Nach dem Gartenbrannt Seija u Sidka

Nach dem Gartenbrannt Seija u Sidka

Beitragvon Kilian » 17. Mai 2016, 01:09

[19:43] Seija Sagar || Wie furchtbar Demütigend! Die junge Dämonin würde am liebsten vor Scham im Erdboden versinken. Das ist allerdings aus mehreren Gründen gerad nicht möglich. Zum einen hat sie kaum die kraft länger auf eigenen Beinen zu stehen, dann kann sie zwar mit Feuer trixen, nicht aber mit der Erde und zu guter letzt und nicht gerade unerheblich. Sie wurde von einem der Wachmänner einfach über die Schulter geworfen. Momentan hat sie also nicht einmal Kontakt zu dem Boden, in welchem sie am liebsten verschwinden würde. Wie das soweit kommen konnte? Ja das würde Seija allerdings auch gerne wissen! Eigentlich hatte sie den Tag ganz anders geplant, sie wollte am Hafen nach dem Schiff Ausschau halten, mit dem ihr Habe hier in der Stadt ankommen sollte. Das bisschen was sie bisher da hatte, das reicht natürlich vorne und hinten nicht. Dann war da dieser Kerl. Enzo, nein L O R E N Z O. Dieser elende Kerl! Sie hat sogar schon angefangen ihn als Person und nicht nur als Menschen zu sehen. Jedoch erst nachdem er ihren schirm zerstört hat. Gut der ist auf ihn zugeflogen, dennoch hätte er ihn einfach festhalten können! In Ketten kam er gerade in Era an und hat Seija dann ganz dreist zur Flucht benutzt und gibt ihr auch noch die schuld! Nur weil sie diesen Mann am Hafen etwas erschreckt hat. Gut das führt alles viel zu weit. Punkt ist, sie mussten zusammen weg, vor den Wachen abhauen. Er musste, sie wollte, irgendwie war das ja schon lustig. Wie das ganze ausgeht, das konnte sie doch nicht ahnen! Die ersten Seemänner die ihnen wegen Lorenzo begegnet sind, die konnten schnell.. nun nennen wir es, beseitigt werden. Vermutlich werden sie inzwischen von irgendeinem Medicus, ob ihrer Brandwunden, versorgt. Im Garten dann, dort wurde das ganze erst zu einem wirklichen Problem, inzwischen war sie nur noch bei Lorenzo, weil dieser dafür sorgen sollte, dass sie unbemerkt aus dem ganzen verschwinden konnten. Seija wollte wirklich verhindern was dann geschah! Kerle tauchen auf, schon wieder, zwei erst, ein dritter später. Jace ist der einzige der wirklich Probleme macht und Lorenzo! Der sie tatsächlich dort zurück lässt und abhaut, obwohl sie doch nur wegen ihm in das ganze hinein geraten ist! In dem Moment steht für das Mädchen fest, diesem Kerl wird sie das Leben zur Hölle machen. Erst einmal wurde allerdings der Garten zu einer kleinen Vorhölle, schließlich fängt der Kerl an sie anzugreifen, mit Steinen wirft er! Die kleine Platzwunde an ihrer Stirn ist ein Ergebnis dessen. Sie versucht ihn zu verbrennen, schafft es, doch nicht so effektiv wie gewünscht, immer wieder weicht er aus und kommt ihr schließlich ganz nahe, nah genug um sie mit einem kräftigen Schlag in den Bauch, vollkommen aus der Fassung zu bringen. Sie krallt sich an ihm fest, verbrennt ihn, bis nur noch ein lebloser Körper auf dem Boden neben ihr liegt, denn auf diesem hat sie sich schließlich zusammen gekauert. Sie hat keinen Kraft mehr, ist vollkommen ausgelaugt und Zittert leicht vor Schmerz. Gerade da kommen die Wachen, vielleicht dauert es auch einige Zeit, doch das Mädchen ist eben noch nicht so weit, wieder allein davon zu kommen. Sie haben Lorenzo und jetzt auch sie, wollen beide in den Kerker bringen. Langsam wird sie wieder klarer, merkt was da vor sich geht und schafft es, auf den Wachmann einzureden. Er solle sie gefälligst heim bringen, ihm würde es nicht schaden, nein ihm würde es zugute kommen. Wenn er nicht glaubt, soll er sich das Mädchen gefälligst genauer anschauen. Das ganze trägt Früchte.
Das Anwesen ist schon länger in Sicht, da lässt der Mann das Mädchen runter und auf ihre Füße. Schuhe trägt sie keine mehr, das Kleid ist schmutzig und hat mehrere Löcher. Man erkennt zwar den Feinen Stoff aus dem es gemacht ist, doch braucht das einen zweiten Blick. Die Schuhe stehen noch im Garten, eigentlich hatte sie diese nur kurz ausgezogen, da ihr vom ganzen laufen die Füße schmerzten. Die Haare hängen ihr etwas wirr über die Schultern, die Klammer trägt sie schon länger nicht mehr im Haar und über dem rechten Auge, an der Stirn, ist die Platzwunde zu sehen, das Blut allerdings schon geronnen. „Nettes Häuschen “ Meint der Wachmann und schiebt sie durch das Tor. Jetzt wäre ein guter Moment zum –Im Boden versinken- hoffentlich sind die Brüder nicht da und die kann einfach nur etwas Geld in die Hände der Wache drücken und sich dann in ihrem Zimmer einschließen. Ungesehen! Auf die Worte des Mannes reagiert sie nicht und geht nur den Weg zur Tür entlang. Eines der Hausmädchen hat bereits gesehen, dass jemand kommt und öffnet die Tür. Misstrauisch blickt sie erst zu dem Mann und schließlich zu der jungen Dämonin, diese wird nur auf den zweiten Blick erkannt. „Frag nicht“ zischt sie die andere an, bevor sie überhaupt den Mund aufmachen kann. „Und kein Wort! Zu niemandem“ . Das zweite, eindeutig eine Drohung und so würde das hoffentlich auch verstanden werden.Der Versuch die Wache draußen stehen zu lassen, der scheitert.
[19:43] ₪ Er will mit, ist sich wohl unsicher, ob das Mädchen nicht einfach die Tür schließen würde und ihn davor stehen lässt. Das würde nicht nur ihn gehörig nerven, auch die anderen Wachen die beteiligt waren und sich momentan um Lorenzo kümmern, schließlich wollen die ihren Teil vom Kuchen abhaben.
[20:11] ₪ Ein perfekter Tag. Die Sonne scheint, der blaue Himmel strahlt, kein Wölkchen ist zu sehen. Eine angenehme Temperatur, so dass man es gut aushalten kann. Aber, dies alles macht den Tag natürlich nicht zu einem perfekten. Dies liegt an anderen Dingen. Nämlich an dem, was bevorsteht. Großes. Endlich ist der Tag gekommen, an dem man es diesem kleinen Wurm Kjestel heimzahlen würde. Unendliche Macht ist greifbar, nur noch wenige Stunden. Kein Wunder also, dass der Rotschopf bestens gelaunt ist. Es ist jetzt nicht unbedingt ein Lächeln auf seinen Lippen, aber er ist voller Vorfreude. Wenn man schon mal das Geräusch von brechenden Knochen gehört hat, dann will man es wieder hören - in Ordnung, eigentlich nicht. Die Vorstellung jedoch, wie der Blonde auf dem Boden hockt, wimmert und sich danach sehnt, in seinem jämmerlichen Leben niemals den Sagarbrüdern begegnet zu sein, dies macht diesen Tag zu einem Festtag. Einem Feiertag. Also, wie gesagt, der Kerl hat fast richtig gute Laune, die sich darin äußert, dass er... Naja. Also, eigentlich sieht man es nicht wirklich. Er schaut genauso arrogant wie immer, der Ausdruck von leicht angewiderten Geruch macht das typische Bild perfekt. Allerdings, innerlich, da ist er guten Mutes. Freudig gestimmt. Ungewöhnliche Gefühle für Sidka, aber dies ist ja egal. Auch so jemand wie der Halbdämon kann ja mal außer der Reihe Gefühle entwickeln. Er ist fest davon überzeugt, dass ihm heute so gut wie nichts den Tag versauen kann.
Ärgerlich dabei ist sicherlich, dass er mal wieder die kleine Schwester vergessen hat. Dass er Seija nun schon ein paar Tage nicht gesehen hat, ist ihm dabei gar nicht aufgefallen. Wie auch? Er ist ja froh über jeden Augenblick, den er nicht mit dem Weib verbringen muss. Sie nervt eben, da fällt es eben nicht so richtig ins Gewicht, wenn sie nicht da ist. Also schon. Es ist einfach sehr angenehm ruhig, es ist niemand da, der nur Unsinn redet oder noch viel schlimmer, verzapft. Wäre er auch nur im Geringsten empathisch, dann hätte er vielleicht bemerkt, dass Seija nicht mal in der Villa weilt. Das Personal ist sehr viel entspannter. Ist eben doch ganz nett, wenn niemand plötzlich das Temperament loslässt, welches einem Feuersturm gleicht. Ach, halt, es gleicht nicht nur einem Feuersturm. Es ist ein Feuersturm. Nicht gerade sehr toll. Aber, Sidka ist weder sehr einfühlsam, noch achtet er auf solche Dinge. Ihm ist es wichtig, dass da eines der Mädchen da ist, um ihm bei einem Bad zu helfen, ihm ist auch wichtig, dass das Frühstück angerichtet ist, wenn er aufsteht und alles nach seinen Wünschen ist. Ob es dem Personal gut oder schlecht geht... Na, das ist ja nun wirklich nicht seine Aufgabe, die haben es wohl gut genug! Leben in einem Haus, welches sie sich alleine nie im Leben leisten könnten, essen Lebensmittel, die ihren Horizont weit übersteigt, tragen Kleidung, die nur geringfügig kratzt. Alles in allem kann sich wirklich keiner von ihnen beschweren und doch lernen sie es einfach nicht. Gerade ist er dabei in Gedanken das Fest der Verstümmelung von Kjes zu planen, da kommt schon wieder eines der dämlichen Weiber an. Gibt es doch nicht! Wie soll er denn da den perfekten Plan fassen? So kann es ja nichts werden. Leicht gereizt fragt er deswegen, noch bevor das Web den Mund aufmachen kann. "Was?" Berechtigte Frage, oder nicht? Wenn er könnte, dann... Aber bald! "Herr. Die Herrin ist wieder da. Sie sieht reichlich mitgenommen aus, eine der Wachen hat sie hierher gebracht. Vielleicht solltet Ihr nach ihr schauen." Ach? Ernsthaft jetzt? Wie war das, nichts kann den Tag versauen? Scheint irgendwie doch so. Seija. Wie immer. Was auch sonst. Mit einem heftigen Ruck springt er auf, das kleine Tischchen auf dem sich Getränke befanden, fliegt dabei um. "Räum hier auf." So, da hat sie gleich was zu tun. Reicht ja nicht, sich um die Schwester zu kümmern, das niedere Volk braucht auch Beschäftigung. Kriech, du Wurm. Ein Spruch, der durchaus gut dazu passen würde. Leise hallen die Schritte wieder, als der Kerl recht gemäßigten Schrittes die Treppe herunter eilt. Seine Lust sich mit den neuesten Eskapaden der Schwester auseinander zu setzen, die ist sehr begrenzt. Mehr als begrenzt. Dennoch hört er die letzten Worte. "Verschwinde, du dummes Weib." Wirklich eine $@#%Lage für die Magd. Immerhin, wem soll sie lieber gehorchen? Seija oder Sidka, der natürlich über alle Vorgänge informiert werden möchte? Schwierig, aber die neue Anweisung erübrigt dies natürlich. "Was soll sie niemandem sagen? Du siehst fürchterlich aus." Er rümpft ganz leicht die Nase, scheint so als ob da nun wirklich ein ekelhafter Geruch in der Luft liegt. Der typische, leicht angewiderte Ausdruck, den er eigentlich immer hat. "Du riechst auch fürchterlich." Mal so unterstellt, wird schon stimmen, hilft sicherlich sie klein zu halten.
[20:14] ₪ Der nächste Blick gilt der Wache, die natürlich ihren Teil vom Kuchen abhaben möchte - erst recht seitdem sie das 'Haus' gesehen hat. In Ordnung, es ist ja eher eine Villa. Ein halbes Schloss. Was auch immer, damit kann sich gerne wer anders auseinander setzen. "Wer hat dir erlaubt mein Land zu betreten?" Ist ja auch gleich mal eine berechtigte Frage und so wird jeder sein Stück vom Kuchen bekommen, keine Frage. Nur, ob er auch schmeckt? Ganz anderes Thema.
[20:46] Seija Sagar || Schlimmer geht es immer, wirklich i m m e r. Die Situation hier beweist es. Da genügt es nicht, das der jungen Dämonen eh, elend zumute ist. Die Füße tun ihr weh, die Stirn schmerzt und ihr Bauch fängt bereits an sich in allen Regenbogen Farben zu färben. Etwas das man nicht sieht, sie ist schließlich angezogen, etwas das die junge Sagar aber durchaus zu spüren bekommt. Sie wollte nicht das jemand davon erfährt, sie wollte die Wache bezahlen führ das schweigen, wollte sich dann in ihrem Zimmer einsperren, sich ein heißes Bad eingießen lassen und so lange nicht aus dem Gemach kommen, bis nichts an ihr mehr zeigt, was dort vorgefallen ist. Alles was danach kommt ist nur in Nebliger Planung, irgendwie würde sie Lorenzo quälen, wie genau das wird sich noch zeigen und ergeben. Doch wer kann es anderes sein als ihr Bruder, der nun die Treppe hinunter kommt und sie in diesem Zustand sieht? Kurz presst die junge Dämonin die Lippen aufeinander, vorwurfsvoll liegt ihr Blick auf der Magd. Zwar kann die bei weitem nichts für ihre Situation, doch einen anderen schuldigen hat sie nicht zur Hand. Wenn sie erst erfährt, welche der Mägde sie verraten hat, das Mädchen wird noch ihren Spaß mit dieser haben. Ganz gewiss und Zeit wird sie sich lassen! „Los, beeil dich. Wenn ich in mein Zimmer komme will ich dort ein Heißes Bad vorfinden!“ Spricht sie noch die davon eilende Magd an. Denn natürlich hat diese sich bei den Worten des älteren Bruders umgedreht und wollte bereits verschwinden, vermutlich selbst erleichtert, da sie dieser Gesellschaft hier entkommen konnte. Bevor Seija nun das Wort an ihren Bruder richten kann, tritt die Wache einen Schritt nach vorn und legt dem Mädchen eine Hand auf die Schulter. Unter anderen Umständen hätte er sie gleich wieder fortgenommen, begleitet von einem schmerzhaft erschrockenen aufschrei. Seija lässt sich nicht einfach anfassen, sicher nicht von so einem doch sie hat nicht mehr die Kraft dazu. Sie steht, das ist schon mehr als sie sich vor einigen Minuten zugetraut hätte. Statt ihn zu verbrennen, gibt es nur eine abschüttelnde Geste mit der Schulter und sie will einen Schritt weiter um von dem Mann weg zu kommen. Das wird allerdings schnell verhindert, der griff wird etwas Fester und die Wache schaut zu dem Sagar Bruder. „Eure.. „ ja was das weiß er nicht. „reizendes Geschöpf hier hat mich eingeladen und mir dazu noch eine gute Entlohnung angeboten. Ich bin sicher ihr zahlt, sonst bin ich gezwungen sie wieder mit zu nehmen. Sie hat sich einiges zu Schulden kommen lassen. Ich bin allerdings bereit dies zu vergessen… gegen eine angemessene Entlohnung.“ Man merkt gleich, der Kerl macht das nicht zum ersten mal, korrupt bis ins Blut verdient er mehr an solchen Spielchen, als an seinem Beruf selbst. „Ruhe!“ zischt die junge Dämonin wieder. „Ich hab gesagt, dass ich dich bezahl, also lass mich los und ich hol es dir. Aber kein Wort mehr!“ das fehlt ihr noch, ein Wachmann der ins quatschen gerät und erzählt was vorgefallen ist. Nein das will sie nicht, er soll Ruhe geben und sie wird ihn entlohnen, nur dafür muss er sie eben auch los lassen und Sid soll doch wieder verschwinden und überhaupt, denkt Sid wirklich das er einen schlechten Tag hat? Oh das kann die jüngere Schwester mit Sicherheit übertrumpfen. „Es ist nichts“ versucht sie jetzt auch ihrem Bruder weiß zu machen, er hat es schließlich hinterfragt und nachgefragt. Glauben wird er ihr das nicht, doch vielleicht bleibt ihr die Zeit, um sich noch eine gute Erklärung für das ganze ausdenken zu können? Irgendetwas das eben nicht ganz so unangenehm ist, ihr muss nur noch etwas einfallen. Bis das allerdings soweit ist, zupft sie sich ihr Kleid zu Recht, nutzt den Moment auch um sich kurz auf den Geruch zu konzentrieren. Stinkt sie? Das sie fürchterlich aussieht das ist ihr bewusst. Das sie stinkt ist aber auch nicht unwahrscheinlich, nach Feuer und Rauch, Erde und Blut. Schweiß und vielleicht auch nach verbranntem Braten. Sie muss Haltung bewahren, wird sich nicht ansehen lassen, dass die Worte des Bruders da wirklich einen wunden Punkt getroffen haben. Gut sie versucht es, ob das auch wirklich gelingt ist gerad fraglich. Sie ist erschöpft und müde, das einzig Gute das dieser Tag heute gebracht hat, das waren die Überreste dieses elenden Seemannes, die sie dort, noch dampfend, auf dem Boden hat sehen können. Ein kleines Andenken hat sie sich mitgenommen, einen Dolch mit Tatzengriff. Ordentlich versteckt trägt sie den am Leib, wahrscheinlich hätte die Wache ihr den sonst bereits abgenommen.
[10:52] ₪ Was für eine groteske Situation. Anders kann man es nicht sagen. Warum? Man stelle sich einmal vor, da kommt der hübsche Sagar mit extrem hübscher, gut aussehender und teurer Kleidung. Auf der anderen Seite steht da ein korrupter Wachmann, der absolut ekelhaft ist. In jeder erdenklichen Weise, die einem da durch den Kopf schießt. Daneben die eigentlich recht hübsche Schwester, die eigentlich auch weiß, wie sie in Gegenwart von Sidka rumzulaufen hat. Hübsch nämlich. Wenn man privilegiert ist, dann muss man dies auch nach Außen zeigen, teure Sachen tragen, dem niederen Volk aufzeigen, was sie verpassen. Dies macht sie heute ganz und gar nicht. Sie stinkt nämlich tatsächlich. Zum...Brechen. Wir wollen ja nicht vulgär werden. Wenigstens weiß das Mädchen noch, wie sie sich zu benehmen hat. Also, die Magd. Sie geht, eilt davon, hoffentlich so schlau sich als erstes an das Bad für die Schwester zu machen, sonst würde man das Theater nachher wieder durch das ganze Haus hören. Auch das Weib, welches ihm von der Ankunft seiner abgeranzten Schwester berichtet hat, sollte man lieber aus dem Schussfeld halten. Da wird sie wohl heute den ganzen Tag in seinen Gemächern bleiben müssen. Fast schade, dass er später an diesem Tag noch dieses Vorhaben hat. Ach. Es wäre soviel schöner jetzt immer noch da zu sitzen und Kjes Vernichtung zu planen. Ganz langsam würden sie es machen, würden ihn leiden lassen. Ganz klar. Nun, da man nur noch zu Dritt ist, kann das Spiel ja beginnen und was der Rotschopf da sieht, das gefällt ihm wiederum auch nicht richtig. Natürlich, es ist nur Seija, sie ist nervig, sie ätzt zumeist nur rum und möchte immer zeigen, wieviel sie besser ist. Aber! Sie ist seine Schwester. Daher sind die ersten Worte absolut beschützerisch zu verstehen. "Nimm deine dreckigen Griffel von meiner Schwester, verstanden?" Sollte doch eigentlich deutlich genug sein, oder nicht? Er kann es nämlich absolut verstehen, wenn es jemand unangenehm findet, dass er angefasst wird. Warum sollte man das auch wollen, wenn jemand speckige Finger hat - oder Schlimmeres. "Sie wird dir nicht weglaufen, dafür verbürge ich mich." Aber nur dafür, für nichts anderes. Ob der Kleingeist dies versteht, ist eine andere Frage. Interessant ist übrigens auch, dass die kleine Schwester keinen ihrer sonst zu erwartenden Ausbrüche hat, sondern einfach nur die Hand abschüttelt. Normalerweise - und dies ist ein unumstößlicher Fakt - wäre sie doch nicht zu bremsen gewesen, hätte diesem Kerl die Pranke verbrannt und hinterhältig gegrinst. Was genau ist da also geschehen? Der Moment, in dem Sidka keine Lust hat sich damit weiter auseinander zu setzen, der ist vorbei. Die Neugier des gelangweilten Aristokraten ist tatsächlich geweckt, dennoch. Hier muss jeder ein wenig von seinem Fett abbekommen. Gibt's ja nicht, dass hier jeder denkt, dass er machen kann, was er möchte. "Dann lass dir gesagt sein, dass sie dich gar nicht entlohnen kann." Gelogen, aber dass weiß der Kerl ja nicht und wer hier gerade den besseren Eindruck macht, sollte wohl ganz klar sein. Vor allem, wenn die Vermutung, dass Seija einen Eindruck ihrer Kräfte vermittelt hat, wahr ist, dann färbt dies in diesem Moment auf ihn ab. Keine Frage. "Um zu wissen, was ich dir als angemessene Belohnung geben sollte, musst du mir erzählen, was vorgefallen ist. Eine Strafe für den kleinen Nichtsnutz muss schließlich folgen." Ach, es ist irgendwie schon ein Glanzmoment, denn unter anderen Umständen würde es vollkommen anders laufen und sicherlich wird er dies auch noch bereuen, aber was die Schwester nicht weiß: Nach diesem Tag wird alles ganz anders sein. Er wird Macht haben. Viel mehr, als sie jemals hatte und haben wird, damit hat sich ihre Racheaktion erledigt, beziehungsweise wird sie einfach verpuffen und er die Oberhand haben. Vielleicht sollte er zu diesem kleinen Spektakel auch den Bruder einladen, Soel wird es sicher gerne sehen, wie die Dämonin endlich ihre Rechnung bezahlt bekommt. Also, macht er weiter. Was soll später am Tag auch schief gehen? "Ruhe, Seija. Die Erwachsenen unterhalten sich jetzt - und hör auf an dem verbliebenen Fetzen herumzuziehen, du machst es nur schlimmer. Reden darfst du, wenn du gewillt bist, mir die Geschichte persönlich zu erzählen. Ich habe dich gewarnt als du hier angekommen bist, dass es hier andere Regeln gibt. Kannst du dir nichts merken?" Jaja, es ist pure Schadenfreude, die die Worte von Sidka antreiben, immerhin ist das Weib anscheinend in eine ganz üble Geschichte reingestolpert. Die Stirn alleine beweist es schon, auch dass sie ihre Kräfte scheinbar nicht mehr einsetzen kann. Ach, es würde ein durch und durch schöner Tag werden! Da muss man der Schwester am Ende vielleicht noch für danken, dass sie einem soviel bessere Laune bereitet, als er sowieso schon hatte. "Also? Was ist passiert?" Wer zuerst spricht, hat die Möglichkeit seine Version der Dinge anzubringen.
[14:32] Seija Sagar || Dass man ihre Anweisung schnellstmöglich befolgt, daran zweifelt das Mädchen nicht einen Moment. Gewiss wird die Magd gleich hinaufeilen, den Zuber bereitstellen und mit anderen das Wasser in eben diesen füllen. Ein paar teure Öle und etwas Duft, schön wäre alles für den Moment Perfekt. Sie könnte sich Staub und Dreck vom Körper waschen, das Kleid vernichten und dann den Rest des Tages damit verbringen, sich in ihrem Bett zu verkrümeln. Der einzige der nun wirklich zwischen ihr und dem heißen Bad steht, das ist der Bruder. Sie hat es sich schon denken können, jeden Moment wird er auskosten wollen, doch oh ja er wird es ihm heimzahlen, jeden Moment der Schmach den sie hier erleben muss. Dabei war sie im ersten Moment noch positiv überrascht, er stand ihr bei, machte dem Wachmann deutlich, dass es nicht gern gesehen wird, wenn er die Hand ans Mädchen legt. Sofort tritt Seija einen großen Schritt vom Wachmann weg, kaum das die Hand sich von ihrer Schulter löst, sie geht zu einem der Möbel und lehnt sich dort leicht an. Sie will sitzen, liegen, baden, doch nicht weiter stehen. Die ganze Situation zwingt sie nur leider dazu und zumindest jetzt, in diesem Moment, weiß sie auch nicht, wie sie gut aus allem raus kommen soll. Sicher sie könnte einfach hoch ins Zimmer stürmen, doch wer weiß schon, welche Geschichte der Wachmann dann auf den Fingern ziehen würde? Mit beiden Händen streicht die junge Dämonin sich durchs Haar, mit dem Handballen stößt sie dabei gegen die kleine Wunde am Kopf und zuckt kurz. Hätte sie diesen Kerl nicht schon umgebracht, sie würd es sich vornehmen und sie würde ihn leiden lassen! „Du brauchst dich nicht zu verbürgen, hätt ich weglaufen wollen, hätt ichs getan! “ behauptet sie und zeigt dabei nicht im Geringsten die Dankbarkeit, die sie eigentlich empfindet, weil der Bruder ihr die Griffel des Wachmannes erspart hat. Vor allem hätte der Satz auch richtig lauten müssen, „Hätte ich weglaufen können, hätte ichs getan“. Doch dieserlei Kleinigkeiten verschweigt man eben lieber. Was dann kommt ist ja wohl die Höhe, ungläubig schaut das Mädchen zu ihrem Bruder hoch, das sagt er nicht gerade wirklich? Behauptet er da wirklich, sie könne den Mann nicht entlohnen, droht er ihr da mit einer Strafe, E R will I H R drohen? Fest presst sie ihre Lippen aufeinander, die Hände werden zu Fäusten geballt und wenn Blicke töten könnten, dann wäre Sid nun nicht mehr am Leben. Können sie aber nicht und an sich ist Seija gerad nicht in der Lage wirklich auszuflippen, es hätte ohne das Feuer auch einfach nicht den gleichen, erschreckenden, Effekt. „Ich kann ihn wohl entlohnen und wenn er etwas will, dann wird er nichts! sagen“ . Es ist wirklich schrecklich wenn man auf einmal vollkommen Machtlos da steht und die eigenen Worte einfach nicht die gleiche Wirkung haben wie sonst. Selbst in ihren Ohren klingt das was sie da sagt inhaltslos, natürlich wird der Wachmann gerad nicht auf das junge verlotterte Mädchen hören, gewiss hört er auf den Mann der irgendwie verantwortlich zu sein scheint, der sich in tadellosen Zustand befindet und auch das Mädchen eben so behandelt, wie ein Mädchen und nicht wie eine gleichgestellte. Der Wachmann indes steht da und beobachtet den Wortwechsel zwischen den Geschwistern, er will sein Geld und er will möglichst viel, der Rest entlockt ihm nur ein beiläufiges schmunzeln. Seija steht noch da und versucht krampfhaft eine gute Lösung für ihr Problem zu finden, etwas das den Wachmann dazu bringt auf die Frage von Sidka als erstes antworten zu können. Was insgesamt vorgefallen ist das weiß er ja nicht, doch er kann die Straftaten aufzählen die dem Mädchen vorgeworfen werden würden. „Sie wurde neben den Überresten einer verkohlten Leich…“ aufgegriffen, es gab einen großen Brand im Garten, mehrere Seemänner wurden schwer verletzt in einer der Gassen aufgegriffen und sie hat einem Gefangenen zur Flucht verholfen. Ja so sollte das ganze weiter gehen, doch auch Seija hat jetzt eine Entscheidung getroffen, eine die ihr wirklich mehr als nur schwer fällt. Sie tritt einen Schritt von dem Möbelstück weg und harscht dem Wachmann wieder dazwischen „Gib gefälligst Ruhe! “ Nur um sich dann Sid zuzuwenden, dieser elende, schreckliche! Nicht genug das er behauptet sie könne nicht zahlen, nach der Geschichte verlangt und ihr mit einer Strafe droht, nein er verbietet ihr das Wort, lässt sie dastehen wie ein Unmündiges Kind und bohrt in wirklich jeder Wunde, dem Kleid, den anfänglichen Worten. Er würde das alles bereuen, oh irgendwie. Selbst wenn er allmächtig werden sollte, dann wird sie sich eben in seinen Kleiderschrank schleichen und jedes einzelne seiner Kleidungsstücke verbrennen. Wie kann er ihr das nur antun? Sie hier stehen lassen und so behandeln? „Bitte“ ja, tatsächlich sie hat Bitte gesagt. Markiert diesen Tag rot in eurem Kalender, das geschieht wirklich nicht oft.
[14:32] ₪ „zahl ihn aus und schick ihn weg. Lass mich Baden gehen und den Dreck abwaschen. Dann werd ich dir erzählen was geschehen ist“. Sie ist wirklich nett gerad, also sie bemüht sich darum nett zu sein, nett zu klingen. Sie hat erkannt das ihr gerad keine andere Möglichkeit bleibt, sie könnte motzen und zetern, bocken und aufstampfen, doch das alles würde zu nichts führen, vermutlich würde es Sid sogar noch gefallen, sie so außer sich zu sehen und dabei doch ganz hilflos wie ein Mensch. Das jetzt wird ihm gewiss auch gefallen, doch das diese Situation ganz nach ihren Wünschen abläuft, das ist kaum möglich. Dann wählt man zwischen Pest und Cholera eben das aus, was einem im Moment besser erscheint. Da sie so weniger Kraft und Energie verschwendet, ist die Entscheidung auch hierauf gefallen. Zusätzlich ist es auch weniger würdelos, als das aufstampfen und bocken. Das sie es ihm dann wirklich so einfach erzählen wird, das ist natürlich geflunkert. Freiwillig wird sie das Geschehen des Tages bestimmt niemandem erzählen.
[15:43] Sidka Sagar ist wirklich versucht, die Situation weiter auszunutzen. Ein wenig weiter bohren, noch mehr erfahren - Ja, das wäre es. Die Schwester hat ihn ewig leiden lassen, hat immer wieder gezeigt, was sie kann und was er gerne möchte. Feuer. Sie macht es ständig, es gehorcht ihr. Ihm nicht. Niemals. Dies einzustehen, ist natürlich vollkommen abwegig, aber Seija weiß es, der Bruder weiß es und er weiß es auch. Quälen. Ja, dies wäre drin, aber es ist auch klar, dass sie es ihm irgendwann heim zahlen würde und dies würde noch nerviger sein als sonst. Also? Eine Entscheidung muss her. "Natürlich, hättest du gewollt, dann wärst du weggelaufen." Skepsis klingt da ganz eindeutig mit. Ein süffisantes Grinsen erscheint auf seinem Gesicht, bevor er seine Gedanken weiter ausspricht. Wird die Schwester sicher freuen. "Ehrenvoll von dir, dass du es nicht getan hast, so kann der Mann mir hier jetzt genau erzählen, was sich ereignet hat." Wird man ja wohl mal sagen dürfen, denn ganz eindeutig ist es ja so der Fall. Nein, ernsthaft jetzt, es ist ganz offensichtlich, dass irgendetwas vorgefallen ist, dass sie so geschwächt zurückgelassen hat, dass sie diesen Affen hier gebraucht hat, um sie herzubringen. Ein Glück ist dieser seiner Meinung nach viel zu stumpf, um den kleinen Machtkampf vollends zu verstehen, so dass er am Ende das Meiste herausschlägt. Denn, er fängt einfach an zu reden. Idiot! Überreste einer verkohlten Leiche? Aha. Ein wenig zieht er die Augenbraue hoch, der Blick gleitet zu der Schwester. Ja, das passt zu ihr. Das Kleid sieht so aus, als ob es einiges hinter sich hat, wenn man die Nase in den Wind hält, dann kann man durchaus bemerken, dass sie versengt riecht. Sie hat Glück, dass das Feuer ihr nichts anhaben kann, welches sie selbst erzeugt. Oh, wie schön es gewesen wäre, wenn sie neben der Leiche gelegen hätte - ebenfalls verkohlt. Dann wäre er sie endlich los gewesen. Aber, um dies jetzt mal festzuhalten und es ist sicherlich nichts, was man so einfach zugeben sollte: Blut ist dicker als Wasser. Dies hier ist seine Schwester, sie ist für diesen Tag wohl tief genug gesunken. Sie hat eine Platzwunde am Kopf, ihr Kleid ist mehr ein Fetzen als wirklich Kleidung, die Haare riechen übel - sie auch. Bitte. Ja, das ist schon ein starkes Wort, dies ist es auch letztendlich, welches den großen Bruder herauskehrt und die Rivalität zwischen ihnen für einen Moment zum erliegen bringt. Heißt ja nicht, dass er zufrieden mit ihr ist oder sie plötzlich mag. "In Ordnung. Hier." Ein Beutel greift er, es scheint so, als ob die hier überall im Haus verstreut herumliegen. Es ist ein recht beträchtlicher Betrag darin, der Wachmann sollte eigentlich zufrieden sein. Einen Moment schwebt er über der Hand des Kerls, die grauen Augen funkeln den Typen an. "Hör zu. Wenn du es jetzt wagst deinen Mund aufzumachen, um mehr zu fordern, dann wirst du sehen, was ein älteres Mitglied der Familie an Macht besitzt. Sie ist nur ein Mädchen, kannst du dir vorstellen, zu was ich fähig wäre, wenn du mich reizt?" Eine klare Ansage oder nicht? Es wäre also besser, wenn der Kerl sich einfach umdreht und geht. Seija ist nunmal seine kleine Schwester, ab und zu muss man diese eben auch beschützen. Sowas wie ein Miteinander, auch wenn es langweilig ist. Mit einem kleinen Geräusch plumpst der Sack schließlich in die offene Hand des Mannes, der noch gemustert wird. Dann als ob es ein Zeichen gab, hat sich zumindest für den Sagar die Sache erledigt, er schaut zu seiner Schwester. Dieser muss er sich schließlich annehmen, sie braucht nicht denken, dass sie nun so einfach damit durchkommt. "Lass mich das nicht bereuen, Seija. Ich finde den Mann ansonsten." Er hat sich zwar keinen Namen nennen lassen, aber es sollte nicht schwierig zu sein. Dieser Dummkopf wird wahrscheinlich die Kohle sofort für irgendwelche Huren am Hafen ausgeben, sich betrinken und damit rühmen, dass er gerade sehr einfach sehr viel Geld verdient hat. Letztendlich wird ihm der Rest von diesem Verdienst dann geklaut. Eine ganz typische Geschichte, wie sie jeden Tag zu Hauf geschieht. Man könnte also sagen, dass der Rotschopf hier durchaus wieder etwas für die Wirtschaft tut. "Ich erwarte dich umgehend in meinen Gemächern, wenn du gebadet und vor allem vorzeigbar bist. Lass deine Wunde versorgen." Oh? Besorgt? Nein, aber manches Mal, da ist er wirklich nur der große Bruder bis zu dem Zeitpunkt an dem sie ihn wieder nervt.
Die Sache mit dem Wachmann hat sich für ihn erledigt, er geht davon aus, dass die Kleine ihm alles erzählen wird und diese Wendung der Ereignisse hat eines ganz deutlich zum Vorteil: Es tut sich ein Zeitfenster auf. Eines, welches er zu nutzen weiß. Hier ist es wieder so, dass man deutlich merkt, dass er ein Adliger ist. Er kennt es nicht zu fragen, er nimmt sich einfach. So war es schon immer. Er wollte ein Pony, er hat es bekommen. Er wollte neue Sachen, er hat sie bekommen. Die Aufzählung könnte man nun unendlich fortsetzen, aber
[16:02] ₪ wichtiger sind sicherlich die Ereignisse, die dem Gespräch folgen werden. Da für ihn soweit alles geklärt ist, wendet er sich von der dreckigen Schwester ab. Ist ja auch nicht mit anzusehen, er hat da Besseres zu tun. Dieses Mal hat es auch nichts mit dem Wurm Kejstel zu tun, sondern mit ureigensten, anderen Interessen. Das kleine Grinsen, welches sich auf seinem Gesicht spiegelt, während er die Treppenstufen wieder erklimmt, zeigt, dass er im Gesamten sehr zufrieden mit sich selbst ist. Es muss eben auch Tage geben, an denen alles so läuft, wie man es plant und dieser wäre wahrlich kein schlechter dafür. Er entschwindet der Situation vorerst, als er sich in den Gängen seines Flügels befindet, beginnt er bereits mit der Vorbereitung des folgenden Spieles. Gemächlich knöpft er sein Hemd auf, die blasse Haut kommt darunter zum Vorschein. Man mag es manches Mal vergessen oder lieber verdrängen, aber er ist eben auch nur ein Mann mit Bedürfnissen. In erster Linie ist dies natürlich Macht, aber wenn sich eine Gelegenheit ergibt, dann lässt er diese nicht aus. Kaum betritt er den Raum, aus dem er vor gar nicht so langer Zeit verschwunden ist, fixiert er die Magd, die sich dort immer noch zu schaffen macht. Zeit, die Sachen los zu werden. Zuerst das Wams, welches bis zu den Oberschenkeln geht, danach das Hemd. Während er sich an der Hose zu schaffen macht, spricht er das Weib an, welches ihn noch gar nicht bemerkt hat. "Seija ist außer sich, weil du mich geholt hast. Sie sinnt nach Rache." Gemein, denn jedes der Mädchen hier weiß, was dies bedeutet. Verbrennungen. Schlimme und langwierige Verletzungen. Manches Mal der Tod - und dieser ist dann ein Geschenk. "Du darfst hier bei mir bleiben." Was sie letztendlich vor der Wut auch nicht retten würde. Es heißt nur, dass die Dinge herausgezögert werden, dass er sie vorher auf seine Art quält. Die Hose hat er bereits aufgemacht, die Augen des Mädchens ruhen auf ihm. Sie hat davon gehört, wohl aber nicht geglaubt, dass es die Wahrheit ist. Der Veschleiß an Personal ist nicht gerade gering, die Information die man über die Herrschaft bekommt, meistens nur vage. "Wie heißt du?" Eigentlich interessiert es ihn gar nicht, aber manchen von den Weibern hilft es. Die blassen, dünnen Finger gleiten durch die offenen, schwarzen Haare des Mädchens, streichen sie zur Seite. "Marie, Herr." Zittert ihre Stimme leicht? Umso besser. Macht ist auch immer eine Sache des Blickwinkels. Wer kaum welche hat, muss sie sich eben anders schaffen, so wie es der Rotschopf hier gerade macht. Er hat sie, die absolute. "Marie. Zieh dich aus, der Schutz kostet." Hoffentlich ist sie gut, denn ansonsten wäre der Preis nicht bezahlt und sie Seija doch noch ausgeliefert. Widerworte? Aber Ja! Die haben sie immer alle. "Aber Herr! I-ich kann nicht." Kann sie nicht? Fest greift die Hand des Kerls in die schwarze Pracht, sorgt dafür dass sie den gefährlich ernsten Ausdruck sieht. Es ist nur für ihn ein Spiel, nicht für sie. "Dann geh zu Seija und stell dich ihrer Wut." Ein fairer Deal, oder nicht? Ärgerlich wäre nur, wenn sie es nun wirklich macht, dann müsste er sich andere Beschäftigung sorgen. "Nein, das kann ich auch nicht!" So einfach ist es. Dies hier entspringt purer Langeweile. So wie die Hand sich zurückzieht, so steht auch das Mädchen auf. Ihre Hände zittern, sie schluchzt ganz leise, während sie die Schnüre des Kleides löst. Um das mal festzuhalten: Sie hat die Wahl. Er zwingt sie zu nichts. Der Rotschopf hält sich nicht lange auf, wer weiß wie schnell Seija hier auftaucht und dann soll sie zumindest nicht lange warten müssen. Sobald das Kleid fällt, schiebt er sich seine Hose hinunter, dreht sie um. Sehen will er das tränenbefleckte Gesicht sicher nicht, ihm ist auch egal, dass es ihr Schmerzen bereiten könnte. Der Preis des Schutzes, den sie zahlen muss, ist sicher nicht so hoch wie der Preis, den sie bei der Schwester hätte zahlen müssen und wenn sie Glück hat, dann hinterlässt er ihr ein Geschenk, welches ihr das Leben ausreichend absichert. Doch noch sind wir nicht soweit, ein wenig Zeit braucht der Spaß.
[17:18] Seija Sagar ist die ganze Zeit von einer angespannten Unruhe durchdrungen, sie fühlt sich unwohl, will das aber auch nicht zeigen. Warum muss es sich nur alles so hinziehen? Gut eigentlich ist sie nicht in der Position mitleid erwarten zu können, eigentlich will sie auch keines, aber kann man nicht doch so einen funkeln Mitleid für die junge Dämonin haben? Eigentlich alles ist gerad Kopfgestellt und sie muss versuchen damit nun irgendwie zu Recht zukommen. Ja, zugegeben Sid ist wirklich nicht halb so schrecklich wie er sein könnte, er könnte das ganze gerad fürchterlich ausnutzen. Doch er tut es nur ein bisschen, kann sich keine höhnischen Kommentare verkneifen und lässt auch nicht locker was das erzählen der Geschichte betrifft. Dinge die sie, wenn sie ehrlich zu sich selbst wäre, was sie aber nicht ist, genau so tun würde. Man muss sich ja nicht immer blendend verstehen, es gibt Neid und Missgunst von beiden Seiten her, doch ist letztlich eben doch verwandt. Beinahe hätte sie ausweichend auf den Boden geschaut, als er ihre Aussage hinterfragt. Nein er spricht es nicht aus, doch die Skepsis in seiner Stimme die spricht auch deutlicher als Worte es könnten. Freiwillig ist sie übrigens nicht mit der Wache mit, diese hat sie nicht Heim gebracht und will dafür eine Belohnung, nein sie hätte das Mädchen sonst in eine Zelle im Kerker geworfen.
Ihr ists, als würd ein Stein vom schwarzen Herzen fallen. In Ordnung. Er geht also auf ihre Bitte ein, die Schultern des Mädchens sacken ein kleines Stück nach unten, die Anspannung ist geringer geworden. War sie ehrlich, dann hätte das Mädchen es ihrem Bruder auch zugetraut, sie mit der Wache in den Kerker zu schicken. Etwas das er augenscheinlich nicht vor hat, den die Münzen welchen ihren Besitzer. Skeptisch wiegt die Wache den Beutel in den Händen, öffnet ihn und schaut herein. Das grinsen zeigt, ja der Mann ist zufrieden. „Es war mir eine Freude mich euch Geschäfte zu machen“. Er hat nicht vor sich hier mit diesen Leuten anzulegen, auch ohne Kräfte könnten sie ihm das Leben schwer machen, Geld ist eben Macht, das weiß er. Doch er weiß auch wie man seinen Teil vom Kuchen bekommt. Kein Wunder also, das er sich tatsächlich einigermaßen benehmen kann, eine Verbeugung deutet er noch an, steckt sich zeitgleich den Beutel in die Taschen und wenn es nichts mehr gibt, dann würde er sich umdrehen und gehen. Besonders die letzten Worte des Bruders haben deutlich gezeigt, er sollte hier nicht mehr Zeit als nötig verbringen. Den Ausgang kennt er ja, hat sich nicht weit davon entfernt.
Die Tür ist noch nicht wieder geschlossen, da spricht Sidka wieder zur Schwester. Oh, war ja klar das er sich denken kann, wie erpicht das Mädchen darauf ist, die Geschichte zu erzählen, doch würde er sich wirklich die Mühe machen und nach diesem Mann suchen, nur um zu erfahren was geschehen ist? Ein Schwall Warmer Luft verlässt den Mund samt seufzen, ja er würde. Wiedersprechen? Eigentlich würde sie sich jetzt im Nachhinein auch über die Drohung lustig machen, jene die dem Wachmann galt. Sie würde ihn fragen was er den getan hätte, wenn der Wachmann es darauf angelegt hätte, hätte ihn geärgert, so wie des Öfteren. Doch sie ist erschöpft und.. ja irgendwie auch erleichtert, dass er sich nicht gänzlich auf ihre Kosten amüsiert. „Ich werde etwas Zeit brauchen“ entgegnet sie ihm also nur, stimmt dadurch ja auch irgendwie zu, später zu ihm zu kommen. Doch jetzt braucht sie erst einmal Zeit, die Frage wer es Sidka erzählt hat, die war zwar schon da, doch wird noch nicht weiter vertieft. Das kommt erst später, wenn es ihr wieder besser geht, doch dann wird sie den Namen der betreffenden schon herausfinden, ganz bestimmt.
Schon die Stufen hinaus sind ein Graus für die Dämonin, die Füße schmerzen und die Prellung verheilt noch lang nicht, sondern fängt gerad erst an sich wirklich breit zu machen. Eben deshalb wartet sie auch, wartet bis Sid außer Sichtweite ist und geht erst dann los, sie will nicht dabei gesehen werden, wie die Treppe nur Stufe um Stufe erklommen wird. In ihrem Zimmer ist das Bad tatsächlich bereits vorbereitet, auch die Magd steht wartend daneben und heißes Wasser wird stetig nachgegossen um das Badewasser in einer angenehmen Temperatur zu halten. Sie hat ihr Zimmer gerad erst betreten, da kommt man schon auf das Mädchen zu und will ihr aus dem Kleid heraus helfen, doch mit einer unwirschen Bewegung verscheucht sie diese „Verschwindet! Und lasst mich allein!“. Verwirrung ist auf dem anderen Gesicht zu erkennen, normalerweise lässt Seija sich beim an und auskleiden helfen, sich beim Baden den Rücken schrubben und will eine der Mägde in Hörweite. Es kann ja immer sein das noch ein Wunsch dazu kommt! „Legt mit ein Kleid heraus, eines ohne Korsett!“ Mehr Anweisungen gibt es nicht und schon steht sie allein in ihrem Zimmer. Das Bedürfnis sich auf ihr weiches Bett fallen zu lassen ist groß.
[17:19] ₪ Einfach liegen und einschlafen, doch gewiss nicht in ihrem zustand und dann ist da auch noch Sidka der mit ihr reden wollte. Na eines nach dem anderen.
Bei seinen Vergnügungen hätte der Sagar Bruder sich durchaus Zeit lassen können, denn das hat auch die jüngere Schwester getan, das Wasser ist kaltgeworden, während sie noch drinnen lag. Einzig der Umstand, dass sie es selbst nicht wieder erhitzen konnte, hat sie hinaus getrieben. Normalerweise ist ihr das zwar möglich, doch der Tag heute ist eben anders als sonst. Groß und weich ist das Tuch in das sie sich schlingt um vom Zuberraum in ihr Schlafgemach zu gehen. Das sie Nasse Flecken auf dem Weg hinterlässt ist vollkommen unerheblich, man wird sich darum kümmern, bis sie wieder im Zimmer Ist. Genau wie um das Kleid das schon auf dem Bett ausgestreckt liegt. Ohne Korsett wie sie es verlangt hat, dadurch schafft das Mädchen es ganz allein hinein und ihr Bauch wird nicht vom Stoff eingeengt. Schrecklich sieht der aus, genau so wie sie es sich vorgestellt hat, das bewegen ist schwer und wer darauf achtet, der kann sehen das sie etwas steifer ist als sonst und das beugen nach vorne gänzlich vermeidet. Erst jetzt erlaubt sie den Mägden wieder ihr Zimmer zu betreten. Die Haare werden gekämmt, die kleine Wunde an der Stirn mit Salbe versorgt. Endlich fühlt sie sich wieder weitestgehend wohl, sie ist gebadet, angekleidet und hat sich die nassen Haare nach oben stecken lassen. Kurz, sie hat sich nicht für das Bett fertig gemacht. „Geh uns sag meinem Bruder das ich unterwegs bin“ schickt sie eine der Mägde los. Natürlich weiß er es bereits und natürlich könnte sie auch einfach so da auftauchen, doch letztlich ist es eben nicht üblich unangekündigt herein zu platzen. Viel vorlauf hat die Magd ja auch eh nicht. Bloß die Schuhe fehlen noch und dann verlässt auch Seija ihr Zimmer um den Flügel zu wechseln und ihren Bruder aufzusuchen. Vor dessen Zimmer steht die Magd, die Tür ist geöffnet und sie spricht schon nicht mehr, hat also bereits Bescheid gesagt, dass die junge Dämoin gleich da ist. Seija ist noch immer verletzt, noch immer erschöpft. Doch zumindest erfrischt und so gelingt es ihr die gewohnte Fassade wieder zur Schau zu stellen. Also sie bemüht sich die gewohnte Fassade wieder zur Schau zu stellen. „Mein lieber Bruder, ich versichere dir, die Geschichte wird dich mehr als nur langweilen, wir sollten das ganze also schnell vergessen“. Mit diesem Satz begrüßt sie ihn, während sie das Zimmer betritt, die Schultern gerade, ordentlich und hergerichtet. Nur Kleinigkeiten Zeugen jetzt noch davon das eben nicht alles ist wie immer. Ihre Haare sind nass, sie konnte diese nicht einfach trocknen, die Salbe an ihrer Stirn ist zu erkennen und die wie schon erwähnte, etwas steife Haltung weil sie den Bauch sowenig wie möglich bewegen mag.
[18:13] ₪ Woran man merkt, dass jemand etwas zum ersten Mal macht? Wenn man diesem jemand vorher nicht erzählt, was passieren wird, dann weiß er es im Zweifel nicht und ist vollkommen überrascht. Eigentlich hätte es sich der Rotschopf schon denken können, als sie auf seine offene Hose gestarrt hat, dabei natürlich auch auf seine Männlichkeit. Aber, denken war da mal wieder nicht so angesagt. Spätestens, als sie aber leise aufschreit, versucht von ihm wegzukommen, weiß er es. Mit dem Machen kommt der Spaß. So oder so ähnlich geht ja das Sprichwort, der Kerl lässt sich jedenfalls nicht beirren. Geht ja auch immer besser! Als guten Liebhaber kann man ihn nun sicher nicht bezeichnen, was aber auch daran liegt, dass er es nicht sein muss. Es geht hier alleine um ihn, nicht um sie. Da darf er grober ran, ihren Körper erkunden wie er es möchte. Da hat sie eben kein Mitspracherecht - will sie es nicht, dann kann sie zur Schwester gehen. Ob sie weiß, dass so Kinder entstehen können? Er bezweifelt es, denn anscheinend hat sie sich darüber bisher noch gar keine Gedanken gemacht. Er auch nicht. Also, was passiert, sollte es so kommen. Hier lebt er für den Augenblick und der ist gar nicht so schlecht. Natürlich, ein Weib mit Erfahrung hätte vielleicht noch mehr Spaß bereitet, beschweren kann er sich aber letztendlich nicht, denn das Ziel ist am Ende erreicht. Ein finales Geräusch, welches wirklich viel von Endgültigkeit hat, kündigt an, dass er fertig ist. So ruckartig, wie es begonnen hat, hört es schließlich auch wieder auf. Nervig hieran? Nun, da es vorbei ist, öffnen sich die Tränenschleusen des Mädchens erst richtig. Beschmiert, etwas blutend - dazu noch die Schmerzen, die aus der Natur der Sache des ersten Mals, seiner Grobheit und des fehlenden Abwartens entstanden sind. "Heul leiser." Dies stört ihn. Es sollte eine Ehre für sie sein, seinen Samen zu empfangen. "Du warst gar nicht so schlecht. Du darfst bleiben. Geh dich waschen, versteck dich in meinen Schlafgemächern. Denk darüber nach, was du besser machen kannst, wenn wir es später noch einmal versuchen." Natürlich reden wir hier immer noch von einer freiwilligen Basis. Es steht ihr frei, wieder durch das Anwesen zu gehen oder gleich zu der Schwester. Hier aber ist die Wahrscheinlichkeit recht groß, dass sie...naja schwanger wird. Ansonsten nichts und sollte das geschehen, ist wohl relativ klar, was mit ihr geschehen wird, nicht wahr? Als ob er ein Kind mit einer Magd haben möchte! "Es tut weh...Du hast mir wehgetan..." Schluchzend kommt es vom Weib, doch sie begeht da zwei eklatante Fehler. Er hat ihr wehgetan? Quatsch. "Ich habe dir geholfen. Verstanden?" Was nimmt das Weib sich eigentlich heraus? Doch viel schlimmer ist das zweite, was sie da von sich gibt. Mit schnellen Schritten - die Hose ist wieder hochgezogen - ist er zurück bei ihr, presst sie gegen die Wand. Macht. Ein jeder hat sie, die Frage ist immer nur, wem gegenüber. "Hör mir gut zu. Dieser kleine Spaß hier eben, hat nichts verändert. Tut dir etwas weh, dann bist du daran selbst schuld. Ich bin dein Herr, du behandelst mich mit Respekt und wenn du jetzt nicht sofort aus meinen Augen verschwindest, dann werfe ich dich vor die Tür, damit du Seija gleich begegnest. Verschwinde." Sollte ja nun wirklich verständlich sein, oder? Man sollte meinen, dass sie Positionen hier sowieso ganz klar verteilt sind, dass das Mädchen weiß, wie so etwas läuft, aber wie es scheint, hat ihr niemand erklärt, wie es in herrschaftlichen Häusern zugeht. Der Herr nimmt, die Magd gibt. Ist ja nicht so, dass es im Westflügel anders zugehen würde. Privilegierte Menschen machen eben privilegierte Dinge.
Nachdem das Weib endlich weg ist - kein Wunder, dass man die weiblichen Wesen allgemein als nervig betrachten muss - ist es auch endlich ruhig im Raum. Kein Schluchzen mehr, kein Jammern. Ihm doch egal, wenn sie sich nicht richtig anstrengt und deshalb nun Schmerzen hat. Sicherlich nicht seine Schuld. Er fühlt sich gut, fast entspannt und das Gespräch mit der Schwester, das versetzt ihn irgendwie auch in Hochlaune. Dies liegt daran, dass er einfach weiß, dass er die Oberhand haben wird. Sie kann keine Magie wirken, er schon ein wenig. Sie ist angegriffen, verletzt, müde - er fühlt sich einfach nur großartig. Seine fünf Säfte sind vollkommen im Reinen, dafür hat er ja gerade schlauerweise noch einmal gesorgt. Als die Magd der Schwester eintrifft, da zeugt in dem Salon nichts mehr davon, dass hier etwas anderes stattgefunden hat als Getränke zu sich zu nehmen. Eines der anderen Mädchen musste die Spuren beseitigen, wissend, dass sie die nächste sein kann. Ein Spiel, welches die Geschwister gerne miteinander betreiben, aber am Ende ist es vielleicht sogar besser zu glauben, dass man es aus einer Not heraus machen muss als zu wissen, dass es bloße Langeweile ist. Da klingt ein 'Ich musste meine Jungfräulichkeit opfern, um nicht zu sterben' doch viel besser als Der Herr hat es mir
[18:24] ₪ befohlen.' Wie dem auch sei, für ihn ist nur wichtig, dass das Ergebnis stimmt. Auf einem kleinen Tisch finden sich Getränke und weil er ein guter Bruder sein kann, hat er ein paar Kleinigkeiten zum essen anrichten lassen. Allein ist er auch, das andere, etwas sechzehnjährige Mädchen ist in seinen privateren Gemächern verschwunden. Alles für die kleine, arme Schwester. Wie sie da hereinkommt, versucht das Mädchen von sonst zu sein und diesen Vorteil doch schon lange vorher verspielt hat. Nein, sie kann ihn jetzt nicht mehr täuschen. "Spar mir das, Seija." Sie sind Geschwister, da sollte man doch von einem ehrlichen Umgang miteinander ausgehen. Haha. Kleiner Scherz. "Was mich langweilt, dies entschiede ich dann schon selbst und, liebe Schwester, eine Geschichte, die du mir erzählst, die könnte mich niemals langweilen." Wie war das, dass man sich gegenseitig nicht anlügen sollte? Natürlich langweilt ihn einiges. Also, vor allem, wenn Seija es erzählt, der Rotschopf ist da recht großzügig, was er sich merkt und was nicht. "Also, erzähl mir haargenau, was passiert ist. Detail für Detail. Du darfst dir gerne Zeit lassen." Ja, denn er hat erst später etwas vor und es ist besser, wenn die Schwester dann so bockig ist, dass sie sich gar nicht dafür interessiert, was die Brüder heute noch anstellen würden. Dies ist etwas, wo er sie sowieso nicht dabei haben wollte, auch wenn ihre Kräfte an sich sehr nützlich gewesen wäre. "Da ich richtigerweise davon ausgehe, dass du noch zu erschöpft bist, um mich mit deinen kleinen Feuerspielchen zu ärgern, können wir das ja auch alles gleich überspringen und vielleicht wirst du lernen, dass mir durchaus daran gelegen ist, dich vor Schaden zu bewahren. Letztendlich sind wir ein Blut." Was jetzt nicht heißt, dass sie einen Freibrief hat oder er sie sogar mag. Das definitiv nicht. Eigentlich ist es wohl auch eher so, dass er das Wissen, welches er gleich erlangt gegen sie benutzen wird. Dies weiß sie selbst aber am besten, weshalb jetzt wohl das Gerangel um die Wahrheit beginnt. "Vergessen liegt mir jedenfalls fern." Mögen die Spiele also beginnen, alle sind bereit - also, er zumindest. Ob die Schwester überhaupt dazu in der Lage ist, dies steht auf einem ganz anderen Blatt.
[19:17] Seija Sagar || Was die junge Dämonin wohl dazu sagen würde, wenn sie wüsste das der Bruder sie vorschiebt, um von den Mägden zu bekommen was er will? Begeistert wäre sie davon sicherlich nicht! Schließlich verhindert es, dass sie sich dafür erkenntlich zeigen kann, dafür dass Sidka gleich von ihrer Ankunft berichtet wurde. Nimmt man es einmal ganz genau, dann hätte das dumme ding die ganze Situation hier verhindern können und sich und Seija nicht in Schwierigkeiten gebracht. Hätte sie einfach nur den Mund gehalten! Sieht man es von der Seite, hat das sie also gänzlich verdient was da passiert. Mit manchen Handlungen bringt man sich nun mal selbst in Schwierigkeiten, davon kann auch Seija ein Lied singen, heut noch etwas lauter als an den restlichen Tagen. Leider hat auch Sid das begriffen und geht dementsprechend mit der jungen Dämonin um. Spielt sie ihre Rolle gerad denn wirklich so schlecht? Sie bemüht sich doch darum, sich so zu geben wie an jedem anderen Tag. Genau deshalb gibt sie auch nicht klein bei, sie tritt entschlossen näher an Sid heran, er sitzt, sie steht, da ist es so wunderbar einfach auf jemanden hinunter zu schauen. Das Lächeln auf ihren Lippen ist nicht ehrlich, doch bewusst so gewählt, herablassend soll er wirken. Soll es nicht nur, tut es auch, sogar etwas schlimmer als sonst, wieder etwas das nicht ganz stimmig ist. „Und wenn ich nun aber überzeugt bin, dass diese Geschichte dich nicht kümmert und einfach wieder gehe?“ Das Was willst du dann machen klingt in ihren Worten deutlich mit, sie spricht es nicht aus, doch das es da ist hört man. Normalerweise würde sie sich nicht her hier zitieren lassen und ihr Bruder würde sie auch nicht drängen etwas zu erzählen, normalerweise hat sie aber auch gewisse Möglichkeiten, dafür zu sorgen dass dem so ist. „Mein lieber Bruder, ich habe mich nur etwas erholen brauchen. Es wird dir sicher gefallen zu hören, das es mir bereits wieder viel besser geht“ . Stimmt nicht, aber sie kann es behaupten. Vielleicht schreckt er ja davor zurück, das Risiko einzugehen und sie herauszufordern. Denn wenn Seija dann gerad die Wahrheit sagt, säße ganz eindeutig sie am längeren Hebel. Blöd für das Mädchen das sie lügt, es wird noch einige Tage dauern, bis sie wirklich wieder vollkommen erholt ist und auch das Feuer und überhaupt die Magie, wieder so spielen wie sie es möchte. Es ist wirklich zum Verrücktwerden, wie halten andere es nur aus, wie halten die Brüder es aus? Behutsam streicht sie über den Rock ihres Kleides, rafft ihn dann kurz und setzt sich schließlich ganz bequem auf den Platz, ihrem Bruder gegenüber. Die Füße zieht sie auf den Sitz und streicht die Schuhe noch vorher von den Füßen. Ganz einfache, doch bequeme sind es. Gut einfach ist in diesem Haushalt relativ , es sind solche mit denen Seija das Haus nicht verlassen würde, doch gut vom Stoff und der Verarbeitung sowie schrecklich bequem. „Ich bin sicher du meinst es nur gut“ spielt sie das Theater mit und unterstellt ihm zumindest offen nichts anderes. „Doch solltest du bereits wissen, ich kann gut auf mich selbst achtgeben“. Bevor er jetzt dazwischen reden kann hebt sie eine Hand wie um ihm zu bedeuten noch zu warten. „Und auch das eben hätte ich gut alleine regeln können .“ Sie hätte den Mann bezahlt und dann weg geschickt. „Du siehst also, es gibt für dich keinen Grund, in Sorge um mich zu sein “. Den vorgeschobenen Grund hat sie, ihrer Meinung nach, doch gut abgewendet. Es gibt für ihn also keinen Grund mehr nachzufragen, also schon doch, es gibt einige Gründe. Doch der Grund den er gerad genannt hat, den wollte sie eben untergraben. Natürlich darf man nicht nur nehmen, man muss auch etwas geben, damit der andere zufrieden ist, damit der andere nicht auf die Suche geht um alles zu erfahren. Da wirft man ihm ein paar Bröckchen hin und hofft, dass diese nun ausreichen. „Doch, da ich dich kenne und es dir nicht zumuten möchte an irgendwelchen.. gewöhnlichen Orten nach diesem Wachmann zu suchen. Ich bin in eine kleine Auseinandersetzung geraten und habe etwas zu viel Kraft verbraucht, was dir ja augenscheinlich nicht entgangen ist “ Der letzte Teil klingt schon deutlich vorwurfsvoll. Er hätte das aber auch wirklich ruhig übersehen können! Sie hätte das besser kaschieren müssen, das nächstemal nimmt sie eine der Hintertüren und schleicht sich herein! „Den Mann hat es leider verbrannt, doch sei dir sicher, er hatte es mehr als verdient. Dieses kleine Souvenir hatte ich ihm zu verdanken “. Sie deutet kurz auf ihre Stirn. Behält das mit dem Bauch aber für sich. Viel lieber greift sie neben sich und nimmt etwas zu essen vom Tisch.
[19:18] ₪ Man kennt das ja, man isst nichts weil immer und immer wieder etwas geschieht und dann, wenn es endlich ruhig ist und jemand Essen erwähnt oder es sogar dabei hat, dann bekommt man ganz unweigerlich einen schrecklichen hunger. Diese Häppchen sind nicht viel, doch besser also nicht. Kein Wunder also das nicht nur eins, sondern kurz nacheinander zwei davon in ihrem Mund landen, nicht übermäßig gierig, doch auch lang nicht so zurückhalten wie sie vielleicht sein sollte. Ihn lässt sie dabei nicht aus den Augen, schließlich muss das Mädchen abschätzen können, wie er auf das was sie erzählt hat reagiert und ob er ihr glaubt, es ihm genügt.
[20:03] Sidka Sagar ist ein Gentleman, weshalb er seine kleine Schwester gewähren lässt. All die unnützen Worte, die sie verschwendet, um ihn zu überzeugen. Was genau denkt sie denn, was er glauben würde? Fehlt doch eigentlich nur noch, dass sie ein rosa Pony erwähnt, von dem sie runter gefallen ist. Da er sich seinen Nachtisch schon genommen hat, ist es auch nicht schwer mit den Gedanken vollständig hier zu bleiben. Ansonsten müsste er sich wahrscheinlich immer mal wieder vor Augen führen, was da liebliches auf ihn wartet. Jetzt weiß er es schon und ob er heute noch einmal vom Nektar der süßen Frucht kosten würde, ist eine gänzlich andere Frage. Hier und Jetzt, dass ist es, was zählt. Ein Nicken, hier und da, ein ganz leichtes Lächeln. Nichts deutet darauf hin, dass er dem Weib nicht glaubt, er wirkt wirklich entspannt. Aber dies sagt wiederum auch alles. Es zeigt, dass er keine Angst hat, dass er nicht glaubt, dass sie sich bereits erholt hat und auch nicht glaubt, dass sie es ihm in den nächsten Tagen wieder heimzahlen können wird. Oh, was wird sie sich wundern, wenn sie es machen möchte und er dann so viel mächtiger sein wird, als sie es sich auch nur vorstellen kann. Aber, dies ist ja auch klar, sie ist ein Weib, ihr Horizont ist beschränkt. "Ein Glück weiß ich ja, dass du deine Grenzen kennst und mich nicht einfach verlässt. Man sollte niemandem so einfach den Rücken zukehren." Eine Regel, die sie kennt, sie wissen doch, dass auch sie Grenzen haben. Zu weit sollten auch sie es nicht miteinander treiben. "Meine liebe Schwester, es freut mich, dass es dir bereits wieder besser geht. Insofern du also mit meiner Fragerei überfordert bist, kannst du dich gerne deiner üblichen Mittel bedienen, solange ich aber nicht in Flammen stehend hier sitze, behalte ich mir vor, weiter zu fragen." Die diplomatische Lösung. Er unterstellt ihr nicht, dass sie lügt, gibt aber gleichzeitig zu bedenken, dass er es nicht glaubt. Niemals hätte sie sich auch nur ansatzweise darauf eingelassen hierher zu kommen. Ihre schauspielerische Leistung will er dabei gar nicht erst in Frage stellen, die ist nämlich gar nicht so schlecht - aber die Dinge des Logischen verbieten es ihr zu glauben. "Natürlich meine ich es gut. Ich sorge mich nicht nur um dich, sondern auch um unseren guten Namen. Dies hat nichts damit zu tun, dass du auf dich aufpassen kannst oder Dinge alleine regeln kannst." Mal davon abgesehen, dass er es bezweifelt. Natürlich kann sie wild mit Flammen um sich schlagen, ist mächtiger als die Brüder zusammen, aber sie ist eben auch jünger. Genau genommen die Jüngste und dies merkt man eben auch öfter mal. Sie hat weniger Erfahrung, sie ist unbedarft. Sie musste die Probleme bisher nie selbst lösen, wenn man Sidka verantwortungslos oder unbedarft nennen möchte, sie ist es immer zweimal mehr. "Natürlich hättest du das gerade alleine regeln können. So aber hat es noch eine ganz andere Wirkung. Sieh es als meine brüderliche Pflicht an." Also, worauf möchte er denn jetzt hinaus? Bisher sind die Worte doch recht nett, als ob er ihr wirklich helfen möchte. Aber, er ist auch noch gar nicht fertig. Sie hat bereits ein Detail verraten, welches ihm gar nicht schmeckt. Weil sie nie nachdenkt. Niemals! Wie kann man nur so gedankenlos sein, denn natürlich liegt die Leiche dort immer noch, oder nicht?
Er funkelt sie jetzt offen an, er kennt die Schwester eben doch recht gut. "Seija. Du hast jemanden verbrennen lassen? Bist du von allen guten Geistern verlassen?" Nun ist es der Sagar, der aufsteht, weitaus größer ist als die Schwester. Sie kann doch nicht ernsthaft glauben, dass dies etwas ist, was er einfach so durchgehen lässt. Was er als 'unter Kontrolle haben' empfindet. Er herrscht sie an. "Du glaubst doch nicht wirklich, dass ich dieses Vorgehen für gut heiße? Du hast da eine Leiche liegen lassen! Oder hast du etwa den Wachmann so weit geschmiert, dass er die Drecksarbeit liegen lässt. Herrgott, Seija, ich habe dir doch erklärt, dass hier andere Regeln gelten. Geld. Macht. Alles gut, aber hier geht es anders zu. Bete zu wem auch immer, dass niemand diese Leiche findet." Ja, jetzt ist er wirklich ungehalten, mit einem Wink seiner Hand schleudert das Tablett mit dem Essen durch die Gegend. Er kann ja ein wenig, manches Mal ist es sogar eindrucksvoll und so ein Tablett auf die frische Wunde, dies würde sicherlich auch wehtun. "Beim nächsten Mal regeln wir das anders, verstanden? Es hat niemand das Recht eine Sagar zu verletzen oder zu verhöhnen, aber du kannst auch nicht auf offener Straße jemanden verbrennen und dann da liegen lassen. Muss ich mich jetzt um deinen Müll kümmern?" Hoffentlich nicht, denn Sidka hat doch ganz anderes vor und dieser Teil des Tages sollte ganz anders enden. "Los, von vorne jetzt. Solltest du dich weiter weigern, werde ich Soel dazu ziehen. Sicherlich hat er auch einiges dazu zu sagen." Sieht sie nun ein, dass sie es mit ihm viel besser
[20:05] ₪ getroffen hat? Alles andere würde es nur verschlimmern und sie viel tiefer in den Mist reinreiten. Das weiß Seija sicher auch, weshalb sie doch bestimmt ein kleiner, braver Dämon ein wird und dem großen Bruder gibt, was er möchte. Bestrafen kann und will er sie nicht, aber vielleicht geht ja in ihren Schädel, dass sie sich auch als Dämon nicht alles herausnehmen kann. Auch, wenn es schön wäre, aber dies musste er durch die vorhandenen magischen Kapazitäten schnell lernen. Sehr ärgerlich, aber leider wichtig.
[21:12] Seija Sagar || Das ist wirklich zum Zähneknirschen, sie tut es nicht, doch nie in ihrem Leben war ihr so nach dieser einfachen Geste wie in diesem Moment. Ja, sie soll ihn verbrennen, wenn das nicht geht dann wird er eben weiter fragen. Diese einfachen Worte machen ihre ganzen Schauspielereien, ihre Behauptungen und ihr verstellen wirkungslos. Denn sie kann es nicht, sie kann ihn gerad nicht verbrennen, höchstens mit einer Kerze, doch selbst das ist fraglich. Denn wenn es um Körperliche Kraft geht dann ist der andere ihr natürlich überlegen, nicht erst heute sondern schon immer. Nur kam es zwischen ihnen noch nie darauf an, sie hatte eben ihre Magie, sie hat ihre Magie und sie wird sie auch zurück bekommen. Langsam Schritt für Schritt. Die Mutter hatte sie einmal vor so etwas gewarnt. Bestimmt hätte sie die Wahrung der älteren Dämonin auch befolgt, wenn die Situation es Seija möglich gemacht hätte. Hat sie aber nicht, und deshalb sitzt sie nun in der Patsche. Eine weitere Kleinigkeit wird vom Tisch genommen und in den Mund geschoben, langsam kaut sie es, besonders sorgfältig, einfach damit sie dabei überlegen kann. Mit vollem Mund soll man schließlich nicht reden und weil sie immer noch Hunger hat. „Ich hab für heute genug vom Feuer!“ n i e i m L e b e n! Er wird es auch nicht glauben, doch die Behauptung steht nun im Raum und „erklärt“ warum sie ihn nicht in Flammen steckt. Sie hätte ihn ja eh nicht richtig in Flammen gesteckt, auch das ist eine der Grenzen, sich ärgern die Grenzen strapazieren. Das alles? Natürlich, doch übertreten, nein. Den Bruder wirklich zu entflammen, das ist eindeutig ein Schritt über Grenzen, ein großer Schritt. Doch vielleicht das Hemd, den Sessel oder eben die nicht heißen Flammen. Was denkt sie da überhaupt drüber nach, es ist ihr ja gerade eh nicht möglich. Der Name, ihr Name, um den geht es ihm also? Stimmt sie wollten hier den Handel beginnen, doch sie hat sich ja wirklich, also W i r k l i c h! Darum bemüht das Ganze nicht so weit kommen zu lassen, deshalb hing sie doch überhaupt an diesem Enzo. Gut und weil es Spaß gemacht hat sich mit ihm zu streiten. Eine kleine Befriedigung bei dem ganzen? Er gesteht ihr zu, so etwas allein regeln zu können, ja da ist etwas Honig für die junge Dämonin und mit diesem schafft Sid es auch den Frust über diese Unterhaltung in Grenzen zu halten. Bis zu seinem Ausbruch, erschrocken schaut sie dem Tablett hinterher. „Ich war noch nicht fertig!“ Brüskiert sie sich deutlich. Ein letztes Häppchen hält sie noch in den Händen, der Rest ist im Zimmer verteilt. Der Blick hinauf zum Bruder und in das verärgerte Gesicht sorgt dafür, dass sie sich auch den letzten Happen schnell in den Mund schiebt. Sie traut ihm gerad zu das er ihr das auch noch aus der Hand schlägt. Hastig wird gekaut und mit einem großen Schluck ist alles verschwunden. Gut dann ist sie jetzt also nur noch halb Hungrig und sitzt vor ihrem voll saurem Bruder. „ So ist das gar nicht!“ Redet sie ihm dazwischen „Und ich hab die Leiche auch nicht.. also schon ja aber ich hab sie nicht so richtig liegen lassen. Weil ich bin ja nicht schuld sondern er“ . Warte was? Ja wenn man die Geschichte nicht kennt ist ihre Aussage gerad gewiss verwirrend. Warum fühlt sie sich jetzt noch schlechter? Sid soll aufhören sie anzuschreien, sie will etwas anzünden doch jeder Versuch scheitert kläglich, gerad probiert sie es wieder und Sid wird vermutlich nicht einmal die Wärme dieses Versuches spüren können. Das ist doch zum verzweifeln! „Nicht auch noch Soel!“ Das Mädchen klingt wirklich genervt, nein der älteste Bruder soll jetzt nicht auch noch hinzugezogen werden, dann sitzt sie hier vor beiden und muss Rede und Antwort stehen? Das ist ja schon bei einem schrecklich. „Sid es ist gar nicht so wie du sagst, es ist alles geregelt wirklich!“ Jetzt gerad ist sie wirklich ganz die jüngere Schwester, wird vom älteren Bruder ausgeschimpft und kann dem nichts entgegen setzen. Sie soll etwas erklären und man glaubt ihr nicht, dass sie sich bereits um alles gekümmert hat. Also eigentlich hört er ihr wahrscheinlich nicht mal richtig zu. „Du wirst dich langweilen“ versucht sie es noch einmal so und verschränkt dann die Atme vor der Brust „Aber bitte wenn du willst, dann er erzähl ich es eben“ ja weil sie es so entscheidet und sie so großzügig ist, nicht weil er das von ihr verlangt, ist doch klar! „Aber sag der Magd sie soll neues Essen bringen!“ Eine Forderung die doch umsetzbar ist. Zumindest wenn man das Mädchen fragt, so.. was erzählt sie nun und was bleibt ihr Geheimnis? „Ich war am Hafen, meine Sachen sollten doch heute ankommen. Da ist ein Mann gegen mich gelaufen und ich hab meinen Schirm verloren“ Gut sie ist in den Mann gelaufen, aber das ist ja Wortdreherei. „Er wollte mich festhalten und ich hab ihn verbrannt als er mich angefasst hat“ so und der Mann liegt jetzt verbrannt in der Ecke, wäre doch schön wenn das ganze so kurz wäre.
[21:12] ₪ „Er hat mich losgelassen und ich hab nach dem Schirm gesucht, Da war ein Mann, der kam gerad vom Schiff und wurde bewacht. Der hat ihn einfach kaputt gemacht. Ich wollte ihn deshalb zur Rede stellen“ Naja ihn zu sau machen. „Dann kam dieser elende Kerl von vorher und wollte mich mit anderen Packen und er. Ich weiß gar nicht mehr das war alles so wirr. Er wurde irgendwie erkannt weil wohl ein Kopfgeld auf den ausgesetzt ist“ . So fangen gute Geschichten an, da freut sich der Bruder doch bestimmt, seine Schwester unterwegs mit einem flüchtigen Sträfling. „Wir sind zusammen weggelaufen und haben uns versteckt, aber der elende Kerl und drei weitere haben uns gefunden und… naja die hab ich verbrannt“ sie beeilt sich schnell noch anzufügen „Aber die leben noch“ . Ist ja nicht unwichtig zu erwähnen. „Aber erst hat der mit dem Kopfgeld“ ja sie kennt den Namen, will ihn aber gerad nicht sagen „Mit denen gekämpft aber ich wollte ja das er mich hier her bringt, er hat gesagt er ist oft vor Wachen geflohen, ich dachte wenn er mich bringt dann sieht uns niemand und es geht alles gut“ dachte sie wirklich, sie wollte ja nicht so sehr auffallen! „Wir sind bis in die Gärten gekommen und da war dieser Kerl, er ist immer ausgewichen und der Kopfgeldkerl ist einfach abgehauen. Also er wollte, er wurde gefasst. Der andere hat mich angegriffen und ich hab mich verteidigt. Er ist auf mich zu und ich hab ihn verbrannt. Er hat mich noch“ ok der Teil ist ihr etwas unangenehm „er hat mich noch umgeworfen“ deshalb sagt sie nicht, das sie niedergeschlagen wurde. „Dann kamen die Wachen. Aber es ist alles geregelt. Der andere, also der mit dem Kopfgeld, der bekommt die ganze schuld, ich wurde von ihm entführt!“ so ist zumindest ihr plan, was eine jeweilige Aussage betrifft und die bestochene Wache wird dem ganz sicher zustimmen. „du merkst also, du brauchst dir keine Gedanken machen, ich hab mich um alles gekümmert“ . Ja das Mädchen meint diesen letzten Satz tatsächlich vollkommen ernst.
[21:44] ₪ Natürlich, sie hat genug vom Feuer. Wer es glaubt! Das ist ja sowas von scheinheilig, dass er da eigentlich reinprügeln müsste. Immer und immer wieder. Aber körperliche Gewalt liegt ihm auch eher fern. Also, Nein, aber es ist nun wirklich nicht sein Stil, jemand anderen a n z u f a s s e n. Ekelhaft. Daher lässt er die Schwester damit durchkommen, so kann sie auch ihr Gesicht wahren, es liegt ihm auch eher fern sie ganz gegen sich aufzubringen. Also schon, aber nicht deshalb. Sie kann ja vortäuschen, was Seija möchte, am Ende hat er sich sowieso seine Meinung gebildet und denkt sich seinen Teil. Hat sie eben heute genug vom Feuer. Wenn er könnte, dann würde er jetzt ein wenig angeben, allerdings lässt er es - weil er es nicht kann. Schade.
Was die Dämonin irgendwie nicht ganz verstanden hat, ist, dass er ihr letztendlich gar nichts zutraut. Außer Wachen zu bestechen. Aber dies ist ja auch nur ein Teil dessen, was man am Ende können muss. Es nützt nichts, wenn man am Ende was vergisst und diese die falsche Geschichte erzählen. Wie könnte sie das auch regeln? Den ausgereiften Plan in solch einer Situation entwickeln. Hierbei geht er immer noch davon aus, dass die Schwester in einen einfachen Streit geraten ist, nicht in diese chaotische Geschichte, die sie gleich erzählen wird. Weiber, können nichts logisch rüberbringen. "So?" Nicht fertig also, na dann wird sie ihm ja eine ganze Menge erzählen wollen, wenn sie es extra betont. Sollte da jetzt nur noch ein Satz kommen, wie 'Ich bin wirklich nicht Schuld.', dann klatscht es, aber keinen Beifall. Er ist sowieso wütend, auch wenn sich das zarte Rosa auf seinen Wangen wieder gelegt hat, er mehr oder minder gelangweilt aussieht. Er kann nichts dafür, es ist nun einmal sein normales Aussehen. Die hohen Wangenknochen tragen wesentlich dazu bei. Schon allein wenn er die ersten Erkläungsversuche hört, ist er versucht die Schwester weiter zurecht zu weisen. Wie gedankenlos sie ist, dass sie sie alle in Gefahr bringt. Man mag hier sehr liberal sein, was das Dämonentum angeht, aber jetzt mal ehrlich: Mordende, außer Kontrolle geratene Dämonen, die sieht niemand gerne. Würde es hart auf hart kommen, wie dick ist das Blut da? Wäre es nicht einfacher für die beiden Brüder zu behaupten, ganz einfache Menschen zu sein und die Schwester als Bauernopfer zu benennen? Einziges Problem dabei? Soel hat gelbe Augen, dies wäre eine interessante Erklärung, die man da finden müsste. Ach, es ist doch zum Mäuse melken und führt nur zu einem Schluss. Seija hat Mist gebaut. Dummes Gör.
Sie hat die Leichte also gar nicht liegen lassen. Oder nur ein bisschen, gar nicht so dolle. Was für eine Aussage. Ob sie sich selbst zuhört? Außerdem, wie kann sie es in dieser Situation wagen auch noch Forderungen zu stellen. Nun doch genervt, er hätte gedacht, dass es doch noch soweit kommt, verdreht er die Augen, wedelt mit der Hand. Zustimmung. "MARIE." Die ist ja immerhin greifbar, hört seinen Ruf sicher. Das Personal, also das übrige, hat er nämlich rausgeschmissen - nur aus dem Flügel - damit niemand lauschen kann. Das Mädchen, sicherlich denkend, dass Seija nicht mehr da ist, schiebt sich vorsichtig wieder in den Raum, erstarrt dann aber zu einer Salzsäure. Wie kann er ihr das antun? Ganz klar, er ist gedankenlos und hat schon längst vergessen, dass es für sie eine ganz dumme Situation ist. "Eil in die Küche und bring Essen. Meine Schwester ist ganz hungrig." Hat sie so zwar nicht kommuniziert, davon kann man aber wohl bei der Bitte ausgehen. Dass das Mädchen schon wieder anfängt mit zittern, bemerkt er nicht. Entschuldigung, aber sie ist Personal. Als ob er sich um ihre Belange kümmern müsste. "Beeil dich, danach verschwinde wieder aus meinen Blicken." Heißt soviel, geh in das Schlafgemach und halt dich bereit, falls er Lust auf eine zweite Runde hat. Ein Pferd muss schließlich eingeritten werden. Hier nun aber zu den dringenderen Angelegenheiten. Der ganzen Geschichte.
Zum Zwecke, dass er diese anhört, setzt er sich wieder auf den Sessel. Ein Glück sind keine Essensreste auf diesem gelandet, sonst könnte er sich ganz klar nicht setzen. Allerdings, was durchaus recht schwierig ist - er versteht nur Bahnhof. Soweit kommt er mit. Seija war am Hafen. Dort hat sie ein Typ angefasst - möge er an den Verbrennungen verrecken - dadurch ist dann ihr Schirm weggeflogen. Der wurde kaputt gemacht von einem anderen Typen, der auf den das Kopfgeld ausgesetzt war. Der verbrannte Typ ist dann wieder aufgetaucht - und Seija hat was gemacht? Ist mit dem Verbrecher getürmt? Wieso denn das? Tja und wer hat sie dann gleich eingeholt, wer ist jetzt verkohlt? "Du hast eine der W a c h en getötet?" Kann sie nicht ernst meinen, oder? Das ist das, was er bis jetzt verstanden hat. "Warum erschien es dir eine gute Idee mit einem Straftäter abzuhauen?" Ja, das hat er wirklich nicht durchdrungen. Auch hat er nicht verstanden, warum jetzt jemand tot ist. Es hätte ihr doch
[21:57] ₪ egal sein können, was aus dem Straftäter wird. Also, da stellen sich wirklich viele Fragen, je länger er darüber nachdenkt, umso mehr. "Also. Warum jetzt hat der Typ am Hafen dich angefasst?" Das ist doch eigentlich die Krux des Ganzen, alles andere danach folgt doch nur darauf. Daraufhin kann man dann auch entscheiden, was hier wirklich ihre Schuld war und was nicht. Fakt ist, da liegt dennoch eine Leiche irgendwo rum. "Wer hat dich da gesehen? Waren Zeugen dabei, als du den Kerl angegriffen hast? Erzähl es mir ganz genau!" Jede Alarmglocke, die der arrogante Halbdämon besitzt, schrillt mittlerweile. Die Geschichte, die ihm Seija da gerade erzählt hat, die hat in keiner Weise dazu beigetragen ihn zu beruhigen. Wie gesagt, ganz im Gegenteil. Wie genau kommt sie danach auf die Idee, dass sie auch nur irgendwas unter Kontrolle hatte? Oder die Dinge bereinigt hat? Wenn dies so wäre, dann säße sie jetzt nicht hier, sondern wäre...tja was? In erster Linie wahrscheinlich nie am Hafen gewesen, in zweiter Linie hätte sie sich mal beherrscht und letzten Endes hätte sie in keinem Fall die Gefolgschaft eines Straftäters gesucht. "Sollte deshalb Schaden entstanden sein, dann fällt das allein auf dich zurück. Ich mache dir das Leben zur H ö l l e." Ehrlich gesagt ist dies keine leere Drohung. Also zu diesem Zeitpunkt schon, aber er würde es schaffen. Es kann doch nicht sein, dass das Fräulein immer in Schutz genommen wird. "Benutze deinen Kopf doch beim nächsten Mal nicht nur, um einen Stein abzufangen, Schwester." Irgendwo zwischen des genervt seins und der Wut hat er sich wohl entschlossen, dass ihn wirklich nichts angeht und sie es alleine regeln kann. Sollte es klingen, jemand fragen ob er einen mordenden Dämon kennt, der mit dem Feuer spielt, würde er ganz freundlich auf das Zimmer seiner Schwester verweisen. Nein, so dick ist das Blut dann doch nicht. Vielleicht sollte er sie postwendend rausschmeißen, aber die Geschichte interessiert ihn dann doch genug. Vor allem, vielleicht war sie ja doch gar nicht so gedankenlos, wie er gerade glaubt. Sie kann doch nicht so dumm sein, wie sie gerade tut - oder? Was aber noch ein weiterer Grund ist, dass die Wut abflaut. Sollte sie doch so dumm sein, dann müsste er sich darum kümmern. Dazu hat er aber gar keine Zeit.. Die braucht er nämlich, weil er später - in nicht allzu ferner Zukunft - mit Soel verabredet ist. Zu viel schöneren Dingen. Kjestel vernichten.
[23:03] Seija Sagar || Die junge Dämonin ist wirklich erschöpft, viel zu erschöpft für diesen Machtkampf zwischen den Geschwistern, zu erschöpft um die ganze Geschichte wieder und wieder zu erzählen. Rücksicht wird darauf nicht genommen, das weiß sie selbst: Wenn sie sich weigert dann wird es nur noch anstrengender, sie hat also tatsächlich inzwischen den Gedanken akzeptiert, das es besser war sich dem ganzen vorerst zu fügen. Nicht gänzlich nein, sie versucht immer noch die Selbstbestimmung deutlich zu machen, den Eindruck zu erwecken das alles was sie tut, einzig von ihr ausgeht. Das geht überzeugender, doch nicht heute. Selbst das mit der Rache ist erstmal etwas nach hinten geschoben, später kann sie erneut darauf zurückgreifen, nicht mehr heute. Das sie nicht fertig ist, hat sich im übrigen auf das Essen bezogen, nicht auf das erzählen. Damit war sie in dem Moment tatsächlich fertig. Hatte nicht vor noch weiter zu reden, doch das lag ja irgendwie nicht mehr ganz in ihrer Hand. Zumindest gibt es mehr zu Essen für sie, wenigstens ein Lichtblick bei dem ganzen, das sie Magd aus dem Zimmer ihres Bruders kommt wird nicht hinterfragt. Es kümmert sie nicht was die Männer mit den Angestellten anstellen, die halten sich ja auch heraus, wenn sie an dem einen ober anderen ihre Wut aus lässt. Eigentlich kommt man so auch gut miteinander aus, warum sich in die Angelegenheiten der anderen einmischen? Das diese, genau diese Magd die da kommt, noch eine Offene Rechnung bei Seija hat, das weiß die junge Dämonin bisher noch nicht. Dementsprechend wenig schert es das Mädchen was die Magd nun tut, ein kurzer Blick, viel mehr Beachtung bekommt sie von ihr nicht. Natürlich fällt das Verhalten doch etwas ins Auge, doch es wird einfach hingenommen. Es kann schließlich einige Gründe dafür geben, dass sie sich so verhält und welcher davon zutrifft ist Seija sehr egal. Wie praktisch das Sid es ihr sogar abnimmt, die Magd zu ermahnen auch schnell genug zu arbeiten, sonst wäre dieser Satz von ihr noch gekommen.
Die Tür ist zu und die Geschwister wieder allein mit ihrem Gespräch. Wären sie das mal nicht, das ihr Bruder fragen hat, darauf hätte das Mädchen vorbereitet sein müssen, und das wo sie doch wirklich keine Lust hat, die ganze Geschichte noch mehr und mehr auszuschlachten. Doch diesen Gedanken hatte sie inzwischen schon häufiger, geändert hat sich dennoch nichts. „Natürlich war es keine Wache! “ hält sie dagegen, da hat er etwas falsch verstanden „Nur ein Seemann der hinter dem Kopfgeld her war“. Niemand wichtiges und vor allem, niemand wirklich totes. Der Seemann ist zwar tot, noch, doch nicht ewig. Magie von der Seija allerdings nichts ahnt, sie denkt, sie wäre ihn gänzlich los. Warum sie mit dem Straftäter abgehauen ist? Ganz einfach! Das ganze schien irgendwie aufregend zu werden. NEIN, das sagt sie Sid nicht, sie sagt etwas anders das allerdings auch stimmt. „Der Mann den ich als erstes verbrannt habe, er kam mit Wachen in unsere Richtung, ich hatte keine Lust mich mit denen auseinander zu setzen“ hat ja wirklich super geklappt, ja weiß sie selbst. „Ich dachte, verschwinden ist gut. Ich hab nicht geahnt, dass soviele hinter diesem Kerl her sein würden“ und dadurch auch hinter ihr. Blöd gelaufen. Ziemlich blöd das weiß sie ja selbst. Ahnt doch aber zu dem Zeitpunkt noch niemand. Zwei Fragen reichen ihm nicht, er muss noch mehr von den Nervigen Dingern stellen und Seija darf antworten. Das hat sie doch eben schon erzählt, ganz zum anfang! Noch einmal? Während Sid wütend wird, fängt Seija an genervt zu klingen. „Weil er mich angerempelt hat und dann meinte, ich soll mich bei ihm entschuldigen, ich wollte es nicht, er wollte mich festhalten als ich weg bin. Das wollte ich auch nicht“. Jetzt verständlich genug? Sie ist Unschuldig! So. Ja gut sie hätte den Stolz nach hinten schieben können um nicht aufzufallen. Das diese Option nicht einmal zur Debatte stand, sollte jedem klar sein! Die Erklärungen reichen noch immer nicht, Sid will alles wissen. Ob das jetzt wirklich sein muss fragt sie nicht noch einmal, sie presst nur kurz die Lippen aufeinander und schaut ihn überaus böse an. Bringt nur gerade überhaupt nichts. „Also.“ Beginnt sie und spricht langsam und deutlich damit er auch hinterher kommen kann. „Wir sind in den Garten gelaufen. Dort wollten wir uns kurz ausruhen und warten bis der Aufruhr vorbei ist. Plötzlich waren da zwei Männer“ ja den einen hat sie bisher nicht erwähnt. „Enzo hat sich mit dem, der jetzt Tod ist, angelegt. Der andere wollte zu mir und mich mitnehmen. Wieder anfassen. Ich hab ihn verbrannt“. Kennt ihr das, wenn ihr etwas erzählt und erst dann bemerkt wie häufig ihr etwas getan habt und ihr beim erzählen jedesmal merkt, das ist gerad nicht gut?
[23:03] ₪ Tya so geht’s Seija gerad. „Er ist zum Wasser und lebt noch! “ muss man ja betonen sowas „hat mich dann aber in Ruhe gelassen. Der andere war abgelenkt und deshalb wollte Enzo dann wegrennen. Noch jemand ist in den Garten gekommen, er hat sich auf Enzo geworfen und ihn festgehalten. “ Fast, also das ist das, was Seija mitbekommen hat. „Und der, der jetzt Tod ist, wollte mich nicht in Ruhe lassen. Er hat mich mit dem Stein beworfen, aber nicht richtig getroffen. Ich hab versucht ihn zu verbrennen, er ist immer ausgewichen und dann stand er plötzlich vor mir und hat.. er hat mich niedergeschlagen“ . Jetzt erzählt sie den teil also auch, unangenehm ist er ihr und deshalb zögert sie auch, bevor es ans weiter reden geht. „Ich konnte mich gerad so an ihm festhalten und.. ich hab ihn einfach verbrannt und dabei viel zu viel Kraft verbraucht.“ Der Schmerz war einfach so ablenkend in dem Moment das sie, im wahrsten Sinne des Wortes, einfach nur feuer gegeben hat. „Wir sind umgekippt und dann kamen die Wachen, dann erst. Sie haben das vorher nicht gesehen. Haben mich mitgenommen und wollten schon wissen was passiert ist. Ich hab gesagt das Enzo mich einfach mitgenommen hat, als Druckmittel und das der verbrannte irgendwas Zaubern wollte und das schrecklich schief gegangen ist. Sie wollten mich trotzdem mit zum Kerker nehmen und ich hab ihnen das Geld angeboten“. Ende der Gesichte. Jetzt aber wirklich oder? Gibt es noch mehr das der Bruder da hinterfragen kann und will? Was hat sie eigentlich erwartet, nun wo alles erzählt ist? Jedenfalls nicht das, was er zu ihr sagt. E R will I H R das Leben zur Hölle machen? Schon wieder droht der Bruder seiner Schwester. Was glaubt er denn? Das sie ewig in diesem Zustand sein wird? „Sidkar“ Zischt sie fast schon seinen Namen und richtet sich auf dem Sessel etwas auf, nimmt sogar die Füße wieder vom Sitz. „Hör auf mir zu drohen! Nur weil ich gerad nichts machen kann, bleibt das nicht so. In ein paar Tagen ist wieder A L L E S wie vorher“ . Sie hat die Macht und er steht neidisch daneben und will, was sie besitzt! Ja das ganze wäre weit eindrucksvoller wenn sie wirklich etwas machen könnte gerad, das hatten wir ja alles schon, kann sie aber nicht, Worte müssen also genügen und vielleicht zeigen ja auch die etwas Wirkung, es schadet zumindest nicht, den Bruder daran zu erinnern das die Situation, so wie sie nun ist, nicht dem Alltag entspricht.
[09:38] Sidka Sagar || Es kümmert sie nicht? Es hat sie einfach auch nicht zu kümmern, schließlich ist sie hier der Eindringling. Man könnte fast überspitzt sagen, dass die Brüder extra hierher sind, um endlich ein wenig Ruhe vor der übrigen Familie zu haben. Die Schwester spielt da einen ganz entscheidenden Faktor. Sie nervt. Mit ihrer bloßen Anwesenheit und das Gespräch heute beweist einfach nur wieder, wie sehr sie sich nicht unter Kontrolle hat. Dies ist aber wichtig. Stets und ständig. Davon kann der Sagar ein Lied singen, er beherrscht es natürlich meisterlich. So wie alles andere auch. Bah. Ernsthaft, warum genau musste Seija jetzt auch hier sein? Genau, weil sie ebenso wie die Brüder erzogen wurde, Langeweile merzt man aus, indem man sich nimmt, was man möchte. Womit irgendwie auch der Kreis zu Marie wieder geschlossen ist, die gar nicht glauben kann, was ihr da widerfährt. Warum denn nur? Sie hat getan, was er verlangt hat, hat sich ihm...naja in Ordnung, hingegeben wäre zu hoch gegriffen, aber sie hat still gehalten. Hat das kostbarste geopfert, was sie besaß und nun zerrt er sie doch hervor? Dem Rotschopf ist das nicht nur entgangen, dass er da gerade reichlich unsensibel war, sondern er beachtet das Mädchen weiter gar nicht. Ihm ist nur wichtig, dass die Aufgabe schnell erledigt wird und sind wir mal ehrlich: Die ganz akute Gefahr, so wie er sie gezeichnet hat, die besteht nun wirklich nicht. Wer weiß, ob Seija am Ende überhaupt noch auf Rache aus ist, ob sie versuchen wird das Mädchen zu finden. Letztendlich ist ihm das vollkommen egal, er hatte, was er wollte. Ein Spiel, ein wenig Ablenkung. Mehr war es nicht. Ach doch, Befriedigung auch noch, aber dies wollen wir nun auch nicht weiter ausführen. Während man also wieder alleine ist, lauscht er sehr aufmerksam der Schwester. Die Beine hat er dabei übereinander geschlagen, sein linker Arm ruht auf der Lehne des Sessel, der Rücken ist leicht angelehnt. Die Eleganz und Arroganz in Person. Die kleine Schwester kann ruhig merken, dass das Leben kein Ponyhof ist, dass sie nun weit weg ist von den Eltern und dass sie am Ende alleine gerade stehen muss für die Dinge, die sie hier anzettelt. Auch, wenn es gerade so wirkt, als ob es allein auf Sidka zurückfällt. Dies ist ein Trugschluss, der da gerade entsteht. Also, nicht gänzlich, er ist schon darum besorgt, dass der Name in Mitleidenschaft gezogen werden könnte, dass die Dämonin ihnen allen hier das Leben schwer macht, aber viel mehr weidet er sich doch sehr daran die Kleine so zu sehen. Zumal sie ja jetzt die ganze Geschichte erzählt! Wie spannend. Sie wurde also angefasst - wie kann der Kerl es wagen. Glück hat er, dass er schon tot ist, ansonsten hätte er die geballte (Nicht)Macht vom Halbdämon zu spüren bekommen. Wie kann der es denn wagen, seine kleine Schwester anzupacken? Sie sieht nun wirklich nicht aus wie eine kleine Hafendirne, auch wenn sie sich manchmal vom Mundwerk her so benimmt. In dem Moment als sie das erzählt, kann man also kleine rosa Flecken auf seinem Gesicht sehen - Wut. Natürlich entschuldigt sie sich bei solch einem Rüpel nicht, das wäre ja noch schöner. Würde dem Namen ja auch nicht gerade gut tun. E n z o. Aha. Der Name brennt sich kurzfristig ein, schauen wir mal, wie lange Sidka den wirklich behält. Einfach ist das nicht für ihn, aber wie es aussieht, haben wir da ja einen ganz anders Schuldigen. Jemanden, der die Wut des jungen Halbdämons abbekommen kann. Wütend ist er nämlich immer noch, nur wandelt sich das gerade zugunsten seiner Schwester. Manchmal, da sind sie eben auch nur ganz normale Geschwister. Nein, eigentlich sind sie das zu jeder Zeit. Ist ja typisch, dass man sich neckt, ärgert, ein wenig anfackelt - am Ende steht man aber füreinander ein. Je mehr sie von der Geschichte erzählt, desto stürmischer wird es im Inneren. Wie können die es denn alle wagen seiner kleinen Schwester solch eine Tortur zuzumuten? Haben die sie mal angesehen? Sie ist doch nun wirklich nicht...aber ach, das hatten wir ja schon.
"Das werden wir sehen, Seija. Ich drohe dir, wann es mir beliebt." Weil drohen kann er ja. Nur, ob er seine Drohung wahr machen kann, dies ist eine ganz andere Geschichte. Was ein Mann kann und was ein Mann nicht kann. Dieser hier kann zumindest nicht drumherum zuzugeben, dass die Kleine doch alles gar nicht so schlecht unter Kontrolle hat. Ist ja beruhigend. Bevor er aber so etwas wie lobende Worte findet, kommt Marie wieder herein. Die im Übrigen ganz fürchterlich aussieht. Verheult - sie hat in der Küche ihr Leid geklagt und sofort sind wieder die Tränen gekullert - sowie blass vor Angst. Was, wenn der Herr der Herrin nun auch noch gesteckt hat, dass sie es ist, die ihn gerufen hat? Es ist ein Wunder, dass das Essen auf dem Tablett bleibt und vor der Schwester auf dem Tisch zu stehen kommt. Es wäre eigentlich fast zu erwarten gewesen, dass sie es auf ihrem frisch angezogenen Kleid wieder findet. Jedoch, irgendwie packt es das Mädchen, die großen
[09:49] ₪ angsterfüllten Augen, blicken den Rotschopf an. Ist das alles? Kann sie gehen? Ein Wedeln mit der Hand bestätigt dies, so dass das Mädchen schnell davon stolpert. In der Hast von hier wegzukommen, verheddert sie sich noch im Kleid, so dass sie fast auf die Nase fällt. Ein kleines Grinsen von Sidka, immerhin sieht er dadurch einen Teil ihrer Beine. Nichts, was ihm nicht gefallen würde. Aber zurück zur Schwester. "Die Wachen glauben also, dass dieser Enzo dich entführt hat. Dass du da nur zufällig reingeraten bist" - was ja auch noch stimmt - "und dass der Tote zaubern wollte. Er aber ein Nichtsnutz war und seine Magie ihn selbst umgebracht hat?" Insofern er das richtig verstanden hat, da spricht natürlich ob seiner überdurchschnittlichen Intelligenz einiges dafür, dann hat sie das wirklich gar nicht so schlecht gemacht, all die Aufregung war umsonst. Das kann er ihr dann aber wiederum auch nicht sagen, das wäre zuviel des Guten, zuviel Zugeständnis. Am Ende kommt sie noch auf die Idee, dass er sie mag. Dann ist sie sicherlich unausstehlich, daher muss also eine andere Erklärung her. "Dann werden wir damit weiter arbeiten, auch wenn man das sicherlich geschickter hätte lösen können." Als ob er dafür nun Zeit hat, aber diese Dinge müssen bereinigt werden. Vollkommen und fängt man ein Schauspiel an, dann muss man es auch bis zum letzten Akt zu Ende spielen. "Die Wache, der ich gerade Geld gegeben habe, über die werde ich mich beschweren. Wie kann diese es wagen meine kleine Schwester auch nur in die Nähe eines Kerkers zu bringen. Immerhin bist du ein zartes Geschöpf." Die Süffisanz in der Stimme sollte Seija nicht entgehen, ja Sidka genießt es, sie so darzustellen. Sie ist natürlich absolut kein zartes Pflänzchen, aber wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht sorgen. Das Beschweren über die Wache ist aber nur ein kleiner Schritt, da würden auch noch einmal extra Münzen fällig werden. Viel wichtiger ist etwas anderes. Dies sollte aber der Schwester wenig ausmachen - oder? Hier kann man auch gleich noch erfahren, in wie weit sie die Wahrheit gesagt hat. Dieser Enzo. Wie gut kennt sie ihn, ist er wirklich nur zufällig in das Spiel hinein geraten - mag sie ihn vielleicht sogar? Liegt ihr was an ihm? Man könnte den Rotschopf gerade für einen ganz großen Taktiker halten. Ist er aber eigentlich gar nicht. Er hat nur Glück. Wie nennt man dies? Einen intervallum lucidum. "Dieser Enzo ist im Kerker gelandet, sagst du? Ich werde mich persönlich dafür einsetzen, dass er da nicht wieder heraus kommt. Er hat die Allgemeinheit gefährdet, auf ihn ist ein Kopfgeld ausgesetzt und was für mich am Schlimmsten ist: Er hat meine geliebte, kleine Schwester entführt und nur durch Zufall ist sie fast heile wieder nach Hause gekommen. Dieser Wurm soll dafür..." Jetzt kommt's, nicht vergessen, es ist alles Theater und der Sagar ein Fiesling. "...brennen." Schade, dass die kleine Schwester dies zur Zeit nicht selbst bewerkstelligen kann. So dürfte doch alles untergebracht sein, oder? Ein paar Gemeinheiten, das weiter Vorgehen, nicht zu vergessen, dass da kein Kompliment oder Bewunderung herauszuhören ist. Ein perfekter, guter Tag! Er kann doch eigentlich nur so weiter gehen. Sidka ist eben doch ein Erfolgsmensch äh Erfolgshalbdämon.
[14:01] Seija Sagar ||Nichts werden wir sehen! In wenigen Tagen wird alles wieder seinen gewohnten ganz nehmen. Da kann auch er nichts dran ändern, so gern der Bruder es mit Sicherheit auch würde. Es gibt eben Sachen, die kann man auch mit Einfluss und Geld nicht erkaufen. Oder vielleicht doch? Misstrauisch betrachtet sie den älteren. Nein dem Plan der Brüder kommt sie gerade nicht auf die Schliche, sie ist meilenweit davon entfernt. Denn wie es bei den Sagars nun mal so üblich ist, denkt ein jeder von ihnen, das es immer und einzig nur um einen selbst geht. So auch jetzt, statt auf den Gedanken zu kommen, das Sid etwas an seiner Macht verändern möchte, kommt ihr den Gedanke, dass er etwas an ihrer verändern möchte oder das er etwas weiß das sie vielleicht nicht weiß. Kann das ganze länger dauern? Kann Sid etwas tun, damit es länger dauert? Ja sie traut ihm sowas durchaus zu, ganz nach dem Motto –was ich nicht hab, das darf auch niemand anders haben-. Das ganze würde sie dann auf eine deutlich niedrigere Stufe als die Brüder stellen, etwas das jedem von den beiden gefallen würde. Doch wie sollte er das ganze anstellen? Sie wird darüber nachdenken und bis dahin etwas mehr Wachsamkeit üben. Sie hat nicht vor länger als nötig in diesem vollkommen gewöhnlichen zustand zu verbringen. „Was meinst du damit?“ Hinterfragt sie die Worte jetzt auch direkt, er soll gefälligst reden und sie darüber aufklären. Das werden wir sehen, Pah! Ja sie hängt sich gerad an einem kleinen Satz auf, allerdings auch einfach deshalb, weil sie sich selbst darum sorgt, wie lange das ganze so bleiben würde. Wie soll sie schließlich auskommen ohne das alles, sich plötzlich verhalten wie ein Mensch? Das kann niemand von ihr erwarten, hat bisher auch niemand erwartet, denn das ist sie nun mal nicht. Die Tür geht wieder auf und Seija bemüht sich die Sorgen beiseite zu schieben, nein das alles hat nichts zu bedeuten und in nur wenigen Tagen, befindet sie sich im gewohnten Alltag. Das Mädchen wird beim eintreten nun länger betrachtet, hauptsächlich weiß sie das Essen bringt, doch auch ihr restliches auftreten fällt dadurch auf. Es ist ja normal das die Bediensteten hier durch die Gänge huschen und steht darauf bedacht sind, nicht die Aufmerksamkeit eines der Herren zu erregen. Ohne die ist man hier meinst besser aufgehoben, doch solch ein verheultes Gesicht und dieses Zittern, das ist dann doch zu viel des ganzen und missbilligend verzieht sie das Gesicht. Schrecklich, man stelle sich einmal vor, sie hätte das Essen wirklich über Seija verteilt, sie hätte das Mädchen ja nicht einmal ordentlich dafür bestrafen können! Doch es geschieht ja nichts und so schnell wie das Weib wieder verschwunden ist, so schnell hat sich die junge Sagar auch etwas vom Tablett genommen. Elegante Zurückhaltung? Vielleicht ein anderes mal, irgendwo muss die Energie ja herkommen, die ihre Kräfte wieder auffüllen! Der Bruder muss jetzt also einen kleinen Moment warten, den sie isst und dabei hört was er nun weiter zu sagen hat. In den meisten dingen schienen sie nun überein zu kommen. All zu viel Kritik scheint er nicht mehr daran zu haben, gut so! Doch aufbringen tut ihn das ganze, ungewohnter weise zu Seijas Gunsten, den Eindruck hat das Mädchen zumindest. Inwieweit sie das richtig einschätzt wird sich ja vielleicht noch zeigen. Kurz nickt sie nun, bevor sie noch einen Schluck des Getränkes nimmt und anschließend antwortet. „Ganz genau, so hab ich es erzählt und so wird er es auch glauben, dank der kleinen Bezahlung“ . Letztlich ist das Geld ja kaum mehr als Taschengeld gewesen, es ist wirklich angenehm, mit wie wenig sich solch Menschen zufrieden geben. „Und selbst wenn nicht, dann muss man das auch erst einmal nachweisen“ Blöd, dass die Möglichkeit tatsächlich gegeben wäre, schließlich ist da noch der Mann der sich ins Wasser gerettet hat und die in der Straße davor, sie alle können bezeugen das Seija Feuer wirken kann. Sie alle auszuschalten wäre aber auch zu mühsam. Unruhig tipp die bei dem Gedanken mit ihrem Finger auf das Holzende der lehne und erzeugt dabei ein leises klicken. „Es wäre sicher gut, über meine Fähigkeiten nicht zu lügen, das kann zu schnell wiederlegt werden“. Denn sie wird sicher nicht ewig auf die Magie verzichten. „Sondern wenn man eingesteht, das der Tod durch eine Reaktion der beiden Zauber, beim Aufeinandertreffen aufeinander, ausgelöst wurde. Mir kann Feuer nichts anhaben, das war mein Glück.“ So würde sie das dann vortragen und behaupten. Klingt doch gar nicht so blöd, ein funken Wahrheit und viel gesponnene Gesichte darum. Sitzt sie gerad wirklich hier und überlegt gemeinsam mit ihrem Bruder wie man das ganze möglichst einfach aus der Welt schaffen kann? Die junge Dämonin ist selbst über diese Wandlung verwundert, doch letztlich geht es Sid ja um den Namen Sagar der unbefleckt zu bleiben hat.
[14:01] ₪ Eine mordende Schwester würde doch unschöne Flecken auf die scheinbar weise Weste machen. „Denkst du wirklich das ist eine schlaue Idee? “ hinterfragt sie den Plan mit der Wache. „Was wenn sie dann ihre Geschichte zu unseren Ungunsten verändert? “ Sie haben sie bestochen ja, jetzt wird sie das sagen was die beiden wollen, doch wer sagt, das sie sich da noch dran halten wird, wenn die beiden Sagars ihr nun in den Rücken fallen und sich über diese beschweren. Vielleicht steckt auch mehr Plan hinter dem ganzen, als das Mädchen auf den ersten Blick erkennen kann, doch genau deshalb fragt sie ja nach und sie hat tatsächlich nur nachgefragt, dieses mal war kein hohn in der Stimme, keine Abwertung, kein Zwist. Sie würde es nicht zugeben, niemals! Nicht in tausend Jahren, doch sie ist froh das ganze gerad nicht allein lösen zu müssen und froh das der Bruder nicht einfach beschließt das es einzig ihr Problem ist, wenn noch eines auftauchen sollte. Sie ist eben doch erst 17 und würde es zwar nie zugeben, doch das ganze droht ihr über den Kopf zu wachsen, denn in dem Moment, in dem sie der Wache die Geschichte erzählt hat, hat sie nicht viel weiter gedacht, als bis zu dem Moment, in dem sie hier im Anwesen in der Wanne liegen würde und sich erholt. Die kleine Provokation in der Aussage des Halbdämons wird dabei hingenommen, die Stirn kurz zusammengezogen, doch viel mehr reagiert sie jetzt nicht drauf. Manchmal kommt es ihr ja auch zu gute, das unschuldige, zerbrechliche ding zu mimen, warum sollte sie also nicht nutzen was sie weiter bringt? Den Wachen vorspielen das sie zerbrechlich ist? Sollte funktionieren! Der letzte Punkt, der ist es dann, welcher das Mädchen wieder aufzuwühlen beginnt. Ob Sid es merkt? Sie rückt sich auf dem Sessel noch einmal zurecht, hört damit auf, auf die lehne zu tippen sondern hält diese stattdessen fest. Enzo… Sie verachtet ihn! Warum gefällt es ihr dann nicht, was der Bruder da sagt? Ganz einfach, weil sie angefangen hat ihn zu mögen, das ganze war aufregend, in einem Moment ist er ihr sogar sehr nahe gekommen. Sie sind ein paar der Kopfgeldsuchenden ausgewichen und haben sich in eine dunkle Nische drücken müssen, einmal hat er die Arme um sie gelegt um ein sich nahekommendes Pärchen vorzugeben. Eine Dreistigkeit die er sofort bereut hat, kaum das die anderen um die nächste Ecke waren. Sie hat schließlich dafür gesorgt, dass er sich buchstäblich die Finger verbrennt. „Ja er ist im Kerker gelandet, glaube ich. Die Wachen haben ihn abgeführt und er wirkte nicht, als könnte er sich freikaufen “ sie antwortet schon mal darauf, um nicht all zu lange wortlos da zu sitzen. „Er wollte flüchten, mich dafür ausnutzen und das obwohl wir nur wegen ihm in der Situation waren!“ gut möglich das man ihr den Ärger darüber jetzt anhört. Der wollte sie einfach mit seinen Problemen da sitzen lassen! Sicher, das ist etwas das genauso gut von ihr hätte kommen können, ist es aber nicht. Irgendwie hat sie angefangen ihn zumindest nicht mehr ganz so sehr zu verachten, vielleicht sogar zu mögen und dann das! „Aber vielleicht sollten wir ihn aus dem Kerker holen “. Warte was? Sagt sie das gerad echt, ja das tut sie! „Wer weiß was er da alles erzählt, und wenn er sie dazu bringt ihm doch zu glauben… “ das wäre nicht gut für Seija. Wirklich nicht. „So könnten wir ihn mit der Freiheit bestechen, damit er nichts mehr sagt “. Gut da ist ein kleiner Fehler in ihrer Logik, denn wenn Enzo tot ist, dann kann er sie ja schließlich auch nicht mehr verraten!
[14:48] Sidka Sagar lebt ja auch ganz eindeutig nach dem Motto, dass niemand etwas haben darf, was er nicht hat - insofern er es eben gerne möchte. Alles andere gönnt er den Menschen ja irgendwie. Man muss eben wissen, wo die Grenzen sind. Was die Macht der Schwester angeht, würde er einen Weg kennen, dann würde er ihn sofort nutzen. Dies liegt an den jahrelangen Qualen, die er körperlich und seelisch hat erleiden müssen, wenn es um die Dämonen in der Familie geht. Ein Wunder, dass er überhaupt so arrogant und anmaßend ist, aber schließlich reagiert ja auch jeder anders. Schön zu sehen ist, dass die Worte seine Schwester offensichtlich doch sehr aus dem Konzept gebracht haben. Haben sie eine tiefere Bedeutung? Ja. Natürlich, es geht um das Ritual und um die Macht, die ihm dadurch erwachsen wird. Nicht nur ihm, sondern dem Bruder gleich mit und dadurch hat sich das Leben der Sagars, so wie es zur Zeit ist, erledigt. Für alle. Soel und er werden einfach eine ganz andere Stufe von Macht erreichen. Das Ritual, welches die Mutter nie durchgeführt hat, weil es zu gefährlich ist und sie es nicht nötig hat. Bei der Schwester wird es so sein, dass sie davon gar nichts weiß. Wie auch? Das dazugehörige Buch befindet sich im Besitz der Brüder, gestohlen aus den Unterlagen der Mutter. Die Vorbereitungszeit dafür war immens. Für Seija wird dies bedeuten, dass sie nicht mehr tun und lassen kann, was sie möchte. Es würde eben eine echte Erschütterung der Macht sein. May the 4th be with you. Hr. Hr. Hr. Alles würde sich ändern. Dies aber keine Antwort, die es ratsam wäre zu geben, schließlich würde es nur Schwierigkeiten bereiten und am Ende dafür sorgen, dass die Schwarzhaarige sich doch noch dazwischen wirft. Er ist nicht bereit mehr als nötig von der Macht zu teilen, reicht schon, dass der Bruder etwas abbekommen soll. Wie dem auch sei, eine Antwort auf die direkte Frage muss dennoch her. Hat er aber. Eine gute sogar. "Dass sich für dich bereits jetzt alles geändert hat. Ist es nicht so, dass es dich sehr beschäftigt wie ein Normalsterblicher zu sein? Wird es dir noch einmal passieren, dass du deine Macht völlig aufbrauchst? Die Dinge sind bereits anders und die wirst sie nicht rückgängig machen können." Na, wenn das mal keine weise Antwort ist - oder nicht? Vor allem klingt sie noch plausibel dazu. Wie soll die Schwester da auch nur mehr vermuten. Insofern sie dabei bleibt, dass er an ihr etwas machen könnte, soll sie es ruhig glauben. Wäre doch traumhaft, wenn es ginge. Die Angst, mit der sie jeden Tag herumlaufen wird, wissend, dass die Macht vielleicht nicht wieder kommt. Ach, wunderschön wäre es ja. Da er darauf aber keinen Einfluss hat, wird er sich wohl damit begnügen müssen, dass demnächst eben Machtduelle stattfinden. Zur Zeit sind die ja nicht wirklich möglich. Ohne den Kerl jetzt schlecht machen zu wollen.
Die weiteren Aussagen sind doch beruhigend, nur muss jetzt alles noch in eine Form gepresst werden. Die Wachen glauben also, dass Enzo Seija entführt hat. Dass das Experiment aka Magie schief gegangen ist und der Tote deshalb tot ist. Gut so. Nur, muss man da jetzt noch viel machen? Sicherlich schon, denn am Ende gibt es ja immer Dinge, die getan werden müssen. Zunächst einmal fällt die Art der Schwester auf. Wie sie mit den Fingern spielt, das Essen herunter schluckt. Der Kerl hat nach wie vor das Gefühl, dass sie nicht alles sagt, aber letztendlich könnte man sie auch ganz gut loswerden, wenn sich am Ende herausstellt, dass doch mehr Schaden angerichtet wurde als sie gerade zugeben möchte. "In Ordnung, auch wenn du dich da in eine angreifbare Position begibst. Wie oft habe ich dir schon gesagt, dass du nicht zu freizügig mit deinen Kräften sein sollst? Nimm dir ein Beispiel an Soel und mir." Haha. Ja, kleiner Scherz eigentlich, denn es ist natürlich das eine keine Macht zu haben und diese nicht zu nutzen oder welche zu haben und dann verbergen zu müssen. Fürchterlich. Aber, so hat er dem Weib wieder eins reingewürgt - außer sie traut sich die Widerworte zu geben. Die ja eigentlich auch vollkommen logisch sind. Der andere Einwand ist berechtigt. Was, wenn die Wache ihre Meinung ändert, beschließt, dass das kleine Taschengeld nicht genug war. Eine gute Frage. "Nicht so auffällig wie die Tatsache, wenn der Kerl plötzlich tot ist. Sollte er seine Meinung ändern, dann wird er unsere Macht zu spüren bekommen. Stell dir vor wie schnell wir beweisen können, dass jemand ihn bestochen hat. Nicht wir natürlich. Es wäre sehr unklug von ihm plötzlich eine andere Geschichte zu erzählen. Vielleicht sollten wir ihm eine kleine Aufmerksamkeit schicken." Eine Hure zum Beispiel. Nicht so eine, wie der Kerl sich normalerweise leistet, sondern eine ordentliche. Eine, die weiß wie man mit Freiern umgeht, die den Kerl glücklich machen würde. Ohne, dass er sie bezahlen muss. Ist ja auch drin im Budget. Soviel also zu dem Plan. Das Geschenk sucht er lieber persönlich aus, da hat die Schwester nichts mit zu tun.
[14:55] ₪ Eine andere Geschichte ist Enzo. Der hockt also im Kerker, hat sich nicht nur als ein $@#%locherwiesen - kein Problem eigentlich aus Betrachtersicht, aber die kleine Schwester muss eben beschützt werden -, wollte die Sagar ausnutzen. Geht nicht, muss bestraft werden. Egal welche mädchenhaften Gefühle Seija da entwickeln mag, auch Sidka kann sie mal nah an sich ziehen. Oder sie im Arm halten, insofern sie solche Nähe wünscht. Hauptsache sie hält die Klappe. Ein dahergelaufener Straßenjunge auf den ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Nein, aus dem Kerker holen, seine Freiheit als Einsatz sehen? Viel zu riskant. Kann er ja gleich die wahre Geschichte irgendwo aufschreiben und darauf warten bis die Bombe wieder hochgeht. "Nein. Da wären wir schön blöd. Wir sollten uns dafür einsetzen, dass sein Kopf nicht mehr auf seinen Schultern sitzt, wenn er fertig dort ist. Stell dir vor, wir versprechen ihm seine Freiheit - das Risiko bleibt weiter bestehen. Du sagst doch selbst, dass er mit uns nicht freundschaftlich verbunden ist. Wie kannst du nur auf diese Idee kommen, nachdem er dich ausgenutzt hat." Für den Rotschopf ist ganz klar, was zu tun ist, wie er vorgehen wird. Eigentlich hat Seija da auch gar kein Mitspracherecht mehr. Er wird sich mit dem Komandanten der Stadtwache auseinandersetzen müssen. Oder mit dem Kerkermeister? Wie schafft er es, dass er bekommt, was er möchte. Ja, da macht er sich gerade wirklich Gedanken drüber. Die letzten Treffen mit Leuten aus Eranya waren nicht gerade fruchtbar. Irgendwie hat es zumeist darin geendet, dass man ihn einen Narren geschimpft hat. Das sollte da nicht so passieren, ganz im Gegenteil - Enzo sollte dann einen Kopf kürzer sein. Wenn diese Made quasselt, dann haben sie einiges zu erledigen, was nun wirklich sehr anstrengend klingt. "Gut, dass du verletzt bist. Damit können wir beweisen, wie gefährlich der Kerl ist. Immerhin hat er einfach so versucht eine junge Dame aus gutem Hause zu entführen, hat sie verletzt und sich mit üblen Gesellen zusammen getan. Wenn wir mit ihm fertig sind, dann wird er keinen Ton mehr sagen können." Die Frage, die da bleibt, ist ob die beiden Geschwister jetzt noch an einem Strang ziehen. Immerhin schien der Eindruck zu entstehen, dass Seija lieber ein Schosshündchen halten möchte. Aber ernsthaft: Noch jemanden hier, um den man sich kümmern muss? Nein Danke!
[18:47] Seija Sagar würde sich gewiss dazwischen werfen, wenn die die Pläne der Brüder denn kennen würde. Wo kämen wird en da hin, wenn alle Mächtiger werden als sie? Gut etwas mehr Kraft, das würde sie ihren Brüdern ja sogar noch zugestehen, doch bitte nicht mehr als sie! Das Kräfte Verhältnis soll doch nicht gestört werden, man sieht ja an der Situation gerad, was dann geschieht. Grässlich! Einfach nur schrecklich. Da ist man einen Tag etwas angeschlagen und schon fängt es an und der Bruder beginnt seiner Schwester zu drohen. Wenn hier jemand droht, dann sie! Jetzt gerad nicht, stimmt schon. Doch sonst! Das minderes wäre also, wenn auch Seija an dem Ritual teilnehmen kann und darf. Bei gleicher Machtverteilung an alle, ist sie dann immer noch die, mit dem Näschen vorn. Nur das sie davon nicht einmal was weiß, die geniale Idee also auch nicht anbringen kann. Nein sie muss sich mit dem Glückskeksspruch von ihrem Bruder zufrieden geben. Alles hat sich schon verändert, sie merkt es ja, weiß jetzt mehr. Kurz: Sie ist reifer und weiser geworden? Hier nun einmal das Zonk-Geräusch einfügen. Es braucht schon mehr um ihre Art umzukrempeln, sie wird vielleicht etwas vorsichtiger sein, doch sicher nicht so sehr, dass man sie als Reif und Weise beschimpfen könnte. „Das hat aber überhaupt nichts damit zu tun, das ich, sobald ich mich erholt habe, wieder stärker bin und du mir deshalb nicht Drohen solltest!“ darum ging es doch im Großen und Ganzen, der Bruder soll ihr einfach nicht drohen, das mag sie nicht! Eigentlich ist sie doch nur freundlich, schließlich macht die jüngere den älteren auf etwas aufmerksam, dass er bereits vergessen zu haben scheint. Kommen wir zu den Dingen die so schnell nicht vergessen werden, weder von Seija noch von Sidka, ganz zu ihrem bedauern. Tatsächlich hat das Mädchen die in ihren Augen wichtigsten Dinge, erzählt. Alles andere ist eben ihr persönliches Problem und nichts in das sie den Bruder mit hinein ziehen möchte. Dazu gehören Dinge wie, das sie Enzo eben doch angefangen hat zu mögen oder auch der Tatzendolch den sie vom Verbrannten geklaut hat, der sich jetzt, aus Frust Richtung Tür geworfen, als prima Kleiderharken erwiesen hat. Hat er das gerad wirklich gesagt? Ein belustigtes schnaufen verlässt ihre Lippen, die Augen werden schmaler und ein grinsen, das erste mal seit sie hier angekommen ist, ist nun zu sehen „Oh ja, ich sollte mit wirklich eine Scheibe von Soel und dir abschneiden, ihr geht so wunderbar bescheiden mit euren Starken Kräften um.“ Ironie? Oh nein, wie könnte sie denn? Das ist doch wirklich lächerlich, wenn man die kraft mal vergleicht, dann spielt Seija nicht mehr mit ihrer herum, als die Brüder mit der eigenen. Nur bei ihr fällt das eben auf, bei denen nicht! Kann sie doch nichts für. „Du hättest an meiner Stelle nicht anders gehandelt“ die Behauptung stellt das Mädchen provokant in den Raum. Das kann er ja nun abstreiten, glauben wird sie es ihm aber nicht. „Ich bin angreifbar, wenn man mir nachweist das ich gelogen habe“ . Wer einmal lügt, dem Glaubt man nicht, auch wenn er dann die nächste Lüge spricht. Kennt doch jeder den Spruch, damit sowas klappt darf auch die erste lüge nicht ertappt werden.
Die Wache betreffend ist das Mädchen ganz froh das die sich da nicht drum kümmern braucht, Sid hat scheinbar darüber nachgedacht, ja Sid kann nachdenken und was sinnvolles sagen, fast ist das Mädchen erstaunt. Sie selbst kann sich da also raushalten, schließlich hat Sid bereits angefangen der Wache weiß zu machen, das Seija nichts zu sagen hat, es würde am Ende nur ein verwirrendes Bild abgeben, wenn das Mädchen die Wache dann plötzlich doch selbst bestechen darf. Womit auch immer. „Gut“ viel mehr braucht sie da also auch nicht zu sagen, Wache weiter bestechen, Geschichte aus dem Hut zaubern und so weiter. „Ganz wie du meinst“ . Ja sie stimmt ihm zu, passiert auch nicht all zu häufig, eigentlich lebt sie mehr nach dem Motto, wenn ein Bruder was sagt dann M U S S man (oder Frau) wiedersprechen. Ob das in dem Moment dann Sinn macht oder nicht ist egal. Erschöpfung kann vernünftig machen, wenn man keine Lust auf ewige Diskusionen hat, wenn man eigentlich noch immer nicht auf der Höhe ist und ja schon beim Verlassen des Zimmers am liebsten im Bett geblieben wäre, dann denkt man einmal eher darüber nach, ist wiederstand gerad sinnvoll? Muss ich wirklich wiedersprechen oder ist die Idee ganz gut? Das andere ist, macht es Sinn zu wiedersprechen oder wird mein gegenüber eh nicht umzustimmen sein? Dieser Punkt trifft jetzt auf Enzo zu. Sie könnte sich nun den Mund fusselig reden, am Ende wäre Sid noch seiner Meinung und Seija noch ihrer Meinung. Sie will nicht das er im Kerker getötet wird, nicht das er am Schafott oder am Galgen endet. Er ist ein Spielzeug und Sid will ihr das wegnehmen! Das seltsame nun ist, das Sid es sogar gut meint, also Sagar Gut, nicht gut gut. Aber er meint es nicht schlecht, will ihr damit keins rein würgen.
[18:49] ₪ Es ist wirklich nicht so, das ihr persönlich etwas an dem Mann liegt, doch es hat Spaß gemacht sich mit ihm zu streiten. An dem Umarmen lag es auch nicht! Solche Gerüchte dürfen bitte gar nicht erst entstehen. „Also gut“ sie gibt ihrer Stimme einen geschlagenen klang. Das fällt ihr bei weitem leichter als sonst. „Ich dachte nur.. aber.. hmmh“ ja weil wenn sie überhaupt nicht wiederspricht, dann wird Sid auch merken das da war nicht mit rechten Dingen zu geht. Macht er vielleicht so schon, schließlich kennt man das Mädchen nicht so einfach zu überzeugen. Vielleicht schiebt er das aber auch einfach auf die allgemeine Situation gerad. „Dann so, ich dachte nur, so hat man auch ihn in der Hand und es könnte nützlich sein“. Nein dachte sie nicht, erfindet sie gerad. Ruckartig steht sie jetzt auf, einfach deshalb weil langsam dem Bauch nur länger schmerzen würde, kurz ist zwar stärker aber eben auch kürzer. „Ich denke, du hast nichts dagegen wenn ich nun gehe. Das meiste ist besprochen und wenn noch etwas ist, dann können wir an einem anderen Tag reden“. Aber sie hat genug, am Ende würde sie doch nur wieder dagegen halten und… schwer zu glauben aber, das Mädchen hat keine Lust auf weitere Konflikte. Jetzt gerade nicht, sie will sich in ihr Zimmer einschließen, will sich ins Bett legen und es gefühlt, erst in einigen Jahren wieder verlassen. Wenn der Bruder da keinen Einspruch gegen erhebt und noch irgendwas Wichtiges zum anmerken hat, dann wird sie nicht nur vom Stuhl aufstehen, sondern auch zur Tür gehen um das Zimmer zu verlassen. Den griff schon in der Hand zögert sie kurz. Es ist als wenn sie noch etwas sagen möchte, irgendwas hinzufügen und Sidka mitteilen. Doch bevor sie sich dazu entschließt, druckt die junge Dämonin den Rücken wieder durch und öffnet die Tür schwungvoll um energisch nach draußen zu treten und auch die Tür hinter sich, kraftvoll zu schließen. Was das ganze letztlich für folgen haben würde, das blieb nun zu beobachten. Wahrscheinlich war es ein Fehler, ihren Bruder wirklich die ganze Geschichte zu erzählen. ~~~
[19:47] Sidka Sagar wird jetzt nicht erklären, was das eine mit dem anderen zu tun hat. Sagen wir es doch einfach so: Er könnte, wenn er wollte, aber ganz eindeutig ist die Schwester eben doch nur eine Frau und deshalb viel zu beschränkt auch nur ansatzweise zu verstehen, was im Kopf eines Mannes vorgeht. Vor allem, wir reden hier ja nicht nur von irgendeinem Mann, sondern von solch einem Prachtexemplar wie dem Sagar. Da könnte sie Millionen Jahre auf der Erde sein, sie würde nicht verstehen, was ihn antreibt, was er meint oder denkt. Ach ja, dieses Gefühl der grenzenlosen Überlegenheit ist wirklich erhebend, kann man anders nicht sagen. Aber genug davon, schließlich passiert hier etwas nicht ganz alltägliches. Schwester und Bruder sind sich nicht nur einig, sie reden hier doch sehr zivilisiert miteinander. Man könnte fast den Eindruck gewinnen, dass sie sich mögen. Stimmt natürlich nicht, nicht mal im Ansatz und wenn man auch nur einem von beiden hinter die Stirn gucken würde, dann wüsste man sofort, dass ein jeder hier etwas ganz anderes plant. Wenn auch zu verschiedenen Geschehnissen. Wenn man ehrlich ist, dann ist es doch so, dass der Rotschopf absolut nicht unglücklich darüber ist, dass die Schwester nun auf diese Weise beschäftigt ist. Sie muss ihre Wunden lecken, muss zusehen, dass sie wieder auf die Beine kommt. Dies bedeutet freie Bahn für ihn. Naja und auch Soel. Sobald dieses Gespräch hier beendet wäre, würde Seija wahrscheinlich in ihren Bereich - also Zimmer, mehr ist ihr nicht zugestanden worden - der Villa verschwinden, während der Halbdämon die Sachen für den heutigen Anlass feierlich auswählen würde. Etwas, was sagt: Ich bin tausend Mal mehr wert als du. Ich werde dich zerquetschen wie einen Wurm. Die üblichen Dinge, die nun schon tausend Mal in Gedanken durchgespielt wurden und die heute endlich einen Abschluss finden sollen.
Das Vorgehen bezüglich dieser Sache ist also geklärt. Man würde darauf hoffen, dass die Wache sich mit ihrem Anteil zufrieden gibt. Halt, was? Nein. Nicht hoffen. Sie würden dafür sorgen, dass diese Made nicht weiter plaudert und die Geschichte in den richtigen Mündern landet. Hat der Bruder nicht neulich davon erzählt, dass er einen Reporter getroffen hat, der äußerst wichtige Dinge nur zu gerne hört? Übersetzt heißt dies ja auch nichts anderes, als dass dieser gerne klatscht. Vielleicht sollte man darüber nachdenken ihm die Geschichte von diesem Lump zu erzählen, der es gewagt hat seine Schwester anzupacken, in diese unsägliche Sache mit hineinzuziehen. Dies ist das eine. Das andere ist, eben diese Kerl - Enzo - in die Finger zu bekommen. Noch sitzt er im Kerker, die einfachste Variante ist sicherlich die Arbeit von dort aus erledigen zu lassen. Dafür muss man nun tatsächlich nachdenken, die Schritte gut planen. Es gibt Wachen, die kann man bestechen und es gibt welche, bei denen sollte man es wirklich nicht machen. Die reagieren darauf allergisch und werden dann irgendwie sauer. Man sollte meinen, dass die glücklich sind, wenn man ihr winziges Taschengeld ein wenig aufbessert. Nö. Die werden wie bereits erwähnt böse, machen dann genau das Gegenteil von dem, was man möchte. Die andere Variante ähnelt der, die Seija zunächst vorgeschlagen hat. Den Kerl da herausholen und in die Villa einladen. Einfach ganz höflich sein, sich dafür bedanken, dass er die Schwester nicht alleine gelassen hat - und dann zuschlagen. Aus dem Nichts heraus. Diesen Wurm hier einquartieren, nur ein paar viele Stockwerke weiter unten, um am Ende die Trophäe seines Kopfes hängen zu haben. Na, da gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die es zu bedenken gibt. Doch, zunächst ist es nun an der Zeit die Schwester zu verabschieden. Warum? Weil es nichts mehr zu sagen gibt, weil es Zeit wird sich dem noch schöner werdenden Tag zuzuwenden. "Nein, geh ruhig. Erhol dich gut, geliebte Schwester." Womit wir wieder bei Schleimen und Lügen wären. Aber dies ist ja sicherlich kein Problem. Sobald die Tür klappt und er alleine ist, streckt er sich ein Stück, zufrieden mit sich selbst. Doch, dies kann nur ein guter Tag werden. Er klatscht einmal in die Hände, wie um sich selbst zu motivieren. Als ob er das muss. Es geht um den kleinen Blonden, der sicherlich nicht damit gerechnet hat, dass er sie noch einmal wiedersieht. "Marie! Die andere Kleidung." Man könnte sagen, dass die Kleine heute einen steilen Aufstieg auf der Karriereleiter gemacht hat. Vom einfachen Mädchen zur Hure und persönlichen Mädchen des Hausherren. Das einzige Problem, was es dabei gibt: Diese Person ist so unsagbar unsicher, dass sie sich besser schonmal nach einem Zuhälter umsieht, der sie danach weiter betreut. Für diesen Tag wird sie vermutlich Ruhe vor dem Rotschopf haben, aber je öfter er sie benutzt hat, umso mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er gelangweilt von ihr ist. Mirazas Kjestel die Sagar Brüder kommen spielen.~~
Kilian
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