Eva, Friedrich: Bastard

Eva, Friedrich: Bastard

Beitragvon Friedrich » 28. Jan 2013, 03:33

(22:50) Friedrich später Abend ist es als der Inninger noch durch die Gänge des Palastes streift, das Abendmahl war bereit eingenommen und nun hatte er sich ein Ziel gesetzt. Zu selten hatte man sich die letzten Tage gesehen, nun wollt er nicht mehr. Gut das er sich in diesem wirr an Gängen inzwischen zurecht fand, so auch auf einem weg der ihn zu den Gemächern von Fräulein Eva führen würde. Erst als niemand zusehen war, tritt er an ihre Türe und pocht mit dumpfen Schlägen dagegen.
Umland_Trier (2): Eva(G), Friedrich
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(22:58) Eva hatte inzwischen schon ihr Nachgewand an und die Nadeln aus den Haaren gelöst, die eine lockige Kreation gehalten hatten. Entspannt bürstete sie sich ihr kastanienbraunes Haar, das manchmal einen rötlichen Schimmer annahm, und dachte darüber nach, wie angenehm die Tage ohne Alesandra waren. Endlich fühlte es sich so an, als wäre das hier ihr zuhause. Ihres allein. "Es wird Zeit, das giftige Weib unter die Haube zu bringen", seufzte Eva laut und beendete ihren Bürstenstrich gerade, als es an ihrer Tür pochte. "Wenn's keine wichtige Störung ist", begrüßte Eva die Person, der sie gerade die Tür öffnete. Eilig hatte sie sich einen Hausmantel übergezogen und die Bürste auf ihrem Bett zurückgelassen.
(23:07) Friedrich Kaum ein Geräusch ist von der sich öffnenden Tür zuhören, also ihre Stimme erklingt, der Anflug eines Grinsens erscheint auf seinem Gesicht. Umso mehr als er erkennt, wo und besonders auch wie sie dort vor ihrem Tischlein sitzt „und wenn es keine wichtige ist? welche Störung erwartet mich nun Fräulein Eva“. Oberflächlich bleibt die Stimme kalt, leicht drohend, doch hört man unterschwellig das grinsen schon heraus
(23:13) Eva 's genervte Blick traf auf eine muskulöse Brust, die völlig unbeeindruckt von ihrem Ärger sich hob und senkte. Friedrich! "Dann werde ich Euch eigenhändig den Mund zunähe", erklärte Eva und verschränkte die Arme vor der Brust, ehe sie zu ihm hinaufsah. Kampfeslust spiegelte sich in ihren Augen wider, während sie gleichzeitig wieder einmal feststellte, wie gut der Inniger aussah. So gut, dass er offensichtlich vergessen hatte, dass er die Evastochter längst noch nicht ganz für sich gewonnen hat. Sie mochte ihm treu sein, das schon - aber ergeben? "Wozu die späte Störung?"
(23:17) Friedrich da war das kleine Biest wieder, welches sich mit dem zahmen Kätzchen die Oberhand in Evas Geist teilte „nur zu, ihr dürft es gern versuchen wenn ihr wollt, denn ich fürchte mehr als der bloße Wunsch euch zusehen –nicht beim Abendessen vor allen Leuten- sondern in Zweisamkeit, treibt mich nicht her zu euch.“ Die Tür schließt sich hinter ihm und erwartend ob der nächsten Reaktion verharrt er, nein vollkommen ergeben wollte er sie garnicht, es würde ihr all dessen berauben was ihm so gefiel.
(23:24) Eva 's Protest, als der Adlige sie einfach ins Zimmer mit seiner bloßen Präsenz zwang und die Tür hinter sich schloss, ging unter. Einfach deshalb, weil sie ihn nicht ausgesprochen hat. Stattdessen lupfte sie ein dunkle Augenbraue und schürzte die Lippen. "Lasst mich nur etwas Garn und eine Nadel besorgen und ich will Euch meine Nähkünste beweisen", erwiderte sie spitz und überging seinen Wunsch nach Zweisamkeit einfach.
(23:31) Friedrich „ihr seid ein Weib und habt es nicht einmal zur Hand wenn ihr es braucht?“ ja er liebt es einfach sie zu provozieren „es klingt nicht so als müsste ich mich vor euren Nähkünsten fürchten, da wohl eher davor das ihr mich mit dieser Nadel dann erstechen wollt“ . Vermutlich war eh dies von Anfang an ihr Anliegen gewesen, der Mund würde ihm nur verschlossen das er auch nicht um Hilfe rufen konnte. Neugierig blickt er sich in ihrem reich um, schaut von den Fenstern zu ihr, zu dem Bett und.. dort bleibt sein Blick einen Augenblick lang hängen, er tritt weiter in den Raum hinein, bis er das Holz des Bettes erreichen kann und streicht verwundert über das aufgerollte Holz
(23:36) Eva gab ein empörtes Schnauben von sich und schlug scheinbar überrascht über solch eine Vermutung die Lider nieder. Viel zu theatralisch das alles, um sie ernst zu nehmen. "Erstechung bedeutet viel zu viel Blut", neckte sie ihn und dachte gleichzeitig daran, dass ihr Blut vor nicht allzu langer Zeit aus ihrer Handfläche auf die Teppiche getropft hatte. Wegen eines Holzsplitters. "Da drehe ich dir vorher lieber den Hals um." Auf Schritt und Tritt folgte sie ihm, obwohl sie nicht so recht wusste, worauf sein Augenmerk lag. Bis sie den Bettpfosten erkannte. "Sind das nicht wunderschöne ... Schnitzereien?"
(23:43) Friedrich es passte genau, bei einer zierlichen Hand zumindest. Seine Finger liegen auf einer doch recht deutlichen spur durch krallen (oder Fingernägeln) verursacht „den Hals wollt ihr mir umdrehen? Dann scheut euch nicht. Doch ich fürcht es wird mir nicht gelingen euch so nahe an mich heran zu lassen, ohne das meine Lippen sich auf die euren verirren“. Ein wenig schief legt er den Kopf um den Pfosten genauer zu beschauen „Ein recht.. grober Künstler, keinerlei Feingefühl oder Kunstverständnis“ behauptet er.
(23:48) Eva legte eine Hand auf seinen Arm, als sie meinte, er wolle die Finger ausstrecken, um mit ihren Spitzen über das zerstörte Holz zu streichen. "Solange meine Hände dabei frei sind soll es mir recht sein", murmelte sie und trat unbehaglich von einem Fuß auf den anderen. "Es war ein noch recht junger ...Künstler. Unbeherrscht und voller großer Visionen, die er versuchte, umzusetzen." Ein Schulterzucken sollte zeigen, wie wenig es Eva störte, dass ihr Bettpfosten nicht der kunstvollste war. Immerhin - es war ihr Werk. Ihr Mahnpfosten.
(23:58) Friedrich kam berührt ihre zierliche Hand den Arm des Mannes, da fasst er mit der anderen nach dieser und drängt sie recht bestimmt zu dem ´kunstwerk´ am Pfosten. Sie passen zueinander, wen wundert´s. Das er daran schuld ist ahnt er nicht, wohl aber das sie es verursacht hat. Die Mundwinkel ziehen sich nach oben. „Er hat sie wohl nur euch gewidmet, euer Künstler, wie passend seine Arbeit ist, wenn man sie doch einmal so betrachtet, schaut zu euren Händen passen sie und wohl nur zu den euren.“ Er war es nun der ihre Zusage zu dem Kuss noch übergeht.
(00:02) Eva gab einen knurrenden Laut von sich. "Ihr tut mir weh", log sie und biss die Zähne fest zusammen. Musste er das tun? Zu welchem Zweck? Um sie ertappt und errötend zu sehen? Bitteschön! Verärgert versuchte Eva sich aus dem Griff zu befreien, es schien zwecklos. "Was geht es Euch an, was ich mit meinem Bett anstelle und wie?", fauchte sie und gab damit zu, dass sie der junge Künstler war. "Es ist mein Bett." Ihr Bett, ihr Zimmer, ihr Palast. Ganz einfach, oder?
(00:07) Friedrich seine Hand lässt die ihre aus dem griff und still hört er sich ihre Worte an, ehe der eine Finger sich unter ihr Kinn legt und dieses leicht anhebt, so dass sie ihn anblickt „Oh was ihr mir eurem bett tut ist mir doch gleich, ich schätze es nur nicht belogen zu werden“ und dann auch noch auf solch schlechte Art und Weise.
(00:10) Eva entwandt ihr Kinn seiner Pranke und schaffte durch ein paar Schritte Distanz zwischen ihren Körpern. "Was Ihr schätzt und was mein Wille zu tun ist", knirschte sie zornig, "sind immer noch zwei grundverschiedene Dinge! Und ich habe nicht vor, meinen Willen zu beugen." Oh nein, gewiss nicht. "Oder Euch Rechenschaft über meine Taten abzulegen." Wenn er es auch verdient hätte, zu erfahren, in welch wahnsinnigen Zustand der Eifersucht er sie gebracht hatte. Überhaupt - das alles war seine Schuld!
(00:20) Friedrich eine Augenbraue hebt sich während er darum kämpft kein allzu offensichtliches grinsen zuzulassen, störrisches Weib. Er folgt ihr nach mit jedem Schritt den sie zurückweicht. „es ist nicht meine Absicht das ihr euch meinem willen beugt Eva, doch das ihr mich nicht belügt das ist es sehr wohl“ schließlich ist er sich sicher, hier sein künftiges Weib zu sehen und bei einem solchen würde er eine Lüge nicht tolerieren, wenn er ihr auch sonst wohl so einiges durchgehen lassen würde.
(00:23) Eva hatte nicht den Hauch einer Ahnung von Friedrich's Plänen. Für sie war es das Bündnis zweier Lustverbundener - nicht weniger, aber auch nicht mehr. Wie auch, mit ihrer Vergangenheit? "Und was, mein lieber Friedrich", oh, wie sie es genoss, derart wütend seinen Namen zu säuseln, "soll mich daran hindern? Ich kann tun und lassen, was ich will!" Zumindest bisher hatte sie kaum Konsequenzen in ihrem Leben zu fürchten. Sehen wir von dem Bastard einmal ab.
(00:31) Friedrich sie legt es darauf an, sie provoziert es und er würde sich jetzt sicher nicht ruhig und beherrscht verhalten nein! Die Wand war kurz hinter ihr und es braucht nicht viel, da ist sie ihr so nahe das ein entkommen kaum möglich scheint. Zu beiden Seiten hat er die Hände an die Wand gelegt und sein ganzer Körper ist nur einen fingerbreit von dem ihren entfernt. „Ihr treibt eure Spielchen und ich die meinen Eva. Doch treibt sie nicht zu weit. Wagt es nicht mich zu belügen, mehr fordere ich nicht. Doch dieser einen solltet ihr nachkommen“. Davon das das Weib treu sein sollte brauchte er ja nichts sagen, das war schließlich Gott gegeben.
(00:36) Eva stockte der Atem. Er war ihr so nahe! Das Kaminfeuer befand sich hinter seinem Rücken, sodass seine Augen wie tiefschwarze Seen wirkten. Seine Geischtszüge waren kaum zu erkennen, umso schneidender war seine Stimme und umso berauschender sein Geruch. Eva provozierte es wirklich, indem sie ihre Hände auf seine Brust legte und über den weichen Stoff seines Hemdes strich. "Treue und keine Lügen fordert Ihr", murmelte Eva und blickte fasziniert von dem, was ihre Hände fühlten und verwirrt von dem, was Friedrich wollte, zu ihm auf. "Ist das nicht ein bisschen viel für unsere lockere Liason?"
(00:43) Friedrich er weicht keinen Schritt zurück und noch immer sind die Augen nur auf sie gerichtet, was sprach sie da nur? „Wäre es als Liason gedacht, so würdet ihr schon lang mit mir das Bett teilen und euer verhaltet hätte ich sicher nicht geduldet“. Kommt es ernst von seinen Lippen, vielleicht etwas zu direkt, doch so war es aus seiner Sicht nun einmal. „was kümmert es ob ihr mein seid, wenn ich euch gar nicht besitzen will? Doch genau dies will ich.“
(00:46) Eva blickte ihn verwirrt an. "Es ist also keine Liason?", fragte sie nach und befeuchtete mit der Zungenspitze ihre trockene Unterlippe. Am liebsten würde sie dem Mann an die Stirn tippen und ihn fragen, ob er bei Verstand war. Oder fühlen, ob er Fieber hatte. Nichts von beidem machte Eva, sie ließ nur ihre Hände von ihm gleiten und verschränkte sie vor ihrem Mantelrock. "Ich verstehe." Nicht.
(00:50) Friedrich „Dann versteht ihr doch sicher, dass es nicht zu dulden ist wenn mein künftiges Weib zu lügen beginnt. Um vieles mehr wenn die Lüge an mich gerichtet ist“ Gut er musste noch mit der Erzbischof reden, aber allzu schwer kann das doch nicht werden. Sicher wäre er froh seine Schwester endlich vermählt zu wissen. Wahrscheinlich hatte sie bisher jeden Mann verschmäht und in schand vertrieben. So etwas kann es sich bei ihr nur allzu gut vorstellen.
(00:54) Eva glaubte, sich verhört zu haben. Sein zukünftiges Weib? "Bei Gott", keuchte Eva, die plötzlich keine Luft mehr bekam. "Sagt mir, dass Ihr krank seid. Dass Euch der Wahn befallen hat oder ein Zauberbann belegt." Alesandra! "Ihr habt vor, mich zu heiraten?" Wusste er denn nicht, welche Schande er sich da in die Familie holte? Sie hatte einen Bastard geboren! Demzufolge war sie auch keine Jungfrau mehr und rein im Glauben war sie nur in Bezug auf ihre Weiblichkeit. "Das könnt Ihr nicht machen!"
(01:02) Friedrich von all dem weiß, geschweige denn ahnt er etwas. Sie hatte sich doch auch ihm nicht gleich hingegeben, nicht als sie zusammen in der Bibliothek waren und vorher nicht. Hätte ihre Stimme weniger entsetzt geklungen, mehr nach Abneigung und weniger nach eigener Schuld, so hätte er jetzt wohl von ihr abgelassen. So aber betrachtet er sie nur für einige Momente eher er weiter spricht „Wenn dann bin ich nur euch verfallen und keiner Zauberei“ kommt es als erstes „warum sollte ich nicht können? Seit ihr einem anderen versprochen?“ Und jetzt schnürt sich der Magen zu, an so etwas hatte er nicht gedacht, nach außen hin lässt er sich nichts anmerken, doch fürchtet er um die Antwort die jetzt käme
(01:06) Eva presste sich eine Hand auf die Kehle, die staubtrocken war. Wie die Wüste, die sie nie sehen würde. "Ich bin keinem anderen versprochen", krächzte sie und bedachte Friedrich mit einem bösen Blick. Wie kann er nur solche grausamen Witze machen? "Lasst den Unsinn." Die Lust auf Spielchen war ihr vergangen und wenn das Weib etwas weniger mit dem eigenen Inneren Aufruhr zu kämpfen hätte, der sie fast panisch, auf jeden Fall aber gehetzt werden ließ, dann wäre ihr aufgefallen, wie ruhig Friedrich war. Fast schon starr.
(01:14) Friedrich alle Anspannung löst sich mit ihren Worten wieder, sie war niemandem versprochen und wäre diese Situation nicht noch immer so bedrückend, er hätte sie auf der Stelle wieder geküsst. So lässt er es aber, bleibt ruhig und überlegt was zu tun war. Warum ging es ihr bei alle dem nicht gut? Lag es an ihm? Schwer vorstellbar. „Ich spreche keinen Unsinn Eva, ihr sagtet ihr wärt mein, dies nahm ich an wäre der Worte genug. Ich warte nur auf die Rückkehr eures Bruders.“ Wollte sie vielleicht auch gar nicht? er löst sich von der Wand und tritt einen Schritt zurück um sie frei zulassen. „Wenn ihr dies nicht wollt, so sagt es und ich gehe, werde nicht zu euch zurückkommen. Wollt ihr das ich bleibe, werde ich dies für immer tun“. Etwas Drohendes lag in seinen Worten, denn er meinte beides durchaus
(01:15) Friedrich durchaus genau so wie er es sagte.
(01:20) Eva hatte es immer gewusst: Friedrich würde sie einmal wahnsinnig machen. Er musste verrückt sein, vollkommen neben sich stehen oder - oder aber, der Inninger wusste nichts von ihrem Makel. Dem Schandfleck, den er mitheiraten würde. "Bevor Ihr Euch Eurer Sache so sicher sein wollt", begann Eva, nachdem sie mehrer Sekunden einfach nur geschwiegen hatte, "sollte ich Euch etwas ... erzählen." Beichten wäre das falsche und zugleich richtige Wort. Ob Friedrich auffallen würde, dass Eva dabei war, ein Familiengeheimnis, eine Lebenslüge, zu verraten? Wenn das störrische Ding auch viele Schwächen besaß: In diesem Moment verhalf ihr Stolz dazu, dass sie nicht beschämt den Blick abwandte, sondern Friedrich fest ansah. "Ich habe letztes Jahr einen Bastard geboren.""
(01:30) Friedrich er wollte sie schon unterbrechen, sie sollte antworten und nicht erzählen, das nichts so schrecklich sein könne. Doch jetzt wo sie da stand, es ausgesprochen hatte, da schaut er fassungslos, dann zornig. Er fühlt sich um die Eva die er glaubte zu kennen betrogen. Doch wie sie da steht, ihn anschaut. Nicht Stolz auf das was geschehen, doch Stolz wie es eben ihre Art war. „wer weiß davon“ seine Stimme klingt fordernd, der ärger ist nicht zu überhören. Einen Bastard, ein Kind ein fremdes nicht einmal in einer ehe gezeugt. Aber sie hatte es ihm gesagt, er hatte es nicht gewusst. Er hätte sie belügen können, wie hätte er es erkennen sollen? „Wo ist das Kind?“ Unchristliche Gedanke entsprießen seinen Gedanken.
(01:35) Eva hörte seinen Zorn, fing ihn gnädig auf und brauchte kaum mehr als einen Herzschlag, um ihn sich selbst einzuverleiben. Wieder. "Meine Brüder, Florentine und Louis", antwortete sie mit trügerischer Ruhe. Nur einen einzigen Funken würde es brauchen und die lasterhafte Borja würde ihre Zähne nicht wieder im Holz vergraben. Oh nein. Diesmal hatte sie lebendiges Fleisch zur Verfügung - es wäre eine willkommene Art, ihrer Verzweiflung und vibrierenden Anspannung ein Ventil zu geben. "Das Balg ist nicht hier!" Als ob sie tagtäglich an dieses Missgeschick erinnert werden wollte. Pah! "Es ist im Kloster."
(01:43) Friedrich „Louis“ kommt es alles nur nicht voll Freude, ausgerechnet er würde das wissen um sein Weib teilen? Ausgerechnet er würde von dieser Schmach Kenntnis haben. Doch andererseits, Louis gehörte zu ihrer engeren Familie, er teilte diese Schmach bereits. Bei ihm konnte es vor Gott als gnädiger Akt der Nächstenliebe gelten und verdammt nochmal er wollte diese Frau. Das Kind aber sieht er als Bedrohung, solange es existent war, war auch die Schande nicht verwischt. Doch wie sich jetzt verhalten, „es hat sich nicht geändert“ doch eigentlich hatte sich eine Menge gewendet „Teilt mir eure Entscheidung mit“. Es musste über einiges noch gründlich nachdenken, ihr gab er diese Möglichkeit nun nicht.
(01:48) Eva erstarrte. Es hatte sich nichts geändert? Und wie sich alles innerhalb der vergangenen Minuten geändert hatte! Sein ganzes Begehr nach ihr war erschloschen - und Eva den Tränen nahe. Oh, wie sie ihre uneheliche Tochter verabscheute! Doch vor diesem Exemplar vor Mann würde sie nicht heulen, gewiss nicht. Immerhin war sie Eva Valentina Borja! Und als solche nicht dazu berechtigt, einen ehrenwerten Mann an sich zu binden. "Ich bin müde, lasst mich allein." Aufgabe? Ja! Um Ihr Zimmer ein weiteres Mal ... umräumen zu können.
(01:53) Friedrich „dann wollt ihr das ich gehen?“ und ohne das es beabsichtigt war klingt bedauern in seiner Stimme mit. Es war nicht erloschen, nicht vollkommen, viel eher hatte jemand spähe auf die Glut gekippt, nun konnte das Feuer ersticken oder es würde sich durch das holzfressen und heller brennen als zuvor. „ist es das was ihr wollt, das ich gehe und nicht wiederkomme?“
(01:57) Eva fuhr sich mit beiden Händen durch's Haar und es mochte den Anschein haben, als würde sie es sich raufen. All die ordnenden Bürstenstriche... umsonst. "Nein, das will ich nicht", presste Eva hervor und es klang nach einem wilden Tier, das man in die Ecke getrennt hatte. Erneut gewann ihr Wille den Kampf gegen tugendhaftes Verhalten. Denn würde Eva tugendhaft sein, würde sie den Inniger ziehen lassen. "Ich will nicht, dass Ihr für immer verschwindet." Aber flieht! Solange Ihr noch könnt.
(02:09) Friedrich „dann werde ich es auch nicht“ erwidert er darauf und kommt ihr noch einmal nahe um die Hand ganz sacht auf ihre Wange zu legen „Ich wäre ein Heuchler, würd ich euch erst zur Wahrheit drängen und sagt ihr mir diese, einfach gehen“ wurde ihm gerad bewusst. „Und ich bin kein Heuchler Eva, doch tut so etwas nie wieder, versprechet ihr mir dies?“ nie wieder einen anderen Mann und sicher kein fremdes Kind.
(02:16) Eva zweifelte wirklich an seinem Geisteszustand. Gerade hatte sie ihm eröffnet, dass sie voller Sünde und Schande war, er war zornig gewesen wie ein Bulle, dem man ein rotes Tuch vor Augen gebunden hatte und nun ließ er ihr Zärtlichkeiten zukommen? "Ihr habt auch sicherlich kein Fieber?" Wäre die Situation nicht so ernst, würde sie jetzt ihren Handrücken an seine Wange legen. Doch es war ein wichtiger Augenblick. So wichtig und bedeutungsvoll, dass Eva ihre Stacheln abnahm und dem Verrückten gab, was sie ihm doch nicht abschlagen könnte. "Ich verspreche es."
(02:23) Friedrich oh er war sauer und das noch immer, doch andere Gefühle waren stärker als dieses und auch er weiß, wenn jetzt etwas geschah, dann wäre es aus, aus und vorbei. Wäre nur dieses Kind nicht, aber dann konnte man ja sicher auch noch ändern. Ihr Versprechen lässt seinen Blick wieder weicher werden und ein Kuss wird ihr auf die Stirn gegeben. Nicht auf den Mund, zeit dies alles zu verarbeiten und zu begreifen braucht es wirklich. „dann werde ich euch nun allein lassen Eva“ Eva, er betont es denn Fräulein würde er sie wohl nicht mehr nennen.
(02:30) Eva schloss ihre grünen Augen, sowie seine harten Lippen auf ihre Stirn treffen. Die Aufgewühltheit Friedrich's war deutlich zu spüren, wie ein Knistern hing sie in der warmen Luft des Gemaches. Aber er beherrschte sich und wenngleich Eva auch von Schuldgefühlen geplagt wurde, so war sie gleichzeitig voller Bewunderung für die Kontrollierheit des Mannes und voller Erleichterung. Friedrich würde sie nicht verlassen. Zumindest nicht heute. Die Tür fiel hinter ihm ins Schloss und es war das erste Mal, dass Eva nicht das letzte Wort haben musste. Weder ausgesprochen, indem sie Friedrich irgendwas hintherrief oder - murmelte, noch in Gedanken. Erschöpft wie schon lange nicht mehr, ging sie zu Bett. Morgen würde sie sich Gedanken machen. Morgen.
Friedrich
 

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