Hauptgeschichte

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Beitragvon Kilian » 24. Mär 2016, 17:28

Hier kommt alles rein
Kilian
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Ein Ritual, Soel, Sid, Fay, Kjes

Beitragvon Kilian » 24. Mär 2016, 17:30

[20:45] Jäger Sidka || Wie immer, wenn es hier herkommt, dann läuft dem Rothaarigen ein eiskalter Schauer über den Rücken. Nicht, weil er sich so unwohl fühlt und auch nicht, weil er vor den Gestalten hier Angst hat, sondern einfach weil er der Meinung ist, dass er hier nichts verloren hat. Dieser Dreck. Diese lauten, vulgären Leute. Das Krächzen der Papageien. Das ist doch nicht schön, das ist absolut nicht angemessen. Nicht für ihn. Nicht für Sidka. Mit der Hand streicht er sich vorsichtig an der viel zu guten Kleidung entlang. Nein, Nein er hat keine Angst, dies könnte davon kommen, dass ihn seine Fähigkeiten schützen. Zumindest glaubt er dies. Finster, die Nase leicht gerümpft, schaut er in die Runde, die sich da vor ihm auftut - faules Pack! Diese Gedanken durchdringen seinen Geist unweigerlich, als er die Kerle hier herumflachsen sieht, wie sie nur darauf warten, dass er anzeigt, dass er gerne etwas kaufen würde. Oh ja, natürlich wird er etwas kaufen, genau deswegen ist er ja hier. Es ist der Schwarzmarkt, wenn man die verschiedensten und wildesten Dinge braucht. Die rechte Hand umfasst den Knauf des Stockes in seiner Hand etwas fester. Das Klocken auf dem Boden ist kaum zu hören, zu laut sind all die anderen um ihn herum. Wieder rümpft er die Nase, man sollte meinen, dass es an diesem Ort besser riecht, schließlich gibt es hier Gewürze zu kaufen, den der Pöbel zumeist nicht einmal selbst benennen kann. Auch, wenn es ein Ort voller Wunder ist, wenn Sidka ehrlich ist, dann hasst er es. Die Lautstärke, die vielen Menschen, die Gerüche. Lieber ist er mehr für sich, genießt einen Ausritt oder eben ein gutes Geschäft. Hier wird er nichts davon bekommen.
Ungeduldig schaut der Mann sich um, die feinen Sachen lassen ihn deutlich herausstechen. Es verrät zumindest ein wenig über ihn. Zum einen, dass Geld ihm egal ist, immerhin geht er so das deutliche Risiko ein, dass er mehr bezahlen muss als jeder andere hier. Feilschen wird kaum möglich sein. Zum anderen sagt es auch aus, dass er keine Angst hat. Vor niemandem hier. Sollte er vielleicht, in den Landen laufen die verrücktesten Menschen mit den verrücktesten Fähigkeiten herum, aber wenn man Stärke demonstriert, dann glauben die anderen es eben auch. Anführer werden geboren, nicht gemacht. Man muss es eben fühlen. Wo bleibt der Bruder? Dies kann man nur missbilligen, dass er auf ihn warten muss. Was ihn wohl aufhält? Sidka ist niemand, der lange auf jemanden wartet. Möglichkeit eines interessanten Treffens auf dem Schwarzmarkt verspielt, Bruder - langsam setzt er sich in Bewegung. Gerade einmal dreißig Sekunden nach der verabredeten Zeit, aber der junge Herr wartet nicht gerne. Der andere Rotschopf weiß dies und würde, wenn er es wirklich möchte, ihn in diesem Dschungel finden.
[21:25] Elster Tamás Zwischen Daumen und Zeigefinger zermahlt er die kostbaren Gewürze, die scheinbar kostbaren Gewürze. Was denkt der Händler eigentlich wer hier vor ihm steht, ein einfacher Trampel wie all die anderen? Oh ganz gewiss nicht! Wenn dieser Taugenichts wirklich glaubt ihn hinters Licht führen zu können, dann irrt er, folgenschwer. „Du sagst die Gewürze kommen aus Übersee?“ Er ist ja sogar nett, er gibt dem anderen die Möglichkeit seine Aussage zu revidieren, sich in den Staub zu werfen und um… nein gut er übertreibt. Sicher, das wäre eine Reaktion die ihm und seinem Bruder gegenüber mehr als angemessen scheint. Ein kleiner Geist wie dieser hier wird das kaum verstehen können.
Die Körperhaltung ist aufrecht aber nicht steif, das lange rote Haar zu einem Zopf Gebunde und betont die gelben Augen, durch welche er aufmerksam seine Umgebung im Blick behält und jetzt auf dem Händler verweilt. Fehler, ein Gedanke der ihm in den Kopf schießt sobald er das nicken des anderen sieht. Soel verzieht kaum merklich die Lippen, er hasst es belogen zu werden, er hasst es wenn solch Gewürm denkt ihm überlegen zu sein. Das Charmante Lächeln das er kann Zeigt steht in einem vollkommenen Widerspruch zu den eigentlichen Gedanken. Er hält das weitere Gespräch kurz und kehrt dem Stand schließlich den Rücken, ein kleines Säckchen in Händen. Er ist noch nicht weit gegangen, da zieht Wind auf. Erst ist es nur eine leichte Böe, dann wird sie stärker, als hätte der Wind sich die eine Stelle zwischen den Häusern gesucht, durch welche er auf den Schwarzmarkt vordringen kann. Die Planen der Stände Flattern, die meisten werden kaum etwas bemerken. Kaum einer bis auf den einen Händler, die Plane seines Standes fliegt ihm um die Nase herum. Die Sachen von seinem Stand wirbeln auf, die Kräuter waren einmal und selbst das Geld wird vom Wind in alle Richtung verstreut.
Das alles hat nicht allzu lang gedauert, vielleicht sind es zwei Minuten, die er zu spät auf seinen Bruder trifft. Das Lächeln hat Soel noch immer im Gesicht, doch wirkt es jetzt eher höhnisch ob dem kleinen Missgeschick des Händlers. „Bruder! Ich hoffe doch ich hab dich nicht zu lange warten lassen“ . Gilt das Wort nun diesem.
[21:50] Jäger Sidka || Dreißig Sekunden wären das eine, zwei Minuten ist etwas vollkommen anderes. Mit durchgedrückten Rücken, versteinerter Miene und einem Gebaren, welches nicht darauf schließen lässt, dass es noch andere Menschen auf diesem Platz hier gibt, bewegt sich der Aristokrat durch die Reihen. Ah, er ist nicht nur mit dem goldenen Löffel im Mund geboren, sondern eben auch mit dieser besonderen Gabe. Nun gut, man insbesondere Sidka wird zugeben müssen, dass es mächtigere Menschen gibt als ihn. Vor allem Dämonen, aber letztendlich hilft es doch schon ungemein in einer Welt voller Sterblicher diese besondere Gabe zu besitzen. Heißt im Klartext? Es gibt hier wirklich niemanden außer ihm. Bis eben der Bruder auf ihn zutritt, diese Unverfrorenheit besitzt. Deine Impertinenz ist zum Kotzen, Bruder. Natürlich musste er zu lange warten. Wie gesagt, schon die ersten dreißig Sekunden waren zuviel für den Rothaarigen, da ist es keine Frage, dass diese zwei Minuten eine Frechheit sondergleichen ist. Das spöttische Lächeln im Gesicht des anderen Dämons verrät, dass dieser seinen Spaß hatte. Nun. Spaß. Soweit man hier eben Spaß haben kann. Immerhin ist es hier dreckig, so ätzend dreckig, dass Sidka am Liebsten nichts anrühren möchte. Die Steine sind zu dreckig, um auf ihnen zu gehen, die Stände zu verkommen, um etwas zu verkaufen, die Menschen zu stinkend. Dennoch sind sie hier. Natürlich, weil sie beide wissen, dass es hier das Beste gibt. Nicht nur Gewürze, sondern eben auch andere Dinge, die man immer wieder gebrauchen kann.
Ich nehme stark an, dass du deinen Spaß hattest und die Sache sicherlich wert war, mich hier länger als nötig in dem Dreck stehen zu lassen. Lass uns die Arbeit erledigen. Arbeit. So kann man es eben auch nennen, wenn man so reich ist, wie die beiden es sind. Noch gehört ihnen nicht alles, der Vater hat ein wachsames Auge auf seine Besitztümer, aber was kann er gegen seine Sprösslinge schon ausrichten? Es ist eindeutig von Nachteil, wenn man der eindeutig schwächste Teil der Familie ist. Nicht charakterlich gesehen, der alte Herr musste noch etwas für seinen Status tun, aber wenn man sich eben einen Dämon als Frau nimmt, die Kinder die höchst interessanten Eigenschaften auf die ein oder andere Weise annehmen, dann ist es eben... nun...ärgerlich. Man ist unumstritten immer im Nachteil. Ganz klar. Soel, der Ältere der beiden, erntet noch einmal, was er eindeutig gesät hat: Einen bösen Blick seines kleineren Bruders, der dem Älteren in Nichts nachsteht. Ich verzeihe dir ein letztes Mal. Die Großzügigkeit in Person, ganz klar. Sie wissen zwar beide, dass es schwierig wird vollkommen getrennte Wege zu gehen, aber ein wenig angesäuert sein, wenn man stehen gelassen wird, ist sicherlich erlaubt. Hast du die Liste? Dann lass uns die Dinge besorgen, die wir brauchen. In diesem Loch hier hält mich nichts länger als nötig. Nicht einmal die Weiber hier sind schön. Wäre es nicht so normal, so bürgerlich, dann würde Sidka jetzt eindeutig ausspucken, aber dafür ist er sich zu fein. Seine Spucke ist dafür zu fein, um sich unter die der Normalsterblichen zu mischen. Ein Ding der Unmöglichkeit.
[22:58] Elster Tamás „Ist sie das?“ Fragt er und klingt dabei wirklich schrecklich beiläufig. Schließlich liegt sein Augenmerk gerad mehr auf den Fingerkuppen und dem Gewürz, wenn man das überhaupt so nennen durfte, das immer noch in Resten an diesen vorhanden war. Sicher, er pikiert sich nicht ganz so schnell wie sein Bruder über Unreinheiten und Unpünktlichkeit. Er hat da andere Dinge die ihm wichtig sind, die man in seiner Gegenwart nicht tun sollte, solange man es sich nicht mit ihm verscherzen will. Das heißt aber noch lang nicht das er sich nicht auch an solchen Dingen stören kann. „Das muss mir entgangen sein Bruder“. Erst nachdem er sich wirklich sicher ist den Rest von seinen Fingern auch losgeworden zu sein reibt er mit diesen noch einmal über den Stoff seiner Kleidung, sicher ist sicher. Der edle Stoff, manch einer würde bei dieser Behandlung die Arme über dem Kopf zusammen schlagen. Seide, was auch sonst? Komplett in schwarz gefärbt, mit einigen hellen Fäden durchwoben um ein leichtes Muster auf den Stoff zu bringen. „Spaß hatte ich tatsächlich ja, das solltest du auch einmal probieren Bruder“ . Gut, zugegeben, diese Umgebung ist nicht gerad förderlich, nicht bei der Laune Sidkas. Dabei sollte er lernen das alles zu genießen, sicher es stinkt, ist laut, belebt und dreckig. Alles keine Punkte die für diesen Ort sprechen. Doch dieser Mark lebt und was man auch braucht, es ist mit Sicherheit hier zu finden. Manchmal braucht es etwas länger, man muss den richtigen finden, der den nächsten kennt und bei dem darauf einmal anfragen kann. Als würde das ein Problem für sie darstellen. „Wie Edelmütig“ Spottet er kurz und macht sich wirklich keinerlei Gedanken darum was geschieht wenn er sich das nächste Mal verspätet. Sind wir doch ehrlich, Blut wird sie immer verbinden und nicht nur dieses einfache sterbliche Blut des Vaters. Wie oft haben sie schon die Chance darauf jemanden zu finden den sie tatsächlich gleichgestellt gegenüber treten könnten? Sie sind gesegnet in mehr als einer Hinsicht und ganz gewiss würden sie sich mit niemandem abgeben der weniger ist als sie es waren, zumindest nicht im ehrlichen Interesse. Mehr würde jedoch auch zu Problemen führen. „Du schaust an den falschen stellen, würdest du eine beste Ware nach draußen stellen wo jeder sie begaffen kann?“ Es geht um die Frauen, um was auch sonst. Natürlich stehen nicht die Hübschen hier auf der Straße, sondern nur solche die sich jeder Tölpel leisten könnte. Uninteressant also. Während der Worte greift er sich schon an die Tasche und zieht ein Stück feinstes Pergament hervor. In Eleganter, ordentlicher Schrift stehen die Dinge dort aufgelistet. Ein einfacher Geist wird den Sinn hinter all diesen Dingen kaum verstehen, ein gutmütiger wäre verwundert und ein gescheiter Geist beunruhigt. Es gibt Zauber und Formeln, die sollten nicht jedem in die Hände fallen, doch niemals würden sie sich als einfachen Jemand bezeichnen. „Ich bin sicher, Mutter wird kaum bemerken was wir aus ihren Büchern geschrieben haben“. Das erste Mal an diesem Tag senkt er seine Stimme etwas. Normalerweise ist es ihm egal wer zu hört, soll sich doch jeder an ihren Gesprächen erfreuen, vielleicht haben sie Glück und lernen noch etwas, auf da sie danach zu etwas mehr zu gebrauchen sind. Dieses Thema ist jedoch sensibel. Trotz allem hält er ihm die Liste entgegen, er soll sich selbst noch einmal davon überzeugen, dass nichts vergessen wurde.
[23:26] Jäger Sidka || Natürlich ist sie das. Was ist denn dies für eine Frage? Es ist schlichtweg impertinent jemanden wie Sidka stehen zu lassen. Die eigene Ungeduld kommt natürlich nur daher, dass man nur das Beste gewohnt ist und sich in den heimischen Gefilden niemand trauen würde, ihn warten zu lassen. Er hat als Kind, also als Knabe, sehr früh deutlich gemacht, was er von Warten hält. Wie dem auch sei, wieder klopft sein Gehstock, der natürlich rein ästethischen Gründen dient, auf den Boden. Sie müssen nicht noch mehr Zeit verplempern. Wäre doch nicht auszudenken, denn wenn ihm etwas heilig ist, dann die Zeit. Seine Moralvorstellungen sind da eher flexibel, Lügen ist ein moderates Mittel um die Wege zu erreichen, die er möchte. Nur sollte es eben, genau wie beim Bruder, nicht gegen ihn selbst gerichtet werden. Niemand ist hier gleich, nur um dies mal vorweg zu schieben. Ein jeder hat eine zugewiesene Rolle im Leben, ein jeder findet irgendwann seinen Meister. "Könnte ich. Allerdings bezweifle ich, dass es hier wirklich Spaß gibt. Lassen wir also deine charakterlichen Schwächen und meinen Edelmut bei Seite, erledigen die Dinge. Meine Stiefel werden sonst noch dreckig." Gespräch hinsichtlich dieser Sache von der Seite aus beendet. Aufnahme unerwünscht.
Finster wendet er den Blick nach vorne. Es soll also beginnen, immerhin sollten sie nun auch wirklich nicht zu ewig hier anwesend sein. Nein, Sidka hat wirklich keine Angst, nur, dass er vielleicht zu seiner späteren Verabredung zu spät kommt. Da huscht nun tatsächlich auch ein Grinsen über sein Gesicht. Die Verabredung verspricht interessant zu werden - hoffentlich. "Hast schon recht, aber kein Grund für mich in die Löcher hier zu kriechen." Kein Grund das gute Geld für eine - trotz allem - immer noch ekelhafte Hafenhure zu verschwenden. Wo war man jetzt also? Achso. Bei der List. Da, wo der Blick für Sekunden die Umgebung betrachtet hat - die Zelte, die dreckigen Menschen, das Schimpfen des Händlers, der sich die Verwüstung nur vage erklären kann - da sind sie nun bei dem geliebten Bruder. "Mutter?" Was reitet Soel denn die jetzt zu erwähnen? Nein, er verabscheut die Dämonin nicht, aber sie ist eben doch eine deutliche Spur unmenschlicher als die beiden hier. Eben ein waschechter Vollblutdämon, dem das Aufziehen von Kindern eher fremd ist. Eine gesunde Portion Furcht war ein adäquates Mittel. Zumindest bei Sidka herrscht sie auch heute noch sehr tief vor und anhand der Reaktion des Bruders kann man erkennen, dass es ihm ähnlich geht. Nur, in dieser Welt erreicht man nichts, wenn man nichts wagt. "Nein, wird sie nicht. Ganz sicher nicht. Ich habe alle Spuren verwischt." Ein jeder hat seine Talente, Sidka hat alles so hinterlassen, wie er es vorgefunden hat. Die Liste hat er dann aus dem Kopf geschrieben, nachdem er die wenigen Dinge auswendig gelernt hat. "Wir brauchen alles in guter Qualität. Anhand des wirklich nervtötenden Schimpfens aus dieser Ecke da" Er deutet in die Richtung des gebeutelten Händlers. "sollten wir also die andere Richtung einschlagen. Hauptsache es klappt am Ende." Was nun wieder genervt und ungeduldig klingt. Langsam setzt der Rothaarige sich in Bewegung, er hat es zwar eilig, aber er ist natürlich viel zu gediegen als jetzt über diesen widerlichen Platz zu eilen. Die grundgenervte Stimmung sorgt allerdings dafür, dass er jede Vorsicht außer Acht lässt. "Geh mir aus dem Weg, du Wurm." Immer gut, um sich Freunde an einem Ort zu machen. Ohne den Seemann, der ihm da vor die Füße rennt, zu berühren, fliegt dieser ein oder zwei Meter weit. Die meisten werden wahrscheinlich denken, dass Sidka für einen Kerl seiner Statur unnormal stark ist. Der Bruder allerdings würde sofort die Wahrheit kennen. "Stell dir vor, er hätte fast mein Hemd berührt. Klingt eindeutig angewidert, was die feindselige Stimmung jetzt sicherlich nicht besser macht. Dafür ist Sidka allerdings wieder immun. Immerhin ist ihm der andere vor die Füße gerannt.
[03:55] Elster Tamás Beachtet wird das treiben auf der anderen Seite des Platzes von ihm schon gar nicht mehr, er hatte seinen Spaß. Zwar erfüllt ihn das Ganze noch mit einer gewissen Zufriedenheit, wie konnte der Wicht es wagen ihn.. ihn! Anzulügen. Doch ist das Gefühl dahingehend nicht stark genug um weiteres Interesse auf sich zu ziehen. Ein Laster -oder doch eher eine ganz ausgezeichnete Fähigkeit?- von ihm ist es schnell das Interesse an gewissen Dingen zu verlieren. Es braucht nicht viel, um erst einmal in das Blickfeld des Halbdämons zu rücken, doch nicht lang danach wird das ganze schon langweilig. Gewiss, Ausnahmen bestätigen die Regel oder wie heißt es? Die Liste ist eine dieser ausnahmen.
Warum genau er jetzt aber die Mutter erwähnt hat? Darauf weiß er seinem Bruder nicht zu antworten, vielleicht ist es einfach diese dumpfe Erkenntnis was sie getan haben, die noch einmal ausgesprochen werden musste um wirklich in den Kopf zu dringen. Nicht nur als einfache Information sondern als wirklich durchdringendes Ereignis. Es gibt wirklich nicht vieles das ihm Respekt einflößen könnte, dafür war er einfach zu Hochmütig, ein Dämon und dann auch noch im nächsten Familienkreis, ja der schafft es auch ihm ein schaudern über den Rücken zu jagen. Bilder aus der Vergangenheit tauchen auf, was ihr Vater für ein Mann sein muss das er einen leibhaftigen Dämon zur Frau nimmt -also wirklich einen Dämon, nicht eine dieser Weiber die sich einfach aufführen wie Furien- das muss wohl kaum beschrieben werden. Selten wurde Rücksicht auf den Menschlichen Teil ihres Blutes genommen und wenn wir einmal ehrlich sind ist es auch gut so. Wer weiß schon was aus ihnen geworden wäre wenn… Mitten in die Gedanken dringt auf einmal ein Aufschrei. Der Seemann schlägt unweit von ihnen entfernt auf dem Boden auf. Mit gerunzelter Stirn betrachtet er das und dreht den Kopf dann leicht zu seinem Bruder, was genau hat er in seinen wenigen Momenten der Unaufmerksamkeit verpasst? „Er hätte.. ah“ mitten im Fragen wird ihm selbst klar was der Bruder damit meinen wird. „Du hättest ihn zur anderen Seite stoßen sollen“. Genau dorthin wo auch der Stand des ersten Händlers zu finden ist. Es wäre schon amüsant, wo dieser doch gerad dabei ist ihn wieder auf zu richten. Nur wenige Menschen kümmern sich überhaupt um das geschehene, sie sind auf dem Schwarzmarkt, hier zählt Moral und Nächstenliebe nicht. Das geschehene wird seinen Grund haben, ganz sicher und deshalb schaut man weg. Wer wäre auch so doof es sich mit ihnen zu verscherzen, wo doch ganz offensichtlich ist das sie einiges Geld an den Ständen lassen könnten, an denen sie halt machen. Einzig aus dem einen Grund, dass er ein Freund der Dramatik ist, steigt leichter Nebel in der Gasse auf. Kaum merklich kriecht er näher, nur leichte Dunstschwaden die dem Ganzen eine noch dunklere Ausstrahlung geben. Bestimmt könnte man sinnvollere Dinge mit seiner Magie anfangen, will er aber gerad nicht. „Konntest du dieses einschlägige Ereignis schon überwinden?“ der Spott in seiner Stimme ist deutlich zu hören. Ob es den Bruder kümmert? Wohl kaum. Doch genug wirklich, sie haben zu tun und noch nicht einmal einen geeigneten Händler angesprochen. Das will erledigt werden und wird ihre Geduld sicher noch zur Genüge auf die Probe stellen. Viele der Dinge konnten sie recht einfach hier erwerben, andere waren schon schwieriger und eine der Dinge wollte man hier einfach nicht kennen. „Was ich nicht kenn kann ich nicht verkaufen“. Das klingt auf den ersten Blick natürlich logisch, wenn Soel dahinter nicht schon wieder eine Lüge vermuten würde. Er hat einen 7 Sinn für so etwas, das bildet man sich zumindest über sich ein.
[11:58] Auf die andere Seite des Platzes. Warum hat Soel dies nicht vor ein paar Sekunden gesagt? Nur für einen Moment ist Sidka versucht der Idee des Bruders nachzukommen, aber dann, dann lässt er es. Das wäre ja noch schöner, reicht schon, dass er der Jüngere ist. Der ungewollte Jüngere. Schwer zu erklären, wie sein Vater es überhaupt zweimal geschafft hat die Mutter zu schwängern. Geschweige denn... Na, darüber denkt kein Kind gerne bei den eigenen Eltern nach, aber es ist schon erstaunlich, was der Vater da zustande gebracht hat. Für einen Moment steigt das Ansehen des älteren Mannes wieder bei seinem Sohn, bis diesem einfällt, dass er dennoch nur ein kränklicher Normalsterblicher ist. Der Seemann bleibt also genau da liegen, einen Augenblick verfolgt von den Kohlen, im nächsten uninteressant. Man ist eben verwandt. "Ja. Dein Mitgefühl bedeutet mir viel." Pure Ironie, die am Anderen wahrscheinlich einfach nur abprallt.
Alle hatten nun also ihren Spaß. Soel da hinten mit dem Händler, Sidka mit dem kleinen Seeburschen hier. Nun geht es ans Eingemachte. Die Liste. Begierig gleiten die Kohlen zu dem Papier, welches so fein säuberlich geschrieben wurde. Natürlich, der Bruder musste es noch einmal abschreiben. Manches Mal ist es wirklich nervig, aber auf der anderen Seite war es nicht seine Arbeit. Wieder gleiten die Augen umher, suchen was sie brauchen. "Irgendwo hier muss es sein." Gänzlich unvorbereitet sind sie natürlich nicht aufgetaucht, die einfachen Dinge lassen sich der Natur gemäß eben auch viel einfacher besorgen, weshalb man sich für die wirklich interessanten Dinge Informationen besorgen muss. So wie Sidka es getan hat, weshalb sie auch getrennt gekommen sind und er warten musste. Ist er gedanklich also doch wieder bei diesem Fauxpas seines Bruders, welcher sofort das Blut kochen lässt. Wie kann er es nur wagen?! Gut, egal. Die wichtigeren Dinge. Ein leises Schnauben ist dennoch zu hören, aber da der Bruder gerade wieder seinen Hang zu Dramatik lebt, möchte der Rothaarige ihn keines falls unterbrechen. "Hübsch. Wie auf dem Jahrmarkt." Brüder sollen sich ja necken, nicht wahr? Mitten auf den Nebel zu, schreitet Sidka nun, bei jedem zweiten Schritt ist ein leises Klonk zu hören. Er findet es wirklich äußerst gediegen. Manche würden es auch albern nennen, aber die Selbstwahrnehmung ist ja immer so ein Problem. Man selbst fühlt sich als der größte Held, aber in Wahrheit ist man nur die zu rettende Prinzessin.
Wo waren wir? Die Liste. Da sind die beiden ja nun noch keinen Schritt weiter gekommen. Also wirklich, man sollte meinen, dass man in der Zeit, die die beiden nun schon zusammen stehen, so gut wie alle Dinge hätte besorgen können. Dazu steht im krassen Gegensatz, dass sie eben noch gar nichts haben. "Dieser kleine Zauber..." Egal was Sidka jetzt sagen wollte, er beendet den Satz nicht, denn die Aufmerksamkeit wurde auf etwas gänzlich anderes gelegt. Dort! Da würden sie bestimmt finden, was sie brauchen. Also. Nicht dort. Sondern dort, wo der Kontaktmann hingeht. "Soel. Der dort." Man muss nur wissen, wonach man Ausschau hält. Die vorher erregte Aufmerksamkeit hilft nun natürlich wenig, aber wenn man ganz ehrlich sind, die beiden stechen hier heraus wie ein bunter Hund unter normalen Mischlingen. Ein Nicken des Kopfes, das Klonken erklingt ein wenig eiliger. Jetzt nur nicht den schmalen Rücken des Botenjungen aus den Augen verlieren. Am Ende würden sie wahrscheinlich eine Halle betreten, in die man wiederum nicht so einfach hereinspazieren kann. Ach, schon allein deswegen lohnt es sich diesen Zauber machen zu wollen. Es verspricht ein wenig Abwechslung von öden Tagesgeschäft eines Aristrokraten und nachher hat er ja auch noch eine vielversprechende Verabredung. Stellt sich nur noch die Frage - reicht bereits das Aussehen der Beiden, um eingelassen zu werden oder müssen sie anderweitige Überzeugungsarbeit leisten? Be or not to be.
Kilian
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Re: Geschriebene RPs

Beitragvon Kilian » 24. Mär 2016, 17:31

[14:39] Elster Tamás Fassen wir einmal kurz zusammen, die beiden Brüder haben sich auf dem Markt getroffen und sind dabei gleich aufgefallen. Nicht nur durch ihr stattliches aussehen und ein auftreten das von Selbstüberzeugung nur so über zu quellen scheint. Nein auch aus dem ganz einfachen Grund dass jeder von ihnen schon kurz seinen Spaß haben konnte. Vielleicht war das nicht die beste Möglichkeit einen potenziellen Verkäufer für sich zu gewinnen, doch wie der Bruder schon festgestellt hat, sie werden hier eh auffallen, unter all dem ungepflegten Hafengesogs fallen zwei Männer, neun das ist Zuwenig, zwei Halbdämonen wie sie es eben sind, auf und stechen aus der Masse hervor. Mit beschleunigten, doch keinesfalls eiligen Schritten sind sie bei dem Mann angekommen der ihre Aufmerksamkeit erregt hat und sind ihm sicheren Schrittes bis zu dem Kontor gefolgt. Hier stehen sie jetzt an der Tür, warten was weiter geschehen wird, der drang ungeduldig mit dem Fuß zu wippen ist da, sich zu solch einer Geste herabzusetzen kommt jedoch nicht in Frage. Der Fremde redet durch die Tür hindurch mit einem anderen Mann, sie scheinen etwas zu klären, sich nicht einig zu sein. Für so etwas haben sie keine Zeit! Gut, ist man mal ehrlich haben sie das schon, als Halbdämonen mögen sie nicht unsterblich sein, doch eine übersteigerte Lebensspanne ist schon vorhanden, sie haben es natürlich auch nicht nötig zu arbeiten, nicht im herkömmlichen sinne, somit drängt auch vor der Seite nichts. Das ist jedoch vollkommen irrelevant, er will einfach nicht warten müssen. Der letzte Schritt zur Tür wird überwunden und der Händler vor der Tür mit einem einfachen Handzeig beiseite geworfen, ähnlich wie sein Bruder vorher schon bei einem anderen, nur auf gänzlich anderer Magischergrundlage. Der besseren versteht sich, als gäbe es einen Grund daran zu zweifeln!
Habe ich den Hochmut schon erwähnt, dem Soel nur allzu oft verfällt? So auch jetzt. Sie sind am Hafen, hier gibt es nichts als Pöbel und Wesen unterster klasse –abgesehen von ihnen natürlich- warum sollte er also auch nur einen Gedanken ans scheitern verschwenden? Kaum etwas liegt ihm in diesem Moment ferner. Er legt eine Hand auf das Holz, schließt nur kurz die Augen und will dann einen Stromschlag durch die Tür schicken, welcher das Holz auf der Stelle zum Verglühen bringen würd. Sollte, denn es geschieht nicht. Der Schlag prallt zurück und trifft den Anwender, nur der schnellen Reaktion ist es zu verdanken das dieser schlag ihn nicht direkt trifft sondern von ihm abgeleitet wird und seine kraft an einem der gegenüberlegenden Häuserwände auslässt. „Was..“ war das, soll das, fällt denen ein?
Hätte er sich einen einzigen Moment nicht so überlegen gefühlt, dann wäre ihm sicher klar geworden das niemand, wirklich niemand, die wertvollen Magischen Objekte ungeschützt in einem Lagerhaus lässt. Natürlich wird es von einem Zauber beschützt. Die Hand zur Faust geballt, wie konnten sie es wagen!, liegt der Blick starr auf der Tür, hinter welcher man jetzt ein Lachen hört. Sicher hat der Anwender im inneren mitbekommen was da vor seiner Tür gerad geschehen ist. „Das würde ich lassen“. Klingt seine Stimme jetzt grollend und bedrohlich, wenn er eines noch weniger verträgt als Lügen die ihm aufgetischt werden, dann ist es das jemand über ihn lacht.
[15:20] Jäger Sidka || Ein Narr ist selten allein. In diesem Fall sind sie zu zweit unterwegs, denn dass Sidka ähnlichen Charaktereigenschaften frönt wie sein Bruder, sollte klar sein. Arroganz, pure Arroganz. Anerzogen, angeboren. Es ist diese gefährliche Mischung, die einmal zu seinem Tod führen wird, denn sind wir ehrlich: Wäre es dem Bruder nun nicht so ergangen, dann wäre er vielleicht dran gewesen. Wobei. Nein. Nein, dies ist eine Überheblichkeit, die ihn nur manchmal befällt und wahrscheinlich hätte er sich nun wirklich ganz sittsam verhalten. Allerdings, der Bruder sieht dies offensichtlich anders. Zuerst ist es nur ein Grinsen, doch auch wenn der Halbdämon es besser weiß, kann er nicht anders. Aus dem Grinsen wird ein Glucksen, dann ein Lachen. Zum einen ist er ja nicht der Kerl im Inneren und weiß sich durchaus zu wehren, auf der anderen Seite - wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht sorgen. "Du Idiot." Hahahaha. Immer noch kann Sidka sich nicht beruhigen, auch wenn er es ganz sicher bereuen wird. Warum? Weil Soel ein Arsch sein kann, vor allem aber so voller Zorn, dass er kaum zu kontrollieren ist. Es gibt Dinge, die sie beide nicht mögen. Sidka zum Beispiel das Zuspätkommen von Leuten. So wie es der Bruder vorhin celebriert hat. Zwei Minuten! Tza. Da gibt es natürlich auch noch andere Dinge, die er ebenso verabscheut wie diese Eigenschaft, aber es geht ja gerade nicht um ihn. Im Gegenteil, es geht um den Bruder, der nur ganz knapp dieser kleinen Attacke entkommen ist. Eigentlich nicht lustig, aber letztendlich irgendwie schon. Immerhin weiß er genau, was Soel geritten hat. Die pure Arroganz, die ihn nämlich auch oft packt. Wie er nicht daran denken kann, dass dieses Kontor geschützt ist? Einfach, weil es zumeist einfach ist und man dann nachlässig wird.
Diese kleine Nachlässigkeit beschert also Soel einen neuerlichen Wutanfall, auch wenn er eindeutig Glück gehabt hat. Dies hätte arg in die Hose pardon ins Gesicht gehen können. <i>Wie</i> lustig dies erst gewesen wäre, kann ein jeder für sich selbst entscheiden, Sidka würde sich wahrscheinlich vor Lachen auf dem Boden winden. Nur, ist das ja leider nicht passiert, sondern der andere Halbdämon konnte ausweichen beziehungsweise die Kraft umleiten. "Ein Glück bist du so schnell, Bruder. Sicherlich wird man uns für dein kleines Missgeschick entschädigen." Naja, eigentlich nicht, wahrscheinlich würden sie nun umso mehr blechen müssen. Wäre ja noch schöner, wenn der Eigentümer nun mit dem Geld runter müsste - aus seiner Sicht. Der Rothaarige selbst hätte nichts dagegen. Wie nun also weiter? Das Grinsen auf dem Gesicht ist immer noch breit, auch wenn Sidka genau weiß, dass er es sich aus dem Gesicht wischen sollte. Immerhin kann der Bruder nicht nur Türen angreifen, sondern auch ihn und eines steht fest: Er mag ein Naturtalent sondergleichen sein - was er definitiv eben nicht ist - der Bruder hat ein wenig Vorsprung an Jahren und dies merkt man ihm deutlich an, weshalb er zumeist auch deutlich freizügiger in der Anwendung seiner Fähigkeiten ist. Ärgerlich. Warum gleich hat er jetzt gelacht? Er weiß es doch und was auch feststeht ist, dass er dies bereuen würde. "Ich geh vor." Etwaige weitere Abwehrmaßnahmen würden also ihn treffen und vielleicht beruhigt er den anderen so wieder. Man könnte es auch Honig um das Maul schmieren nennen. Einschleimen. Etwas, was Sidka selten macht - und irgendwie auch kaum ernst meint, denn letztendlich ist doch wieder das Grinsen auf seinem Gesicht. Wenn der andere sich nur gesehen hätte! Dann würde er sicher auch lachen. Herzlich. Vielleicht auch nicht. Egal, es soll hinein gehen - außer Soel möchte sich noch revanchieren.
[19:08] Elster Tamás Verändert sich das Wetter gerad? Gut nein, vermutlich nicht, so ausgeprägt ist seine Magie dann auch nicht. Einfach aus dem Gefühl heraus Stürme und Unwetter aufziehen lassen? Oh das wäre schön, die Höchsten dieser Kunst sind dazu auch in der Lage, bei ihm braucht es Konzentration um auf mehr als nur die unmittelbare Umgebung einzuwirken. Er stellt es sich jedoch gerne vor, was wäre das nicht für ein herrliches Bild, er wütend vom Lachen aus dem inneren und neben ihm! Stürme ziehen auf, Blitze schlagen um ihn herum in den Boden, Hagelkörner prasseln auf sie nieder, auf alle außer ihm wohl gemerkt! Es selbst im Mittelpunkt des Orkans, die Hände drohend erhoben während alle um ihn herum von den Blitzen und dem Eis erschlagen werden. Tya, was aber passiert wirklich? Vernichtende Blicke -also… weil er so schaut, nicht weil er damit wirklich etwas anrichtet- die aus Menschenaugen schon bedrohlich wären. Diese gelten dem Bruder, bei der Person hinter der Tür wäre das nur Verschwendung, der hätte nicht das Glück (Pech) diesen wirklich zu Gesicht zu bekommen. Oh sein Bruder würde seine Rechnung dafür erhalten, nicht jetzt, nicht hier. Ein Kampf zwischen den beiden? Danach konnten sie jeden Gedanken daran einen Händler zu finden vergessen. Er würde sich anders revanchieren. Ein nicken, mit mehr reagiert er auf die letzte Aussage des Bruders nicht, die anderen Ignoriert er gänzlich. Als wenn er es nötig hätte da jetzt drauf einzugehen. Gewiss nicht!
Der Mann im inneren scheint sich seiner Sache sicher zu sein, er öffnet die Tür und macht ihnen den Weg nach innen frei. Woher der plötzliche Sinneswandel? Skepsis kommt bei Soel auf und das eh schon nicht sonnige Gemüt wird noch etwas Nebliger. Die Stimmung ist gekippt, zumindest bei ihm. Eigentlich müsste man ihn sich umgeben von Gewitterwolken vorstellen. Etwas das auf Dauer einfach Kraft kostet, sonst hätte er das vielleicht sogar in Betracht gezogen. Während der Bruder eintritt bleibt er in der Tür stehen. Das innere des Kontors –nicht das Hauptkontor sondern eines der kleineren daneben- ist zum Teil genauso wie man es sich eben vorstellt, dort stehen Kisten, dort liegen Teppiche, aus einer Ecke kann man die Geräusche von mehreren Tieren hören, Hufgescharre und ähnliches. Die andere Seite, könnte beinahe ein Spiegelbild der ersten sein, wenn die Kisten nicht alle viel kleiner wären, manche bewegen sich, andere glimmen, eines fängt plötzlich und überraschend an zu kreischen, während ein Mann an ihm vorbei geht. Dort lagen Zauber, Banne, magische Artefakte und vieles mehr. Eine Treppe in der Mitte führt zu einer Empore hinauf, dort sitzen Männer und Frauen beieinander, sie als Edel zu bezeichnen wäre nicht richtig, dennoch unterscheiden sie sich von dem Hafengesindel außerhalb der Mauern. Wahrscheinlich ein gutes Zeichen für sie und ihr vorhaben.
Der Mann der sie hineingelassen hatte trägt immer noch das Grinsen im Gesicht, wie gern würde er jetzt. Man merkt die Gedanken sind um einiges angriffslustiger geworden, doch er hält sich zurück, ob man es glaubt oder nicht, er hat aus dem Fehler eben gelernt und solange dieser elende Wicht es jetzt nicht auch noch wagt ihn zu verspottet, kann das ganze fortgeführt werden –ohne größere Zwischenfälle-. „Hast du es da?“ fragt er, kein bisschen freundlich. Ihm reicht es, er will das hinter sich bringen und sobald sie es haben und die Ziele erreicht sind? Da kommt er noch einmal hierher um seine Rachlust an dem Kerl befriedigen. Wo wir wieder bei dem Punkt mit dem Interesse wecken sind, es passiert wirklich schnell. Vermutlich hat er es bis dahin schon wieder vollkommen vergessen, als würde er sich die Mühe machen und sich an jeden Kerl erinnern der ihm Mal begegnet ist.
Seinem Bruder wird es sicher auch zusagen das Soel versucht für etwas Tempo zu sorgen und wenn nicht? Kümmert ihn gerad nicht, die Sau hat gelacht! Dieser kleine.. und da nennt er Soel impertinent, wo Sidka die eigene doch bei weitem Übertrifft. Sicher das ist wieder eine Sache des Blickwinkels doch interessiert ihn eben nicht mal der Blickwinkel seines Bruders mehr als sein eigener.
[22:59] Nein, das Wetter verändert sich nicht, auch wenn Soel dies vielleicht gerne hätte. Wenn er es könnte, dann hätte Sidka gerade auch nicht gelacht, ganz klar. So aber, hat er es sich erlaubt. Gemein dabei ist, dass der Jüngere oft mit seinen Kräften hadert. Man möchte immer das, was man nicht hat. Er würde gerne mit dem Feuer spielen. Eine Flamme in der Hand, ein Feuerball auf Gebäude - allein, die Kraft scheint nicht zu reichen. Zumeist verpuffen die Flammen einfach, an anderen Tagen entstehen sie erst gar nicht erst. Ärgerlich. Wind hingegen fällt ihm ebenso leicht wie dem Bruder, weshalb außerhalb des Gebäudes auch ein Hauch zu spüren ist. Erhöht die Dramatik, aber wie alle in und vor dem Raum gelernt haben, Magie ist eine Schwierigkeit hier drin. Gut geplant, nicht dumm. Genau genommen ist es ziemlich schlau, denn Sidka ist arrogant genug, um ohne ein Schwert herum zu laufen. Hallo? Er ist ein Halbdämon, warum sollte er sich mit billigem - und sei er noch so teuer - Stahl ausrüsten. Jedem Angriff könnte er mit Leichtigkeit entgehen. Außer eben, die Magie wird ausgesperrt. Auf der anderen Seite ist dies auch wieder ein gutes Zeichen, denn dies heißt am Ende auch, dass sie sehr wahrscheinlich finden würden, was sie brauchen. Letztendlich würde dies auch wieder bedeuten, dass er dem Feuer ein wenig näher kommt. Ist Sidka also nervös? Nein. Nein, dies wäre das absolut falsche Zeichen. Es würde zeigen, dass sie verwundbar sind und vielleicht war Soel in diesem Punkt ja schlauer.
Wie er es also angekündigt hat, geht er vor, weshalb der Windstoss außerhalb bleibt, ohne den Bruder zu beeinträchtigen. Wäre ja noch schöner, wenn er ihn erst verspottet und dann auch noch indirekt angreift. Alles hat seine Grenzen, dies ist ganz sicher eine. Der Blick gleitet durch das Kontor, die Kisten, die Menschen oben auf dem Balkon. Moment, Menschen? Natürlich nicht, normale Typen haben hier nichts zu suchen. Auf die ein oder andere Weise sind dies hier alle irgendwelche magischen Gestalten. Vielleicht der ein oder andere Halbdämon, ein paar Magier, ein paar andere Kerle oder Frauen. Lieber nicht zu nahe kommen, andere ihrer Rasse können merkwürdig sein und heute braucht er nicht mehr als seinen Bruder. "Natürlich hat er es." Es ist das Spiel von guter Cop, schlechter Cop. Soel ist sowieso schon angesäuert, wenn wir ehrlich sind, tobt wahrscheinlich gerade ein Sturm in ihm, da kann er ganz einfach die Rolle des netten Kerls übernehmen. "Ich habe mich erkundigt und gehört, dass er der Beste ist." Ja, in Ordnung, dies ist ein ganz plumper Einschleimversuch, aber vielleicht reicht es ja aus, um dieses kleine Missverständnis von eben zu beseitigen. Das Grinsen im Gesicht des Kerls ist auch Sidka nicht entgangen und es gefällt ganz und gar nicht. Tappen sie hier gerade in eine Falle? Die Tatsache, dass er unbewaffnet und irgendwie auch ein wenig wehrlos ist, macht ihn im Inneren nervös. Hauptsache es ist kein Empath oder ähnliches in der Nähe. "Wir zahlen das Doppelte, wenn du es schnell und unkompliziert auf den Tisch legst Ohne Namen. Ohne Fragen." Was das Ganze nun wahrscheinlich nicht schneller vorangehen lassen wird oder besser macht, denn die Tatsache, dass sie anscheinend etwas zu verbergen haben, hilft sicher nicht gerade sehr. Auf der anderen Seite winkt eben die doppelte Bezahlung und auch, wenn es hier eher exklusive Sachen zu kaufen gibt, so sind diese eben auch in der Anschaffung exklusiv, damit teuer - und schwer finanzierbar. Da schlägt man eine doppelte Bezahlung sicher nicht aus, oder?
Die dunklen Augen des jungen Aristokraten verengen sich, er wittert immer noch eine Falle, weshalb er mit dem Stock zweimal auf dem Boden tockt. Nichts passiert, so wie es anzunehmen war, aber es ist für den Bruder ein Zeichen, dass er vielleicht eher vor der Tür stehen bleibt. Er sollte mittlerweile verstanden haben, dass es im Inneren anders zugeht und dass zumindest Sidka kein Schwert dabei hat, ist offensichtlich. Nicht mal einen Dolch. Nichts. Nichts außer seine Hände und den verzierten Stock in seiner Hand.
[23:49] Elster Tamás Nüchtern betrachtet ist die Ähnlichkeit der Brüder, bei der sie es dennoch schaffen so verschieden wie möglich zu sein, recht interessant. Ein gutes Beispiel ist dabei die Unpünktlichkeit und das Lachen über die eigene Person. Beides sind doch irgendwie Indizien dafür das man von seinem gegenüber nicht so ernst genommen wird wie man es gerne würde, denn wäre das so hätte Sael seinen Bruder nicht warten lassen und Sidkar den seinen nicht ausgelacht. Dabei ist gar nicht wichtig wie gerechtfertigt das Lachen jetzt war oder wie lang man den anderen hat warten lassen. Wie sie beide damit umgehen ist dann wieder sehr ähnlich, schlechte Laune. Man sieht es ja, die von Sidkar ist auch erst in dem Moment wieder gestiegen als er seinem Bruder die Dreistigkeit zurück zahlen konnte, ob das nun bewusst oder unbewusst geschehen ist, dass ist dabei ganz egal.
Sein Blick bleibt ins Innere gerichtet, dort herrscht das Schauspiel, dort ist die, nein Gefahr wollen wir das nicht nennen. Das würde den Leuten im inneren eindeutig zu viel Bedeutung beimessen. Die bessere Bezeichnung ist –undurchschaubare Situation-. So eine verdient Aufmerksamkeit doch keine Furcht. Sicher er hat noch gut reden, schließlich steht er draußen, noch fähig seine Magie zu verwenden. Wäre er im Raum, dann würde seine Situation nicht anders aussehen als die des Bruders, wozu Waffen wenn man allmächtig ist? Ja, gut wieder eine dieser Übertreibungen, doch genau so fühlt man sich eben als Magieanwender unter einfachen Menschen, noch ein Grund warum er andere Magiebegabte meidet, das könnte einem am Ende nur Zeigen das man nicht so besonders ist wie man es gerne wäre.
Er schweift schon wieder ab, Aufmerksamkeit zurück in den Raum und zu dem Bruder. Dort wird das Grinsen des Mannes schon wieder ein Stück breiter, so plump die Schleimerei von Sidkar auch war (Sidkar, darf nie erfahren das sein Name und das Wort plump in einem Gedankensatz vielen). „Wir haben alles und wenn nicht können wir es euch besorgen“. Verkündet der Mann, nicht ohne eine gehörige Portion stolz in der Stimme -Am liebsten würde Soel ihm diesen austreiben-.
Wer hat es nicht erwartet, die Aussage mit der Bezahlung sorgt für Skepsis und Gier bei dem Kerl, „Das dreifache“. Die Forderung ist dreist, das weiß der Mann selbst, vor allem da noch nicht einmal klar ist was denn überhaupt gebraucht wird. Doch was wollen die Halbdämonen ihm hier schon tun und was wollen sie tun wenn er die Ware zu keinem geringeren Preis an sie verkaufen wird? Das Kontor ist gesichert, nicht nur Magisch. Man wappnet sich nicht gegen die eine Gefahr und lässt die andere außer-acht.
Soel der noch immer draußen steht bekommt schon wieder Visionen von Blitzen und Hagel, lassen wir das, die sind ja bereits erkannt. Diese Made, erst wagt er es zu lachen, dann fängt er an zu Handeln. Dass die beiden das Geld haben ist dabei vollkommen egal. Es ist wirklich gut, dass sein Bruder gerad im Kontor ist, gut möglich das er in diesem Moment alle Kontenance verloren und zu anderen als den Magischen Mitteln gegriffen hätte. Da er wie schon erwähnt genauso unbewaffnet ist wie sein Bruder, eigentlich ist dieser durch seinen Stock sogar im Vorteil, wäre ein Waffen und Magieloser angriff die Folge gewesen. Sehr wahrscheinlich hätte er danach nichts zu lachen gehabt. „Wir zahlen ihm gar nichts. Es gibt mit Sicherheit andere Händler“ wird er dann wenigstens noch seiner Rolle -in dem der böse und der gute spiel- gerecht. Vielleicht holt diese Aussage den anderen etwas auf den Boden zurück.
[10:37] Jäger Sidka würde am liebsten leise aufstöhnen. Wie sind sie denn jetzt genau in diese Situation hereingeraten? Es ist eine Situation. Eine schwierige sogar. Vor allem aber eine nervige. Das ist es eben am Ende auch, was den Kerl so unentspannt macht. Also eben nicht nur, dass er hier gerade unbewaffnet in einem Raum steht, in dem er keine Magie anwenden kann, sondern dass dieser Tag bisher so gar nicht gelaufen ist, wie er eben sollte. Wie Sidka sich das vorgestellt hat? Ganz einfach. Sie kommen hierher, treffen sich pünktlich - da hätte er schon wissen sollen, dass dieser Tag ein einziges Chaos wird -, schlendern zusammen über den Markt - als ob er schlendern würde -, finden diesen Typen hier, reden kurz mit ihm und gehen mit dem erwünschten Zeug wieder weg. Was sie ja am Ende auch ihrem Ziel näher bringen würde. Mehr Macht. Darum geht es doch im Leben. Um Macht, um Einfluss. Diese kleine Zutat, die sehr unscheinbar ist, würde ihnen dazu eben verhelfen. Halt. Nein. Sie sollte, denn so wie es hier gerade zugeht, scheint es nicht so als ob sie am Ende überhaupt noch etwas hätten. Wie gesagt, sehr nervig. Jetzt wäre der Moment, in dem der Halbdämon am liebsten zu den geeigneten Mitteln greifen würde, wie sonst auch. Handbewegung, Kerl fliegt durch die Luft. Den Laden mal aufräumen - nur da ist eben diese Kleinigkeit von Nichtmagieraum. Es ist ganz natürlich, dass der Raum so abgesichert ist, immerhin liegen hier ganze Schätze verborgen. Nur, wie kommen sie jetzt hier wieder raus. Nein, die noch bessere Frage ist - wie kommt er hier wieder raus? Immerhin steht der Bruder noch vor der magischen - haha - Grenze und könnte sich einfach aus dem Staub machen. Sidka könnte es dem anderen nicht mal verübeln, am Ende würde er schon wieder hier rauskommen. Vielleicht ein wenig lediert, vielleicht ohne Sachen, vielleicht aber auch gesund.
Kommen wir mal zum Eingemachten. Der Rothaarige hebt leicht die Hand in Richtung Soel, so kommen sie hier sehr wahrscheinlich nicht weiter. Wie auch? Sie haben die Hebelwirkung verloren, stehen auf der Verliererseite. Nichts, was die beiden nun wirklich gut kennen. "Nein. Das Zweifache." Es klingt, ganz entgegen der Wirklichkeit der Situation, sehr sicher und fest. Als ob er wirklich am längeren Hebel sitzt, als ob der anderen dankbar sein müsste, wenn er sich jetzt noch herablässt zu kaufen. Ist die Situation wirklich bedrohlich? Nein, noch nicht. Die Aufmerksamkeit, die dank Soel kurz auf ihnen lag, hat sich wieder verlfüchtigt, immerhin ist es nun ein ganz normaler Kauf. Scheinbar. Die unangenehme Situation betrifft ja nun nur noch Sidka selbst, Soel hat sich fein aus der Affaire gezogen, weil er sich schuldig gefühlt hat. Warum eigentlich? Der Bruder ist für seine eigene Dummheit selbst verantwortlich, wenn dieser so demonstrativ zeigen muss, dass er nicht bis zwei denken kann. Ach, diese familiären Bande sind doch manchmal wirklich lästig. Mehr als lästig. Immerhin haben diese ihn erst in diese Lage gebracht. "Hör zu. Du hast jetzt die Möglichkeit das Doppelte zu verdienen oder eben gar nichts." Gut. Jetzt kommt der gefährliche Teil. Die Drohung muss wahr gemacht werden, demonstrativ. Die Möglichkeit dazu? Dem anderen den Rücken zudrehen.
Wäre er ein Mensch, dann würde ihm nun der Schweiß auf der Stirn stehen. Vielleicht sogar schon den Rücken runter laufen. Durch seine kleine Anomalie, wie man es auch nennen könnte, bleibt dies aus, er wirkt mehr desinteressiert, kühl. Nur innerlich weiß er ganz genau um die Gefahr, vertraut auf den Bruder, dass dieser ihm rechtzeitig ein Zeichen geben kann. Die Kohlen taxieren die Gelben, hoffend, dass einfach gleich die Stimme von Hinten erklingen wird, dass der Deal steht. Die Frage ist doch am Ende, ob sie es, wenn sie hier nicht bekommen, woanders bekommen werden. Diese Dinge sind rar. Ist der Plan damit also schon am Ende, bevor er überhaupt angefangen hat? Dies wäre echt ärgerlich.
Wie geht es also weiter?
[11:42] Elster Tamás Gut sie sind sich einig. Tatsächlich soll auch das bei den Brüdern vorkommen, was ja auch schon durch dieses gemeinsame Projekt aufgezeigt wird. Das Doppelte ist bereits ein guter Preis, noch mehr zu wollen ist eine Dreistigkeit die seines gleichen sucht. Wie sehr sie diesen Gegenstand auch brauchen, er ist es nicht wert sich von diesem Händler derart behandeln zu lassen. Nicht solange es die Hoffnung gibt das sie alles auch an einem anderen Ort beschaffen können. Sein Bruder macht das deutlich, etwas das zumindest wieder für ein zucken seiner Mundwinkel sorgt. Es lag jetzt an dem Händler, seinen Zug zu machen. Enttäuschung, die sieht Soel in dessen Gesicht, einen kurzen Anflug von Wut. Den Blick seines Bruder hat er natürlich bemerkt, ihn aber nicht erwidert-zumindest nur kurz-, er schaut auf das was hinter diesem passiert, dort lag die Gefahrenquelle. Was genau er dann tut, das ist ihm auch noch nicht ganz klar, es kommt sehr darauf an was der Händler versuchen würde. Die Wut im Blick sorgt für Anspannung, wenige Momente die ihm viel länger erscheinen. Ganz normal wenn man auf etwas wartet, die Zeit beschließt dann schließlich immer einfach mal langsamer zu fließen. Das ganze hält nur kurz, Resignation ist als nächstes zu erkennen und jetzt grinst er doch, siegessicher, nicht fröhlich.
Gewiss wird sein Bruder das richtig zu deuten wissen, dann wird er sich seiner schon sicher sein bevor der Händler überhaupt den Mund aufgemacht hat.
Das Ganze in seinem Verlauf ist jetzt nicht besonders überraschend, auf diesen Ausgang hätte Soel sogar gewettet. Würde er jedenfalls behaupten, falls er mal danach gefragt wird. „Ist gut, das Doppelte“ hört man den Wicht dann auch noch. Irgendwie juckt es in den Fingern den Preis jetzt weiter zu drücken, einzig und allein aus Prinzip. Selbstbeherrschung, etwas besitzt er davon schon und drum wird er das jetzt natürlich nicht verlangen, das ganze stand so schon auf der Kippe und das Bedürfnis nach dem Artefakt war weit größer als das Bedürfnis dem anderen deutlich zu machen wo sein Platz ist. Ein Hinweis darauf welche Macht dieser Gegenstand freisetzen kann.
Bisher hat er draußen gewartet, nicht nur damit sein Bruder allein in der Falle saß, auch seiner Warnung wegen. Hauptsächlich seiner Warnung wegen. Was hätte es ihnen schon genutzt dort drinnen –beide- ohne Magie zu sein, mit einem schritt aus der Tür hat er die Chance doch irgendwie nach drinnen reagieren zu können und wenn er angefangen hätte Dinge mit Magie ins Innere zu werfen.
Man geht auf ihr Angebot ein, ein Händedruck war üblich und für ihn ist es ganz selbstverständlich diesen als Besiegelung der Abmachung zu übernehmen. Nicht etwa weil er der ältere ist, auch wenn dieser Gedanke sicher aufkommen kann, sondern weil er es sich so ersparen kann das Gejammer seines Bruders anhören zu müssen, während er sich über die dreckige, verschwitzte, unangenehme oder einfach zu gewöhnliche Hand beschwert.
Im Raum fühlt er sich wie immer, er spürt auch die Quelle der Kraft im inneren, nur wenn er versucht etwas davon hinaus zu lassen, dann fühlt es sich an als würde er gegen eine Barriere drücken die ihn einmal umschließt und die Magie in ihm versiegelt. Es ist wirklich befremdlich und will ihm nicht gefallen, je früher das ganze vorbei ist umso besser. „Das doppelte vom eigentlichen Preis und wir bekommen es so schnell wie möglich, ohne fragen“. Das war die Abmachung die im Raum steht und mit dem Händedruck ist auch das geregelt.
Jetzt sollten sie dem Mann endlich erzählen nach was sie denn eigentlich suchen. Neben dem Bruder stehend beginnt er das Artefakt zu beschreiben, vielleicht konnte Sidka auch noch mehr hinzufügen, Informationen die im Buch standen?
Das ganze wäre wirklich ein schönes Schlamassel, wenn sich rausstellt das der Händler es nicht vorrätig hat oder nicht einmal besorgen könnte. Dieser ganze Besuch auf dem Markt und in diesem Kontor wäre umsonst, kostbare Minuten ihres Lebens die sie nicht mehr zurückbekämen. Bleibt nur zu hoffen-natürlich ganz souverän und ohne sich davon etwas anmerken zu lassen, bloß nicht Zuviel Interesse zeigen, als wenn das nach der Abmachung noch was ändern könnte- während der Händler bereits irgendwas am Abschätzen ist.
[12:56] || Die Spannung steigt, das Vergehen der Zeit steht im krassen Gegensatz dazu. Die Sekunden scheinen langsamer zu verinnen, das Stundenglas enger und die Sandkörner dicker geworden zu sein. Wie gesagt, wäre Sidka ein Mensch, dann würde er gerade unglaublich schwitzen. Macht er aber nicht, aber das wurde ja auch schon gesagt. Nur die Spannung im Raum ist spürbar, so sehr, dass man meint sie greifen zu können. Ein Funken würde ausreichen, um die ganze Hütte in die Luft zu jagen, mitsamt der Anwesenden. Das Grinsen auf Sidkas Gesicht kehrt zurück, die Vorstellung ist einfach zu lustig. Er, der es nicht hinbekommt mit Feuer zu spielen, würde am Ende durch welches draufgehen.
Gut, ist nicht so, weil es ja nur imaginäre Funken sind, die hier fliegen würden. So wie das Feuer es dann eben auch wäre. Dennoch, das Grinsen ist auf seinem Gesicht, auch wenn der Kerl noch nicht einen Ton gesagt hat, er nur wenige Schritte geschafft hat. Soel scheint ja auch guter Dinge zu sein, der Blick verändert sich kaum. Er beobachtet den Typ, genauso wie er es eben auch machen würde, wären die Rollen vertauscht. Gut. Gut! Die Worte, die da endlich kommen, erlösen den Kerl vom Nichtschwitzenmüssen - aber eben von dieser Angespannheit. Es hätte auch anders kommen können. Der Händler hätte ihn angreifen, verhöhnen oder rausschmeißen können. Ist ja ein durchaus legitimes Mittel. Das nennt man Marktfreiheit beziehungsweise eben das Privileg sich aussuchen zu können, mit wem man einen Vertrag abschließen möchte. Gut. Soweit, so gut. Der Kerl hat also zugestimmt und so ist es an Sidka sich wieder umzudrehen. Das erste Mal weicht die Anspannung komplett, selbst die Arroganz ist es, die kurzzeitig verschwindet. Ein Lächeln ist zu sehen, mehr triumphal als nett, aber letztendlich kennt der Händler ihn nicht so gut, als dass er die feinen Unterschiede in der Mimik eines Aristokraten kann der Pöbel hier sicherlich nicht erkennen. Man würde also - hoffentlich - bekommen, was man braucht. Macht! Mehr Macht. Oh, Sidka kann es schon fast spüren, wie sie durch seine Venen pulsiert. Also, hoffentlich. Insofern der Artefakthändler das Benötigte besitzt.
Wenigsten ist auf den Bruder Verlass. Er kennt die Abneigungen Sidkas mit anderen, niederen, Menschen Berührungen auszutauschen. Hat man doch vorhin erst gesehen, der Seemann, der fast sein Hemd berührt hätte, der hat es genauso verdient und so ist es gut, dass Soel es übernimmt, dem anderen ob des Vertragabschlusses die Hand zu schütteln. Ekelhaft. Als ob er die Hand des anderen berühren wollen würde. Daran könnten auch mal Geschäfte zerbrechen, immerhin gibt es Grenzen, die man nicht überschreiten sollte. "Wir suchen ein Amulett. Es ist golden, die Ränder sind sehr fein gearbeitet und es sind Symbole eingraviert. " Die genauere Beschreibung der Symbole ist nicht nötig, Sidka hat an alles gedacht. Na gut, er ist nun nicht wirklich ein künstlerisches Genie, weshalb er nun keine genaue Zeichnung des Amuletts hat, aber die Symbole konnte er nachzeichnen. Nachschreiben. So ist es richtig. Wäre ja noch schöner, wenn er nicht Lesen, Schreiben oder Rechnen könnte. Dafür haben die Eltern natürlich gesorgt, weshalb dieser Part relativ einfach war. Hingegen sonstiger Angewohnheit hat er kein Papier mit Wasserzeichen oder sonstigen Erkennungszeichen gewählt. Sonst ist es eines seiner größten Vergnügen, aber er hat ja mitgedacht in diesem Fall. Wenn man feilscht, dass man unerkannt bleiben möchte, dann sollte man sich auch nicht selbst verraten. Grundregel. Mit spitzen Fingern und vollauf darauf bedacht, dass er den anderen nicht berührt und dieser auch nicht in die Verlegenheit kommt, ihn aus Versehen zu berühren. Wie gesagt, wäre ja noch schöner.
Mit Aufrollen des Papiers tritt sowas wie Erkenntnis auf dem Gesicht des Mannes ein. Ob er auch genau weiß, wofür man es braucht, ist dabei nicht ganz klar, aber in jedem Fall versteht er, dass er heute nicht wenig Geld verdienen wird. "Das Doppelte, ja?" Die Nachfrage zeigt deutlich, was der andere denkt: Die beiden wollen ihn linken. Sind sie wirklich bereit soviel Geld auf den Tisch zu legen? Für ihn wäre es natürlich ein Glücksgriff. Die Feindseligkeit ist verschwunden, Skepisis und Vorfreude verbleiben hier. Heute wird ein guter Tag - für alle Beteiligten.
[17:49] Elster Tamás Der Bruder hat mitgedacht, sehr gut. Auch Soel wirft noch einen Blick auf das Papier und die Symbole darauf. Diese waren alt, nicht einfach nur etwas älter, sondern wirklich alt. Die Sprache? Ein alter –weil man das nicht deutlich genug betonen kann, alt bedeutet meistens wichtig und wertvoll- Dialekt der Sprache ihrer Mutter. Kurz, sie konnten einige der Symbole gut erkennen, sie hatten sich über die Jahrtausende wenig verändert, andere Symbole waren gänzlich Fremd und mussten noch untersucht und entziffert werden. Etwas das sie eben dann erledigen konnten, wenn das Amulett sich in ihren Händen befand. Warum schon aufwand in etwas stecken das nicht sicher war? Es genügt das der Maler des Buches aus dem sie ihre Informationen haben, nur einen strich falsch gesetzt hat somit die komplette Bedeutung der Inschrift verändert. Das wäre wieder so eine ärgerliche Sache bei der sie Zuviel Zeit in etwas gesteckt hätten das ihnen am Ende nichts bringt.
Jetzt und hier ist es keine Zeitverschwendung, das Gesicht des Händlers zeigt es zu deutlich, Narr, er sollte sein Gesicht besser unter Kontrolle halten, so ist er für die Brüder ein offenes Buch und selbst wenn er den Gegenstand nicht mehr verkaufen wollen würde, könnte er die beiden nicht mehr los werden. Sie würden schon einen Weg finden da heran zu kommen. Ein paar kräftige Söldner welche die Tür aufbrachen, ein paar geschickte Zauber die das Lagerhaus von außen in Brannte steckten, es gibt immer Möglichkeiten. Nur nicht immer die offensichtlichsten.
Scheinbar müssen sie sich aber keine Gedanken deswegen machen, der Mann vor ihnen will es verkaufen. Sein Blick zeugt von Geldgier und Skepsis. „Wenn der Handel schnell und ohne Fragen abläuft“. Erinnert er. Wenn der jetzt noch weiter wartet dann könnten sie zu der Überzeugung gelangen das er seinen Teil der Abmachung nicht eingehalten hat, genau das scheint er jetzt auch zu verstehen. Grinst und dreht sich schon um. „Dann kommt mal mit“. Wann genau haben sie ihm eigentlich erlaubt sie so vertraut anzusprechen? Ein wenig mehr Respekt.. aber darauf waren sie beide den Tag ja schon vergebens. Wäre diese Aussicht nicht gerad so wunderbar, dann wäre der Tag alles andere als annehmbar.
Tiefer in das Kontor führt er die beiden, an der schreienden Kiste vorbei die natürlich genau in dem Moment wieder damit anfängt, in dem die drei Personen daran vorbei gehen. Ein mehr als ärgerlicher Blick trifft die Kiste und da nur er keine Fragen stellen darf, „Was ist das?“ fordert er nach einer Antwort. „Das Schreien? Die gebannte Seele einer Hexe, seid froh das sie nur hier drinnen am Schreien ist, draußen hätten wir da nichts zu lachen“. Er lacht auch jetzt nicht, doch es ist überflüssig ihn darauf aufmerksam zu machen. Sie kommen an anderen Dingen vorbei, welche Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Die Sammlung war wirklich ganz ausgezeichnet, die Zuversicht des Halbdämons steigt. „Wartet kurz“ weißt er sie an und geht selbst noch ein paar Schritte weiter, verbirgt etwas vor ihnen und dreht sich dann mit einer kleinen Schatulle in Händen wieder um. „Ich nehme das Geld nur Bar, keine Anzahlung, keine Abzahlung.“ Das sagt der Händler auch nur damit sie sich jetzt auch ja richtig verstehen.
So nahe, sie sind dem ganzen so nahe. Sie versuchen nicht erst seit gestern die Liste zusammen zu bekommen, einiges haben sie schon, dieses Stück hat immer die größten Probleme bereitet und ist doch elementar für die Beschwörung. Eine Beschwörung von unsäglicher macht, die selbst einfache Menschen in Dämonen verwandelt, was wird dann erst aus zweien die bereits zur Hälfte Dämonisch sind? Sie werden es zu mehr bringen als sie je zu träumen gewagt haben und dabei sind ihre Träume jetzt schon alles aber ganz sicher nicht bescheiden. Es fehlt nur noch der Preis, die Übergabe und dann können sie sich endlich den nächsten Schritten zuwenden. Dieses nervige Menschenblut das all ihre Kräfte nur abschwächt, das sie daran hinter zu wahrer Größe auf zu steigen, das alles wird bald endlich der Vergangenheit angehören und Soel kann es kaum erwarten. Ein gefasstes Gesicht fällt ihm normalerweise leicht, meistens, oft, ab und an. Jetzt braucht es wirklich alle Selbstbeherrschung dem Mann das Medaillon nicht einfach aus den –notfalls auch kalten- Händen zu reißen. Gefühle die er gewiss mit seinem Bruder teilt.
[19:00] Jäger Sidka || Hinein in die Drachenhöhle. Kleine Anspielung auf die Dinge hier. Nun sind sie hier also drin, alle beide. Keine Magie, keine Waffen und doch ist das ungemütliche Gefühl ein wenig verschwunden. Vor ein paar Minuten noch waren das die allgemeinen Gedanken, die den Halbdämonen beschäftigt haben. Es war ja eine durchaus gefährliche Situation, die sich nun hoffentlich total in Wohlgefallen auflöst. Die größte Belohnung wäre definitiv, wenn der Kerl gleich wirklich dieses Amulett herauszuzieht und bisher sieht es doch wirklich gut aus. Hört sich eben nur nicht ganz so gut an. Das Kreischen der Hexe in der Kiste ist wirklich unschön. "Man sollte sie ruhigstellen." Ihm ganz egal wie, nur ist dies ja wirklich eine Zumutung. Vor allem eben für Sidka, der dies gerade hören muss. Warum können die Menschen nicht einmal ein wenig auf ihre Umgebung achten, wenigstens so tun als ob sie den gediegenen Lebensstil wollen. Dies alles hier, das Kontor, der Kerl, seine Anziehsachen, dies zeigt doch eigentlich nur eines: Er möchte es gar nicht anders. Dies zu erklären wäre sicherlich müßig, verstehen würde es hier in diesem Fall nur der Bruder und da dieser im allgemeinen diese Ansicht der Dinge mit ihm teilt, ist es wie gesagt - müßig. Würde der andere etwas ändern wollen, dann hätte er es schon lange getan, so wenig Geld verdient er hier ja wahrlich nicht. Egal. Ganz egal, dies ist jetzt der Moment.
Als der Kerl die wenigen Schritte weiter geht, so geheimnisvoll tut, dreht sich der Rothaarige zu Soel. Worte wären nun sicherlich unangebracht, da es das Ganze nur verzögern würde, also verdreht er leicht die Augen. Was soll denn das jetzt? Was zum Teufel könnte da jetzt sein, was sie beide nicht sehen dürfen. Noch eine Hexe? Dieses Mal vielleicht im Schrank? Man ey. Soll er das Ding doch einfach rausrücken und nicht noch so lange schwafeln. "Haben wir doch schon geklärt." Ernsthaft jetzt mal. Was soll denn jetzt diese Zickerei. All dies haben sie doch schon oben festgelegt. Die doppelte Menge, bar. Ein leichtes Grinsen erscheint auf Sidkas Gesicht. Ein wenig besser wäre es jetzt, wenn er Magie üben könnte, die Münzen dubliziert und schon hätte man viel Geld gespart. Aber dies sind auf der anderen Seite nur billige Tricks, die er gar nicht nötig hat. Die sie nicht nötig haben. Geld wie Heu, so sagt man es doch. Also fasst der Kerl in die Innenseite seines Mantels, zieht einen Beutel heraus. Es sind die Dublonen darin, nur - da gibt es ja ein Problem. "Hilfreich zur Ermittlung der Summe wäre, wenn du sagen würdest, was der einfache Preis ist." Gut, kommt jetzt vielleicht etwas spät, dies hätten sie wahrscheinlich schon vor längerer Zeit machen sollen, denn nun heißt es, dass der andere jede beliebige Summe nennen kann. Also, nur der Form halber, gleich mal nachsetzen. "Lüg nicht. Ich seh das. Da helfen auch deine kleinen Tricks hier nicht." Gut, das ist jetzt gelogen, aber dies weiß der andere wiederum nicht und dass sein Magieabwehrwasauchimmerdings hier nur auf elementare Magie oder eben auch Angriffsmagie gemünzt ist, ist sehr wahrscheinlich. Was interessiert den Kerl ein Emphat? Gut, Sidka ist keiner, absolut nicht, wie man an seinem ganzen Verhalten erkennen kann, aber das wiederum weiß der Händler ja nicht. Dies würde auch deutlich machen, warum er trotz des Wissens, dass er keine Magie anwenden kann und keine Waffe hat in das Kontor gegangen ist. Also, Karten auf den Tisch. "Ach, ernsthaft: Hier sind genug, um dich dafür gleich mehrfach zu entschädigen. Damit sparen wir uns einiges. Du musst nicht lügen, wir diese Dinge dann nicht klären, mein Bruder hier bekommt keine schlechte Laune und ich muss es dann nicht ertragen. Deal?" Hoffentlich, denn alles andere würde doch sehr nerven, sind wir mal ehrlich. Ihn doch auch, oder nicht? Manche Dinge sind einfach so unberechenbar und doch kann man, nein Sidka, hier nur hoffen, dass die Gier nach dem Geld stärker ist als alles andere. Der Händler will doch auch keinen Ärger, oder? Das Ganze hatten sie doch irgendwie schon geklärt.
[20:55] Elster Tamás Daran hätten sie tatsächlich früher denken sollen, blöd nur da sie ja selbst auch erst am Ende damit rausgerückt sind was sie den brauchen. Erst die Ware nennen, dann den Preis und schließlich verhandeln, nicht erst das Handeln, dann die Waren dann den Preis. Die Reihenfolge ist vollkommen konfus. Was sie sich dabei gedacht haben wird am Ende keiner der Brüder beantworten wollen, die ehrlich Antwort wäre wahrscheinlich das sie nichts gedacht haben. Doch das würde niemand erfahren, denn sie würden es niemandem erzählen und untereinander auf Fehler aufmerksam machen? Sicher! aber nicht wenn die Ungewissheit im Raum steht das man selbst ein wenig mehr schuld ist als der andere. Da könnte sich Höhn schnell gegen einen Wenden und das wollen sie doch nicht riskieren, nicht jetzt wo ihre Laune so gut ist und sie ihr Ziel fast erreicht haben. Selbst mit dem Geld sprang Sidka bereits weit großzügiger um, es ist schließlich das eine Geld für sich auszugeben, es ist etwas ganz anderes großzügig anderen gegenüber zu sein. Wo kämen sie denn hin wenn jeder dahergelaufene von ihrem Geld profitiert? Es ist schließlich ihres, irgendwie, bald. Der jüngste ist der ja auch nicht mehr und ihre Mutter hat als Dämon andere Interessen als die Goldmünzen. Soviel zu einer nahen Zukunft, jetzt wieder zu der noch etwas näheren. Der Händler faselt gerad gespielt Brüskiert davon, das er ein ehrenhafter Händler ist und es nicht nötig hat jemanden über den Tisch zu ziehen. Das ganze hält genau so lange, bis er realisiert das dieser Beutel mit Münzen tatsächlich seine Bezahlung sein soll. Gut so denn die Befürchtung von seinem Bruder konnte sehr schnell war werden und das wo, wie schon erwähnt, die Laune doch gerad wieder so gut ist.
Im kleinen Hirn des Händlers gehen große Überlegungen vor sich, konnte das ein Trick sein? Sitzt er am Ende ohne etwas da. Mit Magie kann man ihn hier nicht betrügen. „Gut“ er hat sich entschieden. Das könnte einer der besten Verkäufe seit Jahren für den Mann sein und dabei verkauft er die Dinge sonst auch nicht zu einem Schleuderpreis.
Endlich die Münzen werden gegen das Amulett getauscht und Sidka hält !Endlich! in Händen was sie schon so lange suchen. Die Frage ob er etwas Magisches an dem ganzen spürt kann er sich hier im Gebäude leider sparen, doch sobald sie draußen sind wird er diese Frage an den jüngeren nachholen und das Stück auch einmal selbst betrachten wollen. „Unscheinbar“ so unscheinbar ein Magisches Amulett aus Gold eben sein kann-.
Man merkt das die Brüder genug von diesem Ort haben, jeder hat was er will und dieses etwas auch einmal kurz auf seine Richtigkeit überprüft. Warum soll man jetzt noch höflich sein? Es reicht vollkommen wenn sie sich jetzt umdrehen und das Kontor zusammen verlassen. Einen Teil mögen sie zwar endlich erledigt haben, doch noch sind die Vorbereitungen nicht gänzlich abgeschlossen. Kleinigkeiten, im Vergleich zu diesem hier, doch deswegen nicht weniger wichtig.
Und so ging Sidka mit Soel nach haus. ~ Fertig
Kilian
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Re: Geschriebene RPs

Beitragvon Kilian » 24. Mär 2016, 17:36

Sidka Sagar || Der sonst so blasse Teint des Dämonen ist noch leicht angegriffen. Warum? Ganz klar, die so eben beendete kleine Reise hat ihm nicht sonderlich gut getan. Wer um alles in der Welt hat Schfife erfunden? Wer um alles in der Welt hat beschlossen, dass sie ausgerechnet in einer Hafenstadt leben. Einfluss darauf hat er nicht gehabt, was ein wenig ärgerlich ist, denn eigentlich kontrolliert der Dämon ganz gerne. Pardon. Der Halbdämon. Der Wahrheit muss schließlich genüge getan werden. Dennoch, trotz des Umstandes, dass Sidka Seefahrten weder mag noch gut verträgt, hat er ganz ausgezeichnete Laune. So wie sein Bruder neben ihm sie auch haben sollte, aber letztendlich ist es doch recht schwer, ihn einzuschätzen. Was sie getrieben haben? Eine gute Frage, deren Beantwortung jetzt auch sogleich erfolgt. Da, wo vor wenigen Stunden noch ein schwerer Sack mit Goldmünzen an die Brust des Rothaarigen gedrückt wurde, ist nun ein um vieles leichteres Objekt zu finden. Ein Amulett, welches sie einen ganzen Schritt näher gebracht hat zu dem kleinen Zauber, den das Kohlen- und das Gelbauge vollführen wollen. Warum? Auch eine gute Frage, aber die ist natürlich ganz leicht zu beantworten. Es geht um Macht. Macht, wie ein jeder, der ein wenig bei Verstand ist, sie haben möchte. Halbdämon. Ein Makel, der den einen mehr getroffen hat als den anderen, denn Sidka ist nun nicht gerade ein sehr großes Genie, was den Umgang mit Magie betrifft. Halt, Nein, ist so auch nicht richtig, richtiger ist, dass er nicht die Magie anwenden kann, die er gerne anwenden würde. Mit Feuer spielen. Ach, das wäre was. Feuerbälle werfen - gut, ein wenig auffällig aber darüber reden wir ja in diese Moment gar nicht -, nie mehr frieren, einfach die unendliche Coolness spüren, die man inne haben würde, könnte man die Elemente beherrschen. Also nicht, man(n), sondern er selbst. Hin und wieder will es ihm gelingen, aber zumeist verpufft all das schöne Rot nur. Was er dafür ausgezeichnet beherrscht und was auch nicht ganz unnützlich ist, vor allem hervorgerufen von seinem unbändigen Verlangen dem Pöbel zu entgehen, ist die Telekinese. Dinge bewegen, ohne sie anfassen zu müssen. Allerdings, manchmal - man ahnt es ja schon. Dieser Tag hier jedoch ist der Anfang von viel besseren. Nachdem die - nun vollkommen lächerliche - Siutation im Kontor des fremden Händlers bereinigt ist, wird sicherlich alles gut. Sie brauchen nicht mehr viel, nur noch eine recht seltene Pflanze und vielleicht noch so ein tolles Pulver, was das Ganze am Ende dramatischer wirken lassen würde. Man muss ja auch die Außenwirkung bedenken. Der Schreck, der ihn getroffen hat, als er da in dem Kontor stand und bemerkt hat, dass er seine Kräfte nicht einsetzen kann, der ist so schnell verflogen wie sie wieder heraus sind. Er ist Sidka Sagar, als ob ihn so etwas aus der Bahn werfen könnte. Geradezu lächerlich - jetzt. Er hat also genau nichts daraus gelernt, dass er da eigentlich vollkommen wehrlos unterwegs war. Er ist adlig - ein Adliger wirft mit Geld um sich und bekommt alles, was er braucht. Als ob ihm so eine Lehre wäre, die Arroganz dessen ist unermesslich.
Nun haben sie also wieder festen Boden unter den Füßen, die Arroganz ist damit auf dem Höchstpunkt angekommen. Also, Nein, auf dem Normallevel. "Erfolgreich. Fehlen nur noch zwei Dinge auf der Liste." Gut, dies jetzt zu sagen, ist irgendwie überflüssig. Aber man wird ihm dies ja sicherlich verzeihen, oder nicht? Man kann nicht immer, mit jeden Worten die pure Arroganz ausdrücken. "Da du gerade noch hier bist, ich nicht auf die warten muss, sollten wir es nun zu Ende bringen, Soel." Ganz klar, sonst würde das nächste Treffen beginnen wie das letzte. Man setzt gemeinsam über, um zu bekommen, was man möchte, trennt sich kurz und dann: Dann kommt der Bruder zu spät. Das wäre nämlich ärgerich. Sehr sogar. Nein, ärgerlich trifft es nicht? Wie begann das letzte Treffen. Deine Impertinzen ist zum Kotzen. Wollen wir ja nur mal festhalten und da hat es sich um gerade einmal zwei Minuten gehandelt, die der Bruder zu spät gekommen ist. Hier, nun zurück in heimischen Gefilden, ist es ein leichtes die richtigen Orte anzusteuern. Wie gesagt. Pflanze und Pulver. Dann ziehen sie sich in den heimischen Räumen nackt aus, trinken Blut, kochen etwas im Kessel... Quark. Aberglaube. Ein Dämon mit Können hat das gar nicht nötig - sie werden sich natürlich nur die schwarzen Roben überziehen und dann ein wenig...zaubern. Damit sie mächtiger werden, ganz klar.
Sturmbringer Soel sagt: "Zielstrebig setzt er die Schritte voreinander und geht mit seinem Bruder durch die Straßen der Stadt. Nun da sie die Überfahrt hinter sich bringen konnten und das Amulett sich in ihrem besitzt befindet kann man seine Laune beinahe als gut bezeichnen, das sein Bruder noch immer mit den Nachwirkungen der Schiffsfahrt zu kämpfen hat macht das Ganze nicht schlechter. Besser er erwähnt nicht, dass die Fahrt durch Soels zutun noch etwas unruhiger war als ohne hin schon. Hier und da eine kräftige Böe von der falschen Seite in das Segel des nicht allzu großen Schiffs kann das schaukeln schon verschlimmern. Eigentlich hätte die ganze fahrt noch ein wenig länger dauern können, wenn er nun so darüber nachdenkt, schließlich hat sein Bruder ihn ausgelacht! Wie berechtigt das jetzt gewesen ist oder nicht spielt dabei keine Rolle, es hat am Stolz gekratzt und musste eine kleine Revanche nach sich ziehen. Gut man kann jetzt sagen das sein Bruder sich selbst dafür revanchiert hat, das er ihn vorher hat warten lassen. Das diese beiden Dinge aber in keinerlei Verhältnis zueinander stehen ist in seinen Augen doch selbstverständlich. Vermutlich denkt Sidka da genauso drüber, nur eben genau andersherum. Irgendwann sollte einer von ihnen beiden ruhe geben und es gut sein lassen, bevor sie sich zu sehr hochschaukeln. Noch war dieser Punkt aber lang nicht erreicht und schließlich gehört es doch zu einer guten Verwandtschaft sich bei jedem möglichen Schritt auf den Fuß zu treten und dann zusammen gegen jene vor zugehen die das von außerhalb versuchen. Nicht das es schon allzu oft nötig gewesen wäre, dazu müssten sie Zeit mit anderen, niederen Kreaturen verbringen und sie hielten sich doch lieber unter ihres gleichen auf. Der Markt ist genauso wie Soel ihn in Erinnerung hat, voller Menschen, Zwerge, Elfen und anderen Kreaturen. Zumindest aber ist dies ein offener Markt, hier findet sich nicht nur der dreckige Pöbel wieder sondern man sieht auch durchaus annehmbare, nennen wir es Personen und beziehen das stellvertretend auf alle Rassen und Arten. „Wenn ich mich recht erinnre dann steht einer der Händler die uns weiter helfen könnten immer dort“ . Er nickt kurz in eine Richtung und will sich auch gleich dorthin bewegen. Die Stichelei wird mit einem überheblichen grinsen zur Kenntnis genommen. „Bruder, wenn ich es darauf anlege, dann schaffe ich es auch dich warten zu lassen obwohl wir bereits zusammen unterwegs sind“ . Er braucht nur länger an einem der Stände zu warten oder sich mit einem –geb mir 5 Minuten- verabschieden und erst nach 6 zurückkommen. Das nur als spontane Idee, ganz bestimmt würde ihm bei näherer Überlegung noch einiges weiteres einfallen. Mit der Hand streicht er sich über den Kopf, das rote Haar nach hinten. Die elende Schiffsfahrt hatte seinen Tribut gefordert und ein paar der Haare aus dem Zopf gelöst. Nicht das er eitel wäre –was er natürlich ist- aber so geht das ja nun auch nicht. „Wir sollten danach keine Zeit verlieren und gleich mit allem anfangen. “ Je mehr Zeit dazwischen gerät, desto mehr kann am Ende noch schief gehen und ihnen alles verderben. Ein Risiko das mit Sicherheit keiner von ihnen beiden eingehen möchte. Verschiedenste Gerüche und Geräusche mischen sich auf dem Markt zu einer undefinierten Menge, nur selten dringt etwas auffälliges durch diesen Wabernden Nebel an eindrücken, hier ein Tier das klingt als hätt das das Messer schon im Fleisch, dort ein Parfüm das laut vom Händler angepriesen wird und sie müssen da nun durch. "
₪ Wenn er sich recht erinnert? Wirklich? Kann er nicht ein wenig mehr Selbstsicherheit ausstrahlen? Sonst ist er doch auch nicht so. Wie nervig. Sidka erwartet wirklich mehr von seinem Bruder, mehr Arroganz. Selbst, wenn sie sich nun verlaufen würden, am Ende gar keinen Händler antreffen, den sie gebrauchen können. Alles wäre besser als 'Wenn ich mich recht erinnere'. Sie sind Dämonen - gut immer noch nur mit halbem Blut -, sie glauben nicht, sie wissen. Sie machen. Genau, sie sind Macher. Aber was soll man dazu noch sagen, wo der Bruder die unsäglichen Worte schon von sich gegeben hat. Ja, Nein, natürlich sagt Sidka nicht nichts. Das wäre ja dann auch wieder nicht richtig. Daher erklingt spöttisch seine Stimme. "Na, wenn du es glaubst, Soel." Genau, wenn der andere es glaubt. Gut, genug daran hochgezogen, das Schnauben schenkt sich der Aristokrat auch. Er wird dem Bruder vertrauen müssen, einfach aus dem Grund, dass die anderen Worte, die er da von sich gibt, nicht gerade besser sind. Er würde es doch nicht wagen? Zorn steigt in dem Kerl auf, wie kann er nur solche Vorhaben laut aussprechen, wo sie hier vor einem Meilenstein der Geschichte stehen. Vor ihrer Geschichte. Nicht vergessen, es geht um mehr Macht. Endlich nicht mehr zwischen den Welten sein, denn dies ist durchaus ein Problem. Dämonen sind nicht gerade erfreut, wenn sie von Kreaturen wie ihnen hören, spotten im besten Fall, schwören den Untergang im schlechteren. Menschen hingegen, die haben schlichtweg Angst - normal. Wer hätte es nicht, immerhin haben sie andere Kräfte als die - oder überhaupt welche. Die Definition dessen kann man jetzt jemand anderem überlassen, Sidka ist immer noch damit beschäftigt seinen Bruder zu taxieren. "Bruder, wenn ich es darauf anlege, dann stehst du hier alleine - ohne das Amulett." Genau, denn dies hat Sidka, nicht Soel. Da kann der andere auch wenig machen, denn selbst vom gleichen Blut lässt er sich nicht berühren und er würde sich eher selbst umbringen, als den entscheidenen Vorteil des Besitzes zu verlieren. So kann er den anderen wenigsten ein bisschen kontrollieren. Also, wenn man sich dann jetzt einig ist, dann könnten sie dem Glauben des Bruders nachgehen. Glauben. Pah! Aber darüber muss sich jetzt nun wirklich niemand weiter aufregen.
Viel wichtiger ist sicherlich, dass der andere Halbdämon die Reise unnötig erschwert hat. Sein Glück ist sicherlich, dass der Rothaarige so sehr mit sich selbst beschäftigt war - ist schließlich eine Sache der Würde -, dass er nicht bemerkt hat, dass das Übersetzen viel ruhiger hätte verlaufen können. Nicht auszudenken, wenn er sich übergeben hätte. Peinlich hoch zehn. Mindestens. Also, da war seine ganze Konzentration, der andere hatte seinen Spaß und so denkt ein jeder, dass er die Verfehlungen des anderen kurz zuvor gerächt hat. Er das Zuspätkommen, Soel das Lachen. Jetzt mal ernsthaft, wer hätte nicht gelacht, wenn der Trottel aus purem Spaß einen Zauber auf eine Tür jagt, die natürlich gegen Magie geschützt ist. Alles andere wäre wiederum vom Lagerbesitzer dämlich gewesen - stellt sich am Ende nur noch die Frage, wer jetzt der Dämlichste von ihnen ist. Wahrscheinlich am Ende noch er.
Kommen wir aber zu den wesentlichen Ereignissen, die hier ja stattfinden sollen. Nicht nur, dass sie das Amulett haben, sie brauchen auch noch diese Pflanze. Deren Namen Sidka nicht weiß. Nur ungefähr beschreiben kann er sie, denn da war der Knackpunkt um Buch. Also der Zweite. Nicht nur, dass sie dieses dämliche Amulett ewig suchen mussten, sondern dann braucht es auch noch eine Pflanze, die man nicht an jeder Ecke kaufen kann. Ob sie Glück haben? Auch nach dieser sind sie schön länger auf der Suche, einer der Spione, die gerne angelaufen kommen, um sich ein paar Taler dazu zu verdienen, hat vermeldet, dass da welche angekommen sein könnten. Also. Eine. Heißt, dass man sich auch noch beeilen muss. Immerhin ist es die Pflanze. Zumindest für sie, für andere mag sie nur Unkraut sein. Moah. Das ist echt eine $@#%Situation. "Erstmal bekommen. Insofern dies der Fall ist, fangen wir natürlich sofort an." Was für eine Frage! Ist es eine? Nein, natürlich nicht. Im Übrigen fühlt er sich hier viel wohler, die Menschen - oder auch Nichtmenschen - scheinen mehr auf sich zu machen. Gepflegter. Könnte daran liegen, dass es diesmal eben nicht der Schwarzmarkt ist. "Geh vor." Schließlich glaubt er ja zu wissen, wo es hingehen soll.
Sturmbringer Soel sagt: "Mag sein das Sidka sich das schnauben schenkt, er nicht. Dass sein Bruder jetzt auf diesem Wort, oder besser der Formulierung herumreitet hätte er sich ja auch denken können. Natürlich glaubt er es nur, schließlich hat er normalerweise nichts mit diesen Kräuterhändlern zu tun, was soll er auch von denen? Teekochen ganz bestimmt nicht und die Magie die er praktiziert funktioniert normalerweise auch ohne das ganze Unkraut. Wer solche Hilfsmittel nötig hat, der kann doch nicht davon reden die Magie wirklich zu beherrschen –eigene momentane Projekte ausgenommen- . Vielleicht, nur vielleicht sollte er es doch einmal mit derartigen Hilfsmitteln versuchen, doch der eigene Stolz wird ihn immer davon abhalten, als (halb)Dämon hat man so etwas gefälligst nicht nötig zu haben! Punkt aus Ende. Der andere soll lieber froh drum sein das Soel zumindest den Hauch einer Ahnung hat wo sie hin müssen, sonst kann er ja gern anfangen den ganzen Markt allein abzusuchen, vielleicht findet er ihn ja. „Wie dir vielleicht aufgefallen sein mag, bringt mein glauben uns mehr als dein nicht wissen.“ Das grinsen während er die Worte spricht zeigt deutliche Anzeichen von Häme. Also wirklich, hat er nun echt geglaubt, dass die Worte einfach so im Raum stehen bleiben können? Gewiss nicht denn dieser ebenfalls höhnischer unter.. nein eigentlich überton in der Stimme ist ihm natürlich nicht entgangen.
das nächste Thema gefällt ihm dann noch ein ganzes Stück weniger, ja er hat selbst damit angefangen, doch um den Bruder zu brüskieren, nicht um selbst unter Feuer zu geraten. Warum er die ganze Zeit nicht einmal den Gedanken daran verschwendet hat das Amulett selbst an sich zu nehmen? Wieder einmal pure Arroganz. Ob berechtigt oder nicht sei einmal dahin gestellt, doch ist Soel vollkommen davon überzeugt das Amulett an sich bringen zu können, wenn er es darauf ansetzt und zum anderen zieht er den Gedanken nicht einmal in Betracht das Sidka ihn darum betrügen würde. Dies allerdings ist nicht aus purer Gutgläubigkeit, sondern der Meinung geschuldet das es gewiss niemand wagen würde ihn zu hintergehen. Auch der eigene Bruder nicht. „Und wenn ich es darauf anlege wird Mutter sicher höchst amüsiert sein über die Geschichte die ich ihr da erzähle“ . Freundlich klingt seine Stimme, dabei ist das eine Drohung die eigentlich schon mehr als ein Tiefschlag ist, doch die Drohung mit dem Amulett einfach alleine zu verschwinden ist nicht weniger drastisch. Diesen ganzen Zauber haben sie gemeinsam aus einem Buch ihrer Mutter entwendet, hinter ihrem Rücken und ganz gewiss ohne ihr Einverständnis. Als Dämon, der sie ja nun mal ist, wäre die Art sie zu bestrafen vieles doch nicht angenehm und als (halb)Dämonen die sie nun mal sind können sie einiges ertragen. Bevor Soel zulässt das die Macht die dieser Zauber in ihnen wecken soll, einzig auf den Bruder übergeht, würde er noch eher mit der Mutter reden und sie dazu bringen den Bruder davon abzuhalten, selbst wenn das für ihn ebenso schreckliche Konsequenzen haben würde wie für diesen. Wobei, vielleicht auch nicht. Sidka hat schließlich das Amulett, nicht er. Genug davon sie haben wichtigeres zu erledigen, zusammen.
Tatsächlich erinnert er sich nur an den ungefähren Standort des Händlers, nach dem anfänglichen Höhn des Bruders wird er sich das nun allerdings nicht mehr anmerken lassen. Ja und wenn sie hier eine Stunde in die Falsche Richtung gehen! Tun sie aber nicht, sie gehen sogar einigermaßen richtig, weichen den anderen Menschen dabei nicht aus sondern vertrauen darauf das die ihnen schon platz machen werden. Beinahe wäre er zu weit gegangen, im Augenwinkel ist der ausladende Stand mit Kräutern und Pflanzen aller Art jedoch aufgetaucht. Gut so dann verschwenden sie hier vielleicht nicht so viel Zeit wie vorher im Kontor. Andere Menschen stehen davor, eine Tatsache die so gar nicht gefallen will. Wenn sie etwas kaufen hat alle Aufmerksamkeit des Verkäufers bei ihnen zu liegen! Hatten sie wieder eine Zeichnung dabei? Er hat nur die Beschreibung im Kopf. „Wir suche eine Pflanze, etwa Arm lang, schwarzen Blüten mit wellenförmigen Blütenblättern, zweigeteilte Blätter, dunkler und mit roten Adern durchzogen“ . Klingt doch schon nach einer netten Pflanze nicht? Und vor allem so schön nach einem Klischee, das musste jetzt aber auch mal sein. Geschäftsmäßig und distanziert spricht er mit dem Händler, keine Begrüßung, keine netten Worte. Er will einfach nur die Pflanze und dann können sich die Wege auch schon wieder trennen. "
Sidka Sagar || Tza. Jaja, das Glauben bringt ja wirklich mehr als das Nichtwissen, aber so langsam reicht es doch mit den Spitzfindigkeiten - zumindest von Soel. Er würde natürlich weiter machen, weil er nicht nur der Jüngere, sondern auch noch viel tollere, hübschere, intelligentere und so weiter Bruder der beiden ist. Oder eben so. Soel hilft dem gerade nicht, indem er immer wieder noch mehr Worte verschwendet. Dagegen nun etwas zu sagen, wäre natürlich ein Leichtes für den Kerl, der schon mindestens zwanzig unglaublich geeignete und erniedrigende Kommentare im Kopf hat (natürlich nicht), aber da es irgendwann einmal aufhören muss, gibt er sich als der große Gönner. Schweigen senkt sich also für diesen kurzen Moment über ihn. Verdammt, dies wirkt jetzt auch nur so halb souverän, aber nun irgendeinen Kommentar auf Verdacht raushauen? Auch nicht gut. Also doch Schweigen. Ganz elegant und gediegen, weil er viel mehr Reife besitzt. Nicht so wie der kindische Bruder.
Worin sie sich jedoch einig wären, ist, dass dies hier eigentlich vollkommen unter ihrer Würde ist. Zumindest dem Namen nach, schließlich sind sie Dämonen. Das halb kann man da ja gerne mal getrost vergessen, denn wie der Bruder schon bemerkt hat: Echter Magiekundiger ist man nur, wenn man keine Hilfsmittel braucht. Anstehende Projekte auch bei ihm ausgenommen, denn hierbei geht es ja nicht darum, dass sie Magie wirken, sondern, dass sie ihre bereits zahlreichen Fähigkeiten und Talente verstärken. Ins Unermessliche. Sie würden die Weltherrschaft an sich reißen. Mindestens. Wenn nicht sogar mehr. Egal, konzentrieren wir uns auf die eigentliche Sache, die betrifft ja die geheimnisvolle Pflanze, welches durch den Bruder verbal später die genaue Beschreibung erhält, die sie haben. Schwarze Blüten mit wellenförmigen Blutenblättern, am Stiel zweigeteilte Blätter, die auch gleich noch mit dunklen, roten Adern durchzogen sind. Wow! Da kann man wirklich nur Wow sagen. Sidka wusste ja schon vorher, was sie suchen, aber ein jeder, der ihnen zuhört sollte nur so staunen - aber da sind wir ja noch gar nicht. Der vorher geätigte Kommentar des Bruders braucht noch ein wenig Aumferksamkeit, dies ist doch ganz klar. Spinnt der eigentlich? Mutter? Hat er schon wieder diese unsägliche Frau, die sie beide geboren hat, ins Spiel gebracht? Ernsthaft? Was ist denn heute nur mit ihm los? "Sagmal, vermisst du sie, oder was? Sicherlich kann ich dir ein Treffen mit der Frau Mutter arrangieren, aber bitte hör doch auf mir andauernd die Laune damit zu verderben, indem du sie erwähnst." Das klingt jetzt hochgradig genervt. Wirklich. Weil, es kann doch nicht sein, dass Soel heute so gedankenlos ist und dieses unsägliche Weib immer wieder erwähnt. Scheint ihm ja auch noch Spaß zu machen. "Was du bei deiner kleinen Idee vergessen hast, dass du mitgehangen hast und es wird sicherlich wenig Überzeugungskraft kosten, sie zu überzeugen, dass du ebenso beteiligt warst. Davon ab: Ich sagte nur, dass ich dich stehen lasse, nicht, dass unser kleines, gemeinsames Abenteuer damit beendet ist." So, können sie dann endlich mit dem wichtigen weiter machen? Ist doch nicht auszudenken, wieviel Zeit man hier bereits verschwendet hat.
Ein Glück - muss man ja so sagen - war Soels Ahnung wirklich richtig. Der Händler befindet sich ungefähr dort, wo man ihn erwartet hat. Naja, wo der Bruder ihn erahnt hat. Ob er jetzt wieder diesen dramatischen Auftritt auspackt, bei dem er Nebel erzeugt? Ihm scheint dies total viel Spaß machen. Sidka ist da eher ein wenig...naja zurückhaltender würde wohl den Charakter des Mannes nicht richtig beschreiben. Dies würde eher sehr unzureichend beschreiben, was genau ihn dazu reitet eben nicht genau die gleiche Show abzuziehen wie der andere Rothaarige. Was uns jetzt aber auch endlich dahin bringt, wo wir schon einmal waren: Blume mit schwarzen Blüten, ein Arm lang und so weiter. Muss man ja jetzt nicht noch einmal wiederholen. Die Spannung steigt, ist es nur bei ihm so? Nein, Nein es scheint wirklich allgemein in der Luft zu liegen, der Halbdämon hält sogar kurz die Luft an. Am Ende ist man ja doch nur ein Mensch - haha, kleiner Scherz. "Des klingt nach Feuertau, Bursche." Halt mal. Bursche? Scheiße. Ein echt $@#%Moment, Sidka kennt seinen Bruder gut genug um zu wissen, dass dies jetzt hier der Knackpunkt sein könnte. Nur, es ist eben im gesamten ein Knackpunkt, denn wenn sie jetzt unfreundlich werden, dann würden sie die Pflanze sicherlich nicht bekommen. Arroganz und natürliche Überlegenheit also hin oder her, hier gilt es jetzt zu bekommen, was man möchte. "Scheint so, Händler." Mehr Unfreundlichkeit geht gerade nicht. "Wir wollen sie kaufen. Hast du sie?" Weil die Frage hat der Kerl ja nun noch nicht beantwortet. Feuertau. Interessant. Warum stand der Name denn nirgends bei dem Buch dabei, es hätte die Suche sicherlich erleichtert. "Vielleicht, dies kommt drauf an..." "Auf den Preis, nehme
₪ ich an?" Natürlich, worauf auch sonst. "Wieviel würde es uns denn kosten, dass wir bekommen, was wir wollen?" Es klingt jetzt eher beiläufig, als ob es überhaupt nicht wichtig ist. Ach, ehrlich gesagt ist es das ja auch gar nicht, denn wenn wir ehrlich sind: Sie haben jetzt den Namen, der Weg die Pflanze nun auch woanders zu bekommen, der ist nun nur noch halb so steinig und auch wenn Geld keine Rolle spielt, so ist es am Ende doch unnötig diesem ganzen Pöbel hier mehr Münzen als nötig in den Rachen zu werfen. Dies haben sie weiß Gott heute schon genug gemacht, weshalb es also auch absolut nicht schlimm ist, wenn der andere jetzt sagt, dass er die Pflanze nicht hat - oder eben nur einen besonders hohen Preis berechnen wird. Soll er es mal probieren, vielleicht würde es ansonsten auch noch zu anderen Dingen kommen. Sidka ist zuversichtlich, dass sie hier zu einem befriedigenden Gefühl gelangen. Auf den einen oder anderen Weg. Was im Übrigen von Vorteil ist? Dass man bisher alles bei verschiedenen Händlern gekauft hat und es so relativ schwierig sein wird, ihre Spur, vor allem aber ihr Vorhaben zurück zu verfolgen, geschweige denn überhaupt zu erahnen.
Sturmbringer Soel sagt: " Dieses schweigen, ruhe für einen kurzen Moment und, weil er eben einfach nicht glauben kann das sein Bruder mehr Reife besitzt als er, (das würde ja bedeuten er ist ihm in etwas voraus und wie gut sie sich auch verstehen können, selbst unter nicht Dämonischen Brüdern herrscht ein Gerangel um die Frage wer nun besser ist) geht er davon aus das diesem einfach nichts gescheites und schlagfertiges mehr einfällt. Gewonnen! Ganz klar und das sieht man auch daran wie das grinsen in seinem Gesicht wieder einmal breiter wird. Allerdings profiliert er sich nun nicht mit einem weiteren Spruch, zum einen will man nicht riskieren das der Bruder gut drauf antworten kann und zum anderen würde es die Schönheit des Momentes schmälern.
Die Mutter, keinesfalls fängt Soel damit an große sentimentale gefühlte für die Dämonin zu empfinden und sie letztlich zu vermissen. Warum er sie dennoch schon das 2 …oder sogar 3 mal? Zur Sprache bringt ist einfach, das Weib schwirrt in seinen Gedanken umher. Ist das denn wirklich so verwunderlich bei dem was sie gerade vorhaben. Der Name wirkt sie ein kleines Mahnmal das die Brüder daran erinnert warum sie das ganze tun und was passiert wenn sie scheitern. Der andere Grund war, das diese Vorstellung, der Bruder könnte mit allem auf und davon, einfach keine ist die ihm auch nur ansatzweise gefällt. Soel verträgt es nicht belogen zu werden, wie das Ganze dann aussieht wenn man ihn sogar betrügt? Ja da ist er bereit jeden mit in den Abgrund zu ziehen und wenn es der eigene Bruder ist. Vielleicht würde er da sogar im Nachhinein bereuen) aber für den Moment würde purer Jähzorn ihn leiten, nicht sein klarer verstand. „Das ist mir durchaus bewusst und dieses Risiko würde ich mit Freuden tragen“ erklärt er recht nüchtern während der andere ihn darauf aufmerksam macht das es da dieses –mitgehangen, mitgefangen- Prinzip gibt. Eigentlich ist er sogar ziemlich sicher das sein Bruder etwas ähnlich bösartiges tun würde, schwer vorstellbar das et Soel einfach so davon kommen lassen würde, wenn er sich mit dem Amulett aus dem Staub macht. Am Ende würde doch eh kein Bruder den anderen verraten, wie schon einmal gesagt, nein geschrieben, sie sind eben Brüder und am Ende verfolgt man die ziele doch lieber zusammen als allein.
Bursche? Sieht er denn Gott verdammt nochmal aus wie ein Bursche? Sein Blick taxiert den Händler am Stand. Er ist ein 25 Jahre alter (Halb)-Dämon in feinster Seide und Brokat, wie kommt man darauf ihn als Burschen zu bezeichnen, er ist von einem Burschen weiter entfernt als dieser Kerl davon zum König gekrönt zu werden. Nur damit das auch für alle deutlich wird, kein Bursche! Sidka springt ein, will wohl verhindert das er selbst gleich die Hände nach vorn streckt und diesem Wicht den Kopf von den Schultern reißt (ob er das kann weiß er selbst nicht mal, aber er würde es gerad zu gerne versuchen). Wiedermal Zeigt sich das der jeweils andere einfach nicht verzichtbar ist, irgendwie kennen sie doch die Unzulänglichkeiten voneinander und können reagieren bevor der andere etwas Dummes macht. Vielleicht scheint es von außen so als würden sie sich gegenseitig hochschaukeln und anstacheln, dabei holen sie sich auch häufig nur gegenseitig auf den Teppich zurück. Welche Imaginären Höhenflüge sie ohne einander wagen würden sollte sich lieber keiner vorstellen. Wo waren wir? Achja der Händler, Feuertau, interessant. Den Namen merkt er sich, egal was jetzt noch kommen mag. „Ihr Burschen habt euch da wirklich keine günstige Pflanze ausgesucht“ . Gesichtsmuskeln fangen an unkontrolliert zu zucken, nicht stark aber die Mordlust in seinen Augen scheint dem dämlichen Händler weiterhin zu entgehen. Das das nicht billig wird war ihnen auch vorher schon klar, das muss der (hoffentlich nicht!) inkompetente Händler nicht erst erzählen. Er nennt eine Summe, im Vergleich zu dem was sie vorher schon gezahlt haben ist das jetzt wirklich ein Schnäppchen -nicht günstig-´i welch kleingeistiges Denken. Für die Macht die sich ihnen eröffnen wird ist kein Preis den sie (vom Geld ihres Vaters) zahlenkönnten zu hoch. Da Sidka vorher bereits mehr als großzügig mit dem Geld umgegangen ist, zieht jetzt Sidka einen Beutel aus der Innentasche seines Mantels. . „Hast du sie da?“ lässt er sich dazu herab doch noch einmal etwas zu dem Händler zu sagen, wenn seine erste Intention auch noch immer etwas anders aussehen würde. Dieser kratzt sich am Bart, schaut die Brüder noch einmal an und bleibt mit seinem Blick dann an dem Beutel hängen den Soel bereits in seinen Händen hält. Man sieht das der Mann überlegt und abwägt, das Geld ist ganz gewiss verlockend, doch aus unbekannten Gründen lässt er sich mit seiner Antwort Zeit, vielleicht überlegt er wie er den Preis doch noch etwas höher bekommt oder er schätzt ab, ob es denn beiden auffällt wenn er ihnen ne andere, ähnliche, doch weit häufigere Pflanze unterjubelt. "
₪ „Ich hab sie da, allerdings schon verkauft. Der Kunde hatte es eilig und hat mehr gezahlt als ich euch schon genannt hab, wenn ihr es wollt müsst ihr ihn überbieten um mindestens 500, schließlich hängt auch mein Ruf an dem ganzen“ .. Sie ist da, der Händler hat eine Pflanze und jetzt geht es ans Feilschen? Die Geschichte klingt hingegen schon wieder nach einem viel zu großen Zufall, Märkte sind einfach nichts für ihn, an jeder Ecke stehen die Händler und lügen sich die Beine krumm, ganz normal denn jeder will seinen Profit. . „Brings einfach her, das Geld bekommst“ .. Das schöne ist ja, die Aussicht auf den Feuertau lässt ihn selbst das Typische Marktverhalten einfach für den Moment verdrängen.
₪ Heute musste alles schnell gehen. Seitdem der Medicus unangemeldet wieder in Eranya aufgeschlagen war, konnte man seine Praxis nicht länger für die Warenübergabe nutzen. Zu allem Überdruss, hatte man ohnehin die Zeit im Nacken. Es blieb nicht viel davon. Ganz im Gegenteil! Es reichte gerade dazu, sich ein einziges Mal gezielt den Weg über den Platz zu bahnen. In der Hoffnung den Geschäftspartner vorzufinden, der einem das Zeug abnehmen wollte. Daher huschte der Blick der grün-bräunlichen Augen unruhig zwischen den vereinzelten Grüppchen umher, während man seinen Weg recht zügigen Schrittes fortsetzte. Keine Spur von dem Gesuchten. Was für ein Desaster! Wie übermittelte man diesem nun, dass er unter gar keinen Umständen die Praxis aufsuchen sollte? Dem Hellblonden entfuhr ein leises Schnaufen, recht abfällig in seinem Klang. Man würde einen anderen Weg finden müssen und das schnell! Vor allem musste man das Ganze lösen, bevor der Medicus den Abnehmer zu Gesicht bekam und sich vermutlich noch dessen Züge einprägte. Nein. Soweit dürfte es nicht kommen. Ein knappes, unauffälliges Nicken galt einem der Händler, welcher sich weiter hinten mit seinem Stand positioniert hatte. Wenn einem auch nicht alle in diesem System geläufig waren, so waren einem dennoch einige Gesichter bekannt. Dieser Händler gehörte eindeutig dazu. Gerade wollte man in eine der Seitengassen verschwinden, als einem ein zusammenhangloser Gesprächsfetzen ans Ohr drang. Zweigeteilte Blätter, dunkel und mit roten Adern durchzogen? Wer...? Etwas irritiert begab sich der Blick auf die Suche, wurde fündig. Da wurde kurzerhand das Tempo der Schritte verlangsamt, die nun nicht mehr Richtung Seitengasse, sondern an der kleinen Personenansammlung vorbeiführen sollten. Die zwei Rothaarigen wurden kurz außer Acht gelassen, dem Händler ein stechend-unterkühlter Blick zugeworfen. Eine klare Drohung. D e r gehörte eindeutig nicht dazu. Nun, man würde sehen, wer sich wie lange auf dem Markt hielt und wer am Ende wen ausstach. Ohne in die Zukunft blicken zu können, malte man sich dennoch die eindeutig besseren Chancen dafür aus. Nichtsdestotrotz war man nicht begeistert von seinem Angebot. Die Nachfrage nach einer solchen Pflanze war absolut untypisch. Noch ungewöhnlicher war der Umstand, dass dieser Händler scheinbar im Besitz dieser Pflanze war. Das gefiel einem nicht. Das gefiel einem ganz und gar nicht! Dementsprechend glitt der Blick von dem Händler - den man gewiss noch sehr genau unter die Lupe nehmen würde - zu den beiden Interessenten. Mhm. Diese beiden hatte man hier noch nie gesehen, was recht ungewöhnlich war. Bei dieser markanten Haarfarbe neigten beide eher dazu aufzufallen und in Erinnerung zu bleiben. Würden sie sich bereits länger hier aufhalten, wären sie einem gewiss schon bekannt. Langsam näherte man sich den drei Personen weiter, würde dicht an ihnen vorbeigehen. Dicht genug, um den Kurzhaarigen der beiden Kunden grob anzurempeln. Dabei fiel einem - wie durch Zufall - etwas aus der Tasche. Eine Münze. An und für sich nichts Ungewöhnliches. Dieses Geldstück jedoch war vollkommen schwarz, mit auffällig graziler Prägung. "Entschuldigt, wie ungeschickt von mir!" entfloh's den Lippen des Blonden, der sich Dieser hinabbeugte, um sie wieder aufzuheben. Langsam genug, dass jedem der Umstehenden ein knapper Blick darauf gewährt wurde. Der Händler würde wissen, was es damit auf sich hatte, galt diese Münze doch als offizielles Zeichen des Schwarzmarkts. Spätestens jetzt dürfte die Drohung offensichtlich sein. Gut getarnt in einem Missgeschick einer Person, die zwar auffällig war, jedoch recht harmlose Gesichtszüge besaß. Man wirkte recht jung, wenn man auch nicht aus diesen Gefilden zu kommen schien. Dafür sprach rein die Augenpartie, wenn die Stimme auch erstaunlich akzentfrei war. Die Kleidung hingegen war umso auffälliger. Getragen wurden hier ausschließlich sehr helle Farben, in Form eines weißen Oberteils und einer hellbraunen Hose. Unüblich war auch die Form des Oberteils, dass in der Rückenpartie so weit ausgeschnitten war, dass der Großteil einer dunklen Tätowierung gut sichtbar zum Vorschein kam. Hier zeigte man eindeutig genug, um klar wiedererkannt zu werden. Beiläufig glitt der Blick abermals zum Händler, wurde dann wieder weicher als er zu dem Rothaarigen glitt, den man eben 'versehentlich' angerempelt hatte. "Ich war gerade in Gedanken." Eine scheinheilige Erklärung? Eine offensichtliche Lüge! Schließlich hatte man ihn ganz gezielt als Opfer der eigenen Tollpatschigkeit auserkoren. Wenn dem nur so wäre! Nein, im Grunde setzte man hier ein klares Zeichen. Für den Händler, dass er seinen Handel mit derartigen Pflanzen hier zu unterlassen hatte, wie auch für die beiden angehenden Käufer. Diesen gab man einen dezenten Hinweis darauf, wo sie die Waren dennoch bekamen. Was sich als unsicheres Lächeln den Weg auf das Gesicht des Blonden bahnte, war eiskalte Berechnung. Dann setzte man seinen Weg einfach fort
₪ - ohne sich noch ein weiteres Mal umzudrehen. Dabei war man sich sicher, dass man sich nicht zum letzten Mal gesehen hatte. Sehr sicher sogar! In dem Sinne, bog man in eine der kleineren Gassen ab. Nicht ohne den beiden Rotschöpfen noch einen knappen Seitenblick zugeworfen zu haben! ~
₪ Ja! Nein. Reicht nicht aus. Man muss es deutlicher machen. Ja. So. Das sollte passen. Dieser kleine, innere Triumphschrei gilt natürlich den Worten des Händlers. Er hat sie. Naja, zumindest tut er so, der Wicht wagt es nun auch noch zu handeln. Gut, man ist auf einem Markt, aber sind wir mal ehrlich: Allein der Anblick von Soel und Sidka sollte doch ausreichen um klar zu machen, dass es hier zum einen keinen Spaß gibt, zum anderen sollte dies dem Händler doch aber auch Belohnung genug sein. Immerhin hat er hier die Sagargeschwister vor sich stehen. Gut, das weiß er nun auch wieder nicht und dem ein oder anderen wird der Name nun auch wieder rein gar nichts sagen, aber es geht ums Prinzip. Dieser Tag entwickelt sich irgendwie immer mehr zu einer Katastrophe und das Schlimmste ist noch gar nicht passiert. Der noch eben so ruhige Sidka ist nun mächtig genervt. Warum? Na, weil hier nichts klappt, so wie er sich das vorstellt. Er hätte es eher als Spaziergang angedacht. Hier mal hin, da mal hin und alle sind glücklich darüber, dass sie ihnen also, IHNEN helfen dürfen. Nein. Definitiv ist das nicht so, alle wollen sie noch ein wenig mehr Kapital aus dem Ganzen schlagen. Damit muss man wahrscheinlich klar kommen, aber das heißt ja nicht, dass es nicht nervig ist.
Wo waren wir? Beim Feilschen. Mit einem minderbemittelten, unter der Würde der beiden Aristokraten befindlichen Händler. Es kommt also wie immer auf das Geld an, welches sie ja reichlich haben, aber nicht unbedingt ausgeben möchten. Weil man ja was Besseres ist und nur weil man viel hat, muss man nun nicht viel bezahlen. Nun ist es also wirklich ein genervtes Schnauben, was dem Jüngeren der beiden entfleucht. Es reicht! "Achso? Gut, dass du es sagst." Abfällig, total abfällig und da fehlt eigentlich nur noch ein 'Wurm' am Ende. Aber, man muss es ja nicht übertreiben und die Ironie in der Stimme, die wird ausreichen um aufzuzeigen, dass es sich hier nicht um eine freundliche Plauderei handelt. Sondern um ein Geschäft, welches die beiden nun gerne abschließen möchten. Immerhin ist nun auch der Hafen nicht unbedingt der Ort. "Natürlich. Er hat sie schon verkauft." Spöttisch, in Richtung des Bruders. Nein, er glaubt dem Händler nicht und war er vor wenigen Stunden noch bereit mehr als das Doppelte für das Amulett zu bezahlen, so hat sich diese Stimmung komplett gewandelt. Ein Wetterumschwung quasi. Ein kleiner Abstecher im Geschehen. Hinter ihnen kämpft sich der Blondschopf durch die Menge, lauscht und schmiedet seinen Plan. Aus welchen Gründen, aus welchem Bestreben ist ja letztendlich egal, denn Sidka wäre es sowieso nicht bekannt. So etwas wie der Schwarzmarkt ist ihm offensichtlich vollkommen entgangen, da natürlich unter seiner Würde. Warum dies dennoch erwähnt wird? Na, weil man ja davon ausgehen könnte, dass der Sagar als kleiner Halbdämon seine vollkommen nicht vorhandenen empathischen Kräfte rausholt und sofort bemerkt, was da in seinem Rücken geschieht. Nichts da. Bäm. Also, buchstäblich, denn da rammelt doch recht so ein Kleingeist in ihn herein. Oh. Mein. Gott. Sidkas Augen weiten sich. Sehr weit. Schockmoment. Da hat einer dieser niederen Leute seine Sachen, nein mehr noch, ihn berührt. Das ist absolut schrecklich. "Du kleiner Wurm." Es ist mehr ein Grollen, als dass es fein artikuliert ist. Die sonst so elegante Kühle ist einem rasenden Feuer gewichen. "Nimm deine dreckigen Griffel ganz weit weg." Der Kerl ist versucht seine Kräfte einzusetzen, die Hand bewegt sich schon in die richtige Richtung, allerdings wird er abgelenkt. Wir erinnern uns? Irgendwan würde man es vielleicht ADHS nennen, so aber glaubt Sidka einfach nur, dass er sich ablenken lässt. Von der Münze. So hübsch schwarz, so mystisch - so will ich haben! Aber wie zum Einsatz seiner Fähigkeiten, ist er auch zu langsam, um dieses schöne Stück in seine Griffel äh edlen Hände zu bekommen. "Als ob du denken könntest." So. Kestjel und Sidka werden eindeutig gute Freunde nach diesem Start. Wie könnten sie auch nicht? Die Angelegenheit ist damit eigentlich auch erledigt, denn dass er den Kerl noch nicht ganz beeindruckend durch die Luft geschleudert hat, hat er ob der Münze vergessen und selbst wenn es ihm wieder einfallen würden, dann würde er es sofort wieder vergessen, denn die nächste Ablenkung ist da. Wie sagt man? Ein schöner Rücken kann auch entzücken. Ein (Halb)dämon ist ja nicht wählerisch. Doch, schon, aber das Tattoo ist da eben ein Ding, was man nicht ganz so oft sieht. Leicht ziehen sich die Augenbrauen zusammen. Wo ist man denn hier hereingeraten? "Widerlich." So. Damit ist doch alles gesagt und der Sagar wendet sich wieder dem Händler zu. Wo waren sie stehen geblieben? Achja, beim Verhandeln. "Wird's bald?" Könnte ja schon dastehen mit der Pflanze.
₪ Nächste Erkenntnis, die aber nicht verknüpft wird, betrifft den Händler, der nun gar nicht mehr allzu hilfsbereit ist. Aber, von vorne. Die Aufforderung des Dämons scheint ungehört an dem Händler vorbei zu ziehen, der schau nämlich immer noch auf den Knaben. Ja, Knaben, der wirkt nämlich reichlich jung, der Kerl, der ihn angerempelt hat. Angerempelt. Ernsthaft. Sind wir also doch immer noch nicht fertig. Sidka schnipst vor dem Gesicht des Händlers. "Hey." Was ist denn hier los? Sollten sich nicht alle niederknien und ihnen mit Freude geben, was sie möchten? Anscheienend ja nicht, denn das Leben kommt zurück und was er hört, das lässt ihn nun wirklich gefrieren. "Bedauere. Ich...ich...hab sie ähm doch nicht. Verwechselt. Ja. Verwechselt. Außerdem. Unverkäuflich, da schon verkauft. Geht. Ich kann euch nicht helfen." Häh? Was geht denn jetzt hier vor? Also. Sidka macht natürlich nicht häh. Der schaut mehr als pikiert und wendet sich an Soel. "Diese kleine Ratte." Der Bruder kann sich jetzt aussuchen, wen er meint. Trifft auf beide zu und so langsam drängt sich auf, dass der bereits verschwundene Blonde damit irgendwas zu tun haben könnte. Sapperlot!
Sturmbringer Soel sagt: "Eindeutig ja, der Tag wandelt sich mehr und mehr zu einer Katastrophe. Hier wird kein Bruder dem anderen wiedersprechen. Sicher, es gibt auch gute Momente. Eben der, indem der Händler zustimmt. Wie man bald merkt sind nicht einmal die einem vergönnt, diesmal nicht durch den Händler selbst, sondern durch eine Gestalt die wirklich unangenehm auffällt. Doch jetzt ist noch der Händler das größte Hindernis, der Mann will Gold, je mehr desto besser. Nicht das Soel diese Einstellung nicht gut verstehen kann, mit Gold lebt es sich doch um so vieles besser! Reichtum erleichtert einem das Leben und wer behauptet mit wenig zufrieden zu sein, der lügt. So einfach ist das. Großmütige Wesen gibt es nicht, jeder ist im innersten nur auf sich bedacht, die meisten zeigen es nur nicht, können es sich nicht leisten das zu Zeigen. Wenigstens das Geschäft hier wähnen sie schon in Sicherheit, beinahe in trockenen Tüchern, der Händler hat die Pflanze, sie haben das Gold. Jetzt bitte einmal Tauschen und dann können sie endlich verschwinden. Wenn das Ganze nicht zu lange dauert, dann können sie ihre Beschwörung sogar mit guter Laune beginnen, wenn nicht.. oh sobald die Macht ihre ist können sie sich gewiss ganz ausgezeichnet rächen. Vielleicht fängt er sogar an sich Notizen zu schreiben um dann nach und nach jeden heimzusuchen. Schön wenn man selbst mit der Vorstellung bald allmächtig zu sein, sich noch mit solchen Kleinigkeiten abgeben will. Stoff trifft auf Stoff, da ist dieses typische Geräusch das jeder kennt, es ist eigentlich nichts Besonderes, ein normales Geräusch eben in jeder anderen Gesellschaft. Nicht in dieser, denn Soel ist nicht der den es erwischt hat und sonst sind nicht allzu viele da. Ja solche oder ähnliche Gedanken schwirren in den kurzen Momenten in seinem Kopf herum, die er braucht um sich einmal rum zu drehen. Tatsächlich, gleich geschieht hier etwas. Der Blick seines Bruders spricht Bände, Entsetzen und Empörung in ihrer reinsten Form. Goodbye, du hattest sicher in irgendeiner Form die Berechtigung zu leben, nur leider hast du sie gerad verspielt. Das grollen ist die erste Vorwarnung -nun ganz schnell das Weite zu suchen-, die klaren Worte die zweite. Noch immer ist der Kerl da und scheint es einfach nicht verstanden zu haben, nein er bückt sich noch in aller Ruhe zu dieser seltsamen Münze. Dann.. passiert einfach nichts. Also wirklich nichts, der Kerl kann unversehrt wieder verschwinden. Die Enttäuschung ist ihm deutlich anzusehen, das hätte nun zumindest noch einmal für etwas Ablenkung sorgen können. Ein seufzen und dann, ja gut, sein Bruder war der geschädigte und konnte sich durchaus allein verteidigen. Wenn er nun eben wieder vergessen hat, dass man es gewagt hat die Integrität seiner Kleidung zu verletzen, dann war es so. Nur im Augenwinkel ist zu sehen wie der Mann in der Menge verschwindet und dann eben einfach weg ist. Mal sehen wie lange es dauert bis die Brüder nicht mehr daran denken das da eine schwarze Münze war oder an das Tattoo auf dem Rücken. Mit solchen subtilen Hinweisen könnte man bei ihnen Schwierigkeiten haben. Wollen wir es mal nicht hoffen. So egal, Augen nach vorn und zum Händler. Jetzt geht es ans Eingemachte, an die Pflanze. Sie würden endlich..was?, was sagt der da? Der Wicht! Was versucht er ihnen für eine Lüge aufzutischen, wie kann er es wagen! Diese dreiste Lüge mitten ins Gesicht. Er wiederspricht sich ja im selben Satz! Was für eine Beleidigung das er glaubt sie seinen dumm genug ihm diese Worte abzunehmen „Was? Wiederhol das noch einmal“ die Stimme hat einen dröhnenden Unterton bekommen und ist doch noch ganz ruhig, vermutlich etwas zu ruhig. „Du hast die Pflanze die du uns verkaufen wolltest schon verkauft und dazu noch verwechselt? “ Findet nur er, dass sich das ganze nach einem schrecklichen Widerspruch anhört. „Du bringst uns jetzt diese Pflanze“ Mit Glück bezahlen sie ihm die dann auch noch, mit Pech? Lasst eurer Fantasy freien Lauf. Wie schade, dass der Händler das Ganze nur etwas anders zu sehen scheint. „Hab sie nicht, kann sie nicht verkaufen, es geht nicht“. Versucht er weiter zu überzeugen und scheitert auch jetzt noch auf ganzer Linie. Was genau soll das? Er versteht es nicht, versteht es nicht sofort. Die Mühlen mahlen, doch manchmal eben langsam. „Wenn ich diesen Wicht in die Finger bekomme!“ Dass es bei dem ganzen um Rivalitäten zwischen Händlern geht, auf den Gedanken kommt er nicht, das war Sabotage! Ganz eindeutig, hier wollte jemand ihr Vorhaben sabotieren. Erschreckend und zugleich auch beflügelnd, denn wer würde schon Kraft aufwenden um etwas zu sabotieren das keine Gefahr darstellte? Selten hat er diese Mischung aus Tiefer Zufriedenheit (über das aufsehen das sie bereits erweckt haben) und Wut (weil sie diese schreckliche Pflanze nicht bekommen!) gespürt. „Wo ist er hin? “ Es braucht immer einen Schuldigen, das ist ganz normal bei den Brüdern. "
₪ ¤“Nun wird dem Rempler diese Ehre zu teil und da die ganze Sache wirklich wichtig für die Brüder ist, werden sie es diesmal auch nicht aus Zauberhand vergessen. Ob dieser sich über die ehre Freuen wird gleich das Interesse beider Brüder geweckt zu haben? Man wird sehen. Sein Bruder ist ebenso dahintergekommen wie er, vermutlich schon einen Moment früher, wenn das geschimpfte Ratte von ihm richtig interpretiert wurde. „Hast du gesehen wo er lang ist?“ will er von Sidka wissen und dreht sich noch während dem sprechen um, beide Hände auf den Standtisch gestützt und jetzt? Drama Dramatika.. „Wo__Ist__er_?“ Jede Silbe wird extra genau betont und die gelben Augen scheinen den Händler zu durchdringen. Nebel steigt vom Boden auf, hüllt ihn langsam ein und kriecht über die Beine langsam an ihm hoch, genau wie an dem Händler. Nichts gefährliches, eigentlich nicht mehr als eine Spielerei, selbst wenn der Nebel gerad ungewöhnlich dick ist. Der Händler aber bekommt es mit der Angst zu tun, versucht sogar sich den Nebel von der Hose zu streichen und durch zurückweichen aus der Wolke zu kommen. „Also?“ Er wartet und er hat nicht vor noch lange auf eine Antwort zu warten.
Sidka Sagar hat in der Tat die Verknüpfung noch nicht hergestellt. Warum? Naja, weil das zufällige Anrempeln und der Rückzug des Händlers ja nun irgendwie gar nicht zusammen passen. Wie soll man denn dies auch gleich verstehen, vor allem, wenn man emotional so aufgewühlt ist wie der eiskalte Halbdämon. Nein, in Ordnung, eiskalt ist im Moment nicht das richtige Wort, um den Rothaarigen zu beschreiben. Apropos, die roten Haare passen gerade ganz hervorragend zu der Gemütslage. Zunächst also wird er von so einem kleinen Niederling angefasst - gut, war ein bisschen weniger - und nun löst sich auch noch der schöne Plan in Luft auf. Wie kann man da noch ruhig, arrogant oder eiskalt bleiben? Arrogant geht. Ist ja auch ein sehr entscheidender Wesenszug des Sagars. Was nun also machen? Den Bruder erst mal seine Show abziehen lassen. Sidka selbst findet sie ja eher nervig, weil der Nebel nicht nur dem Händler die Sicht versperrt - irgendwann - sondern eben auch ihnen und die Wirkung von wütenden gelben sowie fast schwarzen Augen, die sollte doch nicht zu verachten sein, oder nicht? Soel sieht dies natürlich ganz anders , weshalb ja nun auch der Nebel aufzieht. Warum eigentlich nur Nebel? Ja, weil da mal wieder die kleine Ladehemmung bei dem Jüngeren greift. Wie cool wäre es, wenn er nun ein wenig mit Feuer spielen könnte? Ziemlich. Würde noch mehr Eindruck schinden und sie sicherlich total schnell ans Ziel führen. Nicht. Aber in dem Glauben ist zumindest der im Ego mal wieder leicht geknickte Sidka. Wie man dies umgeht? Natürlich mit Überkompensation, es wäre ja noch schöner, wenn er der Außenwelt zeigen würde, dass die Arroganz eine Fassade ist, denn darauf kommt sicherlich niemand. Stimmt ja auch nicht so ganz, immerhin hält er sich wirklich für was Besseres. Zumindest als all die Leute hier auf dem Markt. "Es geht nicht?" Ein Wort, welches irgendwie nicht so richtig vorhanden ist im Wortschatz des Kerls, weshalb er nun wirklich ein wenig ungehalten wird. Die Verknüpfung ist immer noch nicht da, im Übrigen. "Wenn dein Stand nicht brennen soll, dann wirst du uns..." Wie immer schön unauffällig, die Beiden. Allerdings, den Satz spricht er nicht zu Ende, denn Soel hat die Verknüpfung erstellt und hilft dann eben auch ihm auf die Sprünge. Der Nebel hilft jetzt allerdings nicht unbedingt beim Suchen. Nur, kriegt man diesen Wurm jetzt hier zum Reden? Die Finger schmutzig machen kommt natürlich überhaupt nicht in Frage. Magie nutzen? Natürlich! Absolut phantastisch wäre jetzt eine Darth Vader Nummer, indem man nur ein wenig die Finger zusammenzieht und der andere keine Luft kommt, aber dies wäre genauso ein Wunschtraum wie die Drohung mit dem Brennen. Nur, dies weiß der Händler ja nicht. Da der Bruder aber schon so tolle Vorarbeit geleistet hat, macht er da einfach weiter. " Der Nebel ist giftig. Antworte, ansonsten krepierst du jämmerlich." Friss das, du Wurm! "Was hat die schwarze Münze zu bedeuten, was das Tattoo?" Ja, man ist jetzt eindeutig voll im Bilde. Unterstützt ja ganz eindeutig auch die Fragen des Bruders. Man sollte das arrogante Pärchen nicht unterschätzen, denn in solchen Momenten sind sie wirklich ein tolles Duo. Soel sorgt für die Dramatik, Sidka für den kraftvollen und nachdrücklichen Willen zu erfahren, was man wissen möchte. Ein kleiner Handstreich reicht, um einige Waren vom Tisch zu wischen, immerhin brauchen sie den Händler ja noch. Töten würde zuviel unliebsame Aufmerksamkeit auf sie richten und am Ende auch noch nicht helfen. Nur, sie sind ja nicht ganz blöde, Morde werden unauffällig und ohne Spuren verrichtet. Feuer! Feuer wäre so praktisch. Schwarzmarkt. Ein Wort nur herausgepresst, die Augen angstverzerrt und womit der kleine Blonde sicherlich recht hatte: Dieser Händler wird sich nicht mehr lange halten. Dies liegt zum einen daran, dass er sich gerade einen vielleicht doch längerlebigen Zorn der Sagarbrüder auf sich gezogen hat, zum anderen ist er sicherlich in den Fokus der Schwarzmarktgilde gerückt. Nicht nur, dass er sich in Gebiete eingemischt hat, die ihn nichts angehen, Nein, er hat auch noch die Dreistigkeit zu erzählen, wer da genau gestört hat. Gut, nicht ganz genau, aber in der Kombination der schwarzen Münze, des Tattos und dieser Information würden sie einiges anfangen können. Fakt ist: Heute wird keine Magie mehr geübt, die ihnen zu mehr Macht verhelfen würde. Fakt ist aber auch, dass sie ein neues Ziel haben würden. Den unbekannten kleinen Knaben zu suchen, der eher aussah wie ein Stricherjunge mit seinem freien Rücken und dem Tattoo - aber wie wir wissen: Nichts ist wie es scheint. Weg. Die Antwort auf die Frage Soels. Dafür, dass der Kerl wirklich Angst hat, bleibt er recht eisern. Sidka könnte fast Bewunderung empfinden. "Du kleine Made wirst noch von uns hören." Womit er nicht nur mit dem Handstreich den Kerl aus seinem Sichtfeld wischt, sondern sich auch zum Gehen wendet. Eine neue Mission.~~
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Re: Geschriebene RPs

Beitragvon Kilian » 24. Mär 2016, 17:37

Sturmbringer Soel steht in der Tür des Wirtshauses und schaut in das innere herein, sein Unwille war selten so deutlich zu verspüren, nicht weil ihm der Ort Angst macht. Er ist einfach so schrecklich gewöhnlich, mit all dem Pöbel und dieser rustikalen Einrichtung. Sie waren ihrem Ziel so nah, es lag fast schon in ihren Händen, sie hätten das Geld nur noch gegen die Pflanze tauschen müssen, dann einen geeigneten Ort suchen und schließlich die Beschwörung beginnen, endlich richtige Macht, also nein die haben sie natürlich schon, sie sind perfekt, aber zumindest noch mehr Macht. Einige der Männer im Raum haben mehr getrunken als gut für sie ist und das obszöne verhalten wird nur noch von den Frauen übertroffen, die diesen Männern auch noch an den Lippen hängen. „Grässlich“ eine einfache Aussage die doch alles beschreibt. Hat der Mann dort gerad? Der hat doch nicht? Er hat! Angewidert verzieht Soel das Gesicht. War es das ganze Wert? Natürlich war es das und Informationen, da hatte sein Bruder schon Recht, die erfährt man an Orten wie diesen. Sie könnten sich unter die Menge mischen, ein paar Bier ausgeben und darauf hoffen, dass jemand im Suff etwas erzählt. Schlaue Menschen machen das, es ist unauffällig und Billig. Die beiden mögen zwar schlau sein –sie sind zumindest nicht dumm- doch auch fürchterlich eitel und selbstgefällig. Es hat schon seine Vorteile die Welt auszublenden und den Focus bloß auf sich zu setzen, es hat nur leider auch einige Nachteile. Wie zwei Paradiesvögel stehen sie da in der Tür, nicht nur wegen der feinen Stoffe, besonders wegen der ablehnenden Haltung die schon vom ersten Schritt ins Innere an sichtbar und deutlich war. Was schlaue Leute tun, das wurde schon erwähnt. Widmen wir uns jetzt dem, was eitle Menschen tun. Sie Stolzieren mitten durch den Schankraum -auch ohne dahin zu sehen würde Soel darauf wetten das sein Bruder tunlichst darauf bedacht ist, das wirklich nur seine Schuhsohlen irgendwas in diesem Raum berühren, und selbst das ist ihm vermutlich schon Zuviel- zum Tresen. Abschätzig wird auch der betrachtet, samt dem Wirt dahinter. Ob der Schwarzhändler ahnt was er den beiden Brüdern mit seiner Tat da angetan hat? Mit großer Sicherheit wird er es erfahren, sobald sie endlich vor ihm stehen. Im Kopf des Sagaras spielen sich schon die schönsten Szenen ab, mit denen man dem Wicht das ganze heimzahlen konnte. Der Wirt mag schwer beschäftigt sein in diesem Schankhaus, kümmert tut das nicht, nicht Soel. „Wir suchen jemanden“ fällt er mal wieder mit der Tür ins Haus, er kümmert sich nicht um Freundlichkeit oder nette Worte im Voraus. Selbst die Tatsache, dass jemand das Gespräch belauschen könnte interessiert ihn nicht. Soll der Kerl nur wissen das sie nach ihm suchen und schon einmal damit anfangen sich davor zu fürchten. Das genau dies vermutlich nicht passiert braucht man eigentlich nicht erwähnen, wenn sie so eine Wirkung auf ihre Umgebung hätten, eine die auch nur annähernd so imposant ist wie sie sich selbst empfinden, dann hätte er es gar nicht erst gewagt ihren Kauf zu unterbrechen. Beim Zapfen schaut der Wirt zu ihnen hinüber, mustert die beiden einmal und stellt ihnen zwei Getränke vor die Nase.„Kostet aber“ Ein Schelm wer Böses denkt und glaubt er meint damit nicht nur die beiden Biere. Kostet, ja. Alles Kostet und für sie meistens noch etwas mehr als für andere.
Sidka Sagar || Wer viel hat, der kann auch viel geben. Deshalb müssen sie wahrscheinlich auch mehr bezahlen, dass dies am arroganten Verhalten liegt und der wenigen Bereitschaft auf andere Menschen einzugehen, darauf würde zumindest der Sagar nicht kommen. Wie auch? Ist doch klar, dass es eine Ehre für die anderen ist, dass sie mit ihm - und seinem Bruder - interagieren dürfen. Da ist es doch kaum zu glauben, dass sie dafür nicht nur Gold wollen, sondern auch gleich noch mehr. Sehr viel Zeit ist seit dem kleinen Zwischenfall auf dem Markt nicht vergangen. Eigentlich nur soviel, wie zwei arrogante Brüder eben brauchen, um sich zu entscheiden, was der nächste Schritt ist, wo man diesen kleinen Wurm findet und wie man dies am besten anstellt. Da kommen wir doch auch mal auf die Behauptung zu sprechen, dass weder Soel noch Sidka dumm sind. Sind sie natürlich nicht und manchmal, da schlägt selbst der kleine Funke von gesundem Menschenverstand einen Waldbrand an. Wie waren also die Überlegungen? Man hat einiges über Kjestel herausgefunden, nur durch dieses kleine Treffen am Marktplatz. Er schert sich ebenso wenig wie die beiden Aristokraten darum, sich so zu kleiden, dass man es unauffällig nennen kann. Außerdem sind die kurzen, blonden Haare, das knabenhafte Aussehen und dieses riesige Tattoo natürlich ein guter Anhaltspunkt. Dann war da die schwarze Münze. Sicherlich ein guter Anhaltspunkt, aber in gleichen Zuge eben auch ein schlechter, immerhin hat man die Reaktion des Händlers ja am eigenen Leib zu spüren bekommen. Daher haben die beiden besprochen, dass sie sich eher auf die Person an sich als auf das Symbol konzentrieren werden. Schließlich scheint die schwarze Münze Ärger zu bedeuten. Nicht, dass sie diesen scheuen würden - wir erinnern uns, die beiden Halbdämonen sind natürlich absolut unbesiegbar -, aber es scheint eine doch eher nervige Situation zu sein. Daher also der Entschluss dieses Etablissement aufzusuchen. Grässlich? Soel trifft nicht einmal ansatzweise das, was Sidka denkt. Der hat nämlich kurz den Drang sich auf dem Hacken wieder umzudrehen, um diesem Loch hier zu entkommen. Im Maßstab eines Normalsterblichen gesehen, mag dies eine bessere und angenehme Schenke zu sein, aber nicht im Maßstab eines sehr auf Reinlichkeit bedachten Sidkas nicht. Grässlich. Nein. Eine Zumutung. Widerlich. Abartig. Total unter seiner Würde. Auch alles Ausdrücke, die nicht stark genug dafür sind. Vor allem, da er sich in einem Teufelskreis befindet. Hätte er die Pflanze, dann hätten sie sicherlich das Ritual schon durchgeführt, er wäre absolut mächtig und könnte sich schweben lassen, so dass er diesen Boden nicht mal berühren muss. Allerdings würde dann auch nicht die Notwendigkeit bestehen hier reinzugehen. Schwierig. Aber, um es festzuhalten, natürlich ist der Sagar darauf bedacht hier nichts zu berühren. Oder gar Schlimmeres. Die Menschen, die hier sind, beachtet er nicht. Da würden ihm wahrscheinlich nur wieder die Worte fehlen, denn mal ernsthaft: Was will man von einer Kaschemme wie dieser auch nur erwarten? Nichts, da kann man also auch von den Besuchern nichts erwarten. Eigentlich sollten sie einen roten Teppich ausrollen, denn die beiden Rothaarigen sind sicherlich das Beste, was der Schenke je passiert ist und passieren wird. So ganz ohne Arroganz - haha.
Tunlichst darauf bedacht, dass der Halbdämon den Tresen nicht berührt, bleibt er neben seinem Bruder stehen. Man kann nur hoffen, dass sein Gesichtsausdruck nicht einfriert, denn die angewiderte Miene würde ihm nicht so wirklich gut stehen und so wirken, als ob er permanent einen schlechten Geruch in der Nase hat. Durch das Hinstellen des Bieres verändert sich rein gar nichts, immerhin - also ernsthaft - Bier? - wie widerlich. Ebenfalls vollkommen unter seiner würde, weshalb er dem Gebräu keinen Blick schenkt. "Fünfzig Gold für eine brauchbare Information." Einer von den Brüdern sollte dringend lernen, wie man Gold zaubert. Nicht auszudenken, wenn sie in der Geschwindigkeit weiter machen. Da ist am Ende vielleicht doch kein Erbe mehr übrig. "Fragt und ich nenne euch dann den Preis." Jetzt geht das wieder los! Was ist heute eigentlich mit den Menschen los? Sehen sie denn nicht, wen sie vor sich haben? Sie sind die Sagar Brüder, vollkommen fehl am Platz und möchten einfach nur schnell wieder weg. Diese kleine Made sollte sich freuen, dass sie sie noch nicht zerquetscht haben. Wie kann er es denn jetzt wagen, schon wieder Bedingungen zu stellen? Wäre es nicht so eklig, dann würde Sidka mit der Faust auf den Tresen hauen. Bah. "Übertreib es nicht, Wirt." Nur so eine kleine Warnung. "Blond. Recht jung. Tattoo auf dem Rücken. Sehr auffällig. Öfter auf dem Markt." Die schwarze Münze lässt er absichtlich weg, nicht dass sie wieder dieser ablehnenden Haltung gegenüber stehen, auch wenn ihn schon interessiert, was die Münze symbolisiert - aber darum könnte man sich ja noch kümmern.
Sturmbringer Soel Oh! sein Bruder hat aufgepasst, besser als Soel selbst. So genau hatte er sich den Burschen nicht angeschaut, vielleicht wäre ihm die Haarfarbe noch eingefallen, das Tattoo auf dem Rücken und die unerwähnte Münze. Da hört es aber schon auf, wie gut das zumeist wenigstens einer von ihnen gerad mal mitbekommt das los ist. Über das Geld regt er sich nun nicht wieder auf, der Grund? Ganz einfach, den Blonden in die Finger zu bekommen, das ist ihm wichtiger, weit wichtiger. Genug vom Geld ist da, sie werden schon nicht plötzlich auf dem Trockenen wohl eher tränenfeuchten sitzen und auf ihren Geldseegen verzichten müssen. Wurde das überhaupt schon einmal betont? Also das Geld, es scheint als wäre all das Geld bisher nur so ganz nebenbei Geld zur Sprache gekommen. Er schweift schon wieder ab, zurück zum Wirt. Irgendwie steigern sie sich mit der Wahl ihrer Gesprächspartner nicht wirklich, einfache Händler, jetzt Schankwirte, mit wem werden sie sich am Ende noch abgeben müssen? Vielleicht mit einem Bettler von der Straße? Gut das hätte wieder Vorteile was das Geld betrifft, schließlich wäre so einer doch bestimmt auch mit wenig zufrieden, er hat ja eh kein Haus das unterhalten werden muss. Da sag noch mal einer sie wären unangenehm, an alles wird gedacht und alles wird bedacht.
„Die ist jetzt ja nicht so präzise“ beschwert der Wirt sich über die Beschreibung und grübelt, er tut zumindest so, eigentlich ist er ganz Augenscheinlich mit dem verhandeln noch nicht fertig. „versteht mich nicht falsch, irgendwas sagt mir das.. aber was? Ich braucht schon ne erinnerungsstütze“ .
Wirklich? Die älteste Masche der Welt, die will der Wirt nun durchziehen? Durchatmen, ganz einfach. Sie brauchen diese Informationen. Ein Griff in die Tasche genügt und er legt ein paar von den Münzen auf den Tisch, eigentlich hat Sid schon eine Summe zugesagt, auf dem Tisch liegt nicht einmal die Hälfte „Die Anzahlung, wenn dir was einfällt dann gibt es noch mehr“. Also ja sie lassen sich auf das Spielchen ein, er will spielen? Soll er nur, wenn die erst die Macht haben, dann wird er dafür büßen. Macht, noch so ein Wort, genau wie Geld. Wurde das wirklich schon genug betont und herausgehoben, Geld und Macht, Macht und Geld. Das ist alles, worum sich bei den beiden alles dreht. Das eine bekommt man schneller mit dem anderen, ein Teufelskreis der sich immer weiter hinaufzieht, bis all das niedere Gewürm vom eigenen Höhenflug aus nicht mehr zu erkennen ist.
Was sie während ihrer kleinen Unterhaltung nicht mitbekommen, ist das nur wenige Stühle weiter ein Mann sitzt, der immer mal wieder unauffällig zu ihnen hinüber schaut. Obs das Geld ist oder die Worte, irgendwas an ihnen erregt seine Aufmerksamkeit. Er bemüht sich sichtlich darum nicht bemerkt zu werden, noch klappt das bei Soel. Wie könnte er gerad auch auf jemand anderen achten, wenn ihnen doch niemals jemand gefährlich werden kann und es auch ganz sicher niemand wagen würde sich schonwieder in ihre Geschäfte einzumischen. Zweimal wäre wirklich zu viel für den eh schon schrecklichen Tag.
Die Münzen hat der Wirt inzwischen an sich genommen und eine der Schankmaiden zu sich gerufen „Der Blonde, mit dem Tattoo auf dem Rücken. Wer war das noch? “ So als Wirt kann man sich beim besten Willen auch nicht alles merken, da muss die Schankmaid ran und aushelfen. Dass man ihn kennt haben die beiden Aristokraten damit auch verstanden. Nur alles weitere, das interessante fehlt nicht. Wieder eine Stufe tiefer geht die Frage also nichtmehr an den Wirt sondern nur an die Schankmaid, wenigstens hält die jetzt nicht auch noch die Hand auf.
₪ Nicht präzise? Hat der sie noch alle? Natürlich ist es präzise. Wie viele Leute hier laufen bitte mit kurzem, blonden Haar, recht jung, einem Tattoo auf dem Rücken und auffälliger Kleidung rum? Gut, dass Sidka ein paar dieser Details nicht genannt hat, ist vielleicht auch schuld daran, aber wie gesagt, es ist total lächerlich, dass der andere die Beschreibung vage findet. Wie gesagt, wie viele von diesen kleinen, widerlichen Gestalten können denn rumlaufen? Blöd ist jetzt, dass der Halbdämon seine Ungeduld gerne dadurch zeigen würde, indem er mit den Fingern auf dem Tresen rumtippt. Nur, die ist bestimmt so versüfft, dass er diese in drei Leben nicht anfassen wollen würde. Daher ist es wieder ein unwilliges Schnauben, dass da von ihm kommt. Wie können sie nur so viel Pech haben und von einem schlechten Gespräch ins nächste rutschen, denn dies hier ist eindeutig eins. Dieser Tag ist gebraucht. Erst das Fiasko im Kontor - wobei man sie da jetzt irgendwie fast als Erfolg bezeichnen muss, immerhin ist da immer noch das Amulett an Sidkas Körper verborgen - dann diese fürchterliche Nummer auf dem Markt, jetzt hier. Man, man, man. Er beobachtet, wie Soel die Sache wieder in die Hand nimmt, die Münzen dahin legt. Da müsste man den anderen fast bewundern, dass dieser soviel Mut beweist. Eine hämische Stimme im Kopf des Rotschopfes bemerkt ganz von alleine 'Wahrscheinlich wird er nun an den Keimen verrecken.' Das wäre irgendwie schon ein wenig traurig, denn egal wie sehr sie sich anstacheln, gegenseitig auf die Palme bringen, auch mal verachten - der andere Halbdämon ist nunmal sein Bruder und durch das Halb sind eben menschliche Gefühle durchaus vorhanden. Wie bereits festgestellt hat Sidka leider - aus seiner Sicht - doch sehr viel menschliches abbekommen.
Widerwillig gleitet der Blick des Jüngeren in Richtung derjenigen, die angerufen wird. Noch lauter? Nicht, dass er sich darum kümmert, ihm ist schon klar, dass sie mal wieder nicht wirklich unauffällig sind, aber es ist eben wie auch der Bruder es wahrscheinlich sieht. Sie sind (Halb)dämonen, ihnen kann egal sein, wessen Aufmerksamkeit sie auf sich ziehen, am Ende werden sie als Sieger davongehen. Oder so. Aber davon geht der arrogante Kerl eben aus, er hat es gar nicht nötig sich zu verstecken. Es wäre ja auch alles viel zu einfach, wenn er smooth agieren würde. Unbesiegbar, ein schlauer, begabter Dämon, der auch noch weiß, wie er sich verhalten sollte. Nein, wirklich, das Leben enthält erst Würze, wenn man ein paar kleine Macken mitbringt. Der Blonde? Tattoo? Selbst auf die paar Meter kann man hören, dass diese kleine Schl...Schankfräulein genau weiß, wen sie suchen, genauso wie der Wirt es weiß. Der Name ist mir gerade entfallen. Ernsthaft? Sie wagt es sich in das Spiel einzumischen? Sidkawird ein ganz klein wenig rot. Wirkt auf seiner blassen Haut mehr wie rosa, aber er ist ganz eindeutig wütend. Ein Wunder, dass ob seiner so stark vorhandenen Magie kein Glas zerplatzt. Wie kann sich denn heute alles gegen sie verschworen haben. Sieht man ihn oft auf dem Markt? Mit aller Kühle, die er aufbringen kann, beantwortet er die Frage - sie wissen doch alle, dass die beiden es genau wissen, warum also dieses $@#%Spiel? "Ja. Genau der." Können sie dann jetzt also? Der Sagar würde jetzt wirklich gerne wissen, worum es sich bei dem gemeinen Anrempler handelt, damit auch er seiner Phantasie freien Lauf lassen kann. Immerhin hat der Wicht ihn angerempelt. So etwas edles hat der sonst nicht mal von Weitem gesehen, also würde er dafür auch bezahlen. Vielleicht mit einer kleinen Narbe oder mit einem neuen Bild für Sidka.Ein Tattoo an der Wand, der andere braucht es doch sicher nicht mehr? Der Arzt! Der Arzt? Nun ist der Rotschopf doch verwirrt, wieso ein Arzt? Dies passt so gar nicht ins Bild, welches er sich bereits gezeichnet hat. Nun aber nickt auch der Wirt. "Ja, wie heißt er gleich noch?" Jaja, dieses Spiel wieder. Diesmal greift wieder Sid in seine Manteltasche, legt weitere Taler auf den Tisch. "Den Rest gibt es bei einem Namen." Der würde ihnen aber auch nur bedingt weiterhlfen. "Sowie Ort." Nicht, dass sie am Ende genauso schlau sind wie zuvor. Taxierend schaut er den Barmenschen an - ob der es jetzt noch weiter treibt? Immerhin hat er hier sehr einfach verdientes Geld bekommen, die Summe sollte wohl ausreichen?! Er wird langsam ungeduldig. Macht! Geld ist Macht - Magie noch mehr. Er will mehr Magie. Feuer. Ja Feuer. Jetzt. Sofort. Achso? Da beobachtet sie jemand? Pure Ignoranz - die Gier ist sehr viel stärker als das Bestreben danach andere Knilche oder was auch immer zu beachten. Sind wir ehrlich, er würde unter keinen Umständen auf die anderen achten, dies ist weit unter seiner Würde. Also, was ist nun mit den Informationen? He?
₪ Schlechte Laune war noch immer gar kein Ausdruck für den Gemütszustand der jungen Dame. Nachdem man den Gefallenen einfach im Zimmer hatte stehen lassen, war man für die Nacht zurück zu Leto gekehrt. Eine halbherzige Ausrede hatte sie ihm aufgetischt, weshalb sie erst so spät der Nacht nach Hause gekommen war. Dennoch hatte er es hingenommen, auch wenn er sicherlich nicht dumm genug gewesen war ihr zu glauben was sie ihm erzählte. Ganz gleich, denn er schien tatsächlich wenig böse, da sie zurück gekommen war und nicht einfach geflüchtet. Aber wieso auch? Er konnte sich seiner Sache doch wirklich sicher sein. Sorgen musste er sich ganz gewiss nicht, dass ihm sein kleiner Augenstern entwischen würde. Schließlich war man nicht Närrin genug um zu glauben, dass er bluffte. Sie hatte schon die Ausmaße seiner Explosionswut mit einen Augen gesehen, man selbst wollte dessen kein Teil sein. Viel mehr schien man sich langsam aber sicher damit zu arrangieren, dass sie nicht wieder weg kommen würde. Gewiss, sie war nicht begeistert von seinen Plänen, doch er hatte ihr ja auch nicht verboten im vielleicht ein anderes Angebot zu machen. Eines, das auch er sich überlegen würde da war sie sich sicher. Gerade jetzt, wo der verdammte Augenblick in der Hölle erst eine Nacht zurück lag. Noch immer trug sie diese kränkliche Blässe auf der Haut, doch die Wangen waren leicht gerötet ob der Hin und Her Rennenrei an diesem Abend. Die Schenke war bis zum letzten Tisch gefüllt, und Ophelia hatte alle Hände voll zu tun gehabt. Zu gern war man also als Hilfe eingesprungen, schließlich konnte man den freien Tag auch noch irgendwann anders nutzen. Ablenkung tat gut, und so schien die Zeit zu rasen in welcher sich Faye um die Gäste kümmerte, hier und da einen Teller zu Essen aus der Küche holte, oder aber die gewünschten Getränke zum Tisch brachte. Bis hin zu jenem Moment, in welchem Ophelia mit recht lauten Organ nach der jungen Dämonin rief. Ein kurzer Blick von ihrem Bestellzettel hin zur obersten Kellnerin und ein nicken später hatte sich Faye auch schon vom Tisch aufgemacht, hin zur Anderen. "Tisch vier will drei Ale, ein Glas Drachenfeuer und zwei Teller vom Hauptgericht.." gab sie an die Andere weiter, reichte ihr das eben noch genutzte Zettelchen, ehe sie sich in die Richtung Mareks begab. Offen glitt der Blick der dunkelblauen Iriden hin zu den zwei rothaarigen Männern, welche anscheinend nicht vor hatten etwas bei Marek zu bestellen, sondern viel lieber eine ganze Hand von Informationen hatten haben wollen. Ophelia steckte sich schweigend die ergaunerten Taler ein, schob sie in das dralle Dekolletee, ehe sie Faye zuzwinkerte und sich weiter um die Gäste zu kümmern gedachte. Bitter lag der Geschmack des dämonischen Auf der Zunge Faye's, konnte sie ihn auch durch ein simples Schlucken nicht verscheuchen. Nicht menschlich.. Aber aber nicht wirklich dämonisch. Halbblüter? Sie war sich nicht sicher wie weit fortgeschritten der Zustand des Dämonischen war. Ganz gleich, sie würden ebenso wissen was Faye war, jetzt wo sie näher an Marek heran trat. Ihre Bluse war weit höher geschnitten, dafür ließ sie jedoch die Schultern unbedeckt. Das Korsett darunter schien teuer, ebenso wie der Rock, versteckt unter der schwarzen Schürze. Das Mädchen lebte jedenfalls nicht von diesem kleinen Gehalt so opulent, wie sie hier vor den beiden Männern stand. "Hilf' doch mal den beiden Männern weiter. Der Arzt, wie heißt der doch gleich?" Marek deutete auf die beiden Herren, ehe er ihnen zunickte und sich wieder an die Arbeit begab. Faye lupfte eine Augenbraue. Was sie wohl von dem Arzt wollten, dass sie so viel Gold springen ließen? "Und ihr seid?" Zunächst einmal Fremde - ganz klar. Ganz gleich wie viel Gold sie springen lassen würden, so schnell gab Faye keine Informationen preis. Zunächst einmal sollten sie sich vorstellen, und dann - dann konnte man über den Arzt sprechen. Schließlich hatte weder Marek sie aufgeklärt, noch Ophelia. Sie wusste also nur, dass es um den Arzt ging. Und der war weder blond, noch trug er ein Tattoo. Also fehlten da einige Informationen aus der Sicht des jungen Weibes.
₪ Ist das zu fassen, kann man das glauben? Wie gern würde er jetzt einfach nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, das diese Gestik allerdings nur allzu Menschlich wäre, ist der Grund, aus dem er ihr nicht nachkommt. Macht es diesen gewöhnlichen Menschen spaß ihnen Bröckchen hin zu werfen; sie sollten diesen spaß genießen, das wird der letzte sein den sie noch zu haben pflegen. Er wird ihnen das Leben ganz persönlich zur Hölle machen. Jetzt in diesem Moment reicht seine unglaubliche Macht soweit, dass er nicht mal merkt, dass dort ein anderer Halbdämon vor ihm steht. Er selbst würde sich damit herausredet das er zu dem Zeitpunkt einfach selbst so unglaublich aufgebracht ist, das diese nebensächliche Information an ihm vorbei geglitten ist. Wahrscheinlicher ist das seine Fähigkeiten auch in diesem Punkt stark begrenzt sind, etwas das er nie zugeben würde. So betrachtet er das Weib nun einfach, der Wirt hat den Arzt erwähnt, etwas das wie Sid schon festgestellt hat, schwer vorstellbar ist. Sie weiß etwas und sie sagt es nicht. Einmal von unten nach oben mustert er sie, versucht das auch gar nicht zu verstecken und bleibt erst am Gesicht wieder für länger hängen. Nett anzusehen, sie sind Liebhaber der schönen Dinge, Einfluss, Magie, Macht, Geld. Das haben wir alles schon ausführlich genug besprochen, wie sie zu schönen Frauen stehen ist bisher gänzlich zu kurz gekommen, bedauerlich doch holen wir das Thema einmal nach. Natürlich hat Soel Interesse an ihnen, am Kurzweil und am Vergnügen, nicht an diesen Dingern wie der Persönlichen Bindungen und der Emotionalen Abhängigkeit. Diese Frau scheint durchaus für etwas vergnügen und Kurzweil geeignet zu sein, aber für eine Unterhaltung zwischen Männern bei denen sie nicht einfach nur hübsch artig das macht was ihr gesagt wird, kennt man noch den Zonk? In seinem Kopf ertönt ein leises Geräusch, das mit Fantasy dem Geräusch gleicht das man beim Zonk hören konnte, wenn die falsche Tür geöffnet wurde. „Liebes“. Er besinnt sich gerad noch. Die Informationen zuerst und dafür bis durch die Hölle, oder eben einer getäuscht freundlichen Konversation. „nenn mich Soel Sagar“ er deutet mit der anderen Hand kurz zu seinem Bruder „Sidka Sagar“ so war das nicht genügend freundliches Vorgeplänkel? Das ist schon mehr Aufmerksamkeit und Freundlichkeit als sie den meisten anderen entgegen bringen und bevor man jetzt sagt, aber ein wenig Freundlichkeit tut doch nicht weh! Oh doch tut es, es frisst sich durch den Magen, es wird ihm fast schlecht davon. Sie hat ihre Information, jetzt wollen die Brüder auch ihre bekommen. Sie wird ja wohl nicht mehr verlangen, die Frage sollte er besser noch einmal stellen, bei Menschen weiß man nicht wie lang sie sich etwas merken können -schon ironisch das ausgerechnet er das über Andere sagt- „Wir suchen einen jungen Mann, blonde Haare, Tattoo auf dem Rücken wir wollen.. “ ihn am liebsten in kleine Stücke zerfetzen „Mit ihm einen Handel ausarbeiten.“ So das waren doch genügend Informationen. Wenn auch nicht ganz ehrlich, doch wie es eben zu einem verschlagenen Charakter passt, sind die Lügen nur schwer zu durch schauen, dabei aber lang nicht perfekt. Dabei ist es ja nicht ganz gelogen, sie wollen diesen Saboteur auf dem Weg schaffen um dann mit einem anderen Handeln zu können. Geht ja nicht das er rumläuft und ihre potentiellen Handlungspartner verschreckt!
Sidka Sagar ist höchstgradig genervt. So sehr, dass man dafür keine Worte mehr finden kann. Ultimativ ist vielleicht das richtige Wort. Waren sie nicht gerade schon einmal auf dem richtigen Weg? Hatten sie nicht schon fast die ersehnte Lösung des Rätsels? Es scheint, dass die Nuss schwer zu knacken ist - etwas, was der Sagar nicht gewohnt ist. Die Frustrationsschwelle ist nicht sehr hoch. Heute nicht und an keinem anderen Tag. Nun haben sie also die dritte potentielle Informationsquelle vor sich stehen, zugegebenermaßen eine weitaus hübschere als der Rest. Nur, dies nützt ja nun auch nichts, absolut gar nichts. Nur die Augen können sich ein wenig ausruhen. Nicht nur sie ist angenehmer zu betrachten, sondern sieht man nun auch den widerlich verdreckten Tresen nicht mehr. Weiter also im Text. Das Bier steht nach wie vor unberührt dort, wo der Wirt es hingestellt hat, dort kann es auch weiter versauern. Nun gilt die volle Aufmerksamkeit dem anderen Wesen. Ja Wesen. Kaum unmerklich verengen sich Sidkas Augen, schließlich kann nicht jeder so ein unbegabter Tölpel wie der Bruder sein. Halbdämon. Gut, so differenziert kann der andere es nun wiederum auch nicht bestimmen, aber er ist sich sicher, dass da ähnliches Blut in ihr fließt. Ein wenig weiten sich die Nasenflügel, er zieht die Luft ein. Kann man es riechen? Ach, ernsthaft, der Geruch wird von all den anderen Dingen in diesem Etablissement überschattet. Während er die Analyse des Weibes fortsetzt, ist es Soel, der sich vorstellt. Sagar. Er nennt sogar den Namen. Interessant. Noch interessanter, dass er nicht nach dem Namen des Weibes fragt. Warum nicht? Nicht, dass er diesen brauchen würde, wäre es wahrscheinlich das letzte Mal, dass er Faye sehen würde. Wäre ja noch schöner, wenn er jetzt auch noch Bekanntschaften schließt.
Für den Moment jedenfalls ist mal wieder vergessen, was er eigentlich möchte, denn ein kleines Triumphgefühl würde es schon geben, wenn er herausfinden könnte, was genau die andere ist. Macht Spaß und im Zweifel kann er sie noch ein wenig erniedrigen. Dass er das wahrscheinlich gar nicht könnte, kommt dem Kerl nicht in den Sinn. Warum auch? Arroganz ist doch die beste Wahl für das Leben, ist sie Waffe und Schild zugleich. Zumindest so sein Denken. Sidka und die Damen? Durchaus interessant, ja. Er ist dem nicht abgeneigt, als Dämon ist er vielem nicht abgeneigt, auch wenn der Mensch in ihm sich lieber an die natürlich vorgesehene Reihenfolge hält. Ein Kostverächter ist er nicht, er nimmt und nimmt und nimmt. Klingt das nicht nach einer hervorragenden Nacht, die einen da erwartet? Haben schon viele am nächsten Morgen bereut. Also. Viele. Er ist eben der Sohn eines reichen Mannes, da laufen genug kleine Mägde rum, die nicht Nein sagen können oder eben auch dürfen. Hier und da gibt es auch andere, aber noch nie etwas, was länger gehalten hat. Aber der junge Herr ist ja auch erst dreiundzwanzig. Er nimmt also - und das gerne. Wird jetzt aber auch niemanden überraschen, denn ansonsten stimmen die Charakterzüge doch überein. Kommen wir also zur speziellen Situation. Am liebsten würde Sidka Dämon zischen. Ein kleines Machtgerangel starten, aber dies wäre dann wohl auch zuviel Aufmerksamkeit für ihn. Ein wenig dezenter ist manchmal angebracht und - ah schon wird das Vorhaben über Bord geworfen - zu einem späteren Zeitpunkt könnte er immer noch herausfinden, wen er da vor sich hat. "Dein Name, Weib?" Auch, wenn der Bruder hier Diplomatie begonnen hat, so muss er sie ja nicht fortführen - außerdem ist Weib keine Beleidigung. Sie ist ja eines. Nur, weiß sie die ihren, dann will er auch, dass sie den eigenen nennt. Nicht das Namen auch nur irgendwas wert sind, sie sind wie Schall und Rauch, aber es wäre doch irgendwie...ein Nachteil. Eine Wissenslücke. Das geht in keinem Fall. "Was willst du für die Information?" Offensichtlich - und hier schließen wir den Kreis - ist der Kerl hochgradig genervt und möchte nichts lieber als endlich wieder abzuhauen. Ist ja aber gar nicht so einfach, denn die gewünschte Information scheinen die Mitarbeiter sich hier munter hin und her zu reichen, ohne dass sie die beiden Bürder erreicht. Was glauben diese Maden eigentlich, wer sie sind? Keine Trottel, die hier jedenfalls noch lange stehen. Naja und weil er es kann, lässt er das Licht leicht flackern. Er weiß, dass sie weiß und nun kann sie auch wissen, dass er weiß, denn bei seiner kleinen (lahmen) Show, blickt er das Weib an - das Gesicht durch ein raubtierhaftes Grinsen fast zu einer Maske verzerrt. Man könnte fast denken, dass er viel mehr drauf hat - stimmt aber gar nicht bis auf diese Telekinsesache, die ihnen aber hier wenig bringen wird. Sie wollen ja Informationen und da hilft pure Gewalt selten. Leider.
Aeon Faye konnte es dem Einen förmlich ansehen, wie der Grad der Genervtheit anstieg. Wie viel Marek und Ophelia wohl schon verlangt hatten um dann schlussendlich Faye hier her zu zitieren? So wie sie die Beiden kannte, waren es schon jetzt Unsummen. Doch keine Sorge, das dunkelhaarige Weibsbild war tatsächlich nicht darauf aus, die beiden Fremden weiterer Münzen zu erleichtern. Wieso auch? Sie hatte ein Dach über den Kopf, ein hübsches Zimmer dass sie sich selbst hatte einrichten dürfen - und einen Weggefährten an ihrer Seite, der dem explosiven Leben nicht abgeneigt war. Was konnte man sich mehr wünschen? Oh so einiges. Vielleicht einen gerupften und gegrillten Engel? D a s wäre einmal etwas, an dem sich Faye wirklich zu erfreuen wusste, und das ganz ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu empfinden. Sowieso, ein schlechtes Gewissen hatte sie dem Gefallenen gegenüber nicht. Nicht mehr. Er war es schlicht nicht wert, zumindest war man bei diesem Standpunkt angekommen. Erneut lupft sich eine der feinen Augenbrauen, als Soel wie er sich Sekunden später nur vorstellte, den Blick von ihrem Schuhen, über den Leib bis hin zu ihren Augen gleiten ließ. Oh er konnte sich gern ausmalen was er wollte, in bunten Farben und auch gewiss mit Glitzer, wenn er das denn wollte. Doch eben nur ausmalen, den passieren würde das definitiv nicht. Nicht jetzt und auch nicht in Hundert Jahren. Von Männern und ihren Spielchen hatte sie derzeit so die Nase voll, dass Soel gar nicht erst auf die Idee kommen sollte irgendwelche Andeutungen dergleichen machen zu müssen. Und genau das konnte er auch im Antlitz der jungen Dame erkennen. Denn sonderlich viel halten tat sie nicht davon, wie er sie ansah. "Soel und Sidka..." wiederholte sie die Namen mit einer Süße in der Stimme, man könnte meinen sie habe giftigen Honig inne. Zumindest schien Soel weniger angespannt und gereizt, fast schon diplomatisch versuchte er zu erklären war sie von dem Blonden wollten, den sie natürlich nur aufsuchen wollten um Handel zu treiben. Sidka indes schien weit weniger begeistert darüber, dass nun schon die dritte Person vor ihnen stand. Dein Name Weib... Passender konnte er sie nicht beleidigen, zumindest an diesem Abend. Es war nicht nett so herablassend von einer Person zu sprechen die vor ihm stand, und sich ganz sicher nicht durch sein Blut beeindrucken ließ. Madame war in den letzten Tagen und Abenden mehr als nur fleißig gewesen und hatte brav gelernt wie sie mit ihren Fähigkeiten umzugehen hatte. Sei es nun, dass sie sich in den Geist eines Menschen einnisten konnte und ihm Dinge ins Erinnerungsgedächtnis pflanzen konnte, die nie passiert waren - oder aber das Aussprechen von Wünschen, die relativ schnell auf eine relativ unbequeme Art und Weise wahr wurden. Wenn Sidka das testen wollte, nur zu. Doch hier an der Arbeit lag die Frustrationsgrenze weit höher, weshalb sie Sidka ein schmales, und dennoch so süßliches Lächeln schenke, dass man meinen konnte sie habe ihn schlicht weg überhört. Und genau das traf auch zu, denn der Blick glitt ab von ihm und hin zu Soel, der weit mehr Manieren zu besitzen schien. "Faye heiße ich. Ihr sucht Kjestel. Er ist der Assistent bei Dr. Adam Glynn." Kein Wort von einer Gegenleistung, kein Wort von einer Belohnung? Untypisch für eine Schankmaid nicht? Aber was wollte Faye, was ihnen die Männerbesorgen könnten? Nichts. Zumindest fiel ihr nichts ein, was sie in diesem Moment hätte haben wollen. "Meist werdet ihr ihn in der Praxis finden, sie ist nicht weit von hier." Doch ob zu dieser Stund' noch Jemand anwesend sein würde, wusste auch Faye nicht. Leicht neigte sich das Haupt, blickte sie Soel zuckersüß an, als das Licht langsam zu flackern begann. "Du bist ein Narr Sidka." Ein kleiner Narr, der tatsächlich glaubte sie mit solch einem Spiel ängstigen zu können. Und doch war sie neugierig auf die Beiden. "Ihr seid Brüder nicht? Was treibt euch nach Eranya?" Nicht, dass sie ihre Neugierde zu verbergen gedachte. Wieso auch? Sie waren Dämonen, zwar nur halben Blutes - doch das war Faye vollkommen gleich. Wer im Glashaus sitzt, sollte eben nicht mit Steinen werfen nicht? Auch wenn sie einen guten Teil der menschlichen Seite hatte einbüßen müssen, so würde sie sich nie als mehr bezeichnen wie ein Halbblut. Kurz glitt der Blick von Soel, hin zu Sidka und dann zum Bier. "Wollt ihr etwas anderes trinken?" Schließlich hatten sie die Krüge nicht angerührt, und damit ging Faye davon aus, dass ihnen Bier nicht mundete.
₪ Sieht er wirklich aus als würd er solche Blicke deuten können? Tatsächlich tut er das nicht, nicht gut. Hätte sie ganz angewidert das Gesicht verzogen, vermutlich wäre dann auch Soel darauf gekommen das sie, wie sie so vor ihm steht, kein Interesse hat. So tut er es nicht. Das ist für den weiteren gesprächsverlauf auch gar nicht unpraktisch, es wäre wirklich schade wenn weitere Informationen ihnen verwehrt bleiben weil Soel sich einmal wieder in seinem Stolz verletzt sieht, und das würde er! Denn mal ehrlich wie könnte man ihn als Frau auch ablehnen? Schon schlimm, wie schnell eine Frau bei den Männern ganz andere Themen auslöst, da erscheinen zwei schöne Brüste im Bild und schon muss ein innerer selbsthilfemonolog über die Frauen und ihn und beides in Kombination, durchdacht werden. Sidka spricht, ja sein Bruder ist genervt, Soel ja auch, doch wie war das noch gleich? Ah ja, er lässt sich schrecklich schnell ablenken. Na schaden kanns nicht, je ungehobelter Sidka sich benimmt, umso strahlender wird Soel erscheinen. Wieder das kleine Gut und Böse spiel in das sie manchmal zu verfallen pflegen. Heute, Soel als Protagonist und Sidka in der Rolle des Antagonisten. Beeilen sie sich um noch einen Platz in der ersten Reihe zu bekommen, sie sind rar, schnell vergriffen und sollten äußerst widerstandsfähig sein. Faye heißt sie? Oh super das interessiert ihn eigentlich so überhaupt nicht. Wer braucht schon Namen? Er bleibt bei dem Liebes, das hat auch einen einfachen und praktischen Grund, so verwechselt er keine Namen, nicht das ihm das unangenehm wäre, doch angenehme stunden konnten nach Namenseskapaden schnell in frustrierten Nächten enden. Also gar nicht erst anfangen mit sowas. „Ihr sucht Kjestel. Er ist der Assistent bei Dr. Adam Glynn“ sie haben einen Namen, sie haben wirklich einen Namen! Das Ganze hat ja auch wirklich lang genug gedauert. Wie lang sitzen sie hier schon und versuchen das ganze herauszufinden? Bestimmt stunden, mindestens aber Minuten und das reicht schon, ist schlimm genug. Sogar, dass es eine Praxis gibt hören sie! Eigentlich könnten sie jetzt sofort umdrehen um endlich nach diesem widerlichen Wurm zu suchen. Er ist auch wirklich kurz davor sich einfach umzudrehen und zu gehen, da fängt das Licht an zu flackern. Ach aber sein Nebel ist lächerlich? Der hat ganz bestimmt eine dramaturgisch größere Wirkung als ein kleiner Windhauch der die Kerzen zum Flackern bringt. Vermutlich ist beides auf der Bedrohlichkeitsscala ungefähr auf dem gleichen, niedrigen Level, aber da sieht ein Sagar eben nicht! Ein Narr, ja das ist er, das sind sie beide und doch wird sich keiner je als einer sehen. Zurück zu den wichtigen Dingen, die kurze Verzögerung war gut. Er hat sich wieder besonnen, den überhasteten Tatendrang etwas zurück gestellt und beschlossen das jetzt einmal etwa von ihnen durchdacht werden sollte. Also wirklich durchdacht, kein.. wir gehen da jetzt hin und holen es uns, ja sie sind eitel, arrogant, selbstgefällig. Doch selbst sie merken nach dem zweiten Versuch das hier vielleicht nicht alles so läuft, wie in der Heimatstadt in der jeder, wirklich jeder den Namen der Familie kennt. Außerdem ist es gut jemanden mit Informationen zu haben, der diese auch bereitwillig rauszugeben scheint. „So lautet also der Name“ das Geplänkel zwischen den beiden übergeht er einfach und da die Frage mit den Brüdern wohl eher rhetorisch war. „Nichts allzu interessantes, die Geschäfte, ein wenig Handel“ Wie meist sind deine Lügen eigentlich bloß Halbwahrheiten. Die sind später einfacher wieder aufzugreifen. Dass die Wahrheit nicht infrage kommt sollte aus zweierlei Gründen verständlich sein, zum einen ist er kein ehrlicher (Halb)Dämon –wobei er noch immer nicht mitbekommen hat das sie einer ist- zum anderen werden sie kaum ein so machtvolles Geheimnis preisgeben. Sein Mund wird für einen Moment abschätzig verzogen, etwas trinken, hier? „An meine Zunge lass ich nur das beste“ . Fehlt eigentlich nur der Nasale Unterton in deiner Stimme, den man bei ihm aber nicht hören wird. Die Zweideutigkeit ist dafür ganz bewusst gesetzt. „Doch wenn du etwas willst dann zahl ich“ . Großzügig sein, das geht tatsächlich, nur nicht ohne Hintergedanken. „Du könntest dich zu uns setzen und noch etwas von diesem.. Kjestel erzählen“ . Informationen, wissen ist Macht und so weiter. Wenn ihr noch eine Gegenleistung einfällt, dann kann sie es ja sagen. Wenn die Laune sich bessert ist das Ganze ein Glücksspiel ob dem noch zugesagt wird oder eben nicht.
₪ Faye also. Wie...naja gewöhnlich passt nicht. Dann eben einfach. Das klingt schon genau so, wie er sich das denkt. Gut, es fällt jetzt keine Beleidigung ein, schon gar keine, die besser ist als einfach, aber er sagt es ja auch nicht und sein Gesicht drückt Verachtung aus. Warum? Na darum! Es geht hier schließlich um vieles und augenscheinlich ist das Weib nur eine Bedienung in einer Schenke. Dämon hin oder her. Bisher lässt er sich vom äußeren Anschein schön trügen, aber das weiß er auch. Das Eis ist dünn, aber Sidka schwebt gerade drüber. Weil er es kann. Bam. Gut, kommen wir zurück zur Wirklichkeit. Das Weib und der eine Sagar verstehen sich, mit dem anderen Sagar eher nicht so. Gewollt oder nicht, sie spielen eines ihrer üblichen Spiele. Guter und böser Cop. Persönlich findet der Rotschopf, dass ihm die Rolle des Guten viel besser steht, wobei es auch nicht schlecht ist einmal der A.rsch zu sein. Zuweilen muss man eben ein bisschen Würze ins Leben bringen.
Apropos Würze. Kjestel. Ah, Kjestel du Wurm, erzittere, denn nun kennt der mächtige (Halb)dämon Sidka Sagar deinen Namen und wird dich finden, zermalmen und dann verstreuen. Oder so. Das zumindest die Wunschvorstellung des Kerls. Es wäre so schön, wenn man es wahr machen könnte. Gut, er ist kein Doktor, sondern der Assistent eines Doktors. Passt auch nicht ins Bild. Warum kriecht dieser kleine Wurm über den Markt und verhindert den Handel? Sollte ihn doch als Empfangsdame bei einem Arzt absolut nicht stören? Lügt die andere? Scharf blickt er Faye an, allerdings bekommt man durch bloßes Gucken eben auch keine Auskunft darüber. Wenn er doch nur Gedanken lesen könnte! Oder ein Empath wäre, dann würde er es wissen. Ein Arztgehilfe, nein, der Dämon bleibt dabei, da stimmt etwas nicht, aber dies heißt ja nicht gleich, dass die Kleine hier lügt. Kjestel bei Adam Glynne. Merken. Er muss es sich merken, nicht dass dies auch ein Opfer der kurzen Aufmerksamkeitsspanne wird. Das wäre wirklich schade, wobei all der Ereignisse geschuldet ist, dass Sidka diesen Tag im Gesamten wahrscheinlich nicht vergessen wird. Schade aber auch, weil eigentlich würde er dies zu gerne. Also, vergessen. Vergessen und endlich das Ritual wirken. Wobei, wenn sie das Ritual gewirkt haben, dann würde er all diese kleinen Maden wieder aufsuchen und sie unter seinem Fingernagel - vom kleinen Finger versteht sich - zerquetschen. So zumindest wieder die Theorie und die Gelüste des Kohlauges. "Wo genau?" Sie hat keinen Preis genannt und gerade dies würde ihr am Ende viel Gold einbri.... WAS? 'Du bist ein Narr, Sidka.' Wie bitte gleich was? Für einen Moment weiß er gar nicht, wie ihm geschieht aber dann ist da wieder das leichte Rosa auf den Wangen. Ist sie denn irre? Nun würden sie sich ein zweites Mal sehen, dies würde er nicht auf sich sitzen lassen. Wie gemein. So natürlich nicht die Gedanken von Sidka der weiß im ersten Moment gar nicht, was er darauf antworten soll. Vor allem, da der Bruder es auch noch so einfach übergeht. Er ist der Ältere, er sollte helfen. Halt. Nein. Er kann das selbst. "Ein mächtiger Narr, Weib." Gelogen. Aber das sieht man ihm nicht mal an der Nasenspitze an. Im Übrigen wollte er natürlich damit keine Angst einjagen - nur ein wenig...in Ordnung beeindrucken ist jetzt auch nicht das richtige Wort. Er wollte, dass sie weiß - was sie ja nun auch wirklich tut und alle anderen haben es für einen Luftstoss gehalten. Bei geschlossenem Fenster. Passiert, ernsthaft. Vielleicht entspricht die Schenke ja nicht den neuesten Bauvorschriften und es zieht? Egal wie, Sidka ist beleidigt, einfach weil sie es wagt ihn einen Narr zu schimpfen und die weiteren Informationen interessieren ihn nicht mehr. Ein Glück ist der Bruder dabei! Da er sich nie gesetzt hat - das wäre hier ja noch schöner, will er sich abwenden, gehen. Der Bruder würde ihm ja sicherlich folgen. Was? Die Zweite. Heute sehen sie live nicht nur Gut und Böse, sondern auch Sidka Sagar in der Rolle des Überraschten. Sie bleiben! Weil der andere sich unterhalten möchte, weil er seine Spitzen los werden möchte, weil... Moah! Heute ist echt ein gebrauchter Tag. Jetzt setzt sich schon der Pöbel zu ihnen beziehungsweise zu Soel, weil er wird weiterhin stehen bleiben. Doch, Sinneswandel. So kommen sie ja nicht weiter. "Ja Faye, setzt dich doch zu uns." Zuckersüß kann man es nicht gerade bezeichnen, eher herausfordernd. Er ist kein Narr. Vielleicht kann er es ja beweisen - Nein, ernsthaft jetzt. Ihm doch egal, was die Kleine von ihm denkt. Sie ist eine billige Schankmaid - vielleicht mit Kräften - aber er ist ein Aristokrat. Sie kann ihm nicht mal im entferntesten das Wasser reichen. So!
Aeon Faye würde sich ernsthaft kaputt lachen, wenn sie wüsste was im Kopf des Jüngeren der beiden Brüder vor sich ging. So ein hochnäsiger Kerl war ihr bisher noch nicht untergekommen, zumindest nicht hier in der Schenke. Tatsächlich passten die zwei Brüder keineswegs hier in die Schenke. Sie waren zu gut gekleidet für das einfache Volk, und ihre Art und Weise ließ darauf schließen, dass sie nicht nur mit dem goldenen Löffel im Munde geboren waren, sondern gleich in einem ganzen goldenen Kinderbettchen. Doch sollte sie es tatsächlich wagen die Beiden nach ihrem Äußeren zu beurteilen? Ganz klar - ja. Sie waren solch einen Ort wahrscheinlich gar nicht gewohnt, und die bloße Anwesenheit mochte dem einem vielleicht mehr zusetzten wie dem anderen. Hier hinein passten sie wirklich gar nicht. Acht geben sollten sie auf ihre gut gefüllten Geldbörsen. Männer wie sie waren ein leichtes Ziel. Sie kannten sich hier nicht aus, wussten nicht auf wen zu achten war und - Dämon hin oder her, die Diebe in Eranya waren verdammt gut und verdammt schnell. Da würden sie noch so mächtig sein können, dennoch half es ihnen nichts. Entspannt hebt Faye die rechte Hand, nicht etwa um eine wegwerfende Handbewegung zu machen und die beiden Brüder dieser Lokalität zu verjagen, nein viel lieber streicht sie sich die dunklen Strähnen aus dem Gesicht. Handel also.. Sie blieben tatsächlich bei dieser Ausrede Nun gut. Faye konnte es vollkommen egal sein, was die beiden Brüder mit dem Arztgehilfen vorhatten. Es war nicht ihr Bier, und die beiden Männer hatten ihre Informationen. Warum auch sollte sie da nicht ein wenig abschweifen und das Thema wechseln? Zum Beispiel auf die Beiden selbst, den einen einfach mal ganz beiläufig als Narr bezeichnend. Nein, daraus würde sicherlich keine Freundschaft entstehen, doch von falschen Freunden hatte Faye sowieso die Nase gestrichen voll. Da hielt sich Madame doch viel lieber an den Anderen der Brüder, Soel.Dieser schien zumindest ein wenig gesprächiger, und wer schon konnte wissen was sie noch so interessantes über die Brüder Sagar erfuhr? Ein zartes Lächeln unschuldig und boshaft zugleich, schlich sich auf die Lippen der jungen Schankmaid, als Sikda sich mehr als empört aufzuplustern gedachte. "Das rosa steht dir..." wird schlicht geantwortet. Ein mächtiger Narr.. Natürlich. Und das versuchte er ihr mit einer flackernden Kerze beizubringen. Oh sie war tatsächlich neugierig was er noch so im Repertoire hatte. Vielleicht konnte er eine Kerze auch ganz auspusten, und das nur mit der Luft seiner Lungen? D a s wäre doch mal was! Nein - definitiv, sie würde keine Freunde werden. Und doch, man schluckte die Lüge mit dem Handel erst einmal hinunter, würde sie später vielleicht noch einmal darauf zurück kommen. Jetzt erst mal wendete sie den Männern den entzückenden Rücken zu, um sich hinter die Theke zu begeben. "Ich trinke nur, Soel wenn ihr mit mir trinkt - alle beide." Wenn er schon zahlen wollte, dann richtig und dann... "Dann fällt mir vielleicht auch noch etwas zu Kjestel ein." Aber auch nur dann. Sonst würde sie sich wieder ihrer Arbeit zuwenden und Ophelia unterstützen. Ganz wie es den beiden Brüdern lieb war. Sidka wollte so oder so nicht bleiben, doch wenn Soel nun hier blieb, musste er auch bleiben nicht? Das hieß nicht nur ihre Titulierung an ihn, dass er ein Narr sei, würde ihn weiter ärgern, sondern auch der Umstand dass sie noch nicht gehen würden. Und das nur, weil sein Bruder tatsächlich glaubte mit ihr flirten zu können. Zumindest wirkte es ganz so, als versuchte er das und ja - es fehlte tatsächlich nur ein nasaler Unterton und Faye hätte schallend zu lachen begonnen. So aber schwieg das junge Weibsbild, hatte einen gewissen Sicherheitsabstand in Form des Tresens zwischen sich und die Brüder gebracht und wartete nur darauf, dass Soel auf das Angebot einging und mit ihr trinken würde. Sidka natürlich auch - aber der musste ja gerade überlegen, wie er das Bild des Narren von sich waschen konnte. Schwer, nicht?
₪ Es ist wirklich ungeheuerlich, wie kann Soel das Geplänkel nur einfach übergehen? Er hätte natürlich auch so handeln können wie Sidka selbst in ähnlichen Situationen. Dann hätte er einfach nur laut schallend über das Narr lachen brauchen. Wäre dem Bruder das also wirklich lieber gewesen? Im Nachhinein hätte er das machen sollen, als vor nicht allzu langer Zeit sein Zauber einfach abgeprallt ist und ihn beinahe verschmort hätte, da hat nicht viel gefehlt und Sidka hätte sich auf dem Boden gewunden vor Lachen.
Ja er hat sich dafür schon revanchiert, er hat dem Bruder die schlimmste Schiffsfahrt überhaupt beschert. Zwar weiß er nicht das Soel daran schuld ist, doch wie man merkt werden die Brüder ohnehin immer etwas finden um sich das Leben gegenseitig schwer zu machen. Dies ist wahrscheinlich eine der wenigen, wirklich normalen, Eigenschaften an den beiden. Schlussendlich kann Sidka sich ja auch selbst verteidigen, merkt man ja. Doch weiter im Text.
Sie sollen hier etwas trinken? Bei ihm ist nicht dieser Sauberkeitsfanatismus der ihn davon abhält, sondern die Tatsache, dass die Getränke die hier verkauft werden seine Zunge sicher aufs schärfste beleidigen werden. Anders kann er sich das gar nicht vorstellen. Er lässt den Blick einmal über die Wesen im Schankraum schweifen, schaut den Bruder kurz an –da musst du jetzt durch- sagt der Blick, er muss es ja auch. Wenn sie dadurch mehr erfahren und so am Ende an die Pflanze kommen, dann ist es das Ganze mit Gewissheit auch wert. Vielleicht gibt es ja in irgendeinem Fach, unter einer Kiste, in einem Lager, etwas das ihnen Munden konnte und für ganz spezielle Gäste, wie sie es eben sind, aufbewahrt wurde. Mit so etwas musste ein Wirt doch rechnen oder? Überhaupt sollte jeder steht’s darauf vorbereitet sein das bewundernswerte Persönlichkeiten -wie sie- zugegen sind. Ein weiterer Tipp für den Wirt wäre es auch seine Mittarbeiter etwas besser zu schulen, was nun den Umgang mit ihnen angeht. Sicher er fand es gerad doch amüsierend, doch er war jetzt ja auch nicht das Ziel von Hohn und Spott. Der mächtige Narr soll sich jetzt dazu setzen, die Kleidung kann er später noch verbrennen, wenn ihm danach sein sollte –was es ganz gewiss auch sein wird-. „Gut“ . So da ist die Zustimmung. Seine Zunge wird ihm irgendwann verzeihen. „Das Beste das ihr da habt“ egal wie teuer, Hauptsache trinkbar für die beiden. Es ist zwar empörend von dem Weib, das diese sie vor eine Wahl stellt, doch ist seine Toleranzgrenze beim andern Geschlecht eben minimal höher, dazu ist es bisher das angenehmste Ultimatum und gleichzeitig das vielversprechendste. Vermutlich ist der Blick des Bruders gerad etwas anders auf die ganze Sache gerichtet, doch immerhin hat er da Amulett bei sich, gehenlassen würde Soel ihn also nicht einfach und sollte Sidka versuchen das ganze anders zu sabotieren und ihnen die kostbaren Informationen so abspenstig machen, dann würde alles, wirklich alles was noch schief geht, ganz allein auf dessen Kappe gehen. Ob es dann stimmt oder nicht ist egal, Sidka müsste sich das bis zum Ende ihres Lebens anhören und das Leben dauert bei (Halb)Dämonen meist etwas länger.
Da dieser Teil bisher so gut geklärt ist, kommen wir zum eigentlichen, zum wichtigen. „Was kannst du uns noch über ihn sagen?“ ob er mächtig ist, ob er allein in der Praxis ist, schwächen, stärken. Alles kann wichtig sein. Eine weitere Frage tut sich auch noch auf, vielleicht eine der wichtigsten, denn diese entscheidet darüber wie präzise die Informationen sind, die sie hier bekommen können. „Und was hast du mit ihm zu schaffen?“ Irgendwoher scheint sie ihn ja zu kennen, vielleicht nur als Gast hier in dem Schankraum, – dieser Ort würde zu dem Wicht auch ganz sicher besser passen als zu ihnen- vielleicht auch als vertraute? Vielleicht auch genau das Gegenteil.
Sidka Sagar kann noch viel mehr, wenn wir hier gerade von Magie reden. Er kann zum Beispiel Dinge größer werden lassen - nur durch Gedanken. Gut, lassen wir diese primitive Art von Gedanken, wenden wir uns lieber wieder den anderen Dingen zu. Denen, die hier geschehen und - Ja! - es ist verdammt schwer von dem Image als Narr wieder runter zu kommen. Insofern es einen stört. Wenn man dagegen vollkommen von sich selbst überzeugt ist und eher denkt, dass die andere so beeindruckt ist von einem, dass sie sich nicht anders zu helfen weiß, als ihn zu beleidigen - dann ist das natürlich gar nicht schwer. Genau das glaubt Sidka in seiner grenzenlosen Ignoranz natürlich. Es schützt ihn letzten Endes natürlich auch selbst, denn von einem anderen wirklich als Narr bezeichnet zu werden und auch noch zu wissen, dass es wahr ist, würde doch arg am Selbstbewusstsein kratzen. Im Übrigen würde der Rotschopf natürlich die Kerzen auspusten können. Vielleicht. Also eine nach der anderen - nicht, dass es hier zu Missverständnissen kommt.
Ob Faye das Sprichtwort kennt 'Was sich neckt, das liebt sich'? Bestimmt sogar, auch wenn hier niemand so schnell von Liebe sprechen möchte, vor allem der Sagar nicht. Wäre ja noch schöner, aber ihre Bemühungen ihn zu treffen, die sind nicht gerade wirklich gut. Auf die kleine Bemerkung mit der Farbe Rosa, da hat er nur ein müdes Lächeln übrig. Sidka ist nun vollkommen im Ignoranzmodus. "Die Frage ist doch, was steht mir nicht." Wobei dies natürlich keine Frage ist. Nur eine rhetorische. Hoffentlich denkt das Weib jetzt nicht, dass sie darauf antworten muss, ansonsten würde er wahrscheinlich wieder Antworten bekommen, die ihm nicht gefallen und mehr geistigen Raffinesse erfordern als bisher. Dazu hat der Aristokrat aber gar keine Lust. Ehrlich nicht. Weil, am Liebsten würde er ja - wie bereits erwähnt - gehen. Weg aus diesem Loch, weg von diesen Menschen, nach Hause - oder eben in eine geeignete Unterkunft, um ein entspanntes Bad zu nehmen, eine der Mägde zu beobachten und sich am Ende nicht nur den Rücken schrubben zu lassen. Aber davon scheint er ja noch Meilen entfernt zu sein, denn nicht nur das Handeln - wie Soel sich also niederlässt - sondern auch der Blick sagt alles. Na toll. Also bleiben sie - auch wenn Sidka den Bruder natürlich mit Leichtigkeit heraus locken könnte. Er hat das Amulett - ätschebätsch. Nur, sie sind ja Brüder, sie können sich ja nicht immer gegenseitig ein Bein stellen. Wobei, heißt ja nicht, dass er es nicht noch macht, nun da sie bleiben. Er tritt ein Stück näher an den Tresen heran, sitzen ist immer noch nicht im Bereich des Denkbaren. An der Bar kann man schließlich auch Stehen, so muss er seine Kleidung vielleicht später nicht verbrennen. Wäre ja noch schöner und dieser kleine Ausflug hier würde sich kostenmäßig langsam nicht mehr rentieren, denn dass der Sagar natürlich nur das Beste vom Besten trägt, ist klar. "Soel, ein wenig mehr Benehmen. Überfall sie doch nicht so." Etwas gemeinsam trinken und dann nur über den unverschämten Handelsverhinderer reden? Nein, dies ist ja nun auch wieder stillos. Kommen wir aber erst mal zum Trinken. Der Wein hier ist sicherlich nicht empfehlenswert, ein Bier nun wieder nicht für seinen Gaumen. Brannt? So provinziell. Also, was dann? Naja, klar, am Liebsten eben nichts. "Was immer du empfehlst, Faye." Gut Wetter machen, wenn sie hier noch ein wenig Zeit verbringen. "Wie kommt es, dass du hier arbeitest?" Wir haben ja schon festgestellt, dass das Weib zwar nur eine einfache Schankmaid ist, aber da sie eben besondere Kräfte hat, passt sie hier noch nicht wirklich hin. Da kann man doch in die Richtung nachforschen, auch wenn Sidka es am Ende wahrscheinlich wieder vergessen wird. Wäre ja noch schöner, wenn diese flüchtige Begegnung hier sein Leben ebenso beeinflusst wie die andere noch flüchtigere Begegnung an diesem Tag. Im Übrigen, auch wenn er natürlich kein Narr ist und es ihn auch gar nicht interessiert, so kann man schon konstatieren, dass der Halbdämon nun ebenfalls versucht seine Manieren zu zeigen. Die - ohne Frage - natürlich viel zu toll sind für diesen Laden hier, die das Weib unter keinen Umständen zu schätzen weiß und die im Gesamten an alle hier verschwendet sind. Aber, man sollte sich ja nicht nach Unten, sondern nach Oben orientieren. Vielleicht können alle, die hier anwesend sind, noch etwas von ihm lernen - dann hätte es zumindest einen guten Grund, warum sie dies hier besucht haben und allen - außer ihm - würde es am Ende besser gehen.
Kilian
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Re: Geschriebene RPs

Beitragvon Kilian » 4. Apr 2016, 18:10

[15:32] Sidka Sagar kann noch viel mehr, wenn wir hier gerade von Magie reden. Er kann zum Beispiel Dinge größer werden lassen - nur durch Gedanken. Gut, lassen wir diese primitive Art von Gedanken, wenden wir uns lieber wieder den anderen Dingen zu. Denen, die hier geschehen und - Ja! - es ist verdammt schwer von dem Image als Narr wieder runter zu kommen. Insofern es einen stört. Wenn man dagegen vollkommen von sich selbst überzeugt ist und eher denkt, dass die andere so beeindruckt ist von einem, dass sie sich nicht anders zu helfen weiß, als ihn zu beleidigen - dann ist das natürlich gar nicht schwer. Genau das glaubt Sidka in seiner grenzenlosen Ignoranz natürlich. Es schützt ihn letzten Endes natürlich auch selbst, denn von einem anderen wirklich als Narr bezeichnet zu werden und auch noch zu wissen, dass es wahr ist, würde doch arg am Selbstbewusstsein kratzen. Im Übrigen würde der Rotschopf natürlich die Kerzen auspusten können. Vielleicht. Also eine nach der anderen - nicht, dass es hier zu Missverständnissen kommt.
Ob Faye das Sprichtwort kennt 'Was sich neckt, das liebt sich'? Bestimmt sogar, auch wenn hier niemand so schnell von Liebe sprechen möchte, vor allem der Sagar nicht. Wäre ja noch schöner, aber ihre Bemühungen ihn zu treffen, die sind nicht gerade wirklich gut. Auf die kleine Bemerkung mit der Farbe Rosa, da hat er nur ein müdes Lächeln übrig. Sidka ist nun vollkommen im Ignoranzmodus. "Die Frage ist doch, was steht mir nicht." Wobei dies natürlich keine Frage ist. Nur eine rhetorische. Hoffentlich denkt das Weib jetzt nicht, dass sie darauf antworten muss, ansonsten würde er wahrscheinlich wieder Antworten bekommen, die ihm nicht gefallen und mehr geistigen Raffinesse erfordern als bisher. Dazu hat der Aristokrat aber gar keine Lust. Ehrlich nicht. Weil, am Liebsten würde er ja - wie bereits erwähnt - gehen. Weg aus diesem Loch, weg von diesen Menschen, nach Hause - oder eben in eine geeignete Unterkunft, um ein entspanntes Bad zu nehmen, eine der Mägde zu beobachten und sich am Ende nicht nur den Rücken schrubben zu lassen. Aber davon scheint er ja noch Meilen entfernt zu sein, denn nicht nur das Handeln - wie Soel sich also niederlässt - sondern auch der Blick sagt alles. Na toll. Also bleiben sie - auch wenn Sidka den Bruder natürlich mit Leichtigkeit heraus locken könnte. Er hat das Amulett - ätschebätsch. Nur, sie sind ja Brüder, sie können sich ja nicht immer gegenseitig ein Bein stellen. Wobei, heißt ja nicht, dass er es nicht noch macht, nun da sie bleiben. Er tritt ein Stück näher an den Tresen heran, sitzen ist immer noch nicht im Bereich des Denkbaren. An der Bar kann man schließlich auch Stehen, so muss er seine Kleidung vielleicht später nicht verbrennen. Wäre ja noch schöner und dieser kleine Ausflug hier würde sich kostenmäßig langsam nicht mehr rentieren, denn dass der Sagar natürlich nur das Beste vom Besten trägt, ist klar. "Soel, ein wenig mehr Benehmen. Überfall sie doch nicht so." Etwas gemeinsam trinken und dann nur über den unverschämten Handelsverhinderer reden? Nein, dies ist ja nun auch wieder stillos. Kommen wir aber erst mal zum Trinken. Der Wein hier ist sicherlich nicht empfehlenswert, ein Bier nun wieder nicht für seinen Gaumen. Brannt? So provinziell. Also, was dann? Naja, klar, am Liebsten eben nichts. "Was immer du empfehlst, Faye." Gut Wetter machen, wenn sie hier noch ein wenig Zeit verbringen. "Wie kommt es, dass du hier arbeitest?" Wir haben ja schon festgestellt, dass das Weib zwar nur eine einfache Schankmaid ist, aber da sie eben besondere Kräfte hat, passt sie hier noch nicht wirklich hin. Da kann man doch in die Richtung nachforschen, auch wenn Sidka es am Ende wahrscheinlich wieder vergessen wird. Wäre ja noch schöner, wenn diese flüchtige Begegnung hier sein Leben ebenso beeinflusst wie die andere noch flüchtigere Begegnung an diesem Tag. Im Übrigen, auch wenn er natürlich kein Narr ist und es ihn auch gar nicht interessiert, so kann man schon konstatieren, dass der Halbdämon nun ebenfalls versucht seine Manieren zu zeigen. Die - ohne Frage - natürlich viel zu toll sind für diesen Laden hier, die das Weib unter keinen Umständen zu schätzen weiß und die im Gesamten an alle hier verschwendet sind. Aber, man sollte sich ja nicht nach Unten, sondern nach Oben orientieren. Vielleicht können alle, die hier anwesend sind, noch etwas von ihm lernen - dann hätte es zumindest einen guten Grund, warum sie dies hier besucht haben und allen - außer ihm - würde es am Ende besser gehen.
[21:30] Aeon Faye neigte leicht das Haupt zur Seite, nachdem sie den beiden Brüdern das Angebot gemacht hatte, hier zu bleiben. Natürlich nur um einen Schluck zu trinken und nicht um eine Ewigkeit an einem Ort zu verbringen, der ihnen nicht gefiel. Nein natürlich nicht. Und genau deswegen trat ein zartes, wenn auch siegessicheres Lächeln auf die feinen Lippen, als Soel in den Vorschlag einwilligte und somit seinem Bruder anscheinend einen Strich durch die Rechnung machte. Sowieso schien dieser weit mehr auf einen kleinen Zwist aus, wie es dem jungen Weibe erschien. Er wirkte schnell reizbar und bei weitem nicht so entspannt wie sein Bruder. Weshalb konnte sie ja nicht wissen, und auch nicht wieso sie diese Informationen so dringend brauchten. Doch wenn sie ehrlich sein sollte, war es ihr auch vollkommen egal. Sie musste nicht wissen was in den Köpfen der beiden Männer vor sich ging. Faye sah eine kleine Chance sich einen Moment ablenken zu können, einen Moment in dem ihr ihre Probleme und Schwierigkeiten vollkommen egal sein durften und sie sich einfach unterhielt, etwas trank und nebenher sogar Geld verdiente. Wie konnte es einfacher sein einen Abend zu verbringen? Und nun hatte Soel zugesagt etwas zu trinken, aus dieser Nummer würde er nicht wieder heraus kommen. Das Beste was ihr da habt. Eine Aussage, die sie auf jeden Fall aufgenommen hatte, doch im Sinn hatte sie etwas ganz anderes. So wurde der Weg hinter den Tresen angetreten, ging sie herum um das Ende jenes um sich gegenüber der Brüder zu platzieren, nun das Stück Möbel zwischen sich wissend. Noch immer hatte sie keinen weiteren Ton von sich gegeben, nicht auf den Wunsch des besten Getränks, nicht als Soel sie begann erneut auszufragen über Kjestel. Was sie mit ihm zu schaffen hatte war ziemlich einfach zu beantworten. Rein gar nichts. Sie hatte ihn noch nie kennen gelernt, nur von ihm gehört. So wie es nun einmal öfter war, und vor allem üblich wenn man in der Schenke arbeitete. Augen und Ohren sollte man Überall haben, schließlich konnte es einem nützlich sein. Kurz beugte sich die junge Schankmaid unter den Tresen, doch Soel würde nur einen hübschen Rücken erblicken können, keine nette Rückansicht. Viele Schnüre waren um die Taille gebunden, hielten das Unterbrustkorsett an Ort und Stelle, quetschten den sowieso dünnen Leib nur noch weiter zusammen. Unter dem Tresen fischte sie eine gläserne Flasche mit rotem Inhalt hervor, welche sie mit einem dumpfen Poltern auf dem Tresen abstellte. Kein Wein und kein Bier würde sie den Männern hier kredenzen, sondern einen Schnaps. Einen wirklich, wirklich guten. Drei Gläser wurden vom Regel hinter ihr heraus gefischt, auf dem Holz abgestellt und die Flasche geöffnet. Der Blick glitt jedoch für einen Moment von dem Rot des Schnapses, hinauf zum Antlitz des Mannes, der sie eben noch geärgert hatte. "Wieso nicht?" gab sie zur Antwort. Ja, wieso sollte sie hier nicht arbeiten? "Ohne eine Arbeit hätte ich mir kein Unterkunft leisten können, als ich hier angekommen bin." Nicht Jeder war mit einem goldenen Löffel im Mund geboren worden, stattdessen sogar hatte Faye nie mehr besessen als ihre Kleider am Leib. Das wenige Gold was sie mittlerweile besaß war mehr, als sie sich je zu träumen gewagt hatte. Und jetzt, wo sie bei dem wahnsinnigen Albino lebte, musste sie nicht einmal mehr für ihre Unterkunft zahlen. Stattdessen durfte sie das Geld für sich selbst ausgeben, Kleider kaufen wenn das der Albino nicht erledigte. "Ich habe Spaß an der Arbeit." fügte sie dann noch hinzu, ehe sie die drei kurzen Gläschen mit dem Schnaps füllte. Beinahe randvoll. Das würde einen Spaß geben. Die Herren sahen nicht danach aus, dass sie des öfteren einen Drachenschnaps vorgesetzt bekamen. Ein schwerer Schnaps, recht süß und wirklich stark. Nichts, was sie einfach so heraus gab ohne Hintergedanke. Sie wollte es den Männern heimzahlen, vor allem Sidka, dass er so frech gewesen war. "Prost die Herren.." gab sie von sich, nachdem sie die Gläser verteilt hatte, eine vor Sidka und eines vor Soel abstellend. Sie selbst behielt ihr eigenes vor ihrem Leibe um es sogleich anzuheben und es an die weichen Lippen zu setzen. Ohne zu zögern kippte sie sich den Schnaps in den Rachen, schüttelte sie es jedoch sogleich ob der Härte dieses Zeuges. Doch das würden die Männer eben als weibliche Art und Weise abtun, sich sicherlich nicht wirklich drum kümmern. Langsam setzte sie das Glas wieder ab, stellte es zurück auf seinen Platz ehe sich die Augen wieder öffneten. Achja, da war ja noch eine Frage offen. "Ich kenne ihn nicht, hab nie was zu Schaffen gehabt mit ihm. Ich weiß, dass er die rechte Hand des Arztes hier in Eranya ist. Er ist nicht von hier, woher weiß ich nicht." Viel mehr wusste sie nicht, aber das musste sie den Herren ja nicht auf die Nase binden. Stattdessen machte sie sich lieber daran die Gläser erneut aufzufüllen um sie den Herren erneut vorzustellen. Wer würde denn jetzt schon schlapp machen hm?
[06:50] Soel Sagar kann die Skepsis nur schwer aus seinem Blick heraus halten, während der Bruder seinem Benehmen eine 180° Drehung gibt. Angefangen bei der Behauptung das ihm auch rosa ganz ausgezeichnet stehen würde. Sie sind (Halb)Dämonen, ihnen mag vieles stehen; schwarz, grau, dunkel grau, dunkelrot, dunkelgrün, braun. Solcherlei Farben eben, aber rosa? Sie haben rote Haare! Rosa und rot, das ist jetzt wirklich eine Kombination die man bei niemandem sehen will, außer vielleicht bei einer Meerjungfrau ohne Stimme, das ist aber wieder eine ganz andere Geschichte. Bevor er das jetzt aber ausspricht und so den Bruder verärgert, lässt er es. Genügt wenn von einer Seite die Sprüche kommen, jetzt gerad sollte man doch etwas Einigkeit nach außen tragen. Einer seiner Gedanken, Sid scheint das ganze momentan etwas anders zu sehen. Warum soll Soel sie nicht überfallen? an mehr als den Informationen ist er nicht interessiert. Wenn er auch anderes vorgeben mag und manches nicht ausschlagen würde, wenn es ihm eben zufällt. Andererseits, momentan wäre selbst das vermutlich ablenkend und lästig, den wir wollen bei all dem netten Geplänkel nicht vergessen um was es hier geht, sie wollen die Pflanze, nicht irgendeine. Eine scheinbare Rarität, auf die haben sie es abgesehen. Wäre dieser Wurm nicht dazwischen gekommen, sie hätten die Pflanze schon. In den Gedanken ist schon mehr als ein Messer auf das Gesicht geworfen worden und hat mitten zwischen die Augen getroffen. Warum Messer? oh die sind einfach so ein schönes Klischee. Aber, aber Bruder, ich Überfall sie doch nicht" und wenn ich es täte, dann würd es ihr Gefallen. Etwas von dem er tatsächlich überzeugt ist, wie von den meisten dingen.
Apropos gefallen, Gefallen tut ihm auch der Blick der sich ihm als nächstes bietet. Schön, sie hat kein Oberteil, welches den Rücken entblößt -und dabei würde er es an ihr wirklich lieber sehen- doch es ist besser als jeder andere Anblick hier in der Schenke und in der Not frisst der (Halb)Dämonen eben auch, nein fliegen nicht, soweit würde er dann doch nie sinken. Wohin er da schaut versucht er gar nicht zu verstecken. Das Weib sollte sich davon schließlich geschmeichelt fühlen. Welches ehrlichere Kompliment könnte man schon machen, als der anerkennende Blick auf den Körper? Wo man von ihm doch sonst nichts derartiges erwarten sollte.
Sie fängt wieder an zu reden, endlich -übrigens ein Gedanke der ihm bei Frauen wirklich selten kommt-, und erzählt doch nichts Interessantes. Was interessiert den Bruder schon wo sie den Arbeitet und warum glaubt sie das es einen von ihnen wirklich kümmert? was sie ist hat Soel noch nicht durchschaut. Hätte sie es nicht als höfliche Frage abtun können, ignorieren und dann mit den wesentlichen Punkten weit... Was ist das? eine Reaktion, gänzlich auf den Schnaps bezogen der vor ihnen auf dem Tresen steht. Die Augenbraue schnellt nach oben und seine Augen springen kurz zwischen ihr und den Gläsern hin und her. "Das ist kein Wein" Soel du Blitzmerker. Ein Wein, ganz gemächlich, das war sein Plan. Es würde ihren -überaus scharfen- Verstand nicht beeinträchtigen. Wenn sie ihn aber nicht tranken, verspielen sie vielleicht die Option auf weitere Informationen und jeder weiß doch, Alkohol lockert die Zunge. Gerad bei Frauen. Viel Wahl bleibt da also wieder nicht und einer wird wohl kaum schaden. Oh wie sie das alle zu spüren bekommen werden, wenn ihr Plan erst einmal gelungen ist. Zum Wohl Spielt er die Scharade weiter und bleibt dabei durchgehend freundlich, nimmt das Gläschen nach ihr zu Hand und Kippt es hinunter. Was zum T e u f e l war das für ein widerliches Zeug. Nein Natürlich hat er sich bei ihrem Schütteln nichts gedacht und er würde sich lieber die Zunge abbeißen als ähnlich Weibisch zu reagieren macht er auch fast. Das verziehe seines Gesichtes sagt aber mit Sicherheit auch schon einiges. So ein w i d e r l i c h süßes Zeug. Nein! Das war definitiv nicht nach seinem Geschmack.
Es hat sein gutes, sie fängt wieder an zu reden und erzählt. Nichts wirklich spannendes, doch immerhin genug. Sie hat nicht all Zuviel mit dem Kerl zutun, an ihrer Aussage zweifelt er nicht eine Sekunde. Wer würde es auch wagen ihn zu belügen? "Dann werden wir den Arzt auch antreffen, in der Praxis?" Noch schlagen Zucker und Alkohol nicht an, die Gedanken sind Klar, die Frage daher auch begründet. Das woher er kommt, lohnt sich nicht weiter zu beleuchten, das sie ihn nicht kennt ist leider nicht nur positiv, sie hätte sonst mehr sagen können. Das alles ist für einen kurzen Moment vergessen als sie die nächsten Gläschen mit Alkohol füllt. Widerlich "Hast du noch Informationen die uns interessieren könnten? auf welche Art sie es abgesehen haben, dürfte Fay erkannt haben. Wenn du noch etwas hast, dann trinken wir den nächsten." Keine Informationen, kein Spaß mit betrunkenen Sagar Brüdern, ganz einfach.
[19:59] ₪ Dieser Tag ist in keiner Art und Weise mehr zu übertreffen. Nicht auf eine schöne Weise, wie sich wohl jeder jetzt denken kann. Es ist einfach unglaublich! Also, alles. Nicht nur Kjestel, der ihn anrempelt, sondern nun auch noch dieses Benehmen hier. Da ist weder das Vorbeugen ohne adäquate Bekleidung (oder eben nicht Bekleidung) gemeint, noch die Frechheit, die die Kleine sich hier zu eigen macht. Sondern, also nun mal wirklich im Ernst, ist das Weib sich bewusst, was sie da macht? Sagt? Denkt? Lebt? Wie ein reudiger Köter, der sich über jeden noch so mickrigen Knochen freut, dem man ihm zuwirft. Wovon Sidka da gerade quasi philosophiert? Na gut, wenn es nicht offensichtlich ist, dann eben eine Erläuterung. 'Wieso nicht? Die viel bessere Frage ist doch viel ehr Warum. Wie kann sie nur diesen Satz sagen. Das Schlimme ist, dass es noch schlimmer wird. Also, nicht nur so ein bisschen, sondern mit jedem Wort, dass sie sagt, redet sie sich mehr um Kopf um Kragen, zumindest in der Vorstellung des Sagars. NIcht, dass er jemals Achtung vor dem Weib empfunden hat, aber es ist doch deutlich zu sehen, dass er sie nun... wie sagt man es? Als eine niedere Kreatur wahrnimmt. Vergessen, dass sie ein Wesen mit mehr Macht ist als die anderen Anwesenden - die Sagarbrüder natürlich ausgenommen -, vergessen, dass sie bleiben wollen. Wäre sie hier um ihren Spaß zu haben, um ein wenig auszutesten, was sie kann - in Ordnung - aber (wir kommen nun zur zweiten Äußerung - Spaß?. Ein Zimmer in dieser Hütte hier mieten. Die Empörung, die Verachtung, sie kann gar kein Ventil finden, weil sie in diesem Moment einfach viel zu groß ist. Wie kann jemand nur hier leben wollen. Das Verständnis wäre nicht größer, müsste sie hier leben, aber dies können wir ja getrost bei Seite lassen, da es doch so viel einfacher ist über sie zu urteilen, nun da sie gesagt hat, dass sie es hier mag. Dies macht sie wertlos. Egal welche Informationen sie noch haben könnte, in den Augen des Halbdämons scheinen sie dreckig zu sein, so wie sie nun dreckig erscheint. Verwahrlost, immerhin lässt sie sich gehen. Dies hat nichts damit zu tun, dass sie keinen goldenen Löffel in ihrem Mund hat - dies könnte er ihr verzeihen - sondern wirklich nur um den freiwilligen Entschluss. Aber, nun da wir schon dabei sind, wie kann man eigentlich nicht mit einem goldenen Löffel im Mund geboren sein?
Ist doch ganz einfach! Mund auf, Löffel rein -darauf achten, dass er golden ist - und ihn drin behalten. Es macht das Leben so viel schöner, angenehmer. Dazu noch die Magie, die ihnen Dreien ja sofort und auf das Wort gehorcht, da lässt es sich auf dieser Welt doch ganz gut aushalten. Offensichtlich ist dies aber so gar nicht im Denken des Mädchen verankert, denn hätte sie auch nur einen Funken Stolz in sich, dann hätte sie niemals freiwillig diese Worte von sich gegeben. Oh Gott. Ernsthaft. Darüber wird Sidka niemals hinwegkommen und so bleibt zumindest festzuhalten, dass er dieses Weib hier nicht so schnell vergessen wird, sie hat bleibenden Eindruck hinterlassen - soviel steht fest. Vielleicht nicht gerade den Besten, aber dies muss ja auch nicht immer sein, reicht es nicht, wenn man überhaupt im Gedächtnis bleibt? Vielleicht.
Der Kerl würde also nun gerne dieses Etablissement verlassen, die Fronten für ihn sind geklärt, er hat nicht die Absichten sich weiter mit diesem Abschaum hier abzugeben. Weder mit einem Dämon, der nicht weiß, wo sein Platz ist (damit sind nicht die Sagars gemeint) noch mit diesen ganzen niederen Menschen hier. Ist aber nicht. Also, einfach, weil Soel mal wieder schneller ist als er. Bevor er auch nur sagen kann, dass es reicht, nimmt dieser Trottel von einem Bruder dieses Glas mit der hässlichen Flüssigkeit. Es sieht einfach nur zutiefst widerlich aus. In der Tat, widerlich. Zur allgemeinen Info, es könnte der feinste und edelste Tropfen eines Rotweines sein, mit einem Bouquet so gut, dass es selbst die Götter beeindrucken würde - Sidka würde es widerlich finden. Schließlich ist er ein ganz edler und feiner Kerl, der einen sehr zarten Gaumen hat, der nur die besten Dinge in den Mund nimmt. Keine Zweideutigkeiten hier! Wie dem nun aber sei, aus Gruppenzwang nimmt auch der zweite Bruder den Becher, um das Zeug zu trinken. Männlich wie er ist, macht er es dem Weib nach. Geht ja nicht an, dass die anderen hier irgendwie besser dastehen als er - vor allem nicht Faye. Ihre kleine Regung tut er eben so ab wie Soel, so dass die rote Flüssigkeit seine Kehle hinab rinnt - Fehler! So ein Fehler, wie er ihn wahrscheinlich nie wieder machen wird - keine Getränke mehr in Kaschemmen. Diesen Gedanken wird Sidka allerdings erst später fassen, jetzt ist er zu sehr damit beschäftigt innerlich zu fluchen. Ach, nein, nicht nur innerlich. Also doch, aber man sieht es ihm ganz deutlich an. Da ist diesmal nicht nur ein Hauch von Rosa zu sehen, sondern gleich ein ganz hochroter Kopf. Dieses
[20:02] ₪ MIststück. Anders kann man sie nicht nennen. Wie kann sie es wagen? Die Ablehnung, die Kühle, die Arroganz - man kann sie nicht mehr erkennen, aber dieses Mal ist endgültig genug. Er lässt sich nicht zum Narren halten. "Wir gehen. Sofort." Mag lächerlich wirken, aber lieber jetzt leicht humpelnd davon gehen, als später nur zu kriechen. Es geht nun wirklich nicht, dass sie hier weiter rumstehen - vor allem da es sicherlich keine weiteren, guten Informationen geben wird. Vertrauen futsch, bleibende Erinnerung gefestigt. Vielleicht sieht man sich wieder - aber dann sind die Fronten zumindest von Seiten des Sagars geklärt. Kleine Hexe!
[21:02] Aeon Faye würde wohl wirklich, genau in diesem Moment, anfangen darüber nachzudenken, wie oft Sidka in seiner Kindheit wohl auf den Kopf gefallen war. Es musste mehr wie einmal gewesen sein, ganz klar. Wieso auch sonst sollte er solch ein engstirniges Denken an den Tag legen? Nicht jeder Dämon war gleich eines hohen Ranges und schn gar nicht adelig oder reich. Gerade Faye war ein wirklich phantastisches Beispiel dafür, dass ihre Eltern ganz großen Mist gebaut hatten und nicht ein Einziger der Beiden zu dem stehen wollte. Rumgeschubst hatten sie das Mädchen seit Kindesalter an. Niemand hatte sie haben wollen. Die Mutter nicht, denn sie war die Brut des Teufels, und der Vater nicht, denn sie war die Brut eines Menschen. Recht hatte sie es keinem der Beiden machen können, und genau deswegen war sie auch abgehauen. Die Schenke war nun einmal der erste Ort gewesen, den sie nach der missglückten Flucht in die Scheune hatte aufgesucht. Zusammen mit einem gefallenen Engel hatte sie sich hier ein Zimmer genommen und dieses Zimmer hatte bezahlt werden wollen. Ein Anwesen besaß sie zu dieser und auch zur jetzigen Zeit nicht. Wie auch? Sie hatte nicht viel mehr als das was sie am Leibe trug, ein zwei Kleider und ein wenig verdientes Gold. Nein, sie war ganz sicher nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren. Es war ihr vollkommen gleich, was Sidka von ihr hielt - schließlich musste sie ihm nicht gefallen. Niemandem musste sie gefallen, außer vielleicht dem Einen, der ihr Leben zu bestimmen gedachte. Doch von diesem Einen würde sie den beiden hochnäsigen Brüdern gewiss nicht erzählen. Da war die Rache doch ganz angepasst, ob Sidka's mieser Verurteilung über die eigene Person. Der Schnaps war eingeschenkt und schnell die eigene Kehle hinunter gekippt. Dennoch wurde sich geschüttelt, auch wenn sie im Gegensatz zu den Brüdern wusste was auf sie zu kam. Das Zeug brannte in der Kehle, fraß sich durch den Leib und wurde augenlichlich heiß wie Feuer. Seinen Name hatte es definitiv zu Recht bekommen. Aber Sidka schien das weniger witzig zu finden. Kein Wunder, denn es war schließlich kein Wein, wie Soel ganz klug festzustellen gedachte. Kein Wein, dafür ein verdammt gemeiner, Puderzucker süßer Schnaps. War das nicht reizend? Die Gesichtsfarbe Sidka's sprach da eine ganz andere Sprache, doch daran störte sich das junge Schankmädchen nicht. Stattdessen lächelte sie ihm beinahe schon bissig entgegen, und beinahe konnte man meinen, sie strafe ihn tatsächlich seiner hässlichen Gedanken über sie. Zwar wusste sie davon nichts, jedoch konnte man ja mal versuchen eins und zwei zusammen zu zählen. Ganz egal, denn Soel schien nicht daran interessiert weiter zu trinken ohne Informationen zu erhalten, und Sikda war sowieso schon drauf und dran die Schenke zu verlassen. Weshalb also sollte sich das Mädchen noch Mühe geben? auf einen Streit hatte sie keine Lust und zwingen würde sie Niemanden hier zu bleiben. So wurde eben nur ein Glas gefüllt, nahm sie es an sich. "Dann wünsche ich den Herren Sagar einen wunderschönen Abend und viel Freude bei der Suche nach dem Blonden." gab sie von sich, verabschiedete sich somit von den Brüdern, kippte den Schnaps sie weichen Lippen hinunter und wendete ihnen im selben Moment den hübschen Rücken zu. Dahin die Freude die Beiden eventuell abfüllen zu können. Stattdessen war die Zeit um, Spielchen zu spielen. Faye gedachte, sich wieder an ihre Arbeit zu begeben und Marek das Feld hinter der Theke zu überlassen. Soel schien zwar noch gewillt gewesen zu sein, mehr Informationen zu erhalten, doch Faye war nicht gewillt ihnen irgendwelche der gleichen zukommen zu lassen. Und genau deswegen wurde sich wieder das dunkle Holztablett geschnappt und in die Richtung eines durstigen Mannes begeben, der mehr als begeistert schien, dass sich endlich Jemand um ihn zu kümmern gedachte.
[21:40] Sidka Sagar schafft es trotz der Schmerzen, die das Höllengetränk ihm mittlerweile bereitet, noch abfällig das Gesicht zu verziehen. So ganz einfach ist es wirklich nicht, immerhin brennt dieses Zeug wie Feuer, die Kehle ist wahrscheinlich ganz wund gescheuert. Wie kann sie es wagen sie noch einmal anzusprechen? Gar einen wunderschönen Abend zu wünschen? Gut, fairerweise muss man sicherlich festhalten, dass sie keine Ahnung hat, was der Sagar alles denkt - nur sie wird doch Mimik deuten können. Sie sollte deutlich wissen, dass Sidka keinen Wert darauf legt, mit jemandem wie ihr zu verkehren. Das ist natürlich sehr engstirnig und gemein, aber so ist es eben, wenn man privilegiert ist. Genau das ist er und in seiner Welt ist es unvorstellbar, dass es eben andere Dinge gibt. Wobei, nicht mehr unvorstellbar, denn dieses Weib hier hat seine Welt ein klein wenig erweitert. Wie genau kann es sein, dass sie freiwillig als Dämon - er hält sie für ebenso mächtig wie er selbst ist - hier arbeitet. Früher, nein, bis vor wenigen Minuten war er davon überzeugt, dass Armut nur eine Einstellung ist. Eine, die nur Menschen haben können, die zu faul sind. Mangel an irgendwas? Haben beide Brüder nie gekannt, die armen Menschen, die ihnen begegnet sind, haben kein Mitleid erfahren, denn wie gesagt: Selbst schuld. Sie haben sich dafür entschieden, indem sie zu faul waren. Das ist ein Umstand, der so sicher ist, wie der, dass die Sonne jeden Tag wieder aufgeht. Auch kennt der junge Sagar nicht, dass an ihm gezerrt wird. Wie auch? Die Mutter ist zwar angsteinflößend, ist nicht gerade warm oder zärtlich, aber sie hat die beiden angenommen. Nicht überschwänglich oder so, dass sie sich jeden Tag gekümmert hat, aber alle paar Jahre sieht man sie und dann wird es interessant. Jahre eben nur, weil die Moment ihr so kurz vorkommen. Sie ist immerhin alt, sehr alt und sie sind nicht die ersten, wenn auch die ersten Halben. Was den Vater angeht, der hat bekommen, was er wollte und auch wenn er dafür vieles in Kauf nehmen musste.
Wie dem auch sei, der Rothaarige hat die Nase gestrichen voll. Wie gesagt, dieser Tag ist nicht dazu da, um hier irgendwem noch ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern, immerhin wird er von Minute zu Minute schlechter. Wie kann dies nur sein? Er ist fest entschlossen zu gehen und da er immer noch das wertvolle Amulett hat, wird Soel ihm folgen. Würde er wahrscheinlich sogar, wenn diese Kleine halbnackt vor ihm auf dem Tresen liegen würde. Ein Weib kann man immer haben, ein Amulett, welches mit einem Zauber verbunden ist eben nicht. Eigentlich wollte Sidka Sagar schon lange damit fertig sein, also mit der Beschwörung. In seiner Vorstellung hat er um diese Uhrzeit bereits in einem sehr teuren Sessel in einem sehr gediegenen Zimmer geseessen, um mit den neuen, diversen kleinen Zaubern zu spielen. Feuerbälle, die durch die Luft fliegen, dabei aber kontrolliert werden von dem Aristokraten, Nebel, der kunstvoll dazu über den Boden wabert, eine kleine Wasserfontäne und zum krönenden Abschluss vielleicht ein Blitz. Ist aber nicht, weil er immer noch in diesem stinkenden Etablissement ist. Also, nur noch für Sekunden. Er für seinen Teil würde behaupten, dass er Aeon Faye bereits wieder vergessen hat. So folgt natürlich auch kein Gruß, die Wahrheit ist aber, dass sie ziemlich präsent ist. Alles, was sie gesagt hat, hat Stoff zum Denken gegeben, sei es auch nur, dass es also Dämonen gibt, die sich selbst versklaven. Er hält sich natürlich für sehr mächtig, die eigenen Limitationen kann er vor sich selbst sehr geschickt herunterspielen - wie kann sie da keine Villa und Privilegien haben. Nein. Nein, in seinem Kopf ist er fast so gut wie seine Mutter, nur fehlen da eben ein oder zwei Kniffe, welche er sich eben durch das Ritual beschaffen möchte. Wird doch erlaubt sein ein wenig nachzuhelfen, wenn einem das halbe Blut vom Menschen gegeben wurde - ist nicht betrügen, nur beschönigen. Würde zumindest Sidka behaupten. Egal, kommen wir zum eigentlichen Geschehen. Ohne ein Wort oder auch nur einen Blick, dreht er sich weg. Es reicht wie gesagt, der Rothaarige will hier nur noch raus. Die Zeche? Falls sie was schulden, kann das der Bruder erledigen, der Rothaarige hat es jedenfalls sehr eilig heraus zu kommen. Als ob er frische Luft braucht, immerhin darf man nicht vergessen, dass es in seinem Bauch, seinem Hals ordentlich zu Gange geht. Mistweib! Das schreit nach Rache - aber er hat sie ganz ehrlich schon komplett vergessen. Auf nimmer, nimmer Wiedersehen, Eberkopf, du Schenke für die Niederen. Zumindest aus der Sicht das Halbdämons, er wird dem Ort hier keine Träne nachweinen und falls sein Bruder sich nicht beeilt, diesem auch nicht. Immerhin hat dieser sie quasi in diese Lage gebracht. Raus hier, jetzt.~~
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Re: Hauptgeschichte

Beitragvon Kilian » 13. Mai 2016, 12:26

Neu! Ab zum Arzt

[19:35] ₪ Fassen wir zusammen. Nur ganz kurz und für all diejenigen, die die Geschichte nicht verfolgt haben. Eigentlich unmöglich, aber manchmal kann man ja nicht wissen, was passiert ist. Also, den Menschen, die eigentlich lesen wollten und es dann doch nicht geschafft haben. Was ist also passiert? Goldener Löffel im Mund Eins und Zwei sind zusammen ausgezogen, anderen das Fürchten zu lehren. Eine einfache Nummer, wenn man Sagar heißt. Eine Reise in das erste fremde Land hat das heiß ersehnte Amulett gebracht. Nicht ohne ein paar Momente - sagen wir - des Unbehagens, denn ein Sagar kennt natürlich keine Angst. Wäre ja noch schöner. Danach ging es weiter, eine Reise mit einem Schiff, die zumindest Sidka nicht so gut bekommen ist. Dank geht hierbei an den Bruder, der ähnlich wie die Schwester eine diebische Freude daran gefunden hat, ihm das Leben schwer zu machen. Schifffahren! Etwas für Kleingeister, arme Menschen - nichts für den Rotschopf. Jedoch, das vorläufig längerfristige Ziel ist schnell erreicht. Eranya. Eine neue Welt für die Brüder, eine neue Möglichkeit. Nicht nur für Handel, sondern eben auch, um die eigenen Ambitionen nach vorne zu treiben. Diese sind ebenso schnell erklärt, wie die Reise hierher. Die beiden Brüder sind Halbdämonen, von reinsten und feinsten Blut, zumindest was eben die eine Hälfte angeht. Die andere, die ist auch gar nicht so schlecht, wenn auch eher schnöde menschlich. Immerhin ist der Vater ein Macher, dies muss schließlich auch honoriert werden. Immerhin ist dies in dieser Welt auch gar nicht selbstverständlich. Was die beiden also hier vorhaben? Ein Mann beziehungsweise ein Dämon ist stetig darauf bedacht seine eigene Macht zu stärken. Manchmal driften Vorstellung und Wirklichkeit weit auseinander. In der Vorstellung der Sagarbrüder sind sie kaum zu überbieten an Macht, Können, Intelligenz oder Schönheit. Alles andere ist selbsterklärend, dies gehört natürlich auch dazu, auch wenn es vielleicht unerwähnt blieb. Das bereits erwähnte... Ach halt. Erst noch die Wirklichkeit. Die gestaltet sich so, dass beide eher mäßig bis gar nicht begabt sind, aber dies weiß natürlich niemand. Wirklich, weil wie ein Jeder weiß, Schein ist manchmal mehr als Sein. Weiter also im Text. Das bereit erwähnte Amulett benötigen die beiden Brüder also für ein Ritual der besonders mächtigen Sorte. Es soll eben zu mehr Macht verhelfen. Ganz klar und ganz einfach, nichts mehr, aber eben auch nichts weniger. Ein vollkommen nachvollziehbarer Wunsch.
Letzte Zutat: Eine Pflanze namens Feuertau. Diese war quasi auch schon so gut wie im Besitz von Soel und Sidka als eine kleine Kröte Namens Mirazsa Kjestel einen Strich durch die doch bis dahin sehr schöne Rechnung gemacht hat. Der Händler, der gerade bereit war die Pflanze rauszurücken, ist auf eine merkwürdige Münze sowie hässliche Tattoos am Rücken einschüchtern lassen. Dieser Wicht! Damit ist ausnahmsweise mal nicht der Wurm Kjestel gemeint. Wie kann er es wagen den Handel im letzten Moment platzen zu lassen? Dies wird er bereuen, dies ist keine Frage, sondern eine Tatsache. Noch ist es zu diesem schönen Moment nicht gekommen, wobei wahrscheinlich auch hier ein Wettlauf mit der Zeit und dem Schwarzmarkt angefangen hat. Dieser kann keinen Händler gebrauchen, der so gegen die Regeln spielt. Doch, in der Vorstellung von Sidka ist es natürlich seine Hand, die den Wicht zermalmen wird. Ein ganz wundervolles Geräusch wird es geben. Knochen, die splittern, Blut das herum spritzt, Waren, die danach von den Aasgeiern aufgesammelt werden.
Nun. Wie auch immer. Dies ist Zukunft, Jetzt ist Vergangenheit. Oder, um es mit den X-Men zu sagen: Zukunft ist Vergangenheit. Dies kann jetzt verstehen wer will, aber der Moment aller Momente ist gekommen. Quasi. Also, bald, denn erst mal muss man finden, was man sucht. Wie heißt es so schön? Wer suchet, der findet. Gesucht wird ein blonder, kleiner Wurm. Tattoos auf dem Rücken, auffällige Kleidung. Ein stichhaltiger Anhaltspunkt? Die Praxis des Dr. Adam Glynne. Doch, zum einen spaziert man da nicht so einfach rein, dies macht man mit Stil und bei möglich kleinem Publikum, zum anderen muss man diese erst Mal finden. Ohne, dass man fragt, kommt man nicht weit, aber fragen ist wiederum etwas, was die beiden Brüder äußerst ungerne machen. Warum auch? Man ist ein Sagar, da muss man nicht fragen, man weiß.. Wissen ist schließlich Macht. Nicht, dass irgendjemand außer Soel dies verstehen kann, schließlich spielen sie beide in einer anderen Liga.
Was also bisher geschah in einem Zeitraffer von vor fünf Minuten. Am Stadtrand steht die Villa der Sagars, welche natürlich damit quasi das Zentrum der Macht in Eranya ist. Von dort aus haben sich goldener Löffel im Mund Eins und Zwei also auf den Weg gemacht, ausgezogen Kjes das Fürchten zu lehren. Dies wird an sich sehr schnell gehen, schließlich reicht allein die Anwesenheit der beiden. Keine Frage. Nur, was nun wirklich schwierig
[19:47] ₪ ist, ist eine Praxis zu finden, die man vorher noch nicht gefunden hat. Gemeinsam haben sie den Weg bis in die Stadt zurückgelegt, haben den Ort des ersten Geschehens aufgesucht. Also den Markt, von dort aus sollte es doch wirklich nicht schwierig sein, dem Geruch der kleinen Made zu folgen. Sidka rümpft leicht seine Nase, sein Blick schweift über die ganzen Menschen, die sich trotz des langsam zum Ende neigenden Tages noch hier befinden. Nicht, dass die Sonne schon untergegangen ist, aber wie gesagt: Man braucht nicht das größte Publikum für das, was man vorhat. Allerdings können die beiden eben nicht erst nach Einbruch der Dunkelheit losziehen, schließlich hängt man da für gewöhnlich nicht in einer Praxis ab. Eine Praxis! Pah. Als ob so ein Wurm wie der blonde Kleine einem richtigen Arzt helfen könnte. Dies ist vollkommen lächerlich. Aber gut, mit diesen Feinheiten kann sich jemand wie Sidka nun nicht auch noch beschäftigen, weshalb der Rotschopf nun leicht grinst. Sie finden sicherlich bald die Tür, die sie am liebsten auftreten würden. "Wofür melden wir dich an? Darmspiegelung?" Natürlich nicht, aber die kleine Genugtuung, die sich da kurz warm im Bauch des Rotschopfes ausbreitet, die fühlt sich sehr gut an. Soel und er, das ist eben etwas anderes als Seija und er. Die kleine, nervige Schwester, die seitdem nicht mehr abgereist ist und zumeist nicht weit ist. Fast rechnet er damit, dass sie gleich hinter dem nächsten Stand hervorspringt, am Besten noch mit diesem elendigen Fellviech auf den Armen, welches sie seit neuestem akquiriert hat. Er hasst es. Überall macht es Dreck, stinkt...hat langes Fell. Aber egal, dies würde nur zu einer Tirade führen und heute haben sie sehr viel Wichtigeres zu tun. Ob Kjes schon zittert, weil er den Vorboten der Macht bereits spürt? Ein Wisch mit der Hand, immerhin etwas was er kann, ein paar Gegenstände fliegen und schon hüpft einer der Gestalten, die hier auf dem Markt herum stehen in seine Richtung. Die Hand des Halbdämons schnellt nach vorne, er greift den Kerl. Die dunklen Augen fixieren ihn, so als ob er ihm die Gedanken beeinflussen könnte, was natürlich aber absolut nicht so ist. "Du. Wo finden wir den Doktor?" Damit sollte doch klar sein, wer gemeint ist, oder nicht? Also, wenn der vor ihm nun wirklich einen anderen Arzt nennt, dann ist die Woche komplett schlecht gelaufen. Erst läuft ihm die Schwester über den Weg, die dann auch noch beschließt zu bleiben, bevor er dann Faye wiedertrifft, die alles noch schlimmer macht als zuvor. Nicht auszudenken. Danach dieses Treffen mit dieser Frau am Fluss, obwohl er eigentlich nur nach Hause wollte - und nun ist er dem Ziel so nah wie noch nie. Das Ritual. Es könnte vielleicht noch am selben Tag stattfinden, vielleicht in ein paar Tagen und dann ist es ganz offiziell: Er (und natürlich auch Soel irgendwie) werden der Mutter ein ganzes Stück näher gekommen sein, was die Macht angeht. Nichts mehr mit Quälen oder Herumschubsen. Sie würde schon sehen, was für Söhne sie geboren hat. Also, Mirazas Kjestel, bist du bereit Katz' und Maus zu spielen? Die Sagarbrüder sind es und sind - natürlich - die Katze.
[21:11] Soel Sagar || Die eigene Liga, welche von Sidka da bereits angesprochen wurde, die nennt sich im Übrigen, Die Liga der außergewöhnlich verblendeten. Das nur als keine Ergänzung zu dem fabelhaften Einstieg des Bruders. Warum ausgerechnet der Name, das ist etwas, das wohl jedem deutlich geworden sein sollte! Natürlich weil sie einfach so herrlich sind und alles um sich herum, mit ihrer bloßen Anwesenheit, zu blenden beginnen. Weil? Na, weil sie eben sie sind. Ganz einfach und sie wollen, wie auch bereits erwähnt, das Ritual. Keines bei dem man sich an der Hand hält, dreimal huibuh sagt und alles ist rum. Nein dieses erfordert tatsächlich einiges an Aufwand, wie viel Aufwand und Arbeit sie in das ganze stecken müssen, damit hat vermutlich keiner der Brüder je gerechnet. Tatsächlich ist die ganze Aktion, allein deshalb schon fürchterlich ermüdend, weil sie wirklich etwas tun müssen, noch mehr, da man ihnen so kurz vorm Ziel, die Karotte wieder weggenommen und versteckt hat. Also reicht es nicht, das sie einmal einen Händler gefunden haben, der diese seltene Ware verkauft, nein, sie müssen jetzt einen zweiten suchen, der ihren ersten verschreckt hat. Dann müssen sie grässliche Rache an ihm üben, wie die Katz an der Maus (Hoffentlich stellt sich das ganze, am Ende nicht als Tom und Jerry oder Tweety und Silvester heraus) und dann noch ihre Arbeit an dem Ritual wieder aufnehmen. Dies betreffend hat Soel da noch eine ganz ausgezeichnete Idee aufgegriffen. Das Ritual erfordert ja Macht und zufällig ist er über eine große quelle an Macht gestolpert. Eine Kugel, voll mit Magie, welche sich mittig in einem Zauberbedarf-Laden verborgen hält. Wobei nein verborgen kann man das nicht nennen, eigentlich springt sie einem dort förmlich ins Gesicht. Die ganze Idee mit dieser Kugel, begründet sich auf einen einfachen Gedanken. Je mehr Magie sie in das Ritual einbringen können, umso mehr Magie müssen sie dann doch auch erhalten? Mit dieser Kugel, da kann ihre Macht im Anschluss nur… nein Dämonisch wäre das nicht einmal mehr. Die Macht wäre einfach unbeschreiblich. Genau das richtige für die beiden Brüder! Der Mutter wären sie nicht nur gleichgestellt sondern überlegen und ihre kleine Schwester, dieses Nervige etwas, das würde endlich lernen, wie man sich, den größeren Geschwistern gegenüber, zu verhalten hat. Was das Mädchen momentan treibt, das geht wirklich auf keine Nerzhaut (Kuhhaut wäre viel zu einfach!). Sie benimmt sich in dem Anwesen als wäre es ihres, dabei ist es.. naja gut, das der Eltern. Doch eigentlich ja mehr das der Brüder! Sie wollen hier schließlich zu Handeln beginnen, en Plan der gefasst wurde und schließlich umgesetzt, um das nervige Mädchen, von ihren eigentlichen Plänen abzubringen. Bisher hilft es tatsächlich, bleibt zu hoffen, dass die nicht anfängt noch neugieriger zu werden.
Die Augenbraue hochgezogen, wendet der Sagar seinen Blick zum Bruder. Darmspülung? „Ich werde diesen Wicht mit Sicherheit nicht an mir Arbeiten lassen. “ Soel kennt ihn nicht einmal, Fay konnte auch nicht all zu viel erzählen und doch, da ist er sich sicher, ist er es nicht wert, ihn oder seinen Bruder auch nur untersuchen zu dürfen. Es ist wirklich interessant, wie sehr man jemanden verabscheuen kann, ohne ihn zu kennen. Doch mit den Tagen die vergangen sind, hat sich ein Feindbild im Kopf manifestiert. Kaum vorzustellen, wie die Sagars reagieren, wenn auf einmal eine Person vor ihnen steht, die sie sich weit anders ausgemalt haben. Akzeptieren werden sie es dann nur schwerlich. Das würde ja auch bedeuten, sie haben sich geirrt. Undenkbar! „Doch vielleicht kann er ja an dir ein paar Arbeiten vornehmen. “ Das kann sein Bruder nun gerne verstehen, wie er es am liebsten hätte, ablehnen wird er diesen Gedanken mit Sicherheit, ebenso schnell wie auch Soel ihn abgelehnt hat. Aufmerksam wandert der Blick des (Halb)Dämons über den Marktplatz, der Gedanke den ersten Händler noch einmal anzutreffen, ist auch noch nicht gänzlich verworfen. Beim letzten mal haben sie viel zu schnell aufgegeben, sie hätten mehr bieten können, den Mann in eine Dunkle Gasse und. Also nein das ist dann doch nicht ihr Niveau, schließlich sind sie vieles, doch keine einfachen Straßenräuber. Sid beginnt schnell, das Problem beim Schopf und einen Kerl beim Kragen zu packen. Erst verwirrt, dann verärgert, schaut der Mann den anderen Bruder an. „was fällt dir ein? Fragt der Mann und will die Hand des Halbdämons wegschlagen, denn gebannt wird er von dem Blick nun nicht. „Von was für einem Arzt sprecht ihr überhaupt. Gibt mehrere hier! “ Eranya ist schließlich eine große Stadt, keine Kleinstadt am Rande eines Landes. Verärgert ist das schnaufen, das nun von Soel kommt, während der Wicht, also nicht Kjes, sondern der an Sids Hand, von nichts zu wissen scheint.
[21:11] ₪ Warum ist es nur so schwer, hier mal an ein paar vernünftige und hilfreiche Informationen zu kommen? „Er hat ein Helferlein, komischer kleiner Kerl, Helle Haare, Tattoo auf de, Rücken“ . Ja dann fragt man eben nicht nach dem Arzt, sondern nach dem eigentlichen Zielobjekt. Vielleicht hilft es, so jemand wie der, der sollte doch zur Genüge auffallen. „Oder sag und einfach, wo die nächsten Praxen sind! “D a s sollte ja wirklich machbar sein. Wenn es sein muss, können sie jede einzelne davon abgehen. Das wäre wieder etwas von dieser nervigen Arbeit, doch letztlich ist sie ja für einen guten Zweck, ein höheres Wohl. Ihr Wohl! Das einzige, für das es sich zu arbeiten, auch lohnt.
[21:43] Sidka Sagar bewirbt sich mal wieder um den Vorsitz um außergwöhnlichen Club der Verblendeten. Es ist natürlich eine Ehre diesem überhaupt anzugehören, den Vorsitz inne zu haben, dies ist natürlich eine ganz andere Nummer. Ganz davon zu schweigen...keine Ahnung wovon genau, weil das Denken des Rotschopfes ist so komplex, dass man ihm manchmal nicht folgen kann. Schließlich ist er - richtig - m ä c h t i g . Ein Indiz dafür, dass er es nicht ist, ist das ständige Wiederholen dieser Tatsache. Das ist ungefähr so - etwaige Ähnlichkeiten zu bekannten Plots sind rein zufällig - als wenn ein recht junger und nicht sehr begabter König rumschreit, dass er der König ist. Jemand, der betonen muss, dass er etwas ist, ist es schließlich nicht.
Doch, kommen wir zurück zu der kleinen Szenerie auf dem Marktplatz, die sich mal wieder als sehr interesannt gestaltet. Wie immer eigentlich, wenn die Brüder irgendwo auftauchen, ist natürlich sofort wieder offensichtlich, dass hier Menschen unterwegs sind, die keine Ahnung davon haben, wie man sich als Normalsterblicher ohne Geld fühlt oder auch nur verhält. Sie halten sich vielleicht für unauffällig, sind es aber mal wieder keinesfalls. Allein ihre Aufmachung ist wieder einmal völlig neben der Ordnung. Sidka für seinen Teil hat natürlich wieder einmal nur die feinsten Stoffe herausgesucht, auch wenn er es mittlerweile besser wissen sollte, schließlich sind dies die Gelegenheiten, bei denen er seine Klamotten am Ende durch Feuer beseitigen muss. Welch Ironie des Schicksals, dass es ausgerechnet Feuer ist, welches die feinen Stoffe beseitigt. Nicht von ihm gewirkt, sondern eben schnöde im Kamin. Ein mildes Lächeln gilt dem Bruder, während er die Stichelei zurück gibt. Als ob er den kleinen blonden Jungen an sich heran lassen würde. "Am Ende wird er sich wünschen, dass er Arbeit bekommen hätte. Dem kleinen Wicht wird das hässliche Grinsen noch vergehen." Versteht sich zwar von selbst, kann man aber sicher mal getrost erwähnen. Wäre schließlich noch schöner, wenn es am Ende anders ausgeht, aber dies ist natürlich vollkommen außerhalb des Möglichen.
Der Kerl. Nicht mehr Soel, auch nicht Kjes, sondern der neuerlich gewonnene Feind an Sidkas Hand. Wie bitte, wie bitte, w a s? Wie kann er denn bitte so viel Pech haben, dass er schon wieder an einen unfähigen Wicht gerät? Wie der Bruder schon sagt, gutes Personal ist schwer zu finden. Keine Frage, dass der Sagar diesen Wurm hier als Personal ansieht. Warum? Na, zunächst weil er im besten Fall eine Münze herüber geworfen hätte, aber der wahre Grund ist natürlich ein ganz anderer. Ist nicht ein jeder auf dieser Welt dazu da ihm zu dienen? Personal dient, ergo ist dieser Wurm eben auch ein Angestellter. Allerdings kein sehr guter, denn die Antwort ist keineswegs die, die er gerne hören würde. Wie kann er es denn wagen? Sagt er da wirklich gerade 'Was fällt dir ein? Wo genau soll man da jetzt anfangen? Bei dem respektlosen 'dir'? Normalerweise sollte es heißen 'Herr' oder 'Hochgeboren', im schlimmsten Fall vielleicht auch nur 'Sir'. Aber nichts davon erklingt. Das andere ist die Antwort an sich. Wie kann er es wagen nicht auf die eigentliche Frage zu antworten, sondern eine Gegenfrage zu stellen? Es reicht! Alles. Da ist sie wieder, die rosa Gesichtsfarbe. Er ist wütend. Erregt sogar. Wie können sie es alle wagen? Narr, Idiot. So wurde er zuletzt des Öfteren betitelt, hat sich diese unflätigen Aussagen gefallen lassen. Aber wie gesagt, es reicht. Er ist kurz davor mit seinem Gehstock, den er an diesem Tag natürlich wieder dabei hat, über das Gesicht des Kerls fahren zu lassen, dies wäre am Ende aber sicherlich übertrieben und würde am Ende noch wirklich unliebsame Gäste auf den Plan rufen. Immerhin gibt es hier lästige Stadtwachen. Daher ist es tatsächlich nur der Griff, der sehr viel stärker wird. Das Problem an Sidkas Macht oder eben Nichtmacht ist, dass er recht limitiert ist. Zwar hat er einige Erfahrungen mit Telekinese, kann Gegenstände problemlos bewegen, doch bei lebenden Wesen hört es auf. Daher auch das Manöver mit dem Stand, nicht direkt mit dem Mann, der nun an seiner Hand hängt. Was aber durchaus recht gut geht, ist das Hemd des Mannes zu bewegen. Enger ziehen, die Luft abschnüren. Klar, die Nummer von Soel würde wohl auch funktionieren, aber dafür hat der Rotschopf keine Geduld mehr. Um es auf das Niveau eines Vierjährigen zu bringen: Er will, will, will. Sofort eigentlich. Aber alles kann man nicht haben, daher muss der Kerl bei ihm nun also dran glauben. "Ruhe, du Wurm." Sidka Sagar hat gesprochen. Uga. "Du sagst mir jetzt sofort wo wir die Praxis von Adam Glynne finden, ansonsten wirst du gleich deinen letzten Atemzug machen. Ein Unfall, werden sie später sagen und da du ein unwichtiger, kleiner Wurm bist, wird sich niemand darum scheren, egal wie offensichtlich die Lüge ist." Sollte ja wohl klar und deutlich sein.
[21:51] ₪ Ja, der Sagar ist ungehalten, wie gesagt, man sieht bereits wieder das Rosa auf den Wangen. Die Optionen, die der Bruder nennt, sind keinesfalls akzeptabel und zumindest für diesen kleinen Moment wirkt der Halbdämon sowas wie bedrohlich. Dies allein, weil einmal alles zusammen gespielt hat, immerhin zieht sich der Stoff des Hemdes tatsächlich ein wenig zusammen, die Luft dürfte knapper werden, aber nicht zu wenig um das Gewollte noch von sich zu geben. Alle hier würden ein befriedigendes Ende bekommen, wenn der Wurm nur endlich redet. Die beiden Brüder den Weg zur Praxis, der Kerl sein Leben. Dass er am Ende vielleicht wilde Geschichten erzählen würde, ist zumindest Sidka in diesem Moment egal. Sicherlich würde es ihnen nur helfen ihren Ruf weiter zu pflegen und sehen wir es doch so: Ist der Ruf erst einmal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Der Ruf des oder besser der Sagars ist wahrscheinlich schon eine Weile am bröckeln, so würde sich vielleicht wieder etwas Ehrfurcht unter die Gerüchte mischen. Dass Soel sowieso einen Reporter zum Ritual eingeladen hat, wird zumindest dieser Rotschopf hier nicht gerade sehr positiv aufnehmen, schließlich ist es nicht nur ein spannendes Ereignis, sondern so etwas wie ein höchstpersönliches Geschäft. Alle, die jetzt schreckliche Gedanken haben, schämen sich. Andere, höchstpersönliche Geschäfte ist zum Beispiel die Hochzeit. Nun aber zurück zu dem Wurm. "Los. Rede." Letzte Aufforderung. Wer hat noch nicht, wer will nochmal?
[02:03] Soel Sagar ||Mit so etwas wie dem hier, ja da hätte man wirklich rechnen können. Zumindest dann, wenn man die Sagar Brüder bereits kennenlernen durfte. Das Privileg hatte, ihre einnehmende Persönlichkeit, näher betrachten zu können. Der arme Kerl da vor ihnen, der durfte diese Erfahrung bisher noch nicht machen, nein er trifft das erste mal auf einen der Sagars, und dann auch noch im doppelpack! Man sagt ihnen ja schon nach, allein eine Herausforderung für nerven und Geist darzustellen. Zusammen da sind sie wohl noch um einiges schwerer zu ertragen. Wenn sie dann noch etwas wollen, na man sieht es ja. Der Kerl hängt am Haken, hat die beiden Männer vor sich stehen und einer wie der andere, schaut herablassend zu ihm hinunter. Oder Hoch, das bekommen sie auch hin. Sie sind ja schließlich Sagars. Die Arme vor der Brust verschränkt, greift er nicht gleich in das Spiel seines Bruders ein, er wird nur unterstützend wirken, wenn es gerad von nutzen ist. Zu viele Köche verderben den Brei, auch bei Drohung und Erpressung. Gemeint ist natürlich, bei Aufforderung und Gespräch. Wie sähe das den auch aus, wenn sie einander schon nicht zutrauen, mit so einem einfachen Wicht fertig zu werden? Nein, soll der Bruder nur machen. Interessante Taktik, das muss der ältere, dem jüngeren nun lassen. Hat der Mann eben noch eine recht große Klappe gehabt, wird er nun weiß um die Nase, schaut den Sagar mit weit geöffneten Augen an und ist erst einmal erschrocken. So etwas können die beiden doch nicht ernst meinen, nicht auf offener Straße? Doch das können sie und machen sie. Die meisten Leute nehmen kaum Notiz davon. Einige schauen interessiert, doch Sid hat recht. Man wird den Brüdern mehr durchgehen lassen und wenn es nur ist, weil einer von ihnen schnell ein paar Münzen springen lässt. Dazu, na was? Ja genau der Nebel! Nein Spaß, wie gesagt. Jetzt ist Sids Plan dran. Schön an der Kleidung ziehen, wie passend der Bruder sich die Art seiner Drohung doch ausgesucht hat. Sid ist eindeutig der Modebewusstere der Brüder, nicht das Soels Kleidung schlecht ist, doch sie ist noch immer im Schnitt der Heimat gehalten, warum soll er sich hier auch anpassen? Der Stoff ist teuer, das Material gut, die Verarbeitung ausgezeichnet. So kleine nähte schaffen ohne Magie, nur die kleinen Kinderhände. Nein, lassen wir das lieber, das führt in eine ganz falsche Richtung, bleiben wir bei dem erschrockenen Mann. Mit einer Hand greift er sich an die Kleidung und zerrt daran, will sie so wohl lockerer machen und erreicht dadurch n i c h t s. Überhauptnichts. Höchstens das es schlimmer wird für ihn. Hätt er einfach nur etwas respektvoller reagiert, schon wäre im der ganze Mist erspart geblieben. Es dauert eine ganze Weile, bis die Worte nun richtig bei dem Wicht ankommen, erst das erneute Rede löst diese kleine starre. „Ich.. was, wer?“ Zumindest hat er jetzt schon einmal was gesagt und das trotz druck auf der Brust, ist das nicht einen kleinen Applaus wert? Nein? Schade. Gut dann weiter. Auch Soel wird ungeduldig, schaut zum Bruder und dem Wicht und wartet darauf, dass nun endlich eine vernünftige Antwort kommt. „Do.. dort entlang“ er deutet nach rechts, eine Straße entlang. „Gleich die Straße runter. Es ist, man kann es gar nicht verfehlen“. Erst so stockend, fließen die Worte dann nur so, tya wer wird nicht nervös, wenn er in solch einen Schabernack hinein gerät? Die beiden Brüder hätten natürlich auch einfach nett und freundlich fragen können, vermutlich wäre das ganze dann sogar schneller gegangen, doch letztlich bekommt eben jeder das, was er verdient. „Jetzt lasst mich los!“ Verlangt der Mann, da er nun alles gesagt hat, wonach man ihn gefragt hat. Das sollte doch wohl mehr als genügen? Musternd schaut Soel jetzt noch einmal an dem Mann auf und ab, irgendetwas Interessantes? Nein dem scheint nicht so. Also gibt es keinen Grund, an seinem bisherigen auftreten noch nachträglich etwas zu verändern, ein schmales lächeln tritt auf die Lippen des Halbdämons „War doch gar nicht so schwer“. Lobt er den Mann, naja, loben kann man das nicht nennen, nicht so wie er das sagt. Die Straße hinunter, dann waren sie hier nicht all zu falsch? Das klingt doch einmal nach einer erfreulichen Nachricht und natürlich glaubt er, was der Mann da sagt, niemand würde es wagen, einen Sagar anzulügen. Niemand! Nicht ihn, oh wie er es hasst wenn die Menschen denken, ihn an der Nase herum zu führen. Der Gedanke daran genügt und schon könnte er ganze Städte auseinander nehmen. Also nein, er würde es dann gern können, das auseinandernehmen von ganzen Städten. Egal, bald geht es. Haben sie bereits das super tolle Ritual erwähnt das sie unglaublich mächtig machen wird? Muss man ja noch mal erwähnen dürfen, so ganz neben bei. Na wie auch immer. „Solltest du und angelogen haben, werden wir dich erneut aufsuchen“ .
[02:04] ₪ Nein, er glaub noch immer nicht, dass dieser Mann es gemacht hat, auch wenn er nun wieder etwas blasser um die Nase herum wird. Doch die Drohung noch einmal auszusprechen, das schadet ja letztlich auch nie. Was das ganze bringen soll? Na das sich die betreffenden noch schnell um entscheiden und zugeben das sie gelogen hat. Wird nie passieren, das weiß ich, das weißt du, naja nur ein Sagar, der weiß das eben nicht.
Denn Mann zurücklassend, geht man nun Weg, den er ihnen gewiesen hat. Recht ansehnliche Häuser stehen hier, kein so prächtiges Anwesen wie das ihre, doch man kann sich hier sehen lassen und auch die Menschen auf den Straßen scheinen, zumindest annehmbar. Hier waren sie in keiner dieser Ecken, in denen man den Dreck und die Krankheit, schon von weitem erkennen konnte. Nein die meisten Personen die ihnen entgegen kommen, die sind ihnen zumindest ähnlich. Heranreichen kann natürlich niemand an das Duo. Also, wo lang jetzt genau? So eine Praxis wird doch gewiss zu erkennen sein, sollte man meinen. Vielleicht durch ein Messingschild, hübsch poliert und in schnörkliger, doch lesbarer Schrift verfasst? Vielleicht hängt auch ein Äskulapstab an einer der Hauswände oder der Wicht (also jetzt wieder Kjes) läuft ihnen sogar, ganz zufällig, über den Weg und in sie hinein. D A S wäre tatsächlich mal Glück und etwas das sie wirklich, wirklich verdient hätten! Oh und der Quacksalber erst!
[18:57] ₪ Doch doch, steigen wir genau da noch einmal ein. Natürlich sind die Nähte von feinsten Kinderhänden gefertigt, wie soll sie sonst so edel und gleichzeitig so weich werden? Richtig, geht nicht. Da ist doch aber auch nichts verwerfliches dabei, schließlich können auch kleine Plagegeister ihren Eltern helfen den Lebensunterhalt zu bestreiten, wäre ja noch schöner, wenn sie es nicht tun würden. Schließlich gibt es genug, die hungern müssen. Aber dies davon, schließlich führen wir hier keine Debatte, ob man die kleinen Kinderhände schonen sollte oder nicht. Die Meinung der Sagars scheint da recht übereinstimmend zu sein. Aber wie könnte sie auch nicht? Dies ist wieder das Grundsätzliche, was den meisten hier abgeht. Wie könnte sich jemand gegen wundervoll weiche Kleidung mit ordentlichen Nähen entscheiden? Es scheint so, als ob es diese Verrückten Menschen gibt, aber für Sidka ist es ganz klar. Ihm egal wie oft sich die kleinen Gören, die Nadeln in die Hände stechen, Hauptsache seine Kleidung ist in Ordnung.
Naja, aber deswegen ist ja nun keiner von ihnen hier. Mittlerweile hat der Sagar sich dem kleinen Wurm an seiner Hand halb zugewandt, auch wenn er es lieber nicht getan hätte. Ekelhaft. Menschen. So nah. Bah. Aber, machen kann man da nicht wirklich viel. Also, doch, könnte er schön, aber es schleudert sich wirklich sehr schlecht, wenn man nur die Kleidung bewegen kann. Also, was ich sagen möchte - um hier auch den Kreis zu schließen: Umso besser vernäht die Kleidung ist, umso besser kann man sie auch zum Schleudern benutzen, schließlich reißt sie nicht so schnell. Hier? Die Sachlage ist ganz klar und bedarf keiner weiteren Beweisaufnahme. Der Fetzen, der sich Kleidung schimpft, ist sicherlich nicht dazu geeignet hier auch nur irgendwelche weitergehenden Dinge einzuleiten. Drohungen. Beschimpfungen. Dies muss ausreichen und die kleine Tatsache, dass dem anderen so langsam die Luft ausgeht. Harhar. Man muss sich eben auch an den kleinen Dingen erfreuen. So zum Beispiel, wenn das kleine Vögelchen, welches man im Käfig hat, anfängt zu singen. Ja, und wie es singt! So laut und klar, dass der Halbdämon sich fast freut. Nicht, dass er dies wirklich kann, dass er diese Gefühle so richtig empfindet, aber da ist immerhin Genugtuung bis zu dem Moment, in dem er wieder diesen letzten Satz sagt. Jetzt lass mich los. Also jetzt mal ernsthaft? Was ist denn mit dem verkehrt? Wild - so sehr dies eben bei grauen Augen geht - funkeln Sidkas im Schein der Boshaftigkeit, die ihn in diesem Moment durchfährt. Nur noch ein kleines bisschen mehr, ein bisschen enger. Das Röcheln ist kaum zu hören, aber es ist da und es ist ganz laute Musik in den Ohren des Rotschopfes. Niemand legt sich mit ihm oder mit seinem Bruder an. Falls es doch jemand wagt, dann bereut er es, sei es auch nur durch eine verbale Entgleisung. "Hör mir gut zu, du kleiner Wurm. Ich lasse dich los, wenn ich es möchte, nicht wenn du denkst, dass der Zeitpunkt wäre. Muss ich meine Gedanken diesbezüglich noch weiter ausführen? Du bist eine kleine Made, die sich im Speck suhlt, wann immer sie ihn findet. Du bist absolut n i c h t s wert, du bist der Abschaum der Gesellschaft. Ich könnte dich in diesem Moment auslöschen und n i e m a n d en würde es interessieren. Verstehst du? Senk deinen Blick, wenn du gehst, erinnere dich immer wieder daran, wer oder was du bist und - um deines Lebens willen - benimm dich angemessen deiner Herkunft. K r i e c h, du Wurm!" Leise gezischt sind die Worte, die Wut des Kerls ist unbegreiflich groß, aber es ist einfach besser sie hier und jetzt zu unterdrücken. Was genau soll er machen? Ihn hier genau töten? Ein Ding der Unmöglichkeit, dies steht fest, aber letztendlich weiß dies der kleine Wurm hoffentlich nicht. Immerhin hat dieser es sicherlich auch für unmöglich gehalten, dass ein Dämon so offensichtlich seine Macht demonstriert. Dies hier ist doch Macht! Was, wenn nicht dies? Schließlich ist es soweit, Sidka lässt den Kerl wieder los, dreht sich gen Soel. Man ist wieder nur zu zweit in diesem Spiel, denn auch der zweite Bruder glaubt nicht, dass der Mann gelogen hat. Warum sollte er auch? Es war eine lebensbedrohliche Situation, er hat natürlich nicht gelogen. Also bitte, dies wäre ja noch schöner. "Bevor wir uns aufmachen, würde ich gerne meine Hände waschen." Es ist wieder der leicht nasale, überhebliche Ton, der ihm zueigen ist. Dazu passend ist das Gesicht, welches er leicht verzogen hat, als ob er gerade einen besonders widerlichen Geruch in seiner Nase hat. Warum er seine Hände waschen möchte? Ganz klar, er hat gerade jemand anderen angefasst, der wirklich richtig ekelhaft - zumindest in seinen Augen - ist und diesen Dreck möchte er nun von sich abwaschen. Nicht auszudenken, wenn er am Ende eine ansteckende Krankheit abbekommt, nur weil er eben nicht reagiert hat.
Ein kurzer Blick reicht aus, um herauszufinden, dass ein Brunnen in der Nähe ist.
[19:03] ₪ Dort könnten sie zumindest kurz anhalten, bevor sie den Weg dann weiter fortsetzen. Ganz in der Nähe also. Nur die Gasse darunter, man würde es sehen. Sicherlich, ein Messingschild. Was auch sonst? Irgendwo muss doch angekündigt werden, dass er - also Adam Glynne - dort praktiziert. Eine andere Möglichkeit wäre natürlich, dass es weder diesen Arzt, noch die Praxis gibt. Dass sie von Anfang an hinters Licht geführt wurden, dass sie Kjestel so nicht finden und dieser Wurm sie von irgendwo beobachtet, auslacht. Oh, allein der Gedanke daran ärgert ihn schon wieder immens. Nein, es ist ein schlechter Tag gewesen, an dem der Blonde sich die Begegnung mit den Sagarbrüdern erzwungen hat. Es ist so etwas wie ein falscher Sechser im Lotto, aber irgendwie halt doch der Hauptgewinn. Lässt sich echt schwer beschreiben, aber in jedem Fall wird der Rotschopf mehr als ungeduldig. "Wir sollten uns beeilen." Ja, los jetzt. Nicht, dass sie den Wurm am Ende noch verpassen.
[17:26] Soel Sagar || Ein schmales lächeln liegt auf dem Gesicht des Sagars, während sein Bruder sich mit dem Mann beschäftigt. Nicht wirklich wegen dem was er da sieht, in Gedanken ist er schon weiter, sieht Kjes so im Griff zappeln, um Gnade winseln und.. mal ehrlich, die beiden haben ein außerordentlich starkes Galtungs Problem. Wenn mans Mal Psychologisch betrachtet. Normal ist es nicht, sich so auf jemanden einzuschießen, den man nicht kennt, also für andere nicht normal. Bei den Brüdern kommt es schon vor. Doch wenn man eben auch so ungeschickt ist und sich ihnen in den Weg stellt, ausgerechnet bei dieser Sache. Bei allem anderen, da hätte die kurze aufmerksamkeitsspanne der Brüder schon längt dafür gesorgt, das jedes Interesse an der Pflanze und allem was damit zusammen hängt, verloren ist. Aber doch nicht wenn es um so etwas geht! Darum die eigene Macht in solcher Intensität zu steigern. Während Soel also da steht und schmal lächelt, macht Sid sich die Hände schmutzig, knöpft sich den Wicht vor und bleut ihm seine Stellung noch einmal ein, richtig so. Es wird sicher dauern, doch irgendwann wird man den Brüdern hier, den gleichen Respekt entgegen bringen (oder die angst) wie in der Heimatstadt, in welcher der Name Sagar eben eine doch große Bedeutung hat. Schrecklich, wie kann sich ihr Name nicht bis in alle Winkel dieser Welt verbreitet haben? Wie kann es sein das man in dieser Stadt noch nicht von ihnen gehört hat. Der Wicht fühlt sich wohl vollkommen im falschen Film, auf Gestallten wie die Brüder trifft man ja auch nicht alle Tage, noch seltener passiert es, das die eigene Kleidung anfängt einen zu erwürgen. Also d a s passiert wirklich nicht oft. Vielleicht hätte er anders gehandelt, wenn das Ganze nicht so überraschend wäre. So steht der Mann da, nickt, während er weiterhin versucht, die Kleidung vom eigenen Körper weg zu ziehen, vielleicht sogar auf zu reißen. Doch dazu sind die Nähte dann doch zu gut. Das nicken und kurz danach wird er losgelassen, auch die Kleidung hängt wieder locker an dem Mann hinunter und sein Herzschlag beruhigt sich langsam. Der Gedanke.. was war das? Steht im deutlich ins Gesicht geschrieben. Ein schaudern und der Kerl beeilt sich, möglichst viel Abstand zwischen sich und die beiden Brüder zu bekommen.
Kaum das der Wicht nun fort ist, verschwendet Soel keinen Gedanken mehr daran, bloß noch an das Ziel, welches ihnen genannt wurde. Gut und kurz an den Brunnen, zu dem sein Bruder nun noch schnell gehen will. Das Händewaschen wird hingenommen, als Eigenart des Bruders. Kommt man auch sonst selten mit den Eigenarten von anderen aus, bei den Brüdern ist es dann doch etwas anders. Die kennt man schließlich und hat sie akzeptiert, sie alls vollkommen normal aufgenommen. Irgendwie versteht man es ja auch, wenn Soel auch nicht ganz so empfindsam ist. So was nun? Genau, auf zu der Praxis. Sie sollten sich beeilen. Der ältere nickt wieder, man stelle sich einmal vor, sie würden ihn nun verpassen. Nehmen extra den Weg auf sich und hören dann, zu spät, das der betreffende gerad weg ist. Vielleicht sogar gehört hat das sie kommen und vorher seine Beine in die Hand genommen hat, um zu verschwinden. Ganz ordentliche Häuser stehen rechts und links die Straße entlang, große Tore, hübsche Vorgärten und je weiter sie gehen, umso angenehmer wird die Gegend. Menschen die ihnen entgegen kommen sind weniger unangenehm als schon zuvor und hier und da sieht man Schilder und Namen an den Häusern. „Hier“ meint er nun. Bleibt stehen und sieht zu einem Schild. In ordentlicher Schrift, steht der Name des gesuchten dort. Eigentlich war das jetzt doch zu einfach? Selbst Soel zögert kurz, bisher hat nichts so funktioniert wie sie es gedacht habe, obwohl sie ein Recht darauf haben, das alles so klappt wie sie es wollen. Das es nun wirklich, na ihr versteht schon. Seltsam! Doch warum sich damit jetzt lange aufhalten, vielleicht hat das Schicksal endlich erkannt, das es sich ihrem Gewünschten Weg, nicht in den Weg stellen konnte, das selbst dieses sie nicht aufhalten kann und die Brüder nun das bekommen was sie wollen und verdienen. Wie gehen sie jetzt am besten vor, Taktisch geschickt, einer durch die Vordertür, einer durch die Hintertür, warten sie, dass er rauskommt und lauern ihm auf? Geben sie sich als Patienten aus und versuchen mehr heraus zu finden? Papalapap, sie sind Sagars, warum mit ihren Gründen vorsichtig umgehen? Das Tor ist sicher auf, schließlich ist da eine Praxis und die Patienten sollten hinein kommen können. Also auch nicht Patienten wie sie.
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Re: Hauptgeschichte

Beitragvon Kilian » 17. Mai 2016, 01:11

[13:28] ₪ Ein Glück ist man nun weit entfernt vom Markt. Man kann wohl festhalten, dass dies ein sehr unangenehmer Ort für den Halbdämon ist. Dreckig. Viele Menschen. Ach, wenn es nur dies wäre. Aber es sind viele, dreckige, dumme Menschen. Stinkend. Anmaßend! So wie dieser kleine Wurm von eben. Da ist es doch viel besser, dass man nun in die besseren Viertel der Stadt kommt. In eines der besten, um ganz ehrlich zu sein. Ach, da hüpft das verschrumpelte Herz des Kerls doch ein wenig schneller. Hier könnte er sich fast wohl fühlen, nicht so sehr wie in der Villa, aber doch schon ein wenig. Gut, deswegen sind sie nicht hier, aber dieser kleine Zwischenfall auf dem Markt gerade ist wieder vergessen. Es zählt nur noch eine Sache: Das Haus, vor dem sie nun endlich stehen, mit der Person darin, die er nun schon seit einer Weile begehrt. Nicht so, wie man dies jetzt denken könnte, auch wenn der Sagar sicherlich nicht so wählerisch ist, wie man denken könnte. Langeweile ist das täglich Brot eines Aristokraten, da muss man sich eben Beschäftigung suchen. Auch, wenn es vielleicht nicht ganz dem normalen Standard entspricht. Soels Feststellung braucht es eigentlich nicht, aber es unterstreicht den Moment. D I E S E N Moment. Den, auf den er so lange gewartet hat. Vielleicht ist sogar das Ritual darüber ein wenig in Vergessenheit geraten. Nein, nicht vergessen, vor allem ist Macht natürlich immer noch das Wichtigste, aber es wird unglaublich gut sein Kjestel bei seinen kurzen, blonden Haaren zu packen. Es ist eben ein denkwürdiger Moment, den keiner, der nicht dabei ist, nachempfinden kann. Keiner rührt sich so als ob sie erst einmal die Fassade des Hauses einziehen. Das Schild wackelt leicht im Wind, man könnte meinen, dass die beiden Brüder auf irgendetwas warten. Nur worauf?
Sidka ist versunken in seinen Vorstellungen. Nein, da ist zuerst die Erinnerung. Der Markt. Der Stand. Der Händler, der versucht zu feilschen, der letztlich aber doch seiner Gier erliegt und zustimmt die Pflanze zu verkaufen. Diese Pflanze. Die Finger haben sich quasi schon danach ausgestreckt, so voller Gier, dass es eigentlich erstaunlich ist, dass kein Sabbertropfen aus dem Mund des Sagars läuft. Doch dann! Dieser kleine Wurm. Dieser blonde Widerling. Läuft rum wie der letzte Bettler! Nicht mal genug Geld um sich ein anständiges Oberteil zu leisten. Genau sieht er noch die Tattoos, die den Rücken zieren. Wie kann man nur so nach Aufmerksamkeit lechzen? Der Halbdämon ist da natürlich ganz anders. Kultiviert. Zurückhaltend. Vor allem hat er eine vernünftige Frisur und nicht solch kurzes, blondes Strubbelhaar. Wäre auch alles wirklich egal, wären da nicht die zwei Todsünden, die Kjestel begangen hat. Freunde? Nie im Leben. Er wird den Kleinen, diese halbe Portion nicht mal als richtiges Lebewesen akzeptieren. Niemals. Zum Glück ist so ein niemals bei Erwachsenen ja immer sehr dehnbar, also bitte nicht darauf festnageln, falls doch mal etwas passieren sollte, was nicht mehr ins Bild passt. Also, was wird geschehen, ob dieser Impertinenz des Wurmes? Ach halt, erst noch die beiden Todsünden, man sollte die Anklage schon verlesen, bevor man das Urteil fällt. Wie also kann die kleine Made es wagen, zuerst den Deal zu ruinieren indem er auch noch nur eine schnöde, schwarze Münze zeigt - sondern danach auch noch (vielleicht auch währenddessen) die wundervollen, total teuren Anziehsachen des Halbdämons ruiniert. So, wie seine Sachen gebrannt haben, würde auch der kleine Wurm brennen.
Nun also, wo kein Kläger, da kein Richter. Sagen wir es mal so. Vor der Tür des Arztes - der ja sicherlich nicht zu Hause ist - wird es gleich eine Anklage geben. Eine, die man eigentlich nicht mehr verlesen muss, denn sicherlich wird der kleine Wurm sogleich beim Anblick der beiden Brüder wissen, worum es geht. Was dann passieren wird? Ah, Sidka wird es genießen, ihm das Fell abzuziehen. Wortwörtlich. Nicht nur buchstäblich. Die Tattoos wird er sich an die Wand tackern. Jeden Tag wird er sich anschauen, wie er den größten Triumph seines Lebens errungen hat. Denn, dies hier wird die Dinge in Gang setzen, an denen sie nun schon eine geraume Zeit arbeiten. Den Anfang macht der kleine Blonde. Dessen Vernichtung wird gleichzeitig die Blume, Feuertau, in ihre Hände spielen. Nachdem man den Wurm ausreichend gequält hat - zu diesem zweifelhaften Vergnügen könnte man sich auch überlegen ihn mit sich zu nehmen, um ihn einen kleinen Ferienaufenthalt in der Sagarvilla zu bescherren -, würde er mit seinem Bruder das Ritual durchführen. Noch an diesem Abend. Oder am nächsten, denn der andere Rotschopf hat diese magische Kugel erwähnt, welche für sie von Nutzen sein könnte. Egal wie, die Macht ist greifbar, sie beginnt an diesem Tag damit, dass sie die Tür aufstoßen.
Problem? Sie stehen hier ja jetzt schon eine ganze Weile. Von hinten drängelt sich unwirsch jemand durch, zerstört den perfekten Augenblick. "Entschuldigt, dies ist eine Praxis, kein Musuem."
[13:39] ₪ Herrgott, herrje! Ernsthaft? Auf die blassen Wangen zieht sich schon wieder diese Spur von rosa, die anzeigt, dass die Geduld des Halbdämons sich gen Ende neigt. Gut. Die ist zur Zeit absolut nicht vorhanden, was man hier aber positiv bemerken muss: Es ist offensichtlich, dass man hier im besseren Viertel ist, denn im Hafen oder am Markt hätte man wahrscheinlich einfach sofort losgepöbelt oder sie bei Seite geschubst. Gut, nun da die Magie des tollen Momentes sowieso vorbei ist, kann man auch ganz langsam zur Tat schreiten. Bei den schönen Dingen des Lebens sollte man sich schließlich Zeit lassen. Dies hier ist so eines. "Bruder. Dieser Wurm, der erste Streich gehört mir. Denk daran, dass er mir meine Kleidung zerstört hat. Er hat mich angefasst." Die vielleicht größte Frechheit bei dem Ganzen. Wie kann dieser Wurm es wagen. Gut, man kann festhalten, dass die Gedanken des Kerls sich so ziemlich im Kreis drehen. Kurz zusammengefasst ist es eigentlich so: Der Sagar ist sauer. Kjes ein Wurm. Er kriegt jetzt gehörig auf den Latz. Am Ende stehen die beiden Halbdämonen mit der begehrten Pflanze da - und werden die Macht erlangen. Also, um es deutlich zu machen - D I E Macht. Erzittere Kjestel.
Die Hände streifen noch einmal den Mantel, der ihn natürlich ganz vorzüglich kleidet. Oben besetzt mit Fell. Es schreit nach privilegiert. Herein spaziert, herein spaziert - der Spaß kann beginnen. Die langen, schmalen Finger legen sich auf die Klinke, drücken sie herunter. Langsam öffnet sich die Tür, guten Tag, die Sagarbrüder sind da und dürsten nach Rache...
[18:44] ₪ Leider hatten sich die beiden Männer vom Marktplatz als totaler Reinfall entpuppt. Bislang hatte man keinen der Beiden nochmals zu Gesicht bekommen. Dabei hielt man allzeit die Augen auf, war bereit den beiden, überaus optisch ansprechenden, Rotschöpfen erneut zu begegnen. Außer acht blieb dabei allerdings der Umstand, dass man sich seither lediglich in den eigenen vier Wänden aufgehalten hatte. - Und natürlich der elendigen Kaschemme, in die es einen verschlagen hatte. Dieser Moment zählte jedoch nicht, da man sich nur noch dunkel daran erinnern konnte. Gut, von direkten Erinnerungen zu sprechen, war möglicherweise weit hergeholt, a b e r man war definitiv da gewesen. Fakt war: Der Alkohol hatte seine volle Wirkung erst entfaltet, als man das erste Mal seit zahlreichen Stunden wieder ans Tageslicht getreten war. Besser gesagt, getreten worden war. Das Erlebnis mit dem Braunhaarigen war da schon einschneidender. Bis jetzt konnte man sich weder daran erinnern, was er dort gewollt hatte, noch wie man am Hafen gelandet war. Ein kleiner Ausflug, der auch sehr viel schneller geendet hatte, als er angefangen hatte. Sehr zum Leidwesen Damian's, der einen vollkommen entnervt am Hosenbund festgehalten hatte, als man nur noch über dem Geländer zum Wasser gehangen hatte, um seiner Übelkeit freien Lauf zu lassen. Wenn man bis dato davon ausgegangen war, dass seine Abneigung gegen einen seinen Höhepunkt erreicht hatte, wusste man es heute besser. Seit dem kleinen Zwischenfall am Hafenbecken mochte einen der Bordellbesitzer sogar noch weniger. Tja, was sollte man dazu noch sagen? Damian überraschte einen jeden Tag aufs Neue. Darum sollte es hier auch nicht gehen. Immerhin lag das Ganze schon ein paar Tage zurück. Tatsächlich aber hatte man die beiden Brüder in diesem Augenblick nicht mehr auf dem Schirm. Obendrein war einem im Nachhinein aufgefallen, dass man die Pflanze vielleicht doch nicht hatte. Am Ende hatte man das Gestrüpp nur kurz im Augenwinkel gesehen, war es einem doch wichtiger gewesen diesen Handel zu unterbinden. Es war eine bodenlose Unverschämtheit, dass sich dieser Händler angemaßt hatte, eine derart spezielle Pflanze auf dem freien Markt zu verkaufen. Damit machte er sich strafbar. Wenn sich hier schon jemand die Hände schmutzig machte und damit eine ganze Menge Schotter kassierte, dann war das ja wohl der Schwarzmarkt selbst! Verständlich, dass man direkt ein wenig aus der Haut gefahren war, als man es gesehen hatte. Wer wäre das nicht? Dieser Mistkerl hatte nicht das recht dazu, einem im Weg zu sehen. Punkt! Da gab es nichts mehr zu bereden. In diesem ganzen spontanen Durcheinander, hatte man lediglich einen knappen Blick auf die Pflanze werfen können. Es genügte bei Weitem nicht, um sie exakt einordnen zu können. Möglicherweise befand sich eine solch botanische Pracht nicht im eigenem Besitz, doch wen kratze das schon? Dafür hatte man eine andere Pflanze, die zum Verwechseln ähnlich aussah. Wenn es nicht sogar die richtige Pflanze war. Am Ende hatte dieser kleine Aufruhr ein zufriedenstellendes Ende genommen. Der Händler verkaufte nur noch übliche Waren und die Freude der beiden Männer an der Pflanzenwelt, hatte auch ein rasches Ende gefunden. Ärgerlich nur, dass sie einem durch die Lappen gegangen waren. Der Magier in allen Ehren, doch die waren auch nicht zu verachten gewesen. Entgegen der Annahme des Angerempelten, würde man nicht behaupten ihn angefasst zu haben. Tse! Als wäre man derart plump in der ersten Kontaktaufnahme. Unverschämt war durchaus möglich, aber derart plump zu sein, wollte man sich nicht anmaßen lassen. Hätte man ihn angefasst – dann wäre der Augenblick in den Gedanken des Hübschen sicher noch denkwürdiger gewesen. So aber hatte man die beiden Männer nicht wieder gesehen. Besser war das! Wo Satre einem doch unmissverständlich klar gemacht hatte, wie wenig er von derartigen Tätigkeiten hielt. Seitdem behielt man seine Finger konsequent bei der Hälfte der Patienten bei sich. Schließlich waren 50% der Patienten hier weiblich, unattraktiv oder zu alt. Was mit dem Rest war? Also jetzt brauchte man auch nicht kleinlich werden. Kurzum: Man kam zurecht, auch mit diesem völlig übertriebenen Verbot. Satre hatte einen auch direkt hingestellt, als würde man seine Patienten befummeln. Pfft! Dem musste erstmal bewusst werden, wie wichtig Vorsorgeuntersuchungen waren. Dann sah er das sicher ganz anders! Zudem musste man seinen Patienten immer ein gutes Gefühl vermitteln. Da tätschelte man auch mal jemanden das Knie, der wegen einer Schramme im Gesicht da war. Das war halt einfach so! Stattdessen wurde frei nach dem Motto 'Was Satre nicht weiß, macht ihn nicht heiß' weiterbehandelt. Für heute war man größtenteils fertig. Bis auf den einen Patienten, der sich zuvor noch an dem ansehnlichen Zwillingspaar vorbei gedrängelt hatte und nun vor einem stand, um sich ausgiebig über 'Zwei hirnlose Trottel, die das Gebäude anstarren und dabei den ganzen Weg versperren.' ausließ. Nun denn:
[19:43] ₪ Dies war an und für sich auch ein sehr hübsches Gebäude. Das hatte sich sein Vorgesetzter durchaus gut ausgesucht. Da merkte man direkt, dass der Herr ebenfalls aus hohem Hause kam. Grundsätzlich konnte man festhalten, dass hier der Adel ein und aus ging. Welch schmucker Besuch jedoch gerade im Begriff war, die Tür zu durchqueren ahnte man nicht. Stattdessen schickte man den Patienten mit einem Rezept wieder nach Hause. Für heute hatte man definitiv Feierabend. Dementsprechend machte man sich bereits auf den Weg ins Nebenzimmer, um seine Klamotten zu holen. Auch wenn es Viele nicht für möglich gehalten hätte, arbeitete man nicht ganz so freizügig, wie man privat herumlief. Oh, man hätte dies ohne Weiteres getan, doch auch das war einem untersagt worden. Nur das man sich in diesen Punkt mittlerweile daran hielt. Was man allerdings aus dem Nebenzimmer holte, waren die Ampullen, die man besser nicht in der Praxis ließ. Sicher war sicher! Auch wenn das bedeutete, dass man sie jeden Morgen hierher brachte, um sich abends wieder mitzunehmen. Ein leidiges Thema, doch absolut notwendig. Diese Ampullen waren schlicht verdammt viel wert. Vor allem, wenn die Reihe so gut gelungen war, wie diese. Sie wurden also gut in der Umhängetasche verstaut, ehe man sich damit auf den Rückweg zur Tür machte. Die Dame, die einen sonst unterstützte, wenn man alleine war, war bereits vor einer Stunde gegangen. Das leise Quietschen der Tür nahm der Blonde nur bedingt wahr, während er in der Tasche nach dem Praxisschlüssel wühlte. Dieser musste mal wieder an die hinterletzte Ecke ganz weit unten gerutscht sein. Ein leises Seufzen perlte einem über die Lippen, erst dann bemerkte man die Anwesenheit einer weiteren Person. Ohne konkret jemand Bestimmtes zu erwarten, hob sich der Blick des Arztgehilfen. Doch alles, was man im ersten Augenblick sah, war dieser protzige Pelzkragen. Das sah man nicht alle Tage. Allgemein triefte diese Person nahezu von ihrem Wohlstand, was einen kurzzeitig die Brauen heben ließ. Für einen kurzen Augenblick, ging einem durch den Kopf, dass es sich hierbei nur um eine von Adams Bekanntschaften handeln konnte. Dann aber, geschlagene zehn Sekunden später, erkannte man die Person. Ach! Sieh an, sieh an! Da zuckten die Lippen direkt unter einem anfänglichen Lächeln. "Schau an. Welch' hoher Besuch in meiner bescheidenen Hütte!" wurde es dem Anderen in einem gar schmeichelnden Tonfall zuteil. Ganz ohne, dass man den anderen Bruder bereits erblickt hatte. Bescheiden war noch stark untertrieben. Immerhin hatte sein Vorgesetzter hier Wände herausreißen lassen, nur um sie nach seinen Wünschen neu zu setzen. Es machte durchaus ein bisschen mehr her. "Ich hätte ehrlich gesagt nicht mehr mit dir gerechnet." Man mochte es nicht sitzen gelassen zu werden, auch wenn man zugeben musste, dass der 'Willst'e gelten, mach' dich selten'-Ansatz durchaus etwas hatte. Wie überaus freundlich von ihm einen direkt von der Arbeit abzuholen. Ob man die heikle Situation bereits erkannt hatte? Ehm...nein! Noch hatte man den zweiten Bruder noch nicht erblickt. Dann hätte man eventuell etwas argwöhnischer reagiert. So aber war man die Gelassenheit in Person, als man dem Rotschopf entgegen schlenderte. Heute einmal mit einem gewöhnlichen, hellbraunen Hemd. Eines, dass sogar die Zeichnung am Rücken verdeckte. Schweren Herzens, aber was sollte man machen? "Was gedenkst du als Wiedergutmachung zu erbringen?" Denn wer sagte, dass man nach einer derartigen Wartezeit überhaupt noch willig war zu verhandeln? Gott, bei ihm ganz sicherlich! Aber hey - wer ließ sich schon in die Karten blicken? Zudem war der Blickfang nun erstmal am Zug.
[20:58] Soel Sagar ||Das lange rote Haar trägt der Sagar zu einem strengen Zopf nach hinten gebunden, die Augen sind bernsteinfarben –gelb wäre ein zu gewöhnlicher begriff!- und die Kleidung steht der seines Bruders in Wert und Qualität in nichts nach. Der Unterschied liegt lediglich darin, das der jüngere sich der Mode der Stadt angepasst hat, während die Kleidung des älteren im Schnitt der Heimat gefertigt ist. All zu groß ist der Unterschied nicht, fällt wohl nur jenen auf, die auch ein Händchen und Auge für solcherlei Dinge haben. Insgesamt kann man also sagen, die beiden passen Perfekt in diese Umgebung hier, sie fallen nicht halb so stark auf, wie es in anderen Teilen der Stadt geschehen ist und wohl auch immer geschehen wird. Eben deshalb kann man es vielleicht gerad so noch verzeihen, dass der Mann der vor ihnen die Praxis des Medicus betritt, dies nicht ohne ein paar freche Worte tut. Wenn diese von Standesgleichen kommen, dann ist der Umgang mit ihnen weit anders, als wenn der einfache Pöbel sich das recht heraus nimmt und ein Wort gegen die Herrschende Klasse erhebt. Herrschend jetzt nicht zu Wörtlich genommen, diesbezüglich lag der Einflussbereich der Brüder doch einige Tage zu Schiff entfernt. Ein kurzes wedeln mit der Hand, begleitet von den Worten. „Mach nur, lass dich an ihm aus. Nur achte mir darauf, das er uns noch sagen kann, wo sich die Pflanze befindet“ . Ist die Reaktion auf die Forderung des Bruders. Er will sich zuerst um den Wurm kümmern? Soel muss sich nicht selbst die Finger schmutzig machen, er will endlich den gemeinsamen Plan verwirklichen können, er will die letzte Zutat! Man könnte sich auch fragen, warum haben die Brüder nicht nach einem anderen Weg gesucht, diese Pflanze zu erwerben, eine andere Stadt beispielsweise? Die Möglichkeiten hätten sie. Nur leider neigt der eine wie der andere eben dazu, rachsüchtig und nachtragend zu sein, ebenso wie kurzweilig und vergesslich. Ja das beides kann zusammen passen, wenn es auch eine eher seltene Kombination ist. In dem Sinne also, ja man könnte es sich fragen oder man gibt sich mit dieser Erklärung zufrieden.
Der große Moment ist da, Trommelwirbel bitte! Sie öffnen die Tür. Sid betritt noch vor Soel die Praxis und somit den ersten Raum in diesem Gebäude. Soel bleibt gleich nach der Tür stehen, ein kurzer Blick durch den Raum genügt ihm. Annehmbar, nicht perfekt, doch Perfektion ist doch eh nur von den Brüdern zu erwarten. Lang hatte der andere Mann sich in der Praxis nicht aufgehalten, er kommt den Brüdern schon wieder entgegen und muss sich ungeschickt an Soel vorbei drängen, dieser denkt nicht einmal daran, jetzt einen Schritt zur Seite zu machen. Erst als der Mann eh schon an ihm vorbei ist, da setzt Soel seine Schritte tiefer in den Raum. Kleine Spielereien werden trotz allem noch erlaubt sein. Wenn er sich erst durchdrängt, braucht er nicht zu erwarten, einer der Sagars würde ihm so etwas wie ein zuvorkommen entgegen bringen. Hier, ganz in der Nähe, befindet sich noch jemand, der mit einer bevorzugten Behandlung nicht zu rechnen braucht. Dafür hatten sie viel zu viel zeit, um die Abscheu auf diesen Kerl, in Granit zu meißeln. Man kann den Hass auf einen Menschen schüren, ganz ohne ihm ein weiteres mal zu begegnen und vor allem auch, ohne ihn überhaupt zu kennen, sehr praktisch das ganze.
Das Bild in seinem Kopf sah anders aus, Kjes war noch kleiner, das Haar gelber und überhaupt die ganze Erscheinung weit unschöner als das Original. Man hatte eine bildliche Idee von einem Haufen unangenehmer Eigenschaften, mit dem Originalbild verschmolzen und dabei eine ganz eigene Kreation herausbekommen. Wohl deshalb schaut er den „Medicus“ erst einen Moment überrascht an, bevor er zu Handeln beginnt. Nein er hat ja zugestimmt, Sid darf anfangen! Zumindest was die Behandlung von Goldlöckchen betrifft. Das heißt aber nicht das Soel gar nicht aktiv sein kann! Die gebündelte und großartige Macht des Sagars findet seinen Nutzen! Gibt es noch offene Türen und Fenster, dann knallen diese in dem Moment zu, in dem wieder Ruhe herrscht. Lautstark und knallend, schön einschüchtern, damit will man beginnen, zeigen was man kann! Ja das ist nicht wirklich viel, aber es soll ja auch nur Eindruck machen und wenn Soel halt nur so ein paar Kleinigkeiten beherrscht wie den Wind- bloß in nächster Nähe aber es reicht um ein Schiff zum schaukeln zu bringen und den Bruder fast zum ko.. pardon, Brechen- oder das erschaffen von Nebel –schön dicken, der bringt zwar Garnichts, doch man kann ja lügen!- Die Aufgabe, den ungehörigen Kerl für seine Worte zurecht zuweisen, die überlässt er ganz dem jüngeren Bruder. Zugegeben, erst war es ihm noch egal gewesen.Jetzt bereut er fast, dem zugestimmt zu haben.
[20:58] ₪ Das muss man sich aber auch einmal vorstellen, der Kerl platzt ihnen beim handeln dazwischen und besitzt dann die Dreistigkeit und gibt ihnen die schuld? Beschwert sich sogar, dass sie zu langsam waren. Oh mein guter, eigentlich solltest du froh sein, uns erst jetzt zu begegnen, das hat die Anzahl deiner kümmerlichen Tage auf Erden um ein paar unbedeutende verlängert! Von der geplanten Unterwürfigkeit und dem flehen um Verzeihung fehlt jetzt noch jede Spur, doch das würde sich bald ändern! Die letzten Worte sind dann wirklich zu viel des Guten, er schaut den Kerl nun nicht einmal an, wendet sein Augenmerk nur auf den Bruder „Würdest du bitte “ jetzt endlich etwas gegen diese Made tun? Ja die unausgesprochenen Worte wiegen schwer und ganz bestimmt versteht Sid sie ohne zögern und empfindet in keinster weise anders als Soel. In solchen Dingen waren sie sich doch immer recht einig und konnten auf die gemeinsame Zusammenarbeit zählen. Spätestens jetzt nimmt der Wicht gewiss auch von Soel Notiz, das zuschlagen der Türen konnte man ja auch Sid noch problemlos zuschreiben.
[21:37] Sidka Sagar || In Ordnung. Halten wir fest, es ist ein wunderschönes Gebäude und seit wenigen Momenten auch mit wunderschönen Menschen darin. Immerhin sind die Sagarbrüder tatsächlich eingetreten. Normalerweise wäre dies sicherlich noch ein wenig auffälliger erfolgt, aber es soll alles ganz normal aussehen. Zwei Brüder, die den städtischen Arzt aufsuchen. Ob Krankheit oder einer Konsultation ist ja egal, aber wichtig ist, dass niemand hinterherkommt. Dass sie hier alleine sind. Fast geschafft. Der Kerl, der eben noch so eilig an ihnen vorbei ist, kommt auch schon wieder heraus. Gut so. Die grauen Augen gleiten ernst durch den Raum, auf den Wangen ist noch der Hauch von Rosa zu sehen, welcher sich bereits vor dem Haus auf diese gezogen hat. Ist es Aufregung oder Wut? Letztendlich egal, Kjestel wird es sowieso nicht einordnen können. Wie gesagt, er mustert, wo er hineingeraten ist. Man muss wissen, was vor sich geht. Eine Praxis, wie man sie sich in seiner Position vorstellt. Edel. Dem Adel angemessen. Eindeutig für privilegierte Leute, so wie er einer ist. Wie immer schreit dies wie gesagt auch seine Kleidung. Im Gegensatz zum Bruder ist das kupferne Haar kürzer, so dass es eben nicht zusammen gebunden werden muss. Insgesamt kann man wohl ohne Umschweife behaupten, dass er eine perfekte Schöpfung ist. Die hohen Wangenknochen verleihen im sicherlich ein recht interessantes Aussehen - wie gesagt, die Praxis beherbergt nun endlich etwas Schönes.
Wie also hat der Sagar sich dies nun vorgestellt. Seit Tagen schwärmt er davon, hat fast feuchte Träume, wie er diesen kleinen Wurm hier zerbrechen möchte. Diese Phantasien sind schön und gut, lassen sich des Nachts schön träumen, aber leider ist die Realität doch zumeist anders. Wie genau soll man ihn dazu kriegen, dass er ihnen verrät wo genau die Pflanze ist. Oder, was natürlich für alle Beteiligten die viel befriedigendere Lösung wäre, dass er sie ihnen gleich gibt. Noch beobachtet der Rotschopf nur, saugt die Umgebung auf und wartet auf das Klappen der Tür. Für einen winzigen Moment ist da die Angst, dass der unverschämte Kerl gar nicht hier ist. Was dann? Zuerst ist da das eine Klappen, dann die Schritte. Leichtfüßig, von einem halben Hemd. Diese Gedanken von dem Halbdämon sind natürlich lächerlich, ist er vielleicht ein Stück größer als der Wurm, aber sicherlich nun auch kein Riese. Eher schmächtig einzuordnen, genauso wie der Exot. Also, Willkommen, willkommen zu den alljährlichen, ersten Kjestelspielen. Mögen die Götter dir gewogen sein. Kleiner Scherz am Rande, sicherlich ist die Vorstellung dahingehend perfekt, dass der Sagar mit dem Kopf herumschnellt. Wie könnte es jetzt ablaufen? In dem Augenblick, in dem er Kjestel erblickt bewegt er sich voller Anmut und Schnelligkeit, gibt ihm kaum die Chance seine verachtenden und beleidigenden Worte loszuwerden, klammert seine Finger fset um den Hals des kleinen Wurms und drückt zu bis das Röcheln endlich erstorben ist. Dazu würde er ihm klar machen, dass die Kleidung extrem teuer gewesen ist, dass er es bereuen wird - macht er in diesem Moment ja sicherlich schon - dass er die beiden Brüder jemals getroffen hat und dass dies sein letzter Atemzug war. Gut. Ist natürlich vollkommen absurd, denn wenn der Rotschopf etwas ist, dann stilsicher. Sowohl in Kleidung, als auch in Wort und Schrift sowie Auftreten. Als also die Schritte das Kommen des Burschen ankündigen, neigt sich der Gehstock auf den Boden, ein leises Klock ertönt. Der Gong für die erste Runde - Kjestel darf eröffnen. Der hochmütige Blick ruht auf dem kleinen Wurm, es sollte deutlich werden, dass er nichts als Verachtung empfindet. Oh, wie schön wäre es, wenn allein diese Empfindung ausreichen würde, um ihm den Atem zu rauben. Also, ganz klar macht er dies natürlich, wie könnte der Wurm nicht aufhören zu atmen bei solch einem wundervollen Anblick. Da ist immerhin im Vordergrund die unglaublich mächtig und schöne Sidka. Im Hintergrund befindet sich dazu der nicht minder schöne Soel. Geballte Intelligenz und Macht auf einem Haufen, eigentlich sollte sich Kjestel auf den Boden werfen und wimmern, dass man ihn am Leben lassen sollte, weil er... Ja warum? Nein, eine Erklärung dafür ist gerade nicht greifbar, aber vielleicht wird dieser die ja noch liefern, immerhin ist man ja auch erst ganz am Anfang dieses kleinen Treffens. Nett hier. Also, wo waren wir?
Der Wurm beginnt also, öffnet seinen kleinen Mund und es scheint so, als ob er mindestens so talentiert im Verkennen der Situation ist, wie der Halbdämon. Ganz leicht hebt sich eine Braue - die natürlich perfekt geformt ist -, um verstehen zu geben, dass da irgendetwas gar nicht so läuft, wie er es angedacht hat. Wie bitte, wie bitte was? Was hat der denn gefrühstückt? Ein kurzer Blick über die Schulter reicht, um sicher zu gehen, dass der Bruder ihm gefolgt ist. Wer weiß, vielleicht hat dieser ja auch etwas erblickt, was ihn gewarnt hat. Zuzutrauen wäre es ihm. "Schau an. Welch
[21:54] ₪ kleiner Wurm in meinem Weg." Leise. Schneidend. Verachtend. Muss schließlich nochmal erwähnt werden. Des Bruders Aussage missachtet der Rotschopf einfach, was will er auch darauf sagen? Ja? Natürlich? Es ist doch klar, dass er sich darum kümmern wird. Auf seine eigene Weise. Mit seiner eigenen Art - die spitze Zunge. Bevor er dann doch noch zu Gewalt greifen würde. Unausweichlich würde dies wahrscheinlich bedeuten, dass er sich dreckig macht. Dazu hst er natürlich die vollkommen falsche Kleidung an, aber manche Dinge brauchen eben auch gewisse Kleidung. Egal wie man dies hier sehen möchte, der Wurm hat bewiesen, dass er Schneid hat - er hat die Aufmerksamkeit sehr gut auf sich gezogen. Ob dies jetzt so schlau war, dies darf er dann später ganz für sich alleine entscheiden. Ein, zwei Schritte geht auch er näher, was die beiden dafür dass zumindest einer von beiden die Nähe nicht so sehr mag, recht nah bringt. Gibt eine bessere Sicht und wie der Bruder muss auch Sidka zugeben, dass er ihn irgendwie anders in Erinnerung hatte. Auffälliger. Schmächtiger. Abgeranzter. Eben wie ein kleiner, fehlgeleiteter Stricher. Warum auch immer er sich dann in die Geschäfte auf den Markt einmischen sollte, aber dies kann man ja mal dahin gestellt lassen. Sagen wir es so - Kjestel hat einen denkbar schlechten, ersten Eindruck gemacht. 'Ich hätte ehrlich nicht mehr mit dir gerechnet. W A S? Wieso wagt er es denn ihn zu duzen? Hat er dies nicht genau an diesem Tag schon einmal erklärt? Er ist niemand, den man so einfach duzt. Er ist ein Jemand. So, wie macht er dies denn jetzt am besten klar. Nur mal so, by the way quasi,jemand, der darauf hinweisen muss, dass er Jemand ist, ist es eben meistens nicht. "Umso schöner für dich, Wurm, dass wir dir gleich zu zweit entgegen kommen. Auch, wenn du Hemd es kaum wert bist. Allerdings hast du deine hässliche, kleine Nase in Dinge gesteckt, die dich nichts angehen." Guter Anfang. Weiter so, Sidka! Man darf sich bestimmt mal selbst auf die Schulter klopfen. Gut dazu kommt sicherlich auch, dass der Bruder seine sehr wirkungsvolle und beeindruckende Macht einsetzt. Fenster und Türen knallen! Ja doch! Läuft. Leicht angewidert schaut der Rotschopf die Made an, so nah an ihm dran, wie es jegliches Wohlbefinden auch nur zulässt. Da könnte man sich geradezu schütteln, wahrscheinlich hat der Kerl Läuse - und er damit am Ende auch. Er verlagert das Gewicht leicht, es liegt auf dem Stock, während er den nächsten Schritt wohl überlegt. Der erste Streich, die Eröffnung ging an Kjes, doch jetzt sind die Brüder dran. Die Augen verengen sich zu Schlitzen - Hauptsache der Kerl denkt jetzt nicht, dass er ihn nachmacht -, einfach weil die Wirkung dadurch besser ist. "Ich könnte zärtlich deinen Hals streicheln bis dir die Luft wegbleibt. Oder ich könnte deine Haut von diesen widerlichen Malen reinigen - mir fehlt noch ein gutes Gemälde." Wie befriedigend es wäre, wenn die Haut dort hängen würde. Jeden Tag würde er daran denken, wie er es diesem kleinem Lutscher gezeigt hat. Hach. Ganz leicht bewegen sich die Finger - das hier ist eindeutig eine Darth Vader Nummer - die Kleidung des jungen Mannes sollte sich spürbar bewegen. Noch kriegt er Luft, aber das Ziel ist ihm diese zu nehmen. Lass die Macht ihm beistehen und nicht auf halbem Wege versagen! "Du schuldest uns eine gewisse Pflanze, wie gedenkst du dies wieder gut zu machen?" Ist doch eine berechtige Frage, oder nicht? Also, ohne jetzt angeben zu wollen, dies hier läuft doch ganz phantastisch! Wie soll der Blonde da noch Nein sagen? Es sollte ihm doch eine wahre Freude sein, die Pflanze herauszurücken - nun da er Sidka auch so nahe kommen durfte. Wahrscheinlich hat er noch niemals in seinem Leben so etwas Edles gesehen - geschweige denn, es fast berührt. Soel, so als großer Bruder, sollte mächtig stolz sein auf seinen kleinen. Hach, wirklich, ein guter Tag.
> [22:41] Mirazas Kjestel ahnte nichts - absolut rein gar nichts - von den niederträchtigen Absichten seiner Besucher. Zwar hatte man sich nur an den Mann mit dem feschen Pelzkragen gewandt, doch die zweite Person machte ebenso lautstark auf sich aufmerksam. Binnen der nächsten Sekunden scheppten die Fenster und knallten die Türen. Plötzlich genug, dass es einen mehr als nur kräftig zusammenfahren ließ. Für einen kurzen Augenblick blieb einem bei dem ohrenbetäubenden Scheppern fast das Herz stehen. Aus nicht nur einem Grund alleine. Zum einen hatte man sich halb zu Tode erschreckt, gar unweigerlich die Luft angehalten. Auf der anderen Seite gehörte diese Praxis immer noch Adam. Solange er nicht zugegen war, trug man hier die Verantwortung. Unabhängig davon, ob es eine kluge Entscheidung gewesen war, hatte man nicht vor den Mann um seine Existenz zu bringen. Kam hier auch nur irgendetwas zu Schaden, sollte man zusehen, dass man es bereinigte bevor der Arzt wieder spontan hier aufschlug und vorbeischneite. Das hatte einen bereits bei seinem letzten Besuch eiskalt erwischt. Auf noch so eine Situation hatte man absolut keine Lust. Der Bedarf war gedeckt. Für sehr, sehr lange Zeit! Daher hoffte man inständig, dass die Fenster allesamt intakt waren. Mittlerweile hatte man auf der Hälfte des Weges innegehalten, konnte sich einen verunsicherten Seitenblick zu einem der Fenster kaum verkneifen. Ansonsten kommentierte man es mit keinem einzigen Wort, selbst wenn sich ein spezielles ungutes Gefühl in einem ausbreitete. Sie waren zu zweit. Warum waren die zu zweit? Ohne sich dessen Gewahr zu werden, verlagerte man das Gewicht der Umhängetasche. Ein Reflex, aus längst vergangenen Tagen. Es dauerte länger, doch man schaltete. Am Ende waren es nur knallende Türen und Fenster, nichts weiter. Vermutlich sogar etwas, über das man gelacht hätte, wenn man Magie nicht äußerst kritisch gegenüber gestanden hätte. Kräftig genug, dass man es als feindselig werten könnte, wenn man diese Einstellung heute auch abgestritten hätte. Es hieß nicht, dass sie nicht immer noch da war. "Und dein Abbild hast du auch gleich mitgebracht. Ihr könnt wohl nicht ohne einander, was?" Tatsächlich kannte man die beiden nur zusammen, was nicht weiter verwunderlich war. Schließlich sah man sie heute zum ersten Mal richtig. Auch wenn man den Eindruck gewinnen konnte, die beiden waren förmlich zusammen gewachsen, so machte es nicht den Anschein, dass sie heute hier eingefunden hatten, um sich chirurgisch trennen zu lassen. Auch der leicht provokative Hauch in den Worten des Blonden blieb unverkennbar. Zweifelsohne nahm man dem anderen Rotschopf den plötzlichen Lärm übel. Der grünliche Blick streifte den Langhaarigen. Kurz aber ausgiebig, ehe er sich senkte. Etwas, was man gut und gerne als Demut werten könnte. Wenn es nur Unterwürfigkeit gewesen wäre... - es hätte sich bestimmt besser angefühlt, als das Wissen, dass es sich hierbei um Abneigung handelte. Leider holte es einen immer noch ein. Ein Jammer. Währenddessen kam der Pelzträger näher, wobei einem erstmalig der Gehstock auffiel. Der Blonde runzelte die Stirn. Gewiss war er nur ein Stilmittel, das modische Accessoire zu seinem Pelzkragen. Beeinträchtigt kam er einem nicht vor. Aber man konnte nie wissen! Er kam näher und näher... und - wahrhaftig! Die Augenbrauen waren perfekt geschwungen! Auch wenn man diesen Mann größer in Erinnerung hatte, muskulöser. Mhm, so konnte man sich täuschen. Amüsant war der Blick, dem er seinen Begleiter über die Schulter zugeworfen hatte. Beinahe so, als suche er dort zusätzlich Bestätigung oder wollte sich vergewissern nicht alleine zu sein. Die Situation wurde nicht besser. "Du magst es eine Ehre nennen, in meinen Kreisen nennt man es jedoch..." Tu's nicht. - Es kam einem direkt in den Sinn. Und dennoch lehnte man sich leicht vor, um ihm das letzte Wort zuzuflüstern. Für ihn ganz alleine bestimmt. "...Feigheit." Es war sicher das Dümmste, was man in solcher Situation von sich geben konnte, aber sollte man kuschen? Nur, weil zwei Männer hier aufschlugen, denen man einen Deal versaut hatte? Oh, der Händler hatte die Wahl durchaus gehabt. Intelligenter Weise hatte er sich gegen den Verkauf der Pflanze entschieden. Ob einer der beiden darüber schon einmal nachgedacht hatte? Besonders imposant war die Statur das Blonden nicht. Man besaß nicht einmal hässliche Narben oder einen beängstigenden Ruf. Warum also sollte der Händler dennoch zurückrudern? Wenn nicht aus Furcht vor der Person selbst, was machte ihm Angst? "Zudem war das meine Angelegenheit, nicht Eure. Für euch war es Pech, bedaure." Die Auseinandersetzung mit dem Händler war eindeutig eine Sache zwischen Schwarzmarkt und Händler. Das ihnen dabei die Pflanze durch die Lappen gegangen war, war nur ein notwendiges Übel. An der Schulter vorbei wurde ein Blick zu dem Türen-und Fensterknaller geworfen. "Heute ist euer Glückstag. Die Pflanze ist zufälliger Weise auch in meinem Besitz." Klasse,
[23:26] ₪ nun saß man so richtig tief im Dreck. Das hatte man ganz alleine geschafft! Schließlich wusste man nicht sicher, ob man die Pflanze hatte. Aber darum ging es aktuell auch gar nicht. Entgegen dem Pelzträger hatte man weniger Probleme mit Nähe. Das wurde diesem auch direkt mit folgenden Worten bewusst gemacht: "Du würdest dich wundern, wie schnell mir die Luft wegbleiben würde, wenn du zärtlich meinen Hals streicheln würdest." Eindeutige, anzügliche Worte - untermalt von einem koketten Heben der Brauen. Man wusste ja nicht, woran der Andere konkret dachte, aber man hatte schon schlimmere Drohungen gehört. Dieses hier klang ja fast nach einem schmutzigen Versprechen! Dicht gefolgt von einem ... Kompliment? Zugegeben, jetzt war man doch überraschter, als man sich eingestehen wollte. Es war die Art, wie er sich selbst in nur einem Satz widersprach. Schließlich konnte er die Tätowierung nicht so abstoßend finden, wenn er sich diese einrahmen und an die Wand hängen wollte. "Komplimente bringen dich nicht weiter, meine rothaarige Schönheit." Am Ende fühlte man sich nur eines: Geschmeichelt. Auf recht... abstrakte Art. Entweder der Andere war völlig unbeholfen auf diesem Gebiet oder er achtete nicht darauf, was er sagte. Der große Bruder war bestimmt mächtig stolz auf das, was der Kleinere hier fabrizierte. Wenn man eins beherrschte, dann war es Provokation. Auf recht charmante Art und Weise. Schließlich hatte man sich bis jetzt keinerlei Beleidigungen bedient, sondern lediglich aufmerksam zugehört. Das genügte hier auch völlig. Am Ende schmeichelte man sogar zurück. Man hatte schon ganz anderen Auseinandersetzungen beigewohnt. Da wirkte auch das Hemd, was sich leicht bewegte vollkommen... anders. Sein Ernst?! Ob es wirklich so phantastisch lief? ... in welcher Hinsicht? Aber in einem Punkt hatte der Pelzträger recht. Wie um alles in der Welt sollte man da nein sagen? Er legte sich mächtig ins Zeug. Da war man sogar gewillt ihm ein bisschen entgegen zu kommen. "Gut. Du darfst mich zum Essen einladen. Nur du und ich." Ein mehr als nur großzügiges Angebot. Schließlich hatte der Pelzträger auch etwas davon. Das war es doch, was er wollte? Er bekam seine Entschädigung und man bekam seine. Man entschädigte sich sozusagen gegenseitig. Heute war wirklich ein verdammt guter Tag! Dennoch trat man einen Schritt zur Seite, um die Sache mit dem Hemd zu unterbinden. Geschickt getarnt wurde das Ganze in einem Verlagern des Gewichts. Von diesem Standpunkt aus, hatte man auch den Anderen viel besser im Blick. "Euch ist bewusst, wie sündhaft teuer diese Pflanze ist? Normalerweise müsste ich mehr als Wiedergutmachung verlangen. Aber..." Der Seitenblick huschte vom Rotschopf zum Pelzträger zurück. Dort glitt er kurzerhand über dessen Gesichtszüge und wieder zum Ausgangspunkt zurück. "... ich mache eine Ausnahme." Einfach weil dieser Mann durchaus seinen Reiz hatte. Damit sollte jeder glücklich sein. Mit den Worten setzte man sich langsam in Bewegung, um an dem Pelzträger vorbeigehen zu wollen. Nicht ganz ohne diesen einen intensiven Seitenblick dabei zuteil werden zu lassen.
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Re: Hauptgeschichte

Beitragvon Kilian » 5. Jun 2016, 03:03

[14:39] Soel Sagar || Schmal ist das Lächeln auf den Lippen des älteren Sagar Bruders, es freut ihn immer wenn die Magie bewirkt was sie bewirken soll. In diesem Fall ein zusammen zucken, ein erschrecken. Der andere soll sich eingesperrt fühlen, soll das Gefühl haben hier nicht mehr hinaus zu kommen. Das ganze ist ein Heimspiel für Kjes, doch ist es nicht um so erschreckender, wenn man in seinem eigenen Heimspiel der unterlegenere ist und einem das vom ersten Moment an klargemacht wird. Ja gut, sie machen klar und Kjes bemerkt es noch nicht einmal wirklich, doch wenn das Opfer eben nicht mitspielt wie es soll, dann kann der Täter doch auch nichts dafür! Abgesehen davon, man blendet es eben aus, das zucken war da und die restliche angst, die sicher auch. Der Kerl kann das einfach nur gut überspielen! Selbst der Blick von rechts nach links zu den Fenstern, wird vollkommen falsch verstanden.Natürlich sucht er da nach einem Ausweg und kontrolliert nicht einfach nur, ob alles auch schön Heile geblieben ist! Willkommen im Kopf eines Sagars, die machen sich die Welt Widdewidde wie sie ihn gefällt. Das einzige Problem, bei dem zurecht drehen der Tatsache ist, warum hat er so ein großes Mundwerk? Er sollte kuschen, sich klein machen. Er sollte keine Sprüche bringen! Mit dem ersten Spruch verschwindet auch das schmale lächeln wieder gänzlich aus seinem Gesicht. Dabei ist der noch recht harmlos, sie waren immer zusammen? Nur bei Geschäftlichen Dingen und das hier, das zählt eindeutig dazu! Man traut sich zwar als Bruder und Bruder, doch so sehr vertrauen, das man die Mittel um alles zu erreichen, ganz in die Hände des einen legt? Also man misstraut sich auch nicht, doch man besteht schon drauf dies gemeinsam zu erledigen. Wie ist es eigentlich möglich, das sich gerad alle so vollkommen falsch verstehen? Nicht nur so ein kleines aneinander reden, nein hier lebt echt jeder in seiner ganz eigenen Welt, die Sagars mit der Überzeugung Stark und Mächtig zu sein und den anderen zum einknicken zu bringen. Der kurz gesenkte Blick, das zusammenzucken bei den Fenster, all diese Dinge nimmt man selbst als Anhaltspunkt, um die eigenen Weltsicht zu bestätigen, selbst für die frechen Worte hat man eine Erklärung, in die Ecke gedrängte Tiere die beißen und treten um sich! Das Ganze ist also einfach nur eine Verbale Panikattacke. Klingt genau so logisch und wahrscheinlich, wie die Welt die Kjes sich da schafft, wenn es nach diesem geht, dann sind die Brüder oder zumindest einer der Brüder, dabei sich an ihn heran zu machen und Interesse in noch anderem sinne, als dem der Pflanze, vorzubringen. Überrascht lupft er die Augenbraue, als das Wort nun an ihn gerichtet ist und nicht an denen Bruder. Glück? Sie haben Glück? Er hat ihnen das Geschäft vermiest ohne zu wissen ob sich die besagte Ware sogar in seinem Besitz befindet? Bitte! Das kann doch nicht wahr sein! Welch stümperhaftes vorgehen, er hätte den Händler dann nicht verschüchtern sollen, anwerben wäre die bessere Möglichkeit gewesen, denn ganz offensichtlich besaß dieser ja Kontakte, die an diese dinge heran kamen. „Dann solltest du diesen Tag auch zu deinem Glückstag machen, und sie uns schleunigst aushändigen! “ Freundlich klingt er dabei nicht, das ganze Gespräch verläuft bisher nicht so, wie er es gern gehabt hätte. Sie hatten einfach Pech? Allein dafür würd er ja schon.. aber nein erst die Pflanze!
Wie kann dieser Kerl die Worte seines Bruders nur so falsch verstehen? Jetzt ist es tatsächlich an dem Sagar verwirrt zu schauen. Nur einen Moment, doch lang genug. Er sollte am Ende Zittern, ja sicher! Aber vor angst und Furcht, nicht vor Lust. Da hat er etwas ganz gewaltig falschverstanden. Ebenso das mit dem Tattoo, bei einer Trophäe geht es nicht darum, ob diese nun gut ausschaut oder nicht! Es geht darum seinen Sieg zu demonstrieren. Man kann alles so herrichten, das es nicht mehr gänzlich scheußlich aussieht, man muss die Dinge einfach nur gut in Szene setzen. Wenige Schritte geht er weiter, kommt allerdings nicht ganz so nahe wie der Bruder zuvor. Es braucht keine zwei Sagar sie um den Wicht herum stehen, einer ist schon weit mehr, als so jemand verdient hätte. Nein Soel nutzt das ganze und sieht sich den Raum etwas genauer an. Gibt es ein Regal mit pflanzen, wenn er hier arbeitet, könnte doch auch die Ware ganz in der Nähe untergebracht sein? Wahrscheinlich ist es nicht, doch einen Blick wert, das allemal. Erst bei sündhaft Teuer dreht er den Kopf wieder in Richtung des Geschehens. Ja sie haben das Geld, doch er glaubt nicht wirklich, sie würden es ihm jetzt noch geben? Er hat sie warten lassen, er hat es verhindert, dass ihnen ewige, unbeschreibliche Macht zuteil wird. Dann will er noch etwas von ihnen? Solche Dreistigkeit!
[14:40] ₪ Ja tatsächlich findet er es dreist, dass der Händler für das Handeln gerad Geld verlangt. Aus den bereits ausgeführten Gründen. „Wo ist die Pflanze? “ das ist deshalb wohl auch die einzige Sache, mit welcher er auf das ganze reagiert. Soll er eben denken, das ein Lohn auf ihn wartet. Der einfache Blick auf Kleidung und Auftreten der Brüder, sollte ihn schon zur Genüge versichern, das sie zahlen können. Wenn sie zahlen wollen. Ist es endlich soweit? Werden sie bald die Pflanze in ihren Händen halten und das Ritual beginnen können? Wie es sich wohl anfühlt? Solche macht zu besitzen, es muss ein wahrlich berauschendes Gefühl sein und letztlich wird sich den Brüder dann niemand mehr in den Weg stellen, ohne selbst darunter leiden zu müssen.
[22:24] ₪ Oh mein Gott. Wo ist man hier nur reingeraten. Das läuft ja alles noch viel besser als gedacht! Er zittert, hat grenzenlose Angst! Wie er den Kopf neigt, wie er sich umschaut, weil er sich wie ein Tier in der Falle fühlt. Jaaa, dies muss die Macht sein, von der er immer geträumt hat. SO muss es sich anfühlen. Halt. Stop. Was? Nein, Nein, Nein. Das läuft irgendwie alles so ganz anders, als er sich das vorgestellt hat. Gar nicht so erhebend, was aber sicherlich daran liegen könnte, dass dieser Spinner so gänzlich anders reagiert als er erwartet hat. Wieso hat er keine Angst? Zumindest erweckt er nicht den kleinsten Eindruck als ob er diese verspürt. Oder? Man muss schließlich auch zugeben, dass der Sagar nicht gerade sehr gut darin ist die Emotionen von anderen zu lesen. Vielleicht zittert er ja innerlich? In jedem Fall ist der Rotschopf mehr als irritiert. Weil, da kommen Worte aus dem Blonden, die er doch gar nicht ernst meinen kann. Oder? Naja, beginnen wir mal wie immer am Anfang.
Die Fenster und Türen klappen, der Kerl zuckt zusammen und wirkt zumindest genauso, wie er wirken soll. Angsterfüllt. Nur eben doch nicht ganz so angsterfüllt, wie er eigentlich sein sollte, denn trotz der furchtbaren Angst hat er immer noch einen flotten Spruch auf den Lippen. Ebenbild? Was? Soel sieht ihm gar nicht so ähnlich, außerdem wird es wohl erlaubt sein die geschäftlichen Dinge mit seinem Bruder zu begehen. Gedanken, die Soel ja schon so ähnlich hatte und die im gleichen Maße für diesen Sagar hier gelten. Außerdem, was geht es denn eigentlich diesen schmächtigen Kerl an? Gar nichts. Bah. Nur, Schwäche zeigen kann er natürlich auch nicht, auf diesen Kommentar sollte was erwidert werden. Was Schlaues natürlich. Nur was? "Klappe." Oh Gott war das schlau! Der Rotschopf wird damit sicherlich den Preis für den intelligentesten Spruch in ganz Eranya gewinnen. Ansonsten wäre natürlich wie immer auch einfach gegangen Cetero censeo Carthaginam esse delendam. Ein genauso einfaches wie probates Mittel, um andere zum Schweigen zu bringen. Auf Deutsch? Natürlich - Im Übrigen bin ich der Meinung, dass Karthago zerstört werden sollte. Einfach, genial - mitten im Kontext. Da könnte sich niemand beschweren, dass hier irgendwer völlig fehl vom Thema argumentiert - was aber sicher wäre, der Blonde hätte sicherlich für einen Moment eben genau das getan, was der Sagar von ihm verlangt hat. Die Klappe halten. So? Scheint eher ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. Da redet er nämlich schon wieder und macht alles so viel schlimmer. Hat er gerade wirklich?
Nur um das mal festzuhalten, der Rotschopf ist natürlich sehr hart im nehmen, lässt sich von nix aus der Fassung bringen und weiß seine Macht so gezielt einzusetzen, dass er damit jeden verschreckt. Genau so wie es ungefähr hier läuft. Nur - was er da hört - das ist eines der wenigen Dinge, die ihn vollkommen unerwartet treffen. Nur für seine Ohren bestimmt, gibt es diese Exklusivität gleich zurück. Die Augen weiten sich leicht, nicht so sehr, aber eben so, dass man das Entsetzen darin lesen kann. Was? Wann hat das letzte Mal jemand gewagt so mit ihm zu reden, so zu handeln? Die einfache Variante wäre hier wieder, zuzuschlagen. Dies ist aber genauso roh wie unkultiviert, so dass der Kerl es natürlich lässt. Er hat Stil. Genauso wie Dumbledore. Was will man aber nun darauf erwidern? Muss wieder was Gutes sein, immerhin ist dies hier bisher ein Duell der Zungen. Nein, nicht so wie Kjestel es gerne hätte. "Ober sticht Unter." Darüber soll der andere mal sinnieren. Gemeint ist natürlich, dass der Sagar einfach so viel toller ist, dass der Blonde nicht mal im Traum daran denken sollte mit seiner Äußerung irgendetwas zu erreichen. Die Position, in der sich der Halbdämon befindet, ist einfach bei Weitem sehr viel angenehmer - reich, mächtig, schön. Kjes hingegen ist eine kleine Made, die sich mit ihren Madenfreunden amüsiert. Mögen sie auch noch so mächtig sein - zumindest in ihrer Vorstellung - sie sind es im Vergleich zu den Brüdern eben nicht. Absolut nicht, da muss man auch nichts beschönigen. "Deine Angelegenheit? Mach die Augen zu, was du da siehst, ist deine Angelegenheit." Unter normalen Umständen sollte er da gerade die gähnende Leere des Schwarz sehen. Dunkel. Matt. Leer. Achja, das war ja schon vorher mit einem Satz gesagt. Dies hier läuft auf eine sehr unangenehme Situation hinaus, denn wie es den Anschein hat, ist der Aristokrat nicht in der Lage die Dinge zufriedenstellend zu regeln. Dies wird dadurch deutlich, dass Soel einschreitet. Die Frage untergräbt ja jetzt irgendwie die Autorität des jüngeren Bruders, aber was will man machen? Sie sollten Einigkeit repräsentieren. Angenehm ist dabei übrigens, dass der Kerl sich langsam wegbewegt und den Rotschopf damit aus seinem selbstgewählten Gefängnis der Nähe entlässt. Aber - zunächst - muss sicherlich noch die Reaktion festgehalten werden, die auf die recht eindeutigen Andeutungen des Blonden folgt.
[22:35] ₪ Wollte Kjestel gerade weggehen? Also, die Aufmerksamkeit von seiner kleinen, neuen Eroberung lenken hin zum zweiten Rotschopf. Entschuldigung, Soel, auch wenn du das vielleicht mögen könntest, der kleine Bruder braucht noch ein wenig mehr von dem...Vanilleeis. Äh. Ja. Wie dem auch sei, die Worte des Blonden animieren den Sagar schließlich doch körperlich zu werden. So, wie er seinen Stock loslässt und dieser zu Boden fällt - langsam, in Zeitlupe quasi (versteht sich aber sicher von selbst) -, schnellt die Hand vor. An den Hals des jungen, so unglaublich witzigen Mannes. Er findet Nähe anziehend? Bekommt er und immerhin hat er den Körperkontakt scheuenden Rotschopf dazu gebracht ihn gleich innerhalb weniger Minuten des zweiten Treffens anzufassen. Nicht zu sehr, aber schon spürbar, drückt er zu. Der Wurm soll ja nicht abkratzen oder nicht mehr reden können, außerdem ist er ja nun auch kein großes Ausbund an Kraft. "Zärtlich genug?" Von Liebe kann man hier wirklich nicht sprechen, auch nicht von zärtlich. Dafür ist Sidka nun aber noch ein ganzes Stück näher gekommen, so dass sich die Nasenspitzen fast berühren. Dieses Mal ist er es, der eigens für Kjestel private Worte hat. "Keine Spielchen mehr. Die Pflanze." Semi bedrohlich, da er den Kleinen danach von sich stößt. Man will diese Berührung ja nicht länger ertragen und da es viel wirkungsvoller ist, wenn man gemeinsam gegen den anderen vorgeht, gesellt er sich an Soels Seite. Scheint ja auch nicht so gut zu klappen, dieses 'Ich zuerst, dann du.' "Du wirst von meinem Angebot ganz begeistert sein. Du darfst uns die Pflanze überlassen, dafür lassen wir deinen Kopf auf deinen Schultern - ich erhöhe um eine dir verbleibene Zeichnung auf den Rücken. Vielleicht brechen wir nur ein, zwei Knochen." Spielraum für Verhandlungen? Aber Nein! Dennoch, sicherlich wird es noch nicht das letzte Wort gewesen sein, welches in dieser Angelegenheit gefallen ist, schließlich scheint der Blonde gerne zu reden - und die Sagarbrüder sind nun wirklich nicht geschickt darin sich durchzusetzen. Oder Dinge zu erreichen. Oder präzise zu formulieren. Wobei, halt, dies ist ja auch wieder ein Vorteil. Man würde ihm nur den Kopf auf den Schultern lassen und nicht die Haut abziehen. Alles andere ist aber erlaubt. Welch ein Spaß! Jetzt die Nummer mit den Kerzen? Nein, lieber noch aufsparen. Es ist fürchterlich der Macht so nahe zu sein und doch nicht weiter voran zu kommen. Moooaaah! Bald, bald zerquetscht er solche kleinen Würmer mit einem Handstreich.
[23:03] ₪ Der jüngere Bruder sollte seinen glorreichen Sieg demonstrieren? Einen Sieg über eine klein geratene, schmale Blondine, die vollkommen harmlos aussah? Ehm, jaaaa... es gab gewiss Widersacher, die mehr Ruhm und Ehre versprachen. Auf den ersten Blick war man eben nicht viel mehr, als ein gewöhnlicher Kerl. Keine Persönlichkeit, die übermäßige Gefahr ausstrahlte. Viel mehr ein junger Bursche, der von den Meisten noch als 'Einfach nur niedlich' beschrieben wurde. Wie stellt sich das der Sagar-Bruder vor? Herzlichen Glückwunsch, Mr. Sagar. Sie haben die personifizierte Niedlichkeit erfolgreich zur Strecke gebracht. Da waren sicher ein paar verirrte Klatscher in der Menge drin! Ansonsten nur das klägliche Zirpen einer Grille. Aber man lenkte vom Thema ab. Die Brüder waren schließlich mächtig, sehr mächtig. Vor allem waren die beiden mächtig amüsant! Die dachten doch nicht tatsächlich, dass man die Pflanze ohne jegliche Bezahlung herausrückte? Nichts anderes verkörperte man durch seine Körperhaltung. Auch wenn diese ebenso missverstanden wurde. Die Macht war mit den Rothaarigen, doch ihr Gesprächspartner war zu blond, um diese Macht zu erkennen. Stattdessen schnaufte man latent vergnügt. zwischenzeitlich. Die kurzweilige Lärmbelästigung durch das Wirken von Magie nahm man dem hinteren Bruder dennoch übel. In dieser Disziplin war er der Endgegner aller Lärmbelästigungen. Diesen Titel gestand man ihn ohne Weiteres zu. Jeder knallte einmal Türen und Fenster, doch diesen Hauch von Dramatik, in einer Stimmung der absoluten Endgültigkeit hatte man selten erlebt. Einer älteren, senilen, sowie herzkranken Dame hätte er mit diesem Akt gewiss einen sicheren Tod beschert. Leider aber stand hier ein recht agiler, junger Mann, der ihn erschrocken, wie irritiert anblinzelte. Das einem der Langhaarige den Weg versperren wollte, war im Oberstübchen des Blonden auch nicht ganz angekommen. In diesem sah die Situation weitaus ungefährlicher aus. In dieser Sicht auf die Welt, litt der Langhaarige unter einem Aufmerksamkeitsdefizit, dass sich bei Nicht-Beachtung direkt in knallenden Fenstern und Türen entladen hatte. Der Pelzträger hingegen schien sich - auf seine persönliche Art - sehr zu bemühen. Es war wie 'Gewollt, aber nicht gekonnt'. Bedrohte er nun, oder war dies ein sehr spezieller Versuch der Annäherung? Natürlich war die Drohung an sich aufgefallen. Man war vielleicht blond, aber dennoch nicht komplett auf den Kopf gefallen. Es stand zwei gegen einen oder auch: Eins zu Null für die Brüder. Hier war man eindeutig in der Unterzahl. Nichtsdestotrotz sah man sich nicht direkt als Unterlegenen. Noch war alles gut. Es standen lediglich ein paar spitzfindige Worte des Ungeziefer-Wortschatzes im Raum. Wurm, Made, Kakerlake der Gesellschaft - auch Satre konnte sich auf diesem Gebiet ausgiebig austoben. Vielleicht war man daher leicht abgestumpft und weniger empfänglich für solche Beleidigungen. Sie trafen einen schlicht nicht an den Punkten, an denen es wirklich weh tat. Dabei konnte man sich tatsächlich als Person entpuppen, der bei wunden Punkten ganz schnell mal was ins Auge flog. "Das werde ich, sobald ich bezahlt worden bin." Denn ja: Über den Preis hatte man sich noch gar nicht unterhalten. Das man ihnen die Pflanze liefern würde, lag hingegen auf der Hand. Wieso sollte man es nicht tun? Immerhin hatte man nur darauf gewartet, dass sie sich blicken ließen. Lange gewartet. Da würde man sich ein vielversprechendes Geschäft nicht durch die Lappen gehen lassen. Auch nicht, wenn auf Seiten des Langhaarigen eine Verwechslung vorlag. Schließlich war man ein Mitglied des Schwarzmarkts, nicht der Wohlfahrt. Eine Entlohnung wollte man mit ziemlicher Sicherheit haben. Zu welchem Preis exakt, stand noch nicht fest. Der hoch angesetzte Preis ließ sich sicher noch drücken. Doch das lag nicht in der Hand des Blonden. Und wer wusste es schon? Vielleicht rückte man die kostbare Pflanze weit unter ihrem Wert heraus, wenn sich der Kurzhaarige als besonders überzeugend herausstellte. Tatsächlich waren beide Männer überdurchschnittlich nett anzusehen. Ein Essen mit dem Langhaarigen hätte man ebenso genommen. Das stand völlig außer Frage! Letztendlich aber war's der Jüngere, der einem Zärtlichkeiten 'androhte'. Ein Ohr, auf dem man nicht gerade taub war. Vielleicht ging der Rotschopf auch nicht davon aus, dass er mit seinen Worten Zuspruch fand, sondern plädierte auf starke Ablehnung. Tja, da hatte er die Rechnung jedoch ohne Kjestel gemacht! Nein, hier lief sicher absolut gar nichts wie geplant, auf keiner Seite. Pardon - lediglich hin und wieder in vereinzelten Köpfen. Leicht verunsichert war man durch das abrupte Wirken der Magie dennoch ein bisschen. Es war kein gutes Gefühl den Kurzhaarigen stehen lassen zu wollen, sowie ihn dann im Rücken zu wissen. Letztendlich jedoch musste man an beiden vorbei, um die Praxis zu verlassen. Die ersten Worte hatte der Pelzträger in all seiner Wortgewandtheit mit einem 'Klappe!' gekontert.
[00:18] ₪ Treffer versenkt. War wohl doch etwas dran, an der Vermutung. Doch wer wollte schon weiter auf kleineren Fehlern herumreiten. Vermutlich war der Typ einfach nicht gerne alleine. Herrgott! Nicht diesen konkreten Gedanken weiterspinnen. Anderenfalls würde man gleich anfangen zu grinsen. Gott, nein! Nicht grinsen ... nicht ...! Man. hatte. gegrinst. - Aber dafür nur kurz! Kurz, aber triumphierend. Nur das 'Ober sticht unter' wurde mit einem unverständlichen Blick quittiert. Bitte was? Also da stand man gerade auf dem Schlauch. Nicht, dass man es sich hätte anmerken lassen. Es dauerte lediglich drei lange Sekunden, in denen man ihn anstarrte, als hätte er gerade verkündet, dass es den Weihnachtsmann nicht gab. Danach setze man mit einem leisen "War's das jetzt?" den Weg zum zweiten Bruder fort. Das hieß, man wollte. Wollte den Pelzträger in seinem teuren Fummel einfach stehen lassen, das Gespräch offenkundig beenden. Weit kam man allerdings nicht. Hach, das wäre auch zu schön gewesen, wenn der Andere gerne stehen gelassen worden wäre. Das hatte man auch nicht erwartet. Meine Damen und Herren, sie merken, man provozierte ganz bewusst! Gezielt genug, dass der Pelzträger in all seiner Macht die Finger krümmte, um tätig zu werden. Unweigerlich hielt man die Luft an, als er die Finger um den Hals schloss und zudrückte. Direkt schnellte die eigene Rechte vor, um das Handgelenk des Anderen zu umschließen. Dort aber hielt man es, wie der Fremde auch: Man stellte etwas in Aussicht, setzte es jedoch nicht durch. Frei nach dem Motto: Brich du mir nicht das Genick, dann breche ich dir vorab nicht das Handgelenk. Ab diesen Punkt wurde es ein wenig ungemütlicher für das Blondchen aka das Vanilleeis und das war nicht der plötzlichen Nähe zuzuschreiben. Ob diese zärtlich genug war? "...ein bisschen zuuu impulsiv. Hättest dich mir ja nicht direkt an den Hals werfen müssen." Zugegeben, man klang ein wenig halblaut. Doch der gute Mann hatte seinen Stock fallen lassen. Seinen Stock! Es war definitiv eine todernste Angelegenheit. Leider lag exakt dort das Problem. In derartigen Situationen neigte man dazu dumme Dinge zu sagen. Gottverdammte Nervosität. Da bereute man oftmals die Worte schon während des Aussprechens. Überraschend also der Umstand, dass man freigelassen wurde. Da stolperte man zwar zwei Schritte zurück, doch man fing sich wieder. Der Pelzträger verzog sich unterdessen an die sichere Seite seines Begleiters. Was er allerdings liegen ließ, was sein Stock. Diesen krallte sich der Blonde. Im Notfall konnte man einen der beiden damit noch im Schach halten. Momentan genügte es völlig die aufgebaute Distanz vorerst zu wahren. Allgemein verstand man diesen Aufriss nicht. Nur wegen dieser bescheuerten Pflanze. Das Stückchen grün. Ein etwas bunteres Unkraut. Viel mehr aber auch nicht. Den Worten des Pelzträgers wurde aufmerksam gelauscht, wobei man sich beiläufig auf den Gehstock stützte. Oh ja. Er sah richtig. Man missbrauchte seinen Gehstock, aus dem vermutlich besten Holz, um darauf seine Fingerabdrücke zu hinterlassen. An der Stelle dürfte sich der Besitzer des Stocks selbstverständlich persönlich beschmutzt fühlen. Fakt blieb dennoch: Es war dem Blonden tatsächlich nicht bewusst. "Sehe ich aus wie ein laufender botanischer Garten?" Nur um das einmal offenkundig in Frage gestellt zu haben. Denn sahen sie hier iiirgendwo eine Pflanze? Nein. Ergo, man hatte sie nicht 24/7 bei sich, nur weil irgendwann ein Rotschopf um die Ecke kommen könnte, der danach verlangte. Sein Gewächs konnte er für heute also vergessen. Es sei denn er lief einen bis zum Haus hinterher. Das würde einen in der Tat vor ganz neue Herausforderungen stellen. Auf sein Angebot reagierte man - entgegen aller Erwartungen - not amused. Am Ende hatte man immer noch etwas, was sie händeringend haben wollte. Und nicht nur das... "Vergesst nicht, dass ich immernoch eure Pflanze habe und sie euch nicht aushändigen muss. Ihr tätet besser daran, n e t t zu mir zu sein." Hier musste man sich einfach mal weit aus dem Fenster lehnen. Es ging gerade nicht anders. "Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ihr euch wirklich mit meinen Leuten anlegen wollt, in dem ihr mir die Knochen brecht." Oh ja, Kjestel, hau's raus! Wusste ja keiner, dass man nur eine engere Bindung hier hatte und sonst absolut niemanden näher kannte. Achja, den Zuhälter kannte man natürlich auch, aber da hörte es auch schon auf. Hauptsache mit Leuten drohen, die nicht existierten. Und schon wieder konnte man einen Punkt auf der Liste der Dinge wegstreichen, die man einmal im Leben mal getan haben sollte. Nur vielleicht nicht in dieser Situation. Zumal man auch nicht so übermäßig viel Einfluss im Schwarzmarkt hatte. Das tat hier jedoch auch nichts zur Sache. Immerhin galt es den hohen Besuch zu verunsichern, möglichst selbstsicher dabei zu wirken. "Wir belassen es dabei, dass ihr den Preis dafür zahlen werdet und im Gegenzug die Pflanze von mir bekommt."
[00:18] ₪ Sprich: Ein ganz normaler Handel. Man konnte es schließlich mal versuchen!
[06:07] Soel Sagar ||Ruhig ruhig, die Sagar Brüder fangen eben klein an, erst einmal das kleine, niedliche, blonde, etwas mit Namen Kjestel. Später, also nach dem Ritual (der Machtergreifung, der Unbesiegbarkeit, dem I M B ), kommt man dann zu den großen Kerlen, mit Muskeln, Talent und Magie und.. naja allem was eben noch mächtig sein kann. Jetzt sollen die beiden ja erst einmal das Gefühl haben was Tolles zu sein, Macht zu besitzen. Nein besser gesagt, sie wollen. Nur das würden die bei einem offensichtlich Mächtigen Gegner eben nicht so tun, sie sind ja nicht vollkommen irre und Lebensmüde (Gut eigentlich doch, aber das muss man ja nicht näher ausführen! Manche Umstände und Eigenschaften gehören unausgesprochen) . Was sie allerdings sind, nein haben, das ist dieses besagte Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, natürlich wollen sie Beachtung. Hier bei ihnen spielt gerade die Musik, einmal Zittern und so zu Boden sinken! Das Kjes zu blond ist um das zu begreifen, ist tatsächlich sehr bedauerlich, es könnte alles schon lange vorbei sein. Wieder zieht es sich hinaus, wieder hält man sie davon ab, schnell an ihre Pflanze zu kommen. Nein auf die Idee, das das ganze weit schneller ginge, wenn man einfach Handelt und bezahlt, da kommt er gerad nicht drauf, oder besser gesagt, er kommt darauf, der Gedanke wird nur wieder beiseite geschlagen, jetzt schlägt der überzogene Stolz den Wunsch nach schnellem Machtgewinn, am Ende will man eben beides und gibt sich nicht nur mit einem davon zufrieden. „Du wirst bezahlt, sogar mehr als großzügig“. Spricht der Sagar wieder und, nein er hat nicht vor die Autorität seines Bruders zu untergraben, nur wollte dieser den Anfang, doch der Anfang ist vorbei und Soel sowie Sid sind beide nicht dazu geeignet, die ganze Zeit in zweiter Reihe zu stehen und nur zuzuhören, eigentlich haben beide diesen drang, einfach überall etwas zu zusagen und selten etwas, das im allgemeinen Konsens der restlichen Umgebung steht. Dafür ist den Konsens zwischen den Brüdern, in den meisten Fällen, gegeben. So auch hier, denn natürlich spricht er nicht davon ihn zu bezahlen, so ist das nicht gemeint. Wer den beiden solche Probleme bereitet hat, der darf jetzt nicht damit rechnen, auch eine gute Bezahlung zu bekommen. Hätte er die beiden Brüder an jenem Tag gleich angesprochen, ihnen gesagt das die Pflanze schon so gut wie besorgt ist, das er sich darum kümmert und es auch die richtige wird. Dann hätten die beiden überheblich und arrogant wie immer reagiert, doch letztlich ohne viel zögert das Gold auf den Tisch gelegt. Es mangelt ihnen ja wirklich nicht an Mitteln um sich zu finanzieren wonach ihnen der sinn steht, und auch den Machterhalt von bestimmten Gruppen können sie nachvollziehen und sogar akzeptieren, doch solches Gewürm finanzieren? Sie können es wirklich nicht leiden, wenn jemand über ihre Köpfe hinweg entscheidet, Sid ist allergisch dagegen warten zu müssen, nun schau man sich doch einmal an, wie lang man ihn bereits hat warten lassen. „Oder ist dir dein eigenes Leben nicht Bezahlung genug?“ Wuhuu, da ist sie die Aufklärung, mit einer kleinen Kunstpause hat er die Versprechung auf Gold wirken lassen, nur es kurzdarauf, gleich einer Seifenblase, zerplatzen zu lassen. Hoffnung schüren und dann mit einem dicken Stifel drauf, ja das macht Spaß und bereitet Freude! „Denn wenn es dir noch nicht aufgefallen ist, dies liegt inzwischen nicht mehr in deiner Hand“. Große Worte und eine eindeutige Morddrohung. Das dies nun auch nach hinten los gehen könnte, das ignoriert Soel. Es sind zwei (Halb)Dämonen und ein Mensch. Warum sollten sie sich bedroht fühlen, ihre geringe Magie war bisher nie ein Grund, ein großes Ego kann so vieles wieder ausgleichen, im Schein. Doch wenn es aber auch bisher immer Funktioniert hat? Also meistens, oft. Daheimeigentlich immer, nur hier in Era wollen die Menschen nicht recht vor ihnen Zitter, da war Muttis und Vatis Einfluss in der Heimat wohl doch stärker, als sie sich je eingestehen würden.
Die Eigenen Worte haben lang nicht die Wirkung, die sich der Sagar gewünscht hätte. In dieser Stadt scheint etwas Unterwürfigkeit, tatsächlich mehr als vergeblich gesucht zu werden. Doch er wird noch sehen, sie alle werden noch sehen, am Ende werden nur Soel und Sidka noch Lachen und jeder andere sich davor hüten in ihrer Gegenwart auch bloß das Gesicht zu verziehen, geschweige denn breit zu grinsen! Wie kann der es wagen zu grinsen? Macht er das tatsächlich gerad, ob der Worte seines Bruders? Wäre da nicht die Hand die vorschnellt, vielleicht hätte Soel noch einmal das Fensterklappern aus der Tasche gezogen, vielleicht auch den Nebel oder eine kleine Regenwolke mitten im Laden? Nein das fänd selbst er Lahm, doch eine Reaktion wäre gefolgt ganz sicher. Nur ists eben der Bruder, der zuerst reagiert, nicht ganz so magisch, dafür effektiv.
[06:08] ₪ Wie kann es nur sein, das selbst jetzt, noch rebellische Reaktionen von ihrem Opfer kommen, lernt er denn nicht, merkt er es denn nicht? An den Brüdern liegt es natürlich nicht, das ganze misslingt nur, weil in dem Kopf des Blonden etwas falsch verkabelt sein muss, den ansonsten wäre er schon längst eingeknickt, soviel ist doch wohl klar! En Stoß zurück und wieder kommt er nicht zum reagieren, findet sich selbst gerad recht langsam, andererseits hätte es auch billig gewirkt, wenn Soel gleich wieder eingeschritten wäre, nur weil Kjes selbst etwas Hand anlegt. Wo wir schon beim Hand anlegen sind, der blonde geht noch weiter, er greift nach Sidkas Stange und packt sie an. Eine Berührung die dem anderen Sagar bereits viel zu intim sein dürfte, gehört sie doch zu seinem Leib und Sein. Da heißt es für Soel nun einfach nur, zurücklehnen und zuschauen. Wortwörtlich, den Soel lehnt sich gegen die Wand und schaut von Sid zu dem Gehstock, der nun von den Madigengriffeln befummelt wird. Das wird ein lustiges kleines Schauspiel geben, zwar weiß er noch nicht was genau passiert, doch das etwas passieren wird. Der Bruder wird es nicht einfach so hinnehmen, den Stock nun los zu sein. In der Zwischenzeit hält einen aber auch nichts davon ab, weiter zu antworten und auf die Worte einzugehen. „Vergess du nicht, dass es da einen Händler gibt, der uns diese Pflanze sicher noch besorgen kann. Sobald wir mit deinem Kopf bei ihm auftauchen und ihm ähnliches androhen“ . Denn so ein Kopf ist bedrohlicher als eine kleine schwarze Münze! Das es noch weitere Leute geben soll, entlockt ihm eine müde Augenbraue heben. Selbst wenn es welche gibt, nach diesem Ritual (haben sie es schon zur Genüge erwähnt? Sonst gern noch einmal) wird ihnen niemand mehr etwas antun können, N I E M A N D. Nein, mit niemand ist nicht Odysseus bei seinem Kampf gegen die Zyklopen gemeint, sondern einfach nur, das es keine andere Person geben wird, die etwas gegen sie ausrichten kann. Genau davon geht man aus, Probleme die nach einem Scheitern auftreten könnten, die werden nicht bedacht, einfach weil Scheitern nichts ist, das sie in ihrem Wortschatz sehen wollen. „Du hast es noch nicht begriffen? “ Fragt der rothaarige den blonden, er streicht sich mit der einen Hand das Haar nach hinten, ein paar lästige strähnen werden so aus dem Blickfeld geholt. „Es wird keinen Handel nach deinen Konditionen geben“ . So der Plan, also ihr Plan, von seinem kann man dabei nicht reden. Im Übrigen, selbst wenn er es inzwischen eigentlich selber denken würde, also das ein handel das bequemere ist, inzwischen würde es doch vollkommen Affig aussehen, zu kneifen und doch auf ein normales bezahlen einzugehen!
[01:38] ₪ Seine schwarzen Lederstiefel glänzten in der Nachmittagssonne, seine lange, schwarze Hose passte ihm wie angegossen und sein ebenfalls schwarzes Hemd, (welches mit Absicht einen tieferen Ausschnitt als sonst besaß), schmiegte sich besonders vorteilhaft um seinen sexy Oberkörper. Ja, der Magier war sexy. Außerdem intelligent, begabt, bewundernswert und alles in Allem gottgleich. N a t ü r l i c h war er das auch ohne diese dunkle Garderobe und auch ohne den bunten Flickenmantel den er sich zusätzlich noch über die Schultern geworfen hatte, doch trotzdem... Beides musste heute sein. Die farbenfrohe Pracht, weil der werte Herr „ohne“ nie aus dem Haus gehen würde und all das „Schwarz“ genauso, da ein entsprechender Anlass vorlag. Heute war zwar nicht „Tag der schwarzen Grundbekleidung“ und es lag auch kein persönliches Stilempfinden vor, welches eine dunkle Kleiderordnung vorschrieb, doch der Magier wollte seinen blonden Schatz überraschen. Und Blondie sprachen genau diese Farben im „besonderen“ Maße an... So sehr sogar, dass Satre sie bloß anzulegen brauchte und zack! Er hatte die effektivste Waffe geschaffen, um sich den Kleinen gefügig zu machen. Tja... Einmal Profi, immer Profi! Und wer könnte jetzt, nach dieser und weiteren Feststellungen, noch behaupten, das Wort „Perfektion“ ließe sich nicht weiter steigern? Tse! Es dürfte jawohl klar sein, wie es fortan heißen musste: perfekt - Satre - Satre in schwarzen Klamotten! Und so stiefelte dieser nun auch gut gelaunt die eranyanischen Straßen entlang, um sein Eigentum aufzusuchen. An dessen Arbeitsplatz. Jetzt. Die Praxis von Dr. Adam Glynn befand sich sogar schon in bester Sichtweite! Und auch wenn die Türen und Fenster geschlossen schienen, hier spürte der Magier einfach, dass sich Kjes noch im Gebäude befand. Männliche Intuition! Der Weißhaarige seufzte leise. Er hatte ihn ja schon vermisst und in letzter Zeit auch viel zu viel gearbeitet und zu wenig Freizeit gehabt. Hätte sein Chef ihm heute keinen Tag frei gegeben, er hätte sich den Tag einfach genommen. - Gezwungenermaßen. Denn es war viel Schönheitsschlaf nachzuholen gewesen und ein mehrstündiges Bad ebenfalls. Herrje... und er hatte es so nötig! Am Besten, er zog Blondie gleich einfach in irgendeines der Behandlungszimmer und *pieeeeeeep*. Dann könnte er ihn auch direkt *pieeeeeeep* und *pieeeeeeep* und *pieeeeeeeeeeeeeeeeep* … Ein paar vergnügliche Stunden zu zweit waren ihm gewiss auch recht. Zumindest lieber als das, was ihm blühte, wenn er sich beim Anbandeln mit zwei rothaarigen Kerlen erwischen ließ. Kerle, die zu allem Überfluss auch noch nach Feierabend mit ihm zusammen in der Praxis standen... Besser, er wurde die fragwürdigen Gestalten ganz schnell los, ehe sie Satre ins Auge fielen und er sich seinen Teil dazu dachte... Könnte sonst nämlich ungemütlich werden. Höhö...
[13:52] ₪ Immer wieder ist es amüsant, wie Murphys Gesetz das alltägliche Leben beeinflusst. Die Frage, die sich da letztendlich stellt, ist 'Für wen geht denn hier mehr schief?' Es könnte Kjestel sein. Immerhin ist es geradezu ein unglücklicher Zufall, dass er noch in der Praxis ist oder war, als die Brüder eingetroffen sind. Dass er heute überhaupt gearbeitet hat, dass bereits alle anderen weg sind. Was auch immer davon Pech ist - vielleicht ist es auch gar kein Pech? Vielleicht würde sich hieraus ja eine wunderbare Freundschaft entwickeln. Haha. Kleiner Scherz. Als ob hieraus irgendetwas entstehen würde, außer das zufriedene Grinsen des Sagars, ganz am Ende der Show, wenn sie die Pflanze in den Händen halten, der Wurm leise wimmert - oder eben nicht wimmert, weil er es nicht mehr kann. Also, da sind wir ja aber noch lange nicht. Sondern bei dem Klären der Frage, für wen hier gerade einiges schief läuft. Dies könnten ja auf der anderen Seite auch die beiden Brüder sein. Schließlich hatten sie etwas anderes erwartet. Wie der große Bruder stellt auch der Rotschopf sich die gleiche Frage: Warum schlottert der kleine Blonde da nicht? Warum macht er immer wieder sein Maul auf, um dann diese unqualifizierten Dinge heraus zu lassen. Dies...er scheint immun gegen jegliche Drohung. Wie weit muss man da gehen? Sich hier wirklich die Finger dreckig machen? So richtig? Immerhin waren die hübschen Griffel des Sagars bereits am schlanken Hals der Blondine. Nicht so sehr, dass da Spuren zurück bleiben würden, aber immerhin so, dass dieser es sich merken sollte. Hmpf.
Die Aussicht von der Seite des Bruders aus ist eine nicht so schöne. Nicht, weil der Kleine da hässlich ist - und wie er das ist -, sondern weil er sich auf den Stock lehnt. Auf den Stock. Auf seinen. Auf den, der eigens für ihn angefertigt wurde, der das edle Holz hat. Der, der... ach! Das kann man absolut nicht in Worte fassen. Er ist einfach u n b e z a h l b a r. Das kann dieser kleine Wurm gar nicht abschätzen, er weiß gar nicht, was er da in den Händen hält und selbst in einer Millionen Jahre wird er es nicht wissen. Selbst, wenn Sid es ihm erklären würde, würde er es nicht verstehen. Selbst, wenn er ihm den Stock in den A**** rammen würde, würde er es nicht kapieren. Gut. Nein. Dies würde sehr wahrscheinlich nichts ändern, vor allem nichts am Verständnis, aber vielleicht wäre es befriedigend? Nein, sicherlich nicht. Aber, was es sein wird, ist die Handlung, die der Sagar gleich vollführen wird. Aktion - Reaktion. War schon immer so. Eine Aktion einer Person, fordert die Reaktion einer anderen heraus. Kjestel hat die Brüder in jeglicher Art herausgefordert, in der er es hätte machen können. Verbal. Körperlich irgendwie auch. Also einfach, weil er da steht, in seiner ganzen körperlichen Inperfektion. Nicht nur, dass er dünn und schmächtig ist, er kaschiert dies nicht einmal. Er ist dazu auch noch klein. Quasi ein halbes Hähnchen. Wie kann es sein, dass er sich zwei Leuten gegenüber so vorlaut verhält? So...respektlos?! Wieder ist die Augenbraue hochgeschnellt. Er kann gar nicht fassen, was er da alles hört, was der kleine Wurm sich da alles leistet. Er möchte was? Tza. Diese ganzen Äußerungen, dieses Flirten. Hat der Rotschopf noch nicht oft gemacht, hat sich bisher immer genommen, was er wollte, aber es ist doch so, dass man dieses offensive Verhalten des Kerls nicht übersehen kann. Die Lippen presst er ganz leicht aufeinander, rümpft leicht die Nase. Schon wieder fängt er davon an. Es reicht ganz definitiv. Dieses Mal ist es ein kräftiger Handstreich, welchen man sehen kann. Dies ist, wie bereits erwähnt, sein Stock. Die hässlichen Griffel dieses kleinen Wurmes hinterlassen Spuren auf seinem Holz! Dies kann er nicht akzeptieren. Niemals. Daher also der Handstreich, der die limitierten Kräfte des Sagars freisetzt. Der Stock ist sein, eine tiefe emotionale Bindung hilft ganz sicher, dass die Kräfte herausbrechen. Kjes wird spüren, wie ein Ruck durch das Holz geht und insofern dieser nicht an ihm festgetackert ist, hat er eigentlich keine Chance. Der Stock würde zu Sidka zurückkommen. Komm zu Papi. Zufriedenheit ist etwas, was man sicherlich schwer erreichen kann bei einem Kerl wie dem Rotschopf, allerdings ist der Stock etwas, was dies erreicht. Nicht umsonst schleppt er den ständig mit sich herum. Nun ist er befleckt, dafür wird dieser kleine Kerl hier büßen.
In Erwartung dessen, dass die Made den Boden küssen wird, tritt der Kerl wieder einen Schritt nach vorne. Nein, eigentlich nicht nur einen, er will ganz zu ihm. Was passieren wird? Naja, insofern Kjes fällt, dann wird er ihm den Stock in das Körperteil rammen, welches am besten zu erreichen ist. Rücken, Kehle? Alles machbar, nur er soll jetzt endlich zittern. Sid ist böse! Oh, oder um es mit dem Worten mit einem grünen Freund zu sagen: Sidka wütend. Bevorzugen würde er übrigens wieder den kleinen, schlanken Hals, da lässt sich sehr viel mehr Druck
[14:12] ₪ ausüben. Wie dem auch sei, selbst wenn Kjestel nicht fällt, so hat man jedoch wieder deutlich mehr Nähe und ein Rumstochern mit dem edlen Stock an Kjes Brust wäre immerhin auch schon etwas. In jedem Fall ist es wieder an Sid zu reden. "Du hast meinen Bruder gehört. Dein Leben ist der Preis, den du bekommst. Als Belohnung, wenn du jetzt ganz brav bist, lege ich dir noch eine Goldmünze, damit du uns gut in Erinnerung behälst." Da ist doch aber jemand jetzt sehr großzügig, nicht? Immerhin würde Kjes so quasi noch Gewinn machen. Den einen Taler kann er sich dann in seine kleine Hand schieben, sie bei Bedarf herausholen oder was auch immer. Das Essen mit dem Sagar, dies ist in so weiter Ferne, dass der Blonde es nicht begreifen kann. Wie auch? Er scheint die Welten, die zwischen ihnen liegen, nicht zu begreifen. Aber, da ist ja auch noch etwas anderes offen. "Es ist mir egal, dass du kein wandelnder, botanischer Garten bist. Du hast dich mit deiner kleinen Aktion in unsere Angelegenheiten eingemischt, dies hat uns beide hierher gebracht. Wir insistieren, dass wir unsere Pflanze bekommen, daher wird es uns eine Freude sein, dich zu begleiten, Wurm." Danach, also bei Kjes würde man dann sehen, wie es weiter geht. Nein. Nein, wieder keine romantischen Gefühle dahingehend. Es geht eher darum, inwieweit irgendwelche Knochen gebrochen werden, Hautfetzen am Ende fehlen - was auch immer. Aktion. Reaktion. Der kleine Blonde hat alles in der Hand, aber sollte er weiterhin den Komiker geben, dann kratzt der Sagar mal den Rest seiner Macht zusammen. Denn in einem hat der Bruder aus seiner Sicht zumindest, recht: Auch der Kopf das kleinen Blonden so ganz ohne den Rest dran, der würde helfen die ersehnte Pflanze endlich zu bekommen. Wie schwer kann es eigentlich sein eine Pflanze zu bekommen. Man könnte ja fast meinen, dass es hier um die letzte Pflanze geht! Egal wo der Stock gerade ist - ob nun am Boden auf Kjes oder in der Luft an der Brust - oder eben nur ganz normal auf dem Boden -, bei diesem Gedanken bohrt er sich definitiv fest in den Untergrund. Sidka will jetzt endlich die Macht, er hat keine Lust mehr zu spielen. Dies sollte der kleine Blonde jetzt auch bemerken, ansonsten ist der Spaß hier endgültig vorbei. Da hört man dann nicht einmal mehr das Zirpen der Grillen.
Unschön könnte sein, dass sich das Kräfteverhältnis gleich ganz arg wendet. Immerhin ist da etwas Weißhaariges im Anmarsch, was ganz und gar nicht in den Kram der Brüder passen sollte. Vor allem, aber wohl nicht in das des Herren, der da gleich hereinspazieren möchte. Immerhin könnte Kjes sich in einer sehr kompromittierenden Lage befinden. "Unser Angebot hast du, greif zu - oder schluck die Konsequenzen." Nein, das zweideutige Wortspiel ist absolut nicht beabsichtigt.
[20:35] Mirazas Kjestel lupfte bereits eine Braue empor, als er eröffnet bekam, dass die Herrn nicht vorhatten zu zahlen. Das hieß, sie hatten es schon. Angeblich behielt man sein Leben. Nur das... ergab absolut keinen Sinn. Da blicke man vom Langhaar zum Kurzhaar und... keiner lachte. Die meinten es tatsächlich ernst! Toternst. Verflixt, allmählich wurde das Ganze ungemütlich. Vorerst dürfte man sich verhältnismäßig sicher fühlen. Man besaß die Pflanze. Naja, obwohl... - egal! Es war erst einmal egal. Nochmal von Vorne: Eventuell hatte man die Pflanze. Die beiden Rotschöpfe brauchten einen also lebend, um an das Unkraut zu gelangen. D a s war doch mal positiv! Der Blonde schluckte. Diese beiden Typen, deren Namen man nicht kannte, redeten einen Hauch zu oft vom Tod und Sterben. Gewiss könnte man dies auf ein tristes Leben, die falschen Bücher oder eine seltsame Kindheit schieben, doch machte es das besser? "Mhm." Kein allzu zufriedener Laut, der den Lippen entschlüpfte, während man die Finger quälend langsam über die Fasern des dunklen Holzstabes gleiten ließ. Sehr, sehr langsam. Millimeter für Millimeter, während der Blick vom Langhaar zum Kurzhaar wechselte. Es wurde still um sie herum. Nur die Finger glitten weiterhin die Holzmaserung entlang. Beinahe... sanft. Zärtlich! Eine eher gedankenverlorene Geste, während der Blick unbestimmt auf dem Pelzträger hing. Man überlegte, wusste nicht um diese besondere Bedeutung des Gehstocks. Aus der Sicht beider Rothaarigen könnte es so aussehen, als hätte man vor den Stock gänzlich zu entwürdigen. Woher sollten sie auch wissen, wo man seine Finger zuvor gehabt hatte? Schließlich befanden sie sich in einer Arztpraxis. Dort, wo eitrige entzündete Wunden nicht selten waren. Welche Keime hier lauerten, wusste niemand. Vermutlich genügte es den beiden schon, dass man diesen Gehstock befingerte, überall seine unsichtbaren Spuren darauf hinterließ. Dieser Stock würde nicht mehr derselbe sein, wenn sie ihn zurückerhielten. Dabei befühlte man lediglich das kostbare Holz, in nahezu liebkosender Manier. Hätte es sich dabei nicht um ein totes Objekt behandelt, so wäre es sicher unter Sinnlichkeit einzuordnen gewesen. Tatsächlich aber überlegte man nur. Das Problem an solchen Überlegungen war schlicht, dass es zu keinem Ergebnis führte, wenn man keinen Schimmer hatte, was man tun sollte. Sie ließen sich nicht abbringen und man wollte nicht einlenken. Es haperte also daran, dass man sie obendrein nicht einmal einschätzen konnte. "Also fassen wir das Ganze mal zusammen: Ich bekomme kein Date?" Situation zusammengefasst. Schien so, als wären die Prioritäten auf beiden Seiten unterschiedlich gesetzt. Man bekam also kein Treffen u n d zusätzlich dazu bekamen die beiden die Pflanze? Also DAS konnte man nicht eingehen. Das war Betrug. Nicht nur, dass man keine richtige Bezahlungen bekam: Wo blieb da der Spaß? "Ist er so prüde?" Es folgte die offene Handbewegung in Richtung Pelzträger, während sich die Frage an seine Begleitung richtete. Allein der Tonklang schien das Langhaar zu fragen, was in dem Leben seines Bruders schief gelaufen sein musste, dass er s o reagierte. Oder aber... - Himmel nein! War der schüchtern? Da wurde der Andere gleich mit einem ganz anderen Seitenblick bedacht. "Wie heißt ihr eigentlich?" Nur, um mal geragt zu haben von w e m man bedroht wurde. Konnte durchaus informativ sein. Das allerdings war wohl zuviel des Guten. Plötzlich hatte der Pelzträger seine Emotionen nicht länger im Griff. Dieser Blick! Huiuiui! Es gab durchaus Männer, die wütend wahrlich ihren Reiz entfalteten. Man hatte ebenso ein solches Exemplar davon daheim. Ab und an. Wut machte manchmal einfach sexy. Und wie wütend er war! Leider war man dadurch dermaßen ablenkt, dass man dadurch umso leichter das Gleichgewicht verlor. Nach dem Entreißen des Stocks versteht sich. Da stolperte man einem Typen entgegen, der einem seinerseits bereits entgegen kam und bekam zugleich den Stock in den Brustkorb gebohrt. Autsch. Also das war jetzt schon ziemlich unangenehm. Gerade wollte man noch etwas von sich geben, als der Stockbesitzer doch noch versuchte Geld ins Spiel zu bringen. Bitte, was? Sah man aus als sei man käuflich? Da war es auf Seiten des Blonden erstmalig recht verstört drein zu blicken. Moment, hier hatte jemand etwas völlig falsch verstanden. "Gut. Mein Leben nehme ich natürlich gerne. Aber den Preis für mich, könntest du dir sicher nicht leisten." So viel zu seiner einen Goldmünze. Die konnte der fesche Pelzträger sich sonst wohin stecken. Davon ließ man sich kaum beeindrucken. Leider erwiesen sich die beiden als recht unkooperativ, was die Verhandlungen anging. Sie bewegten sich von der Tür nicht weg, änderten ihre Meinung nicht und... irgendwie... ach, man wusste es auch nicht. Zwischen den Brüdern und der Pflanze stand - aus eigener Sicht - dennoch dieses Essen. Also irgendetwas musste einem ja gegeben werden, wenn es schon kein Geld
[20:50] ₪ sein sollte. Hätte man gewusst, welches Unheil sich gerade anbahnte - man hätte schleunigst die Klappe gehalten. Das sogar fest, sehr fest. Aus dem Mund des Blonden wären nicht länger Worte im zweideutigen Laut gesprudelt und er hätte sich dieses laszive Lächeln mehr als nur verkniffen. Leider Gottes war man kein Hellseher, sondern nur ein Mann, der liebend gerne provozierte. Es war ein das Spiel mit dem Feuer, nur um zu sehen wie weit man kam. Tatsächlich dachte man nicht weiter, als zu jenem Essen in ach so ferner Zukunft. Sollte man aus heiterem Himmel eine Zusage erhalten, wäre man gelinde gesagt ein wenig aufgeschmissen. Nicht direkt im Zwiespalt, aber verflucht nochmal in seiner Sackgasse gelandet. An und für sich unterlag man einer strikten Auflage seine Finger bei sich zu behalten. Aber hey - wer kontrollierte das schon? Satre arbeitete viel und lang. Bei einem Vorgesetzten wie Hubert würde man das auch. Einem solchen Chef widersetzte man sich nicht. Alleine bei dem Gedanken stellen sich bereits die Nackenhaare auf. Nicht auszudenken, hätte der Magier einen damals zu ihm abgeschoben. Seine desinfektionswütige Wundversorgung mochte die Hölle auf Erden gewesen sein, aber wie hätte sie erst bei Hubert ausgesehen?! Urgs. Aber man schweifte ab. Zugreifen sollte man oder die Konsequenzen schlucken. "Konsequenzen schlucken? Bei mir zu Hause?" wiederholte man also die vorherigen Worte und lachte. Sehr leise, dafür umso dreckiger. Eines dieser besonderen Lachen, von dem man einfach wusste, was der Person dabei im Kopf vorging. Nein. Der Ernst dieser ganzen, verdammten Situation kam gerade nicht an. Aber er würde es. Er würde es in jenem Augenblick, in dem einem bewusst wurde, dass man nicht ganz so unbeobachtet war, wie man dachte. Dann hätte man ein verdammtes Problem. Gerade aber sah man nur den Pelzträger sehr nah vor sich, dem man gerade recht offen ins Gesicht lachte. Auf die anzüglichste Art und Weise, die nur so viel sagte wie: Na, na - ich weiß doch, was du wirklich willst. Wo war das Loch im Erdboden, wenn man es einmal brauchte? Pardon! Vor allem sollte es heißen:WO war der Typ, der schon mal anfing um einen herum das Grab auszuheben? Achja. Das tat man für gewöhnlich selbst. Und wenn man etwas tat, dann tat man es richtig.
[03:09] ₪ Der Magier hatte das schicke Praxisgebäude erreicht. Er blieb stehen, betrachtete die Fassade mit ruhigem Blick und zündete sich dann erstmal eine Kippe an. Eine Gute versteht sich. Eine, in der sich nicht nur Tabak, sondern auch Kraut befand. Dann sah er mit dem qualmendem Glimmstengel im Mund, die Straße rauf und runter. Keine Wachen waren zu sehen und die Bürger, die er weiter weg entdeckte, würdigten seine Gestalt keines Blickes. Eigentlich ungewöhnlich, wenn man bedachte, was der Weißhaarige für ein Prachtexemplar von Mann war, doch gerade passte es ihm gut in den Kram. Sein Kopf drehte sich abermals und wie schon des Öfteren, betrachtete er nun die Eingangstür der Praxis. Dann ging er gekonnt an ihr vorbei. Ein S a t r e hatte es schließlich nicht nötig, den Weg des gemeinen Pöbels zu bestreiten. Im Grunde, leitete ihn zwar bloß die Macht der Gewohnheit ums Haus herum und zu einem der Fenster hin, doch anders klang es direkt besser. So bewahrte ihn diese Erklärung außerdem davor, sich gleich für einen unnötigen Einstieg durchs Fenster rechtfertigen zu müssen. - Und unnötig, wurde der tatsächlich. Wenn nach den Öffnungszeiten der Praxis gegangen wurde, war diese nun nämlich geschlossen. Die Eingangstüre stellte also ganz offiziell eine deutlich praktischere und komfortablere Möglichkeit dar, das Gebäude zu betreten. Zu einer anderen Uhrzeit, mochte das definitiv auch anders aussehen, doch jetzt? Viel Betrieb im Haus gab es nicht mehr und das Wartezimmer dürfte bereits wie leer gefegt sein. Für einen Überraschungsbesuch brauchte Satre also keinen unkonventionellen Eingang mehr. Und trotzdem, (wie gesagt, die Macht der Gewohnheit), stiefelte er nun zu seinem bevorzugten Einstiegsfenster hinüber. Er hatte es vor längerer Zeit einmal manipuliert, sodass er jederzeit ein – und ausgehen konnte, doch ob Kjes oder sein Chef davon wussten? Der Magier vermutete „Nein“. Denn ein Dr. Adam Glynn, hätte das Fensterschloss sicher längst repariert und sein Blondchen fragte bei sämtlichen seiner Besuche ja immer noch Fragen wie: “Wo kommst du plötzlich her“ oder “Wie bist du hier herein gekommen“ So etwas wurde schon aus Prinzip nicht ernsthaft beantwortet. Der Weißhaarige liebte halt seine Geheimnisse. Wenn Blondie hingegen welche hatte, störte es ihn gewaltig. Um nicht zu sagen, er hasste es wie die Pest. Besonders, wenn es schmutzige, kleine Geheimnisse waren, die andere Liebschaften miteinbezogen. Satre war der Meinung gewesen, dass Kjes es nie wagen würde ihn zu hintergehen! Er, der allmächtige Magier, war schließlich der verdammte Mittelpunkt seiner Welt! So sollte es zumindest sein! Doch die Wahrheit sah anscheinend anders aus. Er hatte seine große Gestalt ans Fenster bewegt, wollte es gerade öffnen, doch besaß zum Glück noch die Geistesgegenwertigkeit, zuvor ins Innere zu blicken. Und durch das Glas hindurch entdeckte er dann auch tatsächlich keinen leeren Raum, sondern drei Personen. Drei! Vor Überraschung fiel ihm seine Kippe aus dem Mund und blieb unscheinbar qualmend auf dem Erdboden lieben. Er hatte hier höchstens seinen Schatz erwartet, aber niemanden sonst! Wer waren also diese... diese Gestalten? Diese Rotschöpfe?! Ein anderes Detail außer leuchtend rotes Haar war auf die Schnelle nicht hängen geblieben, denn nach dem ersten Zögern hatte sich Satre direkt wieder weg geduckt. Nun kauerte er verstohlen und regungslos unterhalb des Fensterbrettes. Keine sonderlich heroische Pose, doch sie verschaffte ungesehen Zeit zum Nachdenken. “Schön, fein... Kjes ist nicht allein, er hat irgendwen bei sich, na und?“ Das bedeutete nicht direkt Betrug und Hochverrat. Es wurde also ein zweites Mal durchs Fenster gespäht, mit gebotener Vorsicht und Spionagekunst. Der Blondschopf stand mit dem Rücken zum Fenster und lehnte auf einem Stock, während die zwei Fremdlinge ihm gegenüber standen. Sie blockierten die geschlossene Tür zum Flur und an den Lippenbewegungen der beiden hm... Männer... konnte außerdem erkannt werden, dass sie sich mit Kjes unterhielten. Ihre Gesichter sahen auffallend arrogant aus, doch dem Lauscher an der Wand entging der Inhalt des Gesprächs. Das Fenster wurde nun also einen kleinen Spalt geöffnet. Sicher, er hätte es auch direkt aufstoßen können, um danach laut “Hier bin ich!“ zu rufen, doch das kam nach den ersten Verdachtsmomenten nicht in Frage. Es musste erst geklärt werden, ob Blondie ihn hier betrog oder nicht. Wer hätte auch ahnen können, dass sich die nachfolgenden Umstände dermaßen unglücklich verketteten?! Doch es begann mit dem ersten Wort, welches der Magier nach dem Fensteröffnen vernahm. Das Wort “Date“ war deutlich zu hören gewesen und dann auch noch aus dem Munde von Kjes gekommen. Satres blasse Miene verfinsterte sich fast augenblicklich und seine Hände ballten sich so heftig zu Fäusten, dass seine langen, bunten Fingernägel sich in sein eigenes Fleisch bohrten. Ein paar Sekunden später kam außerdem noch die Frage,
[03:12] ₪ ob da wer “prüde“ sei auf und damit legte sich beim Magier ein kleiner Schalter um. Der Punkt war erreicht, an dem nicht mehr geglaubt wurde, dass es sich bei den beiden Unbekannten um “einfache“ Patienten handelte. Dieser kleine, blonde Mistkerl besaß wirklich die Nerven, ihn zu hintergehen. IHN! Und dann auch noch mit zwei Kerlen gleichzeitig! Es wurde sich ein weiteres Mal vom Fenster weggedreht, gegen die Wald gelehnt und ein wütendes “Ich kastrier ihn bei lebendigem Leib!“ gezischt. Satre schäumte vor Wut, logische Schlussfolgerungen, dass er noch immer falsch liegen könnte, wurden verdrängt und er fühlte sich tatsächlich sehr verletzt. Würg... Was ein kitschiger, widerlicher Gefühlszustand. Gedanken kreisten in seinem Kopf, weitere Gesprächsfetzen gingen vor lauter Unmut unter und schließlich drang nur noch etwas von „schlucken“ und “bei Kjes zu Hause“ an das Ohr des Magiers. D a s brachte ihn dann endgültig dazu, seinen Lauschposten zu verlassen. Über was für Schmuddelkram unterhielten sich die Mistkerle eigentlich?! Bei den Göttern! Planten die etwa einen Dreier?! Unverschämtheit, dass seine eigene anbetungswürdige Person dazu nicht eingeladen worden war! Mit einem Schnauben, wurde sich also zur vollen Größe aufgerichtet, um dann einen Auftritt der Superlative zu planen. Dafür, würde er seinem kleinen Blondchen eine Szene sondergleichen machen. Er würde ihn das Fürchten lehren, ha! Und damit begann er die ersten Zauber vorzubereiten. Satre konzentrierte sich, tätigte diverse Handzeichen und Gesten und förderte dann mehrere Zettelchen ans Tageslicht, die stark an alte Einwegzaubersprüche erinnerten. Er hatte sie aus den Untiefen seiner Manteltaschen gekramt und fing schließlich an, sie in unheilvollem Flüsterton zu rezitieren. Davon ausgehend, wie schlampig sie aussahen, hatte er sie vor sehr langer Zeit geschrieben und das Mindesthaltbarkeitsdatum war beinahe abgelaufen. Wie praktisch, dass sie vor ihrem Zerfall doch noch einen Nutzen fanden. Hehe... Ein Wink des Schicksals. Der Magier, der Illusionist, beschwor also das Grauen herauf und die Kälte, während ihn vielerlei rachsüchtige Gedanken begleiteten. Danach löste er sich in seinen geliebten Schatten auf und zog sich dabei auf die 4. Ebene zurück. Dort wartete er ungesehen ab, wie seine Magie Einzug ins Behandlungszimmer hielt. Trotz fehlender "Anwesenheit", spürte er seine gewirkte Magie, wie sie in der Luft knisterte und dann begann sich zu entfalten. Rauch und Qualm sammelte sich in unnatürlichen Formen vor dem Fenster, verdunkelte es und drückte es am Ende gänzlich auf, um sich im Inneren des Raumes auszubreiten. Lautlos und schleichend. Dicke schwarze Wolken türmten sich mehr und mehr auf, die Tapete an der Wand mit dem Fenster färbte sich dunkel und grau. Als der Magier sich auf der 4. Ebene ebenfalls durchs Fenster zog, wähnte er sich unentdeckt wie immer, wenn er im aufgelösten Zustand unterwegs war. Mit seiner Präsenz im Raum verstärkte er jedoch noch die ansteigende Finsternis. Bis dahin, fand er sein Wirken im Übrigen nicht schlecht. Gruselige Special Effects: Check! Grausiges Gefühl, dass sich jedem in Mark und Bein fraß? In Arbeit! Und wenn der eine Zauberspruch noch nicht gänzlich vergammelt war, würden die „Opfer“ des Magiers das auch zu spüren bekommen. Die Raumtemperatur würde absinken und ein jeder würde dem verdienten Gefühl einer übergroßen Angst erliegen. Es sollte über ihre Haut kriechen und sich in all ihren Gliedern einnisten wie Spinnen. Satres magischer Furchtzauber Nr. 6 – Ein Instantzauber der mittelschweren Stufe. - Schlägt Kindergruppen die Süßes oder Saures rufen, garantiert in die Flucht. - Und nun... ja n u n, kam der große Auftritt, des betrogenen Liebhabers. Der Weißhaarige würde zurück in die erste Ebene treten, sichtbar werden und dann in ein ehrfurchtgebietendes Schweigen verfallen. Was ein genialer Plan! Doch er würde nicht so einfach wieder auftauchen, wie er draußen verschwunden war, oh nein! Die Macht war gerade mit ihm, also tat er es mit noch mehr Stil! Aus der wabernden Dunkelheit und den sich kringelnden Wölkchen erschien erst nur sein zorniges Gesicht, dann sein Haar, dass dramatisch in einem unrealistischen Wind wehte und dann, quälend langsam, auch der Rest seines ansehnlichen Körpers. Passend zu seinen Haaren wehte auch der Mantel des Magiers im „Wind“, doch so bunt wie auf den Straßen Eranyas, sah er noch nicht wieder aus. Über ihm und dem Rest, lag ein düsterer Grauschleier und bloß seine Augen leuchteten mit einem gleißenden Licht Richtung Blondie, Rotschopf und Rotschopf. Dann ließ er seinen Auftritt wirken, der definitiv mehr Schein als Sein beinhaltete und außerdem viel Rauch. Eiskalten Rauch. Er drang sogar aus dem leicht geöffneten Mund des Magiers, der noch immer sehr professionell dabei war, den flotten Dreier vor sich in Grund und Boden zu starren. Doch hey! Seine Klasse nannte sich Illusionist! Da gehörte das so.
[03:17] ₪ Zudem... wenn man eine furchteinflößende, leuchtende Nebelmaschine auf zwei Beinen sein konnte, warum nicht? Er kannte zwar die Kerle in ihren feinen Garderoben nicht, doch Satre war sich sicher, sie hatten diesen Schrecken genauso verdient wie sein unwürdiges, verräterisches Eigentum. Sie büßten jetzt entweder dafür, es unerlaubt verführt und benutzt zu haben, oder... sie büßten wegen Sachbeschädigung!
[17:29] ₪ Natürlich lacht keiner. Warum sollte auch jemand lachen? Es ist tödlicher Ernst. Sehr tödlich. Auch, wenn Kjes in diesem Moment nur die Speerspitze der Gesellschaf...äh die Spitze des Gehstockes auf seiner Brust spürt, so kann sich der Ernst der Lage ganz schnell offenbaren. Stellen wir uns mal vor, das kleine Kraftpaket Sidka holt aus und zimmert den Stock voll gegen Kjestels Kopf. Da ist sicherlich eine leichte Gehirnerschütterung drin. Nein, ernsthaft jetzt. Es ist eine ernste Angelegenheit und auch der kleine Wurm sollte es langsam begreifen. Was soll man denn noch machen? Angefangen haben sie immerhin grandios. Da war das Türen- und Fensterklappen - man(n) kann nur hoffen, dass sich dabei nichts an der Vorrichtung von Satre getan hat -, gefolgt von vielen Worten, einem Würgen und nun dem Aufspießen. 'Und wie bist du gestorben?' 'So ein Irrer hat mich mit dem Stock aufgespießt.' Kann immerhin nicht jeder von sich behaupten. Eigentlich ist auch ziemlich egal, was Kjes da jetzt nocht vollführt. Die beiden Brüder gehen stark davon aus, dass er die Pflanze besitzt. Da gibt es kein Vielleicht, kein 'In ein paar Tagen habt ihr sie'. Er hat sich selbst in den Vordergrund gedrängt, hat aufgezeigt. Man stelle es sich so vor. Der Lehrer fragt in die Klasse nach einer Antwort, einer der Schüler meldet sich, der Lehrer ist auch gewillt diesen dranzunehmen und Sekunden zuvor springt ein anderer Schüler dazwischen, hebt den Arm - schnipst! Genau dies hat der Blonde gemacht, mit den Fingern geschnipst um die Aufmerksamkeit zu erlangen. Hat er. Die ungeteilte, nun muss er aber auch liefern, die beiden Brüder erwarten etwas. Nein, sie erwarten die Pflanze. Problematisch wird es nur, wenn einer von beiden einen recht grünen Daumen hat - wenn sie wissen, wie die Pflanze genau aussehen muss. Vielleicht hat heute wirklich sein letztes Stündchen geschlagen, dies sollte er wirklich langsam verstanden. Manche Aktionen erfordern gewisse Reaktionen. Das Einmischen in einen so wichtigen Handel - immerhin sollte er D I E Macht bringen - muss zweifelsohne Konsequenzen haben. Was könnte die beiden schon davon abbringen dieses kleine, schmächtige Wesen umzubringen? Die erwähnten Freunde? Ach bitte. Was sollen die schon machen? Von der vierten Ebene auf sie herunterspucken? Also ernsthaft, die Drohung, die schon vor einer ganzen Weile getätigt wurde, die zieht in keiner Weise. 'Buhu, seid ihr gemein zu mir, dann rufe ich meine Freunde, die verhauen euch dann. Im Übrigen sollte man festhalten, dass hier keiner der Brüder ein tristes Leben oder eine traurige Kindheit hatte. Natürlich nicht! Das Leben der beiden ist der absolute Hammer, jeder Tag bringt ein neues, gediegenes und absolut undreckiges Abenteuer, die Kindheit war geprägt von Privilegien. Wie, dass Frau Mutter mal vorbei schaut und ihre nutzlosen Söhne begutachtet - und die wirklich schönen. Die, von denen die Blondine hier nur träumen kann, die sich komplett seinem Horizont entzieht. Made.
Der unzufriedene Laut sorgt nur dafür, dass dem Anspruch, den die beiden Brüder hier haben, mehr Nachdruck durch Sidka verliehen wird. Wie? Ganz einfach. Er lehnt sich einfach ein wenig nach vorne, wodurch sich die Spitze des Stockes im besten Fall in die Brust weiter hereinbohrt. So richtig schön tief. Mindestens eine Fleischwunde! Sidka ist ja immerhin auch nicht nur ein Hemd, sondern ein ganz schön kräftiger Kerl. Hust. Nun, wie dem auch sei, ob Kjestel nun ausweicht oder sich der Stock in seine hübsche Hühnerbrust bohrt, es muss ja weiter gehen, der Laut des Kerls sorgt dafür, dass man wieder vollkommen mit dem Gedanken bei ihm ist. Schade. Hätte man vielleicht auch besser lassen sollen. Was hat er denn immer mit dem Date? Hat der Rotschopf auch nur einmal in irgendeiner Art und Weise signalisiert, dass er Interesse an der Magermilch hat? Aber, man muss ja moralisch fleixbel sein. Vor allem muss man fit sein im Geist, um die Gelegenheiten zu erkennen, wenn sie sich bieten. Schade, dass dies hier eine denkbar schlechte ist, aber es kann schließlich auch niemand ahnen, dass da ein Illusionist auf Ebene Zwanzig mithört. Wird er gar nicht gerne haben, was da jetzt kommt. Ein diabolisches Lächeln bildet sich da auf den Lippen, vielleicht könnte man es mit einem Grinsen verwechseln. Macht er immerhin ja gar nicht so oft. "In Ordnung. Nachdem du uns die Pflanze übergeben hast, bin ich gewillt dich auf unserem Anwesen als Gast willkommen zu heißen." Ohja. Ein superheißes Date. Nicht mit Sidka, sorry, aber vielleicht mit einem Glüheisen und dem Kerkermeister. Eigentum von Satre? Wenn er es rechtzeitig von Ebene Dreizehn herunter brüllt, dann könnte man sicherlich auch dies auf die Brust oder Schulter des blonden Lüstlings einbrennen lassen. Niemand wird doch jetzt ernsthaft erwarten, dass der Sagar hier ein Date mit dieser Plaudertasche begehen würde? Was soll denn dabei rauskommen außer Mord und Todschlag?
[17:50] ₪ Ärgerlich ist, dass nach der Zusage oder eher fast gleichzeitig die eher ungünstige Nachfrage bei Soel erfolgt. Prüde? Sidka? Nein, aber nein, er zieht schon die ein oder andere Magd mit in sein Gemach. Ist sogar manchmal ganz unsittlich und dreht sie von sich weg. Immerhin sollte man sich doch anschauen, wenn man sich den fleischlichen Genüssen hingibt. Aber - dieses Thema eignet sich perfekt für ein anderes Treffen.Die Frage nach dem Namen ist natürlich eine ganz zentrale. Man sollte meinen, dass die Rotschöpfe genug Intelligenz besitzen, nun die Klappe zu halten. Warum den Namen nennen? Wäre ja etwas, was sie auffindbar machen würde. Niemand, also wirklich absolut niemand (Vorsicht, Ironie) könnte jemals zwei Rotschöpfe auffinden, die bekleidet sind wie ein bunter Hund. Also, auffallen am Ende. Egal, jeder weiß ja sicher, was gemeint ist. Zurück zum Thema. Also, wie gesagt, die nötige Intelligenz sollte eigentlich vorhanden sein, aber die wird ausgestochen durch die Notwendigkeit Eindruck zu schinden. Immerhin sind sie die Sagarbrüder! Daher kommt, arrogant wie eh und je, die Antwort postwendend. "Soel und Sidka Sagar." Soll er vor Ehrfurcht niederknien, der kleine Wurm. Er weiß ja sicherlich nun, wen er vor sich hat und wenn er auch nur ein bisschen Verstand hat, dann gibt er ihnen a) die Pflanze und b) lehnt das Date ab. Immerhin kann man ja auch so einiges von den Brüdern hören - außerdem gibt es da immer noch die kleine Schwester, die dafür sorgt, dass man in Verruf kommt.
Schön, dass der Wurm endlich versteht, dass sein Leben wirklich auf dem Spiel steht, dass er es dankend annimmt. Dies heißt doch im Gegenzug auch, dass man sich jetzt sofort auf den Weg machen würde, um die Pflanze zu holen. E n d l i c h. Wird doch auch wirklich Zeit. Hätte doch auch alles viel schneller gehen können. "Mir egal, ob man dich kaufen kann oder nicht - lass uns geh..." Jaja, genau Konsequenzen schlucken, zu Hause, bei Kjes. Allerdings, was da nun wieder dazwischen kommt, ist diese neuerliche kleine Störung. "Soel!" Ungeduld. Den Zustand, in dem sich der Rotschopf befindet, ist eindeutig Ungeduld. Man wollte doch gerade gehen, wie kann es denn sein, dass er jetzt damit anfängt hier eine ganz dramatische Nummer abzuziehen. Ja, ja eigentlich sollte Sidka jetzt ganz erschrocken sein. Ist er aber nicht, einfach weil er sich mit Magie auskennt - er ist genervt. Schwer genervt. Warum immer er? Buhu, da wird es eben dunkel. Ja. Jeden anderen hätte es wirklich tief beeindruckt - nicht falsch verstehen, die Show die Satre da abzieht ist wirklich große Klasse - aber nicht so den Mr. Specialeffects der Magie. Mehr kann er ja quasi auch nicht. Nein. In Ordnung, er kann noch weniger. "Soel, was soll das hässliche Gesicht?!" Ernsthaft jetzt mal?! Man will doch gehen. Wollte gehen. Warum zieht der Bruder diese neue Nummer ab? Der Kerl findet sie zwar wirklich nicht schlecht, aber jetzt hat man doch etwas viel wichtigeres zu tun. "Können wir jetzt gehen, wenn alle Kinder fertig sind mit spielen?" Weshalb er dann auch den Stock sinken lässt, gen Boden. Nicht, dass Sidka am Ende doch noch Kjestelfilet an seinem Stock hängen hat.
[23:42] Soel Sagar || Was der Bruder bereits festgestellt hat, das muss auch hier noch einmal betont werden. Natürlich macht keiner von ihnen Späße! Sie meinen jedes Wort ernst und das hat gefälligst mit Ehrfurcht gewürdigt zu werden! Die Worte, also deren Inhalt, nicht das sie es überhaupt sagen. Wie ist es überhaupt möglich, das ganze nicht zu versteht! Wie kann man nur so schwer von Begriff sein (denkt sich da gerad der richtige) und das offensichtliche so geschickt ausblenden? Interessant zu wissen wäre ja, wie hat Kjes sich das ganze vorgestellt? Er nimmt ihnen die Pflanze, sie dackeln ihm nach und bezahlen auch noch? Sie mussten ihn suchen! Sie mussten in ein Gasthaus und haben dort nach einem Namen gefragt! Die Brüder, welche sonst bloß mit dem Finger zu winken brauchen und bekommen was immer sie begehren, die mussten sich wirklich zu solch niederen Aufgaben herablassen. Doch so etwas in die Hände von Bediensteten geben? Was wenn diese herausfanden wozu die Pflanze da war, was denn sie eine falsche mit brachten (was ihnen natürlich nie passieren würde!), undenkbar was alles hätte schief gehen können, wenn nicht sie sich darum kümmern würden! Aufmerksam, doch nicht all zu interessiert, verfolgt er den Wortwechsel vom Bruder und vom Wurm. Wann genau ist ihr Besuch hier zu einem Singletreff geworden? Ihr gegenüber scheint wirklich sehr verzweifelt, nein nicht dass er verzweifelt ist weil er etwas von Sid will. Für jeden der beiden Brüder ist ganz eindeutig klar, der eigene Bruder ist die beste Partie, nach einem selbst! Eher scheint der Wurm verzweifelt, weil er tatsächlich noch einmal nachfragt, vielleicht steht er jedoch auch einfach nur auf schmerzen? So etwas gibt es ja und wenn man ganz ehrlich ist, die Brüder wären solchen Praktiken wohl nicht abgeneigt, als ausführende, nicht als empfangende. Doch sicher nicht mit der Gestallt da vor sich. Nicht im Erotischen Kontext, wenn sie an ihn Handanlegen dann hat das einfach nur der Grund, -Spaß an der Freude-.
Kurz kann man denken sein Kopf zuckt, doch eigentlich folgt seine Blick nur dem Stock von der einen zur anderen Hand. Ja das war ein Fehler, und vermutlich darf Soel sich in den nächsten Wochen noch das gemecker darüber anhören. Fast ist ihm danach die Augen zu verdrehen und den Knilch da vor ihnen allein dafür schon umkommen zu lassen. Nein wirklich! Für einen Menschen der gern über sich spricht, ist es anstrengend die Probleme der anderen verfolgen zu müssen, in der Zeit kann man ja nicht über sich sprechen! „Das was mir zu Ohren kam, war recht experimentierfreudig“ . Erwidert der ältere Sagar, sehr trocken, auf die Frage des blonden. Das kann jetzt jeder so verstehen wie er es gerne will, doch sie sind letztlich nicht hier um über Dates oder Sex zu reden! Sie sind hier um eine Pflanze zu besorgen -ha! Fast hätte hier kaufen gestanden- und für seinen Geschmack, da schweift das Thema doch ziemlich ab.
Eigentlich, ja E I G E N T L I C H, ist dann schon alles gesagt. Warum auch immer es nun nötig ist über die Namen zu sprechen, schaden wird es nicht. Vielleicht merkt der Kerl es sich ja, und weiß bei wem er sich das nächste mal nicht in irgendwelche Geschäfte einzumischen hat. Dann reicht es wenn beim nächstemal nur ein Bote kommt und sie müssen den Weg nicht wieder auf sich nehmen. Ja nächstes mal, inzwischen ist man soweit den anderen doch am Leben zu lassen (ja eben stand da was anderes, doch er ist eben wechselmütig) und ihn als, vielleicht nützlich, abzustempeln. Wenn er den Feuertau besorgen kann, dann vielleicht auch anderes. Er ist schon halb im Schwung, war schon dabei sich galant zu drehen, der Mantel wäre in einem dramatischen Halbkreis um ihn herum Gefolgen und er wäre voran aus dem Laden geschritten. Also, das der Plan, in echt sieht es dann ungefähr so aus; Die Drehung ist begonnen, doch plötzlich fällt ihm der Rauch auf, Rauch? Er hält mitten im drehen, der Mantel flattert also nur recht krüppelig hin und her, statt richtig schön und ausschweifend. Ein paar Haare haben den plötzlichen Richtungswechsel auch nicht gut überstanden, deshalb streicht er sich kurz über das Gesicht um sich davon zu befreien und sieht nun erst wieder richtig in den Raum. Ja da ist Rauch und ja der wird dichter. Doch ER macht das nicht! Oder? Vielleicht ja doch, er hat sich eben aufgeregt und manches mal, das kennt man ja bei soviel Macht (also er kennt es nicht, aber er hat davon gehört) bricht Magie eben einfach heraus. Vielleicht ist das ja gerad geschehen? Wie um es zu prüfen lässt auch er jetzt etwas Nebel aufziehen, keinen Rauch! Er fühlt sich anders an. Irgendwie fühlt es sich hier an sich gerad etwas kälter an und ihm ist es fast, als würde er vor dieser Magie erschauern. Dann muss die ja von ihm kommen! Wer sonst könnte in diesem Raum dazu fähig sein als er? Der Wicht da vor ihnen doch bestimmt nicht.
[23:42] ₪ Ein schmales grinsen ziert nun sein Gesicht und ja er schaut zufrieden aus, trotz innerer Kälte, doch wie gut muss er erst sein, wenn selbst ihm so zu Mute ist, ob des ganzen? Zu erwähnen ist hier noch, Sid ist besser darin Magie wahrzunehmen und sie zuzuordnen, Soel hat damals nicht einmal mitbekommen, das Faye eine Halbdämonin wie sie beiden ist. Eigentlich ist das ja schon traurig, zusammen würden die Brüder vielleicht einen ganz passablen Halbdämon abgeben, doch irgendwie haben sie jeder einen anderen Teil vom Kuchen bekommen. Doch das hat sich ja bald erledigt, dann bekommen sie beide keinen halben Kuchen sondern eine ganze Sahnetorte, mit mehreren Schichten, zierwerk und Kirsche auf der Spitze! Das wird so wunderbar, er kann es kaum noch erwarten. Warten! Warum tun sie das hier eigentlich noch? Achja, ihm ist da gerad ein Zauber entfeuchte. Das Gesicht wird noch gar nicht bemerkt, eigentlich erst als Sid es anspricht und ja, nun kräuselt sich die Stirn doch etwas. Hä? Warum zaubert er irgendwelche Gesichter in den Raum? Also mehr Nebel, oder wie jetzt eben, Rauch. Das ist ja noch verständlich. Doch dieses Gesicht? Es wird betrachtet und abschätzend beobachtet wie die Gestallt im Rauch nach und nach immer deutlicher wird. Mit einer etwas gröberen Handbewegung lässt er einen leichten Wind aufkommen, die zweite Fähigkeit zu dem tollen Nebel! Er kann ein gutes Lüftchen entfachen wenn er Interesse daran hat, zum Boote schaukeln reicht es und bestimmt auch um den Rauch etwas zu vertreiben, zumindest wenn das kein super Spezial sonder Rauch ist, der auch diesen Kleinigkeiten standhält. „Ich bin mir nicht sicher“ geht’s nun an Sid und statt beeindruckt einen Schritt zurück zu taumeln geht Soel sogar darauf zu und will in das Gesicht fassen, also da hinein pieken, schließlich hat die Gestallt noch nichts gesagt und man will ja einmal nachprüfen ob das ganze Fleischlich ist oder ob es lediglich eine Illusion ist. Scheu oder Angst? Fehl am Platz, die beiden Brüder sind da ungefähr so Stumpf und schwer zu beeindrucken, wie es auch der kleine Blonde ist. Da nehmen die sich jetzt wohl alle nichts.
[00:10] ₪ Der hübsche Mann, der sich als Sidka Sagar herausstellte, hatte eine Sache nicht bedacht. Eine ganz Entscheidende. Gewiss gab es immer ganz besonders ... ehm herausragende Persönlichkeiten, die sich unter lautem Fingerschnipsen in den Vordergrund drängen. A b e r einige davon, wollten eben nur auf's Klo. In Kjestel hatte er exakt diesen Fall gefunden. Der Eine, der in diesem Moment nur an sich dachte und daran wie - metaphorisch betrachtet - er am schnellsten zur Toilette kam. Japp. Das war die nackte Wahrheit. Ob man die Pflanze hatte, war so dahin gestellt. Aber das kleine Machtspielchen, den minimalistischen Revierkampf hatte man für sich entschieden. Obendrein noch neue Kundschaft gewonnen. Ansehnliche Kundschaft. Es hätte einen durchaus schlimmer Treffen können, nicht wahr? Diese schmucken Kerle auf sich aufmerksam gemacht zu haben, würde sich noch auszahlen. Auf die Eine oder andere Weise. Am Ende war man die Person, die zwischen ihnen und der Pflanze stand. Tja. Und man wollte dieses Date. Nur um es nochmal erwähnt zu haben. Nicht auszudenken, würde es in Vergessenheit geraten! Nichtsdestotrotz bohrte sich die Spitze des Gehstocks mittlerweile schmerzhaft in die Brust. Wenn man sich auch zu weigern schien, deshalb zurückzuweichen, so drehte man bereits den Oberkörper weg. Schlicht um den Schmerz einzudämmen. Etwas, was derart bescheiden gelang, dass man doch lieber einen Schritt zurücktrat. Wenigstens der Wink mit dem buchstäblichen Zaun, auf dem stand 'Meine Freunde machen euch fertig, wenn bla bla bla...' war angekommen. Fakt war: Man gehörte zum Schwarzmarkt. Das es durchaus Personen gab, die deutlich mehr Ansehen dort genossen und wesentlich mehr Einfluss hatten, musste nicht erwähnt werden. Für dieses Gespräch war's vollkommen unwichtig, nicht von Belang. Viel verdächtiger fand man den Umstand, dass sich niemand zu dem Wort 'prüde' im Bezug auf den Pelzträger äußerte. Vorerst vermutete man den klassischen Treffer ins Schwarze. So dachte zumindest Kjestel, bis sich der andere Rothaarige, Soel, zu Worte meldete. Experimentierfreudig. Aha. Mhm. Schön, schön. Nichtsahnend dessen, dass sich bereits eine weitere Person in unmittelbarer Nähe befand, lächelte man vielsagend auf diese Worte. Ein Treffen bei ihm daheim. So so. Dabei hätte man sich mit dem gewöhnlichen Essen vollkommen zufrieden gegeben. Aber... man wollte sich auch nicht länger beschweren. Sah ganz so aus, als sei es eine beschlossene Sache, wenn man sich auch an den Punkt störte die Pflanze vorher zu übergeben. Doch wer konnte schon alles haben? Da gab man sich vorerst mit diesem Treffen zufrieden. Diese spezielle Zufriedenheit manifestierte sich auch in den Gesichtszügen. Diese wirkten fast schon triumphierend! Woher sollte man auch wissen, dass der Rotschopf nicht nur prüde, sondern auch feige war? Wie man nun die Überleitung zum Thema der Käuflichkeit der eigenen Person gemacht hatte, hätte man nicht mehr nachvollziehen können. Es versetzte einen schier einen Kälteschauer. Kälte, die direkt blieb, als wäre die Temperatur im Raum gerade dabei abzufallen. Wie gut, dass man gerade aufbrechen wollte. Da war man im Begriff den Pelzträger den ersten Fuß entgegen setzen zu wollen, als... dieser plötzlich absolut zusammenhanglose Dinge von sich gab. Was war mit Soel? - Der stand doch immer noch daneben? Da blinzelte der Blonde doch leicht verwirrt, sah nicht das was ihm mehr oder minder bereits im Nacken hing. Sekunden verstrichen in denen man Sidka lediglich verstört ansah, als würde dieser doch noch auf den letzten Metern anfangen Selbstgespräche zu führen. Herrgott: War ja klar, dass dieser Mann einfach einen Makel haben musste! Erst als der Pelzträger den Stock zurücknahm, schickte man sich dazu an seinem Blick zu folgen. Man hatte den Kopf noch nicht genug zur Seite gedreht, um einen Blick darauf erhaschen zu können, da beschlich einen ein sehr ungutes Gefühl. Derart beklemmend, dass nach einer Hitzewelle der Erkenntnis ein erneuter Kälteschauer folgte. Es war eher Intuition, ein unbestätigter Verdacht, der einen dazu brachte sich in der Bewegung selbst umzuentscheiden. Anstatt den Blick nur über die Schulter zurück zu werfen, ließ man nun den Kopf in den Nacken kippen, um zurück zu sehen. Was man dort erblickte, - "... ... ... Schatz!" Oh Gott. Ohhhh Gott! Wo kam der her? Vor allem, w a s hatte er mitbekommen? Verflucht. Satre wirkte alles andere als very amused. Man musste etwas unternehmen, schnell! Etwas, um ihm zu suggerieren, dass es nicht so war, wie es aussah oder schlimmer noch - auch anhörte! Die Situation entschärfen, etwas Intelligentes sagen, was alle Zweifel einfach wegfegte. Der Blondschopf holte lautlos Luft - tiiiief Luft- und ... grinste. Na wunderbar. Und w i e das geklappt hatte. War es Einbildung oder sah der Magier direkt noch ungehaltener aus?
[01:00] ₪ "Schick siehst du aus. Ganz in schwarz." Hervorragend. Man hatte soeben eine miese Lage noch mieser gemacht. Denn ja: Man tat hier so, als würde man all den Nebel und die Finsternis um den Magier gar nicht sehen. Auch die leuchtenden Augen nicht. Nein, hier war nichts, alles vollkommen normal. Leider war es nicht von der Hand zu weisen, dass der Blonde blasser um die Nase wirkte. Es war die Katastrophe, die man nie hatte erleben wollen. Nun aber war man mitten drin, während man sich von den Augen in den Boden gestarrt fühlte. So viel Überwindung es ihn gerade auch abverlangte: Der Blonde wandte sich der Prophezeiung von Ärger und noch mehr Ärger entgegen. Dabei wurde eine Braue fragend in die Höhe gelupft. "Du kommst genau zur richtigen Zeit. Die beiden wollten gerade gehen." Unmoralisches Angebot, die Zweite. Der mächtige Sidka Sagar wurde gerade fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Rücken zugekehrt und zack - Fertig! Aus den Augen, aus den Sinn. Dabei tat man dem Rotschopf noch einen Gefallen. Ob das ein Sagar allerdings so einfach auf sich sitzen ließ, war dahingestellt. Doch der hatte auch keine Ahnung davon, wie unfassbar nachtragend Satre werden konnte. Man musste die beiden nur hier raus bekommen. "Tschüss, Sidka und..." Soel? Wo war Soel?! Es waren nur wenige Sekunden, da hatte man die Finger entdeckt. Finger, die direkt auf Satres Gesicht zusteuerten. Spätestens jetzt nahm man alles Vorherige zurück. Erst in diesem Augenblick wurde es zu Vollkatastrophe! Daher tat man das, was jeder kluge Mann getan hätte und trat man einen Schritt zurück. Denn auch, wenn man all das vielleicht angezettelt hatte, hatte man nicht vor zwischen den Fronten zu stehen. Als scheinbar einzig Unbegabter in Sachen Magie. Das Problem lag nicht in der Anwesenheit dieser Kerle, sondern in einer kleinen Abmachung. Gerade sah es leider so aus, als hätte man sich nicht daran gehalten. Das war zwar nicht korrekt, aber das interessierte einen Satre nicht. Denn seinem Todesblick zu Folge, hatte er eventuell ein paar Gesprächsfetzen aufgeschnappt. Da konnte man nur hoffen, dass er hier keine Szene machte. Ach was! Beten konnte man dafür! Immerhin war hier überall dunkler Rauch. Wahrscheinlich seiner Stimmung entsprechend. Na, da konnte man sich ja warm anziehen.
[09:58] ₪ Tse! Ebene 20! Als ob die Schatten so weit in die Tiefe reichen würden! Jedes Kleinkind wusste doch, dass lediglich 9 Ebenen existierten. Also wirklich... Zudem würde es absolut keinen Sinn machen, weiter in die Dunkelheit einzudringen, um zwei Fremde und Blondie zu bespitzeln... Je tiefer man ging, desto weiter entfernte man sich doch von der irdischen Welt! Wie sollte man dann bitte noch was hören, geschweige denn sehen, wenn alles schwarz wurde, hm?! Also wirklich, d a s war doch reinstes Kindergartenwissen... Nun ja, zumindest wenn man von einem großartigen Magier aufgezogen wurde, oder... schön, in Ordnung. - Auch der Weißhaarige selbst wusste es erst, seit er sich eingehender mit dieser super epischen „Ich kann schnell auf- und wieder abtauchen“-Materie befasst hatte. Also Schwamm drüber, es wurde erst einmal Zeit sich über diverse Dinge aufzuregen. Denn auch ohne schon den kleinsten Zauber gesprochen zu haben, bekam er mit, wie sich sein Blondchen mit fremden Männern traf. Hinter seinem Rücken! Er hatte ja noch versucht sich nichts dabei zu denken, doch kaum war der Verrat nicht nur gesehen, sondern auch in Gesprächsfetzen gehört worden, war er mit dem blonden Kerlchen durch. Hier sah der Magier plötzlich Rot. (Ha ha...) Und im Zuge der Vorbereitungen, für einen glamourösen, schauerlichen Auftritt, entging ihm leider das Ein, oder Andere, was ihn vielleicht wieder milder gestimmt hätte. Die Tatsache beispielsweise, dass Kjes die Kerle nach ihren Namen fragen musste. = Bedeutete also, dass sie sich noch gar nicht lange kannten. Oder ein anderer Fakt: Der Rotschopf mit dem Fellkragen und Stock, fing weniger an, Blondie zu befummeln, als mit dem Stock zu bearbeiten! Zugegeben... er tat es weniger Fleischwunden verursachend, es war höchstens ein Stock-Pieken, doch so oder so: Von Zärtlichkeiten konnte hier keine Rede sein. Das wäre auch eindeutig an den Gesichtern abzulesen gewesen! Allerdings war Satre lediglich dann aufmerksam, wenn missverständliche Sätze gesprochen wurden und so hörte er weiterführend auch bloß etwas von “...experimentierfreudig“ und irgendetwas darüber, dass es egal wäre ob Kjes käuflich sei oder nicht. Vor allem Letzteres, schien den Groll des Magiers noch zu verstärken und es fiel ihm - in all seiner Pracht - noch leichter wütend zu sein. Übrigens musste hier mal dringend erwähnt werden, was ein entspanntes, pazifistisches Wesen er sonst so besaß! Bloß gewisse Umstände ließen ihn halt manchmal aus der Haut fahren und halb abgelaufene Schreckens-Zauber verwenden... Was die betraf, funktionierten sie im Übrigen ganz gut, bis auf die elende Nr. 6. Was war das bitte für eine schwächlich entfaltete Wirkung?! Niemand zitterte und niemandem schlotterten die Knie! Es versuchte sich auch keiner die Augen auszukratzen, weil er vor lauter Angst den Verstand verlor! Sauerei das alles! Das nächste Mal, wurde direkt ein “Terranik“-Zauber gesprochen. (→ Terror, Angst & Panik. - Oh ja, Satres Namensgebungen strotzten nur so vor Genialität). Funktionierte außerdem immer, besonders im frischen Zustand. Nun musste der Magier allerdings mit dem klar kommen, was er da fabriziert hatte und das war leider weniger „Grauen erregend“. Er könnte nicht mal behaupten, sein Auftritt schlug die Anwesenden verzögert in die Flucht! Dafür wirkten sie viel zu furchtlos und erweckten eher den Eindruck, als wollten sie gerade alle zusammen gehen... Vermutlich um ganz versaute Dinge zu tun! Es kam dem Weißhaarigen echt nicht in den Sinn, dass Kjes mit den Rotschöpfen vielleicht auch eine Art „Handel“ abgeschlossen haben könnte. Und selbst wenn! Er hätte seinen Drama-Lama-Auftritt kaum so einfach wieder abgebrochen! Dafür war er dann bereits zu aufwendig gewesen und zu weit fortgeschritten... Außerdem hatte er auch schon dafür gesorgt, dass wirbelnde Mäntel und Haare plötzlich schlecht saßen. Ha! Die kleinen Gemeinheiten im Leben, konnten ab und an ebenfalls zählen. Wobei, wahre Genugtuung wurde dadurch weniger verspürt. Dementsprechend verdüsterte sich auch glatt der Raum noch etwas mehr und Satres Augen leuchteten verstärkt gespenstisch. Er sah sogar tatsächlich mit einer Art Todesblick auf seine „Opfer“ herab und das lag nicht nur an seiner Größe. Es fehlte im Grunde nur noch, dass die Strahlen seiner Augen zu Lasern wurden und er zu einem Superman, pardon, Super-Satre mutierte. Die einzige Schwäche, Kryptonit! Doch das geschah dann - komischerweise - nicht. Stattdessen richteten sich die Blicke der Rothaarigen auf seine unbeschreibliche Person und... bitte w a s ? „Hässliches Gesicht“ ?! Das Licht der Magieraugen flackerte kurz, dann klappte ihm vor Empörung die Kinnlade herunter. Hätte garantiert lächerlich ausgesehen, wenn er gerade keine geisterhafte Erscheinung verkörpern würde. Doch zum Glück tat er es noch, puh! So drang nämlich bloß noch mehr eisiger Rauch aus seinem Mund und sein Starren wurde um Längen boshafter.
[10:48] ₪ Wie konnte dieser alberne Fatzke es wagen? Sein Gesicht war von ausgesuchter Schönheit! Und... Moment! Versuchte da gerade wer, seinen angehäuften Qualm im Raum zu vertreiben? Vor ihm wirkte jemand eindeutig Magie in Form von Wind! Obwohl... es war eher eine Brise, um nicht zu sagen, ein laues Lüftchen... Wirklich nicht der Rede wert. Es konnte absolut nicht gegen die eigene “Macht“ der Mächte anstinken. Die sich türmenden Rauchschwaden waberten also flüchtig, blieben danach jedoch weiterhin im Zimmer und versprühten ihren Grusel-Charme. Und d e r, wirkte ja – wie alle feststellen konnten - große Klasse! Doch zurück zu dieser unfassbaren Beleidigung! Der Weißhaarige konnte es noch immer nicht glauben und auf seiner Stirn prangte plötzlich ein Äderchen, das verdächtig anfing zu pochen. Noch war seinerseits keine Beleidigung ausgestoßen worden, doch das kam bloß durch die windige Ablenkung und dann durch Kjes, der scheinbar als Einziger die Gefahr erkannte, die der Magier gerade verkörperte. Immerhin! Besonders er, sollte sich aber auch fürchten! Und es wurde von ihm ganz richtig festgestellt, Satre war not amused. Das ganze Verhalten des Blondschopfes sorgte dafür und die Situation an sich ebenfalls. Er benahm sich nämlich, wie auf frischer Tat ertappt (was er ja auch wurde), hinzu kam aber auch der schlechteste Vertuschungsversuch aller Zeiten und ein krönender Abschluss, in Form eines dämlichen Grinsens. Von einem Ohr bis zum Anderen. Grr... Am Liebsten hätte er es ihm aus dem Gesicht geschlagen! Doch das tat er nicht. (Noch). Er sog nur heftig und hörbar die Luft ein, während er gefährlich in Blondies Richtung stierte. Ein gepflegtes “Schnauze!“ kam zusätzlich, um seinem Unmut Ausdruck zu verleihen. Kurz, bündig und wutentbrannt. Inklusive donnerndem Nachhall im Raum, auch wenn sein Redefluss danach jäh unterbrochen wurde. Nicht von Kjes, sondern von einem Rothaarigen. Und das tatsächlich in wenigen Sekunden der Unaufmerksamkeit... Der Langhaarige von beiden stand nämlich plötzlich vor einem und Oh. Mein. Gott. Streckte der Kerl gerade seine Hand aus? War das ein Zeigefinger der sich da auf ihn zubewegte?! Es kam ihm vor, als geschähe das alles in Zeitlupe, doch vor Fassungslosigkeit und Überraschung ließ es sich trotzdem nicht vermeiden. Die Fingerkuppe des Fremden näherte sich immer weiter und weiter und weiter (!) Bis am Ende die Katastrophe eintrat und der Magier einen Pieks in seiner Wange spürte. Einen Pieks!!! ES hatte sich in sein entzückendes Gesicht gedrückt! “Was zum?! entfuhr es ihm da prompt. Als hätte die unwillkommene Berührung seine Schockstarre gelöst und mit der Starre noch vieles mehr. Seine „Unvollständigkeit“, seine Erleuchtung in den Augen und auch den Grauschleier über seiner Gestalt, sowie dem bunten Mantel. Zeitgleich schien es auch so, als wäre das pochende Äderchen an seiner Stirn nun endgültig geplatzt, wobei es natürlich keine Gesichtsverunstaltung nach sich zog. Sein ungehaltenen Ausruf ließ bloß mehrere Glasscheiben reißen, was sich durch ein lautes “Krrr“ bemerkbar machte. Satres Aufmerksamkeit bündelte sich außerdem auf dem Rotschopf vor seiner Nase und das vielleicht mehr, als ihm lieb war. “Du unwürdiger Abschaum!“ hatte der Sagar seine Hand noch nicht wieder zurück gezogen, wurde sie spätestens jetzt vom Magier weg geschlagen. “Wie kannst du Narr dich nur dazu erdreisten, mir deinen dreckigen Griffel ins Gesicht zu drücken?!“ Achtung, Achtung, hier war jemand mehr, als nur pissig. Die Mundwinkel des Weißhaarigen verzogen sich nach unten und während er sein Gegenüber einer Musterung unterzog, wurde außerdem abweisend die Nase gerümpft. Von dieser Unverfrorenheit und dem dreckigen Griffel einmal abgesehen, musste dann aber festgestellt werden, dass er da wenigstens niemand Hässlichen vor sich hatte. Ordentliche, teure Kleidung, ein ansprechendes Gesicht... Der Blick des Magiers schweifte kurz zu dem anderen Rothaarigen hinüber und auch dieser hatte irgendwie etwas „Ansprechendes“... Unter anderem fielen nun auch diverse Ähnlichkeiten auf. Die Haarfarbe, klar. Aber auch die kantigen Gesichtszüge und auch die etwas zu hoch getragene Nase... Eine Verwandtschaft schien wahrscheinlich... Die Augen des Einen waren jedoch dunkler, als die des Mistkerls vor einem. Das erkannte man sogar bei den schlechter gewordenen Lichtverhältnissen im Raum. Doch halt, stopp! Hier wurde jetzt augenblicklich aufgehört, interessante Äußerlichkeiten zu bewundern! Satre war noch sauer und zwar gewaltig! Weshalb sich wieder an den Blondschopf gewandt wurde, nicht ohne noch eine abwertende Handbewegung Richtung Rotschopf und Rotschopf zu vollführen. “Was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen?“
[10:48] ₪ die Stimme des Magiers war schneidend und irgendwo im Hintergrund machte es abermals krrr. “Ich hatte ja erwartet, dass du – wenn du mich schon hinterhältig verrätst – wenigstens die Intelligenz besitzt, es diskreter zu tun!“ doch er ließ sich einfach erwischen! Dieser Stümper! Was direkt zum nächsten Thema führte. “Wer sind diese...“ er unterbrach sich kurz, wedelte mit seiner Hand herum und schenkte jedem der beiden anderen Männer neuerlich einen prüfenden Blick. “...diese Kerle?“ auf zur Vorstellungsrunde Nr. zwei. Denn als die Brüder sich das erste Mal die Ehre gegeben hatten, war ja gerade so ein Moment gewesen, in dem Satre zu tun gehabt hatte. Also hießen sie für ihn noch nicht Sidka und Soel, sondern bloß Abschaum, oder Mr. Rot und Mr. Rot.
[11:37] ₪ Ist jemandem schon mal aufgefallen, was für eine absolut absurde Situation hier gerade abläuft? Da ist dieser kleine, schmächtige blonde Kerl, der in einer Arztpraxis arbeitet. Nein, dies alleine ist natürlich nicht absurd, passiert hin und wieder mal, auch wenn man an diesem Ort eher ein Weib erwarten würde. Dazu kommt dann, dass diese Praxis eigentlich schon geschlossen ist, dass sie eigentlich zu sein sollte. Ist sie aber nicht und da auch noch nicht a b g e s c h l o s s e n ist, könnte hier jederzeit wer reinmarschieren. Der würde wahrscheinlich die Bedeutung von 'grotsek' und 'absurd' mit dieser Situation umschreiben. Warum? Ganz klar. Da stehen die beiden Rotschöpfe, die in ihrer Erscheinung doch schon recht auffällig sind und versuchen die kleine Blondine, die man eigentlich innerhalb von einer Minute zu Schaschlik verarbeitet haben sollte auf nette Art und Weise zu überzeugen, das begehrte Objekt endlich herauszurücken. Dazu kommt nun noch Mr. Drama. Also ernsthaft – wie kann man denn so einen Auftritt hinlegen? Absurd, wie gesagt. Um es sich letztendlich ganz vollständig vorstellen zu können, muss man einfach mal die Phantasie ein wenig von der Leine lasse. Schaschlik-Kjes hängt bei Sidka am Stock (gut, nicht mehr aber vielleicht ja gleich wieder?), während Soel einem Gesicht, welches in der Luft hängt in die Wange piekst. Andere wären allein schon bei der Vorstellung wahnsinnig geworden. Nicht so die hier Beteiligten, jetzt geht der Spaß ja quasi erst los! Weil mit dem Auftauchen Satres ändert sich wieder einmal alles und im Prinzip kann man diesen Tag auch schon wieder als Katastrophe zusammenfassen. Was genau haben denn die Brüder verbrochen, dass man sie so sehr bestrafen muss. Mit dem kleinen Wurm Kjestel, mit dem Verlust der Pflanze – und nun auch noch mit einem im Rauch schwebenden Irren.
In Ordnung, das Urteil ist vielleicht ein wenig hart, denn wenn wir ehrlich sind – da schweben vielleicht ein paar Sympathien im Rauch mit. Man muss schon festhalten – den Flickenmantel hat Sidka dabei zweifelsohne noch nicht erblickt – dass der Kerl hier einen ganz, ganz großen Auftritt hinlegt. Ein wenig heimlicher Neid wird doch erlaubt sein. So hätten die Brüder hier auftauchen sollen, voller Effekte und Magie, so dass der kleine Wurm vor einem gar keine Möglichkeit gehabt hätte seine ganzen Gemeinheiten und Annäherungsversuche los zu werden. Das nervt nämlich. Ganz extrem. Als ob er ein halbes Hähnchen mit in sein Bett nehmen würde – da muss er ja am Ende Angst haben, dass er den Kerl zerbricht, wenn es etwas wilder zugeht. Ja. Ja, Sidka wäre an sich gar nicht abgeneigt auch das andere Geschlecht zu studieren, aber bitte: Dann jemanden mit Stil. Was aber auch Fakt ist, als Kjestel sich so schnell von ihm abwendet, nur noch schnell Tschüss sagt und vor allem dieses 'Schaaaaatz' aus seinem Mund herauslässt, da verspürt er diesen seltsamen kleinen Stich der Eifersucht. Nein, keine Sorge, es haben sich keine romantischen Gefühle hinsichtlich des kleinen Asiaten gebildet, es ist eher der Verlust der Aufmerksamkeit, der da schmerzt. Wie kann es sein, dass er eben noch heiß begehrt ist und im nächsten Moment nicht mehr? Wurde er gerade a b s e r v i e r t? Gibt es doch nicht? Nein! Lässt er auch nicht auf sich sitzen. Im Gesamten muss man wahrscheinlich eher sagen, dass es denkbar schlecht für die Blondine läuft, denn Sidka ist sich weder bewusst, noch würde es ihn interessieren, dass er den Kerl weiter in die $@#%ehinschubsen kann – und natürlich auch wird.
Satre ist dabei ganz klar eine Nebensächlichkeit, der man sich erst zu gegebener Zeit zuwenden wird, denn auch dieser fordert seine Aufmerksamkeit und wird sie bekommen. Ob er sie dann mag? Den ersten Versuch von Soel ihn in das kleine Gespräch hier einzubinden scheint er ja nicht so zu mögen. Aber, zurück zum Blonden, der sich da krampfhaft versucht aus einer Situation zu winden, die wie gesagt die Mutter aller absurden und grotesken Treffen ist und aus der er keinesfalls entkommen kann. “Ruhe.“ Die zweite, nur nicht ganz so aggressiv wie Satre. Da könnte man fast ein wenig mehr Sympathie für den stilvollen Kerl empfinden – macht der Rotschopf aber natürlich nicht. Wer hier zählt, dies sind die beiden Brüder. Aus den grauen Augen funkelt er Kjes leicht an, auch wenn dieser es wahrscheinlich gar nicht mehr wahrnimmt, weil er die Liebe zwischen den beiden ja einfach mal schnell gelöscht hat. “Wenn wir gehen, kommst du mit uns. Wir haben eine Verabredung.“ Naja oder eben auch einen Deal, aber Sidka ist nicht ganz ausdruckssicher, wie man sicherlich schon bemerkt haben könnte. Manches mal zumindest nicht und sie haben ja auch eine Verabredung dahingehend getroffen, dass die beiden Brüder die Pflanze am Ende in der Hand halten würden, Kjes bei ihnen zu Hause eingeladen ist. Der Kerker ist ein schönes Plätzchen für den vorlauten Zwerg. Nicht, dass der Sagar ein Riese ist, aber man muss ja nur größer sein als das Gegenüber.
[11:38] ₪ “Mein Versprechen dir gegenüber steht nicht zur Debatte.“ Jetzt will er ihn nämlich unbedingt mit nach Hause nehmen. Die Aussicht darauf, den Kleinen ein wenig zu quälen, ist einfach zu verlockend. Äh pardon. Quälen zu lassen.
Nun aber wieder zurück zu Mr. Black. Der scheint hier ja auch eher unter einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom zu leiden. Auch, wenn der Rauch, der Wind, der Nebel und die Kälte irgendwie stören, so hat nun auch Sidka endlich kapiert, dass es nicht der Bruder ist. Immerhin hat er extrem gute Sinne was das Übernatürlich angeht. Also, wirklich. Hat er. Er spürt nicht nur, dass da jemand magisch ist, er kann auch ganz gut einordnen, was der andere ist. Dämon, Halbdämon, Engel, Vampir. Aber das hier? Nein, keinen Schimmer. Eine Hand voll Rauch vielleicht? “Herr Gott Soel, fass doch bitte nicht immer alles an! Du könntest dir eine Krankheit holen.“ Sicherlich eine Aussage, die den Illusionist mehr als besänftigen wird. Dies wird ihn von Ebene 32 sofort auf ein Grundlevel zurückholen. Vielleicht aber auch nur, weil er schwer getroffen ist. Wie kann er es auch wagen seinem überaus reinlichen und hübschen Bruder zu unterstellen, dass er 'Drecksgriffel' hat? Damit geht er schon ein ganzes Stück zu weit und dabei ist man nur am Anfang. Ehrlich gesagt, dies hier wird wahrscheinlich kein gutes Ende nehmen, aber immerhin vielleicht irgendwann ein Ende. So, wie der Weißhaarige die beiden Brüder betrachtet hat, macht Sidka dies nun seinerseits mit dem Nebligen. Oder eher Rauchigen? Ob er auch rauchig im Abgang ist? Man müsste es mal erfragen, aber dies ist heute weder die Zeit noch der Ort dafür, denn wenn man ehrlich ist, zieht sich dies hier alles schon wieder viel zu lange. Im Übrigen ist es dem Sagar auch vollkommen egal, was die beiden hier am Laufen haben. Kjes gehört so lange ihm bis er endlich hat, was er möchte. Kann man doch wohl nachvollziehen, oder? Auch, wenn ganz klar ist, dass die weiteren Sätze alle dem Blonden gelten, so trifft der Rotschopf nun eine Entscheidung. Es ist wieder Zeit zu wandern und jetzt wird es schwierig. Wenn zwei sich streiten, freut sich ja bekanntlich der Dritte. Wer dieser Dritte hier jetzt ist, ist fraglich – aber in jedem Fall wird Satre etwas Neues kennenlernen. Der Rotschopf meldet Ansprüche am Eigentum von Satre an. Solange er nicht gibt, was er versprochen hat, gibt es auch keinen Weg daran vorbei ihn zu quälen. Man braucht den Kleinen und vielleicht ist dies sein Glück. Wahrscheinlich aber eher sein Pech, denn irgendwann wird er zu spüren bekommen, was hier geschehen ist. In jedem Fall bewegt der Sagar sich. Eigentlich muss man sicherlich nicht erwähnen, wie elegant und wunderschön er dabei aussieht – hier soll kurz erwähnt werden, wie leid es ihm für den Bruder tut, dass sein Abgang nun vom Illusionist so ruiniert wurde, weil der Anfang sah ganz phantastisch aus -, dennoch soll dies kurz getan werden. Der Stock ist wieder auf dem Boden, ein leises Klonk begleitet ihn in dem sehr schwarzen Loch hier. Fraglich ist, ob sie im Übrigen ob Satres kleiner Stimmtricks am Ende noch in einem Regen aus Scherben stehen werden, aber für den Moment reißen die Scheiben ja nur. Die eleganten Schritte in den wunderschönen Klamotten führen mit leisen Klonks zu Kjes, der sich nun bestimmt nicht mehr darüber freuen dürfte. Freiwillige Nähe. Dies sogar, obwohl Sid nicht entgangen ist, wie dieser seinen Stock geradezu vergewaltigt hat. Er würde ihn nach Beendigung dieses Treffens zur Therapie bringen. In einen Verein der anonymen, vergewaltigten Stöcke. Nur, jetzt ist dafür noch keine Zeit. Wie gesagt, er würde sich vor Kjes schieben – außer dieser schubst ihn weg oder hüpft die ganze Zeit wie ein Boxer umher – und dabei direkt den Weißhaarigen anschauen. Der hat ja eine Frage bestellt und diese gilt es nun zu beantworten. “Soel“ - dabei deutet er auf seinen Bruder - “und Sidka Sagar.“ Nun aber wird der andere ja hoffentlich sogleich reagieren. Kjes hatte dafür keine Zeit mehr, aber der Name m u s s denen doch was sagen? Immerhin sind sie...mächtig! Sowohl was das menschliche als auch das dämonische Sein angeht. “Der Wurm erklärt gar nichts. Er wird uns beide jetzt begleiten, da wir noch etwas zu erledigen haben, was von höchster Dringlichkeit ist. Solange Soel und ich nicht vollkommen befriedigt sind, geht Kjestel - man höre und staune, Sidka hat zum ersten Mal den Namen des Wurmes benutzt - “nirgends hin, erklärt sich nicht – er atmet nicht mal, ohne dass wir es ihm erlauben. Er hat seine Nase in Dinge gesteckt, die er besser unerforscht gelassen hätte.“ Schluck das, Rauchtyp! Zweiter Schritt ist, sich an den Bruder zu wenden, der ja sicherlich absolut konform geht mit seinen Ansichten. “Soel. Nimm deine Finger aus dem dreckigen Gesicht. Wir gehen jetzt.“ Da soll noch mal einer sagen, dass der Sagar beim Kurs über Krisenbewältigung und Konfliktmanagement nicht aufgepasst hat. Hat er nämlich, ansonsten
[11:39] ₪ hätte er diese Situation hier nicht so vorzüglich zur Zufriedenheit aller aufgelöst. Wer könnte sich da schon beschweren? Kjes darf mit ihnen mit und bekommt sein Date. Satre darf den Kleinen später verstümmeln und die Brüder bekommen ihre Pflanze. Also, zumindest sollte es so rüberkommen, ob dies jetzt tatsächlich so ist, ist eine andere Frage. Aber, um das festzuhalten, mit sich ist Sidka absolut zufrieden – wie könnte er auch nicht. Daher erlaubt er sich auch erst mal seine Haare wieder zurückzustreichen, die ganze Kälte bringt ja irgendwie auch Luftfeuchtigkeit mit sich und da werden die roten Dinger auf dem Kopf immer ein wenig schwierig. Schade, dass drei Wetter taft noch nicht erfunden ist – hätte sicherlich geholfen. Um das jetzt abzuschließen: Hat noch jemand Fragen, wie man weiter verfährt? Satre kann von seinem hohem Roß äh seiner Ebene herunterkommen und sich beruhigen, während Soel und Sidka Kjes mitnehmen und die Pflanze holen. Klar soweit?
[12:57] Soel Sagar || Ein Training für die Blase wäre anzuraten, wie viel Ärger hätte mit solch einer kleinen Übung doch verhindert werden können! Vermutlich wären die Brüder sogar froh gewesen, solange Kjes einen etwas souveräneren eindruckt, als der Händler, hätte abgeben können. Was nicht all zu schwer gewesen wäre, nachdem der Händler allein beim Anblick der Münze schon angefangen hat in Panik zu geraten. Da die Brüder den wert von Geld und Gold zwar zu schätzen wissen, doch ein sehr, ja wirklich sehr verschobenes Bild zu diesem haben, da hätte man ihnen sogar reichlich was aus der Tasche leiern können und wirklich gut an ihnen verdienen können, ohne das es ihnen wirklich aufgefallen wäre oder sie auch nur annähernd interessiert hätte. Vielleicht hätte er sogar gute Kunden für den ganzen Schwarzmarkt anziehen können, das hätte ihm sicher auch einen kleinen Schub an Ansehen gebracht, wenn er zwei willige Milchkühe zum Markt führt und diese dort (aus einem schier unleerbaren Vorrat) Melken lässt. Punkt ist aber nunmal, das ganze ist anders gekommen und wer kann schon wissen was noch weiter geschehen wird. Schon die nächsten paar Minuten sind so.. so.. so seltsam,(ein Wort das nicht annähernd genug aussagt) das niemand je darauf gewettet hätte und wenn doch, wäre er bestimmt der einzige und hätte den Topf gewonnen. Da hilft einem auch der Schwarzmarkt nicht und was die dortigen vielleicht wie tun würden, Kjes hat ja auch nur von Freunden, nicht vom Untergrund gesprochen und selbst wenn, die beiden Brüder fühlen sich einfach so schrecklich überlegen, zum schlottern hätte die weitere Information kaum geführt.
Mit dem Zeigefinger will Soel nun gerad die Konsistenz der Erscheinung testen, welche da mitten im Raum erschienen ist. Natürlich tatscht er es an! Er geht ja auch davon aus, das sein Finger gleich durch die Erscheinung hindurch geht, die einzige Frage sie er sich stellt ist nur, wird das Gesicht dabei erhalten bleiben oder in alle Richtungen auseinander schweben? Er ist Mächtig *Hust*, doch er glaubt ja selbst nicht, das er einfach so Materie erschaffen kann. Ja das wäre zwar schön! Wirklich und sicher ist er nach dem Ritual auch im Stande zu so etwas, nicht nur das, dann wird er Stürme entfachen können, solche die eine Stadt wie Eranya in einem Moment zum nächsten zerstören, er wird die Weltmeere beherrschen, er wird… und damit hat er seinen eigenen Größenwahn gerad bestens übertroffen. Schlimmer geht immer! Doch zurück zu dem Gesicht und seinem Finger, mitten in die Wange trifft er und er spürt etwas, sieht wie sich die Wange leicht eindellt und runzelt verwirrt die Stirn, nur einen Moment und dann zieht er den Finger schnell wieder zurück und schüttelt ihn, so als hätte er gerad irgendwas widerliches am Finger und würde das los werden wollen. Was zum, ja das denkt Soel tatsächlich auch gerad. Warum verschwindet die Erscheinung nicht? Und dann fängt sie auch noch an zu reden. Verdammt! Also keine Erscheinung sondern eine andere Person, der Schatz von Kjes? Interessant und bedauerlich, also war es doch nicht sein Rauch der plötzlich erschienen ist, der Kerl da ist dafür zuständlich. Hier setzt bei Soel der Neid ein, warum kann er einfach so auftauchen und war eben noch unsichtbar! Aufrecht steht er da und schaut auf den Mann vor sich hinab, sie stehen jetzt ja wirklich nicht weit voneinander entfernt, das der Rauch nicht verschwunden ist, das ist dem Sagar durchaus aufgefallen, doch es wird nicht weiter beachtet, der Mann vor ihm, der allerdings schon. Rote Augen, das Haar weht wirr umher. Also bitte! Das ist doch wohl etwas zu viel Dramatik, und überhaupt, wenn hier jemand für Dramatische Auftritte zuständig ist, dann sind das sie Sagar Brüder und nicht solch ein dahergelaufener Wicht. „Wie wagst du es mich zu nennen?! “ Kommts bedrohlich grollend von Soel zur Erwiderung. „Ein Mensch, ein Wicht wie du?“ Menschen, sie sollten endlich lernen wo ihr Platz ist! Nämlich zu den Füßen der Dämonen und nicht auf einer Augenhöhe mit ihnen und vor allem nicht so einer, der jetzt schon wieder in den Handel platzt! Das gibt es doch einfach nicht, sie wären gleich los und hätten die Pflanze besorgt und nun kommt so ein dahergelaufener hier in den Raum und macht Theater? Das kann doch einfach nicht wahr sein, was stimmt den mit dieser Stadt und den Bewohnern nicht? In ihrer Heimat haben sie sich um all das nicht kümmern können, wie den auch? Es hätte ihrem Vater, gar der Mutter zu Ohren kommen können. Inzwischen fragt man sich doch, vielleicht wäre das, das kleinere Übel gewesen, sie hätten eben vorsichtig sein müssen und den dortigen Händlern genug zahlen, um das ganze geheim zu halten. Zumindest so lange, bis es eben geschehen ist. Dann hätte auch die Familie nichts mehr unternehmen können. Nein, das sie es so gemacht haben hat schon seine Gründe und keine all zu schlechten, leider.
[12:58] ₪ „Fühl dich geehrt, dass dir meine Berührung zu Teil wurde, das nächste mal wird sie nicht annähernd so sanft sein“. Nein das nächste mal liegen die Hände um den Hals des weißhaarigen oder er ist gerade dabei ihn mit der einen Hand festzuhalten und mit der anderen, nein das ganze führt zu weit. Wichtig ist! Dreckige Griffel? Beleidigungen gegen seine Person, die werden nicht einfach stehen gelassen, das wäre ja auch noch schöner. Von einem M e n s c h e n . Ja das man selbst ein Halber ist, das wird bei Zeiten verdrängt. Es wäre ja, als würde man sich selbst mit ihnen auf eine Stufe stellen, niemals! Sidka hat außerdem recht, natürlich sind seine Griffel nicht dreckig, gepflegt und ordentlich ist jeder einzelne Finger. Muss ja nochmal festgehalten werden, nicht das sich hier die falschen Tatsachen einbrennen, nein an einem Sagar gibt es nicht einen einzigen fleck an Leib und Kleidung, der nicht der Perfektion entspricht. So die eigene Meinung zu dem ganzen. Wie der andere, so dreht auch Soel sich nun von ihm weg und gesellt sich wieder zu seinem Bruder, der Wortaustausch wird dabei ähnlich genau beobachtet, wie auch von dem jüngeren. Um das einmal festzuhalten, Kjes hat sich an Sid ran geschmissen, dessen Liebhaber hat das mitbekommen, musste mit Dramatik ihren kleinen einkauf stören und jetzt macht der eine den anderen zur sau? Seltsam nervös ist das blondchen auch plötzlich und da kommt dem rothaarigen eine Idee und das grinsen auf seinen Lippen wird schmal und bösartig. Wenn er das ganze hier richtig sieht, dann ist der andere so sauer, einzig durch die gesprächsfetzen die er mit anhören konnte? Was passiert wohl erst, wenn man das ganze noch etwas ausreizt und wie kann man das zum eigenen Vorteil nutzen? „Soel Sagar“ Stellt auch er sich jetzt beiläufig mit dem Namen vor, bestätigt dadurch auch die Vermutung das es sich bei ihnen um Geschwister handeln könnte und nicht nur um eine Art von Arbeitsgemeinschaft. „Ihr habt es gehört, drum los! Wir wollen unsere versprochene Wahre und..“ er legt eine kleine, bewusst dramatische Pause ein. „Wenn alles zu unserer Zufriedenheit abgewickelt ist. Dann sind wir vielleicht bereit ein paar Dinge Preis zu geben, die hier in der Praxis geschehen sind, gerad bei unserem eintreffen“. Oh ja, das werden lügen sein, kein Wahres Wort ist daran, doch wer hat schon behauptet, das Soel nicht lügen würde? Wer das tat, der hat eindeutig einen falschen Eindruck von dem (Halb)dämon. Er hasst es zwar selbst belogen zu werden, doch selbst schreckt er nicht davor zurück. Wie wunderbar wäre das auch, wenn er sich ein paar Geschichten ausdenken würde, von Männern die hier in der Praxis waren, davon das sie ihn und diese überrascht haben, das die Brüder ähnliche Angebote erhalten haben. Alles natürlich weit ausgeschmückter, als es eigentlich der Fall gewesen ist. Da schlägt man doch zwei Fliegen mit einer Klappe, wenn alles klappt, dann wird der weißhaarige den blonden nun antreiben, dann kommen sie so schneller zu der Pflanze und im nachhinein, da erzählt man die lügen und lässt den weißhaarigen seine Wut an dem blonden herauslassen. Kurzum, die Brüder müssen sich keinen Finger schmutzig machen. Ja er selbst ist von seinem Plan begeistert, was könnte dabei auch schon schief gehen? Das Sidka die Bestrafung am liebsten selbst in die Hand nehmen würde, das ahnt Soel ja in diesem Moment nicht, Empathie ist nun mal keine all zu große stärke von Egozentrikern.
[21:26] ₪ Man hörte nur, wie die ersten Glasscheiben sprangen. Ein Geräusch, dass fast so schmerzte, wie die schneidende Stimme des Auslösers. Diese war mindestens genauso unangenehm, wie das Wissen seinem Vorgesetzten nun ein paar Fenster zu schulden. Abermals erklang ein Krrr im Hintergrund. Aus einem Paar wurden ganz schnell ein paar Viele! Der Blonde unterdrückte nur mühevoll ein weiteres Schlucken. Bis plötzlich... die Bedeutung der Worte Satres zu einem durchdrang. Begnügte man sich gerade noch damit dezent überfordert irgendwie im Weg herumzustehen, verengten sich die Augen des Asiaten spätestens jetzt zu gefährlich schmalen Schlitzen. Heraus platzte letztendlich jedoch nur ein Wort: “Was?!“ Perplex und gereizt zugleich. Oh ja. Wer wollte konnte eine gewisse Note der Aggressivität darin wiederfinden. Zeichen genug, dass man sich jetzt – und genau jetzt - auf Konfrontationskurs befand. Hatte man Mr. 'Mein Freund ist ein Flittchen' gerade richtig verstanden?! Also, das war ja wohl...! Vor allem – er hatte nichts anderes erwartet? Da entglitten einem doch sämtliche Gesichtszüge, während es einem einen schmerzhaften Stich versetzte. War es das, was Satre von einem hielt? “Sag das nochmal. Sag das nur noch ein einziges Mal....“ Dann, dann …. wusste man auch nicht, was man machen würde! Das war doch nicht zu fassen! Stellte der einen doch prompt als untreues Luder dar. Vor allen. Dabei hatte man bis dato wahrhaftig seine Finger bei sich behalten. Ab und an sogar wirklich! Man war sogar bereit die Liebe zum Pelzträger sofort abzubrechen. War das denn nichts? Wo war bitte Satres Vertrauen? “Denk mal nach, bevor du behauptest ich sei hier das Flittchen.“ Schlechte Wortwahl, ganz schlechte Wortwahl. Aber man wusste auch nicht, was Sidka unter seinem Pelzmantel trug. Also bitte! Doch bevor man eine wilde Debatte mit dem Magier beginnen konnte, forderte dieser plötzlich Ruhe. Dabei wollte man gerade noch auf Satres letzte Frage antworten. Einwerfen, dass man diese Männer kaum kannte und das es sich dabei um Kundschaft handelte. Kundschaft! Doch bevor man weitere unvorteilhafte Worte verlieren konnte, war es erstmal an den Blonden irritiert in die Richtung des Rothaarigen zu blinzeln. Was zum...? Was ging denn jetzt hier ab? Da wurde man aber ganz böse von der Seite angefunkelt. Der Rote war wütend. Zugegeben, es war nicht die feine Art ihn fallen zu lassen, wie eine Kartoffel. Aber es geschah zum Schutz Aller. Das aber schien im Oberstübchen des Mannes nicht anzukommen. Stattdessen posaunte er Dinge heraus, die einen direkt zur Salzsäule erstarren ließen. Oh nein. Nein, nein, nein! "Wir haben nichts." zischte man leise zurück. Verflucht, jetzt wollte er die Verabredung doch? Das war ja mal sowas von zum heulen. In so vielerlei Hinsicht. Zum einen war da Satre. So wütend, wie man ihn bisher noch nicht erlebt hatten. Dann war da dieser 'experimentierfreudige' Pelzträger, der nun doch eine Verabredung wollte u n d er hatte seinen gutaussehenden Bruder mitgebracht. Gott. Es hätte alles so schön sein können. Stattdessen aber war es das reinste Durcheinander. Das Schlimmste daran war, dass die Brüder einfach nicht aufhörten zu reden, wenn sie es sollten. Die fingen gerade erst an. Wo sollte das enden? Da unternahm man völlig verspätet einen Versuch der Klärung. "Das sind Geschäftskollegen von uns. Die bekommen noch was von mir." Uns im Sinne vom Schwarzmarkt an sich, zu dem Satre auch zählte. Wo lag das Problem? Das klock klock im Hintergrund nahm man war, doch das Ausmaß dessen sah man erst, als sich der Pelzträger vor einen schob. So richtig dicht vor einen. Dicht genug, dass man merklich Probleme hatte, an ihm vorbeizusehen. Er versperrte einem mehr als nur die Sicht, weshalb man sich auch zur Seite neigen musste, um Satre überhaupt sehen zu können. Es war jetzt nicht das, was er dachte! Die Worte lagen einem bereits auf der Zunge, der Mund öffnete sich zum Protest und ...der Sagar sprach. Zum zweiten Mal an diesem Tage wünschte man sich ein Loch. Ein richtig tiefes Loch, in dem man versinken konnte. Und JA! Während Sidka Reden darüber sprang, dass sie noch nicht vollständig befriedigt waren, schüttelte man seitlich von diesem nur hektisch den Kopf. Argh! Was redete der denn da?! Das bekam der Magier doch sicher in den falschen Hals. Immerhin hatte er das Wort befriedigt benutzt. Da konnte man nur noch energischer den Kopf schütteln und... dem Pelzträger in die Seite boxen. Nicht zu stark, aber zur absoluten Aufmerksamkeit dürfte es reichen. "Schnauze!" Japp, er hörte richtig. Man verbot ihm hier auf wüste Art den Mund. Sollte der Sagar jetzt aufgrund der starken Empörung erstarrt sein, so käme es einem nur zu Gute. So war man doch versucht dem Rotschopf die Hände bestimmt an die Hüften zu legen, um ihn dann wieder zur Seite zu schieben. Weg von dem kritischen Standpunkt zwischen Magier und Blondine. Wenn sich Sidka nicht dagegen
[22:06] ₪ sträubte. Eines dürfte in jedem Fall dabei spürbar werden: Man war weniger zerbrechlich, wenn es tatsächlich einmal zur Sache kam. Nur um das an dieser Stelle einmal erwähnt zu haben. Warum auch immer man diesen Trottel aus der Schusslinie ziehen wollte. Es geschah aus einem Impuls heraus. Schließlich wusste niemand, zu was ein Satre in diesem Zustand fähig war. Mittlerweile hatte er sich vollständig erholt. Wie man sah, ging es dem Magier blendend. Zu gut, um gewisse Dinge auf sich beruhen zu lassen. Leider wusste man als Einziger, wie der Magier werden konnte. Oder eher: Man befürchtete es erahnen zu können. Man war hilflos im Angesicht dieser Situation - ja. Doch man war weniger wehrlos, als viele dachten. Schütze die Macht alias Sidka hier eine Blondine oder schützte die Blondie die Macht? - D a s war hier die Frage. Leider ließ sich ein Sagar die Pläne nicht so leicht durchkreuzen. Es gab immerhin zwei davon! Da klingelten einem mehr als nur die Ohren, bei dem was Soel gerade von sich gab. Nicht nur, dass er Satre betatscht hatte. Nein. Jetzt kam er noch mit irgendwelchen dubiosen Informationen daher, die er haben wollte. Wie bitte? Gott, das dürfte doch alles nicht wahr sein? Womit hatte man das verdient? "Den Windzug, den du verursacht hast, als du reingekommen bist oder was?" Gut, das klang gehässig. Es schrie förmlich nach Provokation. Genauso funkelte man den Langhaarigen auch an. Er sollte es nicht wagen auch nur noch ein Wort zu sagen. Irrte man sich oder versuchte Soel Satre gegen einen auszuspielen? Dieser mieser... - Man schnaufte. Vor allem lenkte man jetzt doch noch ein. Aus der Not heraus. "Ich wollte es Sidka gerade geben." Die Pflanze natürlich. Eine solche Selbstverständlichkeit, dass es nicht weiter verbalisiert wurde. Vor allem aber war man so durch den Wind, dass man es nun auch noch falsch erzählte. "Ach quatsch. Es war anders. Die beiden wollten mich gerade bezahlen und dann mit zu mir kommen. Dort wollte ich es den beiden geben. Das ist alles." Man hätte die Pflanze auch tatsächlich übergeben, wenn man bezahlt worden wäre und sie dann auch noch besessen hätte. Aber wie gesagt - man war sich (fast) sicher, dass man diese Pflanze hatte. Ziemlich sicher. All das wäre gar kein Problem geworden, wenn sie sich nicht geweigert hätten zu bezahlen. "Ich habe nicht all mein Zeug hier und das weißt du auch." wurds noch abschließend gen Satre erklärt, ein wachsamer Blick zu Soel geworfen. Hah! Dem war man super zuvor gekommen. Jetzt konnte der einem nichts mehr!
[03:19] ₪ Der Magier leitete doch immer wieder gern, irgendwelche Katastrophen für andere Leute ein, besonders, wenn sie ihn amüsierten. Hier jedoch, tat er es auch ohne dabei Spaß zu haben, denn es ging darum, sein ungehaltenes Gemüt zum Ausdruck zu bringen. Er wollte, dass sich ein jeder vor ihm zitternd und verängstigt im Staub wälzte, doch zugegeben... daran musste er noch arbeiten. Wer hätte aber auch erwartet, dass die Rotschöpfe vor ihm magiebegabt waren und so schwer zu beeindrucken? Satre zumindest nicht, denn sonst hätte er von Anfang an, noch eine Schippe drauf gelegt. Dramaplus , ums mal in Worte zu fassen. So jedoch, war sein ganzer Auftritt weniger effektiv und er ärgerte sich gewaltig. Selbst wenn er jetzt zumindest genug Aufmerksamkeit bekam. Blondie vernachlässigte direkt seinen ersten Gesprächspartner mit dem kurzen roten Haar und der Andere wollte einen sogar anfassen... Jaja, bei der anziehenden Schönheit des Weißhaarigen kein Wunder, doch Moment! Was war das bitte für ein Benehmen?! Unter der untersten Schublade! Und so missfiel Satre nicht nur der kommende Antatsch-Versuch, sondern auch noch das, was der ignorierte Kerl über “Verabredungen“ zu sagen hatte. Nun war jawohl alles klar, oder nicht?! Kjes schien, wie erwartet, ein schamloser Betrüger zu sein! Auf der 'Das kann ich nicht ab'-Skala stand er nur ganz knapp über dem Fingerpiek des stocklosen Kerls. Da hatte der Magier gleich zwei weitere Gründe sich aufzuregen und ließ nicht nur ein paar Glasscheiben reißen, sondern alle, die sich in diesem Raum befanden. (Samt der dekorativen Vitrine in der verqualmten, linken Ecke) Sah keine Sau, aber konnte gehört werden, ha! “Ihr pelzigen Pinkel nehmt euch mehr raus, als gut für euch ist!“ kams außerdem, denn nicht nur, dass dieser eine Fatzke behauptete, sein Kumpane könnte sich bei Satre anstecken, der andere beschwerte sich auch noch über die Reaktion des Magiers, obwohl ER derjenige war, der in fremden Gesichtern rum fingerte! Unverschämtheit! “Das Einzige, was er sich bei mir einfängt, ist ein Kieferbruch!“ wurds also garstig gezischt, ehe der Kerl mit den Bernsteinaugen deutlicher in den Fokus rückte. Was sollte das bitte, von wegen “Ein Mensch und ein Wicht“ ? Waren die Typen vielleicht nicht menschlich? Das Augenmerk des Magiers verengte sich kaum merklich. Er konnte nicht immer erkennen, was ihm für Wesenheiten gegenüber standen... Davon ausgehend, dass sie jedoch nur reich aussahen und... tja, das wars... landeten sie einfach in der 'Mensch'-Schublade. Außerdem, nicht mal Satres Gefahrensinn verursachte ihm Kopfschmerzen, also konnte es mit den beiden Gestalten auch nicht so wild werden. Zumindest nicht lebensbedrohlich... Ihre Drohungen verfehlten so ihre einschüchternde Wirkung, (Buhuuu!) obwohl der Magier doch ein klein wenig wachsamer wurde, als zuvor. “Ein nächstes Mal, wird es nicht geben.!“ kommentierte er außerdem noch. Denn bevor er das nochmal zuließ, fing er die Griffel dieses Kerls lieber ab und brach sie ihm einzeln. Finger. Für. Finger. Dabei konnte der sonst so sanfte Charakter des Magiers durchaus mal flöten gehen. Wie auch bei dem Streit, der nun zwischen ihm und Blondie ausbrach. Die Vorstellung der Sagar-Brüder ging dabei fast schon unter! Allerdings nur fast und Satre war beinahe so, als würden ihm diese Namen tatsächlich etwas sagen! Sagar... Sagar... Irgendwas schien da leise zu klingeln, doch er hatte gerade echt keine Zeit, sich damit auseinander zu setzen. Sein 'Schatz' winselte nach Beachtung und versuchte einen auf entrüsteten Liebhaber zu machen. Aber so nicht, Freundchen! Sein echauffiertes „Was?“ konnte er sich sonst wohin stecken. “Betrügerisches Miststück!“ kams zudem. Da hatte der Blonde seine Wiederholung, wenn auch in der Kurzfassung. Na? Was wollte er jetzt tun, hm? Heulen? Tse! Und die Beschimpfung 'Flittchen', hatte Kjes jawohl volle Kanne selbst verschuldet. Irgendwie bezeichnend... und der Weißhaarige sah auch davon ab, ihm diesbezüglich zu widersprechen. Wo käme er denn dahin? Da widersprach er lieber bei dem Geschwafel der Sagar-Brüder! Wie konnten sie nur ernsthaft annehmen, sie könnten mit Blondie im Gepäck einfach verschwinden? Kjes äußerste ja schon seinerseits ein unfreundliches “Schnauze!“ doch auch ohne, hätte Satre nun abfällig geschnaubt. Dann reckte er sein Kinn und sah auf alle Anwesenden herab. Seine Miene? Ein Spiegelbild kalter Abscheu und dem Zorn eines Betrogenen. Er wandte sich daher an Sidka mit einem niederträchtigen “Du hast keinerlei Rechte, über mein Eigentum zu bestimmen.“ dann flog sein Blick zu Soel und ein “Ich weiß schon mehr, als ich je wissen wollte.“ wurde geäußert. Versuchte dieser Kerl hier irgendwelche manipulativen Spielchen zu spielen? Wollte er ihm Informationen andrehen? Danke, aber nein danke. Und jetzt könnte es ganz hart für den armen Rotschopf werden, doch er sollte die Möglichkeit in Betrach
[03:23] ₪ dass er keinen Erfolg mit seinem Angebot hatte. Ein Illusionist war selbst ein Meister der Täuschung... was allerdings nicht bedeutete, dass er keinen Fehleinschätzungen unterliegen könnte. Und selbstverständlich!!! - Satre hielt sich für absolut unfehlbar, doch eventuell gab es auch für ihn Momente, in denen er Situationen neu bewerten musste. Beispielsweise bei Blondies Erklärungsversuchen, die natürlich trotzdem kamen, selbst wenn ein Sidka es nicht genehmigte. Es wurde sich auch nicht aus dem Raum bewegt, wie ein Soel es gern gehabt hätte. Nein. Jetzt bekam der Magier Rechtfertigungen zu hören. Und vielleicht, ja gaaaaanz vielleicht, machten diese, zusammen mit der Erwähnung, die Rotschöpfe wären Geschäftspartner, sogar Sinn. Zumindest so viel Sinn, wie Satres Betrugs-Theorien auch, selbst wenn er noch nicht daran glaubte. Hmpf. Denn was sollten sonst diese ganzen Anspielungen die er gehört hatte, hm? Von wegen Dates und 'experimentierfreudig' und die Kerle würden Kjes nicht gehen lassen, ehe sie 'befriedigt' waren? Versautes Pack! Erste Zweifel waren nun allerdings trotzdem gesät und immerhin! Der perfekte Ausdruck der Abscheu, wurde geschmälert. Der Blick des Weißhaarigen richtete sich nun auch alleinig auf den Blondschopf, der nach dem „Gerangel“ mit Sidka den Anschein erweckte, als wolle er sich gerade heldenhaft vor ihn schieben. Alles nur, damit der Magier ihm nicht das Herz heraus reißen konnte. War vielleicht auch angebracht, denn noch immer umgab Satre eine regelrechte Aura der Aggression, doch die versuchte er gerade wieder in den Griff zu bekommen. “Was soll das bitte für ein Handel sein?“ fragte er deshalb auch in die Runde und nicht nur an den Blonden gewandt. “Um was für einen Gegenstand geht es und wie hoch ist der Preis?“ Ungewolltes Interesse blitzte in den regengrauen Augen auf und spätestens mit dieser Frage, - der Anwesenheit des „Kjes-Besitzers“ - konnte es nicht mehr nur um Blondies Leben gehen. Münzen würden klimpern, oder der Magier würde einen Handel gar nicht zulassen. Und eigentlich hatte er ja Desinteresse bei alldem heucheln wollen, doch wenn man dem Schwarzmarkt angehörte, konnte ein gewisser Sinn für's Geschäft nicht einfach unterdrückt werden. Vor allem, wenn der unwahrscheinliche Fall eintreten sollte, dass sein Eigentum ihn nicht nur betrogen hatte, sondern tatsächlich auch einen Handel abwickeln wollte. Was genau, ging hier also ab?! Jetzt sollten ihm plötzlich doch alle Einzelheiten offenbart werden und wenn's ging dann auch schön zackig! Dann gabs nämlich auch keine Toten. Ehm... physisch, oder psychisch Verletzte...
Kilian
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