Eva, Friedrich: Versteckspiel und Hölle

Eva, Friedrich: Versteckspiel und Hölle

Beitragvon Kilian » 21. Dez 2012, 23:28

(20:47) Eva 's Magen knurrte. Besänftigend rieb sie mit ihrer unverbundenen Hand über ihren Bauch und schritt eilig den Gang entlang. Hoffentlich waren die anderen schon aus dem Speisezimmer verschwunden, sodass sie ungesehen daran vorbei zur Küche laufen konnte. Denn auch heute Abend hatte Eva sich entschuldigen lassen und ein Unwohlsein als Grund angegeben. Ihr liebster Bruder musste ja nicht sofort bei seiner Heimkehr zwischen die Fronten geraten. Und in einer Schlacht mit Alesandra und Friedrich befand sich Eva, so sicher, wie das Amen in der Kirche.
(20:50) Eva: *sich für's Abendessen entschuldigen lassen...
(20:57) Friedrich wandert in den Gängen des Palastes, das Kinn ist Grünbläulich verfärbt, auf dem rechten beim Humpelt er erahnbar. Ein Edles Wams trägt der hochgewachsene Kerl und hat langes schwarzes Haar im Nacken zusammengebunden. Auch er war heute nicht beim Abend essen gewesen, Schuld nicht der „Zwist“ sondern ein Brief seiner Schwester aus Inningen. Doch wie es bei Hochgewachsenen Kerlen nun mal ist, lässt man das Abendessen nicht gern ausfallen, will es also alleine nachhohlen.
(21:03) Eva holte tief Luft, um sich zu räuspern - tatsächlich spürte sie seit heute Morgen ein leichtes Kratzen im Hals -, als sie die Schritte vernahm. Schritte, die zu einem Mann gehörten, der zielstrebig und selbstbewusst ging. Innerlich stöhnte sie auf, warf einen kurzen, sehnsüchtigen Blick zur Küchentür und zwängte sich dann, wie eine Sünderin auf der Flucht vor der heiligen Inquisition, hinter einen Wandbehang. Ihre Füße versuchte sie zu verbergen, indem sie sich auf die Zehenspitzen stellte. Ein bedrohlich schwankendes Vorhaben.
(21:11) Friedrich Noch immer schwirrt der Brief dem Inninger im Kopf, wohl deshalb ist er unachtsamer als sonst, das da eine Eva hinter den Vorhang verschwindet merkt er also nicht. Sicher aber das dieser sich unnatürlich bewegt. Was also tun? Jeder konnte es sein, eine schüchterne Magd genauso wie ein haltloser Dieb. Es wird sich also dazu entschlossen nichts zutun, einfach vor dem Vorhang bleibt er stehn und wartet was geschieht.
(21:16) Eva hielt den Atem an und kniff die Augen zu. Ihre Hände - beide - hatte sie zu Fäusten neben sich geballt und versuchte verzweifelt, nicht das spärliche Gleichgewicht zu bekommen. Doch jedes Mal, wenn sie sich mit dem rücken an die Steinwand hinter sich lehnte, drohten ihre Schuhspitzen hervorzuschauen und wenn sie sich dann mit dem Oberkörper vorbeugte fiel sie fast nach vorne über. Es war zum Mäuse melken. Doch dann wurde es still. Und Eva, die so sehr mit sich und ihrem Körper beschäftigt gewesen war, dachte, dass der Kelch - oder Mann - an ihr vorübergegangen sei. "Heilige Mutter Gottes", seufzte sie und ließ sich erleichtert auf ihre Fußsohlen sinken, um im nächsten Moment ihr Versteck zu verlassen. "Was du immer für Prüfungen für mich bereit hältst..."
(21:18) Eva: *nicht aus dem spärlichen Gleichgewicht zu kommen -.-
(21:24) Friedrich breit ist das Grinsen auf dem Gesicht des Mannes, wie der Vorhang vor und zurück schwingt, wie man mal die Fußspitzen sieht, diese wieder verschwinden. Weiber Schüchen, schuhe konnte man die Dinger ja nicht nennen, und sicher zu schick um von einer der Mägde zu sein. Wer aber würd sich sonst so verstecken? Eva! Das eine Weib war zu schwanger und hatte keinen Grund, das Mädchen hatte auch keinen und war sicher artig wie immer beim Essen gewesen. Warum also noch zur Küche schleichen? Dann aufeinmal sind die Füße ganz zusehen und das Weib drängt sich hinterm Vorhang vor. Das erste was sie sieht ist wohl das Gesicht des Inningers. „Ihr versteckt euch vor den Prüfungen des herren? “ antwortet er ganz frech auf worte die nicht für ihn bestimmt waren.

(21:40) Eva würde sich am liebsten den kühlen Handrücken an die Stirn halten, theatralisch aufseufzen und in Ohnmacht fallen. Damit wäre dieses Gespräch erledigt und ebenfalls die Gegenwart Friedrichs würde sich in Luft auflösen. Vielleicht... würde sie das später machen. "Ich bin auf der Suche nach Manieren", murmelte sie und schürzte die Lippen. Er machte sich über sie lustig. Ganz eindeutig. "Eure Manieren. Doch hinter dem Vorhang sind sie nicht, Ihr habt Recht. Wie törricht von mir, überhaupt danach zu suchen."
(21:52) Friedrich nickt scheinbar ernst „nach meinen Manieren also, ich wusste gar nicht das sie mir abhanden gekommen sind, sagt! Was führt euch zu dieser Annahme?“ aufmerksam wird sie betrachtet, von oben schaut er auf sie herab, fasst dann sacht doch bestimmt ihr Kinn und näher sich ihrem Gesicht „Wisst ihr, ich glaube, sollte ich sie bereits verloren haben, ist es doch nicht weiter schändlich zu weit zugehen“. Was er vorhat? Man wird es erwarten müssen, nur eins ist sicher wie diese Situation für jeden außenstehendes scheinen muss.
(21:58) Eva 's Herz setzte für einen Schlag aus, nur um dann in einen holprigen Galopp zu verfallen. Das Gefühl, die raue Männerhand an ihrem Kinn zu haben, ließ es gleich mehrmals stolpern. "Euer Benehmen führt zu meiner Annahme", sprach Eva mit leiser Stimme und erst als es hinter dem Wandbehang flüsterte, dass er sicherlich dasselbe Spiel schon mit Alesa spielte, trat Eva einen Schritt zurück und wollte sich aus seinem Griff befreien. "Lasst mich los, Friedrich von Inningen oder ich schreie." Macht sie wirklich, teste es nur aus.
(22:09) Friedrich erlässt nicht los, folgt einen Schritt und noch einen wird sie zurück gedrängt, bis man gar hinter dem Wandbehang verschwunden war, sie an die Wand neben dem Fenster gedrückt, nicht stark, doch entschieden, wird. „wenn ihr schreien wollt dann tut es jetzt“ forder er sie auf. Schon nähert sich sein Gesicht dem ihren und Lippen berühren sich beinahe! Ehe sie doch an ihren vorbei und hin zum Ohr drängen „Ich hoffe ihr wartet auf mich“. Leis doch verständlich in ihr Ohr sind die Worte gesprochen. Noch verharrt er, doch lässt sie schließlich los, tritt selbst wieder vor den Vorhang zurück.
(22:19) Eva stieß ein Schnauben aus, vor Wut und Unglaube, und öffnete schon den Mund, um lauthals um Hilfe zu schreien. Später würde Eva sich sagen, dass sie das auch ganz gewiss gemacht hätte, wenn sein Körper ihr nicht jeglichen Gedanken geraubt hätte. Bis auf 'Küss mich'. Doch noch waren wir im hier und jetzt und Eva drohten die Knie weich zu werden, als sein Mund fast ihren berührte. Sie konnte ihn spüren - den warmen Atem Friedrich's, der ihre Wange, ihr Ohr strich und sich in ihrem Nacken verfing. Eine Gänsehaut überzog jäh ihren gesamten Körper. "Ihr seid eine Ausgeburt der Hölle", murmelte Eva mit halbgeschlossenen Lidern und lächelte mit leichtem Schelm. Wie konnte ein Teufel nur so anziehend sein? "Ich werde auf Euch warten. In der Hölle."
(22:24) Friedrich oh wie er es genießt, man sieht ihr das empfingen deutlich an. Warum dann immer so gehässig? War der Zwist zwischen ihr und der rothaarigen denn wirklich so groß? Scheinbar! Ein charmantes Lächeln liegt auf den Lippen „Ich freue mich schon auf das Treffen mit euch, nach meinen Regeln!“ denn wenn er eine Ausgeburt der Hölle war und man sich in dieser traf, dann konnte man sagen. Heimvorteil! Damit dreht er sich um und lässt das Weib einfach stehen.
Kilian
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