Geschwister-treffen Seija und Sidka

Geschwister-treffen Seija und Sidka

Beitragvon Kilian » 4. Apr 2016, 19:02

[17:49] ₪ || Als Mann von Welt muss man darauf achten, dass man auch ebenso herumläuft und nur weil die beiden Brüder hier in einer Stadt gelandet sind, die absolut nicht darauf achtet, muss man sich dem Pöbel ja nicht gleich verhalten. Ein Mann wie Sidka Sagar weiß wie man sich verhalten muss, wenn man einige Stücke auf sich hält und er weiß auch, wo er es bekommt. So hat er einen der Stallburschen am Morgen gebeten - haha, als ob, er hat natürlich befohlen - eines der Pferde in den Ställen des Anwesens zu satteln. Dem ersten Eindruck zum Trotz trifft man die Gebrüder nicht immer zu zweit an, vor allem kann man dies gut umgehen, da einer jeder sich einen Flügel das Hauses reserviert hat. Der eine den Ost-, der andere den Westflügel. So sieht man den Halbdämonen an diesem Morgen also nicht nur alleine fortreiten, sondern für seine Verhältnisse sogar mit einigermaßen guten Laune, immerhin hat er wichtige Dinge vor und dieses Mal soll ihm kein kleiner, dreckiger Strauchdieb das Geschäft versauen, denn dort wo er hin möchte, da kommt so einer erst gar nicht rein. Zwar kennt er sich in Eranya gar nicht aus - warum auch, ist ja nicht von Interesse -, aber auch hier gibt es die besseren Bürger, die ebenso auf sich achten wie er selbst. Das heißt also, dass Sidka den Morgen über mit einem seiner Ansicht nach nur mäßig kompetenten Schneider verbracht hat. Kleider machen schließlich Leute - der Rothaarige ist nicht nur irgendwer. Eine ganze Ausstattung ist neu bestellt. mantel, Umhang, Kragen, Wams, Hemden, Hosen - kurz, lang. Alles. Handschuhe. Ein paar edle Hüte. Nach der Mode, die eben hier in Eranya vorherrschend ist, nicht jeder kann soviel Stil haben wie sie und ihre Heimat. Der Sagar ist natürlich nicht vollbepackt mit Tüten, ein echter Aristokrat wie er lässt sich die Dinge nach der Fertigstellung - eine Maßanfertigung versteht sich von selbst - nach Hause liefern. Die Dienstboten wären dann dafür zuständig, dass die Sachen angenommen werden und natürlich einsortiert. Ist alles nicht seine Aufgabe.
Kommen wir aber zu dem aktuellen Zeitpunkt. Ganz erschöpft von diesem anstrengenden Vormittag ist der Rotschopf wieder auf dem Weg zurück zum Anwesen. Alles hat eben Vor- und Nachteile. Das Anwesen ist nicht mitten in der Stadt zu finden, da wäre die schiere Größe einfach schwierig geworden. So können sie eben - für fast niemanden sichtbar - genug protzen, haben Platz und Ruhe. Soviel wie sie wollen. Die Kehrseite? Man muss sich eben noch ein wenig bewegen, das Pferd bemühen bevor man das Ziel erreicht. Auf eben diesem Rückweg ist der Bursche, fast guter Dinge. Neue Kleidung heitert ihn immer ein wenig auf, zumal er zuletzt einen ganzen Satz hat verbrennen müssen. Klar, die Stiefel weil sie den Boden des Eberkopfes berührt haben. Widerlich. Der Mantel, weil Kjestel dagegen gerannt ist und sicherlich mehr Keime hinterlassen hat, als Sidka in seinem ganzen Leben besessen hat. Arzthelfer hin oder her, frei von Krankheiten war der bestimmt nicht. Die Sachen darunter? Sicherheitsmaßnahme. Lieber Vor- als Nachsicht, dies hat selbst die Mutter immer gesagt, auch wenn es darauf eher nicht bezogen war. Nur, manchmal muss man sich die Dinge eben ein wenig zurecht biegen.
Noch hat er ein ganzes Stück Weg vor sich, so dass es auch kommt, dass er gar nicht auf dem Gaul sitzt. Ganz natürlich wissen alle schon, dass es ein sehr edles Pferd ist - was auch sonst?! Überall um sie herum kann man das Tuscheln und Summen der Stimmen hören, die Bürger Eranyas reden viel und gerne. Der Stadtbrunnen ist dafür natürlich ein willkommener Ort, schließlich treffen sich hier alle. Wenn auch nicht gerade zum Wasser holen. Diesen Weg noch, dann ein paar hundert Meter weiter und es würde sich endlich lohnen das haarige Biest halb hinter ihm zu besteigen, um den Weg in die Villa deutlich schneller zurück zu legen. Schließlich ist er müde, die Mägde können dann seinen schönen Körper ein wenig bearbeiten - bei einem Bad. Nicht, dass er am Ende noch einen Finger rühren muss! Achso, außerdem ist der Kerl in Gedanken - geht ja nicht, dass er hier auf die niederen Menschen achtet, da wird ihm am Ende nur schlecht.
[18:52] Mara ||Ich bin daaaaaahaaaaaa! Brüderchen, freut ihr euch schon mich zu sehen? Zugegeben, noch ist sie nicht ganz da, aber sie ist auf dem Weg. Das große Anwesen der Familie, es stand schon längere Zeit leer, was genau ihre Brüder dazu getrieben hat es zu beziehen? Nun sie reden ja nicht mit ihr darüber! Die kleine Schwester wird ausgeschlossen und warum, das versteht sie natürlich nicht. Im Anwesen hat es für einige Überraschungen gesorgt, als die junge Herrin plötzlich aufgetaucht ist. Auf die Brüder war man vorbereitet, die haben sich ankündigen lassen. Die Mägde und Diener konnten das Haus für die Ankunft vorbereiten, das Zimmer herrichten und das ganze Haus auf Vordermann bringen. Seija ist da und will ein Zimmer, sie will ihre Brüder sehen und sie will nicht das die Angestellten sie Nerven. Hektik bricht also aus, in kürzester Zeit muss eines der guten Zimmer vorbereitet werden, die Brüder sollten unterrichtet werden, doch niemand weiß wo sie sich gerade aufhalten. Also das sie beide ausgegangen sind, das ist schon bekannt, nicht aber wann sie den zurück kommen. Die eigene Dienerschaft, welche die junge Herrin begleitet hat, muss zusätzlich noch untergebracht werden und das alles so schnell wie möglich. Wie schön war doch die Zeit, in welcher die Familie sich für diese Stadt und das Anwesen, nicht interessiert hat. Die Reisekleidung hat Seija in einem der Zimmer abgelegt, es achtlos in die Ecke geworfen und ein neues Kleid aus ihrer Truhe genommen. Während die erste Magd sich schon damit eilt, dieses Kleid schnellst möglich Waschen zu lassen, hilft eine andere ihr bei den Schnürungen am Rücken. Nicht zu straff und nicht zu locker, eben deshalb reist sie nicht allein. Jene die sie begleiten, die kennen ihre Marotten schon, es neuen anzulernen liegt nicht in ihrem Interesse und auch nicht im Interesse der armen Mädchen, denen diese Ehre zuteilwerden würde. „Danke meine Liebe“ . Kommts vom Mädchen, kaum dass sie fertig angekleidet ist, die Haare sind nach oben gesteckt, ein grünblaues Kleid aus feinsten Stoffen schmeichelt ihrem Körper und die feingliedrigen Finger stecken in schwarzen Handschuhen. Auf den ersten Blick wird man die junge Herrin vermutlich als eine sehr freundliche Frau bezeichnen, natürlich mit ihren Ecken und Kanten, doch wer hat die nicht? Schon manches mal kam es vor, dass eine junge Magd darum gebeten hat, doch die Aufgaben um Seija herum übernehmen zu können. Eben weil der erste Eindruck doch so vielversprechend war. Die meisten bettelten keine Woche später bei ihrem Vater darum, aus seinem Dienst entlassen zu werden. Bei wem das geschah und bei wem nicht, das lag dann letztlich ganz bei ihr. „Ich werde etwas rausgehen, ich bin sicher, bis zu meiner Rückkehr ist alles erledigt“ . Sagt sie und klingt dabei freundlich. „Natürlich Herrin“ . Beeilt sich die Magd zu sagen und stolpert dabei fast über die eigene Zunge.
Eine Stadt wie jede andere, was hat die Brüder nur so daran gereizt? Mit einem Schirm in der Hand, schützt sie die blasse Haut vor den Strahlen der Sonne. Mag es auch noch kühl sein, der Himmel ist klar und sie will ihre makellose Haut doch nicht gefährden. Ob man in dieser Stadt seinen Spaß haben könnte? Daheim wurde es langsam langweilig, auch weil ihr eine wichtige Beschäftigung abhandengekommen ist. Die Auseinandersetzungen mit den älteren Brüdern. An einem Brunnen hält sie schließlich, anders als ihr Bruder ist sie nicht auf einem Pferd unterwegs. Stinkende, große Tiere, ja ganz nützlich, aber heute war ihr nicht danach. Mit einem Blick in den Brunnen, versichert sie sich noch einmal ihres äußeren, steckt eine strähne zurück die sich gelöst hat und wendet den Kopf erst beim Geklapper der Hufe auf Stein. Neben dem stattlichen Ross ein Mann, ihr Bruder. Überraschung? Zufall? Wohl kaum, schließlich befinden sie sich auf einer der Straßen zu ihrem Anwesen. Das man da einen der Brüder trifft, so etwas kann schon passieren. Ob man ihr die Behauptung glaubt, sie hätte den Bruder vermisst? Unwahrscheinlich und dennoch wahr und absolut unausgesprochen. Sie könnte jetzt hier stehen, winken oder rufen, aber warum sollte sie? Das sind alles viel zu grobe Handlungen, sie ist da subtiler und ganz bestimmt wird er das auch verstehen. Feuer, ihr Bruder liebt es, sie beherrscht es. Sie kann vor Flammen schützen und sie kann mit diesen verbrennen.
Wie lang es wohl dauern wird, bis ihr Bruder sieht das die Zügel, an denen er das Tier führt, brennen? Nein das Tier spürt davon –noch- nichts. Wenn ihm das erst einmal auffällt, dann wird ihm auch klar sein, das sie sich hier irgendwo in der Nähe befindet. Momentan am Rand des Brunnens, ohne all Zuviel Pöbel um sich herum.
[19:46] Sidka Sagar würde an sich behaupten, dass er die Sinne eines Fuches hat, ihm nichts entgeht und sowieso anhand seines Dämonendaseins absolut nichts seinem außerordentlich geschärften Geist entgeht. Dies ist aber leider absolut nicht so, die Wahrheit sieht ein wenig anders aus. Zwar sieht man es dem Kerl tatsächlich nicht an - die gleiche arrogante Maske wie immer ziert sein Antlitz -, aber er ist tief in Gedanken. Worüber? Würde er nie zugeben, aber wieder einmal spukt ihm die Kleine aus der dreckigen Kaschemme im Kopf herum. Man darf nicht vergessen, dass er trotz seines gesamten Gehabes noch recht jung ist. Seine wirklich Lebenserfahrung bezieht sich auf gar nicht so viele Dinge, denn ansonsten hat der goldene Löffel ja doch immer weiter geholfen. In allen Dingen, sei es nun einfach nur das Leben jeden Tag oder auch besondere Situationen - Geld kann so vieles lösen. Daher versteht er es eben auch absolut nicht, warum die andere Dämonin in dieser Schenke arbeitet, ihr Dasein dort fristet und nichts, absolut nichts tut um ein besseres Leben zu haben. Der erste Schritt wäre, dass sie die Bude einfach abbrennt. Ein kleiner Fingerschnips und schon... Gut, ist bei ihm jetzt wahrscheinlich auch mal wieder nicht so, weil er ja gerade mit Feuer sehr große Probleme hat, aber er ist ja dabei diesen klitzekleinen Umstand bald zu beseitigen. Feuer. Apropos. Schließlich wird er der ganzen kleinen Geschichte da doch noch gewahr. Scheiße. Feuer! Manchmal kann auch ein Sagar sehr unsouverän reagieren, bevorzugt wenn die kleine Mistgör...äh liebe kleine Schwester in der Nähe ist. "Mist." Klingt ein wenig gequält, die gerunzelte Stirn zeigt sich, dass er krampfhaft überlegt wie er die Flammen da nun löschen kann. Mit der Hand? Nein, nein das möchte er nicht, da könnte seine feine Haut schaden nehmen. Eher würde er den Gaul verbrennen lassen, zur Seite springen. Er ist schon fast bereit dazu, denn die Vorstellung, dass er Richtung des Brunnen springt und Wasser holt oder ähnliche Aktionen bringt, ist natürlich ganz abwegig.
Nur, nach wenigen Momenten fällt dann eben auch auf, dass das Feuer weder richtig heiß ist, noch sich weiter das Leder emporfrisst. Außerdem - wie soll Leder denn Feuer gefangen haben? Der Verdacht keimt auf, dass hier ein faules Spiel mit ihm getrieben wird. Wer wagt es? Welcher Kleingeist, welcher nieder Zauberkundige. Er brodelt schon wieder, das zarte Rosa zeigt sich auf seinen Wangen, der Griff um die Zügel wird ein wenig fester, so dass das Leder leise knarzt. "Leide, du Wurm." Er flüstert es nur, allerdings frischt der Wind deutlich auf. Nichts, was auffallen würde, allerdings ein anderer würde diese Abnormalität durchaus bemerken - zumindest, wenn er wie er es denkt ebenfalls der Magie kundig ist. Ein Handstreich würde genügen und er würde denjenigen zerquetschen. Wie eine kleine Made - Ja, diese Vorstellung hat Sidka durchaus sehr oft. Ist sicherlich irgendein Kindheitstrauma, aber die Vorstellung gefällt ihm eben sehr. Nur, beim Umschauen bemerkt er dann diese Gestalt, die ihm einfach nur wohlbekannt vorkommt. Warum zum Teufel ist SIE hier? Das kann doch nicht wahr sein? Immerhin sind sie geflohen, also nicht nur vor der kleinen Schwester, aber dieser nette Teilaspekt ist eben auch ganz nett gewesen. Warum macht sie das? Weil sie weiß, dass es sie ärgert und nun ist auch klar, warum da Feuer am Zügel des Pferdes ist. Seija. Ein unwillkommener Gast und dennoch ist er manches Mal ein kleines bischen stolz, wenn er seine Schwester sieht. Zumindest schaut sie gut aus, weiß wie man sich kleidet und achtet auf sich. Der Schirm beweist es. Dies aber sind die einzig guten Eigenschaften, die das Weib besitzt. Sie ist noch arroganter, gemeiner als Soel und er zusammen. Es wird mal wieder eine sehr tolle Zeit auf sie zukommen, nun da sie hier ist. Einfach so tun als ob er sie nicht gesehen hat, ist zu spät, weshalb er eine angewiderte Miene - die er gar nicht spielen muss - aufsetzt und den Gaul einfach stehen lässt. Hin zu dem Gör, welches wahrscheinlich keine fünf Minuten hier ist und doch gleich wieder Streit sucht. "Schwester, bist du dieser billigen Tricks nicht auch langsam leid? Man sollte meinen, dass du so langsam in ein Alter kommst, in dem auch du weißt, dass es verschwendet ist. Begleite mich." Auch, wenn er es eigentlich nicht so gerne möchte, weiß er schließlich, dass sie ihm sowieso folgen wird und so kann er es als seine Idee aufgeben. Noch ein Umstand, der die Zeit hier weniger schön macht. Warum nur kann nicht ein mal irgendwas glatt laufen? Das scheint irgendwie Schicksal zu sein. Immer auf die armen Sagar Brüder, denn dass Soel auch noch sein Fett wegbekommt, dies steht außer Frage. Man teilt eben brüderlich.
[20:43] Mara hält sich schicklich eine Hand vor den Mund, das breite grinsen muss nicht allzu deutlich auf ihrem Gesicht prangern. Das gehört sich nicht und sieht doch auch nicht aus! das ihr der Schalk nur so in den Augen glitzert, das lässt sich schwieriger verstecken und wird daher auch nicht versucht. Das ganze sieht aber auch wirklich zu amüsant aus! Die Erkenntnis um das brennen, der Blick umher und besonders jener Moment, in dem ihr Brüderchen sie entdeckt hat. Wie schön es doch gewesen wäre, wenn sie ihn zu einen erschrockenen Aufschrei hätte treiben können. Dafür hätten die Flammen allerdings heiß sein müssen. Was so etwas anrichten kann, will man es sehen und genauer erfahren, dann kann man sicherlich die Körper einiger Mägde betrachten. Späße treibt sie bei weitem nicht nur mit ihren Brüdern und irgendwie muss man Wut und Ärger ja rauslassen, wenn er sich mal wieder angesammelt hat. Bei den Brüdern allerdings, da würde sie diesen Schritt nie gehen, so ist es doch bei Geschwistern? Sie nerven einander bis aufs Blut, eine gewisse Konkurrenz ist vorhanden, ein ausstechen. Man belustigt sich an dem anderen und man versucht sie aus der Fassung zu bringen. Die ernsthaften Dinge, die belässt man anderenorts, denn Blut ist am Ende doch immer dicker als Wasser. Außerdem, man stelle sich doch einmal einen ernsten Kleinkrieg zwischen den Geschwistern vor, bedenklich ist dafür noch das liebste Wort.
Ganz wie erwartet lenkt Sidka seine Schritte in ihre Richtung, mit der freien Hand streicht sie noch einmal über den Stoff ihres Kleides. Eine Geste die, wenn man sie nicht kennt, vielleicht als nervöse Eigenart gesehen werden kann. Die Augen schlägt sie nieder und nickt noch kurz. „Natürlich Bruder, verzeih bitte“. Äh was? Na überzeugend genug? Sie bemüht sich wirklich das ganze aufrichtig klingen zu lassen. Die Rolle des unschuldigen jungen Frau hat ihre Vorteile, noch übt sie daran und ist vielleicht nicht gänzlich überzeugend. Ob ihre Brüder ihr das auch nur für einen Moment abkaufen würden? Vermutlich durchschaut er das Schauspiel gleich und wenn nicht dann - Achtung der kommt Flach- wird er sie zum Exorzisten schleifen. Eine solche Charakterwandlung kann doch nur durch Besessenheit geschehen, bei ihr dann eben nicht durch einen Dämon. Ihr Durchhaltevermögen, daran muss sie auch noch werkeln, nicht lang nachdem die Worte gesprochen sind, da fängt die junge Frau an zu Kichern. Nicht dieses helle Weibische, sondern das bei dem der Mund geschlossen ist und eigentlich nur der Brustkorb bebt. „Gönnst du mir etwa den Spaß nicht Brüderchen?“ Genug verstellt, die kleine Einlage hat mehr als gereicht und wird für die momentan aufgespart, in denen sie das ganze wirklich verkaufen kann und die Chance besteht das man es auch glaubt. Ob er will oder nicht, der freie Arm wird genutzt um sich bei ihm einzuhaken, Berührungen seiner Schwester sollten nicht zu dem unbändigen Wunsch führen, all seine Sachen zu verbrennen und wenn doch, dann ist das eigentlich mehr ein Punkt der, in ihren Augen, für das einhaken spricht und nicht dagegen. „Du weißt wie alt wir werden, wenn ich jetzt schon vernünftig werde. Was soll ich dann all die anderen Jahrhunderte mit meiner Zeit anfangen?“ das ist doch eine durchaus berechtige Frage, warum soll sie schnell erwachsen werden? Sie braucht es nicht, sie hat das Geld und die Lebensspanne um daran keinen Gedanken verschwenden zu müssen. Ebenso trägt sie nicht die Last des Erbes auf den Schultern und egal was passiert, welcher ihrer Brüder nun Erbt und was danach geschieht, man wird danach wohl kaum anfangen, ihr Wünsche auszuschlagen! „Ich war besorgt, ihr seid so plötzlich abgereist“ von wegen besorgt, sie war gelangweilt und neugierig. „Und das ohne zu fragen ob ich euch begleiten will!“ ja da hört man jetzt wirklich so etwas wie Entrüstung in ihrer Stimme. Das geht aber schließlich auch nicht! Man kann sie doch nicht einfach ausschließen! „Also bin ich euch nach“ ach das hat Sid bisher sicher noch nicht bemerkt. „Was machen wir hier in der Stadt?“ Wir, nicht ihr. Dem armen Sid sollte spätestens jetzt klar werden, so einfach wird er die jüngere Schwester nicht mehr los, sie hat sich angehangen, nicht nur an seinen Arm! Und will an dem Spaß beteiligt sein.
[21:21] ₪ Die Erkenntnis, dass er die Schwester nicht mehr so schnell loswird, die ist schon eingetreten als er sie gesehen hat. Nein, sie ist nicht hier um zu schauen, wie es ihnen geht, es ist sicherlich auch kein Höflichkeitsbesuch. Er kennt die kleine Dämonin zu gut - von viel Liebe kann man da nicht wirklich sprechen. Er würde ihr nie was antun, einfach weil er es zum einen nicht kann - was er wieder nicht zugeben würde - und zum anderen, weil ansonsten die Mutter ihre Wut an ihnen beiden auslassen würde. Das Problem dabei ist, dass sie diese Gelegenheit vielleicht nur zu gerne nutzen würde, um die seltsamen Söhne wieder loszuwerden und den Makel von sich rein zu waschen. Eine Dämonin, die zwei Mal einem Menschen erliegt. Lächerlich. Da braucht man einige Zeit, um den Makel von sich zu waschen. Aber egal. Der Gaul steht an seinem Fleck, die ersten Leute beginnen sich für ihn zu interessieren. Nicht, dass es sich wirklich lohnt ihn zu stehlen, aber vielleicht kommt man unbemerkt an die Satteltaschen? Sidka jedenfalls ist das vollkommen gleich, er ist nur noch mit dem Weib da bei sich beschäftigt.
Nanu? Was ist denn mit ihr passiert, hat sie etwas so große Fortschritte gemacht? Es liegt nahe, dass er daher recht schnell weiß, woher der Wind weht - sie hatte soviel Langeweile, dass sie erst geübt hat und dann hierher gekommen ist. Dies wird er ihr nun aber nicht wirklich unter die Nase reiben, sondern das Spiel mitspielen. Wenn sie etwas können, dann spielen, natürlich alles in den Bahnen der Arroganz. "Es sei dir verziehen, geliebte Schwester, dazu ist die Jugend schließlich auch da." Pah, als ob. Es nervt ungemein, dass sie immer wieder ihre kindischen Spiele spielt, vor allem, dass sie ihn immer wieder damit aufziehen möchte - in Wirklichkeit schafft sie es auch - dass sie das Feuer ganz problemlos beherrscht. So, wie er es gerne können würde. Es ist so ungerecht. Kann man dem Kerl sagen, was man möchte und in einem schlechten Moment ein paar Jahre jünger, da hätte der Rotschopf ganz bestimmt mit dem Fuß aufgestampt vor Wut. Doch er kann sich ja beherrschen. " Natürlich gönne ich dir den Spaß nicht, es ist mir zuwider. Aber da ich eh nicht davon abbringen kann, werde ich mir keine Fusseln an den Mund reden. Egal, wie alt du bist, wenn du dich immer noch daran erfreust. Nur, such dir doch andere Opfer, mich nervt es nur - andere erschreckt es." Man sollte meinen, dass dies der größere Spaß ist, wahrscheinlich zieht die Kleine aber recht viel darauf, dass er nun wieder zugegeben hat, dass er von ihr genervt ist. Aber - mal Hand auf das verkohlte Herz - wen würde es nicht nerven, wenn immer und immer wieder Dinge brennen, mal so richtig, mal nur vorgetäuscht. Egal wie, es nervt! Vor allem, wenn man nicht so richtig Contra geben kann, weil man einfach unsagbar viel Pech gehabt hat, als man die Gene abbekommen hat. Warum kann sie mit Feuer spielen und er kann es nicht? Diese Frage stellt er sich seit geraumer Zeit, seitdem dieser Plagegeist in sein Leben getreten ist. Das ein oder andere Mal hat sich für ihn da auch die Frage gestellt, ob Soel es ebenso empfunden hat wie er nun bei der Schwester? Also, mit ihm. Eigentlich kann er sich dies nicht vorstellen, aber letztendlich weiß man es ja auch nicht. Nun, es ist aber wie es ist und die kleine Göre wird er, wie gesagt, jetzt erst einmal nicht mehr los. "Besorgt also. Du bist zu gut zu uns, süße Schwester." Geheuchel, die perfekte Familie, die perfekten Umgangsformen miteinander. Wenn er könnte, dann würde er immer wieder leichte Blitze in ihren Arm jagen, nun da sie an ihm klebt. Macht er aber nicht und tatsächlich wird er die Anziehsachen später nicht verbrennen. Sie ist von seinem Blut - also, sie teilen das gleiche. Zumindest die Hälfte. Sittsam, anständig, aufmerksam, so wie man eben auch sein kann als Aristokrat, verhält er sich gegenüber der Frau. "Komm." Hier am Brunnen stehen bleiben, dies ist nun wirklich nicht seine Intention. Das wäre ja noch schöner. Ein paar Schritte geht er, bleibt dann aber stehen. Mit einer fließenden Geste schnippt er ein paar Goldstücke in Richtung des Gauls. "Bringt ihn zum Sagar Anwesen, es lohnt sich nicht ihn zu klauen - wir erkennen ihn und ihr wisst, was mit Dieben geschieht, ihr Maden." Charmant und doch wird es irgendwer ob der Münzen machen. Warum er es nicht selbst macht? Ah, die Schwester und so ein haariges Biest zu führen? Viel zu anstrengend, da konzentriert er sich lieber auf das Gefährlichere. Also, nur weil er keine Wahl hat, ansonsten würde er das Weib nur zu gerne stehen lassen. Wir? Hat sie das gerade wirklich so gemacht. "Soel und ich dachten, wir erholen uns von deinen kleinen Späßen." Nein, dies ist nun nicht bösartig gesagt. "Wir wollten das Handelsgeschäft aufnehmen, welches Vater schon vor Jahren beginnen wollte. Doch der alte Mann wird nachlässiger, wir sind die Erben - jemand muss sich doch kümmern, meinst du nicht
[21:25] ₪ auch?" Ihr die Wahrheit sagen? Kommt gar nicht in Frage, schließlich würde der kleine Satansbraten sofort zu einem der Eltern rennen, nur damit am Ende die Frau Mutter hier auf der Matte steht und die beiden ein wenig ankohlt oder ähnliches. "Ich erlaube dir, dass du bei uns bleiben darfst, wenn du dich benimmst und nicht in unsere Geschäfte funkst. Am Ende erleiden wir noch Verlust. Dafür gestehe ich dir zu, dass du uns begleiten darfst, sollten wir einen Nutzen darin sehen und dann darfst du auch deinen Spaß haben." Mehr ist einfach nicht drin, weil sie nämlich ansonsten zuviel erfahren würde. Nicht, dass sie dieses Ritual wirklich brauchen würde, aber niemals würde sie es den Brüdern überlassen, dazu ist sie viel zu egoistisch. Gut, wer aus der Famiile Sagar ist nicht egoistisch? So wird wahrscheinlich ein Schuh daraus. Aber, kommen wir auf ein Thema, welches sicherlich für beidseitige Zustimmung sorgt. "Das Personal war angemessen?" Ansonsten könnten sie sich gleich zusammen darum kümmern, manchmal hat man ja Gemeinsamkeiten, die man pflegen muss. "Schwester, wirklich, du solltest dir eigene Projekte suchen, nicht immer uns hinterherlaufen." Ein sanfter Wink mit einem sehr großen Zaunpfahl.
[22:52] Mara ||Sind sie nicht eine schrecklich nette Familie? Betrachtet man die beiden von außen, dann sieht man tatsächlich nur eine junge Frau, welches vertraut der Arm eines Mannes hält und so über den Brunnenplatz schlendert. Selbst wenn man auf ihr Gespräch achtet, hört man nicht alles und vergisst man das lesen zwischen den Zeilen. Die beiden würden ein perfektes Geschwisterbild abgeben. Leicht liegt der Hölzernestock ihres Schirmes auf der Schulter auf und wird verspielt gedreht, so dass der ganze Schirm sich mit dreht. Sie spielt gern herum und länger stillhalten? Das hat sie sich nie angewöhnt und sieht auch keinen Grund das jetzt noch nach zu holen. Sie wurden gleich und doch so anders aufgenommen und aufgezogen, die älteren Brüder, halb Mensch halb Dämon wuchsen ebenso im Haushalt des Vaters auf, wie ich die jüngere Tochter. Selbst wenn der Mann nicht ihr leiblicher Vater ist, nach außen wurde dieses Bild vermittelt. Der einfache Mensch, er hätte der Mutter doch kaum etwas verbieten können und wenn sie auch ihren Narren an dem Mann gefressen hat. Sagen lässt sich eine Dämonin gewiss nichts. Übrigens eine der Lektionen, welche sie früh von ihrer Mutter hat lernen dürfen. Für ihn hatte das ganze ebenso seine Vorteile, man kann nicht sagen, ein Mann würde nicht davon profitieren wenn er Dämonen auf seiner Seite hat. Erben mit Halbem Blut? Noch besser, das ist doch einmal eine Art seine eigene Linie zu sichern und zu stärken. Was ist da schon ein weiter Kind im Haushalt? Eine geringe Last und überhaupt keinen Aufwand für den Mann, der sich um diese Dinge ja eh nicht kümmern braucht.
Es Nervt ihn und sie soll sich jemand anderen suchen? Ihr Bruder ahnt mit Sicherheit nicht, dass diese Aussage sie nicht halb so sehr freut wie er vermutet. Sie ärgert ihn gerne ja, nein falsch. Sie liebt es ihn zu ärgern. Eben auf die Art schafft sie es am besten die Aufmerksamkeit des Bruders auf sich zu ziehen. Ein freundschaftlicher Umgang miteinander ist kaum möglich, nicht einmal die Art wie Sid und Soel zueinander stehen ist für die junge Frau erreichbar. Dass sie das gern hätte wird sie niemals zugeben, nicht einmal vor sich selbst. Die meisten der Geschwister interessieren sich nicht für die Jüngste im Bunde, aus den einen oder anderen Gründen. Was also tut sie? Genau sie rückt sich in den Fokus der Aufmerksamkeit, eben bei den Brüdern, die sie zu erreichen schaft. „Aber vielleicht ist es ja gerad das nerven an dem ich meinen Spaß habe?“ kommentiert sie seine Worte. „Andere zu ängstigen ist leicht, dafür zu sorgen, dass du aus dem Tritt kommst, das ist schon etwas schwieriger“ . Na schau, das kann er ja sogar irgendwie als Kompliment auffassen. Genau, das ist schließlich der einzige Grund! Er fordert sie mehr heraus, natürlich nicht übermäßig, das wollen wir jetzt gar nicht behaupten! Nachher fühlt er sich noch zu sehr geschmeichelt und wo kommen wir hin wenn sie etwas Nettes sagt? Auf einen ganz falschen Weg. Soviel ist sicher. Sie sei so gut zu ihnen, ein Herzerwärmendes Lächeln ist die einzige Reaktion ihrerseits auf diese Aussage. Sie wissen wo die wahren Gründe liegen und spielen doch beide dieses Spielchen mit.
An das stinkend Ross hat die junge Frau keinen Gedanken mehr verschwendet, erst als Sid da noch einmal drauf zu sprechen kommt, dreht auch sie sich um. Noch während der Bruder da spricht, verschwindet die Hand eines heranwachsenden in der Satteltasche des Pferdes. Timing ist manchmal alles und für diesen Knaben? Da ist es denkbar schlecht. Wieder gibt es Feuer, dieses mal allerdings echt und heiß. Die Hand des Heranwachsenden fängt Feuer, ein Schrei aus Schmerz, schreck und Angst durchbricht die stille. Er rennt herum und zum Brunnen hin, der ganze Arm landet im Wasser und doch hört das Feuer einfach nicht auf zu brennen. Gespielten schreck legt sie in die Stimme, während ihre Hand sich etwas fester um den Arm des Bruders schließt. „Lass gut sein Bruder! Bitte. Der Arme Junge er hat es doch gelernt“ . Fast schon flehentlich klingt sie. Ha ja! Sid wird hier der Böse, ob ihm das gefällt? Vielleicht, schließlich würden die Leute, und wenige sind das nicht, die hier auf dem Platz sind, ihn für den Magiekundigen halten. Das Feuer wird – natürlich von ihr selbst- gelöscht und statt dem schreien und plantschen hört man aus dem Brunnen jetzt ein erleichtertes, doch schmerzhaftes wimmern. „Ihr solltet das Pferd, mit allem Habe zum Anwesen bringen“ . Es wirkt fast wie ein guter Rat den sie den Leuten gibt, jetzt traut sich gewiss niemand mehr an die Taschen, den Auftrag einfach verweigern das wird bestimmt auch nicht geschehen.
Der Aufruhr verfliegt schnell, etwas das ganz sicher auch daran liegt, das bald niemand außer ihnen mehr um den Brunnen herum steht. Nur ein paar ganz tapfere unterhalten sich und schauen dabei immer mal kurz zu den beiden Aristokraten.

[22:52] Mara || Sie wollten sich erholen, diesen Teil übergeht sie gänzlich. Schmollend schiebt sie eine Lippe vor und schaut zu ihrem größeren Bruder auf. „Das finde ich nicht gut! So gefällt mir die Abmachung nicht!“ Sie darf nur mit wen die Brüder es erlauben? „Ihr werdet mich nie mitnehmen wenn ich dazu ja sage, also nein. Ich komm mit, wenn mir das gefällt!“ das ist doch eine Abmachung ganz nach ihrem Geschmack. „Was ihr Handelt ist mir ganz egal, das ist viel zu langweilig. Nur deshalb seid ihr hier? “das enttäuscht, also wirklich. Handel! Dann hätte sie auch daheim bleiben können, dort ist es ähnlich spannend. Was nicht heißt das sie jetzt wieder nach Haus zurückkehren wird, denn allein dadurch, dass die Brüder hier sind und die Stadt eine neue ist, bietet das Ganze eine wunderbare Spielfläche. Wirklich enttäuscht hört sie sogar damit auf den Schirm zu drehen und schlendert nur so noch weiter. Sie wird die beiden im Auge behalten, nicht um es der Mutter zu petzen, sondern weil sie Lunte riecht und, so wie kleine Geschwister eben sind, es nicht mag wenn man sie raus hält. „Ich hoffe sie haben mein Zimmer fertig wenn ich dort bin. Sie sind etwas langsam. Ihr habt sie nicht gut im Griff“ . Genau, weil Diener schließlich in die Zukunft sehen müssen und Sid schon so viel Zeit hatte sie richtig zu erziehen. „Doch ich hab meine eigenen dabei, solange das Zimmer steht, bin ich auf eure nicht angewiesen“ zumindest beim direkten Kontakt. Putzen, Kochen, Tiere füttern. Das zählt sie gerad nicht dazu. Klingt doch nach einem befriedigend, in der Gesamtnote der Dienerschaft. „Ich habe mein eigenes Projekt Brüderchen“ . Ich geb gas ich geb gas, ich will spaß ich will spaß. Naja so in der Art zumindest. Das heißt aber nicht, das ich es nicht verwirklichen kann, wenn ich hier bei euch Wohne“ . Ja genau, einfach mal so tun als wenn es da wirklich etwas Handfestes gibt. So ein fieser Vorwurf! Der würde ja andeuten, das die Brüder ihr einen Schritt voraus sind. Undenkbar und einfach Nein
[13:04] Sidka Sagar stört es nicht im Geringsten, dass er durch den perfiden kleinen Schachzug der Schwester als Böser dasteht, weil - ist er wirklich der Böse? Eher der Mächtige. Dies allerdings bringt auch einen Zwiespalt hervor. Einen recht großen. Da ist zum einen natürlich die arrogante Ader, die es nicht erlaubt vor diesen Leuten hier die Wahrheit aufzudecken. Sie müssen auch nicht wissen, dass er eben nicht derjenige ist, der das Feuer gewirkt hat. Ein paar könnten es vielleicht sogar durchschaut haben, weil ja sein Zügel vor nicht allzu langer Zeit gebrannt hat und er sicherlich nicht so dämlich ist sein eigenes Leder zu verbrennen. Diese Einsicht sollte vorherrschen. Was aber auch ist: Ob nun bewusst oder unbewusst, Seija erinnert ihn schmerzlich daran, dass er nicht so mächtig ist, wie er gerne wäre. Nicht nur, dass er das Feuer nicht besonders gut kontrollieren kann, er beherrscht nicht einmal die Wirkung dessen. Die Sache ist doch, es ist das eine, wenn man Sachen zum Brennen bringen kann - man muss eben nur ein wenig besser überlegen, wann man es wirkt, denn ob nun etwas brennt oder nicht, ist nicht seine mehr seine Sache, solange nicht die Falschen zu Schaden kommen. Es ist aber etwas ganz anderes, wenn die Flamme in der eigenen Hand verpufft. Dies hat in früheren Jahren oft zu viel Streit, Neid und Gekeife unter den Geschwistern gesorgt. Es ist frustierend. Stelle man sich einen kleinen Sidka vor, wie er mit aller Macht versucht Feuer zu wirken und im besten Fall ein schwarzes Gesicht hat - darunter hochrot. Daneben eine sehr viel jüngere Schwester, die ohne Müh und Not das Feuer beherrscht. Tränen, Fuß aufstampfen. Das ganze Programm eben. All die Jahre hat die kleine Schwester es perfektioniert ihn damit zu quälen und auch wenn der Sagar in den besten Momenten darüber steht, so sind diese selten. Heute ist keiner davon, sein Ausdruck wird wütend, aber dies wird nur die Schwester auf das Feuer beziehen, alle anderen auf den kleinen Dieb, der versucht hat an sein Pferd oder besser an den Inhalt der Satteltaschen zu gelangen. Seija würde sich schon noch wundern! Wenn sie nur erst dieses Ritual vollzogen hätten, dann würde er die Kleine brennen lassen, für all die Gemeinheiten. Nicht falsch verstehen, die Schwester verbrennen würde er nicht können und nicht machen, aber sie würde eben am eigenen Leibe sehen können, dass er eben auch mächtig ist. Ist er sowieso, keine Frage.
"Weil du es wünschst." Natürlich nicht, aber mit einer simulierten Handbewegung täuscht er dann eben vor, dass er das Feuer löscht und der Bursche damit erlöst ist. Wie lästig. "Schwester, du solltest dies unterlassen. Wir sind in einer fremden Stadt, es herrschen hier andere Gesetze als auf Vaters Land. Auch, wenn sie es sicherlich nicht wagen würden, die Obrigkeit hier ahndet solche Dinge und wer weiß, wie sehr es sie interessiert, dass wir irgendwo anders eine mächtige Familie sind. Also, wenn du dich daran nicht halten möchtest, dann unterlasse es, die Magie mir in die Schuhe zu schieben." Sollte ja wohl deutlich genug sein, oder? Die Schwester hat schon immer einen eigenen Kopf gehabt, die Dämonin ist eben ganz die Frau Mutter. Bah. Hätte ja gereicht eine dieser Weiber am Hals zu haben, aber Nein, die ältere Dämonin scheint Kinder am laufenden Band zu produzieren. Ist ja nicht so, dass dies hier die einzige weitere Verwandte in gerade Linie ist - da tummeln sich recht viele Geschwister. Wie auch nicht, die Mutter selbst ist einige Jahrhundert alt. Nicht alt, aber...naja lebt sie eben schon. Nachdem die Sache mit dem Pferd also geklärt ist, soll es weiter gehen. Hier über den Platz, langsam in Richtung des Anwesens. "Du solltest wissen, dass es mir egal ist, ob du es gut findest. Aber du wirst ja doch wieder deinen Kopf durchsetzen - sag nicht, dass ich dich nicht gewarnt habe. Es wird dich furchtbar langweilen." Nein, würde es nicht, ganz im Gegenteil. Aber so ist die Möglichkeit vielleicht am größten das Weib loszuwerden für die Vorhaben. Zum einen will er es genießen, den kleinen Wurm Kjestel zu zerdrücken und dabei nicht seine ungeduldige Schwester am Hacken haben, die andere Seite ist: Sie würde ihnen einen Strich durch die Rechnung machen und dies ist etwas, was absolut nicht akzeptabel ist. Niemals würde er sich diese Chance durch die Finger gehen lassen, er will dieses Ritual vollziehen, er will diese Macht. Nichts anderes, dies ist das einzige, was er gerade begehrt. "Ja, wir sind wirklich nur deswegen hier. Vater braucht jemanden, der langsam alles übernimmt und wo sich besser beweisen, als in einer neuen Stadt. Soel ist zwar sein Erbe, aber ich weiß, dass er auch mich gebrauchen kann." Es muss einfach so sein, denn ansonsten droht ihm ein Leben, was gar nicht seins ist. Kirche? Armee? Niemals. Das eine würde ein Leben in Armut bedeuten. Das andere eines im Dreck. Niemals.
[13:11] ₪ Es ist ganz klar, dass nichts davon in Frage kommt, weshalb er einfach nur Soel davon überzeugen muss, dass er brauchbar ist und bisher findet er, dass sie gut als Gespann funktionieren. Eine Macht, die niemand besiegen kann. "Du weißt doch, gutes Personal ist schwer zu finden. Da kann man nichts machen und wir haben ihnen schon viele Dummheiten ausgetrieben, glaube mir. Du wirst sehen, dass hier einiges anders läuft. Im Übrigen, ich bitte dich, verkohle unsere Diener nicht. Sie werden dann so furchtsam, dass sie nichts mehr richtig machen. Die Scherben bringen Unglück." Ein abergläubischer Dämon? Schon. Es gibt diese Sprüche ja nicht umsonst, da muss man eben schon schauen, was man macht und was man nicht macht. Absolut dumm wäre es, wenn Sidka diese Warnungen nicht ernst nehmen würde und sieht er auch sonst gerne darüber hinweg, so ist er in diesen Dingen wieder recht penibel. Nein, es sollten nicht mehr Scherben als nötig im Haus herum liegen. "Du hast dein eigenes Projekt? Erfindest du das gerade? Bestimmt, denn eigentlich kann der Sagar sich nicht vorstellen, dass sie wirklich etwas anderes macht als gut aussehen, spazieren gehen und andere Leute zu quälen. Sie ist mit dem ganzen Herzen - aus seiner Sicht - Aristokratin und Dämonin, dies ist soviel, dass da für mehr Individualität kein Platz mehr bleibt. "Wohnen? Das klingt so als ob du planst länger zu bleiben." Wäre doch lustig, wenn er nun sagen würde, dass sie bald wieder abreisen. "Was ist, wenn ich dir jetzt sage, dass wir bereits nächste Woche wieder abreisen?" Nein, würden sie nicht. Zunächst Kjes dieser kleine Wurm, dann das Ritual, welches ein wenig Zeit in Anspruch nehmen würde und dann? Dann das Ausprobieren der Macht, das daran gewöhnen und vertuschen, sowie - vielleicht - wirklich das Aufbauen von Handelsbeziehungen. Damit man zu Hause auch etwas vorweisen kann und am Ende nicht noch eine Beschwerde auftaucht, dass man hier nur Unsinn getrieben hat. Was natürlich wiederum Unsinn ist, aber man könnte schlecht herausposaunen, dass sie Dinge für ein Ritual gesucht haben. Ein Teufelskreis.
[15:32] Mara Oh! Das weiß sie, das ist ihr vollkommen bewusst. Natürlich ist es nicht gut, wenn man in einer fremden Stadt mit den Kräften spielt. Sicher, zur Not besticht man eben jemanden, aber warum sollte sie das riskieren, sind große Brüder nicht dazu da auf ihre kleinen Schwestern aufzupassen? Wenn die das nicht freiwillig machen, tya dann muss die Schwester sich eben selber helfen. So zurecht gedreht, da klingt es doch wieder viel besser! Nett sieht anders aus, doch nett und diese beiden? Ja äh, eher nein! Das sollte bereits aufgefallen sein. Wobei, sollte sie an einer Einkerkerung von Sid schuld sein, vermutlich würde das ihr Verhältnis zueinander nachhaltig beeinträchtigen. Man stelle sich das vor, Sid in einem Loch, nur Stroh auf dem Boden. Keine ordentlichen Mahlzeiten. Das verzeiht er niemals, also wirklich n i e m a l s. Ob das die ganze Sache Wert wäre? Gebt ihr noch ein, zwei Nächte um darüber nachzudenken. „Aber Sid, ich hab doch nur dein Habe verteidigt. Ich bin sicher, selbst hier wird die Obrigkeit anerkennen, dass mein Handeln gerecht war. Strauchdiebe werden gewiss ebenso wenig geduldete, wie auch daheim“. Andererseits sind diese in einer Stadt wie dieser vermutlich die geringste Sorge, egal es ging bei dem Satz ja eh nur darum Sid nicht das letzte Wort in der Sache zu gönnen. Wie sie bereits festgestellt hat, natürlich hat er Recht. Das heißt aber nicht, man muss es ihm auch noch sagen. Sie schaut noch einmal kurz zurück, die meisten sind weg, das Pferd auch bereits und eine Spur nasser Schritte führt rechts die kleine Gasse entlang. Da kann sie doch zufrieden sein und „Wache“ hat bisher auch niemand gerufen.
Genug davon, das ganze braucht sie nicht weiter kümmern, das Gespräch mit Sid geht weiter und es fängt an zu langweilen, nicht nur weil er bereits prophezeit wie langweilig ihr hier sein wird. Er redet wirklich nur davon wie sie sich benehmen soll und die Brüder das Handeln beginnen werden. Die Augen verdrehend, lässt sie den Arm von Sid wieder los und geht ein paar Schritte, weit beschwingter als zuvor, voraus und dreht sich dann herum. Sie geht rückwärts vor ihrem Bruder her „Du willst das er dich gebrauchen kann“ verbessert sie ihn dabei, mit einem Lächeln auf den Lippen, als würde man gerad zum Nachtisch rufen. Schon gemein, von ihnen drein hat Sid mal wieder das schlechte los gezogen. Soel der Erbe, sie das Mädchen und er? Der Zweitgeborene, der darauf hoffen darf auch etwas vom Kuchen abzubekommen. „Das ist so Nett von dir Bruder. Du hilfst dabei den Handel aufzubauen obwohl du gar nicht weißt, ob du irgendwann etwas davon haben wirst“ . Manipulatives Miststück, sie versucht gerad Neid bei ihrem Bruder zu schüren, Wut und Frust. Wenn die Emotionen erst einmal hochkochen, dann verrät man sich viel schneller, erzählt dinge die nicht gesagt werden sollten. Darauf hofft die junge Frau. Dass er nicht alles erzählt, davon ist sie schließlich noch immer überzeugt. Außerdem, es wurde eben schon erwähnt, ihr ist langweilig! Sie dreht sich nicht wieder um, die Schritte sind langsam, da ist rückwärts laufen möglich und außerdem kann sie ihn so besser betrachten und damit hoffentlich auch nerven.
„Aaaach Siiid!“ der Tonlage nach, kann man sie gerad wirklich mit einer ganz normalen Schwester vergleichen, die sich darüber aufzuregen beginnt das der ältere mal wieder etwas verboten hat. Gut hat er ja auch, das –was- ist dabei der springende Punkt. „Das mach ich gar nicht immer, das klingt ja so als würde ich den ganzen Tag durch das Anwesen laufen und die Leute verbrennen, ich bin doch keine 12 mehr!“ sie ist älter geworden, sie macht das nicht mehr aus Spaß, nur wenn es einen Grund gibt, die Leute ihre Arbeit nicht ordentlich machen, sie nerven oder, ja gut zugegeben, wenn sie schlechte Laune hat. Das wird er ihr aber doch wohl nicht verbieten wollen? „Mit meinen mach ich was ich will!“ Bei den anderen, mal sehen. Ja vielleicht wird sie sich da etwas zurückhalten. Wenn er die alten Marotten rauskramt, dann wird er schon sehen, dass es so nicht mehr stimmt. Früher ja, da ist das ziemlich häufig passiert, aber sie war schließlich ein Kind mit Feuermagie. Kindern ein Normales Streichholz in die Hand zu drücken, sowas ist schon gefährlich genug. Jetzt stelle man sich einmal vor; Ein Mädchen, eine Dämonin! Und man kann ihr dieses Streichholz nicht wegnehmen. Teilweise war das ganze so schlimm, da hat ihre Mutter die Kräfte gebunden. Eine ganz schreckliche Zeit ist das gewesen. Auf einmal war sie so… Normal und Machtlos! Die Brüder haben das natürlich zu ihrem Vorteil genutzt, kann sie ihnen auf lange Sicht aber nicht verübeln. Sie hätte und hat nie anders gehandelt.

[15:33] Mara Empört plustert sie die Wangen auf und wird etwas langsamer, dreht sich einmal und geht wieder ganz normal neben Sid statt vor ihm. Denn genau so, wie sie ihn eben im Blick hatte, so hatte er das auch bei ihr. Etwas das sie jetzt nicht möchte. Lügen ist auch für Dämonen einfacher, wenn niemand ihr Gesicht genau beobachten kann. “Natürlich nicht!“ begehrt sie auf. Wie kann er es wagen sie so schnell zu durchschauen? Das ist doch eine Frechheit! „Ich hab auch etwas geplant, ich bin doch nicht nur wegen euch in der Stadt!“ hat sie bisher etwas anderes behauptet? Egal dann wiederspricht sie sich wohl. „Sondern wegen Mutter“ die beiden wegen Vater, dann zieht sie die Mutter Karte. „Ich soll etwas für sie erledigen“ alles erstunken und erlogen. Was genau sollte die Mutter auch von ihrer Tochter wollen, das sie selbst nicht machen kann?
Die ganze Zeit ist nichts passiert, selbst beim rückwärtslaufen ist sie nicht gestrauchelt, erst die Wurzel eines nahen Baumes übersieht das Mädchen, unpraktischerweise gleichzeitig mit den erneuten Worten ihres Bruders. „Ihr wollt wieder weg, aber waru..?!“ in den paar Worten liegen zu viele Emotionen, sie achtet nicht auf ihre Füße und dann ist da schon die Wurzel. Die Füße verfangen sich, sie strauchelt. Beinahe! Fast hätte sie es geschafft auf den Füßen zu bleiben.
[18:26] ₪ Ein jeder, der Geschwister hat, wird nachvollziehen, wie es dem jungen Sagar geht. Nein, also ehrlichweise nur ansatzweise, weil niemand hat solch einen Satansbraten wie er. Hat schon mal jemand das Gör angeschaut und beobachtet, wie sie sich gibt? Es ist wirklich geradezu ein Albtraum mit ihr in einem Haus leben zu müssen. Der Albtraum lebt also wieder auf und dabei hat Sidka seine Augen auf. Wenn da nur Rettung in Sicht wäre, ist es aber nicht und so ist er diesen Qualen ausgesetzt - bis ans Ende der Zeit. Das Schlimme ist, sie kennen sich so gut, dass Seija genau weiß, wie sie ihn locken kann. Also auch, wie sie ihn wütend macht. Sie hat also sein Eigentum verteidigt? Als ob sie sich dafür interessiert - sie hatte nur den Spaß daran diesem Jungen die Hand zu verbrennen. Würde er das ansprechen, dann würde sie wahrscheinlich ein wenig grinsen, wissen, dass sie es beide wissen und es dann abstreiten, nur wegen des Prinzipes. Aber, dies ist sicherlich nicht der Grund, warum er wütend wird, ist ihm eigentlich recht egal, was sie treibt. Peinlich würde es nur werden, wenn wirklich jemand die Wache rufen würde, er bei diesen zugeben müsste, dass er kein Feuer wirken kann, sondern nur die Schwester. Wahrscheinlich würde er sich eher abführen lassen und dies wäre wirklich eine Katastrophe. Wie die Schwester schon richtig erkannt hat, es wäre der S u p e r g a u, wenn man ihn in einen Kerker stecken würde. Sicherlich würde er keine Einzelzelle mit angemessenen Personal, Reinigungsmöglichkeiten und zu Essen bekommen. Aber, spannender ist in diesem Moment sicherlich, warum er wütend wird und wie sich diese Wut zeigt. "Du willst, dass er dich gebrauchen kann." Wirklich? Das trifft den Nagel so gut auf den Kopf, dass er mit einem Schlag im Gesamten im Holz verschwindet. "Er kann mich gebrauchen." Da ist es wieder, das eindeutige Rosa auf den Wangen, welches andeutet, dass er böse ist. Böse auf sie, auf die Behauptung und natürlich darauf, dass sie recht hat. Natürlich muss er hoffen muss. Ärgerlich, aber wahr.
Leider kommt er nicht drumhin, weiter auf diese offensichtliche Köderung einzugehen. Sie hat ihn wirklich wütend gemacht. Mit einem Handstreich schiebt er ein paar Äste aus dem Weg - die Macht steigt eben auch mit der Wut -, die Telekinese beherrscht er ganz gut. "Vater und auch Soel wissen genau, was ich leisten kann. Sie wissen, dass ich genauso gut wie sie bin! Nur weil du ein Weib bist, kannst du es nicht verstehen." Nicht sehr souverän, wäre er jünger, er würde vor Wut vielleicht sogar anfangen zu weinen - macht er aber nicht. Stattdessen geht er eben auf die Schiene, dass die Schwester ob ihrer begrenzten Kapazitäten als Frau gar nicht verstehen kann was genau er leistet und was passieren wird. "Misch dich nicht in Dinge ein, von denen du nichts verstehst, Seija. Sie brauchen mich und Soel wird mich auch weiterhin brauchen."
Diese Hoffnung tief in seinem Herz vergrabend, schnaubt er leise und wünscht sich ein weiteres mal, dass er etwas in Brand setzen kann. Wie schön es wäre, nun einen Baum komplett zu vernichten oder noch besser, irgendetwas Lebendiges und wenn es nur der Gaul wäre. Sidka hat nun eindeutig schlechte Laune, dies hat die andere aber sicher bei der Äußerung bedacht, schließlich ist er nicht gerade unbekannt dafür, eine Diva zu sein. Dass ihn dies hier aufregen würde, muss ihr vorher klar gewesen sein. Ihr Kosename für ihn macht es nun nicht gerade besser. Siiiid? Bah! Würde er solche vulgären Dinge tun, dann würde er ausspucken und zwar heftig. Macht er aber nicht, sondern hebt die Nase nur noch etwas höher. Die Göre mit ihren gefühlten drei Jahren auf der Erde sollte aufhören ihm Ratschläge zu geben oder zu sagen, was er tun oder lassen sollte. Vor allem, er ist älter als sie, natürlich kann er ihr Vorschriften machen! "Allein, dass du betonen musst, dass du es nicht mehr machst sagt mir alles darüber. Mach mit deinem Personal, was du möchtest, aber du wirst keine Hand an unseres legen, verstanden?" Die Zeit der Späße ist vorbei, die kleine Schwester hat einen Punkt angebracht, der ganz und gar nicht lustig ist. Vor allem, sie ist hier, weil ihr langweilig ist, dies kann sie noch so leugnen, aber es ist so und sie sorgt jetzt schon für Unruhe. Sidka versucht diese beunruhigenden Gedanken immer recht weit von sich weg zu halten, doch sie hat sie mit aller Macht in seinen Kopf gedrängt. Da kann sie nun noch so liebreizend vor ihm her tänzeln, mit ihrem Schirm spielen oder ihm schöne Augen machen. Er ist wütend, sie ist daran Schuld und alles andere ist unwichtig. "Wegen Mutter?" Was? Dies klingt nun erstaunt und kurz legt sich die Wut. Der Gedanke, dass er sie übrigens mit einem Handstreich zu Fall bringt, während sie rückwärts geht, ist ihm durchaus gekommen, aber er weiß, dass sie es ihm doppelt und dreifach heimzahlen würde. "Mutter braucht dich zu
[18:38] ₪ Botengängen? Sicher?" Nein, er ist es sich ganz und gar nicht, aber darüber nun zu streiten, ist auch viel zu müßig, immerhin scheint sie ja davon überzeugt zu sein. So wie sie bei ihm Lunte riecht, macht er es bei ihr. Aber, dennoch, die Alarmglocken sind aufgeschrillt. Wenn jetzt nicht nur dieses kleine Biest hier weilen würde, sondern auch noch das gößere von beiden, dann würde ihr Vorhaben sicherlich sogleich im Keim erstickt werden. Machen kann er da nun aber auch nichts gegen, sie sollten wachsam bleiben und in jedem Fall sollte er sich mit Soel beraten. Dies schreit geradezu nach einer geheimen Zusammenkunft im Ostflügel der Villa, denn sicherlich wird sich die andere doch nicht bei ihm eingenistet haben - oder? Naja, wie dem auch sei, in diesem Fall würde das kleine konspirative Treffen eben im Westflügel stattfinden. Man hat ja Optionen. Gerade will er nachhaken, als das Weib wieder anfängt zu reden - es ist eine Schande, dass man diese Dinger nicht abstellen kann und sie dies auch noch ausnutzen, indem sie eigentlich ununterbrochen reden. Er ist also zum Schweigen verdammt, zumindest für den Moment, dann könnte er nachfragen. Nur, dazu kommt er wirklich nicht, denn das Weib bricht mitten im Satz, er spürt ein Reißen an seiner Kleidung. Dies ist der spannende Moment, in dem schnell eine Entscheidung getroffen werden muss. Helfen oder nicht helfen. Dass er nicht helfen konnte, dies ist natürlich total absurd und dies weiß natürlich auch die Schwester. Aber, wie du mir, so ich dir uns so entscheidet sich Sidka für das elegante Nichtstun. Würde sie fallen, umso schöner - diesen Moment würde der Sgar nutzen um mit nicht unterdrückter Häme zu sagen "Du hättest mich nicht wütend machen sollen. Sollte sie sich auffangen, dann wäre es eben eine verpasst Chance nachzuhelfen. Beides ist ihm recht.
[21:51] Mara Höchst zufrieden mit sich, wird sie der leichten röte auf Sids Wangen gewahr. Er ist sauer und springt, ganz wie erwartet, drauf an. Es ist so lustig, hier und da die richtigen Knöpfe gedrückt und schon kann man sich das Chaos aus der Nähe ansehen oder, wie in diesem fall, den rosa Kopf. Es fällt aber auch wirklich leicht das Ganze nur als Spiel zu sehen und Sid ist die Figur, die sie nun mal als erstes erwischt hat. Wenn er aber auch gerade dann diese Straße entlang kommt, das kann sie ja nicht ahnen und er auch nicht. Hätte er es, vermutlich wäre der ältere einfach eine andere Straße entlang geritten, schließlich ist das noch immer die beste Möglichkeit unliebsamen Personen auszuweichen. Spätestens im Anwesen wären sie sich dann aber doch begegnet, das Übel kommt also nur früher. „Wenn du das sagst“ geht sie, betont beschwichtigend auf ihn ein. Etwas das man ihr nie und nimmer abkaufen wird. Ihre Stimme klingt auch nicht annähernd ehrlich genug dafür, sie gibt sich nicht einmal die Mühe. Gut so, sie hätte es bereut, ihm ehrliches bedauern auch nur vorzutäuschen, nach seinen Worten.
Das hat er gerad nicht wirklich gesagt! Sie versteht es nicht weil sie ein Weib ist! Pah… Wer springt den hier gerad so wunderbar auf ihre Provokationen an und versteht nicht, dass sie ihn, mal wieder nur ärgert! Der Spruch kratzt an ihrem Stolz, sie ist eine Dämonin, kein Mensch! Da soll doch mal jemand versuchen, sie in die gleiche Schublade wie diese schwächlichen Menschanfrauen zu stecken. Da wird sie aber anfangen ihm gehörig was zu erzählen. Denn eines ist klar, sie ist viel, viel besser! Klüger, intelligenter, geschickter, Mächtiger. Klar soweit? Gut, den sie verbittet sich diese Diffamierungen. Oh ihr liegt gerad so viel Geschimpfe auf der Zunge. Doch letztlich wird das alles nicht hinaus gelassen. Nur ein einziger Satz der erneut provozieren soll. „Sid, ich kann all das was du kannst. Und noch mehr!“ eine ganzeindeutige Anspielung auf ihre Magien. Das ist so eine Antwort, da weiß die antwortende selbst, dass es eigentlich auf dem Niveau von einem; immer dreimal mehr wie du! Ist. Alles andere in ihrem Köpf klingt allerdings auch nicht sehr viel besser. Das muss also reichen.
Wenn sie für schlechte Laune sorgt, dann ist die auch langanhaltend. Sid zumindest bewahrt sie sich und bleibt auch bei seinen weiteren Worten nicht sehr freundlich. Ja sie findet er könnte ruhig etwas netter zu ihr sein, schließlich ist sie doch gerad erst wieder da und das bisschen necken, das wird er doch kaum ernst nehmen können. Wie mans macht, macht mans verkehrt. Sie provoziert schlechte Laune, bekommt die und ist dann selbst beleidigt, das er in ihrer Gegenwart schlechte Laune hat. Muss man nicht verstehen, es ist eben einfach so. „Und was wenn sich eine von ihnen nicht Ordentlich benimmt! Soll ich das dann einfach so geschehen lassen? “ Eine, in ihren Augen, berechtigte Frage. Er kann doch nicht ernsthaft erwarten, dass sie dann nichts tut und schließlich tut sie sowas ja nur, also fast nur, meistens! Wenn es auch einen guten Grund dafür gibt. Dazu sei mal gesagt, das sind nicht Sids und auch nicht Soels Diener! Wenn sie das ausspricht, dann gibt sie nur im gleichen Atemzug auch zu, das ihre, ja auch nicht ihre sind. Das kommt also eher nicht in Frage.
„Ja wegen Mutter, und natürlich bin ich sicher!“ also sie ist sich sicher, dass sie es sich schnell aus den Fingern gesaugt hat. Irgendwas musste sie ja sagen, wenn schon der Vorwurf nach keinen eigenen Projekten im Raum steht. „Es ist sehr wichtig und deshalb muss ich hier sein!“ genau, von wegen. „Wenn es dich stört, dann kannst du ja mit ihr reden“ . Ha gewonnen! Das wird Sid ganz bestimmt nicht tun, Soel auch nicht. Die Verbindung zu der Dämonin war nicht einfach, für keinen von ihnen. Nicht einmal für die Dämonische Tochter. Wegen so etwas würde wohl keiner bei ihr auftauchen und nachfragen. Je mehr sie darüber nachdenkt, desto besser gefällt ihr das Ganze. Sie kann eigentlich fast alles behaupten, ob die Brüder ihr glauben oder nicht, nachprüfen werden sie es nicht. Hin und her geht der kleine Schlagabtausch und dann ist da ja immer noch das abrupte Ende des Gespräches. Dämliche Wurzel, dämlicher Baum! Verfluchter Sid! Etwas verdattert sitzt sie auf dem Boden, also eigentlich liegt sie halb. Das schöne Kleid ist an einer Stelle aufgerissen und sie hat sich die feinen Hände verletzt. Der Schirm liegt einige Meter entfernt auf dem Boden und bei jeder Windböe bewegt er sich schaukelnd von ihnen fort. Sie ist wie erstarrt, paralysiert vor Schreck. Sie hat seit Jahren nicht mehr auf dem Boden gesessen, und sich eben solange nicht mehr selbst verletzt, ihr schönes Kleid! Erst die Worte des Bruders lassen den Schreck etwas verfliegen, nein eigentlich sorgen sie für einen Punkt der Entladung. „Das ist alles deine schuld! Meckert sie, noch immer auf dem Boden sitzend, los und schaut sich ihre aufgeschrammten Hände an.
[21:51] Mara || Da ist Blut! Sie blutet! „Warum hast du das getan!“ hat er nicht, hätte er es, dann würden seine Haare schon in Flammen stehen. Da sie allerdings einen Schuldigen braucht, denn selbst dafür verantwortlich sein, das kommt ja mal gar nicht in Frage! Ihr Kleid! Hat sie schon über das Kleid gejammert? Es war so schön und jetzt hat es doch wirklich ein Loch im Stoff. Das gute am Dämon sein ist, Wunden heilen schneller, schmerzen können besser ertragen werden. Die Körperlichen wunden, seelisch greift sie das ganze schon ziemlich an! Sie ist eben sensibel und Sidka ein Arsch! Sie sitzt vielleicht noch ein, zwei Augenblicke auf dem Boden. Steht dann wieder auf und schaut an sich hinunter. Wie sieht sie nur aus! Das Loch ist eigentlich klein, der Stoff an einigen Stellen etwas aufgeraut und schmutzig. Doch ihr kommt das ganze viel schlimmer vor. Nein sie hat nicht die gleiche Einstellung zu Dreck, doch wer würde sich nicht über so etwas ärgern? Wie selbstgefällig Sid da steht und seinen Spruch bringt! Ein unwirscher laut dringt aus ihrer Kehle, der Glaskörper ihrer Augen wird dunkler und bevor sie noch etwas Dummes macht, da dreht sie sich rum und geht in Richtung Anwesen. Hoffentlich sind die Bediensteten mit ihrem Zimmer noch nicht so weit, sie könnte sich gleich in zweierlei Hinsicht Befriedigung verschaffen. Zum einen, den Frust an eben jenen auslassen, zum anderen Sid damit ärgern, weil sie so kurz nach dem Gespräch, schon anfängt die Dienerschaft anzukohlen.
[22:16] Sidka Sagar ist wirklich etwas nachtragend, anders kann man es nicht sagen, denn es ist wirklich ein unfeiner Zug, den er da zeigt. Aber wieder zum Anfang. Da beginnt es sich ja bekanntlich am Besten. Als die Schwester nun also über seine Formulierung stolpert - haha das war jetzt keine Absicht - erwartet er eigentlich zunächst, dass auch sie nun wütend wird, dass auch sie sich in einen Kampf begibt, den sie einfach verlieren muss, weil sie nicht mehr richtig überlegt. Macht sie aber nicht und so blitzt da bei dem Sagar kurz der Gedanke auf, dass sie vielleicht doch erwachsener geworden ist. Aber dies ist hier ja gar nicht Thema, die Schwester ist unbeliebt und bleibt es auch, dazu hat sie einfach zuviel, was der Rotschopf für sich möchte. Ein ganzer Dämon, eine mächtige magische Fähigkeit. DAS wäre etwas und sie hat es alles bekommen. Obwohl sie ein Mädchen ist, obwohl sie die Jüngste ist und obwohl sie noch nie etwas dafür getan hat. Das ist doch ungerecht, dies müssen doch alle einsehen! Er hat schon sehr viel dafür getan, sein goldener Löffel ist blank poliert, so oft wie er ihn im Mund hin und her geschoben hat. "Wenn du meinst, Schwester. Ha! Was sie kann, das kann er nämlich auch schon lange. Ist doch ganz nett, dass auch er manches Mal einen kühlen Kopf Kopf bewahren kann. Diese Antwort ist doch genau die richtige, vor allem nachdem sie zuerst damit angefangen hat. Wie du mir, so ich dir - immer dreimal mehr als du! Ha. Da sind wir doch auf genau der richtigen Ebene angekommen. Das schiefe Grinsen kehrt kurz in das blasse Antlitz zurück, die Lippen verziehen sich spöttisch. Mag sie ein Dämon sein, ein mächtiger vielleicht dazu - sie hat den Makel einer Frau in dieser Welt, wenn es da auch wesentlich schlimmere Gegenden geben soll.
Die nächste Frage, die sie stellt, ist ungefähr genauso interessant wie all die anderen Plappereien von Weibern. Nämlich gar nicht. Man ey, warum genau - und diesen wesentlichen Punkt hat Seija ja auch schon angesprochen - musste er ihr hier auch noch zufällig über den Weg laufen? Dieser Tag hätte wesentlich angenehmer verlaufen können, vor allem mit der Aussicht, dass die neuen Kleider bald ankommen würde. So aber? Hach, jetzt muss er sich wieder mit diesen Gedankenlosigkeiten der Dämonin herumschlagen. Da fehlt ihr vielleicht wirklich einfach das menschliche Blut.
Die Bediensteten also. Wie kann man denn ein Thema so ausschlachten? Schrecklich. "Seija, kein Wort mehr. Du wirst sie nicht verkohlen, schrei sie an oder komm zu mir deswegen." Genau, dann müsste sie sich mit diesem Problem gar nicht befassen und er würde sich dann darum angemessen kümmern. Was jetzt nicht heißt, dass es den Menschen in der Villa gut ergehen würde - nur, dass kein Feuer gelegt wird. Heißt ja nicht, dass man sie nicht auspeitschen lassen kann, den Lohn oder das Essen streichen könnte, sie anderweitig bestraft. Alles ist offen, alles erlaubt. "Nein, ich werde Mutter deswegen nicht belästigen." Diese Antwort hat das Weib sicherlich erwartet, es ist auch wirklich zu ärgerlich, denn es stimmt: Die Brüder haben darauf keinen Zugriff. Dies ist ärgerlich. Weil sie hat damit quasi Narrenfreiheit - was sie dabei aber übersieht: Dieses probate Mittel gibt es eben auch für sie. Auch die beiden Herren können die Dämonin vorschieben und Seija so wieder ausbooten. Quasi entsteht dadurch also eine Pattsituation. Friss oder Stirb. Apropos. Die gute Laune ist wieder hergestellt, als die Schwester der Länge lang auf der Nase liegt. Dieses Bild wird sich der Rotschopf einprägen, merken und sich in schlechten Momenten daran laben. Das Weib wird es sicherlich verstehen - oder nicht? Sie würde es genauso machen. "Ich?" Na, vielleicht übertreibt sie nicht. Aber gut, ist ja auch egal. Er grinst noch breiter, zuckt nur mit den Schultern. Was soll er dagegen auch machen? Sie hat sich entschieden, dass er Schuld hat und dann ist das eben so. "Nun sei nicht so kindisch..." Halbherzig nur, denn so richtig traurig ist er nicht darüber, dass er ohne sie zurücklaufen muss. Ein wenig Erholung des eben gerade sehr anstregenden Gespräches. Immer auf der Hut sein, immer eine spitzfindige Antwort haben. Echt nicht so einfach. Er seufzt leise, bückt sich um wenigsten den Schirm aufzuheben. Sie würde sicher wieder einkriegen und das Ganze würde wieder von Vorne beginnen. Dies ist traurig, aber auch wahr. Wie lächerlich er mit dem offenen Schirm aussieht! Mit einer unwirschen Bewegung schließt er diesen, tut so als ob er seinen zumeist mitgeschleppten Gehstock mit sich hat. Besser, aber immer noch nicht wirklich optimal. Er könnte das Ding ja auch an ihren Kopf werfen? Naja, man muss es nicht ausarten lassen, weshalb er dann friedlich mit genügend Abstand hinterherzieht. Warum er das gemacht hat? Weil er es kann.~~
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