Interview Soel, Samir

Interview Soel, Samir

Beitragvon Kilian » 4. Apr 2016, 18:07

[17:17] Soel Sagar || Schon das äußere dieses Gebäudes zeigt doch ganz eindeutig, ein Sagar gehört dort hinein! Türme, Erker, Prunkvoll und groß. Wenn sie sich schon in dieser Stadt aufhalten, dann wäre ein Gebäude wie dieses doch genau das richtige für die Brüder. Es ist eine Akademie, Vermutlich nicht zu verkaufen? Papalapap, nenn mir den Preis und ich kaufe die Welt.
Da ist er wieder, der Größenwahn, ein steter und treuer Begleiter Soels. Der Gedanke ist beim Anblick des Gebäudes gefallen und natürlich muss man sich das Objekt der Begierde erst einmal genauer anschauen. Wenn es von außen auch gefällt, vielleicht war es von innen nur ein kleines und grässliches Nest. So etwas will er nicht riskieren, das wäre ja auch noch schöner. Betrachten wir also auch das Innere, also Soel betrachtet das innere, er stößt die Türen auf und tritt hinein. Hohe Decken, gut die Bilder würden ersetzt werden und die Statuen auch. Ja er fängt sofort an mit der Einrichtungsplanung. Dass man dem Zauberer hier nicht genug bieten kann, dass glaubt er nicht, daran verschwendet er nicht einmal einen Gedanken. Wo waren wir? Achja genau! Bilder und Statuen weg, die Leute raus! Das offensichtlichste von allem, die Kugel in der Mitte, fällt ihm erst nach einigen Momenten auf, als er schon wenige Schritte gegangen ist und sich die Kugel seinem Blick wirklich nicht mehr entziehen kann. Die darf bleiben! Für einen (Halb)Dämon ist er wirklich Blind was Magie anbelangt, er spürt sie selten und andere Magische-Wesen werden oft nicht erkannt. Hier spürt sogar er die Magie, welche von der Kugel auszugehen scheint. Die darf nicht einfach bleiben, die will er haben! Was man nicht alles mit der Kraft anfangen könnte, wenn er sie in sich auf nimmt. Oh dieses Haus hier war doch wirklich ein Wink des Schicksals. Ob man sie anfassen kann, was wohl passiert wenn er sie einfach berührt? Vielleicht kann er die Kraft schon so abzapfen, oder es bringt ihn um. Schon blöd wenn man nicht weiß, womit genau man es denn eigentlich zutun hat. Er könnte ja fragen, den Zauberer muss er ja eh aufsuchen, das Angebot sollte schließlich bald unterbreitet werden, nicht das ihm jemand zuvor kommt. Fragen würde allerdings bedeuten das er selbst es nicht weiß, erst suchen muss und... Ja man kann sich das denken, er ist viel zu Perfekt um warten zu müssen und als ob die Magie dort drinnen nicht von ihm! kontrolliert werden könnte. Vielleicht muss er das aber auch einfach lernen, was bei einem Kind die Herdplatte, ist bei ihm eine Große-, Mächtige-, Magischekugel. Was jetzt passiert? Na das Kind drückt sein Patschehändchen auf die Herdplatte, beziehungsweise, auf die Magischekugel. Ein Kräftiger schlag trifft ihn, zuckt durch seinen ganzen Körper und schleudert ihn von der Kugel weg. Er fliegt an ein, zwei Personen vorbei und trifft die dritte mitten im Flug. Den erschrockenen Aufschrei wird er später vehement abstreiten und auch die Tatsache das es sich um einen Unfall handelt. Natürlich wollte er einfach nur mit seiner tollen Magischenkraft aus dem Gebäude raus fliegen und diese Person da, die stand eben einfach im Weg!
[18:13] Samir der Schwätzer hatte sich vorgenommen, die Stadt ganz genau unter die Lupe zu nehmen, jeden Ort zu inspizieren und vor allem die Bewohner sehr sorgfältig zu beobachten. Bisher hatte er durch Andere die Informationen bekommen, die er haben wollte. Nun war es endlich an der Zeit, selber hinaus zu gehen und aus erster Hand zu erfahren, was hier vor sich geht. Der Stadtplatz war ziemlich langweilig gewesen, dort liefen etliche Gestalten umher und unterhielten sich, kauften ein, was man eben so in einer Stadt tat. Samir hatte sogar einen Taschendieb beobachtet. Aber das war mehr als langweilig gewesen, so ein kleiner Taschendieb, das interessierte doch niemanden mehr. Er suchte nach den Schlagzeilen, die wirklich Jeden inne hielten ließen. Dazu musste er wohl weiter suchen. Samir blieb vor der Akademie stehen und betrachtete das kleine Schlossartige Gebäude mit einen Türmchen. Als er hinein geht, fällt ihm auf, dass auch hier einiges los ist. Er wird beinahe angerempelt und kann so gerade noch ausweichen. Er wollte sich gerade beschweren, als ein kleines Mädchen aufschreit. Samir schaut sich um und sieht gerade noch, wie der Mann, der ihn zuvor beinahe rücksichtslos umgerannt hatte, nun von einem Kerl zu Boden gerissen wurde. Wütend, vor sich hin schimpfend rappelt dieser sich wieder auf, Samir jedoch beachtet ihn nicht weiter und geht auf die Person zu, die den halben Raum durchflogen hatte. Er reichte dem Fremden eine Hand "Das sah ja nach einem wilden Flug aus, ist alles in Ordnung?" während der Andere nun langsam wieder zur Besinnung kommen sollte, schaffte es Samir, sich kurz nach der Ursache des seltsamen Unfalls umzuschauen. Sein Blick fällt auf die riesige Kugel, die abgesichert in der Mitte des Raumes steht. Der Kerl hat doch nicht etwa? Er schaut zurück auf den armen Kerl, der wie ein Mädchen schrie und schüttelte den Kopf "Eine festgekettete, leuchtende Kugel, ist kein Spielzeug" sagte er mit einem verschmitzten Lächeln in belehrendem Tonfall.
[19:36] Soel Sagar || Tatsächlich ist er für einen Moment benommen, der Aufprall war kein leichter und der Mann gegen den er geflogen ist kein Pimpf. Daran liegt es aber nicht, die Kugel ist schuld, der Schlag den diese ihm versetzt hat war kräftig und nicht nur auf den Körper allein bezogen. Blinzelnd schaut er vom Boden aus nach oben und sieht als erstes die ausgestreckte Hand. Es dauert nur wenige Momente und schon ist der (Halb)Dämon wieder klar im Kopf -wobei Klar bei ihm schon allgemein eher fragwürdig ist-. Mit dem Handrücken schlägt er die Hand die ihm gereicht wird aus und kommt ganz allein wieder auf die Beine, schlimm genug das er überhaupt auf dem Boden lag. Als würde er sich dann noch helfen lassen, als bräuchte er Hilfe!
Die edle Kleidung ist dreckig, zum Glück nicht eingerissen, das wäre dann wirklich noch die Krönung des Ganzen, er hätte so rum laufen müssen, wäre gesehen worden, Undenkbar! Wie unangenehm das ganze ihm ist verbirgt er und ein Schuldeingeständnis ist weit entfernt, nein es war die des anderen Mannes, ganz einfach, wie soll es auch sonst sein? Hätte der eben nicht im Weg stehen sollen, er wollte schließlich rausfliegen, ja genau! So ist das gewesen. Erst nachdem die eigene Kleidung abgeklopft und gerichtet ist, da schaut er zu dem Mann der ihn angesprochen hat, musternd wandert der Blick an diesem einmal von unten nach oben und bleibt beim Gesicht hängen. "Ein kleines Missgeschick" gibt er zur Antwort, von Scham oder Schmerz ist in seiner Stimme keine Spur, einzig die Überheblichkeit kann man raushören. "Und zu Spielen hatte ich sicher nicht vor". Spielzeug, pah! Soel ist kein Kind mehr, er Spielt nicht! Er experimentiert, er ist neugierig, er drückt auf rote Knöpfe die ganz eindeutig mit –Nicht Drücken- ausgeschildert sind, doch er spielt nicht! "Es hätte auch alles wunderbar funktioniert, wenn dieser Trottel mir nicht im Weg gestanden hätte!" Von wegen, er wäre vermutlich bis raus auf die Straße und hätte nicht mal was Weiches zum drauf landen gehabt, in dem Punkt war der andere Mann also tatsächlich zu etwas nutze. Wo er gerade schon an diesen Kerl denkt, wo ist der eigentlich? Im Raum sieht er sich um, die Kugel hängt da, wie zuvor und der Mann den er um geflogen hat, der steht noch wenige Schritte von ihnen entfernt und scheint sich bei einem anderen bestens über den Vorfall aufzuregen. Richtig so wicht, bleib auf Abstand. Es reicht ja, dass er ihm bereits einmal zu nahe gekommen ist, ja in der kurzen Zeit hat es schon ganz wunderbar funktioniert, es sich selbst einzureden.
[11:14] Samir der Schwätzer hob die Augenbrauen an, soso, ein kleines Missgeschick. Seine Hand hatte der Fremde undankbar abgelehnt und Samir nahm sie daraufhin zurück und steckte sie betont locker in seine Hosentasche. Er stellte sich seitlich, so dass er den Kerl, der sich selber aufgerichtet hatte und auch die seltsam magische Kugel mit wenig Aufwand im Blick hatte. "Es sah beinahe so aus, selbst Kinder sind nicht so dumm und fassen diese Kugel an. Sogar ich kann spüren, dass sie mächtig ist und ich bezweifle, dass es jemanden in Eranya gibt, der allein die Macht besitzt, sie zu kontrollieren" nun sah er wieder hinüber zu dem Halbdämon, dessen Abstammung sich Samir natürlich nicht bewusst war. Man sah es ihm auch nicht an, er war bisher noch keinem begegnet, dem man seine Rasse auf Anhieb ansehen konnte, wenn er aussah wie ein Mensch. Und Dämonen, solchen Wesen war er bisher nicht begegnet, zumindest nicht bewusst. Waren diese Wesen nicht allesamt böse? Er überlegte, ob er sich einfach abwenden sollte, doch er witterte den Hauch einer Hoffnung, hier einer interessanten Geschichte begegnet zu sein. So bohrte er einfach nach, denn die Überheblichkeit, mit der sein Gesprächspartner von seinem Missgeschick versuchte abzulenken, grenzte nahezu an einer Geisteskrankheit. Ob der Mann nun verrückt war, oder einfach nur Größenwahnsinnig, wobei das eine das andere ja nicht ausschloss, das galt es nun heraus zu finden. "Was hätte denn funktioniert, wenn ihr nicht gestört worden wärt?" fragte er ganz unschuldig nach. Er hoffte inständig, dass sein gegenüber keine Gedanken lesen konnte, denn seinem Gesichtsausdruck und seiner Stimme konnte man nicht ablesen, was er über die ganze Sache zu denken schien. Er tat beiläufig, so als würde es zwar interessieren, aber als würde er aus den gewonnenen Informationen keinerlei Nutzen ziehen können.
[00:02] Soel Sagar Selbst Kinder sind nicht so dumm. Hat dieser Kerl ihn gerad dümmer als ein Kind genannt? Was für eine Bodenlose Unverschämtheit! Die Lippen presst der Sagar aufeinander. Ein dünner strich, mehr bleibt von ihnen nicht. Der Rest der Aussage ist auch nicht besser. Niemand soll die Kugel kontrollieren können? Von wegen, er schafft es ganz gewiss, nichts leichter als das! Weil das bisher ja auch so wunderbar funktioniert hat... "und du willst etwas davon verstehen, um dir solch ein Urteil zu erlauben?" Wie so oft, er geht einfach davon aus das es nicht so ist. Man muss das allerdings auch verstehen, die Heimat der Brüder ist nicht annähernd so Magisch besucht wie diese Stadt hier. Dazu das große Ego, da verschätzt man sich leicht einmal. Eigentlich fast durchgehend, wenn sie da ehrlich sind. Wenn Soel für den anderen bereits vorher Überheblich erschienen ist, dann wird das jetzt noch einmal getoppt. Das er nicht bereits in hohem Bogen durch den Laden geflogen ist (Also das Soel es noch nicht versucht hat), liegt nur daran das sie in dieser Stadt nach Möglichkeit nicht auffallen wollen. Angriffe in einem Geschäft wie diesem, oh das würde dem wirklich großzügig entgegen wirken. Wäre Soel etwas geschickter im Umgang mit der Magie, er würde wohl auch spüren ob von dem anderen eine Gefahr ausgeht oder nicht, so geht er wie immer von dem besten für sich aus.
Erst bezeichnet der Mann ihn als dumm, einem Kinde gleich! Jetzt stellt er dämliche Fragen. Ein kurzes winken mit den Hand wirkt mehr wie das verscheuchen einer Fliege, als einer richtigen Geste. Soel kann Freundlich sein, Charmant, Kultiviert, immer dann wenn er sich etwas davon verspricht. Von diesem Gespräch verspricht er sich n i c h t s, der Umgang mit Samir ist dementsprechend. "Nichts das du verstehen könntest". Die Antwort ist eigentlich ganz geschickt, schließlich muss er so nicht antworten und sich dafür etwas einfallen lassen. Würde er das einfach so stehen lassen, dann würde der andere aber doch auch nicht verstehen, mit was für einem Besonderen und Mächtigen (Halb)Dämon er hier gerad die ehre hat zu sprechen. "Aber ich erzähle es dennoch" Ist er nicht gnädig? Ja gut, vielleicht grenzt das Ego schon an Geisteskrankheit. Ob das die ganze Situation dadurch besser macht, bleibt zu bezweifeln. "Ich war dabei die Magie in mich auf zu nehmen" Höchstens in deinen Träumen, allerdings nicht in der Realität. "Und wurde von dem Wicht dort abgelenkt" ein kurzes Nicken zu dem Mann der inzwischen dabei ist den Laden zu verlassen.
[20:42] Samir der Schwätzer musste ein Grinsen unterdrücken und zuckte nur mit den Schultern "Das weiß doch jeder hier, was es mit der Kugel auf sich hat" sagte er und ließ es dann dabei belassen, er schaffte es einfach nicht eine Antwort zu geben, die nicht ein wenig streitlustig klang. Warum, wusste er auch nicht, der Halbdämon forderte geradezu heraus, das man sich mit ihm anlegen wollte. Doch Samir war schlau genug, es ganz vorsichtig angehen zu lassen. Das der Verrückte überheblich ist und ein viel zu großes Ego hat für das winzige Gehirn, das sieht man auf dem ersten Blick, aber wie gut er sich unter Kontrolle hat und ob er selber irgendwelche Fähigkeiten hat, mit denen er im Kamof im Vorteil sein könnte, das sah man ihm nicht an. Eine Waffe konnte Samir bisher nicht ausmachen, aber das musste nichts heißen. Sie waren an einem belebten Ort, wenn Soel da auf dumme Gedanken kam, würde man ihm ganz schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Trotzdem wahrte der Schreiberling einen Sicherheitsabstand.
Als er nun seinerseits als dumm bezeichnet wird, auch wenn der Halbdämon das nur indirekt sagt, antwortet Samir erst einmal nicht darauf. Das warten lohnt sich, denn kurz darauf bekommt er seine Antwort. Er will die Magie in sich aufnehmen. So so. Nachdenklich blickt er seinen gegenüber an, der nicht den Eindruck macht, als hätte er die Macht, dieses überaus beeindruckende Kunststück zu vollbringen. Sein Blick huscht kurz zu dem "Wicht", der bereits seines Weges ging, was wohl die beste Entscheidung war. Dann sah er wieder Soel an und fragte einfach, weil er nicht anders konnte "Und was hast du dann damit vor?" Er wollte eigentlich noch sagen, dass ein mächtiger Dämon auch mit Ablenkung sein Ziel erreicht hätte, doch das sparte er sich lieber. Das konnte er auch später noch sagen, erst einmal wollte er heraus finden, was der Kerl hier wirklich vor hatte.
[03:44] Soel Sagar || Das weiß also "jeder" ? Er nicht, also kann es schon mal nicht "jeder" wissen. Ja er kommt nicht aus dieser Stadt, das ist aber vollkommen egal, denn jetzt ist er hier. Damit würde er zu dem "jeder" gehören, da er es nicht weiß, weiß es eben nicht "jeder" und weil der andere das behauptet hat, Lügt er und weil er Lügt. Nun Soel kann Lügner nicht ausstehen. Er selbst lügt und betrügt ja, aber da heißt ja nicht gleich, dass jemand anders dies auch bei ihm machen darf! Wo kämen wir denn dahin, zum gleichen recht für alle? Na das fehlt uns aber gerad noch. Im Übrigen sei zu betonen, Soel hat kein zu großes Ego, für das winzige Gehirn. Er hat schon ein normal großes Gehirn -wenns nach ihm geht natürlich überdurchschnittlich groß, wie alles andere-, er hat nur ein Ego, was dieses noch um ein vielfaches übertrumpft. Es sieht also nur im Vergleich so klein aus. Relation ist alles. Die Lüge -als sowas legt Soel sie jetzt einfach aus- war ja schon schlimm genug, jetzt fängt er auch noch an ihn zu Duzen. "Ich wüsste nicht, dass wir Freunde geworden sind" . Wie man sich das schon denken kann, Soel hätte davon etwas mitbekommen. Sein Freundeskreis ist jetzt nicht gerade belebt und einzelne Personen würden wirklich deutlich hervorstechen. Sie Ständen schließlich allein in diesem Freundeskreis. Es ist auch wirklich nicht die Frage an der sich der (Halb)Dämon gerad stört, sondern das simple duzen. Ja sicher er hat es auch getan, doch so ist das nun einmal, jemandem der unter einem steht, braucht man nicht die gleiche Art von Respekt entgegen bringen, wie jemandem der über einem steht. Das diese Hierarchie bei ihnen beiden so besteht ist natürlich wieder etwas, an dem für Soel nichts zu rütteln ist. Dämon gegen Mensch, Reich gegen Arm, Adel gegen Bürger. Er w e i ß nicht ob diese Annahmen stimmen, er geht einfach ganz selbstverständlich davon aus. Bevor er hier nun eine Szene macht, genau das würde er wirklich gerne tun, wäre aber viel zu auffällig, Antwortet er lieber "Dies und das, ein paar Rechnungen begleichen, ein paar Regime stürzen“ Nein das war kein Scherz, das hat er wirklich vor. Sehr wahrscheinlich wird man das aber nur für einen Scherz halten, zum einen durch die lapidare Art, mit der er es erzählt hat, zum anderen weil eine so wahnsinnige tat wirklich schwer ernst zu nehmen ist. Man glaubt doch auch niemandem der erzählt, er hätte einen Menschen auf dem Mond laufen sehen. „Ich bin sicher es lässt sich einiges finden, was man mit dieser Macht anfangen kann“ Vielleicht kann er sich ja sogar seinen eigenen Drachen zählen? Soel der Drachenreiter! Klingt doch gut nach? Der Teil klingt jetzt schonwieder glaubhafter und auch seine nächsten Worte. „Wenn es soweit ist, dann wirst du es mitbekommen!“ Keine Drohung, nur eine Ankündigung von Tatsachen. Auf welche Art, na das wird man sehen. Soel sollte übrigens langsam mal die Klappe halten, so ist das eben wenn man sich allem überlegen fühlt, kennt man doch aus jeder guten Geschichte, wenn der Bösewicht dort steht und einmal seinen ganzen plan verrät.
[17:26] Samir der Schwätzer zuckte unweigerlich mit den Schultern, wenn der werte Herr Halbdämon der Meinung war, ihn zu duzen, dann tat er es eben auch. Aber es schien nicht schwerwiegend genug zu sein, um deswegen einen Streit herauf zu beschwören. Das war vielleicht auch besser so. Es waren zwar genug Leute in der Akademie unterwegs, dennoch konnte man ja nie wissen, so ein Überraschungsangriff konnte schon mal ordentlich etwas anrichten. Das wollte Samir lieber nicht riskieren. Endlich begann der Größenwahnsinnige zu erzählen, es klang zwar sehr lapidar in den Raum geschmissen, dennoch zog Samir ein Pergament und eine Feder aus einer kleinen Ledertasche, die er umgehängt hatte. Sogleich begann er etwas zu schreiben, er war sich sicher, dass der Halbdämon zu sehr in seine Erzählungen verstrickt war, das er zumindest einige brauchbare Informationen erhielt. und so war es auch. Samir schrieb und nickte dabei, Buchstabe um Buchstabe schrieb er nieder, leider war es nicht besonders viel, was sein Gegenüber preis gab. Aber es würde für einen kleinen Artikel ausreichen. Vielleicht konnte er noch andere Dinge heraus finden. Hoch interessiert schaute er ihn an und fragte "Seit wann bist du hier in Eranya, hast du Familie? Was gibt es sonst noch so wichtiges zu wissen, für all die fanatischen Anhänger, die dir nachlaufen werden, wenn du erst einmal an der Macht bist?" ob er bemerkte, dass seine Worte nur so vor Ironie trieften? Wahrscheinlich hatte er als Kind nie gelernt, was Ironie war. Er hatte anscheinend überhaupt nicht viel gelernt, so wie es schien. Aber seine Gedanken behielt er für sich, tat so, als wäre er ganz Feuer und Flamme, etwas über den Möchtegern-Herrscher zu erfahren. Eigentlich wollte er ja auch möglichst viel erfahren, um später einen Artikel zu verfassen. Fragen war der schnellste Weg. Sonst musste er sich etwas suchen, das mehr Potential zu einer Titelstory hatte. Hoffentlich ging er drauf ein und erzählte noch ein bisschen, was er alles benutzen konnte.
[18:14] Soel Sagar Irgs, schon wieder. Diese vertraute Anrede aus dem Mund des Menschen zu hören, das klingt für Soel wie das kratzen mit Fingernägeln auf einer Schiefertafel. Einfach nur grässlich. Einzig ein zucken fehlt, der Gesichtsausdruck spricht dafür Bände. Wie kann er es nur wagen, anderenorts wäre bereits jetzt, schon einiges anders gelaufen. Nur sind sie nicht da, sondern hier. Das kann man doch ohne schlechtes Gewissen, als die Erkenntnis des Tages bezeichnen? Ja manchmal da gelingen ihm solche Stilblüten... Doch weg davon und hin zu der Stilblüten da vor ihm. Mitten in reden zieht der plötzlich einen Stift und einen Zettel. Misstrauisch betrachtet Soel das ganze. Er soll weiter erzählen und Samir schreibt mit? Das kann der Wicht gleich vergessen! Ja er ist vielleicht etwas zu offen im Erzählen, doch er steht bestimmt nicht hier, erzählt von ihren Plänen und lässt das alles Mitschreibern. Wer weiß in welche Hände das gelangen könnte? Besonders vor einem Händepaar da graulet es ihn ganz besonders. Allein daran zu denken, da stellen sich ihm die Nackenhaar auf. Er macht sich also nichtmal sorgen darum, das Ordnungshüter der Stadt auf all das aufmerksam werden könnten, in seinem Größenwahn da herrscht durchaus die Behauptung, mit denen schon fertig werden zu können. Dieser Größenwahn ist aber lang nicht auf alles und jeden bezogen, es gibt Ausnahmen, wenige Ausnahmen und genau die dürfen von all dem nichts erfahren. Jetzt kommen wir also zu dem Punkt, an dem Soel damit beginnt Magie anzurufen. Das Feuer, dem sein Bruder so verfallen ist, hätte jetzt einige Vorteile. Er müsste das Pergament nur entzünden. Klappt nur nicht ganz so leicht, zumindest ihm gelingt das nicht ohne Probleme. Seine Talente liegen da anders. Er streckt die Hand aus - nicht weil er muss, nur für den Dramatischen Effekt - und lässt im gleichen Moment einen starken Luftzug aufkommen. Der Plan? Ihm so das Blatt aus der Hand zu fegen und direkt in die eigenen Hände zu spielen. Ob das Gelingt ist eine andere Frage. „Hältst du mich wirklich für so dumm? Pass auf das du dich da nicht überschätzt.“ Ja gut, wäre da nicht die eigene Familie im Nacken, er hätte sogar mehr erzählt, so? Nein doch eher nicht. „Anhänger brauchen wir nicht“. Da gibt er unabsichtlich einen Hinweis darauf, nicht allein zu sein. Außer man deutet es als Pluralis majestatis. Etwas das Ihm ja doch, durchaus zuzutrauen wäre. „Warum schreibst du es auf?“ Son bisschen Klarheit will er das betreffend schon haben und das erste mal seit dem aufeinandertreffen, fragt Soel sich, wer ihm da eigentlich gegenüber steht.
[14:16] Samir der Schwätzer tippte mit dem Federstiel ungeduldig auf dem Pergament herum, während er den misstrauischen Dämon ansah. Jetzt erzähl doch endlich, du irrer Möchtegern , doch er erzählte nicht, nein, er streckte seine Hand aus und Huch sein Pergament wurde ihm durch einen heftigen Windstoß aus der Hand gerissen und flatterte hinüber zu dem Halbdämon. Samir ahnte schon, dass er es gewesen war, der den seltsamen Lufthauch herbeigeführt hatte, aber was sollte er schon dagegen ausrichten? Er hatte keine Ahnung von Magie und war in diesem einen Moment einfach nicht vorbereitet, dass so etwas geschehen könnte. So langsam wurde ihm bewusst, dass der Kerl vor ihm kein normaler Mensch war. Vielleicht ein Hexer? Keine Ahnung, er war noch nie besonders erfolgreich darin gewesen zu erkennen, was da nun vor einem stand, außer es war offensichtlich. "Dumm? Nein, ganz gewiss nicht" antwortete er höchst entrüstet und er war sich sicher, dass seine schauspielerischen Leistungen nicht die schlechtesten waren. Warum sprach der Verrückte nun von wir? Samir schüttelte den Kopf, äußerst verwirrend. Anscheinend hatte es wenig Sinn, dieses Gespräch fort zu führen, wenn er ihn nicht davon überzeugen konnte, dass er absolut harmlos war. Es ratterte in seinem Kopf, nun bloß keinen Fehler machen. Aber lügen konnte er auch nicht, das würde im Nachhinein großen Ärger geben und wer wusste schon, wozu ein gekränkter Halbdämon im Stande war? "Ich..." begann er zögerlich und seufzte dann "Ich schreibe für die hiesige Zeitung, ich dachte es wäre schön mal etwas für jemanden zu schreiben, der den Mut aufbringt etwas zu verändern, endlich passiert hier etwas" schmeichelte er Soel und ließ gleichzeitig die Schultern geknickt hängen "Nun ja, dann werde ich mir eine andere Geschichte suchen müssen" er versuchte besonders enttäuscht zu klingen "Der Stadtgarten soll neu bepflanzt werden, das interessiert doch bestimmt alle brennend" Er steckte seine Feder wieder ein und wandte sich ab, war bereit zu gehen, falls der Halbdämon es sich nicht noch anders überlegte.
Kilian
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