungen 19 Jahren aus, vielleicht um die 200? Was weiße er schon von dieser Art der Magie? Aussehen täuscht da nur zu leicht. Beim Thema geschäftliches bleiben sie und ihre Worte lassen ihn einen Moment nachdenken, bevor er dann nickt. „Das sollten sie wohl“ wird ihren Worten zugestimmt und dann, begleitet von einem kurzen schmunzeln, zuckt er mit den Schultern. „und wenn nicht, dann lernen sie zwar nicht mehr, etwas wert zu schätzen, doch sie lernen, etwas zu bereuen“ dafür kann er schon sorgen, nein er tut es nicht gern, er ist kein von Natur aus grausamer Mensch, aber er ist jemand der tut, was eben nötig ist und das, ohne groß zu bereuen. Wäre dem nicht so, sein Leben sähe heute lang nicht so aus, wie es das momentan tut. Etwas das sie vielleicht nicht aus erster Hand nachempfinden kann, ganz gewiss aber ihr Vater. Möglichst unauffällig, drückt er mit dem Fuß etwas auf den Boden, tarnt das in einem kleinen zu Recht rutschen auf dem Stuhl, und will dabei schauen, ob es den schmerzt, wenn er sein Bein belastet. Ja das tut es, nicht unerträglich, dennoch unangenehm. Die kleine Hexe hat wirklich gut getroffen und vermutlich, ohne es so genau zu beabsichtigen. Oder hatte sie es genau so geplant? Ihr Spielchen spielt sie zumindest weiter, vergreift sich an seinem schutzlosen Alkohol und besitzt dann auch noch die Dreistigkeit, das zu kommentieren.“ Ich bin sicher, hätte ich einmal kosten können, das Urteil wäre anders ausgefallen, als deines“. Ihm mundet solch harter Alkohol, das ein Mädchen wie sie das nicht verträgt, das hätte er ihr auch gleich sagen können. Schon widersprüchlich wie er sie einerseits, schon schrecklich alt einschätzt, und sie andererseits doch, als das junge Ding wahrnimmt. Es fällt seinem Menschlichen Verstand einfach schwer, dem Umstand der Unsterblichkeit, bei jedem seiner Gedanken mit ein zu beziehen. `n
Das jetzt ist wieder so ein Moment, da sieht er nur das zerbrechliche Püppchen, nicht die Vampirin. Sie versucht auf sich acht zu geben, diese Worte klingen auf eine Art unschuldig, die nichts Schlechtes dahinter vermuten lassen. Selbst wenn er ja eigentlich bereits weiß, das sie zu so etwas durchaus in der Lage wäre. „Da bin ich mir sicher“ nichts Sagen liegt einfach nicht in der Natur des Händlers, selbst wenn das Thema nur kurz bleibt. „Vorrübergehend, ja. Ich so war der Name. Es liegt recht Zentral in der Stadt und bietet genug Platz für mich und die Bediensteten“. Etwas das er sich angewöhnt hat, welchen begriff er nun verwendet, das war je letztlich auch egal. Der Umschwung ist übrigens wirklich interessant, vom.. `iNicht anfassen!`i zum `iDa bei mir sind noch Häuser frei`i. „Ach sind sie das?“ fragt er nach, auch wenn er sie doch genau verstanden hat, wieder beugt er sich vor, dieses mal wird der Kopf aber auf die ineinander verschränkten Handflächen gelegt, während die Ellbogen auf dem Tisch aufgestützt sind. An der Geste ist also nichts drohendes, in seinem Gesicht wird man nur etwas Belustigung erkennen können. „Vielleicht werde ich mich dort einmal umschauen, wer kann schon wiederstehen, wenn eine hübsche junge Frau, einen in ihrer Nähe wissen möchte?“Sich das so hin zu drehen, ist wieder eine Kunst für sich, das sie ihn dann auch noch zu sich einlädt, dass unterstützt ihn in seinen Worten ja nur. „Die Einladung nehm ich gern an und gebe sie natürlich zurück. Das wird allerdings noch warten müssen, bis auch alles vorzeigbar ist“ denn selbst wenn so ein Haus gekauft ist, kann man es nicht gleich freigeben. E n d l i c h, da kommt die Bedienung wieder. Das Weib mit dem Schnaps und der gläsern. Es dauert nicht lang und sie beiden halten, je ein Glas in der Hand und können damit anstoßen. Sie will sich nicht betrinken, er hat es auch nicht vor, nur das Bein sollte etwas betäubt werden, doch er wird es stehts unterlassen, soviel zu Trinken, das sein verstand nicht mehr arbeitet. „Was willst du den hören?“ das Glas steht wieder auf dem Tisch, er sitzt und stützt sich nicht ab, sondern lehnt mit dem Rücken, gegen die Stuhllehne. „in 29 Jahren ist einiges passiert, ich habe einige Länder gesehen, verschiedene Städte und die unterschiedlichsten Menschen. Einmal, es ist noch gar nicht so lange her. Da mussten wir durch ein Gebiet, in dem selbst im Sommer noch Schnee lag. Ich habe einiges an Investition dabei verloren, doch letztlich war es ein lohnendes Abenteuer“. Natürlich könnte er auch ganz andere Dinge erzählen, persönlicheres, doch nein, er ist niemand, der gleich am ersten Abend die geheimsten dinge von sich Preis gibt. Lieber sind ihm da Geschichte, die spannend klingen, vielleicht unterhalten und somit, von Tiefgehenderen Fragen ablenken und dennoch soweit ehrlich sein, dass es nicht gleich auffällt, welche Themen er auszulassen gedenkt. „Dabei dachte ich eigentlich, das die Kälte mir vertraut ist, das Land aus dem ich stamme, liegt weit im Osten von hier aus gesehen. Hat einen Namen, der hier wohl kaum bekannt sein dürfte.“ Und wenn doch, dann meist unter anderen Namen, als die Städte und Länder sich selbst nennen. Das zweite Glas wird ihr und ihm eingeschenkt, dieses mal ist Basil es der die Flasche zur Hand nimmt. „Wie ist es bei dir? Ich bin sicher, auch da gibt es einiges interessantes zu hören?“ was sie nun auch zum reden animieren soll. Nicht nur er spricht hier von sich, sie darf das sehr gern, auch tun.
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Re: Begegnung und Blutdurst. Dannika und Basil

Beitragvon Kilian » 13. Mai 2016, 12:30

[15:14] ₪ Tatsächlich konnte er doch von Glück sprechen, dass er diesen Abend überhaupt noch erleben durfte. Nur, weil das Mädchen in einem goldenen, mit Eis bedeckten Käfig aufgewachsen war, musste es schließlich nicht heißen, dass sie ihrem Vater in Grausamkeit etwas nachstand. Nun gut, sie war vielleicht nicht ganz so schlimm, aber vererbt bekommen hatte sie doch einiges. Welches Kind hatte auch schon in Zwergenalter einer Hinrichtung beigewohnt? Ja, das ganze war heimlich gewesen, zumindest hatte Dannika das einige Zeit geglaubt. Irgendwann war ihr aber bewusst geworden, dass dieses ganze Versteckspiel nicht funktionierte - Er fand sie immer und überall. So hatte er sie wohl wissentlich zusehen lassen, wollte ich das Gezeter nicht anhören, wenn er sie von diesen Schauplätzen hatte wegzerren wollen. Je früher sie sich an den Gedanke der Grausamkeit hatte gewöhnen können, desto weniger musste er sich unter einer Maske verstecken, die er nur ihr zu liebe trug. Doch nichts, wirklich nichts hatte sie einschüchtern können. In keinem einzigen Moment hatte sie ihren dunklen Engel verachtet, nicht einmal einen Vorwurf gemacht. Sie hatte es akzeptiert, und schnell als vollkommen normal angesehen. Ob es Basil in seinem Leben ähnlich ergangen war, konnte sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, was sie jedoch mit Gewissheit sagen konnte, er imponierte ihr. So viel war er schon durch die Welt gereist, hatte so viele Dinge gesehen und führte nebenher noch ein Geschäft, über viele Städte verbunden und er schien tatsächlich die Oberhand an all dem zu haben. "Ich wäre auch so gern einmal gereist." Doch bisher war sie einfach nicht viel herum gekommen. Die Einstellung der Suche nach ihrem Vater hatte sie ausgebremst. Seit her fehlte ihr der Elan sich weitere Städte anzusehen. Gut, es gab da eine recht große Handelsstadt, doch diese wenigen Tagesmärsche nahm sie schlicht weg auf sich, um sich mit Diego zu treffen. Doch irgendwie bereitete ihr der Gedanke an den Wolf Bauchschmerzen. Sie vermisste ihn, auch wenn sie das nicht in Worte zu fassen wusste, so fühlte sie es doch. Es war seltsam wieder so weit weg zu sein. Einige Tage wollte sie nun eigentlich nur hier bleiben, doch gerade war sie sich ziemlich unsicher ob sie nicht vielleicht einen Ort als Heimat aussuchen sollte. Es fiel ihr oft sehr schwer den einen Punkt zu verlassen, um an einem anderen Punkt anzuknüpfen. Gerne wollte sie in der Nähe des Wolfes bleiben, doch auch hier hatte sie den ein oder anderen Kontakt geknüpft, den sie recht gern mochte. Es war so seltsam. Bisher hatte sie weder Freunde, noch irgendeine andere Art von Beziehung zu anderen Menschen oder Wölfen oder auch Magiern geführt. Nie hatte sich Jemand mit ihr unterhalten, denn in der Heimat war sie unantastbar gewesen. Dieses Gefühl Jemanden kennenzulernen und mehr über ihn zu erfahren, das war wirklich spannend. Sie musste Diego unbedingt von Basilius erzählen, sicherlich würden die Männer einander Humor sehr gut verstehen. Zumindest besser wie Dannika den Seinen und er den ihrigen. Das Schapsglas war fix geleert worden, noch ehe er die Finger nach diesem hätte ausstrecken können. Verschmitzten Lächelns tischte sie ihm jene Lüge auf, ehe sie eine weitere Flasche bestellte. Er sollte sich nicht so haben, so schlimm war das doch nun gar nicht. Sein Bein würde heilen, mit oder ohne Schnaps. Die Art und Weise, wie sie die Bitterkeit verdrängte, war aber absolut menschlich, schüttelte es sie gewaltig. Igit, das Zeug war nichts für sie! Und dennoch hatte sie eine weitere Flasche bestellt. Naja, sie musste ja nicht ständig mit trinken. Ein Nicken folgte, kaum dass sie sich wieder zusammen gerissen hatte. Der geköpfte Eber. Keine schlechte Wahl. "In Aussicht hast du noch nicht viel hm?" Dannika hatte ja Gott sei dank nicht suchen müssen, sondern einfach nur die Papier des Anwesens gebraucht um als rechtmäßige Eigentümerin eingetragen zu werden. "Nun ja, so..." war das nicht gemeint? Egal, sie konnte sowieso sagen was sie wollte, das würde er nun eh nicht akzeptieren. Also ließ sie ihn schlicht weg in dem Glaube, der ja vielleicht auch gar nicht mal so falsch war. Warum nicht Jemanden in der Nähe wissen, dem man eine gewisse Sympathie entgegen brachte, und welcher einen Selbst nicht gleich als Monstrum betrachtete? Ja, er konnte ganz sicher gern in ihrer Nähe ein Häuschen finden. Außerdem war es witzig zu sehen,wie er ihre Geste kopierte und sie anlächelte. Ja, irgendwie mochte sie den Kerl schon jetzt. Auch wenn der zweite Schnaps für sie folgte, und sich das Mädchen erneut schütteln musste. Grässliches Zeug! Neunundzwanzig... Mhm das passte so ungefähr mit dem Überein, was sie sich vorzustellen geglaubt hatte. Ein Mann, aber eben doch irgendwo auch ein charmanter Bub. Dass er gerade von einem Ort sprach, an welchem sogar im Sommer noch Schnee lag, ließ sie schmunzeln. Dannika kannte es nicht anders. Zwar hatte im Sommer die Sonne geschienen, und die Temperaturen waren ein wenig über die
[15:21] ₪ zweistelligen Minusgrade geklettert, doch Schnee hatte immer gelegen. "In meiner Heimat lag das ganze Jahr Schnee, immer." wurde es deswegen dann auch schon kommentiert. Sie liebte den Schnee und die Kälte, der Sommer hier in Eranya machte sie ganz nervös, und ließ sie deutlich schlechter schlafen. "Aus welcher Region kommst du?" Eine Frage, die nur berechtigt war, denn auch er schien mit der Kälte vertraut zu sein. Ob es wohl noch mehr Länder wie ihre Heimat gab, in welchen der Schnee regierte? Ohne zu Murren beobachtete sie Basil dabei, wie er die Gläschen erneut mit dem bitteren Zeug füllte, ehe sie den Blick anhob um ihn anzusehen. "Tatsächlich habe ich noch nicht so viele Jahre erlebt wie du auf Erden. Ich reiche gerade an die Zwanzig Winter heran. Wenig bin ich umher gekommen, eigentlich kam ich relativ fix nach Eranya. Doch da bei Nacht die Meere alle gleich ausschauen, ist das Reisen für mich nicht interessant." Die Welt lebte für sie in schwarz-, grau und weiß Tönen. Je nachdem wohin sie kam, gab es gewiss so seine Eigenarten, doch alles in allem sah die Welt sehr eintönig aus. Beschweren würde sie sich darüber jedoch keinen Moment lang, denn dieses Leben war das, was sie sich immer schön gewünscht hatte. "Mein Vater zog mich allein groß, Geschwister oder eine Mutter habe ich nicht gehabt." Die Mutter schon, doch diese lebte lange schon nicht mehr. "Ich wohne, wie schon erwähnt, im Westviertel mit einigen Angestellten und meiner Katze. Viel spektakuläres gibt es nicht zu erzählen." Zumindest nichts, was ihr in diesem Moment einfiel, oder aber was an diesen Tisch gehören würde. Sie konnte ihm mehr von ihrem Vater erzählen, doch ob er hier bekannt war, da war sie sich nicht sicher. In ihrer Heimat kannte ihn Jeder, und allein sein Name hatte Angst und Furcht ausgelöst. Immer wieder witzig, die Menschen so zu erschrecken.
[21:06] Basilius der Händler || Eigentlich spricht doch gerad der Eisbedeckte Käfig für die Grausamkeit, eine sanftmütige Art kann man kaum erwarten, von einem Menschen, gut nein mittlerweile Vampires, der so aufgewachsen ist. Übrigens wäre all das wirklich interessant zu hören, das sie glaubt, nicht wirklich viel interessantes berichten zu können, spricht für eine seltsame Wahrnehmung. Doch sowas ähnliches hat man sich ja schon denken können. Überhaupt, wer ist schon Normal und was für schreckliche Dinge muss man erlebt haben um normal zu sein? „ Warum tust du es nicht?“ Eine simple Frage die ihre Daseinsberechtigung hat. Es ist ja nicht so, als würden ihr die Möglichkeiten fehlen oder die Grundlage, sie ist eine junge Unsterbliche, die man kann wirklich sagen das ihr die Welt offen steht. „ Eine Reise durch das Land, die nahen und entfernten Städte. Vielleicht auch durch die ganze bekannte Welt.“ Nicht das er sie los werden möchte, doch warum soll man das Mädchen nicht etwas ermutigen? Bei einer Unsterblichen sind die Worte bald und gleich´i nicht unbedingt ganz so eilig zu sehen. „Wenn du es nie tust, wirst du es bereuen “, wobei ja, auch da bleibt eben doch eine gute Zeitspanne.
Natürlich hat sie es anders gemeint, das weiß ja auch der Händler, doch selbst wenn sie ihn nun verbessern würde, da hat sie schon recht, würde er nicht zugeben, das ihm das bewusst ist. Ganz anders, er würde behaupten sie versucht sich heraus zu reden. Natürlich alles auf eine neckische Art, ganz zu ernst sollte man sich, bei solchen Gesprächen, dann eben doch nicht nehmen. Nicht wenn die Richtung des ganzen, dorthin geht, wo man es jetzt beobachten kann. „ Soviel Zeit hatte ich bisher noch nicht, das Geschäft und die Räumlichkeiten dafür, die hatten Vorrang“ eine Lagerhalle in Hafennähe hat er schon, mit Kellergeschoss. Nichts wo er hinziehen würde, doch so, das die Arbeit anlaufen kann. „ Doch jetzt weiß ich ja, wo ich suchen kann und schauen. Die Besitzer werden sich sicher auch schnell auftreiben lassen und wenn sich die Häuser, in Besitz der Stadt befinden, dann macht es das ganze noch leichter “. Ja, an sich kann er froh sein, dass sie so etwas angesprochen hat. Basil würde sonst noch Wochen in dem Gasthaus wohnen, er ist weit schlimmeres gewohnt, noch immer sind ein Zimmer, ein Bett und gutes Essen Luxus für ihn. Natürlich zeigt er das nicht nach außen, es würde auch komisch wirken, wenn ein Sklavenhändler zu genügsame züge zeigt. Damit hat es ja auch eigentlich nichts zutun, es ist nur die Gewohnheit, gut 17 Jahre in gefangenschafft stehen eben nur 7 Jahren in Freiheit gegenüber. So kann das ganze jetzt deutlich beschleunigt werden, vielleicht kann er schon in einigen Tagen das Haus sein eigen nennen und in wenigen Wochen, da Haus auch bezogen haben. Wobei zu groß sollte es tatsächlich nicht sein, das würde wieder auffallen, denn er bemüht sich ja um den Eindruck von Gutbürgerlichkeit. Nicht zu viel, nicht zu wenig, genau das Raster, bei dem man durchrutscht. Wer zu Arm ist steht in Verdacht, kriminell zu sein weil er mehr will, wer reich ist, steht in Verdacht kriminell zu sein, weil er zu viel hat.
Grinsend betrachtet er seine gegenüber, während sie schüttelnd vom guten Schnaps trinkt. Da! Schon wieder eine dieser Gesten, nun er fängt bald an zu zählen, wann man das Monster und wann man das Mädchen erkennt. „ Das klingt ungemütlich, das ganze Jahr über Schnee. Immer, oder konnte nur das ganze Jahr über Schnee fallen?“ das ist ja ein Unterschied, das eine bedeutet eine schneebedeckte Landschaft, das andere heißt einfach nur, die Gegend ist eben weit Kälter als die Gegend um Eranya. Die Frage nach seiner Herkunft, die passt da gut hinein, wenn er auch nicht direkt antworten kann. „Das ist nicht so einfach, ich komme aus der Östlichen Ecke des Kontinentes. Die Geburtsstadt kann ich nicht benennen und in den darauffolgenden Jahren habe ich häufig die Stadt gewechselt “. So ist das eben, wenn man von einem Herren zum nächsten gereicht wird, so geht es eben manchen. Der Blick liegt auf dem nächsten schluck Schnaps welcher noch im Glas steht. Ob sie durch seine Worte schon ahnt warum? Nun selbst wenn, in der Heimat ist die Geschichte ein fester Teil seines Rufes, wenn sie also ihre Schlüsse zieht, wird ihn das nicht weiter kümmern. Der nächste Schnaps wird den Rachen hinunter gekippt und damit das leere Glas auf den Tisch zurück gestellt. „ 20?“ ja das überrascht ihn, es ist nur ein kurzes einwerfen, bevor er sie weiter reden lässt. „Ich dachte, du wärst gern einmal gereist, warum nun nicht mehr? Selbst bei Nacht unterscheiden sich die Länder, die Menschen voneinander. Gerad wenn du aus einem kalten Land kommst, musst du doch wissen, das manche Nächte, durch den Schnee, so hell sind, wie andere Länder bei Tag. Andere sind voll mit Sand, in dieser anderen gibt es Blumen die selbst bei Nacht blühen“ Der Rest ist wieder Interesssant, doch nichts um noch groß etwas dazu zu sagen.
[21:07] ₪ Geschwister Familie. Tatsächlich hat er Leute, die nach seinen Verwandten suchen, herausfinden sollen, was mit ihnen geschehen ist. Denn an sich, haben sie das gleiche Schicksal geteilt, wie auch er. Das zumindest vermutet der Händler. „ Das mit deiner Mutter tut mir leid, doch wenn dein Vater sich gut um dich gekümmert hat, dann soll so etwas ja auch genügen.“ Da ist seine Meinung wirklich ziemlich pragmatisch. Doch er hatte es eben, nur bis zu seinem 5 Lebensjahre, überhaupt. Da wird man vielleicht etwas abgestumpft.
[10:35] Dannika Nadăș hatte gewiss eine recht verdrehte und seltsame Wahrnehmung. Für sie war ihre Kindheit etwas vollkommen Normales gewesen, und daran gab es für sie auch nichts zu rütteln. Die Welt außerhalb der Burg und des Dorfes waren ihr fremd gewesen. Wieso hätte sie sich je in eine solch gefährliche Lage begeben sollen, wenn sie doch Zuhause immer alles gehabt hatte, was sie zum Leben brauchte? Gewiss, Freunde waren etwas gewesen was sie nie gehabt hatte, jedoch hatte sie auch nie das Verlangen nach solchen verspürt. Ihr Vater hatte sich um alles gekümmert. Sie hatte Lehrer in allen erdenklichen Fächern gehabt, sodass sie weit gebildeter war als ein anderes adliges Kind in ihrer Heimat. Was sie jedoch in keinem Moment beigebracht bekommen hatte, waren menschliche Gefühle. Das war ein Thema was sie einfach nicht verstehen wollte und konnte. Diese Sensibilität, dieses blöde Kribbeln im Bauch wenn sie den Wolf sah, und dieses idiotische Gefühl sich total blöd benommen zu haben wenn er sie wieder mit einem dieser Blicke bestrafte. Nein, damit konnte sie wahrlich nicht umgehen. Genau so wenig wie mit dem Thema des Reisens. Wie sollte sie Basil erklären, dass sie hier auf ihren Vater wartete? Ja sie hoffte gar im Innersten, dass er irgendwann einmal zu ihr zurück kehren würde. Doch bisher sah es einfach nicht danach aus, weshalb Dannika diesen Wunsch auch weit, weit unten in ihrem Seelenheil vergraben hatte. Reden würde sie darüber schlicht weg nicht. "Irgendwann, ich habe genügend Zeit." Zeit war für sie so einfach zu halten. Nichts an ihr würde sich je verändern. Sie würde immer so bleiben wie sie war, und doch hatte es ebenso viele Nachteile wie Vorteile. Eine Familie würde sie nie haben. Wenn ihr nicht etwas ähnliches wie ihrem Ziehvater passieren würde, würde sie sich niemals eine Mutter nennen können. Andere Mädchen in ihrem Alter waren bereits verheiratet, oder noch verlobt oder sogar schon Mutter eines Kindes. Das alles, was man sich in jüngster Kindheit ausgemalt hatte, war nach und nach zerbrochen je älter sie geworden war. Mehr und mehr hatte sie das Wesen ihres Schöpfers zu lieben und zu verstehen gelernt. Doch nicht ein einziges Mal hatte sie gezögert. Sie wollte sein wie er. Furchtlos, mächtig und unnahbar. Doch bisher ging das alles ziemlich schief. Sie hatte hohe Ansprüche an sich selbst, und wenn sie jene nicht erfüllte, war das ein Niederschlag für sie. Genau so, wie sie Basil wohl nun einfach seinen kleinen Sieg könnte, dass sie ihn vielleicht in ihrer Nähe haben wollte. Warum auch nicht? Wäre etwas falsch daran? Wenn er ihr hätte etwas antun wollen, so wäre das längst schon geschehen. Ein Jäger zögerte nicht, das hatte sie bereits schmerzlich erfahren müssen. Basil wirkte nicht wie ein Jäger, es sei denn er hätte wissen wollen ob sich noch mehr ihrer Sippschaft in Eranya aufhielten. Doch da dem nicht so war, war sie wohl ein kleines Übel - nicht? "Ich kann dir die Daten zu den Häusern zukommen lassen." Sie hatte einen nicht unerheblichen Einfluss wenn sie es denn wollte, und auch überzeugend konnte sie sein, sehr sogar. Und wenn es hieß, dass er vielleicht irgendwo in der Nähe einzog, hatte das für sie bisher keine negative Seite. Sie wusste, wer er war, anders herum war es genau so. Sie würde ihn besuchen können um dem Alltag zu entfliehen, und das war etwas was noch viel reizvoller war als eine bloße Nachbarschaft. "Wirst du mir einmal zeigen, wie und wo du arbeitest?" Tatsächlich schien das Mädchen ein reges Interesse an seinem Berufsleben zu haben. Doch der Grund dafür war so simpel wie menschlich. Hier in Eranya war es das Verbotene, doch in ihrer Heimat war dieser Beruf anerkannt und ein vollkommenes Geschäft. Gewiss, auch die schlimmsten der schlimmsten Händler hielten sich im Untergrund auf, denn irgendetwas gab es immer das Verboten war, doch sie wollte einfach gerne sehen wie Basil arbeitete. Vielleicht eine Frage, die viel zu früh gestellt wurde, doch mit dem Timing für solche Dinge kannte sie sich nicht aus. Genau so wenig wie mit dem Schnaps, der von Mal zu Mal mehr zu brennen schien. Herje, wehe das würde nicht besser werden! Es schien sie von Mal zu Mal stärker zu schütteln, hoffte sie - Basil würde eine Pause einlegen. So würde sie ihm auch von der Heimat und dem Schnee erzählen können. "Eigentlich konnte es das ganze Jahr über schneien. Doch im Sommer schien mehr die Sonne. Die Kraft das Eis und die Kälte zu durchbrechen, hatte sie aber nicht. Dennoch war es immer ein schöner Anblick, wie die Sonne sich im Eis reflektierte." Ohja, da kam Dannika schon wieder beinahe ins Schwärmen rein. Sie vermisste die Heimat und das Ganze drum herum. Es war nicht einfach für sie, als unerfahrene Strigoi durch die Welt zu ziehen, und irgendwo sesshaft zu werden. Hier war sie Niemand, doch auf irgendein Fest zu gehen, um die hiesige Adelsgesellschaft kennenzulernen, das traute sie sich nicht. Um solche Dinge hatte sich immer der Graf selbst gekümmert, und seine Tochter war mehr, wenn >
[10:45] ₪ überhaupt den nein hübsches Beiwerk gewesen. Politik war der Männer Sache, doch jetzt musste sie sich allein damit herum schlagen. Anscheinend hatte Basilius aber auch so sein Dinge gehabt, mit denen er sich hatte rumschlagen müssen. Nachdenklich neigte sie das Haupt zur linken Seite, musterte sie den jungen Mann vor ihr. Der Blick blieb dabei nur kurz an seinen Augen hängen, wanderte über die Nase hin zu seinen Lippen, und von dort aus hinauf zu der Narbe an seinem Auge. Er war viel gereist, erinnerte sich nicht an die Stadtnamen. Das war ein wenig seltsam. Ob er wohl in eine Familie der Händler hinein geboren worden war, oder aber war er selbst ein Teil dessen gewesen? Der Ware... Noch überlegte sie, doch währenddessen sprach sie weiter, die Gedanken laut von sich gebend. "Welchem Teil deines Geschäftes hast du früher angehört?" Sie wollte nicht plump feststellen, dass er zu der einen, oder der anderen Schicht gehörte - das war schwer zu sagen. Sein ganzes Auftreten war selbstsicher und gut positioniert. Wenn er wirklich einmal der Sklavenschicht angehört hatte, so hatte er es weit gebracht. Langsam neigte sich das Mädchen vor, reckte erneut die Finger, so weit dass sie seine rechte Hand ergreifen konnte. Ein simple Geste, doch das Mädchen war neugierig mehr über ihn zu erfahren. Langsam zog sie ihn so näher an sich heran, so weit, dass sie die Hand loslassen und gen seiner Wange strecken konnte. "Woher hast du die Narbe?" eine leise Frage, fast flüsternd gestellt, als sei es etwas so privates, dass es Niemand anders hören sollte. Vorsichtig strich sie mit den Fingerkuppen von seinem Kinn, über den Wangenknochen bis hinauf zur Narbe. Wie schon in der Gasse schien sie dieses Mal zu interessieren. Langsam nur glitt der Blick von jenem Mal zu seinen Augen, blickten ihn die dunklen Seelenspiegel wachsam an, während sie die Finger nicht von jenem Mal nahm. "Es gibts nichts, was ich sehen wollen würde, was meiner Heimat gleich kommt. Das Reisen ist ein Zeitvertreib. Ich werde es angehen, wenn mich die Langeweile plagt." Warum jetzt, wo das Leben so aufregend sein konnte? Nein, das sparte sie sich für eine Zeit auf in der sie drohte sich zu langweilen. "Er war mein ein und alles." Und dann war der Mistkerl fort gegangen, hatte sie allein in der Nacht gelassen. Aufgewacht war sie, nach einer Nacht in höllischen Qualen und Schmerzen. Nicht einmal das Mobiliar hatte er stehen lassen. Die Bediensteten hatte er gepfählt im kleinen Garten zurück gelassen, genau so wie ein einziges Stück der Erinnerung - ihren Sarg. In dieser Nacht hatte sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben fürchterlich einsam gefühlt, und genau das konnte man in jenem Moment in ihren Augen sehen. Sie blickte Basil an, und doch auch wieder nicht. Es schien als sei sie weit weg, in jener Nacht und vollkommen allein. Sie hasste ihn dafür, oh und wie sie ihn hasste!
[14:14] Basilius der Händler || Das spricht sie aus, was er sich auch schon dachte. Sie hat die Zeit, es nicht eilig. Unsterblichkeit, noch ist Basil sich nicht sicher, ob das etwas Erstrebenswertes oder etwas Schreckliches ist. Wird einem nicht irgendwann langweilig? Kann man irgendwann alles gesehen haben und des unsterblichen Lebens überdrüssig sein und wenn ja, wie lange dauert so etwas wohl? „Ja, da hast du wohl recht“. Schönheit und Jugend, auf ewig konserviert, mit einem Verstand der reift und älter wird, Erfahrungen sammelt und Dinge erlebt. An das was einer Frau und einem Mann dadurch verwehrt bleibt, daran denkt er nicht einmal. Schließlich ist sie die Tochter eines Vampires, doch nicht die Leibliche. Das heißt, wenn ein Vampir ein Kind will, dann nimmt er es eben und zieht es auf, wer sagt den auch, das man für eine Familie das Blut teilen muss, vor allem da sie das bei einer Vampirfamilie, letztlich ja doch tun. Prost und so. Was dann ihr Angebot angeht, da schafft sie es wieder zu überraschen, nicht so sehr das er sie erschrocken anschauen würde, doch würd man vielleicht am schmunzeln erkennen, das er mit soviel Hilfsbereitschaft, von ihrer Seite, nicht gerechnet hat. Sie kennen sich ja doch noch nicht so lang und ursprünglich war er als Mahlzeit gedacht, nicht als Gesprächspartner und Nachbar. „Wenn du das tun kannst, dann wäre ich dir sehr verbunden. Doch bitte nichts zu prachtvolles. Das erregt nur Aufmerksamkeit“ . Auf die er privat eben doch gern verzichtet. Die größten Häuser bei ihr in der Gegend, die können also gleich außen vor gelassen werden. „ Warum willst du es sehen?“ eine durchaus berechtigte Frage. „Willst du dich einmal umsehen was ich da habe, interessiert es dich einfach? “ Wenn ja warum, ersteres wäre natürlich auch nicht schlecht und wenn die dann beim Haus hilft, dann gibt es sicher auch einen kleinen Nachlass bei seiner Wahre. Was auch immer der Grund für ihre frage ist. „Sobald es ordentlich angelaufen ist, das Lager habe ich bereits und Ware ist unterwegs, kann ich dich sicher einmal rumführen“. Und wenn es nur ist weil sie sich am Leid erfreut, dann wird sie enttäuscht sein. Sicher haben die alle kein gutes Leben, doch sie sind Gesund, die Familien bleiben nach Möglichkeit zusammen, bekommen genug Nahrung und werden nicht bis zur Erschöpfung getrieben. Jeder weiß, dass gesunde Menschen bessere Arbeit leisten, sich besser verkaufen lassen und weniger Grund zum Aufstand haben. Warum einige seiner Berufskollegen so anders Handeln, das ist ihm unverständlich. Konsequenzen hat fehlverhalten auch so und strafen sind doch effektiver wenn man nicht durchgehend am Leiden ist und sich eh schon daran gewöhnt hat. Was passiert wenn er sie erst einmal aus der Hand gegeben hat interessiert ihn dann auch nicht mehr.
Schnaps der brennt eben! Besser wird es erst, wenn man Betrunken ist und eh nix mehr wirklich spürt, diesen Status zu erreichen, das hat er eigentlich nicht geplant. „Das klingt verlockend, vielleicht werde ich irgendwann mal in die Richtung ziehen“ Für seinen Handel gibt es da schließlich auch Interessenten, sogar Legal. Soviel ist ihm bereits bewusst. Wenn die Vampirin so den Kopf zur Seite legt, ist die Versuchung ein ums andere Mal da, die Hand an ihren Nacken zu legen, mit den Fingern über die kühle Haut und ihre Wangen zu streichen. Sie hat etwas anziehendes an sich, das ist kaum zu bestreiten und der Vorfall in der Gasse ist noch nicht so lang her, dass sein Körper schon vergessen hätte, wie sie da auch ihm gehockt hat. Daran ändert auch die Frage nichts, lediglich das schmunzeln verschwindet für einen Moment von seinen Lippen, erscheint dort aber nur wenige Sekunden später wieder. „Der Ware“ die Aussage kommt ohne zögern „Ich habe den Herren erschlagen und seinen Platz eingenommen“ . Im Nachhinein hat Basil sich manches mal geärgert, soviele Möglichkeiten der Rache aus zu lassen, doch den schnellen Tot, doch andererseits, was hätte ihm das schon gebracht? War er nicht eben mit dem Gedanken bei der Anziehung, die von dieser jungen Frau ausging? Kein Wunder also das er sich näher ziehen lässt und sich auch nicht gegen ihre Berührungen wehrt. „Das ist eine alte Geschichte, ich hab wiederworte gegeben, man wollte mich bestrafen und jeder sollte es sehen können“ . Vielleicht war er seinem Besitzer auch etwas zu Eitel erschienen, zu selbstüberzeugt und dem sollte ein Dämpfer gegeben werden. Er beugt sich weiter vor, macht es ihr leicht mit der Hand über Kinn und Wange zu streicheln und bringt sie so auch näher an sie heran, streckte nun selbst eine Hand aus und streicht ihr Haar hinter das Ohr. Etwas das nicht nötig gewesen wäre und doch Grund zur Berührung gibt. „Du solltest aufpassen, solche Gesten kann man falsch verstehen“ Warnt er sie. Wieder fragt er sich, ob sie wirklich so unschuldig ist oder es nur tut. Sie die Brührungen doch eigentlich vermeidet. Das war sein erster Eindruck gewesen.
[14:14] ₪ „Und am Ende passiert dann etwas das du nicht willst, und mich den Kopf kostet“ . Weil er einfach noch näher kommt und Miss Vampir verärgert ist und einmal Hauruck macht. Nicht das erste mal an diesem Abend, ärgert er sich über die geringe Kraft der Menschen.
Familie, Vater. Ihre Stimme klingt traurig, oder bildet er sich das nur ein? Sie scheint ihn zu vermissen und er ist weg gegangen, das warum will sich ihm nicht erschließen, warum lässt ein Vater seine Tochter so plötzlich allein? „Du wirst darüber hinweg kommen, lernen das es auch ohne geht und sollte er wieder kommen, kannst du ihm zeigen wie es ist, wenn man geht“. Ob die das dann will ist natürlich ihre Sache.
[14:07] Dannika Nadăș war sich sicher, dass die Unsterblichkeit irgendwann einmal zur Last werden würde. Doch diese Last lag noch einige Jahre voraus, sodass sie sich darum keine Gedanken machen musste. Wenn sie ihren Vater so sah, war da auch keineswegs etwas beunruhigendes festzustellen gewesen. Ein einziges Mal nur hatte ihn die Langeweile geplagt, und ein kleines Mädchen jene Chance genutzt um ihm zu imponieren. Mit stoischer Miene und trotzigem Wille war sie ihm gefolgt, bis hin zu seiner Burg um ihm deutlich zu machen, dass sie ihn nicht wieder verlassen würde. Zu Anfang noch hatte er sie ignoriert, später jedoch je weiter sie mit ihm gegangen war, hatte er zugeben müssen, nicht von ihr lassen zu können. Das Mädchen, welches sich nicht einen Moment von ihm ängstigen lassen hatte. Er war nicht das Monstrum gewesen, welches er selbst in sich immer gesehen hatte und auch heute war sie nicht der Meinung.Man selbst bezeichnete sich viel mehr als eine Art Monstrum, denn die menschlichen Züge waren ihr so fremd wie fern. Es fiel ihr oftmals sehr schwer sich in die Menschheit hinein zu versetzen, ihre Gesten und Mimik zu verstehen. Oftmals schien es, als reagierte sie genau falsch herum, ein Lachen wurde verletzlich aufgegriffen und alles lief aus dem Ruder. Wenn sie eine Ewigkeit Zeit hatte um die Menschen kennenzulernen, dann würde ihr gewiss nie langweilig werden. Und sollte Er doch einmal zurück kommen, der so geliebte Schöpfer, er würde sich das Haar raufen, wenn sich sein Kind mit den Menschen verstand. Er verachtete sie, hasste sie gar für ihre Schwäche, ihre Gefühle. Nie hatte er Dannika zulange in der Nähe jener Menschen gelassen, auch wenn die Bewohner des Dorfes ihr immer Respekt entgegen gebracht hatten. Doch selten nur hatte sie die Burg des Grafen verlassen. Viel mehr hatte sie sich in Büchern vergraben, lesen und schreiben gelernt. Die Zeit bei ihm war schön gewesen, doch jene Zeit jetzt war ebenso schön wie sie aufregend war. Da kam es auch schon einmal vor, dass sie an einem Tisch zusammen mit ihrem Mitternachtsmahl saß und sich unterhielt. Doch warum auch nicht? Er schien intelligent, keiner dieser einfachen Bauern. Sie fühlte sich wohl, so wie es war - auch wenn der Schnaps ihr sicherlich nicht mundete. Doch das war nicht weiter schlimm. "Ich werde darauf achten." Ihr gefiel es, wie er dachte. Nichts zu pompöses, es würde Aufmerksamkeit erregen. Nichts zu kleines, denn das würde zu arm wirken. Ja, die Draculina verstand sehr wohl, worauf er hinaus wollte. Auch sie lebte in einem bescheiden wirkenden Herrenhaus, wenn man die Burg kannte in welcher sie aufgewachsen war. Dekadenz war dafür schon kein Ausdruck mehr. Nein, sie liebte das kleine Herrenhäuschen mit dem wilden Garten. Das wenige Personal was sie hatte, waren zwei Mägde und ein Koch. Mehr wollte sie sich nicht zulegen, denn das Misstrauen war auch so schon groß genug. Sie wussten, was die Herrin des Hauses war und jedes Mal wenn sie an ihnen vorbei ging, konnte sie ihre Herzen verstummen hören. Vielleicht war es die Angst, die sie schweigend ließ - Dannika war sich nicht sicher. "Ich möchte einfach sehen, wie du arbeitest. Du wirkst nicht grausam, so denke ich wird auch deine Ware nicht von Grausamkeit gezeichnet sein, nicht?" Wenn sie einmal vielleicht doch eine weitere Magd brauchte oder aber einen Stallbursche, so konnte sie sich sicherlich an ihn wenden, ohne ein Häufchen Elend zu erhalten. "Ich kenne dieses Geschäft nur mit Grausamkeit gezeichnet, zerstörter Wille und verschandelte Leiber.." In ihrer Heimat waren Sklaven nichts wert, überhaupt nichts. Doch Basilius wirkte nicht, als sei er einer dieser Männer. Er war so sanft. Selbst in jenem Moment in welchem sie ihn angegriffen hatte, hatte er nicht einmal mit der Wimper gezuckt. Frech war er stattdessen geworden. Das junge Weib musste tatsächlich zugeben, dass ihr jenes Tun imponiert hatte. Mehr vielleicht, als sie es sich selbst eingestehen wollte. "Das wäre wunderbar!" erwiderte sie auf sein Angebot, dass er sie einmal herumführen würde. Die Lippen hatten sich zu einem sanften, weichen Lächeln verzogen war tatsächlich einmal bis zu den dunklen Augen hin reichte. Man mochte meinen, sie konnte sich an solcher Kleinigkeit erfreuen, wie an einem großen Ereignis. Doch Basilius wusste gar nicht, welch Freude er ihr damit machte, dass er ihre Anwesenheit nicht als Schlechtes empfand. So viel Ablehnung hatte sie bereits erfahren, dass es fast schon ein Wunder war, dass er sie tatsächlich einlud. "Ich glaube, meine Heimat wäre für dein Geschäft nicht interessant. Dort ist die Grausamkeit Teil der Kälte." Wenn er die Landschaft bewundern wollte, so sollte er das tun. Doch einen Handel dort, der würde sicherlich seinen Prinzipien widersprechen. Dennoch, wenn er dort hin reisen wollen würde, so sollte er das Tun. Ihre Heimat zu sehen, war weit aufregender als jeder Handel. Einen Moment lang beobachtete sie, wie das Lächeln aus seinem Gesicht entschwand und sich Ruhe über sein >
[14:17] ₪ Antlitz legte, ehe er ohne zu Zögern auf ihre Frage antwortete. "Der Ware"... Nichts, was sie vermutet hätte, doch wenn er seinen Herren erschlagen hatte, so geschah es diesem nur Recht. Denn dann war er nicht aufmerksam genug gewesen, hatte sich in Sicherheit gewiegt. Sanft strichen ihre Finger über die Seinen, hatte sie seine Hand wortlos ergriffen. "Dann warst du schlicht der Stärkere." kams leise von den blassen Lippen, während sie ihn vorsichtig näher zog. Sie rupfte nicht an ihm, und wenn er wollte konnte er sich ihrem Griff auch entziehen. Zulassen würde sie es alle Male, denn den Arm wollte sie ihm nicht ausreißen. Leicht verspannte sich der zierliche Leib, als Basil es ihr gleich tat und die Hand nach ihrem Haupt ausstreckte. Es war nicht, dass sie es einfach so zuließ, doch in diesem Moment war sie sich einfach sicher, dass er ihr nichts tun wollte. Dennoch, sie fühlte sich seltsam dabei, dass er sie berührte. Andersherum war das so viel einfacher zu ertragen. Sie konnte es jeder Zeit unterbinden, so aber war sie förmlich machtlos, konnte sich nur deutlicher Weise zurück ziehen. Aber, sie blieb sitzen, ließ sie ihn die dunkle Haarsträhne hinters Ohr schieben. "Sie passt zu dir." Er wirkte nicht entstellt durch jene Narbe. Viel mehr war es, als machte sie seinen Charakter nur noch mehr aus. Der Ausdruck in seinem Gesicht variierte zwischen dem Schalk im Nacken und dem eisernen Wille zu überleben. Sanft strich sie über die Narbe, zeichnete sie vorsichtig mit den Fingerkuppen nach. Er hatte am eigenen Leibe zu spüren bekommen, wie ungestüm das Weibsbild sein konnte, wenn sie nicht auf ihre Kräfte Acht gab. Jetzt wollte sie ihn gewiss nicht verletzte, weshalb ihre Berührungen auch federleicht wirkte, als könnte sie ihn zerbrechen. "Weshalb solltest du meine Geste falsch verstehen?" Es war nicht, dass sie ein Spiel mit ihm zu spielen gedachte. Tatsächlich verstand sie nicht, was er damit meinte. Und das konnte er auch an dem fragenden Blick ablesen. Vorsichtig, als habe sie etwas falsches getan, zog sie die Finger wieder zurück, bettete sie auf dem Tisch, ineinander mit der anderen Hand. "Dich würde so schnell nichts den Kopf kosten." Nicht, wenn sie es nicht wollte. Ihr Vater war Jemand, der sehr eifersüchtig sein konnte, doch mit seiner Flucht hatte er viele seiner Privilegien über die eigene Person verloren. Ausgebrochen aus seinem Käfig, war sie vollkommen frei - und würde sich seinem Wille so schnell nicht unterwerfen. "Und auch wenn er nicht zurück kommt, so lebe ich doch mein Leben, nicht?" Zu Anfang war es ihr furchtbar schwierig vorgekommen, ohne ihren Vater und Schöpfer zu leben, doch sie gewöhnte sich an die Einsamkeit auch wenn sie schwer zu ertragen war. Vielleicht deswegen sehnte sie sich nach Gesprächen wie diesen hier, und vielleicht saß er auch deswegen hier neben ihr und war nicht als Mahlzeit in der Gasse gestorben.
[20:16] Basilius der Händler || Wenn der Schöpfer da wäre, vermutlich säße sie auch jetzt nicht hier. Die Abneigung gegen die Menschen, die könnte man nun lustig aufschlüsseln, als Abneigung vor der eigenen Menschlichen Seite, denn, da die Vampire einmal Menschen waren, müssen sie auch selbst noch Menschliches in sich tragen. Ein Mensch der zum Vampir wird, der ändert ja nicht automatisch alles an sich, ein Teil des Wesens bleibt erhalten. Ob er nun will oder nicht. Lustig wäre ein aufeinandertreffen sicher verlaufen, Basil hätte halt schnell laufen müssen, während er dem Vampir seine Theorie unterbreitet. Das jeder Vampir zwangsläufig intelligenter ist, als die Menschen, das würde der Händler ebenso bestreiten. Ein Vampir hat lediglich mehr Zeit, sich wissen an zu eignen. „Ich wäre dir wirklich sehr verbunden“ schließt er die kleine Haus Problematik ab. Wenn sie die Zeit dazu hat, soviel versteht sich. Er wird das nun schließlich nicht von ihr erwarten, doch angebotene Hilfe ablehnen, warum sollte er das tun? „Grausam“ das Wort klingt bei ihm etwas nachdenklich, bevor er die Schultern hebt „Kommt darauf an wie du dieses Wort siehst, manche finden es schon grausam, Wesen ihre Freiheit zu nehmen“ . Wenn man es so nimmt, dann ist er grausam und Kuchen backt er seinem Besitz auch keinen. „Ich vermeide es, meine Ware zu beschädigen.“ Soll sie das nun da einordnen, wo sie es gern möchte. Ihm selbst fällt es schwer, über sich zu urteilen, er sieht sich nicht rechtschaffend, doch auch nicht Grausam. Er macht eben seine Arbeit. Was sie erzählt, das kommt ihm auch durchaus bekannt vor, er selbst war bei solchen Händlern und Herren. Düne weiße Linien auf seinem Rücken, bezeugen dies noch immer. „Nicht jeder hat einen Sinn für das Geschäft, manche quälen nur gern. Was bringt es, einen Hungrigen Sklaven auszupeitschen, weil er nach mehr Essen verlangt? Dann schwächen ihn die Verletzungen und der Hunger und Arbeiten tut er dann kaum noch.“ Ja man kann weiter drauf schlagen, weil er nicht genug Arbeitet, doch hätte man das ganze auch von Anfang an verhindern können, in dem man sein Eigentum versorgt. Dieses ganze Thema ist, unter normalen Umständen, keines das Frauen zum lächeln bringt. Dennoch passiert es dieses mal, mit einem kurzen nicken bestätigt er noch einmal ihr Wunderbar und betrachtet sie, sowie das lächeln. „Es steht dir, das solltest du häufiger tun“ So er sich nicht irrt, dann sieht er die junge Vampirin gerad zum ersten mal wirklich lächeln. Nicht dieses leichte verziehen der Mundwinkel. Warum sie keinen Grund haben könnte, zum Lächeln und auch die Frage, warum man ihr aus dem Weg geht, das alles könnte er nur schwer erklären. Sie ist, seinem empfinden nach, eine wirklich angenehme Gesellschaft. Ja gut etwas eigen, doch wer ist das nicht? Das bisschen Blut getrinke, hat er auch. Anderer Zusammenhang, andere Geschichte, aber so schlimm ist das jetzt nicht, wenn sie es eben zum Leben braucht. Wäre sie bis zum letzten Tropfen gegangen, dann sähe seine Meinung zu dem ganzen, natürlich anders aus. „Sollen sie nur“ spricht er und schmunzelt nun selbst auch schon wieder, oder immer noch? Na zumindest liegt es auf seinem Gesicht. „Das heißt, alle die an guter Ware interessiert sind, die kommen zu mir“ Ja so leicht kann man es sich vorstellen, das es nicht so leicht wäre, das weiß er selbst. Doch warum von den Problemen reden?
Sein Herr war unaufmerksam, schlau, doch eigentlich schon. Doch sich seiner Sache zu sicher und er hat nicht damit gerechnet, das sich in den eigenen Kerkern und selbst bei angestellten, nicht nur bei den Sklaven, Stimmung gegen ihn breit machte. Etwas das Basil eben zu nutzen wusste und von dem am Ende beinahe alle profitierten. Ganz besonders natürlich er. „Er hat nicht damit gerechnet“. Wird von ihm die mäßige Erklärung noch angefügt. Weder schämt er sich für seine Vergangenheit, noch Prahlt er mit dem Moment, in dem sich seine Zukunft verändert hat. Es ist eben so. Manches kommt überraschend, manches durch Planung, einiges wird einem geschenkt, anderes muss man sich nehmen. So wie er sich gerad einfach nimmt, sie ja auch. Bloß sacht ist seine Berührung an ihrer Haut und ein Wort oder ein Zeichen würden reichen und er lässt wieder von ihr ab, doch nichts dergleichen kommt, so das die Finger etwas länger an ihrer Haut verweilen, als nötig gewesen wäre, um ihr das Haar nach hinten zu streichen. Diese naive Art, da ist sie wieder und passt zu ihrem Porzellanpuppenhaften Aussehen und auftreten, doch nicht zu der Kreatur die in ihr schlummert. „Wie soll ich deine Geste denn verstehen? “ Eine Gegenfrage trifft die nächste, so antwortet er ihr nicht, sondern geht darauf ein und fragt auch bei ihr noch einmal nach. Was man an der Berührung falsch verstehen kann, das weiß er ganz genau. Zuneigung, Empfindung, verlangen, Bereitwilligkeit und mehr. Ihre Antwort kann also, interessant werden.
[20:17] ₪ „Wie freundlich, dann bin ich ja beruhigt, mein Kopf darf noch eine weile auf den Schultern bleiben“ . Der Sarkasmus ist nicht bösartig sondern neckend, was sie auch hoffentlich verstehen wird. Das mit dem Kopf hatte er nur eigentlich anders gemeint, er hatte nicht die Befürchtung, ihr Vater würde ihm den Kopf kosten, sondern das Weib selbst würde Handanlegen. „Ja, da hast du recht. Das solltest du auch. Ich bezweifele, das es gut für einen ist, über Jahrhunderte, nur die kleine Tochter zu sein.“ Wie viele Jahre auch vergehen würden, das ist etwas, daran würde sich nichts ändern, nicht einmal nach hunderten von Jahren, denn letztlich blieben Vater und Tochter, doch immer Vater und Tochter. Basil kann sich nur schwer vorstellen, das Zeit etwas daran ändern könnte.
[20:38] Dannika Nadăș wäre sich dessen ziemlich sicher. Hier sitzen würde sie ganz gewiss nicht. Wäre er noch an ihrer Seite, so würden sie noch immer gemeinsam in der Heimat über die eigenen Ländereien herrschen, unbarmherzig und grausam. Niemand würde es wagen die Grenzen in feindlicher Absicht zu übertreten. Ein einziger Schritt, und man würde dem Feind das Lichtlein des Lebens auslöschen. Doch so weit war es kein einziges Mal in der Kindheit des Mädchens gekommen. Der Graf hatte sich nie weit entfernen müssen von ihrem Wohnsitz, sodass Dannika selten allein gewesen war. Wenn der Graf etwas gebraucht hatte, so waren die Händler und Gelehrten immer zu ihm gekommen, er hatte nur rufen müssen. Überschüttet hatte er sie mit teuren Stoffen, Schmuck und Puppen, doch den Gefallen an jenen Dingen hatte sie mit seiner Flucht verloren. Einzig eine einzelne Puppe war ihr geblieben, welche ihr wahrlich sehr am Herzen lag. Sie war das erste Geschenk des Ziehvaters gewesen, und war ihr viel wert. So viel, dass sie einen Mann, einen Bekannten, so mochte sie es nennen, schon schwer verletzt hatte. Rippenbrüche und Prellungen hatte er davon getragen, blaue Flecken und ordentliche Schmerzen, und das nur weil er ihr die Puppe quer durch den Raum zugeworfen hatte. Doch seither kämpfte sie weit weniger mit den Blackouts, die sie vorher noch geplagt hatten. Tatsächlich schienen sie weg zu sein, zumindest im Moment. Beruhigend für Basilius, denn er wollte seinen Kopf behalten, und nicht aus der Laune eines Mädchens heraus verlieren. Leicht wiegte sie das Haupt hin und her, musste sie zugeben, dass an seinen Worten etwas dran war. "Gewiss liegt die Grausamkeit im Auge des Betrachters.." antwortete sie, und tatsächlich glaubte sie ihm, dass er seine Ware vermied zu beschädigen. "Ich komme aus einem Land, in welchem Feinde bei lebendigem Leibe gepfählt und im Vorgarten aufgestellt werden, damit sie Jeder sehen kann." Ohja, ihr Vater war berüchtigt in solchen Dingen. Doch auch andere Spielerein hatte er mit den Menschen angestellt, und keine war ausgegangen mit dem Fortleben des Opfers. Sie alle waren gestorben, irgendwann und irgendwie. Grausamkeit war für Dannika der Inbegriff von Schmerz und Leid. Dass auch Basilius eine gewisse Art und Weise von Grausamkeit erlebt hatte, zeigte jene Narbe in seinem Gesicht und gewiss war dies nicht die einzige. "Jeder braucht ein Ventil, und in vielen Fällen sieht man, welch Ventil sich die Händler ausgesucht haben." Die wehrlosen Sklaven, man wiegte sich in Sicherheit. Nie würden sie die Hand gegen den erheben, der ihr Herr war - zumindest waren die meisten Sklavenhändler sich dessen sicher. Basilius hatte dem Seinen eine Lektion erteilt, welche tödlich geendet war. Doch das war sein eigenes Verschulden. Das Wiegen des Hauptes hatte zum Stillstand gefunden, blieb auf einer Seite jedoch liegen, als Basil meinte, es würde ihr stehen. "Was meinst du?" Sie verstand nicht, denn Lächeln war etwas was sie wirklich ungern tat. Nicht etwa, weil sie sich nicht wohl fühlte in jenen Momenten, doch es war ihr schlicht weg fremd. Und so entschwand der Moment des Lächelns, kaum dass Basilius es angesprochen hatte. Es war komisch, so angesehen zu werden, schließlich fielen ihm solch Kleinigkeiten recht schnell auf. Es war schon ein wenig komisch, und sie würde lügen, wäre es nicht die Neugierde die sie hier am Tisch weilen ließ. Es war, als blickte er ihr direkt in die Seele und das, das kannte sie nicht. Nicht von Fremden, nicht einmal von dem Wolf. Der Einzige, der immer hatte lesen können wie in einem Buch war ihr Ziehvater gewesen. Doch Basilius sollte nicht übermütig sein, schließlich kannte er die Gepflogenheiten ihrer Heimat nicht. "Und dann würdest du sterben, weil du ihnen das Geschäft schmälerst." Nein, er sollte seine Füße still halten was das anging, und beinahe konnte man meinen, dass man einen Hauch von Sorge in ihrer Stimme vernehmen konnte. Sie sorgte sich um das Wohl des Händlers, den sie erst vor Kurzem noch in der Gasse angegriffen hatte. Etwas an ihm machte sie durcheinander und ließ sie nicht sie selbst sein. Doch noch beunruhigender wurde das Ganze, als auch er seine Finger ausstreckte um ihr eine der losen Haarsträhnen hinters Ohr zu streichen. Sie spürte seine warmen Finger, wie sie entlang ihrer Haare strich, das kühle Ohr umrundeten. Unruhig zog sich ihr Bauch zusammen, fühlte es sich ganz flau in ihrer Magengegend an. Er hatte keine Angst sie anzufassen, und das obwohl sie ihm in der Gasse unmissverständlich deutlich gemacht hatte, dass sie solche Berührungen nicht leiden konnte. Doch in diesem Moment war sie einfach still. Ein wenig vielleicht verspannte sie sich, jedoch gab das nach, kaum dass sie die Wärme seiner Finger verspürte. "Ich... ich weiß es nich." Eine Antwort, mit der er vielleicht schon gerechnet hatte, doch tatsächlich wusste Dannika es einfach nicht. Sie hatte ihn berühren wollen, und es getan. Genau so wie er es doch gerade mit ihr tat. Verwirrte ihn ihr >
[20:40] ₪ Tun genauso wie das Seine sie selbst? Das Mädchen ließ sich berühren, ließ sich sogar dazu hinreißen diesen kurzen Moment der Wärme zu genießen, sodass sich die Seelenspiegel verräterischer Weise schlossen. Nein, er würde seinen Kopf nicht verlieren, nicht durch den Vater und auch nicht durch sie. Und doch musste sie schmunzeln, verzogen sich die Lippen aufgrund seiner Worte sanft. Dennoch, die eigenen Finger blieben verflochten am Tisch liegen, während sich die Augen nicht öffnen wollten. Nur einen Moment noch, einen kleinen Moment wollte sie dieses komische Gefühl genießen, ehe es abriss.
[21:50] Basilius der Händler || Der Grund, aus dem er Gesichtszüge so gut lesen kann. Warum ihm kleine Regungen nicht für immer verborgen bleiben. Der ist letztlich ganz logisch begründet. Im Kindesalter hat man ihn zum Sklaven gemacht. Verschiedene Herren verlangten gehorsam, die wenigsten waren umgängliche Menschen, sagte man etwas falsches wurde man bestraft, verhielt man sich falsch, wagte man es zu fragen oder zu hinterfragen und natürlich war viel von dem verhalten auch von den Launen der Herren abhängig. Sah er glücklich aus, dann konnte man es vielleicht wagen nach einem nachschlag zu fragen, irrte man sich, wurde nach einem geschlagen. Dies nur als eines der Beispiele, letztlich sichert es das überleben und hilft dabei, möglichst unversehrt durch den Tag zu kommen, wenn man sich so verhalten kann, wie der vor einem es verlangt. Natürlich ist das ganze längst nicht mehr wegen solcherlei Dinge, er beobachtet nicht um es allen recht zu machen. Er tut es einfach, weil es zur Normalität geworden ist. Er sieht ja auch gewiss nicht alles, doch ein lächeln, ein zögern, aufkommende Wut und Ärger, sowas bleibt oft nicht verborgen. Doch soweit sind wir ja noch gar nicht. „Nett “ fällt ihm dazu, nun erst einmal nur ein. Ja Wirklich, Nette Sitten sind das in ihrem Geburtsland. Klingt als könnte sich das gut mit seinem Messen, wenn nicht sogar übertreffen. „Ja, vermutlich hast du recht. Mich kümmert das warum nicht. Sollen sie nur machen, damit spielen sie mir in die Tasche “ Also das Geld in die Tasche. Wenn die Konkurrenz schlecht ist, dann kommt das einem selbst, nur zu Gute. Natürlich ist nicht jeder so, es gibt durchaus noch andere Händler, die ein Mindestmaß an Vernunft aufweisen und andere, die sicherer im Geschäft stehen als er.
Da verschwindet es, das lächeln, bedauern tut er es ja schon und durch die Nachfrage lässt er sich nicht täuschen, sie wusste doch ganz genau wovon er da gesprochen hat. „Schade “, um dieses Wort kommt er gerad nicht herum. „Ich meine dein Lächeln, es steht dir .“ Wiederholt er sich noch mal und fragt sich im gleichen Moment, ob Vampire den erröten können und es auch tun. Wenn es nach ihm geht, darf sie ruhig etwas häufiger lächeln, schöne Dinge sieht man sich doch gerne an und was macht ein Gesicht hübscher, als ein ehrliches lächeln? Nicht vieles. „Ach, das werden sie nicht wagen. “ Behauptet er, vollkommen überzeugt davon. Also so soll es klingen, er meint es natürlich nicht ernst. „Oder machst du dir etwa sorgen, wenn es so ist. Dann kann ich es sicher einrichten, das Land nur zu durchreisen “. Wenn er denn mal daran vorbei kommt, noch weiß er ja gar nicht, wo genau es liegt und um welches Land es sich den eigentlich handelt. Auch das mit den Sorgen ist nun mehr geraten als wirklich erkannt, nein nicht mal geraten. Eigentlich soll es sie nur etwas aufziehen. „Ich könnte auch einfach schneller sein, und sie los werden, bevor sie das mit mir tun “. Wäre ja nun auch eine Möglichkeit, keine unübliche und vor allem auch eine, zu welcher der Händler schon greifen konnte.
Doch vorbei das Geplänkel, natürlich ist es nicht uninteressant, nein er redet gern mit ihr, unterhält sich, erzählt und hört zu. Mit dieser Entwicklung des Abends, hat er nun wirklich nicht gerechnet. Auch nicht damit, wie sie nun da sitzt, sie einander nur zögerlich berühren und einer wie der andere, diesen Berührungen nicht abgeneigt zu seinen scheint. Er ja eh nicht, würde er auch nicht behaupten, wie dumm wäre es auch, wenn man sich den Berührungen von hübschen Frauen entzieht? Das die es aber nun genau so tut, das sie eben nicht zurück weicht, während er sie berührt, das sie sogar ihre Augen schließt. Das ist hier der Punkt, an dem er doch positiv überrascht ist. Das mit dem er nicht gerechnet hat und das ihn tatsächlich zu freuen beginnt. Ist es nicht so, das es dem Menschen immer nach der verbotenen Frucht verlangt? Und hat sie sich nicht als solche dargestellt. Kosten durfte er nicht, doch die Verheißung darauf wird ihm, ob nun bewusst oder unbewusst, in diesem Moment in Aussicht gestellt. Sie weiß es nicht? Er glaubt ihr nicht. Bestimmt weiß sie doch, warum ihr danach war, nach der Berührung. Nur will oder kann sie es nicht sagen. Das Spiel mit dem Grenzen, er hat sie schon immer getestet, schon immer überschritten und auch jetzt ist es nicht anders. Eigentlich hätte er seine Hand schon zurück ziehen sollen, doch nicht wehrt sie sich nicht dagegen. Länger als nötig verweilt sie an der Seite ihres Kopfes. Langsam gleitet er mit der Hand weiter streicht an ihrem Ohr vorbei und zu ihren Hals hinunter. Sie kann jederzeit den Kopf zurück ziehen, seine Hand greifen oder ihn auf andere Art und Weise von seinem Tun abbringen. Viel weiter zu gehen, das hat er gar nicht vor. Spätestens an ihren Schulterblättern würde er von ihr ablassen, die Hand wieder zurückziehen und mit ruhigem Gesicht das Mädchen vor sich betrachten.
[22:10] Dannika Nadăș musste solcherlei Dinge selten nur beachten. Sie hatte immer, wirklich immer bekommen was sie hatte haben wollen. Nicht, dass sie besonders gierig gewesen war. Nein dieser Charakterzug war vollkommen an ihr vorbei gezogen, und as obwohl der Vater so viel Gold besaß, dass sie selbst jetzt wo sie allein war, keinerlei finanzielle Sorgen haben musste. Dennoch war sie nicht besonders begehrend gewesen, wenn es um die neusten Kleider und den teuren Stoff dazu ging. Oftmals hatte selbst der Vater den Kopf geschüttelt, wenn sie schlicht und ergreifend nach dem Aussehen, statt nach der Qualität gegangen war. Wie oft hatte er ihr erklären müssen, dass sie sich leisten konnte was sie wollte, und doch hatte sie diesen Prunk nie ausgenutzt. Zwar hatte sie sich einen gewissen Standard angeeignet, der auch nicht besonders kostengünstig war, doch man konnte sie nicht gierig oder süchtig nach teuren Dingen nennen. Süchtig jedoch war sie danach, die Menschen zu beobachten, sie zu verstehen. Dabei ging es ihr weniger um die Mimik, als um das gesamte Verhalten. Sie verstand viele Dinge einfach nicht, vielleicht auch nur weil sie nie die Chance gehabt hatte es zu erlernen. Neben einem stoischen Herren aufzuwachsen, der keinerlei Gefühlsregung preis gab, was nicht immer einfach gewesen. Trauer und Mitleid, das kannte sie. Oft hatten die Menschen sie mitleidig angesehen, als Tochter eines Monstrums lebte es sich nicht einfach, ihrer Meinung nach. Doch sie hatten nie verstanden, wie sich ein so junges Kind an die Seite eines unmenschlichen Grafen wünschen konnte. Dennoch war sie akzeptiert worden. Stillschweigend ob der Beschreibung der Sitten ihres Landes zuckte Dannika mit den Schultern, worauf hin sich nur noch mehr der widerspenstigen Strähnen über die Schulter schoben, so das blasse Gesicht einrahmten. Sie kannte es nicht anders, war mit Tod und Verderben aufgewachsen. Ebenso wie Basilius mit dem Wissen aufgewachsen war, dass er gut und gerne das Ventil eines Herren war - der seinen Frust einfach an Sklaven ausließ. Nichts, was Dannika fremd war - doch es gab nur weniges, was sie vollkommen aus der Fassung bringen konnte. Wenn, dann aber mochte man die Beine in die Hand nehmen und so schnell es möglich war, fortlaufen. Dunkle Augen blickten ihn an, als er seinem Kummer Ausdruck verlieh. Er sah sie gern lächeln... Ein seltsamer Gedanke, der sich da in ihren Kopf fraß. Weshalb war es ihm so wichtig sie lächeln zu sehen? Es war eine simple Geste, Mimik in dem sonst so ausdruckslosen Gesicht. Was war so besonderes daran, sie lächeln zu sehen? "Mhmm.." antwortete sie sodann einfach nur auf seine Feststellung. Würde er es nicht erwähnen, würde es ihr auch so schnell nicht auffallen. Vielleicht konnte er es dann zum nächsten Mal eher genießen. Nun aber war es tatsächlich so, dass sie dem Blick Basil's auswich, als er nachfragte ob sie sich denn Sorgen würde um ihn. Natürlich würde sie das. Er war ein exzellenter Gesprächspartner! Außerdem... außerdem fühlte sie sich irgendwie wohl in seiner Nähe und er nahm ihr das Gefühl der Einsamkeit. Wieso also sollte sie sich nicht sorgen, und wenn es nur ein ganz bisschen war? "Vielleicht, ja." Sie konnte es nicht ganz ausdrücken, doch irgendwie war ihr noch immer ganz eigen in der Magengegend. Das würde auch nicht besser, als er seine Finger nach ihr ausstreckte. Tatsächlich schloss sie die Augen, kaum nachdem sie ihre Finger von ihm gelöst und sie ineinander verflochten hatte. Eine gewiss große Sache, etwas was man wohl Vertrauen nennen mochte. Doch konnte sie einem Fremden so schnell vertrauen? Wer schon konnte wissen, ob er sich an ihr nicht einfach nur bereichern wollen würde und sie dann den Jägern überließ? Ein Gedanke, der ihr missfiel und genau deswegen schob sie jenen auch gänzlich beiseite. Voller Naivität hoffte sie, dass er nicht ablassen würde von ihr. Das Unwohlsein in ihrer Magengegend wurde zu einem zarten Flattern, ließ sie nervös die Finger kneten. Es war ein komisches Gefühl, so berührt zu werden. So sanft und federleicht tanzten seine Finger über ihre Haut, neigte sie das Haupt ein wenig entgegen der Seite, auf welcher seine Finger lagen. Sie streckte den blassen Hals ein wenig straffte die Haut über welche er fuhr, nur um die Wärme wie eine zarte Spur auf ihrer Haut zu fühlen. Ohne es zu wissen, hinterließ er seinen Geruch auf ihrer Haut, erzeugte er eine zarte Gänsehaut, welche ihr über die Arme und den Rücken kroch. Ja, sie konnte rot werden, doch nur wenn sie das warme Blut eines Menschen im Leibe trug. In diesen wenigen Stunden lebte der Körper weit mehr auf, als in den sonstigen Tagen oder Wochen. Er konnte es sehen, denn ein zartes, fast kaum zu erkennendes Rose legte sich auf die Wangen der Rumänin, färbte sie sanft ein. Fast schon betrübt stellte sie das Zurückziehen seiner Hand fest, doch andererseits war es vielleicht besser so. Das Gefühl, sie kannte es nicht, doch er schien ihr auch keinen Vorwurf zu machen. Noch ehe sie die Augen zu öffnen >
[22:14] ₪ gedachte, öffneten sich die Lippen. "Mir war einfach danach..." flüsterte sie leise, fast schon als wollte sie, dass nicht einmal er die Worte vernahm. ""Verzeih mir..." Langsam öffneten sich die dunklen Augen, jedoch blickten sie ihn nicht an - mied sie seinen Blick und sah stattdessen auf die Tischplatte nieder. "Ich sollte besser gehen..." Sie war nicht Herrin ihrer Gedanken, nicht einmal Herrin der seltsamen Gefühle die sie verspürte. Es war so aufregend ihm gegenüber zu sitzen, und doch gleichzeitig war es vollkommen falsch. Er war ein Fremder! Ein Fremder, den sie erst vor wenigen Stunden kennengelernt hatte. Fast schon panisch konnte man es nennen, so erhob sich das Mädchen ohne einen Ton zu sagen. Nur kurz blickte sie ihn an, ehe sie seinen Augen auswich und den Tisch verließ. Im Laufen fischte sie einige Goldmünzen hervor, welche sie auf den Tresen legte, kaum dass sie ihm nahe war. Kopflos konnte man sagen, flüchtete sie aus der Taverne, nur um sich einige Schritte weiter an die kühle Wand zu lehnen. Rücklings stand sie da, blickte hinauf in den Himmel. Sie musste sich beruhigen! Das war nicht sie. Niemals!
[23:13] Basilius der Händler || Das besondere an einem Lächeln ist, das es nur dann ehrlich ist, wenn der andere sich wohl fühlt, sicher und ehrlich erfreut ist, sei es über die Anwesenheit von jemandem, die gesprochenen Worte oder Berührungen. Es kommt nicht einfach so, es ist eine der ehrlichsten Arten, einem anderen Menschen zu zeigen, er ist einem nicht unangenehm. Nein mehr noch, er ist einem angenehm. Warum soll man sich darüber also nicht freuen, warum soll man es nicht schön finden, so ein Lächeln auf einem anderen Gesicht zu sehen? Ihr scheint das nicht wirklich bewusst zu sein, nur ausweichend ist ihre Reaktion darauf, doch wird er sie damit nun in Ruhe lassen, fürs erste. Vielleicht erfreut er sich an ihrem nächsten lächeln, und ja er ist sich sicher, das zu sehen zu bekommen, ganz ohne etwas zu sagen. Vielleicht wird er sich einen Spaß daraus machen, sie auf jedes lächeln aufmerksam zu machen, bis sie endlich akzeptiert das es da ist, und vor allem das sie es auch zulassen kann. Warum? Das weiß er selber nicht, ist sich darüber nicht ganz einig mit sich selbst und, nunja, es ist aber letztlich doch so. Das sie zugibt sich zu sorgen, eigentlich bestätigt das ja nur die Gedanken, die schon wegen dem lächeln da waren. Etwas das ihn nun wieder zum schmunzeln bringt. Die Augen sind bei ihm fast durchweg mit betroffen, seltener ist es, ihn bei einem gespielten Lächeln zu erwischen. Privat macht er sich nicht die Mühe, die Leute dahingehend zu täuschen. Beruflich ist es manchmal nötig. Während der Berührung nimmt er seinen Blick nicht von ihr, er betrachtet sie dabei, wie sich ihr Hals streckt, spürt die Bewegung unter seinen Fingern, die kühle Haut, zart und weich. Tatsächlich kommt bei ihm kurz das Verlangen auf, dort hinein zu beißen, allerdings weit anders, als sie es zuvor bei ihm getan hat. Es fällt ihm immer schwerer, nicht nur diese junge und naive Frau zu sehen, gerad jetzt ist sie von einem Monster so weit entfernt, wie er von einer weißen Weste. Hätte sie die Augen geöffnet, könnte sie beim ihm ein Lächeln erkennen, Interesse, keinen verrat. Doch den hat sie auch so schon ausgeschlossen, etwas das, wenn er es wüsste, treffen würde. Nicht auf sie bezogen sondern auf anderes. Es würde an dinge erinnern die er beiseite geschoben hat.
Die Hand wird zurückgezogen, der eigene Kopf darauf gebettet und Vampirin vor sich betrachtet, das leichte rosa ihrer Haut gefällt ihm, das Blut das durch ihre Adern strömt, sein Blut ist ein Teil davon. Vielleicht muss man das seltsam nennen, doch irgendwie gefällt ihm der Gedanke, für diesen Moment zumindest. Ein Moment der nicht ewig währt. „Du musst nicht..“ sagt er noch, da ist sie schon aufgestanden, hat nur kurz geschaut und verlässt das innere der Taverne. Die ausgestreckte Hand ist zu langsam, greift ins Leere. Frauen, wie einfach es wäre. Würden sie nur einmal so Handeln wie man es glaubt, doch wie langweilig wäre das auch? Die Halbgefüllte Flasche steht noch auf dem Tisch, die leeren Schnapsgläser, sein Met. Zumindest der wird noch geleert, bevor er aufsteht und wie sie, hinaus möchte. Blicke verfolgen ihn, die junge Magd hats beobachtet, schaut zu ihm und zu der Tür, wohl fragt sich das Ding, was den geschehen ist. Was ihr nicht entgangen ist, das hat auch der alte Wirt mitbekommen. Der Blick von ihm ist nicht all zu freundlich, eine unausgesprochene Drohung liegt in seinen Augen. Ja ja, Basil wird der Vampirin schon nichts tun. Das sollte man dieser wohl auch eher sagen als ihm! Ein zwinkern zum Wirt, sowie zeige und Mittelfinger, kurz wie zum Gruß an die Stirn gehoben und auch er verlässt die Taverne. Beim Tür öffnen sieht er sie nicht gleich, öffnet diese doch nach außen und versperrt zur einen Seite die Sicht. Deutlich atmet er die kühle Luft hier draußen ein, schaut einmal nach links in die leere, nach rechts zu der Tür und dann nach vorn. Niemand zu sehen. Jetzt nicht. Ist er etwa enttäuscht? Ein wenig ja. Die Tür lässt er darum auch bloß stumpf zufallen, ein kleiner knall der durch die nächtliche stille dringt. Innen wird man es kaum hören, hier draußen schneidet es deutlich durch die Stille. Noch einmal, mehr aus Reflex, geht sein Blick zu beiden Seiten und dieses mal sieht er sie. Den Kopf nach oben, das Haar fällt ihr über die Schultern, das weiße Kleid schmiegt sich an ihren Körper, während der Wind hier und da am Stoff zu zupfen scheint. Die Unwirklichkeit des Augenblickes ist beinahe greifbar, so zumindest für ihn. Die Tür im Rücken lehnt auch er sich an, gegen die Tür nicht die Wand. Er lehnt sich einfach dort wo er ist nach hinten und schaut wie sich nach oben in den Himmel. „Wenn du nur etwas Luft schnappen wolltest, das hättest du ruhig sagen können“ Nein auch jetzt kann er es sich nicht verkneifen, er dreht den Kopf, lässt den Himmel aus seinem Blick und schaut stattdessen sie an. „Wenn ich gehen soll, dann sag es “. Bietet er ihr an und macht dadurch im selben Augenblick auch klar, solange sie es nicht sagt,
[23:14] ₪ , wird er hier stehen bleiben und so schnell nicht gehen. Er ist kein Jüngling mehr, das Spiel zwischen Mann und Frau, das ist ihm nicht fremd, das ist nichts neues, nichts das ihn überfordert. Da sind keine Gefühle die ihn verwirren die er nicht kennt und mit denen er nichts anzufangen weiß. Da ist nur eine Anziehungskraft, der er bereit ist nachzugeben und auf die er auch hinzuarbeiten weiß.
[23:32] ₪ Es erschien ihr so furchtbar einfach, wie er mit all den Empfindungen und Gefühlen umging. Es war, als spielte er mit diesen und sie gaben nach, genau so wie er es wollte. Warum war es ihr nicht vergönnt, Gefühle zu verstehen und sie benennen zu können? Es war so schwer zu verstehen. Könnte ihr Herz schlagen, es würde wild unter den Knochengerüst pochen. Aufgeregt wäre es, vollkommen aus dem Häuschen ob dieses Abends. Sie hatte ihn angelächelt und das offen und ehrlich. Kein Spielchen, keine Lüge war es gewesen. Ohne darüber nachzudenken hatte sie sich ihm geöffnet, und er war nicht voran geprescht um sie zu verletzen. Er hatte zugesehen und den Moment genossen, ehe er sie neckend auf das weiche Lächeln hingewiesen hatte, und es somit verschwunden war. Wie oft wohl würde er sie darauf hinweisen müssen, bis sie verstand, dass es ein Teil von ihr war? Sie fühlte sich fremd in ihrem eigenen Leib, überfordert von all den Gefühlen und Berührungen. Dabei hatte er ihr nicht einmal weh getan. Er war da, war so sanft und zart - das war ihr fremd. Mehr als nur fremd, sie kannte es schlicht weg nicht. Und genau aus diesem Moment heraus erhob sich das zierliche Wesen, fast schon schreckhafter Natur, von ihrem Platz, dem hölzernen Stuhl. Dass jener nicht nach hinten umfiel, es war nur ein Reflex, den sie nutzte um den Stuhl festzuhalten. Schneller, als Basilius hätte reagieren können, entglitt sie dem Griff nach ihr. Sie entschwand aus seinem Blickfeld, die halbleere Flasche und den Met mit viel zu viel Gold bezahlend. Joe würde es anrechnen, und wenn nicht war es ihr auch vollkommen egal. Sie musste raus, hinaus an die frische Luft und einen klaren Kopf bekommen. Auf den Alkohol konnte sie es nicht schieben, oder doch? Es waren nur drei Schnäpse gewesen, doch ihr war so warm, als habe sie eine ganze Flasche allein getrunken. Basilius' Berührungen spürte sie noch jetzt auf ihrer Haut, sodass die eigenen Finger nach ihrem Hals griffen, sich die Kuppen auf jene warmen Stellen legten, sie er berührt hatte. Kopflos lehnte sie sich an die kühle Wand der Taverne an, reckte sie den Blick hinauf in den sternenklaren Himmel. Es hatte aufgefrischt - eine Tatsache die ihr so selten bewusst wurde, dass es schon fast unheimlich war. Sie konnte die kühle Brise fühlen, wie sie an den nackten Beinen entlang strich, am Saum des weißen Kleidchens zupfte. Herje, er hatte sie durcheinander gebracht. Wie konnte ein Mann - ein Mensch! - sie so durcheinander bringen? Seine Stimme durchschnitt die Stille, sodass Dannika augenblicklich zusammen zuckte. Sie hatte ihn nicht bemerkt, war so in Gedanken gewesen, dass sie nicht auf ihre Umgebung geachtet hatte. "Verzeih'...." flüsterte sie leise, nicht sicher seiend ob er die Worte denn vernehmen konnte. Noch immer ruhte die Hand an ihrem Hals, hing die Linke lose herab an ihrem Leibe. Es fehlte nur noch, dass sie zu frösteln begann, doch dergleichen passierte nicht. Sie stand da und blickte in den Himmel, versuchte den Kopf klar zu bekommen und zu verstehen was da gerade passiert war. Ein seichtes Kopfschütteln ließ sie geschehen, eine Antwort auf seine Worte hin. Nein, sie wollte nicht dass er ging. Sie sie wusste nicht was sie sagen sollte. Das alles fühlte sich so seltsam, so komisch an. Es war ihr fremd, und das konnte er nicht verstehen. Wieso auch? Sie war ein Kind von Adel, man mochte meinen sie sei Gesellschaft gewohnt. Doch dem war nicht so. Langsam nur, Millimeter um Millimeter wendete sie den Kopf zurück, gerade aus ehe sie ihn ein wenig ruckhaft gen der Seite drehen ließ, an welcher Basilius sich befand. Ihre Bewegungen waren eine Mischung aus raubtierhafter Eleganz und marionettenhaften Wesens. Es schien beinahe, als befinde sie sich in einem Zwiespalt, den sie nicht zu lösen wusste. Was tat dieser Mann, dass er sie so durcheinander brachte? Mit einer simplen Berührung! Oh sie konnte seine Finger noch immer auf ihrer Haut spüren, wie er über die Wange, hin zu ihrem Hals und ihrer Schulter gewandert war. Hätte er nicht aufgehört, sie hätte die Augen nicht geöffnet. Doch so war sie sich ihrer seltsamen Art nur bewusster geworden, weshalb sie einfach die Flucht hatte ergreifen wollen. Nichts, was wirklich charmant war, doch die Rumänin wusste sich schlicht weg nicht zu helfen, oder sich zu erklären. Weshalb sie eben einfach stumm blieb und ihn ansah. Vollkommen durch den Wind.
[00:10] Basilius der Händler || Und jetzt? Zwei Worte, welche die Situation gerad wohl gut beschrieben. Sie steht da, er hier. Beide schauen sie hoch in den Himmel, wobei sie wohl versucht ruhiger zu werden, Luft zu schnappen und er ihr die Zeit dafür gibt. Warum nicht einfach von drinnen? Nun er wusste ja nicht, dass wenn er raus kommt, sie hier stehen würde. Das zum einen, zum anderen ist es aber auch unbestreitbar, das sie aufgewühlt ist und, ja sein Gedanke ist Menschlich, doch. Wenn er jetzt geht und sie hier allein stehen lässt, das wäre gewiss nicht angenehm für die junge Vampirin. Mag sie Gefühle auch nicht benennen können, es ist doch nur zu deutlich, dass sie diese dennoch spüren kann. Ein weiterer Grund ist auch, dass er gerad einfach nicht weg gehen möchte. Er mag es sie um sich zu haben, auch nach der kurzen Zeit schon, die sie sich erst kennen.“ Das braucht es nicht“ betont er. Sie hat ja nichts falsches getan, wenn könnte man ihm einen Vorwurf machen, doch natürlich wird er selbst sich diesen Vorwurf ganz bestimmt nicht aussprechen. Er plant nicht, er steuert nicht, er probiert und schaut wie sie darauf reagiert, er wirbelt scheinbar Dinge auf, die lange verborgen geblieben sind. Zu sagen das ihm das nicht gefällt, das wäre eine glatte Lüge. Doch auch sie wird sich doch nicht bloß unwohl fühlen, vielleicht ist das Gefühl gerad überwiegend, einfach weil das alles eben fremd ist, doch wäre es das einzige, was sie fühlt. Sie ständ nicht mehr hier (oder er nicht). Ein leichter ruck und er hat sich wieder von der Türe abgestoßen, gehen soll er nicht. Sie hat den Kopf geschüttelt, dann wird er jetzt näher kommen. Er stürmt nicht auf sie zu, beeilt sich nicht, sondern ist auch hierbei wieder ganz in seiner ruhigen Art. Er ist noch nicht weit gekommen, da dreht sie den Kopf schon wieder zu ihm, hier im dunkeln wird das blass ihrer Haut deutlicher, ebenso wie das weiß des Kleides und die Farbe ihrer Haare und Augen. Die Mundwinkel zucken nach oben, die kleinen lachfalten um seine Augen herum werden etwas tiefer und er streit seine Hand aus und ihr entgegen. „Da du mich nicht fort schickst, dies aber auch nicht der schönste Ort ist“. Im Rücken die Taverne, auf einer Seite die Vergnügungsgasse, auf der anderen der Hafen. „Wie wäre es, wenn wir noch ein paar Schritte gehen?“ Laufen klärt den Geist, besser noch als das stehen hier. Bewegung ist gut und vielleicht sieht sie es ja auch ähnlich, dazu hat er mit dieser einfachen Geste, wieder die Möglichkeit sie zu berühren. Es wäre nur eine Berührung der Hände, nichts so sinnliches wie zuvor, doch was nicht ist kann ja noch werden und dazu gibt es ihr die Möglichkeit, sich an einfache Berührungen zu gewöhnen. Warum sie so ist, das weiß er nicht, weiß er ja noch immer kaum etwas über sie. Nicht wer ihr Vater war, nur was er ist. Was er ihr mitgegeben hat, er weiß nichts über ihre Vergangenheit, da kennt er mehr Pläne für ihre Zukunft. „Es seiden dir gefällt dieser Ort so sehr“. Ja zugegeben, da klingt seine Stimme nicht ganz ernst, doch sollte sie ihn überraschen und sagen, das ihr dieser Ort tatsächlich gerad am liebsten ist, dann wird er sich auch da nicht gegen sträuben. Man(n) ist ja anpassbar. „Dabei kann ich dich gleich, nach haus begleiten“. Ja nach haus begleiten, nicht ins Haus begleiten, wobei er da auch nicht nein zu sagen würde. Doch geht er davon nun einfach mal nicht aus.
[09:50] Dannika Nadăș war vollkommen überstürzt vom Tisch aufgestanden. Es war nicht sonderlich höflich, doch sie wusste schlicht weg nicht weiter. Das alles, es war so verdammt seltsam. Was tat er da mit ihr, dass sie so durcheinander war? Vorhin noch war sie sich sicher gewesen, dass es eine ganz dumme Idee gewesen war ihn auf etwas zu Trinken einzuladen, doch jetzt stand sie hier mit dem Rücken an die Wand gepresst und wusste weder Ein noch aus. Tief sog sie die kühle Luft in ihre Lungen, und auch wenn sie jene nicht braucht, so half sie doch. Es war eben noch nicht all zu lange her, dass sie die Welt der Untoten betreten hatte. Manches Mal, da ertappte sie sich bei solch menschlichen Dingen, doch gerade hatte sie keinen Sinn dafür. Sie konnte sich nicht konzentrieren, rumorte es ordentlich in ihrem Innersten. Ihr wurde es ganz komisch, fast schon als sei ihr übel. Ein Gefühl - das sie definitiv nicht mehr haben dürfte. Aber gut, vielleicht tat der Alkohol doch einen kleinen Teil und ließ sie so durcheinander sein. Vielleicht aber lag es auch an jener Person, die so eben hinaus gekommen war aus der Schenke, deren Stimme ihr durch Mark und Bein ging. Verdammt! Das Gefühl der Unruhe verstärkte sich wieder, hatte sie sich ihm gegenüber nicht gerade gut verhalten. Einfach sitzen gelassen hatte sie ihn, doch das schien ihn nicht abzuschrecken. Sonst würde er nun nicht hier draußen sein, sich ebenfalls anlehnend und hinauf in den Himmel blickend. Es brauchte ihr nicht leid tun? Wie konnte er nur so, so nicht nachtragend sein? Die Rumänin hatte sich sicherlich nicht richtig verhalten, und doch gab es keinen Grund zur Frustration für ihn. Stattdessen bot er ihr noch an, dass er gehen konnte - aber nein, das wollte sie nicht. Sie wollte nicht allein sein, auch wenn sie gerade fortgelaufen war. Es war kühl geworden, und solch wirren Kopfes war sie leichte Beute für jegliche Jäger. Doch, dass das nur ein vorgeschobener Grund war, diese Erkenntnis vergrub sie weit, weit unten in ihrer Seele. Sie wollte schlicht nicht allein sein, doch das zugeben? Nein. Keinen Moment lang. Die Fingerchen vergruben sich im Soff des Rockes, kaum dass Basilius sich von der Türe abgestoßen hatte, spannte sich der zierliche Leib an. Wenn er nun zu ihr kam, um sie zu schimpfen, würde sie gewiss wieder fortlaufen. Doch warum sollte er sie schimpfen? Er hatte bereits gesagt, dass sie sich nicht entschuldigen musste. Herje, das alles war so furchtbar verwirrend. Ein paar Schritte gehen? Das Mädchen blickte ihn an, wirkte so furchtbar verloren in dieser Gegend. Es war wie so oft eine Gratwanderung zwischen dem Monstrum und der Person die sie war. Doch Basilius schien sich daran nicht zu stören. Langsam glitt der Blick von seinen Augen hinunter zu der ausgestreckten Hand. Wieder eine, dieser feinen Berührungen vor welchen sie sich so fürchtete. Das Weißhaar hatte sie im Badehaus auch so an der Hand genommen, doch das war etwas anderes. Er war - ihr ein Freund, so glaubte sie zumindest. Vor ihm musste sie sich nicht scheuen, es sei denn er hatte seine dollen fünf Minuten und grub sie an. Doch das nahm sie wirklich nicht ernst. Bei Basilius aber war das etwas ganz Anderes. Er verwirrt sie, und gleichermaßen war es fast so, als wollte sie gar nicht so weit weg von ihm sein. So nickte sie auf seine Worte hin schlicht weg. Kein schöner Ort, ein Spaziergang. Zaghaft ließ sie ab von ihrem Rock,reckte die blasse Fingerchen nach der Hand Basilius' um sie schlussendlich in jener zu betten. Er wollte sie nach Hause bringen, ein Vorschlag der ihr nicht missfiel. Langsam hoben sich die dunklen Augen von den verflochtenen Händen, hinauf über seinen Arm, seine Schulter bis hin zu seinem Gesicht. Unsicherheit, sie war so groß im Antlitz des Mädchens stehend, dass er sie nicht übersehen würde. Das ach so gefährliche Monstrum schien verunsichert, so wie es ein Mädchen ihres Alters nur sein konnte. Er wusste so wenig von ihr, und doch brachte er es zustande, sie vollkommen durcheinander zu machen. Nichts, was sie gutheißen konnte, und doch konnte sie nichts dagegen tun. So nickte sie erneut, würde sie sich von ihm nach Hause bringen lassen. Er wusste ja in welche Richtung sie gehen mussten, nicht? So stieß sie sich langsam von der Wand an, seine Hand nicht loslassend.
[17:55] Basilius der Händler || Es geistert ihm wirklich viel in seinem Kopf herum, doch mit ihr zu schimpfen. Das ist tatsächlich nicht dabei. Es würde nichts bringen, überhaupt nichts. Es ist ja nicht so, als hätte sie irgendetwas Schlimmes getan, sie ist einfach nur raus gelaufen, eine schlechte Absicht, die erkennt man nicht dahinter. Nur Unsicherheit. Etwas das sie wieder so unglaublich Menschlich wirken lässt, der einzige Moment in dem das Ungetüm zum Vorschein kam, der war in jener Gasse. Sicher, sie hat von Anfang an, eine kühle Art gezeigt, einiges deutlich gemacht. Doch unmenschlich war das nicht. Vielleicht war gerad das sogar sehr Menschlich? Das Angebot, ihre Hand in seine zu legen, wird angenommen, sacht legt sich ihre Hand auf seine Handfläche und nur kurz legt er die freie Hand noch auf ihre. Lächelt dabei, fast schon aufmunternd. Sie braucht diese Unsicherheit nicht, denn ja, deutlich merkt man sie ihr an. Das was da vor ihm steht ist kein Monster, sondern eine junge Frau die nicht weiß, wie sie mit einer Situation umgehen soll. Dementsprechend verhält auch Basil sich und versucht die ganze Situation, so unangenehm sie möglich zu machen. „Gut“ antwortet er, denn irgendwie hat sie es ja auch getan, wenn von ihr dabei auch nicht gesprochen wurde. Während sie sich von der Wand abstößt, schließt er die Hand um ihre und wird, mit ihr, die Schritte Richtung Westen setzen. Wo sie wohnt das weiß er nicht, soweit stimmt das Ganze. Nur haben sie ja bereits davon gesprochen, in welche Richtung man müsste. Dorthin lenkt er seine Schritte und sollte er falsch gehen, dann kann sie noch einlenken. Durch die Vergnügungsstraße will er kein weiteres mal mit ihr gehen, auf ein erneutes Zusammentreffen mit dem einen Mann, da kann er drauf verzichten. Sie gewiss auch, so ist es eine andere Nebenstraße, welche zumindest in westliche Richtung führt, zu der er sich auf machen möchte. Im übrigen sind sie, ab der üblichen Straßen, gewiss auch sicher vor den Jägern. Denn wenn wir ehrlich sind, Basil gegen einen Jäger? Also sicher er würde es versuchen, die Frage ist nur. Wie groß stehen die Chancen, dass er da etwas würde ausrichten können? Vielleicht könnte es von Vorteil sein, das er ein Mensch ist, der Jäger ihn also nicht umbringen wollen würde aber… nein bleiben wir einfach dabei, das der Gedanke mit dem Jäger, bloß ein Vorwand war um das eigene Verhalten, vor sich selbst zu rechtfertigen.
Wo lang jetzt genau? Er spricht nicht gleich, geht vorerst gemächlich neben ihr her und vergewissert sich mit kurzen Blicken hinauf, immer mal, das die Straße keinen Bogen macht und sie in eine ganz andere Richtung führt, also eigentlich vorgesehen. „Dein Haus, wie sieht es aus?“ fragt er dann schließlich. Farbenprächtige Außenwände wird er ihr sicher nicht beschreiben, doch irgendwas markantes, an dem er es würde erkennen können. Das diese Frage vollkommen harmlos ist, ihr die Möglichkeit gibt zu reden, ohne auch nur (hoffentlich) irgendein Thema, das vielleicht problematisch wäre, ist natürlich vollkommener Zufall.
[09:27] Dannika Nadăș war sich da nicht sicher. Geschimpft bekommen hatte sie oft. So oft, dass sie es nicht mehr zählen konnte. Zu Anfang noch hatte sie oft gefragt ob sie hinaus gehen durfte, doch mit der Zeit war das immer weniger geworden, hatte sich die junge Grafentochter immer weiter zurück gezogen. Und so waren ihr die menschlichen Gepflogenheiten einfach nicht mehr geläufig, waren sie oftmals vollkommen fremd und neu. Und genau deswegen diese mehr als überstürzte Flucht. Sie konnte damit nicht umgehen, kein bisschen - und das an Basilius auszulassen war nicht was sie wollte. Was lag da näher als dieses Treffen zu beenden und nach Hause zu gehen? Gewiss mochte Basilius immer wieder das Monstrum in ihrem Innersten verdrängen, doch er hatte sie auch schon ganz anders erlebt. Sie konnte manipulativ und gefährlich sein, gerade in solchen Moment war es eine Gratwanderung. Die Unsicherheit der eigenen Person stärkte das Monstrum im Untergrund. Es konnten Minuten sein, die sie noch klaren Verstandes war, oder aber es passierte nichts. Vor diesen Blackouts war sie einfach nicht sicher. Und nichts lag ihr ferner, als den Händler anzugreifen. Zumindest nicht um ihn schwer zu verletzen. Schweigend blickte sie Basilius an, wie er da an die Tür gelehnt stand und ihr den Moment des Freiraumes ließ, den sie benötigte. Es war schon seltsam, warum ging er nicht einfach? Sie hatte ihn doch förmlich sitzen lassen, stattdessen kam er auf sie zu und wollte ein wenig mit ihr spazieren gehen, ja sie sogar nach Hause bringen. Sorgte er sich etwa, dass sie den Weg zurück nicht mehr fand, so durcheinander wie sie war? Oh sie konnte ihr Bett - den Sarg - schon rufen hören. In einigen Stunden würde die Sonne aufgehen und Dannika würde vollkommen übermüdet zusammen brechen. Dieser Kraft konnte sie sich einfach noch nicht entziehen, nicht wo sie noch so jung war. Vorsichtig reckte sie die Finger, legte jene in seine. Die Unsicherheit war zu sehen, wie zu fühlen. Alles an ihr wirkte angespannt, änderte sich das auch nicht als er sie anlächelte. Irgendwie war das alles so fremd... Der Wolf schubste sie jedes Mal von sich, ließ es nicht zu wenn sie sich ihm nähern wollte. Das schmerzte, oh es schmerzte fürchterlich. Doch irgendwo konnte sie ihn auch verstehen, denn ihr ging es nicht wirklich anders. Auch sie ließ sich ungern berühren, wobei sie gewiss Ausnahmen machen würde. Basilius war nahe einer solchen Ausnahme, denn das Angebot seine Hand zu ergreifen hatte sie angenommen, er hatte nur abgewartet. Dannika folgte ihm augenblicklich, kaum dass er die ersten Schritte setzte. Es war seltsam seine Hand zu halten, wo sie doch eigentlich nur einen Weg entlang gingen. Und doch war er wie ein Ruhepol, der sie irgendwie versuchte zu erden. Sich dem zu entziehen fühlte sich falsch an, weshalb sie ihn nicht losließ. Der Blick lag noch immer auf Basilius, wendete sich bei seiner Frage jedoch voran, schaute sie in die Gasse in welche sie hinein gingen. "Ein Herrenhaus, zwei Türme am Beginn dessen sind recht markant." Das war wohl die einfachste Beschreibung die sie ihm über ihr Heim geben konnte. Sie hatte einen Garten um den sich nur spärlich gekümmert wurde, da ihr einfach der Sinn danach fehlte. Er war da, und man ließ ihn nicht zu sehr verwildern, doch mehr passierte nicht. Weiter ging sie mit ihm durch die Gasse, ließen sie das Hafenviertel nach und nach hinter sich. Er würde schon wissen wohin er ging und wenn nicht konnte sie noch eingreifen. Doch erst einmal verließen sie das Hafenviertel, mieden die Vergnügungsgasse und gingen tatsächlich gen Westen. Was sollte sie sich da beschweren? Er wusste nun wie ihr Haus aussah, zumindest ungefähr. Ob ihm das reichte? "Es wirkt ein wenig verkommen.." gab sie leiser Stimme zu. Ja, so richtig neu war das Anwesen nicht mehr, und da ihr Schöpfer eine lange Zeit nicht hier gewesen war, hatte man sich auch nur spärlich um das Anwesen gekümmert. "Hier und da wachsen Ranken am Haus hoch, aber - ich mag es so. Es hat Charakter." Von Anfang an hatte sie sich wohl gefühlt in diesem Anwesen. Und das war ihr mehr als nur wichtig. Der Blick glitt ab vom Weg und wurde angehoben, gedreht, sodass sie Basilius wieder ansehen konnte. Nicht so offensichtlich, mehr aus dem Augenwinkel heraus. Was hatte dieser Mann bitte an sich, dass er sie so verunsicherte? Wollte sie es überhaupt wissen?*
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Re: Begegnung und Blutdurst. Dannika und Basil

Beitragvon Kilian » 13. Mai 2016, 12:30

[12:15] Basilius der Händler kommt mit der jungen Vampirin gerad aus der Hafengegend, in dem Pub haben sie zusammen gesessen um nun den Weg fort zusetzen. Wenn das nicht schon klingt, als wäre es zum Scheitern verurteilt. Wie soll etwas halten, bei dem sich zwei immer und immer wieder in ihrer Unsicherheit bestärken? Wenn keiner so recht weiß was zu tun ist, den anderen fort stoßen und sich nicht im Klaren darüber ist, wie man es denn besser machen könnte. Da kann doch keiner von beiden, auf den anderen zugehen, ihm eine Hilfe sein und behutsam zeigen, das es eben doch auch angenehm sein kann. Warum Basil überhaupt das Bedürfnis hat, auf die junge Vampirin zuzugehen, da ist er sich selbst nicht ganz sicher. Es ist keinesfalls ein Wohltäter, der dies einfach nur aus Freundlichkeit tut und ihr so helfen möchte. Warte doch, also er will ihr schon helfen, aber das ist ja das seltsame an dem ganzen. Schließlich verspürt er dieses Bedürfnis nicht oft. Ganz zu Anfang, am Beginn der Begegnung, da war jeder Schritt bedacht gewesen, er hatte ihr beigestanden, da sie eben nicht aussieht wie ein Bettelmädchen, hat sich etwas davon versprochen. Kontakte für seine Arbeit, ob nun als künftiger Kunde oder auf der anderen Seite der Medaille, jemandem der ihm gut gesinnt ist. Inzwischen geht es hm nicht mehr darum, er mag sie. Fühlt sich von der Unsicherheit und gleichzeitigen stärke angezogen, die ihr innewohnen und das seltsamste? Er w i l l ihr tatsächlich helfen, wüsste nicht einmal, was genau er davon hat, wenn er es tut. Dennoch ist das dieser drang dazu vorhanden. Wer wäre er schon, wenn er diesem nun nicht nachgeben würde?
Gemeinsam zu ihrem Anwesen also, ihre Beschreibung ist wirklich unhilfreich, so unhilfreich das er schon wieder nicht anders kann als zu schmunzeln. Ein Anwesen, hat zwei türme und sieht von außen etwas heruntergekommen aus? Oh das trifft sicher auf… einen sehr großen Teil, der bewohnten und vor allem der leerstehenden Anwesen zu. Na er hat zumindest die Richtung, nach Westen. Das ist doch schon mal was und vielleicht springt ihm ja doch eines in die Augen, das es sein könnte. Wenn nicht, sie aber in der Nähe sind, dann wird Dannika doch gewiss etwas sagen, falls er bei zwei wegen, genau den falschen nimmt. „Ein Herrenhaus und zwei Türme ja? “ oh, er versteckt nicht einmal, wie lustig er diese Beschreibung findet. „Ein Dach hat es auch? Eine Tür, und ganz bestimmt auch Fenster? “ Er versucht sie bei den Fragen ernst anzuschauen, so wirklich gelingen tut das nicht. Die Mundwinkel zucken nach oben, die Falten um die Augen sind deutlich. Ranken die das Haus hinaus wachsen, mit der Beschreibung kann der Händler schon etwas mehr anfangen. Hoffentlich, also vielleicht. Man wird es sehen. „Es klingt gemütlich“ Tatsächlich meint er das nun wieder ernst, dieses gestriegelte, alles korrekt. Damit kann er wenig anfangen. In den Wohnvierteln sind sie bereits, doch noch nicht in dem richtigen. Die Häuser hier stehen eng beieinander, haben kaum bis garkeinen Garten und man erkennt schon so, das es sich um Häuser mit Wohnungen handelt. Nach und nach werden die Häuser besser, die Wohnungen darin größer und irgendwann sind es eben solche Anwesen, wie das in dem die junge Vampirin wohnt. Scheinbar interessiert schaut er sich hier in der Gasse um, ehrlich ist das Interesse hier nicht. Mit diesem Viertel kann er nichts anfangen, die Menschen haben weder das Geld noch den Platz um seine Ware zu kaufen, doch sind dabei schon zu wohlhabend um als seine Ware zu enden. Ihr Blick entgeht ihm dabei nicht, doch geht er auch nicht darauf ein, lässt sie schauen und fragt sich zeitgleich noch, welche Gedanken wohl in ihrem Kopf herumgeistern.
[12:24] ₪ Ein seltsames Bild nicht? Das Mädchen, so blass wie die Haut eines Menschen wohl nur sein konnte. Ein weißes Kleidchen und die dunklen Haare, einer Puppe gleichend. Und dann, daneben der Herr, sie an der Hand haltend, ein gutes Stück größer, das Mädchen überragend. Fast schon eines Beschützers gleich, wie er neben ihr entlang ging. Er half ihr, durch dieses Chaos von Gefühlen, und das schlicht und ergreifend nur, weil er neben ihr entlang ging und sie nicht hatte allein gelassen. Was wohl würde im Kopf des Mädchens vor sich gehen, wenn sie nun komplett alleine wäre? Unsicherheit nebst Wut und Trauer? Vielleicht auch Unschlüssigkeit. Das alles war so furchtbar kompliziert, dass ihr bereits vor lauter Nachdenken der Kopf weh tat. Basilius war ihr so nahe, wie schon lange Niemand mehr gewesen war. Der Wolf, er stieß sie immer wieder fort von sich, ja er hatte sogar einige Tage gebraucht und war auf der Jagd verschwunden. Ein Vorwand um Abstand zu ihr halten zu können, doch konnte sie ihm denn einen Vorwurf machen? Ihr erging es doch nicht anders, auch wenn Basilius diese Mauern aus Unsicherheit mehr als nur einzureißen gedachte. Er hatte sich ein Loch hindurch geschlagen, hatte das ganze Konstrukt instabil gemacht. Nun musste er sie nach Hause bringen, da sie sonst vielleicht in eine vollkommen falsche Richtung gehen würde hm? So zumindest schien er das zu sehen, warum sonst sollte er sie begleiten? Irgendwie hätte sie schon den Heimweg angetreten, wenn sie denn heim gewollt hätte. Doch so war es noch viel einfacher. Sie konnte sich überlegen, ob sie Basilius mochte, oder eben ihn nicht mögen wollte, weil sie ihn mochte. Herje, das alles war so furchtbar kompliziert, dass sie ganz froh war, dass sie nicht allein zurück gehen musste. Auf eine Diskussion oder dergleichen hatte sie jedoch keine Lust, und auf Späße reagierte sie ein wenig - eigen. Aber das würde er gleich verstehen lernen. Ein Mädchen, das so unsicher war, sollte man lieber nicht auf den Arm nehmen. Denn dann, ja dann erntete man einen Blick der genau so ausschaute, wie der welchen sie ihm nun zuwarf. Eine Mischung aus Verachtung und Wut, ebenso einer Spur von Verletztheit. Er nahm sie auf den Arm, und das ganz gewaltig. Die Augen verengten sich, blickte sie ihn an wie eine Katze, die ihn zu verachten gedachte. Es fehlten nur noch die zu Schlitzen geformten Pupillen. "Du wolltest eine Beschreibung. Was soll das?" Nein, sie konnte tatsächlich nicht darüber lachen. Kein bisschen konnte sie darüber lachen, wirklich überhaupt nicht. Genau deswegen ließ sie auch mehr als abrupt die Hand des Händlers los, löste ihre Finger aus den Seinen. Die Hand zog sie zurück, presste sie, geballt zu Faust, an die Brust. Ohja, das hatte sie vollkommen falsch verstanden, nett fand sie das wirklich nicht. Und genau deswegen wendete sie den Blick wieder ab von Basilius, blickte voran in die Ferne. Sie waren auf der richtigen Straß. Das Anwesen, es war leicht zu finden. Einzeln stand es da, ganz am Ende jener Straße, ganz am Rand. Dort wo die Menschen so viel Geld besaßen, dass sie nicht nur einen Sklaven von ihm kaufen konnten, wenn sie denn wollten. Nein, sie konnten sich eine ganze Schar leisten. Ganz hinten, ganz am Ende konnte man bereits die kleinen Türme erkennen, doch ob auch Basilius sie sehen konnte? Es klingt gemütlich... Ja, sie fand es gemütlich, sehr sogar. "Es ist schon lange in Familienbesitz." antwortete sie, ihn noch immer nicht anblickend. Nein, das hatte ihr ganz und gar nicht gefallen gerade, vielleicht aber reagierte sie auch nur so biestig, weil sie noch immer vollkommen durcheinander war. Dennoch, streiten wollte sie auch nicht, ganz gewiss nicht. So ging sie schweigend neben ihm entlang. Noch immer verspürte sie diese Aufregung in ihrem Innersten, dieses Magengrummeln. Sie musste an den Moment im Pub denken, jener Moment in welchem ihr Fingerkuppen sein Gesicht berührt hatten. So warme Haut, nein die Narbe entstellte ihn wirklich nicht.
[15:01] Basilius der Händler ||Dachte sie das wirklich, dachte sie, er würde sie nur heim bringen, weil er es ihr nicht zutraut den Weg allein zu finden? Denn das tat er, nein er wusste dass sie den Weg schon finden würde. Ihm ging es viel mehr um den kleinen Gedanken, das er sie nicht allein lassen wollte, nicht gerade und eigentlich, wenn er noch ein wenig ehrlicher war, dann wollte er diesen Abend noch nicht beenden. Nicht so abrupt wie es sonst geschehen wäre. Das er ihr nichts zutraut, dieser Gedanke ist also gänzlich falsch. Gerad durch ihre Fähigkeiten, wäre Sorge in dieser Art doch etwas lächerlich. Man sollte da schon realistisch sein und sich nicht zu sehr, selbst überschätzen. Auch was die Rolle des Beschützers angeht, selbst wenn er es wohl versuchen würde. Bei dem ganzen am Ende allerdings, sehr wahrscheinlich, nur im Weg stünde. Der kleine Spaß der ihm über die Lippen kam, war nicht mehr als das gewesen, ein necken und mit solch einer Reaktion hat er nun nicht gerechnet. Die Hand wird ihm entzogen, ihr Blick trägt vieles in sich, doch wenig Gutes. Eigentlich sieht sie aus, als würd sie ihn gerad am liebsten angehen. Das war wirklich eine schnelle Wandlung. Frauen… nein nicht Vampir, Frau! So kompliziert, da ändert die Art, also das Wesen in dem die Frau steckt, das in der Frau steckt? Na das ändert jedenfalls überhaupt nichts daran. Sie sind alle gleich. Zumindest in manchen Punkten und wenn man jetzt gerade Basil fragen würde. Er sieht kurz runter, dorthin wo ihre Hände sich eben noch berührt haben und dann zu der Faust, die sie sich an ihren Leib presst. Leis seufzt er, hebt auch seine Hand wieder, um sich einmal über den Nacken zu streichen und die Hand dann wieder locker neben den Körper zu nehmen. „Ja das hab ich“. Er hat sie gefragt, das stimmt, er wollte wissen wie das Haus aussieht. „Und ich dachte, ich erfahre so etwas wie Farbe, Besonderheiten an denen ich es unterscheiden kann. “ Es ist ja nicht so, als würde er nicht kurz aufklären können, warum er so reagiert hat und wenn sie auch gerad sauer ist, oder vielleicht auch weil sie es ist, schmunzelt er beim reden und zuckt kurz mit den Schultern „Es war ein Spaß“ . Das hat sie sicher auch gemerkt, es nur nicht so empfunden. Dennoch, es noch einmal zu sagen schade ja gewiss nicht. „Du solltest nicht alles so schrecklich ernst nehmen“ belehrt er sie noch kurz und schaut dabei nach vorn, geht bereits weiter und betrachtet die junge Frau nur aus dem Augenwinkel. Sie kommen ihrem Ziel näher, nein Basil weiß nicht, das dieses Haus am Ende, ihr Haus ist. Er sieht es vielleicht, doch wirklich wahrnehmen tut er es nicht. Vermutlich wird er einfach daran vorbei gehen, wenn sie ihn nicht aufhält und darauf aufmerksam macht. Ihn mit der Nase direkt darauf stößt und sagt Das da. Türme kommen eben doch etwas häufiger vor, gut mit der Verwitterung zusammen.. Vielleicht wird er es auch anschauen, sich fragen ob das nun ihr Haus ist und die dann fragend betrachten und sehen ob sie stehen bleibt.
Das es lang im Familienbesitz ist, fällt ihm keinen Moment schwer zu glauben, schließlich ist ihr Vater ein Vampir wie sie. Da kann es sehr lange im Familienbesitz von nur einer Generation sein. Mit einem nicken zeigt er, er hat verstanden, zugehört. Doch erwidert vorerst nichts, nicht weil er beleidigt ist oder dergleichen. Nur weil es eine Information ist, die man eben zur Kenntnis nehmen kann, zu der ein weiteres anfügen, jedoch eher schwierig ist.
[22:43] Dannika Nadăș wusste in diesem Moment nicht wirklich was sie denken sollte und was nicht. Ihr fiel das alles furchtbar schwer, zu begreifen dass er sich nicht scheute - nicht einmal nachdem sie ihn in der Gasse angegriffen hatte. Stattdessen hatte er bis zu einem kurz voraus gegangen Moment noch ihre Hand gehalten. Nun gut, der Impuls loszulassen war von ihr gekommen, aber auch nur weil sie diese Scherze einfach nicht verstand. Es viel ihr Schwer Sarkasmus oder Ironie zu erkennen. Wie denn auch? So etwas hatte es im Hause Nadas einfach nicht gegeben. Schweigend ging sie neben ihm entlang, während sie die zur Faust geballte Hand noch immer fest gegen die eigene Brust drückte und darüber nachdachte, ob sie vielleicht doch ein wenig überreagiert hatte. Sie sollte ihn vielleicht nicht ständig so anfauchen, doch irgendwie war es ein komisches Gefühl von ihm so, so.. Naja so dumm vor ihm zu stehen eben. Das war nichts, womit sie umzugehen wusste. Wirklich nicht. "Es ist... weiß.." gab sie leiser Stimme zu verstehen, doch konnte man in jener einen zarten Anflug von Zweifel erkennen. "Oder... grau?" Sie wusste es nicht. Tatsächlich hatte sie es immer nur bei Nacht gesehen, und da die genaue Farbe zu definieren, das war wirklich schwer! Dannika neigte das Haupt ein wenig zur Seite, runzelte sie unzufrieden die Stirn. Ja, welche Farbe hatte das Haus denn eigentlich? "Ich... weiß es nicht, ich habe es am Tag noch nie gesehen." Ein Geständnis, das ihr sicherlich nicht leicht viel. Eigentlich viel es ihr sogar verdammt schwer, denn sie musste zugeben, dass sie das Haus noch nie so wirklich betrachtet hatte um genau zu wissen welche Farbe die Fassade hatte. Eigentlich eine Schande, nicht? Seine Worte trafen sie, mehr als sie es zugeben würde, doch er hatte tatsächlich ins Schwarze getroffen. Sie hatte ihn viel zu ernst genommen, und war ihm vollkommen grundlos böse. Der Blick glitt bedrückt zu Boden, knetete sie unruhig ihre Finger der Faust durch. "Es tut mir leid.." Nur ein leises Murmeln, ein zartes Wispern, dass es ihr wirklich leid tat. Sie hätte sich so nicht verhalten sollen, doch irgendwie war es schlicht weg mit ihr durchgegangen. Verwirrend, denn so etwas kannte sie nicht von sich. Gut, ein einziges Mal bisher war sie wirklich böse geworden, doch das war dank eines Blackouts so schlimm geendet. Nein, darüber wollte sie gar nicht mehr nachdenken. Lieber nicht. Näher kam das Anwesen ins Blickfeld des Mädchen, zumindest wurde ihr das deutlich als sie den blick wieder hob, den Boden entließ und gerade aus blickte. "Dort vorn.. Da wohne ich." Kein riesig großes Herrenhaus. Es war eben gemütlich, wie Basilius es schon angedeutet hatte. Es reichte für sie aus, ja manches Mal war es ihr tatsächlich zu groß. Doch es war nun einmal Familienbesitz, und irgendwie auch ein Teil ihres Vaters, auch wenn sie das wohl nicht zugeben würde. Weiter ging sie neben ihm entlang, den Blick wieder gen Boden gesenkt haltend. Irgendwie, war ihr noch immer unwohl. Sie war gemein zu ihm gewesen, und das war nicht nett gewesen.
[03:50] Basilius der Händler || Irgendwie ist es ja schon niedlich, wie sie nun versucht die Farbe des Hauses zu bestimmen, in dem sie doch eigentlich lebt. In der Nacht sind alle Katzen grau und die Häuser sind es scheinbar auch. Das sie sich vorher aber noch nie, mit dieser Frage beschäftigt hat, das wundert ihn etwas. Vielleicht aber nur, weil es für ihn ganz normal ist etwas zu sehen. Kann man die Tage draußen verbringen, die Farben sehen, dann weiß man sowas eben einfach ohne sich genauer damit auseinandersetzen zu müssen. Vermutlich kommt man nur selten auf die Idee sich da genauer zu erkunden. Man nimmt es eben so wahr, wie man es sieht und wenn dieser Zustand dann Normal ist. Jedenfalls kommt ihm bei dem ganzen eine Idee, nur ein flüchtiger Gedanke und man würde sehen, ob sich das ganze wirklich umsetzen lässt. Doch warum sollte es nicht? „Du brauchst dich nicht entschuldigen “ warte, hat er so etwas nicht schon mal gesagt? Also so etwas Ähnliches. Ist gar nicht so lange her, für eine kalte Vampirin ist sie wirklich sehr zartbesaitete und entschuldigen tut sie sich häufiger, als es denn nötig wäre. Zumindest sieht er das so. Also, das Haus ist Hell?“ wenn sie weiß oder grau vermutet, dann wird es doch sicher dadurch schon auffallen und ja, während sie schon darauf deutet ist auch im in den Sinn gekommen, es könnte sich um das Haus handeln. „Es ist Hübsch “ sagt er jetzt ohne Ironie, ist aber auch nicht schwer, ein Haus in dieser Gegend hübsch zu finden, denn eigentlich wird hier keines stehen, das hässlich oder wirklich heruntergekommen ist. Bisher hat er nach vorn gesehen, nicht wieder zu ihr, auch nicht als sie sich entschuldigt und er es abgetan hat. Erst jetzt, wo der Abschied in greifbare Nähe rückt sieht er doch wieder zu ihr. Vielleicht hätte auch er eben mehr Rücksicht nehmen müssen, er merkt ja, dass es nicht ganz einfach ist für sie. Seine Art den meisten dingen mit einer Spur Sarkasmus gegenüberzutreten, die findet eben nicht immer gleich anklang, eigentlich hätte er sich auch da, schon dran gewöhnen können.
Ewig dauer es nicht mich und sie stehen vor dem Haus, die Türme, die Farbe, sie scheint die Farbe weiß zu mögen, vielleicht ist es auch nur Zufall. „So“ beginnt er, denn ja sie sind nun hier. Er hat sie tatsächlich nach Haus gebracht. Also man ehrlich, er hat, beim ansprechen vor einiger Zeit, nicht damit gerechnet, das er den Worten die er gesprochen hat, wirklich so folgen wird. Sie vermutlich auch nicht. „Da sind wir“ . Ja ja ja, das klingt selbst in seinen Ohren nach einem dieser Sätze, die man eben sagt, wenn man eigentlich nichts zu sagen hat, aber etwas sagen möchte. Die Hand hat sie ihm entzogen, das ist kein Grund, nun nicht doch wieder auf Tuchfühlung zu gehen. Nein er übertreibt es nicht gleich, will ihr nur ein Hand an ihren Nacken legen und mit dem Daumen sacht über ihre Wange streichen. Keine Berührung, die sie nicht schon zugelassen hätte, doch wer weiß, ob es hier draußen noch genau so ist, die Situation ist anders als in der Taverne. Doch er will es wenigstens versuchen. Das sie ihn verletzen würde, das kann er sich inzwischen kaum noch vorstellen. „Ich hoffe wirklich, wir sehen uns bald wieder “. Erschreckend ist, er meint das ernst. Das ganze wird ihm noch ordentlich zu denken geben. Nicht jetzt, nicht hier, doch die kommenden Tage ganz gewiss.
[09:20] Dannika Nadăș wusste ebenso wie er, dass der Abschied immer näher rückte. Doch so richtig wohl fühlte sie sich damit nicht. Man konnte gar meinen, dass sie sich unwohler fühlte, je näher sie dem Haus kamen. Wenn sie angekommen wären, dann würde er gehen und sie war wieder allein. Etwas, was an diesem Abend wie bittere Galle auf ihrer Zunge lag und sie nicht in Ruhe ließ. Dieser Abend, er war so anders und erfrischend aufregend verlaufen, wie sie es nie hätte zu träumen gewagt. Basilius war in jeder Hinsicht interessant. So interessant, dass sie sich nicht von ihm verabschieden wollte. Doch auch er würde nach Hause, in die Schenke, gehen müssen. Gewiss hatte er noch einiges zu Tun und das Geschäft würde nicht ohne ihn anlaufen. Die Draculina erwiderte nichts darauf hin, dass sie sich nicht entschuldigen musste. Doch, irgendwie schon. Irgendwie musste sie diese Worte aussprechen, sonst würde es sie auffressen. Kannte er das? Dieses Gefühl etwas Falsches getan zu haben und dann trug man es die ganze Zeit mit sich herum, nicht wissend wann man das Gewissen erleichtern konnte? Nein lieber jetzt... Nicht später. Ein Nicken, zaghaft und doch auch unsicher. Ja, es ist hell. Auch keine gute Beschreibung. Die meisten Häuser hier sahen dem Ihren sehr ähnlich, abgesehen davon, dass es ein wenig weiter abgelegen war. Die Nachbarschaft war einige Schritte weiter entfernt, und doch nicht so weit dass es merkwürdig wirken würde. Eben ein altes Haus, nicht herunter gekommen aber noch auf einem der alten, großen Grundstücke. Eben ein Familienbesitz. Hübsch fand er es, zumindest klang es tatsächlich ziemlich ehrlich und nicht nach einem Witz. Langsam hob Dannika auf diese Worte hin den Blick an, um gen des Hauses zu blicken. Ja, es war hübsch, das fand sie auch. Sonst wohl hätte sie sich längst ein anderes Anwesen angeschaut und wäre wohl möglich schon umgezogen. Schließlich wollte sie nicht in einem Haus wohnen, in welchem sie sich nicht wohlfühlte. So erging es Basilius sicherlich auch. Sonst hätte er schon das erste, x-beliebige Haus genommen. Doch auch er suchte, und würde entscheiden wenn ihm das Richtige Anwesen in den Blick fiel. "Mhmm, da sind wir." murmelte Dannika leise, fast schon ein wenig enttäuscht. Sie wollte nicht, dass er ging. Doch ihn jetzt noch hinein bitten? Das war ihr unangenehm. Nein, das konnte sie nicht tun. Irgendwie, fühlte es sich falsch an. Leicht war das zusammen Zucken, welches ihren Körper durchfuhr, als sie die Wärme Basilius an ihrer Wange verspürte. Langsam wendete sie das Haupt auf, wendete den Blick vom Haus, vom Boden weg hinauf zu seinen Augen. Nein, sie schüttelte seine Finger nicht ab. Sie ließ die Wärme auf sich wirken, ja gar war sie versucht ihr Haupt so zu neigen, dass sie sich an sein Hand schmiegte. Nein, sie würde ihn nicht angreifen in keinem Moment. Wieso auch? Er tat ihr nichts an, wollte ihr nichts böses. Oder? Nein, sie konnte es sich nicht vorstellen. Und genau deswegen musste er sich nicht sorgen. "Das hoffe ich auch." Eine ebenso ehrliche Antwort wie die Seine. Sie wollte ihn wiedersehen, sehr gerne sogar. Es war ganz gleich, welcher Arbeit er nachging, was er tat und was nicht. Irgendetwas hatte er an sich, und sie konnte es schlicht nicht beschreiben. Doch ja, sie mochte ihn - irgendwie.
[22:23] Basilius der Händler || Das sie nicht allein bleiben mag, sie müsste es ihm nur sagen und er würde bleiben, sie könnte sich auch einen irrwitzigen Grund dafür ausdenken, er würd das gar nicht hinterfragen. Tatsächlich versucht er momentan aber so etwas wie Anstand zu zeigen und sich jetzt, ganz dreist, bei ihr einzuladen, das wäre nicht gerade ein Paradebeispiel für Anstand. Dazu kommt eine gewisse Vorsicht, die trotz allem noch ein Teil seines Handelns und die, vielleicht, bei einem Menschen etwas anderes wäre. Außerdem, das sie natürlich recht hat, er hat zutun. Es ihn nicht direkt aus dem Geschäft werfen, wenn er mal eine Nacht nicht arbeitet und die Zeit lieber in angenehmer Gesellschaft verbringt. Doch zu Arbeiten wird ihm auch nicht schaden. Hilft eigentlich sogar dabei, den Kopf mal etwas frei zu bekommen. Schließlich gibt es da klare Dinge, auf welche er sich konzentrieren muss, genaue Dinge um sich mit ihnen zu beschäftigen. Da bedarf es schon einiges, um wirklich abgelenkt zu werden. Dieses mögliche „ einiges“ steht gerad noch vor ihm, lässt die Berührung wieder zu, etwas das ihn ungemein freut, auch wenn er das gerad nur schwerlich zeigen kann. Weich und zart, dennoch ungewohnt kühl, so fühlt sich die Haut unter seinen Fingern an, während ihr Blick nun zu ihm hoch schaut, ohne dieses mal die Augen zu schließen. So wie er sie anfasst, müsste er eigentlich einen leichten Pulsschlag spüre, nein er hat nicht danach gesucht, dennoch fällt es ihm auf das er fehlt, es sollte ihn nicht überraschen, er weiß ja bescheid. Wissen und es wirklich wissen, das sind dann aber doch immer zwei ganz verschiedene paar Schuhe, vielleicht wird sie dadurch sogar einen kurzen Moment der Überraschung oder Erkenntnis auf seinem Gesicht sehen können, bevor er es wider im Griff hat. Noch mag er die Hand nicht wegnehmen, sobald er das tut, ist auch der letzte Grund zu bleiben dahin. Ewig kann er so aber auch nicht stehen bleiben, gut können schon, doch das wird irgendwann komisch. Da ist er sich wirklich sehr sicher.“Bis Bald“ er lässt keinen Zweifel an diesen Worten. Er weiß wo sie wohnt, sie weiß wo er momentan lebt. Ein Wiedersehen ist längst abgemacht und von beiden gewollt. Die Zeit steht noch nicht fest, auch kein Ort oder Datum, doch beides wird sich ergeben, Eranya mag groß sein, doch nicht groß genug um sich ungewollt aus den Augen zu verlieren. „Schlaf gut“ keine gute Nacht, auch wenn das zuerst auf seinen Lippen lag. Jetzt hat er wirklich keinen Grund mehr, hier weiter zu stehen und sie anzufassen. Einen gäbe es zwar, doch jetzt hält er von diesem noch abstand, dabei sind die Lippen so verführerisch. So vorsichtig wie er sie auf den Nacken gelegt hat, zieht er si jetzt ach wieder zurück, nicht ohne dabei noch soviel Hautkontakt zu lassen, wie es eben geht. Er hätte die Hand ja auch einfach weg heben können, doch genau so macht er es eben nicht. Geduldig wird er dann stehen bleiben und warten, sich nun nicht rumdrehen sondern sie in das Haus gehen lassen und erst dann verschwinden.
[22:18] Dannika Nadăș würde eine Ausrede finden um ihn nicht gehen zu lassen. Nicht heute, aber irgendwann. Da war sie sich ganz sicher. Doch an diesem Abend musste sie allein zurück gehen, denn es war weder die Zeit noch der richtige Moment um ihn in ihr Anwesen einzuladen. Nein, an diesem Abend genoss sie einfach die zarte Berührung seiner Finger, war sie sogar einen Moment versucht erneut die Augen zu schließen um die Wärme in sich aufzusaugen. Doch sie sollte nicht zögern, den Moment des Abschiedes nicht ins Unermessliche ziehen. Auch er musste gehen, musste sich um geschäftliche Dinge kümmern oder aber vielleicht einfach schlafen. Für sie war es spät, für ihn war es verdammt spät. Ja, er sollte schlafen und den Blutverlust auskurieren. Das war wichtig. Ein guter Grund, um ihn nicht hinein zu lassen. Leicht wiegte sich das Haupt gen seiner Hand, als sich eine Spur von Überraschung über sein Antlitz zog. Ja, Wissen und Wissen waren zwei vollkommen verschiedene Dinge. So manches Mal würde er sich von ihr überrascht fühlen, doch dafür hatten sie Zeit. Er würde nicht gleich jetzt alles von ihr erfahren, und genau so ging es auch Dannika. Aber, machte nicht gerade dieses Warten den Reiz aus? Ein leichtes, kaum zu erkennendes Schmunzeln legte sich auf die Lippen der jungen Strigoi, ehe sie sich langsam seiner Finger entzog. Sie wusste nicht, welch Gedanke er über ihre Lippen hegte, so was es nicht der Grund weshalb sie sich zurück zog. Stattdessen wollte sie sich schlicht und ergreifend langsam von ihm abwenden. "Bis bald..." murmelte auch sie leise. Es war komisch, zu wissen dass er nun ging und sie sich doch wiedersehen konnten wann immer sie wollten. Das Weißhaar fand sie oftmals nicht dort wo sie es vermutete, doch bei Basilius wusste sie ganz genau wo er sich aufhielt. Beruhigend, und irgendwie schön zu wissen... Ja, wirklich beruhigend. Langsam wendete sich das Mädchen um, drehte dem Sklavenhändler den Rücken zu um den gepflasterten Weg zu ihrem Anwesen aufzunehmen. Das kleine Türchen stand offen, rührte sie das Eisen nicht an. Eigentlich, ja eigentlich stand es immer offen. Langsam schritt sie den Weg entlang, hinauf die kleinen zwei Stufen zur Türe. Nebenher begann sie am Rock des Kleides zu nesteln, zog sie einen kleinen Schlüssel aus der eingenähten Tasche heraus. Sollte sie sich noch einmal umdrehen, diesem Drang nachgeben? Dannika haderte mit sich. Fühlte er sich dann vielleicht doch irgendwie gejagt? Ein kurzer Blick würde doch nicht schaden, oder? Ja.. Sie gab dem Drang nach, kaum dass sie Schlüssel im Schloss hatte und wendete sich um. Einen Moment lang ruhten die dunklen Augen auf der Gestalt Basilius. Ja, sie mochte ihn - irgendwie. Und das war wirklich beunruhigend. Eben drum wendete sie sich langsam ab, öffnete die Türe um im Anwesen zu verschwinden. Auf Bald, auf Bald..*
Kilian
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